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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 11.01.2026

  • 00:05 Uhr

    Träume, Hoffnung und Enttäuschungen
    Eine Lange Nacht zu 15 Jahren tunesischer Revolution
    Von Sarah Mersch
    Regie: Claudia Mützelfeldt

    Als sich vor 15 Jahren in einer tunesischen Kleinstadt ein Gemüsehändler verbrannte, begann dort, was später als sogenannter “arabischer Frühling” in die Geschichte eingehen sollte: eine Reihe von Aufständen, getragen von vor allem jungen Leuten, die von einer besseren Zukunft geträumt haben. 15 Jahre später ist die Bilanz der von der Welt beklatschten und bewunderten Bewegung auf den ersten Blick düster: Weder der Traum von Demokratie und Freiheit ist in Erfüllung gegangen, noch hat sich der Lebensstandard der Menschen in Tunesien grundlegend verbessert. Was ist dazwischen passiert? Wie konnte vor 15 Jahren ein autoritäres Regime innerhalb weniger Wochen zusammenbrechen? Und wie konnte nach zehn Jahren mühsamer demokratischer Gehversuche ein neues autoritäres Regime entstehen? Wo steht Tunesien heute, welche Träume haben die Menschen, welche Enttäuschungen haben sie erlebt? Wir sprechen mit denen, die vor 15 Jahren auf die Straße gegangen sind, und denen, die es heute noch tun. Mit Menschen, die an die Veränderung im Kleinen glauben, und denen, die sich in die Geschichte zurückversetzt fühlen.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Klavier-Festival Ruhr 2024

    François Couperin
    Allemande „La Forqueray“ für Cembalo e-Moll

    Jean-Philippe Rameau
    Le Rappel des Oiseaux

    Claude-François Rameau
    La Forqueray

    Justin Taylor, Cembalo

    Aufnahme vom 18.6.2024 aus der Orangerie Schloss Rheda

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Helikon"

    Mikis Theodorakis
    Suite für Klavier und Orchester Nr. 1
    Danae Dörken, Klavier
    Staatskapelle Weimar
    Leitung: Kornilius Michailidis

  • 06:05 Uhr

    ICE-Einsatz in Minneapolis: Tödliche Schüsse stehen für eine Politik der Gewalt
    Von Rieke Havertz

  • 06:10 Uhr

    Johann Ludwig Krebs
    "Meinen Jesum laß ich nicht". Choralbearbeitung für Orgel
    Beatrice-Maria Weinberger, Orgel

    Max Reger
    "Meinen Jesum lass ich nicht". Choralkantate Nr. 4 für Solosopran, gemischten Chor, Solo-Violine, Solo-Viola und Orgel
    Ingeborg Müller-Ney, Sopran
    Peter Nölting, Viola
    Wolfgang Dallmann, Orgel
    Kammerchor Stuttgart
    Leitung: Frieder Bernius

    Basilius Petritz
    Die Herrlichkeit des Herrn
    Birte Kulawik, Sopran I
    Dorothea Wagner, Sopran II
    David Erler, Contralto
    Hans Jörg Mammel, Tenor
    Matthias Lutze, Bass
    Sächsisches Vocalensemble
    Batzdorfer Hofkapelle
    Leitung: Matthias Jung

    Evaristo Felice Dall'Abaco
    Konzert d-moll, op. 2,1 für 2 Violinen, Viola da gamba und B. c.
    Stylus Phantasticus

    Johann Sebastian Bach
    "Mein liebster Jesus ist verloren" für Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester, BWV 154
    Petra Noskaiová, Alt
    Jan Kobow, Tenor
    Jan van der Crabben, Bass
    La Petite Bande
    Leitung: Sigiswald Kuijken

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Künstler und Krieger - Der ukrainische Maler Stas Schalobnjuk

    Geniale Psychologin - Zum 50. Todestag von Agatha Christie ein Interview mit der Publizistin Barbara Sichtermann

    Verwundbar - Infrastruktur und Demokratie. Ein Interview mit dem Politologen Carsten Wegscheider

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Zur Lage im Iran - Ein Interview mit der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur

    Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Peter Kurth

    Am Mikrofon: Ute Reckers

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Der gefährlichste Mann Englands.“
    Zum neuen Kirchenlehrer John Henry Newman
    Von Christian Feldmann
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Techno-DJ Mark Spoon tot aufgefunden

  • 09:10 Uhr

    Vokalmusik

  • 09:30 Uhr

    Kinderland
    Die Welt der Erstlesebücher

    Von Patricia Görg Mit der Sprache und dem Lesen kommen wir zur Welt, und zur Gesellschaft. Vater, Mutter, Kind - Die Kleinfamilie als Keimzelle der Gesellschaft oder doch Patchwork- oder Regenbogenfamilien? Kinderbücher formieren unser Weltbild.

    Wenn Susi, Emil und Fifi - Kinder und Hund einer heilen Kleinfamilie, auf Seite 1 neben den Sätzen "Das ist ein Haus. Das ist eine Tür. Das ist ein Garten" auftreten, wenn Vater und Emil Autos haben und Mutter und Susi Wäsche aufhängen, sind wir in der Schulfibel-Idylle der 60er Jahre angekommen.
    Zehn Jahre zuvor war das untergründig vermittelte Weltbild dieser Werke noch geschlossener: Frohsinn, Tugenden und Gebete formten den Rahmen eines konfliktfreien Jahreslaufs, während dem Kuchen gebacken, Heu gerecht und Kaninchen gefüttert wurden. Das "Büblein" steht vor dem Sessel, in dem die Mutter sitzt und sagt: "Ich habe ein Herz, das denkt und spricht: Ich habe dich lieb! Mehr weiß ich nicht."
    Märchenhafte, teils verlogene Schemen lehrten die sogenannte Boomer-Generation als Kohorten-Erfahrung nicht nur Lesen, sondern transportierten natürlich auch ein Gesellschaftsmodell. Erst seit den 70er Jahren bricht dieses späte Biedermeier auf - heute finden sich in konzeptuell offenen Lehrmitteln berufstätige, alleinerziehende Mütter, Rollstuhlfahrer und Mitbürger mit ausländischen Wurzeln dargestellt, und Engel und Gebete sind ersetzt durch das Schaubild unseres Sonnensystems.
    In jeder Epoche ist es spannend, welche Ausschnitte aus dem großen Ganzen den Kindern in der Grundschule präsentiert werden.

    Patricia Görg, geboren 1960, lebt als Schriftstellerin und Autorin fürs Radio in Berlin und ist mit Büchern wie u.a. „Glücksspagat“ (2000), „Handbuch der Erfolglosen“ (2012) oder „Glas. Eine Kunst“ (2013) sowie Hörspielen wie „Die Gesänge der Raumfahrer. Ein Fernlehrgang“ (2019, Dlf Kultur) bekannt geworden. 2019 erhielt sie den Italo-Svevo-Preis.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der evangelischen Kirche am Lorenzberg in Saarbrücken
    Predigt: Pfarrer Jörg Metzinger
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Mustafa Nayyem, ehemaliger Leiter der Wiederaufbau-Agentur der Ukraine

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Eisbaden am Zeller See - im Winter

    In der Ruhe liegt die Kraft:
    Lungau im Salzburger Land

    Des Pudels Strauss:
    Wien und sein Walzerkönig

    Auf den Spuren Sigmund Freuds in Wien

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Bratschistin Tabea Zimmermann im Gespräch mit Raoul Mörchen

    Sie stellt das vermeintliche Stiefkind der Streicher ins strahlende Rampenlicht. Ob mit Bach, Brahms, Hindemith oder neuester Musik: Die Bratschistin Tabea Zimmermann gilt als unangefochtene Königin ihres Instruments und Favoritin der Komponisten.

