Samstag, 24.10.2020
 

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 29.08.2020
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Blue Crime

Marie. Ein Fall
Von Susanne Ayoub
Regie: Eva Garthe
Mit Gerti Drassl, Stefano Bernardin, Markus Meyer, Wolfgang Hübsch, Andreas Patton und Ulli Maier
Produktion: ORF 2011
Länge: 52'21

In ihrem Hörspiel „Marie. Ein Fall” erzählt Susanne Ayoub eine wahre Geschichte aus dem Jahr 1905, zitiert aus Originaldokumenten, Gerichtsakten, Gutachten, Zeitungsberichten und Briefen. Die Namen der handelnden Figuren sind, ebenso wie Maries Brief, der das Hörspiel umrahmt und durchzieht, fiktiv. Marie Lerch, die 21-jährige, wohlerzogene Tochter eines Bürgermeisters, hat ein heimliches Verhältnis mit dem windigen Kaufmannsgehilfen Wolf Hauser. Ihre Eltern jedoch drängen sie zur Verlobung mit dem angesehenen, wenn auch farblosen Referendar Neumann. Die abschreckende Ehe ihrer Eltern vor Augen, versucht Marie, einen Ausweg aus ihrem Dilemma zu finden. Sie vergiftet Neumann mit Zyankali und schießt ihm, sicher ist sicher, mit einem entwendeten Revolver in den Mund. „Sie verfügt über eine weit über den Durchschnitt hinausgehende Bildung”, attestiert ihr der Anstaltsarzt in seinem Gutachten. Allerdings gebe die Angeklagte „Mangel an Scham- und Ehrgefühl zu erkennen und vertritt laxe Auffassungen über das Wesen der Gesetze”. Dem Gericht tischt Marie Lerch Lügengeschichten auf, verstrickt sich in Widersprüche. Schließlich wird sie zum Tod durch die Guillotine verurteilt. Zu ihrer Hinrichtung strömen über 1.000 Zuschauer herbei.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
Chasing The Bird
Charlie Parker zum 100. Geburtstag
Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Spontaneität, Humor und Gefühl tönten schnörkellos und ungeschminkt aus seinem Altsaxofon. Sein Bluesfeeling war tief, seine melodischen Ideen unerhört. Aus Kansas City kam Charlie Parker, genannt „Bird“, nach New York, setzte sich an die Spitze der Jazz-Modernisten und wurde zu Lebzeiten eine Legende. Erst mit 17 Jahren war sein Interesse für das Altsaxofon erwacht; schon bald hatte er sich einen Platz in der großen Jay McShann Band erobert. Mit dem Trompeter Dizzy Gillespie wurde er zum Herold des neuen, komplizierten Stils Bebop. Seine Neuerungen gehören heute zum Grundvokabular jedes Jazzmusikers; Parker-Soli werden an den Musikhochschulen studiert wie Beethoven-Sonaten. Aber sein chaotisches Leben - von Clint Eastwood hollywoodreif verfilmt - endete in Selbstzerstörung.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Bischof Stephan Ackermann, Trier
Katholische Kirche

06:50 Interview 

USA im Wahlkampfmodus: Interview mit Rüdiger Lentz, Direktor des Aspen Institute

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Interview mit Beatrix von Storch, AfD, Vize-Fraktionschefin, zu Corona-Demos

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Corona-Demo in Berlin: Interview mit Prof. Dr. Dieter Rucht, Vorstandsmitglied im Institut für Protest- und Bewegungsforschung

Zur Lage in Belarus: Interview mit Nasta Reznikova, belarussische Journalistin

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Friedbert Meurer

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der amerikanische Jazzmusiker Charlie Parker geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Raven trotz Corona
Die Berliner Clubszene geht nach draußen

