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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 31.08.2025

  • 00:05 Uhr

    Alpenglühen statt Großstadtlärm
    Eine Lange Nacht über "Das Blaue Land"
    Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze
    Regie: Frank Merfort

    Die Gegend rund um die oberbayerischen Orte Kochel und Murnau, rund 60 Kilometer südlich von München gelegen, taufte der Avantgardekünstler Franz Marc „Blaues Land“ - wegen des besonderen Lichts in den Abendstunden. Später erfand er zusammen mit seinem Künstlerfreund Wassily Kandinsky den Namen „Der Blaue Reiter“ für die gemeinsame Künstlerbewegung, die sich 1911 in München gründete und später ihren Wirkungskreis rund um Murnau und Kochel fand. Dort lebt von 1909 bis 1914 das Künstlerpaar Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. 1908 sind sie zum ersten Mal hierhergekommen, später haben sie sich im Münterhaus niedergelassen, das sich zum Treffpunkt Gleichgesinnter wie Franz Marc, Marianne von Werefkin oder Alexej von Jawlensky entwickelt. Die Vielfalt der Landschaft - See, Moos, Hochgebirge - befeuerte die Künstler und versetzte sie geradezu in einen Malrausch. Auch der Komponist Arnold Schönberg und der Dramatiker Ödön von Horváth sind zeitweilig hier ansässig. Horváth, der zwischen 1924 und seinem durch die Nazis politisch erzwungenen Weggang 1933 hauptsächlich in Murnau lebte, schrieb hier seine Stücke „Zur schönen Aussicht”, „Italienische Nacht”, und begann den Roman „Jugend ohne Gott”. (Deutschlandfunk Kultur 2023)

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Beethovenfest Bonn 2023
    Carl Nielsen
    Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, op. 43

    BREEZE Bläserquintett
    Aufnahme vom 6. September 2023 aus der Volksbank Bonn

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Lili Boulanger
    Clairières dans le ciel. Liederzyklus für Singstimme und Klavier (Auszug)

    Lera Auerbach
    Postscriptum. Für Violine, Violoncello und Klavier gis-Moll

    Boulanger Trio

  • 06:05 Uhr

    Debatte über Sozialabgaben und Steuern: Was kann sich Deutschland leisten?
    Von Bastian Brinkmann

  • 06:10 Uhr

    Claudio Monteverdi
    Magnificat a 6
    Carolyn Sampson, Sopran
    Rebecca Outram, Sopran
    Daniel Auchincloss, Tenor
    Nicholas Mulroy, Tenor
    Charles Daniels, Tenor
    James Gilchrist, Tenor
    Peter Harvey, Bass
    Robert Evans, Bass
    Robert MacDonald, Bass
    Choir of the King's Consort
    The King's Consort
    Leitung: Robert King

    Johann Sebastian Bach
    'Siehe zu, daß deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei'. Kantate am 11. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 179
    Magdalena Kožená, Sopran
    Mark Padmore, Tenor
    Stephan Loges, Bass
    Monteverdi Choir
    English Baroque Soloist
    Leitung: John Eliot Gardiner

    Johann Christian Heinrich Rinck
    Konzert für Orgel F-Dur
    Johannes Geffert, Orgel

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Short Story Long Festival - Literaturforum über Befindlichkeiten der Gegenwart

    Pilze als Metapher für die Zukunft - Ein Interview mit der Kulturwissenschaftlerin Mira Shah

    Welche Gerechtigkeit braucht der Sozialstaat? Ein Interview mit dem Philosophen Stefan Gosepath

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Wehrpflicht und Gesellschaft - Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Wilfried von Bredow

    Denk ich an Deutschland: der Autor und Kabarettist Frank Goosen

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Der barmherzige Samariter
    Ein Gleichnis im Praxistest
    Von Pfarrer Jörg Machel
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 10 Jahren: Angela Merkel sagt: "Wir schaffen das"

