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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 01.03.2025

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Heilende Klänge
    Das Naïssam Jalal Quartett
    Aufnahme vom 3.10.2024 beim Enjoy Jazzfestival, Karlstorbahnhof Heidelberg
    Am Mikrofon: Thomas Loewner
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Avantgarde, Olympia und Grammy-Gewinner
    Big Bands der deutschen Rundfunkstationen 1945-2023
    Von Michael Kuhlmann
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Musikalisches Wimmelbild zwischen Köfte und Minztee
    Die Berliner Musikerin Albertine Sarges
    Von Anke Behlert
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Wolfmother (AUS)
    Aufnahme vom 27.7.2024 beim Burg Herzberg Festival
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Klagelieder und Freudenschreie
    Der Holzbläser und Komponist David Murray
    Am Mikrofon: Niklas Wandt
    (Wdh.)

    Klagelieder und Freudenschreie
    Der Holzbläser und Komponist David Murray
    Am Mikrofon: Niklas Wandt
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Nach der Bundestags-Wahl: Merz muss sich - und Europa - neu erfinden
    Von Moritz Koch

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    Am Mikrofon: Josephine Schulz

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit, Berlin
    Evangelische Kirche

    06:50 Uhr   Interview

    Hürden der Sondierung, Interview mit Wolfgang Schroeder, Uni Kassel

    07:15 Uhr   Interview

    Nach Treffen Selenskyj Trump, Interview mit Sergey Lagodinsky, MdEP, Grüne

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 75 Jahren: Atomphysiker Klaus Fuchs wegen Spionage in London verurteilt

  • 09:10 Uhr

    Jeck bis ins Grab - Karneval und der Tod
    Wdh. vom 11.02.2023

    Am Mikrofon: Felicitas Boeselager

    Im Rheinland werden nicht nur auf Hochzeiten, sondern auch auf Beerdigungen Karnevalslieder gespielt. So kann es passieren, dass ein Spielmannszug über Kölner Friedhöfe marschiert und dabei karnevalistische Töne erklingen. Für Menschen außerhalb des Rheinlands mag das verstörend sein. Für viele Rheinländer liegt darin Trost. 

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Filmkomponist Lorenz Dangel

  • 11:05 Uhr

    Estlands Espen - Vom Märchenwald zum Bio-Rohstoff
    Von Andrea Rehmsmeier
    Deutschlandfunk 2024

    Wenn in Estland die Espen zittern, dann kann es sein, dass sich die barfüßige Waldfee Metsahaldjas darin verbirgt. Wälder sind für die Esten spirituelle Orte. Hier suchen sie Einkehr und beobachten die reiche Tierwelt. Doch seit der Klimawende ist Holz als nachwachsender Rohstoff begehrt. Estland ist Europas bedeutendster Exporteur von Heizpellets. Auch die Bioökonomie boomt: Aus Holz gewonnenes Lignin soll die grüne Alternative zu fossilen Rohstoffen werden, einsetzbar in Düngemitteln, Verbundstoffen, Biodiesel. Jetzt warnen ausgerechnet die Klimaschützer.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Trump und Selenskyj im Weißen Haus: "You're gambling with World War III"

    Offener Streit zwischen USA und Ukraine - Nach dem Eklat im Weißen Haus

    Empörung, und Sorge vor Ende der US-Hilfe - Reaktionen aus der Ukraine

    Russische Reaktionen auf Selenskyj-Besuch in Washington

    Zum Eklat zwischen USA und Ukraine - Bundespolitische Reaktionen aus Berlin

    Jüngste Eskalation USA-Ukraine - Reaktionen aus der Europäischen Union

    Interview mit Nils Schmid, außenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion

    Vor Bürgerschaftswahl in Hamburg - Ausgangslage und Zahlen von Infratest-Dimap

    PKK verkündet nach Öcalan-Aufruf Waffenruhe mit der Türkei

    Erste Phase der Waffenruhe in Gaza läuft aus - Wie geht es weiter?