Am Mikrofon: Manfred Götzke

Berlin - die Welthauptstadt der Clubs - befindet sich seit März im unfreiwilligen Ruhezustand. Die berühmt-berüchtigten Tanz- und Techno-Tempel waren die ersten, die wegen Corona schließen mussten - und werden wohl auch die letzten sein, die wieder regulär öffnen. Doch viele feierwillige Nachtschwärmer haben sich schon vor Monaten Alternativen gesucht. Jedes Wochenende sollen zwischen 10 und 50 illegale Open-Air-Raves in Berlin stattfinden: in den Wäldern und in den Parks. Der wohl bekannteste dieser Party-Hotspots ist die Hasenheide in Berlin-Kreuzberg. Inzwischen versucht die Berliner Politik, legale Alternativen zu finden: Draußen feiern, aber mit Hygienekonzept und Abstand, so der Plan. Manche Clubs öffnen zwar schon wieder - aber nur ihre Außenbereiche. Mit Konzerten und Sitz-Partys im Biergarten versuchen sie, ihre Verluste zu minimieren. Denn eins ist klar: Raven im Club wird in diesem Jahr nicht mehr möglich sein. Manfred Götzke war für das Wochenendjournal in der Berliner Hasenheide unterwegs, hat mit DJs und Clubbetreibern gesprochen und auf - legalen - Open Airs getanzt.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Schauspielerin Sophie Rois

„Draußen tobt der Konsens, während ich hier drin Tradition und Anarchie gleichermaßen aufrechterhalte“, sagt Sophie Rois in René Polleschs Stück „Diktatorengattinen“. Zusammen mit Pollesch entwickelte die Schauspielerin eine Form des hochreflexiven Boulevards an der Berliner Volksbühne, wo die gebürtige Österreicherin von 1993 bis 2017 Ensemblemitglied war. Sie spielte mit Christoph Schlingensief und Christoph Marthaler, und wurde mit Frank Castorf und Pollesch zu einer der prägenden Gestalten dieses Theaters. Sie bringt, wie es in der Begründung für den Berliner Theaterpreis der Stiftung Preußische Seehandlung heißt, auf die Bühne, was die Stadt zur Metropole mache: „Jenen Glamour, der auf Brüchen beruht und das Widerstreitende spielerisch als das Zusammengehörende zeigt.“ Mittlerweile ist Sophie Rois am Deutschen Theater engagiert und klettert dort aktuell mit Pumps auf einem überdimensionalen Stück Erdbeertorte herum, in Clemens Maria Schönborns Inszenierung „Sophie Rois fährt gegen die Wand“, einer freien Bühnenadaption von Marlen Haushofers Roman „Die Wand“. Auch an das Kino verleiht sie ihre eigensinnige Präsenz: 1993 spielte sie in Detlev Bucks „Wir können auch anders“ und 2010 verkörperte sie in Tom Tykwers „Drei“ eine Frau mit zwei Männern. Sophie Rois veranstaltet ab kommendem Herbst auch wieder ihre Vaudeville-Abende „Have a Cup of Tea“ mit ihren seltsam schönen Interpretationen von Musik der britischen Band The Kinks.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Ein Sommer mit den Gesichtern Europas - Die Redaktion empfiehlt:

„Die WG der Welterklärer - Im europäischen Forschungslabor CERN“
Von Tom Schimmeck
(Dlf 2012)

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Demo gegen Corona-Regeln in Berlin

Wie umgehen mit Corona-Leugnern? Interview mit Sebastian Czaja, FDP-Fraktionschef in Berlin

Linken-Parteispitze Kipping und Riexinger hört auf

Corona-Kosten: Scholz' Gedankenspiele über Steuererhöhungen für Gutverdiener

Starker Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Frankreich

Marsch auf Washington - Bürgerrechtler demonstrieren gegen Rassismus

Black Panther-Hauptdarsteller Chadwick Bosemann gestorben

Sport

Am Mikrofon: Sandra Schulz

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Abgestimmt statt ausgegrenzt - Europa und der Umgang mit der Pandemie

Militärmanöver im Mittelmeer - (De-)Eskalation im Gasstreit?