  • 15:05 Uhr

    Metal, Rock, Ironie
    30 Jahre Knorkator
    Von Fabian Elsäßer

    Knallharte Rock-Satire: Doch bei allem Witz tut diese Band gar nicht erst so, als könne sie nicht spielen

    Gegründet 1994 von Sänger Stumpen und Keyboarder Alf Ator. Das Debütalbum erschien 1996 und heißt „The schlechtst of Knorkator“, der Nachfolger drei Jahre später „Hasenchartbreaker“ - und spätestens ab da war klar, wofür diese Berliner Band stehen würden: Rock und Metal mit zehnfachem Augenzwinkern, denn alle fünf Mitglieder drücken meist beide Augen zu. Und dennoch traf und trifft Knorkator sein für diese Art Rock-Satire offenes Publikum. Denn: Bei allem Klamauk hat das musikalische Handwerk der Knorkatoren messerscharfe Substanz, diese Band tut erst gar nicht so, als könne sie nicht spielen.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Harro Zimmermann: „Fichte. Bürger einer freien Welt“
    (Verlag Königshausen & Neumann)
    Ein Beitrag von Helmut Böttiger

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI-Trends 2026
    - Künstliche Intelligenz zwischen Innovation und Bedrohung

    Künstliche Intelligenz verändert unseren Alltag und verleiht jenen, die sie beherrschen, große Macht. Mit breitem Einsatz der Technologie wächst die Gefahr von Manipulation, Missbrauch und Kontrollverlust. Sollten wir kritischer über KI sprechen?
    In der ersten Episode im neuen Jahr diskutieren
    Carina Schroeder, Friederike Walch-Nasseri, Ralf Krauter und Moritz Metz über die richtige Balance bei der Berichterstattung. 

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Die Möwe" - Martin Crimps Tschechow-Version als DEA in Bremerhaven

    Ohne Titel - Arbeiten von Jelena Bulajić in der Kunsthalle Münster

    Klasse und Arbeit: Die Soziologin Nicole Mayer-Ahuja über Barrieren

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Schweigsame Bischöfe - Missbrauch in der italienischen katholischen Kirche

  • 19:10 Uhr

    Handball - EM-Testländerspiel in Hannover: Deutschland - Kroatien

    Fußball - Bundesliga, 16. Spieltag
    Borussia Mönchengladbach - FC Augsburg
    FC Bayern München - VfL Wolfsburg

    Fußball - WM und US-Außenpolitik - Ein Gastgeber des Grauens?

    Wintersport:

    Ski alpin - Weltcup der Herren in Adelboden: Slalom
    Ski alpin - Weltcup der Damen in Zauchensee: Super-G
    Biathlon - Weltcup in Oberhof: Staffel Männer + Verfolgung Frauen
    Nordische Kombination - Weltcup in Otepää
    Skispringen - Weltcup in Zakopane
    Rodeln - Weltcup in Winterberg
    Bob- und Skeleton - Weltcup in St. Moritz
    Bob - Keine Olympianominierung: Interview mit Leonie Fiebig
    Hockey - Hallen EM in Heidelberg: Spiel um Platz 3 & Finale

    Volleyball - Bundesliga: BR Volleys - Powervolleys Düren

    Basketball - Bundesliga: Alba Berlin - MLP Academics Heidelberg

    Doping - Der Fall Mario Vuskovic: Konfrontation des Dopingverfahrens?
    Doping - Wo steht der Anti-Doping-Kampf nach den ganzen Skandalen?

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    doku drops 7+8
    Zusammenstellung und Moderation: Judith Geffert und Ingo Kottkamp
    Deutschlandfunk Kultur 2026

    doku drops 7: Neustart
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 27'20

    Neue Kurzdokus erzählen von Neuanfängen am eigenen Leib: Wenn der Körper sich in der Mitte des Lebens transformiert, wenn eine chronische Krankheit alles in Frage stellt oder wenn es auf einmal Neues zu sehen, zu hören und zu riechen gibt:

    Reboot mit Bergschuhen
    Von Elisabeth R. Hager

    Orts-, Luft- und Lebensveränderung im Spoken Word Format. Und nach zweieinhalb Minuten ist der Neustart (fast) perfekt.

    Hanna
    Von Lena von Holt

    Wir erwarten von unserem Körper, dass er funktioniert. Wie eine Maschine. Wir denken nicht viel darüber nach… bis sie kaputtgeht. Und dann?

