Dienstag, 07. Dezember 2021

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 18.12.2021

  • Mon
    Tue
    Wed
    Thu
    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Klanghorizonte

    Seit 1990 gestaltet Michael Engelbrecht die „Klanghorizonte“, ein stilistisch weit gefächertes Musikprogramm, das Hintergründiges und Sachdienliches, Persönliches und Anekdotisches bündelt und dabei eine oft ungewohnte Nähe herstellt zwischen vermeintlich entfernten Klangwelten. In seiner letzten Ausgabe als Moderator der „Klanghorizonte“ werden diese drei Jahrzehnte nun noch einmal in einer einzigen Nacht lebendig. Ein paar Überraschungen sind garantiert.

    Ab Februar 2022 werden die „Klanghorizonte“ von Niklas Wandt mit einem ähnlichen Fokus auf Vielfalt und Verknüpfungen fortgeführt.
    Am Mikrofon: Michael Engelbrecht

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 125 Jahren: Der Rundfunkpionier Hans Flesch geboren

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Organist und Komponist Guy Bovet

    Lässig tanzen auf dem Pedal - das geht nur dank Guy Bovet. Der Kosmopolit hat bei Marie-Claire Alain in Paris gelernt, spanische Orgelmusik in Salamanca unterrichtet und raffinierte Tangos für sein Instrument geschrieben. 1942 wurde Guy Bovet in Thun in der Schweiz geboren. Er studierte in Genf bei Pierre Segond, erhielt aber auch wichtige musikalische Impulse bei Frank Martin, Marie Dufour und André Luy. Über 50 CDs hat der Organist bereits veröffentlicht, mehr als 250 Werke komponiert und an Musikhochschulen von Moskau bis Oregon gelehrt. Fast 25 Jahre lang prägte er als Professor die Orgelklasse in Basel, und nach wie vor setzt sich der heute 79-Jährige für den Erhalt historischer Orgeln ein und spielt Konzerte rund um den Globus. Wenn er mal nicht unterwegs ist, bewohnt Guy Bovet einen alten Turm am Neuenburgersee, wo er gern die Angel baumeln lässt und frisch gefangenen Fisch verköstigt.

  • 11:05 Uhr

    Hallo Hellas! Vom Kommen und Gehen in Griechenland
    Von Rodothea Seralidou

    Migration ist schon lange Teil der griechischen Geschichte. In den 60er-Jahren verließen hunderttausende junge Männer und Frauen ihre Heimat, um in Westeuropa als sogenannte Gastarbeiter ihr Glück zu suchen. In den 90er-Jahren, nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, zogen zehntausende Menschen aus Osteuropa nach Griechenland, um dort zu arbeiten - willkommen waren sie nicht immer. Während der Finanzkrise verließen viele junge Akademiker Griechenland. Eine „Gesichter-Europas“-Sendung über das Kommen und Gehen in Griechenland, über den schwierigen Start in der Fremde und die Rückkehr in die alte Heimat.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

  • 17:05 Uhr
  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Mandeville. Vaudeville
    Von Jan Wagner
    Komposition: Sven-Ingo Koch
    Regie: Leonhard Koppelmann
    Mit Wolf Dietrich Sprenger, Aljoscha Stadelmann, Sonja Beißwenger, Rosa Enskat, Anna-Sophie Friedmann, Moritz Führmann, Kilian Land und dem Ensemble Ascolta: Markus Schwind (Trompete), Hubert Steiner (E-Gitarre), Adam Weisman (Schlagzeug)
    Ton und Technik: Daniel Dietmann und Hanna Steger
    Produktion: Deutschlandfunk/SWR 2020
    Länge: 69‘14


    Hörspiel von Jan Wagner
    Von Insel zu Insel, von Land zu Land: Den mittelalterlichen Ritter John Mandeville hat es wohl tatsächlich gegeben. Der Bericht seiner Reisen lag einst in der Kajüte von Christopher Kolumbus und war weiter verbreitet als jener von Marco Polo