Grand Old and Lost? Die Republikanische Partei und das Erbe Donald Trumps

Am Mikrofon: Anne Raith

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Minsk ist gar nicht so weit: Ex-Sowjetrepubliken und die Proteste in Belarus

Echte Reformen? Termin für algerisches Verfassungsreferendum steht

Corona in Nordkorea: Die meisten Ausländer sind gegangen

Kinder- und Zwangsehen bald legal? Mögliche Gesetzesänderung in Somalia

Am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Lernen und lehren in Zeiten von Corona
Welche Fortbildungen brauchen Lehrkräfte, um ihren Unterricht zu verbessern?
In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Welche Fortbildungsangebote brauchen bzw. bekommen Lehrkräfte, um ihren Unterricht zu verbessern? Welche sind besonders effektiv und nachhaltig? Wie könnten Lehrer und Schüler in die Fortbildungsplanung eingebunden werden? In welchem Umfang sollten auch Ferienzeiten für die Weiterqualifizierung genutzt werden?

Gesprächsgäste:
Peter Daschner, Mitglied im Vorstand des Deutschen Vereins zur Förderung der Lehrerfortbildung
Miguel Góngora, ehemaliger LandesschülerInnensprecher in Berlin
Sebastian Schmidt, Realschullehrer in Neu-Ulm
Am Mikrofon: Regina Brinkmann

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de

In kürzester Zeit in den Lockdown, das griff auch tief in den Schulalltag ein. Und nicht wenige Eltern mussten zuhause beobachten, wie schlecht die Lehrkräfte den Herausforderungen des digitalen Fernunterrichts gewachsen waren. Studien belegen, dass die Schülerleistungen bei gut qualifizierten Lehrkräften drei bis viermal so hoch sind wie bei schlechter qualifizierten. Umso erstaunlicher ist es, wie stiefmütterlich die Lehrerfortbildung hierzulande bislang behandelt wurde. Sie ist im europäischen Vergleich unterfinanziert und geht oft am Bedarf vorbei. So gibt es zwar in allen Bundesländern die Verpflichtung zur Lehrerfortbildung. Konkrete Vorgaben, wie viele Stunden jeder Pädagoge zu absolvieren hat, gibt es aber nicht.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Wie eine Fata Morgana: Sophie Hunger mit „Halluzinationen“
Die Singer-Songwriterin Sophie Hunger arbeitet auf ihrem neuen Album „Halluzinationen“ mit den bewusstseinserweiternden Kräften von Musik zwischen Krautrock, Club und Experiment. „Halluzination ist für mich ein anderes Wort für Musik“, sagte die Sängerin und Instrumentalistin im Deutschlandfunk. 

Techno-Avantgardistin aus Wales: neues Album „Inner Song“ von Kelly Lee Owens
Als Kelly Lee Owens vor drei Jahren ihr erstes Album veröffentlichte, war die Musikkritik hin und weg. Kaum jemand bringe Techno und Dream Pop so elegant zusammen wie die Waliser Musikerin, meinten die KritikerInnen. Mit ihrem zweiten Album „Inner Song“ gelingt es ihr, erneut zu überzeugen.

„Whole New Mess“ von Angel Olsen: Altes neu aufbereitet
Auf ihrem neuen Album „Whole New Mess“ präsentiert die Singer-Songwriterin Angel Olsen hauptsächlich unplugged Versionen alter Tracks. Ein krasser Gegensatz zu den orchestralen Großarrangements des Vorgängers. Und möglicherweise auch der Versuch, sich neu zu erfinden.

Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Vier neue Kinderbücher im Gespräch mit Christine Knödler und Wieland Freund

Anders Sparring: „Familie von Stibitz - Ein hundsgemeiner Polizist“
Mit Illustrationen von Per Gustavsson
Aus dem Schwedischen von Friederike Buchinger
(Hanser Verlag, München)

Cecilia Davidsson: „Die Mumins und der letzte Drache“
Nach einer Erzählung von Tove Jansson
Mit Illustrationen von Cecilia Heikkilä
Aus dem Schwedischen von Birgitta Kicherer
(Verlag Urachhaus, München)

Benedict Mirow: „Die Chroniken von Mistle End. Der Greif erwacht“
Mit Illustrationen von Maximilian Meinzold
(Thienemann Verlag, Stuttgart)

