Montag, 26. Februar 2024

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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 04.04.2021

  • 00:05 Uhr

    Behaust, unbehaust
    Eine Lange Nacht über Max Frisch
    Von Rüdiger Heimlich
    Regie: Uta Reitz-Rosenfeld
    (Wdh. v. 2./3.4.2011)

    Der Architekt Max Frisch (1911-1991) hat sich selbst kein Haus gebaut. Tatsächlich hat er nur wenige Objekte als Architekt entworfen und realisiert. Die Wohnung als Lebensraum spielt jedoch in seinem Leben und Werk eine wichtige Rolle. Frisch hat Wohnungen und Häuser in der Schweiz, in Rom, Berlin, New York gekauft und verkauft, häufig den Wohnort gewechselt. Er hatte zeitweise mehrere Wohnungen gleichzeitig - und blieb so in gewisser Weise ein behaust Unbehauster - ähnlich wie seine Romanfiguren. Frisch selbst hat in eher kargen, vom Mobiliar her zurückgenommenen Wohnungen gelebt. Seine Romanfiguren nisten sich auffallend oft in den Wohnungen ihrer Geliebten ein. Die äußere Hülle, mit der sich der Mensch umgibt, ist bei Max Frisch auch immer Schauplatz der Lebensrolle, auf die er sich einlässt. Die Immobilie steht im Spannungsverhältnis zur Freiheit des eigenen Lebensentwurfs. In der „Langen Nacht" begeben wir uns in Frischs Wohnungen. Hier äußern sich der Autor und Architekt, aber auch seine literarischen Figuren zu der Schwierigkeit, sich im Leben einzurichten, mit dem Unbehagen, sich etwa durch den Bau eines Hauses, den Kauf einer Wohnung, durch Heirat und Familie festzulegen.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Joseph Haydn
    Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
    Dresdner Philharmonie
    Leitung: Marek Janowski

    Ludwig van Beethoven
    Streichquartett G-Dur, op. 18 Nr. 2
    Quatuor Ébène

    Aufnahme vom 18.6.2020 aus dem Kulturpalast Dresden

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Erich Wolfgang Korngold
    1. Akt aus: „Das Lied der Liebe". Operette in 3 Akten von Ludwig Herzer nach Johann Strauß (Sohn)

    Lili Wünscher, Sopran
    Mirjam Neururer, Sopran
    Laura Scherwitzl, Sopran
    Adam Sanchez, Tenor
    Andreas Rainer, Tenor
    Hinrich Horn, Bass
    Cusch Jung, Erzähler
    Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig
    Leitung: Stefan Klingele

  • 06:05 Uhr

    Johann Sebastian Bach
    "Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist". Choralbearbeitung für Orgel, BWV 667
    Annette Herr, Orgel

    Giovanni Gabrieli
    "Hic est filius Dei". Motette zum Ostersonntag zu 18 Stimmen in 3 Chören
    Musicalische Compagney
    Leitung: Holger Eichhorn

    Philipp Heinrich Erlebach
    "Held, du hast den Feind gebunden". Kantate zum 1. Ostertag für Soli, 3 Oboen, Harfe, Streicher, Fagott und Basso continuo
    Dorothee Mields, Sopran
    Alexander Schneider, Countertenor
    Andreas Post, Tenor
    Matthias Vieweg, Bass
    Les Amis de Philippe
    Leitung: Ludger Rémy

    Johann Sebastian Bach
    "Christ lag in Todes Banden". Kantate für Soli, Chor, 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo, BWV 4
    Emily van Evera, Sopran
    Caroline Trevor, Alt
    Charles Daniels, Tenor
    David Thomas, Bass
    Taverner Consort
    Taverner Players
    Leitung: Andrew Parrott

    Johann Sebastian Bach
    "Von Gott will ich nicht lassen". Choralbearbeitung für Orgel, BWV 658
    Jörg Endebrock, Orgel

    César Franck
    "Dextera Domini". Offertorium zum Ostersonntag, für dreistimmigen gemischten Chor, Orgel und Kontrabass
    Solistes de Lyon
    Maîtrise du Conservatoire Populaire de Musique de Genève
    Leitung: Bernard Tétu

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Digitales Blackface - Wie kulturelle Aneignung und rassistische Klischees unseren Internetalltag beherrschen

    Europa zwischen Zerfall und Aufbruch - Ein Interview mit dem Autor und Filmemacher Achim Engelberg

    Corona als "Clusterfuck" - Warum (fast) alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Ein Interview mit dem Publizisten Holm Friebe

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Auferstehung! Wie wertvoll Leben ist
    Von Pröpstin Christina-Maria Bammel
    Evangelische Kirche

  • 09:05 Uhr

    Vor 125 Jahren: Die erste Nummer des „Simplicissimus" erscheint

  • 09:30 Uhr

    Kriegsbilder
    Über Narrative des Kriegs im Film
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen

