Donnerstag, 13.08.2020
 
Seit 15:05 Uhr Corso - Kunst & Pop

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 29.08.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Blue Crimeaufnehmen

Marie. Ein Fall
Von Susanne Ayoub
Regie: Eva Garthe
Mit Gerti Drassl, Stefano Bernardin, Markus Meyer, Wolfgang Hübsch, Andreas Patton und Ulli Maier
Produktion: ORF 2011
Länge: 52'21

In ihrem Hörspiel „Marie. Ein Fall" erzählt Susanne Ayoub eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1905, zitiert aus Originaldokumenten, Gerichtsakten, Gutachten, Zeitungsberichten und Briefen. Die Namen der handelnden Figuren sind, ebenso wie 'Maries Brief', der das Hörspiel umrahmt und durchzieht, fiktiv.
Marie Lerch, die 21-jährige, wohlerzogene Tochter eines Bürgermeisters, hat ein heimliches Verhältnis mit dem windigen Kaufmannsgehilfen Wolf Hauser. Ihre Eltern jedoch drängen sie zur Verlobung mit dem angesehenen, wenn auch farblosen Referendar Neumann. Die abschreckende Ehe ihrer Eltern vor Augen, versucht Marie, einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden. Sie vergiftet Neumann mit Zyankali und schießt ihm, sicher ist sicher, mit einem entwendeten Revolver in den Mund. „Sie verfügt über eine weit über den Durchschnitt hinausgehende Bildung", attestiert ihr der Anstaltsarzt in seinem Gutachten. Allerdings gebe die Angeklagte „Mangel an Scham- und Ehrgefühl zu erkennen und vertritt laxe Auffassungen über das Wesen der Gesetze". Dem Gericht tischt Marie Lerch Lügengeschichten auf, verstrickt sich in Widersprüche. Schließlich wird sie zum Tod durch die Guillotine verurteilt. Zu ihrer Hinrichtung strömen über eintausend Zuschauer herbei.

01:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

Jazz
Chasing The Bird
Charlie Parker zum 100. Geburtstag
Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Spontaneität, Humor und Gefühl tönten schnörkellos und ungeschminkt aus seinem Altsaxofon. Sein Bluesfeeling war tief, seine melodischen Ideen unerhört. Aus Kansas City kam Charlie Parker, genannt „Bird“, nach New York, setzte sich an die Spitze der Jazz-Modernisten und wurde zu Lebzeiten eine Legende. Erst mit 17 Jahren war sein Interesse für das Altsaxofon erwacht; schon bald hatte er sich einen Platz in der großen Jay McShann Band erobert. Mit dem Trompeter Dizzy Gillespie wurde er zum Herold des neuen, komplizierten Stils Bebop. Seine Neuerungen gehören heute zum Grundvokabular jedes Jazzmusikers; Parker-Soli werden an den Musikhochschulen studiert wie Beethoven-Sonaten. Aber sein chaotisches Leben - von Clint Eastwood hollywoodreif verfilmt - endete in Selbstzerstörung.

02:00 Nachrichten  

02:05 Sternzeit  

03:00 Nachrichten  

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

05:00 Nachrichten  

05:30 Nachrichten  

05:35 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Informationen am Morgenaufnehmen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten  

06:35 Morgenandacht  

Bischof Stephan Ackermann, Trier
Katholische Kirche

06:50 Interview  

07:00 Nachrichten  

07:05 Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview  

07:30 Nachrichten  

07:56 Sport am Morgen  

08:00 Nachrichten  

08:10 Interview  

08:30 Nachrichten  

08:47 Sport am Morgen  

08:50 Presseschau  

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 100 Jahren: Der amerikanische Jazzmusiker Charlie Parker geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournalaufnehmen

