• Mo
    Di
    Mi
    Do
    Fr
    Sa
    So

Programm: Vor- und RückschauMontag, 06.04.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Klassik live

    Sergej Prokofjew
    Sinfonie Nr. 5 B-Dur, op. 100
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Elim Chan

    Aufnahme vom 29.3.2025 in der Berliner Philharmonie

    02:07 Uhr   Klassik live

    Elizabeth Ogonek
    "Moondog" für Orchester

    Nikolaj Medtner
    Nr. 6: Canzona serenata. Moderato
    aus: Vergessene Weisen für Klavier, op. 38

    Alexander Malofeev, Klavier
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Elim Chan

    Aufnahme vom 29.3.2025 in der Berliner Philharmonie

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Time remembered"

    Helmut Lachenmann
    5 Variationen über ein Thema von Franz Schubert für Klavier

    Ferruccio Busoni
    "Meine Seele bangt hofft zu Dir". Choralvorspiel für Klavier, K 249 Nr. 3

    Georg Friedrich Händel
    Chaconne mit 21 Variationen für Klavier G-Dur, HWV 435

    Matthias Kirschnereit, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Anonymus
    "Victimae pascali laudes". Conductus zu 2 Stimmen
    Mora Vocis

    Otto Emanuel Olsson
    "Jesu corona celsior". Motette zu 7 Stimmen
    Ensemble Cantissimo
    Leitung: Markus Utz

    Johann Sebastian Bach
    "Christ lag in Todesbanden", BWV 718
    Jörg Halubek an der Zacharias-Hildebrandt-Orgel von St. Wenzel in Naumburg

    Johann Sebastian Bach
    "Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen". Kantate zum 3. Ostertag, BWV 145
    Hana Blažiková, Sopran
    Gerd Türk, Tenor
    Peter Kooij, Bass
    Bach Collegium Japan
    Leitung: Masaaki Suzuki

    Jakub Jan Ryba
    Missa solemnis in C pro Festo Resurrectionis, N 347
    L'Armonia Vocale
    L'Armonia Terrena
    Leitung: Zdenek Klauda

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Schritt für Schritt - Aktion gegen Einsamkeit unter Männern in Stockholm

    Gesellschaft und Gleichheit - Das Ende vom Aufstiegsversprechen? Ein Interview mit der Soziologin Nicole Mayer-Ahuja

    Digitale Transzendenz - KI und Gott. Ein Interview mit dem Religionswissenschaftler Ahmad Milad Karimi

    Ehemalige Geflüchtete als Museumsführer - Das erfolgreiche Projekt "Multaka" in Berlin

    Phänomen Einsamkeit - Gemeinsinn statt Selbstoptimierung. Ein Interview mit dem Journalisten Sebastian Herrmann

    Denk ich an Deutschland: die Lyrikerin Volha Hapeyeva

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 08:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft
    Wiederkehr der Religion?
    Trend zur Erwachsenentaufe im europäischen Vergleich
    Von Elena Hong und Andreas Main

    Dass am Osterfest 2025 sich 17.000 Erwachsene in Frankreich taufen ließen, ist bekannt. Dass es aber auch in anderen Ländern Europas solche Tendenzen gibt, darüber wird weniger berichtet. Wir machen einen europäischen Vergleich und schauen nach England, Österreich und Finnland. Und danach vertiefen wir diesen Vergleich im Gespräch mit dem Jesuiten Dominik Terstriep. In seiner Gemeinde im schwedischen Stockholm hat er mehr als hundert Taufbewerber. 80 von ihnen wurden in der Osternacht getauft. Was passiert da? Hat die römisch-katholische Kirche besonders in sehr säkularisierten Ländern einen guten Lauf? Oder ist es nur ein kleiner Gegentrend, der nichts ändert an der fortschreitenden Säkularisierung?

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Halit Yozgat vom NSU ermordet

    Am 6. April 2006 wird der Internetcafébetreiber Halit Yozgat in Kassel ermordet. Jahre später stellt sich heraus, dass Rechtsradikale die Täter sind. Warum ein Mitarbeiter des Verfassungsschutz vor Ort war, ist bis heute ungeklärt.

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Traumhaus
    Wie Barbies Wohnwelten gesellschaftliche Unterschiede repräsentieren
    Von Hilka Dirks