    Kein Mensch hat je verstanden, was das wirklich ist: Krieg. Aber fast jeder Mensch hat Meinungen, Modelle, Erklärungen, Dispositionen, Diskurse, Bilder, Narrative vom Krieg und sogar Erfahrungen damit. Widersprüchliche, gewiss, und deswegen nur kinematografisch aufzulösen. Die Haltung zu den Bildern des Krieges ist vermutlich einer der wichtigsten Indikatoren für den Zustand einer Gesellschaft. So wie man bei den Rottungen jugendlicher Nazis die Bemerkung hören kann: „Denen fehlt einfach ein Krieg”, führen Bilder vom Krieg in den Mainstream-Medien regelmäßig zu Auseinandersetzungen: Was darf man zeigen? Was muss man zeigen? Wie muss man es zeigen? Wer zeigt wem was? Die Beziehungen zwischen dem Krieg und der kinematografischen Erfahrung sind komplex und widersprüchlich. Eine Einteilung in Kriegsfilm und Anti-Kriegsfilm (oder Antikriegsfilm) ist daher allenfalls von der Seite der Intention her möglich. Glücklicher- wie unglücklicherweise ist kein Film auf das zu reduzieren, was mit ihm gemeint war. Ein nachdenklicher Essay über den Transport des Krieges in die Filmwelt und auf eine Zivilisationsstufe, die furchtbarerweise immer technischer und immer umfassender wird.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Schutzengelkirche in Eichstätt
    Zelebrant: Bischof Gregor Maria Hanke
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz

  • 11:30 Uhr

    Die Kleinen im Fokus

    Claude Debussy
    „Children‘s Corner", L. 113

    Frédéric Chopin
    24 Préludes, op. 28 (Auswahl)

    Behzod Abduraimov, Klavier

    Musikalische Miniaturen wirken neben den unzähligen Riesen der Klavierliteratur oft nur wie kleine, zierliche Wesen. Doch ähnlich wie Gedichte in der Literatur sind Miniaturen oft dicht gewebt und dadurch sehr komplexe Gewebe. Wenn sich ein Pianist dieser Form auf einem Album ganz widmet, muss man genau hinhören. Hier zählen umso mehr die kleinen Nuancen und die Fähigkeit, alles in kurzer Zeit unterzubringen und zu zeigen. Behzod Abduraimov spielt auf seinem ersten von mehreren Alben bei seinem neuen Label Alpha Classics ausschließlich Miniaturen - noch dazu recht bekannte von Debussy, Chopin und Mussorgsky. Einen Ausschnitt daraus präsentiert diese Sendung.

  • 12:00 Uhr

    Osteransprache und Segen Urbi et Orbi von Papst Franziskus live aus Rom

  • 12:30 Uhr

    Karl Friedrich Abel
    Sinfonie D-Dur, op. 4,6
    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

    Andreas Jakob Romberg
    Violinkonzert Nr. 9 A-Dur
    Chouchane Siranossian, Violine
    Capriccio Barockorchester

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Dominikanerin Sr. Ursula Hertewich im Gespräch mit Maja Ellmenreich

    Sie wohnt hinter dicken Klostermauern, aber steht doch mitten im Leben. Ursula Hertewich ist katholische Ordensschwester in der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen und kümmert sich als Seelsorgerin um die Besucherinnen und Besucher des klostereigenen Gästehauses in Koblenz. Doch Kontakt sucht sie nicht nur in persönlichen Gesprächen; Schwester Ursula ist auch in den sozialen Medien aktiv. So berichtet sie etwa in einem Blog über das Ordensleben. Zunächst sah alles danach aus, als würde die promovierte Pharmazeutin - der Familientradition folgend - als Apothekerin arbeiten. Doch mit Anfang 30 führte sie ihr Weg ins Kloster, wo sie heute als Noviziatsleiterin den Nachwuchs betreut.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Grazia Deledda: „Schilf im Wind“
    Aus dem Italienischen von Bruno Goetz
    Überarbeitet und mit Anmerkungen versehen von Jochen Reichel
    Mit Nachwort von Federico Hindermann
    (Manesse Verlag, München)
    Ein Beitrag von Maike Albath

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Die neue Meerwirtschaft
    Fisch für acht Milliarden
    Von Tomma Schröder

    Lag der Anteil der Aquakultur an der Fischproduktion vor 25 Jahren gerade einmal bei zehn Prozent, so stammt heute bereits fast jeder zweite verkaufte Fisch aus einer Zuchtanlage. Genetisch optimierte Fische, aber auch verbesserte Haltungsformen sowie neue Futtermittel haben zu diesem rasanten Wachstum beigetragen und die neue „Meerwirtschaft“ ihrem Pendant auf dem Land sehr ähnlich gemacht. Damit läuft die Aquakultur allerdings auch Gefahr, mit Nährstoffeinträgen, Chemikalien-Einsatz und überfüllten Becken ähnliche Probleme zu erzeugen wie die Massentierhaltung an Land. Man fragt sich: Lernt die Aquakultur von der Landwirtschaft das Richtige?

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Wissenschaft als Politikberatung und deren Fallen - Der Historiker Caspar Hirschi im Gespräch mit Michael Köhler

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    "Vom Eise befreit". Zur Kultur des Osterspaziergangs. Peter Trawny über Martin Heideggers "Feldweg" und das Denken im Gehen

    Dante revisted! Was sollen wir mit den Klassikern?