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et ceteraaufnehmen

Am Mikrofon: Die Schauspielerin Sophie Rois

„Draussen tobt der Konsens, während ich hier drin Tradition und Anarchie gleichermaßen aufrechterhalte“, sagt Sophie Rois in René Polleschs Stück „Diktatorengattinen“. Zusammen mit Pollesch entwickelte die Schauspielerin eine Form des hochreflexiven Boulevards an der Berliner Volksbühne, wo die gebürtige Österreicherin von 1993 bis 2017 Ensemblemitglied war. Sie spielte mit Christoph Schlingensief und Christoph Marthaler, und wurde mit Frank Castorf und Pollesch zu einer der prägenden Gestalten dieses Theaters. Sie bringt, wie es in der Begründung für den Berliner Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung heißt, auf die Bühne, was die Stadt zur Metropole mache: „Jenen Glamour, der auf Brüchen beruht und das Widerstreitende spielerisch als das Zusammengehörende zeigt.“ Mittlerweile ist Sophie Rois am Deutschen Theater engagiert und klettert dort aktuell mit Pumps auf einem überdimensionalen Stück Erdbeertorte herum, in Clemens Maria Schönborns Inszenierung „Sophie Rois fährt gegen die Wand“, einer freien Bühnenadaption von Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. Auch an das Kino verleiht sie ihre eigensinnige Präsenz: 1993 spielte sie in Detlev Bucks „Wir können auch anders“ und 2010 verkörperte sie in Tom Tykwers „Drei“ eine Frau mit zwei Männern. Sophie Rois veranstaltet ab kommenden Herbst auch wieder ihre Vaudeville-Abende „Have a Cup of Tea“ mit ihren seltsam schönen Interpretationen von Musik der britischen Band The Kinks.

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Gesichter Europasaufnehmen

Ein Sommer mit den Gesichtern Europas - Die Redaktion empfiehlt:

„Die WG der Welterklärer - Im europäischen Forschungslabor CERN“
Von Tom Schimmeck
(Dlf 2012)

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Wocheaufnehmen

13:30 Uhr

Eine Weltaufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Campus & Karriereaufnehmen

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Popaufnehmen

Das Musikmagazin

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Computer und Kommunikation

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Streitkulturaufnehmen

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Lesung: Nicole Henneberg
Gesprächspartner: Alina Wagnerova und Jörg Später
Am Mikrofon: Katharina Teutsch

Mit ihrem Roman „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ eroberte Gabriele Tergit die Literaturszene der Weimarer Republik. Ihr zweiter Roman „Effingers“ wurde erst nach dem Krieg veröffentlicht und dann schnell verehrt als die jüdischen Buddenbrooks. Jetzt erscheinen Tergits Gerichtsreportagen und Erinnerungen „Etwas Seltenes überhaupt“, neu ediert von Nicole Henneberg. Tergit beschreibt darin die wachsende Gewalt zwischen linken und rechten Gruppierungen. Und sie protokollierte den Aufstieg der Nationalsozialisten. Diese erklärten die Jüdin Tergit zur politischen Gegnerin, was sie schließlich zur Flucht aus Deutschland zwang. Über das damals noch junge Medium Zeitung gelang es wagemutigen Autorinnen in der Grauzone zwischen Feuilleton und Literatur eine eigene Handschrift zu entwickeln und ein Publikum zu erobern. Fast alle Autorinnen der 20er-Jahre waren auch als Reporterinnen im Einsatz. So auch die als Kafka-Freundin in die Literaturgeschichte eingegangene Milena Jesenská aus Prag. Als Journalistin durchbricht sie übliche thematische Festlegung auf Mode und Haus und zeigt in lebendigen Reportagen die Alltagsnot nach dem Ersten Weltkrieg in Wien, die Kinderarmut und den Schwarzmarkt. In Prag propagiert Jesenská die Projekte der europäischen Avantgarde. Alena Wagnerová hat den im Oktober erscheinenden Band zusammengestellt und wird gemeinsam mit Nicole Henneberg und dem Biografen Siegfried Kracauers, Jörg Später, über das Genre der literarischen Reportage, über Frauen im Schreibberuf und den Mythos der Goldenen Zwanziger sprechen.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

Revisited Forum neuer Musik 2011
„Nahe bei der Natur“
Sabine Liebner spielt John Cage’s „Etudes Australes“