    Wir folgen dem wagemutigen Maulhelden Mandeville sowie dessen Kompagnon, dem so treuen wie zögerlichen Schreiber, durch dick und dünn, und das heißt: auf Gebirge ohne Wind und durch Wände aus Dunkel, hin zu einsilbigen Einfüßlern, Schlangenessern und Heiligen, zu Magnetfelsen und Vogelbestattungen, bis Orte und Zeiten einander durchdringen - stets begleitet von drei allwissenden Windschwestern, bei denen nicht sicher ist, ob es sich um einen Chor von Hexen, Göttinnen oder schnatternden Conférencières handelt. Ein Spiel mit Klängen und Gesängen, eine Reise, an deren Ende die Sprache steht, der man Glauben schenken kann, aber nicht muss, und die doch alle Sinne in Aufruhr versetzt.
    Jan Wagner, 1971 in Hamburg geboren, lebt in Berlin. Er wurde 2015 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet, 2017 mit dem Georg-Büchner-Preis. „Mandeville. Vaudeville“ ist sein zweites Hörspiel. „Gold. Revue“ (Deutschlandfunk/SWR 2017) wurde von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste im Juli 2017 als „Hörspiel des Monats“ ausgezeichnet.

  • 22:05 Uhr

    „Trunken mit Gott“
    Der griechische Komponist Petros Leivadas
    Von Egbert Hiller

    Die antike Mythologie ist für ihn eine Quelle der Inspiration, konkrete Inhalte bleiben jedoch im Abstrakten verborgen. Petros Leivadas öffnet sich allerdings auch der Welt - gesellschaftliche Fragen lassen ihn keineswegs kalt. Geboren wurde der noch junge Komponist 1990 in Thessaloniki. Nach der Ausbildung am dortigen Konservatorium absolvierte er ein Masterstudium an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Im Spannungsfeld zwischen seiner griechischen Heimat und seinem Schaffensort Deutschland lebt und arbeitet Leivadas, und seine Werke sind geprägt von großer Experimentierlust und sprühender Klangsinnlichkeit.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Tugend über dem Abgrund
    Eine Lange Nacht über den Wiener Schriftsteller Heimito von Doderer
    Von Nikolaus Scholz
    Regie: der Autor

    Der Wiener Schriftsteller Heimito von Doderer (1896-1966) - eigentlich Franz Carl Heimito Ritter von Doderer - entstammte einer der wohlhabendsten Familien der Habsburgermonarchie. Sein Vater, ein klassischer Unternehmer, brachte es zu einem Riesenvermögen, war aber gleichzeitig für seinen einzigen Sohn Heimito menschlich kaum erreichbar. Darunter litt der Schriftsteller Zeit seines Lebens, umso mehr, als er bis weit ins Erwachsenenalter hinein finanziell von den Eltern abhängig war, ja sogar bei ihnen wohnen blieb. Der literarische Durchbruch gelang dem studierten Historiker und eingeschriebenen Mitglied der NSDAP mit seinem Roman „Die Strudlhofstiege“, ein zutiefst österreichisches Gewebe aus Geschichten, Stimmungen und Intellekt ohne Hang zur Melancholie. „Der Schriftsteller ist ein ekelhafter Kerl“, so outete sich der Schriftsteller einst in einem Interview, meinte damit aber keineswegs seine sexuellen Praktiken, an die seine langjährige Geliebte Dorothea Zeeman in einem autobiografischen Bändchen ausführlich erinnert. Solche Aussagen hatten mit Doderers Geltungsdrang zu tun und seinem Hang zu Posen aller Art. Nicht minder wichtig waren ihm seine Rituale - das brav regelmäßige Schreiben, das akkurate Feilen an den Texten - schlichtweg das Einhalten einer Ordnung als Maßnahme der Selbstdisziplinierung, gerichtet gegen die permanente Versuchung zum Exzess und zur Trägheit. In dieser „Langen Nacht” hören Sie im Originalton den Vorstand der Heimito von Doderer-Gesellschaft Gerald Sommer, die Literatin Eva Menasse, sowie Heimito von Doderer selbst.