Mike Schäfer: „Mein Geld, dein Geld. Von Mäusen, Kröten und Moneten“
Mit Illustrationen von Meike Töpperwein
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Admin-los
Digitalisierung der Schulen krankt auch an fehlendem IT-Verständnis

Datenschutz-los
Bei Schul-Software ist die DSGVO stark, bei Hardware weniger

Digital-Fall
Das Amtsgericht 4.0 soll die Justiz entlasten

Steuer-ID
Die Nummer für die Datenbank mit dem Leben der anderen

Das Digitale Logbuch
Mutant

Info-Update

Sternzeit 29. August 2020
Das Warten auf die nächste Nova


Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Muss der Heilpraktikerberuf stärker reguliert werden?
Der Wissenschafts- und Medizinjournalist Christian Weymayr und Ursula Hilpert-Mühlig, Präsidentin des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker, im Gespräch
Am Mikrofon: Manfred Götzke

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Zum Tod des Schauspielers Chadwick Boseman

Reihe "nah und fern" - Erinnerungskultur und Gedenkstätten

Die Diven in Salzburg - Ein musikalischer Rückblick auf die Jubiläumsfestspiele

Erste Premiere am Gorki: "Berlin Oranienplatz" von Hakan Savaş Mican

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Kakophonie des Alltags - Der aussichtslose Kampf gegen den Straßenlärm

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Tour de France - 1. Etappe: Nizza-Nizza
Tour de France - Küsschen weg, Gleichstellung da? Diversität im Radsport

US-Sport - Black Lives Matter: Sportler streiken in US-Ligen

Sexualisierte Gewalt - Urteil im Angler-Prozess

Olympia 2021: Was der Rücktritt von Shinzo Abe für die Spiele in Tokio bedeutet

Sport und Corona: Der Sport muss warten - nach dem Bund/Länder-Beschluss

Fußball - VfL Wolfsburg vor dem Champions-League-Finale der Frauen

Formel 1 - Qualifikation für den Großen Preis von Belgien in Spa

Am Mikrofon: Maximilian Rieger

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Studio LCB

Lesung: Nicole Henneberg
Gesprächspartner: Alena Wagnerová und Jörg Später
Am Mikrofon: Katharina Teutsch

Mit ihrem Roman „Käsebier erobert den Kurfürstendamm“ eroberte Gabriele Tergit die Literaturszene der Weimarer Republik. Ihr zweiter Roman „Effingers“ wurde erst nach dem Krieg veröffentlicht und dann schnell verehrt als die jüdischen Buddenbrooks. Jetzt erscheinen Tergits Gerichtsreportagen und Erinnerungen „Etwas Seltenes überhaupt“, neu ediert von Nicole Henneberg. Tergit beschreibt darin die wachsende Gewalt zwischen linken und rechten Gruppierungen. Und sie protokollierte den Aufstieg der Nationalsozialisten. Diese erklärten die Jüdin Tergit zur politischen Gegnerin, was sie schließlich zur Flucht aus Deutschland zwang. Über das damals noch junge Medium Zeitung gelang es wagemutigen Autorinnen in der Grauzone zwischen Feuilleton und Literatur eine eigene Handschrift zu entwickeln und ein Publikum zu erobern. Fast alle Autorinnen der 20er-Jahre waren auch als Reporterinnern im Einsatz. So auch die als Kafka-Freundin in die Literaturgeschichte eingegangene Milena Jesenská aus Prag. Als Journalistin durchbricht sie übliche thematische Festlegung auf Mode und Haus und zeigt in lebendigen Reportagen die Alltagsnot nach dem Ersten Weltkrieg in Wien, die Kinderarmut und den Schwarzmarkt. In Prag propagiert Jesenská die Projekte der europäischen Avantgarde. Alena Wagnerová hat den im Oktober erscheinenden Band zusammengestellt und wird gemeinsam mit Nicole Henneberg und dem Biografen Siegfried Kracauers, Jörg Später, über das Genre der literarischen Reportage, über Frauen im Schreibberuf und den Mythos der Goldenen Zwanziger sprechen.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Revisited Forum neuer Musik 2011
„Nahe bei der Natur“
Sabine Liebner spielt John Cage’s „Etudes Australes“

