Sonntag, 18.04.2021
 
Seit 08:35 Uhr Am Sonntagmorgen

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 04.04.2021
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Behaust, unbehaust
Eine Lange Nacht über Max Frisch
Von Rüdiger Heimlich
Regie: Uta Reitz-Rosenfeld
(Wdh. v. 2./3.4.2011)

Der Architekt Max Frisch (1911-1991) hat sich selbst kein Haus gebaut. Tatsächlich hat er nur wenige Objekte als Architekt entworfen und realisiert. Die Wohnung als Lebensraum spielt jedoch in seinem Leben und Werk eine wichtige Rolle. Frisch hat Wohnungen und Häuser in der Schweiz, in Rom, Berlin, New York gekauft und verkauft, häufig den Wohnort gewechselt. Er hatte zeitweise mehrere Wohnungen gleichzeitig - und blieb so in gewisser Weise ein behaust Unbehauster - ähnlich wie seine Romanfiguren. Frisch selbst hat in eher kargen, vom Mobiliar her zurückgenommenen Wohnungen gelebt. Seine Romanfiguren nisten sich auffallend oft in den Wohnungen ihrer Geliebten ein. Die äußere Hülle, mit der sich der Mensch umgibt, ist bei Max Frisch auch immer Schauplatz der Lebensrolle, auf die er sich einlässt. Die Immobilie steht im Spannungsverhältnis zur Freiheit des eigenen Lebensentwurfs. In der „Langen Nacht" begeben wir uns in Frischs Wohnungen. Hier äußern sich der Autor und Architekt, aber auch seine literarischen Figuren zu der Schwierigkeit, sich im Leben einzurichten, mit dem Unbehagen, sich etwa durch den Bau eines Hauses, den Kauf einer Wohnung, durch Heirat und Familie festzulegen.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Dresdner Philharmonie
Leitung: Marek Janowski

Ludwig van Beethoven
Streichquartett G-Dur, op. 18 Nr. 2
Quatuor Ébène

Aufnahme vom 18.6.2020 aus dem Kulturpalast Dresden

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Erich Wolfgang Korngold
1. Akt aus: „Das Lied der Liebe". Operette in 3 Akten von Ludwig Herzer nach Johann Strauß (Sohn)

Lili Wünscher, Sopran
Mirjam Neururer, Sopran
Laura Scherwitzl, Sopran
Adam Sanchez, Tenor
Andreas Rainer, Tenor
Hinrich Horn, Bass
Cusch Jung, Erzähler
Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig
Leitung: Stefan Klingele

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
"Komm, Gott Schöpfer, heiliger Geist". Choralbearbeitung für Orgel, BWV 667
Annette Herr, Orgel

Giovanni Gabrieli
"Hic est filius Dei". Motette zum Ostersonntag zu 18 Stimmen in 3 Chören
Musicalische Compagney
Leitung: Holger Eichhorn

Philipp Heinrich Erlebach
"Held, du hast den Feind gebunden". Kantate zum 1. Ostertag für Soli, 3 Oboen, Harfe, Streicher, Fagott und Basso continuo
Dorothee Mields, Sopran
Alexander Schneider, Countertenor
Andreas Post, Tenor
Matthias Vieweg, Bass
Les Amis de Philippe
Leitung: Ludger Rémy

Johann Sebastian Bach
"Christ lag in Todes Banden". Kantate für Soli, Chor, 2 Violinen, 2 Violen und Basso continuo, BWV 4
Emily van Evera, Sopran
Caroline Trevor, Alt
Charles Daniels, Tenor
David Thomas, Bass
Taverner Consort
Taverner Players
Leitung: Andrew Parrott

Johann Sebastian Bach
"Von Gott will ich nicht lassen". Choralbearbeitung für Orgel, BWV 658
Jörg Endebrock, Orgel

César Franck
"Dextera Domini". Offertorium zum Ostersonntag, für dreistimmigen gemischten Chor, Orgel und Kontrabass
Solistes de Lyon
Maîtrise du Conservatoire Populaire de Musique de Genève
Leitung: Bernard Tétu

