Sonntag, 03. Juli 2022

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 21.05.2022

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    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Jazz
    Ein Hauch von Bardentum
    Begegnungen mit zeitgenössischen Gitarristen
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus

    Zwei namhafte Jazzgitarristen greifen zur Feder und ein dritter wird geehrt durch eine erste große Biografie: Texte aus aktuellen Büchern zur Musik geleiten durch diese „Radionacht Jazz” im Zeichen bedeutender Saitenkünstler. Marc Ribot lässt seine bewegte Karriere zwischen allen Genre-Stühlen humorvoll und geistreich Revue passieren. Sein Buch „Unstrung“ ist so kurzweilig wie seine Platten, es enthält Essays, Kurzgeschichten und Reisenotizen. Joel Harrisons „Guitar Talk“ ist eine Sammlung von klugen Gesprächen, in denen er mit herausragenden Kollegen wie Fred Frith, Ben Monder, Julian Lage und Miles Okazaki über die Gitarre und das Leben philosophiert. Philip Watsons Biografie „Beautiful Dreamer“ über Bill Frisell zeichnet den außergewöhnlichen Parcours dieses Musikers nach, der mit vielen großen Künstlern gearbeitet und das Gitarrenspiel im Jazz in den letzten vier Dekaden entscheidend geprägt hat. Eklektiker sind sie alle drei, und Überraschungen lauern bei ihnen an jeder Ecke, ob akustisch oder verbal.

  • 06:05 Uhr

    Vergangenheitsbewältigung - Die Auflösung der Klimastiftung allein reicht nicht

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Jasper Barenberg

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Die französische Künstlerin Niki de Saint Phalle gestorben

  • 09:10 Uhr

    Nach zwei Jahren Pandemie - was bleibt?

    Am Mikrofon: Benjamin Dierks

    Die Corona-Pandemie hat alle Bereiche der Gesellschaft gründlich durcheinandergebracht, das Arbeitsleben, Schulen und Universitäten, das Miteinander der Menschen. Beschäftigte gingen - wenn sie Glück hatten und den Job behielten - ins Homeoffice, Studierende tauschten den Hörsaal gegen ihr WG-Zimmer, selbst Sternerestaurants boten Menüs für zu Hause an und wer feiern wollte, machte den Stadtpark zum Nachtclub. Ist das alles nach Beendigung der meisten Corona-Schutzmaßnahmen wieder vorbei oder bleibt uns etwas davon erhalten? Benjamin Dierks fragt, welche Corona-Effekte von Dauer sind. 

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Cellistin Tanja Tetzlaff

    Solistin, Kammermusikerin und Orchestermitglied: Tanja Tetzlaff ist seit über einem Vierteljahrhundert mit größtem Selbstverständnis in vielen Konstellationen im klassischen Musikbetrieb unterwegs. Ihr Herzensinstrument entdeckte die hanseatische Pastorentochter, Jahrgang 1973, bereits als Kleinkind. Schon ein Jahr vor dem Abitur begann für sie das Cello-Studium am Mozarteum in Salzburg bei Heinrich Schiff. 1994 gewann Tanja Tetzlaff den dritten Preis beim ARD Musikwettbewerb. Im gleichen Jahr gründete sie mit ihrem Bruder Christian Tetzlaff das heute international gefeierte Tetzlaff Quartett. Bis 2018 spielte sie als Solo-Cellistin in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Weltweit gastiert sie als Solistin zusammen mit berühmten Orchestern unter namhaften Dirigenten. Sie spielt ein Cello von Giovanni Baptista Guadagnini aus dem Jahre 1776. Tanja Tetzlaff arbeitet mit der Umweltagentur Arktik zusammen und setzt sich für weltweite Klimaschutzprojekte ein.