    Barbie war immer schon mehr als ein Spielzeug. In ihr, ihrer Kleidung und ihren Accessoires spiegeln sich gesellschaftliche Klassenvorstellungen, Geschmacksprägungen und Konsumträume.
    So wird etwa Barbies „Dreamhouse“ zu einer Bühne für Begehren, Scham und die leise, früh gelernte Ahnung, dass nicht alle Kinder in denselben Möglichkeiten wohnen. Das Spielzeug macht sich als Distinktionswerkzeug und Marker sozialer Ungleichheit kenntlich. Denn wer die pinke Puppenstube, das „Traumhaus“, hat, der besitzt nicht nur Plastikmöbel, sondern auch ein Versprechen: auf Reichtum, Ordnung und legitimen Geschmack.
    Barbies Wohnwelten reproduzieren natürlich die Upper-Class-Ideale: Konsum, Karriere und ein normativer Wohntraum ohne Avantgarde. Hier kann man dann aber nur fast alles spielen, nicht aber Armut, Abhängigkeit oder Abweichung. Doch was geschieht, wenn am Ende die Spielwelt der Oberschicht doch vom Geruch des billigen Plastiks durchzogen wird und gleichsam als billige Kopie kenntlich wird?
    Hilka Dirks, geboren 1991, arbeitet in und zwischen den Bereichen Text, Grafik, Kunst und Internet. Schockierend neugierig, wenn auch mäßig entfremdet, wuchs sie in Berlin-Steglitz auf, hörte Punk, klaute gelegentlich billige Lippenstifte bei Karstadt - und dachte irgendwie die ganze Zeit über Kunst nach. Heute forscht sie über Stickschrift auf textiler Aussteuer an der Universität der Künste in Berlin, schreibt und gestaltet mehr oder weniger regelmäßig für verschiedene Formate u.a. Der Tagesspiegel, Monopol, taz - Die Tageszeitung, der Freitag, Cee Cee Berlin, DUMMY, FAZ Quarterly sowie diverse Künstler:innen und kommerzielle Projekte und zeigt ab und zu Video-Kunst im Karton, einem alten Container.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kathedrale Ss. Trinitatis in Dresden
    Zelebrant: Domkapitular Ulrich Dombrowsky
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr
  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Krzysztof Penderecki
    Utrenja

    Iwona Hossa, Sopran
    Agnieszka Rehlis, Mezzosopran
    Piotr Kusiewicz, Tenor
    Piotr Nowacki, Bass
    Gennady Bezzubenkov, Basso profondo
    Warschauer Knabenchor
    Chor und Orchester der Nationalphilharmonie Warschau
    Leitung: Antoni Wit

    Aufnahme von 2008 in der Philharmonie Warschau

    Am Mikrofon: Ingo Dorfmüller

    Die Uraufführung der „Lukaspassion“ von Krzysztof Penderecki, 1966 im Dom zu Münster, war ein weithin wahrgenommenes Ereignis: eine Initialzündung für eine Neue Musik in der Kirche, in der sich älteste liturgische Tradition mit avancierten musikalischen Mitteln verband. Der Passion folgte 1970/71 das zweiteilige Oratorium „Utrenja“. Es schließt inhaltlich an die Passion an: Grablegung und Auferstehung Christi bilden den Inhalt. Das Werk wurde konzipiert, nachdem der Komponist in bulgarischen Klöstern die Osterfeierlichkeiten erlebt hatte. Es bildet also das östlich-orthodoxe Gegenstück zur in lateinischer Sprache komponierten „Lukaspassion“. "Utrenja" ist der kirchenslawische Begriff für den Morgengottesdienst; kirchenslawisch ist auch die im Stück dominierende Sprache. Und auch musikalisch knüpft Penderecki an Formen und Klänge orthodoxer Ostergottesdienste an.

  • 15:05 Uhr

    Musik, Macht, Monopole - Ist die Indie-Kultur am Ende?
    Von Christoph Reimann

    Indie-Musik verstand sich lange als Gegenentwurf zu den Major-Labels: unabhängig, konsum- und oft gesellschaftskritisch. Doch dieser frühere Gegenspieler hat Konkurrenz bekommen: Heute bestimmen vor allem Tech-Konzerne und ihre Algorithmen, wer sichtbar ist und gehört wird. Was wie ein Strukturwandel der Musikindustrie aussieht, entpuppt sich in Zeiten politischer Verschiebungen als gefährliche Machtfrage.

  • 16:10 Uhr

    Verbannte Bücher, verklagte Verlage
    Der Trumpismus und die Bücherwelt
    Von Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer
    (Wiederholung aus der Sendung Literatur, Deutschlandfunk Kultur vom 20.2.2026)

  • 16:30 Uhr

    Deep Science

    Die Psychonauten (5/5)
    Ein neuer Mensch
    Von Anneke Meyer und Arndt Reuning

    Als Rita Leggett zum Cyborg wird, ist es für sie eine Befreiung. Zum ersten Mal in ihrem Leben kann sie sein, wer sie wirklich ist. Rita leidet an Epilepsie, in ihrem Fall ist die neurologische Krankheit nicht behandelbar. Aber ein Hirnimplantat warnt sie frühzeitig vor dem nächsten Anfall. Die Technik in ihrem Kopf gibt ihr Sicherheit. Sie kann planen, zum ersten Mal in ihrem Leben traut sie sich alleine auf die Straße.
    Nicht nur Epilepsie, auch Depression, Schizophrenie, Querschnittlähmung werden durch Hirn-Computer-Schnittstellen potentiell behandelbar. Parkinson und Taubheit sind es schon. Doch je enger Technik und Geist in Kontakt treten, desto mehr verschwimmen die Grenzen: Wo hört das Ich auf, wo beginnt die Maschine? Und was geschieht, wenn wir uns an die Technik gewöhnen? Rita Leggett muss es schmerzlich erfahren, denn ihre Verwandlung hat Nebenwirkungen.
    Hören Sie alle fünf Folgen von Deep Science - Die Psychonauten ungekürzt in der Deutschlandfunk App oder unter www.deutschlandfunk.de/podcast-deep-science-100.html