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Digitales Blackface - Wie kulturelle Aneignung und rassistische Klischees unseren Internetalltag beherrschen

Europa zwischen Zerfall und Aufbruch - Ein Interview mit dem Autor und Filmemacher Achim Engelberg

Corona als "Clusterfuck" - Warum (fast) alles schiefgeht, was schiefgehen kann. Ein Interview mit dem Publizisten Holm Friebe

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

Heil und Heilung - Was bedeutet Seelsorge? Ein Interview mit dem Psychologen Michael Utsch

Denk ich an Deutschland: der Comedian Stefan Danziger

Am Mikrofon: Manfred Götzke

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Auferstehung! Wie wertvoll Leben ist
Von Pröpstin Christina-Maria Bammel
Evangelische Kirche

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Die erste Nummer des „Simplicissimus" erscheint

09:10 Uhr

Die neue Platte

Historische Aufnahmen

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Kriegsbilder
Über Narrative des Kriegs im Film
Von Markus Metz und Georg Seeßlen

Kein Mensch hat je verstanden, was das wirklich ist: Krieg. Aber fast jeder Mensch hat Meinungen, Modelle, Erklärungen, Dispositionen, Diskurse, Bilder, Narrative vom Krieg und sogar Erfahrungen damit. Widersprüchliche, gewiss, und deswegen nur kinematografisch aufzulösen. Die Haltung zu den Bildern des Krieges ist vermutlich einer der wichtigsten Indikatoren für den Zustand einer Gesellschaft. So wie man bei den Rottungen jugendlicher Nazis die Bemerkung hören kann: „Denen fehlt einfach ein Krieg”, führen Bilder vom Krieg in den Mainstream-Medien regelmäßig zu Auseinandersetzungen: Was darf man zeigen? Was muss man zeigen? Wie muss man es zeigen? Wer zeigt wem was? Die Beziehungen zwischen dem Krieg und der kinematografischen Erfahrung sind komplex und widersprüchlich. Eine Einteilung in Kriegsfilm und Anti-Kriegsfilm (oder Antikriegsfilm) ist daher allenfalls von der Seite der Intention her möglich. Glücklicher- wie unglücklicherweise ist kein Film auf das zu reduzieren, was mit ihm gemeint war. Ein nachdenklicher Essay über den Transport des Krieges in die Filmwelt und auf eine Zivilisationsstufe, die furchtbarerweise immer technischer und immer umfassender wird.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Schutzengelkirche in Eichstätt
Zelebrant: Bischof Gregor Maria Hanke
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Peter Kohlgraf, Bischof von Mainz

11:30 Uhr

Kleines Konzert

Die Kleinen im Fokus

Claude Debussy
„Children‘s Corner", L. 113

Frédéric Chopin
24 Préludes, op. 28 (Auswahl)

Behzod Abduraimov, Klavier

Musikalische Miniaturen wirken neben den unzähligen Riesen der Klavierliteratur oft nur wie kleine, zierliche Wesen. Doch ähnlich wie Gedichte in der Literatur sind Miniaturen oft dicht gewebt und dadurch sehr komplexe Gewebe. Wenn sich ein Pianist dieser Form auf einem Album ganz widmet, muss man genau hinhören. Hier zählen umso mehr die kleinen Nuancen und die Fähigkeit, alles in kurzer Zeit unterzubringen und zu zeigen. Behzod Abduraimov spielt auf seinem ersten von mehreren Alben bei seinem neuen Label Alpha Classics ausschließlich Miniaturen - noch dazu recht bekannte von Debussy, Chopin und Mussorgsky. Einen Ausschnitt daraus präsentiert diese Sendung.