    Sport am Wochenende

    Am Mikrofon: Philipp May

  • 13:10 Uhr

    Nach der Bundestags-Wahl: Merz muss sich - und Europa - neu erfinden
    Von Moritz Koch

    Erstarkte AfD: Es braucht dringend einen Ostbeauftragten
    Von Christoph Richter

    Antwort auf Trump: Großbritannien muss sich Europa annähern
    Von Christine Heuer

    Möglicher Besuch von Netanjahu: Völkerrechtlich problematisch
    Von Stephan Detjen

    Am Mikrofon: Andre Zantow

  • 13:30 Uhr

    Iran: „Brain drain“ lähmt die ohnehin schwache Wirtschaft

    Kein Ramadan wie jeder andere: Die erste Fastenzeit ohne Assad in Syrien

    Haiti: ein wenig Normalität inmitten der Gewalt

    Urlaub beim Diktator: Deutsche Reiserückkehrer berichten aus Nordkorea


    Am Mikrofon: Gerwald Herter

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Die Grundschulempfehlung - Der ewige Streit um die Verbindlichkeit

    Gerade gibt es in mehreren Bundesländern einen Trend hin zu mehr Verbindlichkeit beim Übertritt. Aber wie so oft in Bildungsfragen, gibt es je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen: Mal gilt beim Übertritt nur der Elternwille, in anderen Ländern zählt allein der Notenschnitt oder es gibt Testtage am Gymnasium. Wie können Erziehungsberechtige die beste Wahl treffen und diese gut vorbereiten? Wie tauschen sich Lehrkräfte untereinander und mit Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern aus bei der Suche nach der geeigneten weiterführenden Schule? Was bewirken Probeunterricht und Potentialtests, die neuerdings in Brandenburg, Berlin oder Baden-Württemberg durchgeführt werden?

    Gäste:
    Dr. Mira Fischer, Bildungsökonomin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung
    Aline Sommer-Noack, stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats
    Ralf Neugschwender, Bundesvorsitzender vom Verband Deutscher Realschullehrer
    Am Mikrofon: Henning Hübert

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de
    Whatsapp-Nachricht an 0173 - 535 8089

    In vielen Familien stehen gerade wichtige Entscheidungen an: Wohin geht das Kind nach der Grundschule? Der Wechsel vom gemeinsamen Lernen in die weiterführende Schule ist oft mit Stress verbunden. Denn viele Eltern sehen ihr Kind auf dem Gymnasium, obwohl das Votum der Grundschullehrkräfte anders lautet. Wer kennt das Kind besser?

  • 15:05 Uhr

    Die Zeit danach - der Ex-AnnenMayKantereit-Bassist Malte Huck veröffentlicht Debütalbum als Beachpeople
    Es lässt sich nicht ignorieren, dass Malte Huck Teil einer der erfolgreichsten deutschen Bands war. Für ihn ist es längst Geschichte, doch für Fans bleibt es interessant. Genau damit beschäftigt er sich auf seinem träumerischen Debütalbum, das wie ein Tagebuch eines deutschen Winters klingt. Wie ist es also danach, nach dem Verlassen, nach der Trauer, nach dem Winter?
    Malte Huck im Corsogespräch

    Düstere Bandfrickelei - neues Album „Nothing" von Darkside
    Anfang der 2010er Jahre war Nicolás Jaar ein richtiger Auskennertipp für elektronische Musik. Selbst für Leute, die mit DJ-Sounds sonst nicht so viel anfangen können. Als „Darkside" hat er auch einen Bandsound für sich gefunden mit zwei weiteren Musikern. Zehn Jahre nach der Gründung kommt nun ein neues Album, das so düster ist wie die Zeiten, in denen wir leben.