  • 09:10 Uhr

    Alte Musik

  • 09:30 Uhr

    55 Voices for Democracy
    Die Kraft der Kunst
    Von Stephanie Metzger

    Für „55 Voices for Democracy“ lädt das Thomas Mann House in Los Angeles intellektuelle Stimmen ein, um über Demokratie nachzudenken, etwa den Schriftsteller Colm Tóibín, den Politiker Anthony Randon oder die Kulturjournalistin Magdalena Kröner.
    Demokratie ist ein großer Stabilisator und schwerfällig, sagt Colm Tóibín. Doch mit Argumenten, vor allem aber auch mit Vorstellungskraft, Bildern und Appellen an das, was Menschen nahekommt, ist in ihr politischer Wandel möglich. Das veranschaulicht der irische Schriftsteller an seinem Kampf für die gleichgeschlechtliche Ehe in Irland. 
    Gerade die Kunst kann solche Vorstellungswelten öffnen, ist der kalifornische Politiker Anthony Randon überzeugt. Wenn sie durchtränkt ist von den vielschichtigen Erfahrungen und Perspektiven Eingewanderter, steckt in ihr besonderes Potenzial. 
    Für die Frage, was es heißt, im Zeitalter von KI Mensch zu sein, sieht die Kulturjournalistin Magdalena Kröner zeitgenössische Kunst als wirkungsvolles Feld. Künstlerinnen und Künstler stellen heute auf einzige Weise Fragen und machen Risiken und Herausforderungen digitaler Technologien sichtbar. 
    Das Projekt „55 Voices for Democracy“ des Thomas Mann House knüpft an die 55 BBC-Radioansprachen an, in denen sich Thomas Mann während der Kriegsjahre an Hörer und Hörerinnen in Deutschland, der Schweiz, Schweden, den besetzen Niederlanden und Tschechien wandte.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Klinikkirche "St. Johannes der Täufer" in der Uniklinik Köln
    Zelebrant: Pfarrer Mike Kolb
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Vizeadmiral Jan Christian Kaack, Inspekteur der Marine

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Stadtspaziergang in East Belfast auf den Spuren von Van Morrison

    Mexiko-Stadt: (Dauer-)Touristen sorgen für Wut bei Einheimischen

    Zwischen Australien und der Lausitz: Auf den Spuren Ludwig Leichhardts

    Der griechische Sommer - Alte Klischees und neue Realitäten

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr

    Am Mikrofon: Maria Grunwald

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Unternehmer Christoph Werner im Gespräch mit Marietta Schwarz

    Christoph Werner ist Unternehmer und Geschäftsführer der von seinem Vater gegründeten Drogeriekette dm. Wo sind die Chancen und Grenzen flacher Hierarchien und wo geht der Sohn andere Wege als der Vater?

  • 15:05 Uhr

    Grenzenlos frei
    Die Band Big Thief und ihr neues Album „Double Infinity“
    Von Marcel Anders

    Fünf Alben lang galt die Band Big Thief aus dem New Yorker Stadtteil Brooklyn als Vertreter einer kauzig-schrulligen Indie-Rock-Variante - folkloristisch, minimalistisch und mit kryptischen Texten. Damit feierte das Kollektiv imposante Erfolge. Doch jetzt, mit ihrem sechsten Werk „Double Infinity“, wagen Adrian Lenker, Buck Meek und James Krivchenia einen musikalischen Ausfallschritt. Die neun Songs sind das Ergebnis einer dreiwöchigen Session in den New Yorker Power Plant Studios, mit einer Armada an Gastmusikern, einem riesigen Arsenal an Instrumenten und hypnotisch-transzendentalen Sounds. Das Ergebnis: psychedelischer Drone-Folk-Rock, der alle Grenzen sprengt und Big Thief auf ein neues Level katapultiert. Dort scheint wirklich alles möglich.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Peter Waterhouse: „Z Ypsilon X“
    (Matthes & Seitz Berlin)
    Ein Beitrag von Beate Tröger

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI in der Industrie - Einblicke in die Zukunft der Produktion
    Von Moritz Metz

    Künstliche Intelligenz soll Produktionsprozesse effizienter und nachhaltiger machen. Wie läuft das in der Praxis und welche Chancen hat Europa? In der Industriehalle des KI-Produktionsnetzwerks der Uni Augsburg hat die Zukunft bereits begonnen. Moritz Metz war dort und schildert seine Eindrücke.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    10 Jahre "Wir schaffen das!" - Die syrische Schauspielerin Zainab Alsawah über ihre Flucht und Ankunft in Deutschland und die Kraft der Kunst,
    im Gespräch mit Dorothea Marcus