12:00 Uhr

Urbi et Orbi

Osteransprache und Segen Urbi et Orbi von Papst Franziskus live aus Rom

12:30 Uhr

Kleines Konzert

Karl Friedrich Abel
Sinfonie D-Dur, op. 4,6
Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

Andreas Jakob Romberg
Violinkonzert Nr. 9 A-Dur
Chouchane Siranossian, Violine
Capriccio Barockorchester

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Die Dominikanerin Sr. Ursula Hertewich im Gespräch mit Maja Ellmenreich

Sie wohnt hinter dicken Klostermauern, aber steht doch mitten im Leben. Ursula Hertewich ist katholische Ordensschwester in der Gemeinschaft der Arenberger Dominikanerinnen und kümmert sich als Seelsorgerin um die Besucherinnen und Besucher des klostereigenen Gästehauses in Koblenz. Doch Kontakt sucht sie nicht nur in persönlichen Gesprächen; Schwester Ursula ist auch in den sozialen Medien aktiv. So berichtet sie etwa in einem Blog über das Ordensleben. Zunächst sah alles danach aus, als würde die promovierte Pharmazeutin - der Familientradition folgend - als Apothekerin arbeiten. Doch mit Anfang 30 führte sie ihr Weg ins Kloster, wo sie heute als Noviziatsleiterin den Nachwuchs betreut.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Das Magazin - Neues aus der Szene
Am Mikrofon: Tim Schauen

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Buch der Woche

Grazia Deledda: „Schilf im Wind“
Aus dem Italienischen von Bruno Goetz
Überarbeitet und mit Anmerkungen versehen von Jochen Reichel
Mit Nachwort von Federico Hindermann
(Manesse Verlag, München)
Ein Beitrag von Maike Albath

Am Mikrofon: Jan Drees

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Die neue Meerwirtschaft
Fisch für acht Milliarden
Von Tomma Schröder

Lag der Anteil der Aquakultur an der Fischproduktion vor 25 Jahren gerade einmal bei zehn Prozent, so stammt heute bereits fast jeder zweite verkaufte Fisch aus einer Zuchtanlage. Genetisch optimierte Fische, aber auch verbesserte Haltungsformen sowie neue Futtermittel haben zu diesem rasanten Wachstum beigetragen und die neue „Meerwirtschaft“ ihrem Pendant auf dem Land sehr ähnlich gemacht. Damit läuft die Aquakultur allerdings auch Gefahr, mit Nährstoffeinträgen, Chemikalien-Einsatz und überfüllten Becken ähnliche Probleme zu erzeugen wie die Massentierhaltung an Land. Man fragt sich: Lernt die Aquakultur von der Landwirtschaft das Richtige?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Wissenschaft als Politikberatung und deren Fallen - Der Historiker Caspar Hirschi im Gespräch mit Michael Köhler

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Vom Eise befreit". Zur Kultur des Osterspaziergangs. Peter Trawny über Martin Heideggers "Feldweg" und das Denken im Gehen

Dante revisted! Was sollen wir mit den Klassikern?

Mein leerer Kulturkalender - Gedanken zum zweiten Osterfest ohne Musik

Wie essentiell ist die Kultur? Ein zweitägiges Kolloquium in Paris

Am Mikrofon: Anja Reinhardt

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Der Brexit und die Folgen: Eine Spurensuche in der EU und Großbritannien

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Fußball - Bundesliga, 27. Spieltag:
VfB Stuttgart - Werder Bremen
1. FC Union Berlin - Hertha BSC Berlin

Fußball - 2. Liga, 27. Spieltag:
Darmstadt 98 - Fortuna Düsseldorf
Hannover 96 - Hamburger SV
Jahn Regensburg - Erzgebirge Aue
SV Sandhausen - FC Würzburger Kickers
1. FC Nürnberg SC Paderborn 07

Fußball - Fanprojekte unter Druck

Fußball - DFB-Pokal Frauen, Halbfinale: VfL Wolfsburg - FC Bayern München

Fußball - WM 2022: Norwegen - Treiber der Boykott-Bewegung
Fußball - WM 2022: Boykott ist nicht die Lösung - Einschätzungen aus der Region