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Mit seinem Namen verbinden sich das präparierte Klavier, die Inspiration durch Sternkarten, das Zufallsverfahren und die Einbeziehung des Alltäglichsgeräuschs. Alles künstlerisch Mitzuteilende sollte frei sein von Subjektivem und Autoritärem. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den amerikanischen Transzendentalisten und dem Zen-Buddhismus löste sich John Cage (1912- 1992) radikal von den Determinierungen europäischen Denkens in Musik und Kultur. Im Vorfeld des 99. Geburtstags des US-amerikanischen Künstlers fragte das Forum neuer Musik 2011 „Goes Germany“ nach der besonderen deutschen Rezeption von US-Avantgarde in der Neuen Musik. Dazu gab es ein Sonderprojekt: An vier Abenden spielte die Münchner Pianistin Sabine Liebner im Deutschlandfunk Kammermusiksaal alle 64 „Etudes Australes“, die Cage in den 70er-Jahren für Grete Sultan notierte. Beim Kölner Forum wurde dieses Cage-Highlight von einer Radionacht mit Ruth Crawford Seeger, Heather O‘Donnell und Jakob Ullmann sowie einem Feature von Jean-Claude Kuner begleitet.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Spiel mir das Lied von Leben und Tod
Eine Lange Nacht über Ennio Morricone
Von Olaf Karnik und Volker Zander
Regie: Philippe Brühl

Klassik und Neue Musik, Schlager und Pop, Folklore, Jazz, Folk, Beat und Bossa Nova, elektronische Musik und freie Improvisation, barocker Kontrapunkt und Zwölftonmusik, psychedelische Rockmusik und World Music - es gibt kaum einen Stil, den Ennio Morricone nicht beherrscht oder grandios adaptiert hätte. Zusammen gearbeitet hat der Komponist mit so unterschiedlichen Filmregisseuren wie Pier Paolo Pasolini und Sergio Leone, Bernardo Bertolucci und Dario Argento, Roland Joffe, Pedro Almodóvar oder Brian De Palma. Und vom Italo-Western über den Giallo-Thriller bis zur Sex-Komödie, von der Schmonzette über den Polizeifilm bis zum Gesellschaftsdrama hat er die musikalische Sprache ganzer Filmgenres nicht nur in Europa definiert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts recyclete der amerikanische Regisseur und Morricone-Fan Quentin Tarantino Stücke aus älteren Morricone-Soundtracks so lange für seine eigenen Filme, bis er den Maestro 2016 schließlich als Komponist für „The Hateful Eight“ gewann. Und noch mit 85 Jahren hat Morricone für sich eine neue, modulare Kompositionsmethode entwickelt, die in den Filmen von Giuseppe Tornatore zum Einsatz kommt. Die meisten der knapp 500 Soundtracks, die Morricone seit 1961 für Spielfilme aller Art, Dokumentationen und Fernsehproduktionen komponiert hat, sind heute auf Tonträgern erhältlich. Hier offenbart sich die Qualität seiner Musik: sie ist so originell, eigenständig und spannend arrangiert, dass sie auch unabhängig von ihren Filmen funktioniert. Dem außergewöhnlichen römischen Komponisten, der am 6. Juli im Alter von 91 Jahren verstorben ist, huldigt die Lange Nacht mit einer kaleidoskopischen Werkschau.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Auf dem s/w Bild spielt ein Mann an einem aufgeklappten, verzierten Flügel. Dabei hat er den Blick in die Kamera gewendet. z (imago/United Archives International Ferd )
Jazz-LegendenStorytelling & Telling Stories
JazzFacts 13.08.2020 | 21:05 Uhr

„Eine Geschichte erzählen“ - das ist nicht nur eine Grundforderung an ein Jazz-Solo. Um die ganze Musikform spinnen sich zahllose Storys, Mythen und Überhöhungen. Anlass genug, nach 100 Jahren Jazz-Historie über Dichtung und Wahrheit nachzudenken: eine Sendung über Legenden-Bildung im Jazz.

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