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "the good in the pot, the bad in the crop" - Warum Kunst im Depot landet, eine Ausstellung übers Ausstellungsmachen im Schloss Morsbroich in Leverkusen

    Filmfestspiele Venedig - Die ersten Tage

    Bussi und Baba - Zum Abschluss der Salzburger Festspiele

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr

    Am Mikrofon: Petra Ensminger

  • 18:40 Uhr

    30 Jahre WTO: Die ungewisse Zukunft der Welthandelsorganisation

  • 20:05 Uhr

    Gina wird blind
    Eine Geschichte aus New York
    Von Vivien Schütz
    Ton und Regie: die Autorin
    Deutschlandfunk Kultur 2025
    Länge: 51'38
    (Wdh. v. 30.08.2025, 18.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)

    Gina aus New York wird als erwachsene Frau und Mutter nach und nach blind. So verrückt es klingt: Sie hat sich dafür entschieden. In Gesprächen und Alltagsaufnahmen, die über mehrere Jahre hinweg entstanden sind, erzählt die Autorin Ginas Geschichte.

    Gina ist eine fröhliche, herzliche New Yorkerin, die kein Blatt vor dem Mund nimmt. Am Anfang dieses Features kann sie sich noch gut in ihrem Appartment orientieren. Doch nach und nach verliert sie ihr Augenlicht. Unsere Autorin begleitet sie über Jahre hinweg, nimmt Anteil und wird selbst zum Teil von Ginas Geschichte. So zeigt sich, dass hinter jeder Erblindung ein ganz individieller Mensch und eine persönliche Geschichte steht. Und die hat in Ginas Fall sehr viel mit ihrem Sohn Aidan zu tun.

    Vivien Schütz ist freie Autorin und produziert dokumentarische und fiktive Geschichten für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Podcast-Labels. Ihre unabhängig produzierten Kurzhörspiele „Die mit Dinkel“ und „Re:Produktion“ (2022) wurden beide mit dem ARD-PiNball-Award ausgezeichnet. Zuletzt: 10-teilige Hörspielserie „Re:Produktion“ (SWR 2022), „Einhundert - Lori Glori will ihre Stimme von DJ Bobo zurück“ (Deutschlandfunk Nova 2023) und „Nachts - Unterwegs mit drei Flaneurinnen“ (Deutschlandfunk Kultur 2023, mit Stefanie Heim).

  • 21:05 Uhr

    Kissinger Sommer 2025

    Jean-Philippe Rameau
    Prélude a-Moll aus „Pièces de clavecin", Band 1
    Suite a-Moll aus „Nouvelles suites de pièces de clavecin"

    François Couperin
    Prélude C-Dur aus „L’Art de toucher le clavecin"
    „La Ténébreuse" - Allemande, „La Lugubre" - Sarabande und „La Favorite" - Chaconne aus „Pièces de clavecin", Band 1

    Joseph Nicolas Pancrace Royer
    „La Sensible" - Rondeau
    „La marche des Scythes" aus „Pièces de clavecin"

    Jean Rondeau, Cembalo

    Aufnahme vom 28.6.2025 aus dem Rossini-Saal, Bad Kissingen

    Am Mikrofon: Rita Argauer

    Es hat fast etwas Mystisches wenn der französische Cembalist Jean Rondeau die Bühne betritt: Schwarze Alltagskleidung, ein kurzes Nicken Richtung Publikum, dann spielt er - ohne wirkliche Unterbrechung, ohne Abzusetzen. Die Energie, die der 1990 geborene Musiker seinen Interpretationen so gibt, ist bestechend, zwingend und unmittelbar. Das mag auch an Rondeaus Nähe zum Cembalo liegen. Schon mit sieben Jahren bekam er darauf Unterricht: „Alles ist delikat auf diesem Instrument, sogar die Ausdruckskraft", sagt er heute. Beim Festival Kissinger Sommer 2025 hat er ein Programm mit Cembalokompositionen von Jean-Philipp Rameau, Francois Couperin und Joseph Nicolas Pancras Royer gespielt - Komponisten des französischen Barock, die im Kissinger Rossini-Saal so unmittelbar in der Gegenwart landeten.

  • 23:05 Uhr

    Am Mikrofon: Sören Brinkmann