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Zu viel Einflussnahme der Politik? Kulturwissenschaftler Julius Heinicke, Professor für Kulturpolitik an der Universität Hildesheim, über Kulturpolitik und Kunstfreiheit, im Gespräch mit Anna Hoffmeister

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Reihe "Die Welt im Regal - Zu Besuch in Spezialbibliotheken"
    Lesen und (vor-)lesen lassen - Die Internationale Jugendbibliothek in München

    Ehemalige Geflüchtete als Museumsführer - Das erfolgreiche Projekt "Multaka"

    Tirailleurs - Ausstellungsprojekt über afrikanische Soldaten in den Weltkriegen

    Kultur und Staat - Ungarns (Un)Kulturpolitik

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Weltstädte - "Delhis Herz soll schlagen!"

  • 19:10 Uhr

    Olympia in Deutschland - woher kommen die Träume?

    Vor dem Referendum in NRW - Stimmung in den ärmeren Städten

    Vor dem Referendum in NRW - Interview mit NolympiaColonia

    Vor dem Referendum in NRW - Warum ist die Landesregierung für Olympia?

    Olympia 2024 - Paris am Ende Sieger oder Verlierer?

    Was kostet Olympia wirklich? / Hat Olympia einen Effekt?

    Vor dem Referendum in Hamburg - wie wird Olympia sportpolitisch diskutiert?

    Politikberater - Warum will die Politik das entgegen wissenschaftlicher Meinung?

    Am Mikrofon: Matthias Friebe

  • 20:05 Uhr

    Das Klassik-Magazin

    Rückkehr der Berliner Philharmoniker - eine Bilanz der Salzburger Osterfestspiele 2026

    Jahr 1 nach dem Weggang der Berliner Philharmoniker - die Osterfestspiele Baden-Baden 2026

    Bonner Pfeifen für San Marco - Der Markusdom in Venedig erhält eine neue Orgel

    Wenn der Präsident die Brocken hinwirft - Was ist los beim Deutschen Komponistenverband?

  • 21:05 Uhr

    Beethovenfest Bonn 2025
     
    Ludwig van Beethoven
    Klaviersonate Nr. 5 c-Moll, op. 10/1
    Klaviersonate Nr. 11 B-Dur, op. 22
    Klaviersonate Nr. 29 B-Dur, op. 106 „Hammerklavier-Sonate“

    Fabian Müller
    Bagatellen

    Fabian Müller, Klavier
     
    Aufnahme vom 19.9.2025 beim Beethovenfest Bonn
     
    Am Mikrofon: Christoph Vratz

    Er gilt als Gipfelstürmer und als Marathon-Mann zugleich, anspruchsvolle Projekte scheut er ebenso wenig wie einen engen Zeitrahmen oder künstlerische Kompromisse. Im Rahmen des Bonner Beethovenfestes 2025 hat der 1990 in der ehemaligen Bundeshauptstadt geborene Pianist Fabien Müller seinen Zyklus mit den 32 Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven zu Ende geführt. Beim letzten dieser Konzertabende paart er zwei Sonaten, die an der Schwelle vom 18. zum 19. Jahrhundert entstanden sind, mit der großen B-Dur-Sonate von 1817/18, die unter dem Namen „Hammerklavier“ berühmt geworden ist und bis heute als eine der umfassendsten pianistischen Herausforderungen gilt. Jedem von Beethovens Werken stellt Müller eigene kleine Werke voran, die den beethovennahen Titel „Bagatellen“ tragen.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Der Bass Kwangchul Youn
    Am Mikrofon: Elisabeth Richter

    Warm, satt und sonor, ohne irgendeine Schärfe, klingt die Stimme von Kwangchul Youn. Dazu kommen Musikalität und interpretatorische Tiefe. Das macht den koreanischen Bassisten zu einem der international gefragtesten Sänger besonders für Partien in Opern von Wagner und Verdi, darunter König Marke oder Gurnemanz oder König Philipp und Jacopo Fiesco. Auch als Sarastro in Mozarts „Zauberflöte“ ist Youn einer der profiliertesten Sänger. Youn widmet sich zudem immer wieder dem Liedgesang. Geboren in Cheongiu/Südkorea, ist Kwangchul Youn in einer ländlichen Gegend ohne Elektrizität aufgewachsen. Zum Singen kam er erst mit 17 Jahren. Nach seinem Studium in Seoul ging er zunächst nach Bulgarien und studierte dann in Berlin, wo er über zehn Jahre Mitglied der Berliner Staatsoper war. Als freischaffender Bassist gastiert Kwangchul Youn auf den Bühnen der Welt. Viele Jahre war er auch als Gesangslehrer tätig.