Radsport - Flandern-Rundfahrt
Radsport: Wie Radsportler nach einer Corona-Infektion zurückkehren

Ringen - Der "kölsche Palästinenser" Rabbia Khalil auf dem Weg zu Olympia

Am Mikrofon: Maximilian Rieger

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Störrische Sanftmut
Eine vorsichtige Annäherung an den Esel
Von Rolf Cantzen
Regie: Philippe Brühl
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Einen guten Ruf hat der Esel nicht: Meistens gilt er als dumm und stur - der störrische Esel. Manchmal als geduldig und opportunistisch - der I-A-Sager. Dann wieder als triebhaft - als geiler Esel. Ein Blick in Kultur- und Naturgeschichte des Esels macht eine Reihe von Trampelpfaden sichtbar, die dem gängigen Blick entgegenwirken: Störrisch werden die Tiere, wenn sie geprügelt werden. So leisten sie als heimliche Anarchisten gewaltlosen Widerstand. Andererseits entspringt ihr dumm erscheinendes Verharren einer Veranlagung zum zaudernd-reflektierenden Innehalten. Ihre Langmut entspricht ihrem freundlichen Wesen: Nicht grundlos dienen die Esel dem Wandernden seit Jahrtausenden als Gefährten. Und ihre vermeintliche Geilheit? Nichts als menschliche Projektionen: Seit der Antike träumen Dichter und Denker davon, sich in Esel zu verwandeln und erotische Abenteuer zu erleben.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Neue Deutschlandfunk-Produktionen

Georg Philipp Telemann

Kantaten für die Ostertage

„Triumph! Ihr Frommen freuet euch", TVWV 1:1424
„Ich war tot und siehe: Ich bin lebendig", TVWV 1:482
„Er ist auferstanden", TVWV 1:460
„Brannte nicht unser Herz in uns", TVWV 1:131
„Verlass doch einst, o Menschenkind", TVWV 1:1470

Johanna Winkel , Sopran
Margot Oitzinger, Alt
Georg Poplutz, Tenor
Peter Kooij, Bass

Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

Aufnahme vom November 2020

Am Mikrofon: Bernd Heyder

Wenn Johann Sebastian Bach als Thomaskantor in Leipzig an Sonn- und Feiertagen seine Kirchenkantaten aufführte, taten es ihm viele Kollegen andernorts gleich. Der bekannteste von ihnen - seinerzeit weitaus bekannter als Bach - war Georg Philipp Telemann. Von 1721 bis zu seinem Tod 1767 hatte er als städtischer Musikdirektor und Kantor am Johanneum in Hamburg für die Musik an fünf Hauptkirchen zu sorgen. Mit welchem Esprit, mit wieviel Sinn für kantable Melodien, für virtuose konzertante Satzgefüge, aber auch für tonmalerische Wirkungen Telemann dabei jeweils zu Werke ging, bleibt bis heute faszinierend. Die meisten der etwa 1.750 Telemann-Kantaten harren noch der Wiederentdeckung. Michael Alexander Willens stellt mit seiner Kölner Akademie und einem großartigen vokalen Soloquartett jetzt sechs Hamburger Osterkantaten Telemanns in Ersteinspielungen vor. Neben Triumphchöre im klangvollen Trompetenglanz und bekenntnishafte Choräle treten hier individuell gestaltete Arien mit reich schattierten Vokal- und Instrumentalfarben, in denen sich der Blick mitunter noch einmal zurückwendet auf das stille Dunkel des nun verlassenen Grabes.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:26 Presseschau 

23:30 Uhr

Sportgespräch

Jetzt Corona als Gegner - Ex-Athleten helfen beim Aufbau der Test-Infrastruktur

Raphael Späth im Gespräch mit Moritz Fürste, ehemaliger deutscher Hockeyspieler und Olympiasieger und Hilde Gerg, ehemalige deutsche Skirennläuferin und Slalom-Olympiasiegerin

23:57 Uhr

National- und Europahymne

Auswahl nach Datum

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