  • 11:05 Uhr

    Staat im Staat - Die Republika Srpska in Bosnien-Herzegowina
    Von Dirk Auer

    In Bosnien-Herzegowina wachsen die Spannungen. Schon seit Jahren droht der bosnisch-serbische Politiker Milorad Dodik damit, die serbische Teilrepublik aus dem Gesamtstaat herauszulösen. Ende vergangenen Jahres wurde eine Grenze überschritten: Das Parlament der Republika Srpska hat die Regionalregierung in Banja Luka aufgefordert, gesamtstaatliche Aufgaben wie Steuern, Justiz und Sicherheit in die eigene Hand zu nehmen. Sollte der Beschluss tatsächlich umgesetzt werden, wäre dies de facto das Ende des bosnischen Gesamtstaats. Die internationale Gemeinschaft ist alarmiert und auch in Bosnien steigt die Nervosität. Sogar von der Gefahr gewaltsamer Auseinandersetzungen ist die Rede.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Mariupol komplett eingenommen - aktuelle Lage im Ukraine-Krieg

    Interview mit Erich Vad, Ex-Brigade-General und Lehrbeauftragter, zur Ukraine

    Reaktionen auf Schröders Rosneft-Rückzug

    Drei Tornados im Raum Paderborn - Unwetter-Bilanz

    Wahllokale in Australien geschlossen - erste Prognosen

    US-Präsident Biden zu Nordkorea

    Sporttelegramm

    Am Mikrofon: Silvia Engels

  • 13:10 Uhr

    Vergangenheitsbewältigung - Die Auflösung der Klimastiftung allein reicht nicht (Wiederholung)

    Nato-Norderweiterung - Die Türkei blockiert und will Zugeständnisse von den USA

    Globale Ernährungssicherheit - Indiens Weizen ist kein Game-Changer

    Am Mikrofon: Christoph Schäfer

  • 13:30 Uhr

    Anspannung, Wut, Verhärtung - Welchen Kurs verfolgt die israelische Regierung?

    Südkorea und Japan - Wichtige Partner, schwieriges Verhältnis

    Die Rückkehr der US-Truppen - Die Sicherheitslage in Somalia

    Aus für "Titel 42"? Hunderttausende hoffen in Mexiko auf einen Weg in die USA

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Grenzen der Wissenschaftsfreiheit
    Wie weit darf Kritik an Forschenden gehen?
    In „Campus & Karriere" gehen wir diesen Fragen nach: Fördern oder behindern solche Auftritte und Proteste die Wissenschaftsfreiheit? Brauchen alle Hochschulen einen „Kodex Wissenschaftsfreiheit“ wie die Universität Hamburg, die entsprechende Leitlinien dazu gerade veröffentlicht hat?

    Gesprächsgäste:
    Fabian Albrecht, Juso-Hochschulgruppe im Bonner Studierendenparlament, Jura-Student
    Dr. Sandra Kostner, Historikerin und Migrationsforscherin an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, Initiatorin und Vorsitzende des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit e. V.
    Prof. Dr. Peter-André Alt, Präsident der Hochschulrektorenkonferenz
    Am Mikrofon: Henning Hübert

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de

    Universitäten gelten als Orte des freien Diskurses. Über verschiedene Thesen zu streiten, macht das Wesen von Wissenschaft mit aus. Die Freiheit der Wissenschaft ist gar im Grundgesetz verankert. Doch nicht zuletzt die Debatten um den Krieg gegen die Ukraine zeigen, welche Gratwanderung auch Wissenschaft geht, wenn es um die Bewertung solch aktueller Geschehnisse geht. Auch Studierende stoßen sich an der politischen Einstellung von Dozierenden und gehen dagegen vor. Vorlesungen werden behindert, Aussagen von Dozentinnen und Dozenten öffentlich kritisiert. Gerade hat das Studierendenparlament der Universität Bonn Äußerungen der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot missbilligt. Diese hatte den offenen Brief an den Bundeskanzler unterzeichnet, mit dem die Verfasserinnen und Verfasser den Verzicht auf die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine fordern. Im Fernsehen hatte sie ihre Unterstützung verteidigt. Guérot soll nach dem Willen des Studierendenparlaments solche öffentlichen Aussagen künftig unterlassen.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Rock’n‘Roll und Kalter Krieg: „Dann sind wir Helden“ von Joachim Hentschel
    Wie BAP für ihre DDR-Tour schon angereist waren und dann doch keinen Ton spielten; wie Rio Reisers Song „Der Traum ist aus“ vor Ostberliner Fans ganz neue Brisanz bekam; wie ein junger FDJ-Funktionär die strengen Regeln für Pop in der DDR unterlief: Joachim Hentschel beschreibt in seinem Buch, „wie mit Popmusik über die Mauer hinweg deutsche Politik gemacht wurde.“