    Was ist Punk 2025? Die Bremer Band „Team Scheisse“ veröffentlicht ihr neues Album „20 Jahre Drehorgel“
    Ist das noch Punk, oder längst Schlager? Eigentlich kommt es doch auf die Themen an, findet „Team Scheisse“. Während der Corona-Pandemie haben Sänger Timo Warkus und Songschreiber Hannes Gehring angefangen, gemeinsam Songs zu schreiben. Per Mail, hin und her. Mit ihrer Zeitgeist-Analyse füllen sie mittlerweile so große Hallen wie sonst nur Popbands. Was ist also Punk 2025?
    Timo Warkus im Gespräch

    Am Mikrofon: Ina Plodroch

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    DIE BESTEN 7 - BÜCHER FÜR JUNGE LESER*INNEN
    Die Deutschlandfunk-Bestenliste im März
    mit der Jurorin Ines Dettmann

    Sibylle Hein: „Freiheit … du große Wundertüte“
    (Fischer Verlag, Frankfurt/Main)

    Linda Wolfsgruber: „Eine Stadt. Begegnungen“
    (Kunstanstifter Verlag, Mannheim)

    Bibi Dumon Tak & Annemarie van Haeringen (Illustration): „Regenwurm und Anakonda.Was Tiere über sich erzählen“
    Aus dem Niederländischen von Meike Blatnik
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

    Mehrnousch Zaeri-Esfahani, Frauke Angel und Barbara Jung (Illustration): „Ein Liekesch für Jascha“
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

    John Schu: „Louder Than Hunger“
    Aus dem Englischen von Maren Illinger
    (Fischer Verlag, Frankfurt/Main)

    Susan Kreller: „Das Herz von Kamp-Cornell“
    (Carlsen Verlag, Hamburg)

    Claus Daniel Hermann: „Pinke Monster“
    (Reprodukt Verlag, Berlin)



    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Selbstschutz:
    Das Deutsche Forschungsnetz sichert das Hochleistungsrechnen ab

    Schlüsselfrage:
    Wie die Forschung sensible medizinische Daten verarbeitet

    KI für mich!
    Dr. Headshot macht aus Schnappschüssen Portraitfotos

    Gedankenspiel:
    Mit Reasoning soll ChatGPT4.5 nachvollziehbare Ergebnisse liefern

    Info-Update

    Sternzeit 1. März 2025:
    Über den Mars zu Jupiters Eismond

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Darf die Bundeswehr unter Jugendlichen um Nachwuchs werben?
    Sina-Maria Schweikle, SZ-Korrespondentin im Berliner Parlamentsbüro, und Merle Spellerberg, Grünen-Politikerin mit Schwerpunkt Sicherheit und Verteidigung, im Gespräch
    Am Mikrofon: Burkhard Schäfers

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Great Television" - Affekt-Eskalation zwischen Trump und Selenskyj im Weißen Haus
    Medienwissenschaftlerin Anne Ulrich im Gespräch

    Wann wird der Künstler zum Opportunisten? Jette Steckel inszeniert "Mephisto" nach Klaus Mann an den Münchner Kammerspielen

    "A Land Within" - Ioannis Mandafounis 'Wandelperformance' für die Dresden Frankfurt Dance Company in Dresden Hellerau

    Kulturfreundliche Koalition - Der Schriftsteller Doron Rabinovici zu den Verhandlungen in Österreich

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr

    Am Mikrofon: Petra Ensminger

  • 18:40 Uhr

    Grüner Wasserstoff - Deutschland, Namibia und ein umstrittenes Megaprojekt

  • 19:10 Uhr

    1. Fußball-Bundesliga, 24. Spieltag:
    FC St. Pauli - Borussia Dortmund
    RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05
    1. FC Heidenheim - Borussia Mönchengladbach
    Werder Bremen - VfL Wolfsburg
    Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen

    Fußball - Neue Probleme durch Multi-Club-Ownerships?