    Warum fühl ich mich so komisch?
    Von Yergalem Taffere

    Woher kommt diese emotionale Karusselfahrt, die rauschende Wut, das Grübeln und das Schwitzen? Und warum hat uns niemand davon erzählt? Yergalem Taffere nimmt uns mit auf ihre persönliche Reise mit Freund*innen ins Menopauseland.

    Anschließend:

    doku drops 8: Remix
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 27'20

    Pflanzen beobachten. Pflanzen malen. An Pflanzen nicht vorbeigehen - und ihnen sogar zuhören! Das geschieht in der doku-drops-Remix-Folge mit Highlights aus dem Kurzdoku-Archiv. Und zwar nach Pflanzenart: langsam und beharrlich:

    Die Schönheit im Kraut
    gemalt und erzählt von Sylvia Peter
    Von Rosie Füglein

    Jede Pflanze am Wegrand hat einen Charakter und eine Geschichte. Spätestens, wenn Sylvia Peter sie malt.

    Eine schwarze Kuh frisst frünes Gras und gibt weiße Milch
    von Christiane Seiler

    94% der Säugetiere unseres Planeten sind Nutztiere. Manche sind Teil einer menschlichen Hausgemeinschaft, viele leben in Riesenställen. Unsere Autorin traf Tiere, über die es nur wenige Tierfilme gibt.

    doku drops ist das monatliche Magazin für kurzes dokumentarisches Audio. Doku für dokumentarisch und drops für: süße Drops, saure Drops, Tropfen, die Wellen schlagen, Tränen der Freude, der Rührung oder der Wut, Mike drops, kleine Einheiten, die Teil eines größeren Ganzen sind. In der Nachfolge der Feature-Antenne stellen wir jeden Monat neue Kurzdokus vor: vielfältig, vielschichtig und mit viel Spaß produziert.

    Viele weitere tolle Kurzdokus gibt es in der Feature-Antenne, der Vorgängersendung von doku drops:
    hoerspielundfeature.de/alle-beitraege-im-ueberblick-feature-antenne-100.html

  • 21:05 Uhr

    Rheingau Musik-Festival 2025

    Das Vokalensemble Lyyra (USA)

    Lieder von
    Hildegard von Bingen
    Leonora d'Este
    Samuel Barber
    Maurice Duruflé
    Amy Beach
    u.v.a.

    Aufzeichnung vom 8.7.2025 in der Abtei St. Hildegard, Rüdesheim am Rhein

    Am Mikrofon: Sophie Emilie Beha

    Sechs Frauenstimmen, ein leuchtender Klang - maßgeschneiderte Arrangements von Hildegard von Bingen bis heute.

    Zwischen den Weinbergen oberhalb von Bingen erhebt sich die Abtei St. Hildegard - ein Ort, der noch immer vom Geist seiner Gründerin erfüllt ist: der Mystikerin, Theologin, Dichterin und Komponistin Hildegard von Bingen. In unmittelbarer Nähe zu ihren Reliquien eröffnete das junge Vokalensemble Lyyra aus den USA sein Konzert mit einem Antiphon der Benediktinerin - eine Hommage an die musikalische Visionärin des Mittelalters und zugleich ein programmatischer Auftakt für das Ensemble, das sich ganz dem Erforschen von Klang und Resonanz verschrieben hat. Lyyra vereint sechs Sängerinnen aus den Vereinigten Staaten, die sich 2023 über die VOCES8 Foundation zusammenfanden. Mit beeindruckender klanglicher Homogenität und stilistischer Offenheit loten sie die Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme neu aus. Weltweit gibt es nur wenige Frauenensembles, die sich im internationalen A-cappella-Kosmos behaupten. In diesem Kosmos leuchtet das junge Ensemble bereits jetzt strahlend hell. Der Name Lyyra - nach der Leier des Orpheus gewählt - verweist auf die antike Idee der harmonia universalis, jener Sphärenklänge, in denen Musik als Spiegel kosmischer Ordnung verstanden wird.

  • 23:05 Uhr