    #NairobiConscious: eine virtuelle Ausstellung über die populäre Musik Nairobis
    In Zeiten in denen der politische und soziale Druck zusammen mit dem Preisniveau in Kenia steigt, zeichnet die Plattform Norient mit ihrer virtuellen Ausstellung ein vielfältiges Bild der Musikszene Nairobis. In Artikeln, Podcasts, Grafiken und Musik erfährt man auch viel darüber, wie immer mehr politische Inhalte die populären Songs der Stadt prägen

    Markenzeichen Melancholie: Das neue Album „EYEYE” von Lykke Li
    Seit Beginn ihrer Karriere im Jahr 2007 verbindet man die schwedische Sängerin Lykke Li mit einer gehörigen Portion Melancholie, auch in einem ihrer großen internationalen Hits „I follow rivers“ lag viel Traurigkeit. Zumindest technisch wagt sie  auf ihrem fünften Album mal etwas Neues: Ein Album, das sie ganz ohne digitale Instrumente produziert hat

    Am Mikrofon: Bernd Lechler

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Sam Thompson: „Der Junge, der mit den Wölfen spricht“
    Aus dem Englischen übersetzt von Ingo Herzke
    (Thienemann Verlag, Stuttgart)
    Ein Beitrag von Karin Hahn

    Micaela Chirif, Armando Fonseca (Ill.), Amanda Mijangos (Ill.), Juan Palomino (Ill.): „Das Meer“
    Aus dem Spanischen übersetzt von Jochen Weber
    (Baobab Books, Basel)
    Ein Beitrag von Maria Riederer

    Jens Sparschuh: „Julia und ihr kleiner Urgroßvater“
    Mit Bildern von Julia Dürr
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)
    Ein Gespräch mit dem Autor Jens Sparschuh

    Am Mikrofon: Dina Netz

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Meilenstein:
    KI macht mit Deep Learning Kunst

    KI-Fotoband:
    DALL-E 2 verwandelt Texte in Bilder

    Rundumschlag:
    Warum Kritiker die anlasslose EU-Chatkontrolle vehement ablehnen

    Das Digitale Logbuch:
    Perkasso

    Info Update

    Sternzeit 21. Mai 2022
    Mond und vier Planeten am Morgen


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Ernährungssicherheit - Braucht der internationale Agrarhandel mehr Ethik? 
    Francisco Mari, Referent Welternährung und Agrarhandel bei "Brot für die Welt", und der Ökonom Martin Braml im Gespräch
    Am Mikrofon: Jule Reimer

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Cannes - Die ersten Tage des Wettbewerbs

    Nach Büchner - Gintersdorfer/Klaßen inszenieren "Woyzeck" in Bremen

    "Xerrox" - Choreographie von Richard Siegal und dem Ballet of Difference in Köln

    Ein Italiener an der Elbe - Die große Canaletto-Ausstellung in Dresden

    Neues Wahrzeichen? Prag gibt Gestalt der geplanten Moldau-Philharmonie bekannt

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   Sporttelegramm
  • 19:05 Uhr

    Nato-Norderweiterung - Die Türkei blockiert und will Zugeständnisse von den USA

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Vor dem DFB-Pokal Finale in Berlin: SC Freiburg gegen RB Leipzig

    Finaltag der Amateure - Was bringt der Finaltag für Amateurmannschaften?

    Sexueller Missbrauch - Die Rolle von Gerichtsprozesses

    Radsport - Giro d´Italia

    Eishockey - WM in Helsinki und Tampere (FIN)

    Formel 1 - "Großer Preis von Spanien" in Barcelona: Qualifiying
    DTM - Rennserie auf dem Lausitzring

    Klimakrise - Wie die Hitzewelle in Pakistan Cricket trifft

    Mentale Gesundheit - Termin im DFM mit Teresa Enke

    Am Mikrofon: Maximilian Rieger

  • 20:05 Uhr

    Ocean World
    Von wittmann/zeitblom
    Realisation: die Autoren
    Mit Leslie Malton, Trystan Pütter, Alice Dwyer und Christian Wittmann
    Gesang: Maria Goja, Christian Wittmann
    Klavier/Orgel: Maria Goja
    Bass/Elektronik: zeitblom
    Ton: Boris Wilsdorf
    Produktion: Deutschlandfunk/NDR 2021 in Kooperation mit Oceans21
    Länge: 52‘48