    2. Fußball-Bundesliga, 24. Spieltag:
    1. FC Kaiserslautern - Jahn Regensburg
    1. FC Nürnberg - Hannover 96
    Eintracht Braunschweig - SSV Ulm
    Karlsruher SC - 1. FC Köln

    Wie ukrainische Fußballer in Schwadorf auf eine Profikarriere hoffen

    DBBL- und DHB-Pokal: Sportsoziologin Petra Tzschoppe über Frauen-Sportevents

    Leichtathletik - Die Jagd nach den Weltrekorden im Marathon

    Muss IOC-Präsident Thomas Bach um sein Vermächtnis fürchten?

    Baseball - Jaden Agassi mit Deutschland vor WM-Qualifikation in Tucson

    Am Mikrofon: Julian Tilders

  • 20:05 Uhr

    Hörspiel des Monats Dezember 2024
    Sei uns unser sicher sicher
    Hörspiel über eine Gesellschaft im Spannungszustand
    Von Gesche Piening
    Mit: Michael Kranz, Vincent Glander, Sylvana Krappatsch, Raphaela Möst, Sebastian Brandes, Steven Scharf und David Zimmerschied
    Komposition und Klavier: Michael Emanuel Bauer
    Elektronische Komposition: Mathis Nitschke
    Regie: Gesche Piening
    BR 2024

    Begründung der Jury der Akademie der Darstellenden Künste:
    "„Sicherheitshalber betrachte ich mein Sicherheitsempfinden als subjektiv und mein Unsicherheitsempfinden als objektiv. So bleibe ich wachsam und tendenziell misstrauisch." Gesche Piening dekliniert in ihrem Hörspiel „Sei uns unser sicher sicher" das vielfältige Sicherheitsbedürfnis unserer Tage durch. Sie konturiert mit scharfem Strich die Facetten der Befindlichkeit heute, zeichnet in unterschiedlichsten Textsorten, von Statements und Dialogfragmenten, über „Gedankenprotokolle" und „Gedankenadditionen" bis hin zu Monologen und Werbeclaims, die Situationen im Alltagsleben nach, in denen die Angst nistet und waltet. Und sie tut das - so scheint es uns - beinahe immer und überall. Politisch und privat. Die Militarisierung der Mentalität schüchtert den leisesten Ansatz zu Pazifismus ein, denn „Sicherheitserwägungen sind immer Totschlagargumente - ein tolles Wort(!), TOTSCHLAGargumente - , das weiß jeder, nicht nur wir in der Sicherheitsbranche", wie wir hören. Der bürgerliche Privatbesitz ist seinem Wesen nach in erster Linie potenzielle Beute von Einbruch und Raub: „Lassen Sie sich von Ihrem Sicherheitsbedürfnis nicht verunsichern. Veranstalten Sie ein Nachbarschaftstreffen mit Vertretern der Polizei, tauschen Sie Rufnummern aus, notieren Sie Kennzeichen verdächtiger Autos und Personen, (...) bleiben Sie in jeder Lebenslage wachsam!" Diese angst- und misstrauensgesteuerte Wachsamkeit aber vereinzelt, schafft Kälte und mindert soziale Interaktion. Nicht von ungefähr geistert der Ruf „Kann mir mal bitte jemand eine Wärmflasche machen?" durch die neunundzechzig Hörspielminuten.
    Der Hörspielraum öffnet sich mit einem Räuspern, gefolgt von einem Schrei, ist dicht durchkomponiert - textlich, sprachlich und musikalisch - und wird mit einer Frage geschlossen („Ich bin verunsichert. Bin ich jetzt sicher sicher oder bin ich es nicht?"), die diesen Tanz der Verunsicherung humorvoll neu entfacht und, rhythmisiert durch die begleitende Musik, in den Köpfen der Hörer:innen weiterdrehen lässt, hoffentlich. Denn die Hoffnung ist in dem Hörspiel zentrales Motiv: die wiederkehrende Hoffnung darauf, unversehrt zu bleiben. Eine unmögliche, ja, mit dem nächsten Vorwurf („Willst du mich verarschen?") schon gebrochene Hoffnung. Dieser feine Humor zeigt sich immer wieder im Arrangement mit Brüchen, Wiederholungen, im begleitenden Countdown von 99 bis 0 - in dem auch keine Erlösung steckt - und im Sprechton, der zwischen verblüffender Unbefangenheit und präziser Betroffenheit changiert. Piening trifft mit klaren Sätzen den Nagel auf den Kopf, ihre kluge Frechheit beschwingt, indem sie aufzeigt und sagt, was Sache ist. Darum sei ihr nach dem November auch im Dezember die Auszeichnung „Hörspiel des Monats" überreicht."