Am Mikrofon: Frank Kämpfer

Mit seinem Namen verbinden sich das präparierte Klavier, die Inspiration durch Sternkarten, das Zufallsverfahren und die Einbeziehung des Alltagsgeräuschs. Alles künstlerisch Mitzuteilende sollte frei sein von Subjektivem und Autoritärem. Im Zuge seiner Beschäftigung mit den amerikanischen Transzendentalisten und dem Zen-Buddhismus löste sich John Cage (1912- 1992) radikal von den Determinierungen europäischen Denkens in Musik und Kultur. Im Vorfeld des 99. Geburtstags des US-amerikanischen Künstlers fragte das Forum neuer Musik 2011 „Goes Germany“ nach der besonderen deutschen Rezeption von US-Avantgarde in der Neuen Musik. Dazu gab es ein Sonderprojekt: An vier Abenden spielte die Münchner Pianistin Sabine Liebner im Deutschlandfunk Kammermusiksaal alle 64 „Etudes Australes“, die Cage in den 70er-Jahren für Grete Sultan notierte. Beim Kölner Forum wurde dieses Cage-Highlight von einer Radionacht mit Ruth Crawford Seeger, Heather O‘ Donnell und Jakob Ullmann sowie einem Feature von Jean-Claude Kuner begleitet.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Spiel mir das Lied von Leben und Tod
Eine Lange Nacht über Ennio Morricone
Von Olaf Karnik und Volker Zander
Regie: Philippe Brühl

Klassik und Neue Musik, Schlager und Pop, Folklore, Jazz, Folk, Beat und Bossa Nova, elektronische Musik und freie Improvisation, barocker Kontrapunkt und Zwölftonmusik, psychedelische Rockmusik und World Music - es gibt kaum einen Stil, den Ennio Morricone nicht beherrscht oder grandios adaptiert hätte. Zusammengearbeitet hat der Komponist mit so unterschiedlichen Filmregisseuren wie Pier Paolo Pasolini und Sergio Leone, Bernardo Bertolucci und Dario Argento, Roland Joffe, Pedro Almodóvar oder Brian De Palma. Und vom Italo-Western über den Giallo-Thriller bis zur Sex-Komödie, von der Schmonzette über den Polizeifilm bis zum Gesellschaftsdrama hat er die musikalische Sprache ganzer Filmgenres nicht nur in Europa definiert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts recycelte der amerikanische Regisseur und Morricone-Fan Quentin Tarantino Stücke aus älteren Morricone-Soundtracks so lange für seine eigenen Filme, bis er den Maestro 2016 schließlich als Komponist für „The Hateful Eight“ gewann. Und noch mit 85 Jahren hat Morricone für sich eine neue, modulare Kompositionsmethode entwickelt, die in den Filmen von Giuseppe Tornatore zum Einsatz kommt. Die meisten der knapp 500 Soundtracks, die Morricone seit 1961 für Spielfilme aller Art, Dokumentationen und Fernsehproduktionen komponiert hat, sind heute auf Tonträgern erhältlich. Hier offenbart sich die Qualität seiner Musik: Sie ist so originell, eigenständig und spannend arrangiert, dass sie auch unabhängig von ihren Filmen funktioniert. Dem außergewöhnlichen römischen Komponisten widmet die „Lange Nacht” eine kaleidoskopische Werkschau.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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Aktuelle Themen

Der Plenarsaal, aufgenommen am 16.09.2020 bei der Generaldebatte zu Nachhaltigkeit im Bundestag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Finanzpolitik in der Coronakrise
Schwarze Null ade - jetzt kommen Haushalte mit großen Löchern

Aktuelle Themen

Das Verlegeschiff "Audacia" des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. (dpa-Bildfunk / Bernd Wüstneck)

Nord Stream 2
Wie abhängig ist Deutschland von Erdgas aus Russland?


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