    Die Reisen des Columbus bedeuteten nicht die Entdeckung, sondern die Schaffung einer neuen Welt. Die Hörspielautoren unternehmen den Versuch, die Ozeane als politische, philosophische und poetische Räume zu einer klangintensiven Erzählung zu verdichten. „Taking history offshore“ heißt ihre Maxime. Im Zentrum steht die Figur des Captains: ein Unternehmer, der Meere und Epochen durchquert, immer im Auftrag ihrer Nutzbarmachung für die Menschheit. Dabei stößt er u.a. auf Francis Bacons New Atlantis, Thomas Cooks Tourismus-System, den Black Atlantic und andere Handelsströme sowie auf polare Soundwelten und einen extraterrestrischen Ozean. Zwischen Naturgeräuschen und elektronischer Klangsynthese entsteht so eine kulturgeschichtliche Betrachtung der Meere.

    Christian Wittmann, Jahrgang 1967, Schauspieler, Regisseur, Hörspielmacher.
    Zeitblom (Georg Falk Huber), Jahrgang 1962, Komponist, Musiker, Autor, Produzent. Als wittmann/zeitblom realisieren sie seit 2010 zusammen Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. 2020 Hörspielpreis der Kriegsblinden für „Audio.Space.Machine“ (Deutschlandfunk/NDR/SWR in Zusammenarbeit mit IMF 2019). Zuletzt: „r_crusoe™“ (Deutschlandfunk/SWR 2021).

  • 22:05 Uhr

    Sound-Mapping
    Die akustische Vermessung der Um/Welt 
    Von Anna Schürmer

    Mitte der 1970er-Jahre erschloss der Komponist Raymond Murray Schafer mit dem Konzept der Soundscapes neues Terrain, indem er den „Stimmungen der Welt“ lauschte. Etwa gleichzeitig lenkte Bernie Krause mit seinen Field Recordings das Ohrenmerk auf die Klänge der Natur. Mit der Bioakustik stieß er ein Feld künstlerischer Forschung an, das angesichts des Klimawandels heute besondere Relevanz entfaltet. Aktuell betreiben Künstlerinnen und Künstler wie Christina Kubisch und Udo Noll sonische Feldforschung, d.h. Sound-Mapping. In ihrer akustischen Vermessung der Umwelt rücken sie insbesondere die Klänge der Natur in den Fokus und bringen damit nicht zuletzt ökoakustische Fragestellungen zum Klingen.

  • 23:05 Uhr

    Die Vermessung der inneren Welt
    Eine Lange Nacht vom Alleinsein
    Von Sven Rücker
    Regie: Stefan Hilsbecher

    Das Alleinsein ist uns allen wohlvertraut und dennoch ein schillerndes Phänomen. Einige leiden darunter, andere suchen es. Für einige ist klar, dass wir erst dann unser wahres Gesicht zeigen, wenn wir allein sind, andere dagegen glauben, dauerhaftes Alleinsein führe zum Zerfall der Persönlichkeit. Es erscheint wahlweise verdächtig und asozial oder aber als Möglichkeit der inneren Einkehr, als Bedingung von Selbstreflektion. Das Alleinsein kann als Zwangsmaßnahme oder Folter gebraucht werden, wie im Falle der Isolationshaft, es kann sich aber auch beinahe in ein Luxusphänomen verwandeln, das der Entspannung und dem Stressabbau dient. Lohn oder Strafe, Lob oder Tadel - bei wenigen Dingen gehen die Meinungen so weit auseinander wie beim Alleinsein. Woher stammen diese unterschiedlichen Auffassungen? Von den Eremiten in der Wüste zu den Singles in der modernen Großstadt, von der Askese zur Wellness erzählt die „Lange Nacht” die Geschichte des Alleinseins. Sie lässt die großen Solo-Künstler ebenso zu Wort kommen wie sie sich auf die Spur der kleinen Fluchten begibt. Eines wird klar: Was das Alleinsein aus uns macht, hängt wesentlich davon ab, was wir aus dem Alleinsein machen.