    Mein leerer Kulturkalender - Gedanken zum zweiten Osterfest ohne Musik

    Wie essentiell ist die Kultur? Ein zweitägiges Kolloquium in Paris

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:40 Uhr

    Der Brexit und die Folgen: Eine Spurensuche in der EU und Großbritannien

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Bundesliga, 27. Spieltag:
    VfB Stuttgart - Werder Bremen
    1. FC Union Berlin - Hertha BSC Berlin

    Fußball - 2. Liga, 27. Spieltag:
    Darmstadt 98 - Fortuna Düsseldorf
    Hannover 96 - Hamburger SV
    Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue
    SV Sandhausen - FC Würzburger Kickers
    1. FC Nürnberg SC Paderborn 07

    Fußball - Fanprojekte unter Druck

    Fußball - DFB-Pokal Frauen, Halbfinale: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

    Fußball - WM 2022: Norwegen - Treiber der Boykott-Bewegung
    Fußball - WM 2022: Boykott ist nicht die Lösung - Einschätzungen aus der Region

    Radsport - Flandern-Rundfahrt
    Radsport: Wie Radsportler nach einer Corona-Infektion zurückkehren

    Ringen - Der "kölsche Palästinenser" Rabbia Khalil auf dem Weg zu Olympia

    Am Mikrofon: Maximilian Rieger

  • 20:05 Uhr

    Störrische Sanftmut
    Eine vorsichtige Annäherung an den Esel
    Von Rolf Cantzen
    Regie: Philippe Brühl
    Produktion: Deutschlandfunk 2021

    Einen guten Ruf hat der Esel nicht: Meistens gilt er als dumm und stur - der störrische Esel. Manchmal als geduldig und opportunistisch - der I-A-Sager. Dann wieder als triebhaft - als geiler Esel. Ein Blick in Kultur- und Naturgeschichte des Esels macht eine Reihe von Trampelpfaden sichtbar, die dem gängigen Blick entgegenwirken: Störrisch werden die Tiere, wenn sie geprügelt werden. So leisten sie als heimliche Anarchisten gewaltlosen Widerstand. Andererseits entspringt ihr dumm erscheinendes Verharren einer Veranlagung zum zaudernd-reflektierenden Innehalten. Ihre Langmut entspricht ihrem freundlichen Wesen: Nicht grundlos dienen die Esel dem Wandernden seit Jahrtausenden als Gefährten. Und ihre vermeintliche Geilheit? Nichts als menschliche Projektionen: Seit der Antike träumen Dichter und Denker davon, sich in Esel zu verwandeln und erotische Abenteuer zu erleben.

  • 21:05 Uhr

    Neue Deutschlandfunk-Produktionen

    Georg Philipp Telemann

    Kantaten für die Ostertage

    „Triumph! Ihr Frommen freuet euch", TVWV 1:1424
    „Ich war tot und siehe: Ich bin lebendig", TVWV 1:482
    „Er ist auferstanden", TVWV 1:460
    „Brannte nicht unser Herz in uns", TVWV 1:131
    „Verlass doch einst, o Menschenkind", TVWV 1:1470

    Johanna Winkel , Sopran
    Margot Oitzinger, Alt
    Georg Poplutz, Tenor
    Peter Kooij, Bass

    Kölner Akademie
    Leitung: Michael Alexander Willens

    Aufnahme vom November 2020

    Am Mikrofon: Bernd Heyder

    Wenn Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in Leipzig an Sonn- und Feiertagen seine Kirchenkantaten aufführte, taten es ihm viele Kollegen andernorts gleich. Der bekannteste von ihnen - seinerzeit weitaus bekannter als Bach - war Georg Philipp Telemann. Von 1721 bis zu seinem Tod 1767 hatte er als städtischer Musikdirektor und Kantor am Johanneum in Hamburg für die Musik an fünf Hauptkirchen zu sorgen. Mit welchem Esprit, mit wieviel Sinn für kantable Melodien, für virtuose konzertante Satzgefüge, aber auch für tonmalerische Wirkungen Telemann dabei jeweils zu Werke ging, bleibt bis heute faszinierend. Die meisten der etwa 1.750 Telemann-Kantaten harren noch der Wiederentdeckung. Michael Alexander Willens stellt mit seiner Kölner Akademie und einem großartigen vokalen Soloquartett jetzt sechs Hamburger Osterkantaten Telemanns in Ersteinspielungen vor. Neben Triumphchöre im klangvollen Trompetenglanz und bekenntnishafte Choräle treten hier individuell gestaltete Arien mit reich schattierten Vokal- und Instrumentalfarben, in denen sich der Blick mitunter noch einmal zurückwendet auf das stille Dunkel des nun verlassenen Grabes.

  • 23:30 Uhr

    Jetzt Corona als Gegner - Ex-Athleten helfen beim Aufbau der Test-Infrastruktur

    Raphael Späth im Gespräch mit Moritz Fürste, ehemaliger deutscher Hockeyspieler und Olympiasieger und Hilde Gerg, ehemalige deutsche Skirennläuferin und Slalom-Olympiasiegerin