  • 22:05 Uhr

    Virtuoser Atem
    Aufnahmen mit Bläser-Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs 2024
    Am Mikrofon: Julia Kaiser

    Hochbegabter Bläsernachwuchs ist rar und bedarf kluger Förderung. Yeonsu Nam (Oboe), Lina Kochskämper (Querflöte), Catherina Strehmel (Tenorposaune) und Leonhard Kutsch (Bassposaune) nahmen deshalb jüngst die Gelegenheit wahr, im Deutschlandfunk Kammermusiksaal erste professionelle Studio-Aufnahmen zu machen. Die vier fielen beim vorjährigen Deutschen Musikwettbewerb positiv auf, der Medienpartner gab Unterstützung beim Produzieren musikalischer Visitenkarten. Im Herbst 2024 entstanden so Einspielungen des „Duo Concertante“ für zwei Posaunen von Daniel Schnyder, des Flötenwerks „The Great Train Race“ von Ian Clarke und ausgewählter Oboen-Etuden von Gilles Silvestrini. Dieser Tage feiert der Deutsche Musikwettbewerb sein 50-jähriges Bestehen. Als Plattform, auf der sich Studierende deutscher Musikhochschulen miteinander messen, ist er in Zeiten abnehmender Unterstützung durch die Kulturpolitik wichtiger denn je.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Keine lange Zeit auf der Welt, aber eine gute
    Die Lange Nacht über William Faulkner
    Von Tom Noga
    Regie: der Autor
    (Wdh. v. 6./7.2.2021)

    Die Südstaaten waren sein Thema. Vor allem Mississippi und die Universitätsstadt Oxford, der William Faulkner (1897-1962) das fiktive Jefferson City nachempfunden hatte. Dort spielen die meisten seiner Romane. „Mississippi Goddamn“, wie die Sängerin und Bürgerrechtlerin Nina Simone einst sang. Das verdammte Mississippi. Der Staat im Süden, in dem das Antebellum, die Zeit vor dem Amerikanischen Bürgerkrieg besonders verklärt wurde. Wo das gesellschaftliche Gift des Rassismus länger wirkte als anderswo. Wo sich eine weiße Elite länger, vehementer und brutaler gegen die Aufhebung der Rassentrennung stemmte und Afroamerikanern fast ein Jahrhundert lang elementare Bürgerrechte verwehrte. Das ist die Welt seiner Romane: einst reiche, sich aristokratisch gebende und doch von Abenteurern und Emporkömmlingen abstammende Familien, deren Werte verrottet sind und deren Mitglieder verkommen. Und das Milieu des White Trash, wie man heute sagen würde, die weiße Unterschicht, die der Südstaaten-Aristokratie erst den Spiegel vorhielt und sie dann sukzessive verdrängte. So entstanden epische Familiendramen, allem voran „Schall und Wahn“ und „Absalom! Absalom!“, sein Opus Magnum - brillant erzählt in der damals bahnbrechenden Technik des Bewusstseinsstroms: Faulkner erzählte nicht linear, sondern zersplitterte die Handlung und schilderte sie aus der Haltung und der Sprache seiner Protagonisten. Sein virtuoser Umgang mit Form, Sprache, Inhalt und gesellschaftlichem Kontext brachte ihm im Jahr 1950 den Nobelpreis für Literatur. Aktuell sind seine Romane geblieben, weil sie die seelischen Ursprünge des Rassismus erforschen, den die USA bis heute noch nicht überwunden haben.