Donnerstag, 13.08.2020
 
Seit 16:35 Uhr Forschung aktuell

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 30.08.2020
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Spiel mir das Lied von Leben und Tod
Eine Lange Nacht über Ennio Morricone
Von Olaf Karnik und Volker Zander
Regie: Philippe Brühl

Klassik und Neue Musik, Schlager und Pop, Folklore, Jazz, Folk, Beat und Bossa Nova, elektronische Musik und freie Improvisation, barocker Kontrapunkt und Zwölftonmusik, psychedelische Rockmusik und World Music - es gibt kaum einen Stil, den Ennio Morricone nicht beherrscht oder grandios adaptiert hätte. Zusammen gearbeitet hat der Komponist mit so unterschiedlichen Filmregisseuren wie Pier Paolo Pasolini und Sergio Leone, Bernardo Bertolucci und Dario Argento, Roland Joffe, Pedro Almodóvar oder Brian De Palma. Und vom Italo-Western über den Giallo-Thriller bis zur Sex-Komödie, von der Schmonzette über den Polizeifilm bis zum Gesellschaftsdrama hat er die musikalische Sprache ganzer Filmgenres nicht nur in Europa definiert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts recyclete der amerikanische Regisseur und Morricone-Fan Quentin Tarantino Stücke aus älteren Morricone-Soundtracks so lange für seine eigenen Filme, bis er den Maestro 2016 schließlich als Komponist für „The Hateful Eight“ gewann. Und noch mit 85 Jahren hat Morricone für sich eine neue, modulare Kompositionsmethode entwickelt, die in den Filmen von Giuseppe Tornatore zum Einsatz kommt. Die meisten der knapp 500 Soundtracks, die Morricone seit 1961 für Spielfilme aller Art, Dokumentationen und Fernsehproduktionen komponiert hat, sind heute auf Tonträgern erhältlich. Hier offenbart sich die Qualität seiner Musik: sie ist so originell, eigenständig und spannend arrangiert, dass sie auch unabhängig von ihren Filmen funktioniert. Dem außergewöhnlichen römischen Komponisten, der am 6. Juli im Alter von 91 Jahren verstorben ist, huldigt die Lange Nacht mit einer kaleidoskopischen Werkschau.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Beethovenwoche Bonn 2020

Ludwig van Beethoven
Trio für Klavier, Violine und Violoncello Es-Dur, op. 1 Nr. 1

Isabelle Faust, Violine
Jean-Guihen Queyras, Violoncello
Alexander Melnikov, Klavier

Aufnahme vom 17.1.2020 aus der Bundeskunsthalle Bonn

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Wilhelm Georg Berger
Konzert für Viola und Orchester Nr. 1, op. 12

Nils Mönkemeyer, Viola
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Horia Andreescu

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Georg Philipp Telemann
'Da, Jesu, Deinem Ruhm zu mehren'. Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis, TWV 1:531
Ruth Ziesak, Sopran
Camerata Köln

Dietrich Buxtehude
'Nun lob, mein Seel, den Herren'. Choralbearbeitung, BuxWV 212
Agnes Luchterhandt, Orgel

Andreas Hammerschmidt
Nun lob mein Seel den Herren
Weser-Renaissance Bremen

Johann Sebastian Bach
'Geist und Seele wird verwirret'. Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis, BWV 35
Andreas Scholl, Countertenor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Marcus Creed

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
Grob oder großartig? Van Morrison über Gott und das Leben
Von Pfarrer Stephan Krebs
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 225 Jahren: Der Astronom Johann Hieronymus Schroeter geboren

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Vokalmusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Im Hamsterrad der Augenhöhe
Über falsche Symmetrien
Irmhild Saake im Gespräch mit Florian Felix Weyh

Moderne Gesellschaften wollen Gleichheit. Das wird in unserer Streitkultur zum Problem: Es gelte, auch unterlegene Argumente zu wertschätzen, heißt es mancherorts. Wie aber soll dann das klügste Argument noch siegen können? Auf Augenhöhe sollen wir diskutieren, in unterlegenen Positionen mögliche Diskriminierungen, Unterdrückungen erkennen lernen und den Unterlegenen zum Sprechen verhelfen. Jede Asymmetrie soll in einen Zustand von Gleichheit, von Symmetrie überführt werden. Doch wo bliebe die Kraft des besseren Arguments, die fachliche Expertise, die Entscheidungskompetenz, wenn die Augenhöhe als entscheidendes Kriterium jegliche Unterschiede einebnen will? Die Soziologin Irmhild Saake hat sich mehrfach kritisch über eine solche Balance-Ethik geäußert. Denn eine Diskussion unter ihrer Ägide kann prinzipiell nie enden. Wenn es weniger um Wahrheit und Überlegenheit durch stichhaltige Argumente geht als um Toleranz, Harmonie und um die Abschaffung von Hierarchie, hätte das gravierende Folgen: Die Diskussion zwischen Arzt und Patient würde mehr Schaden als Nutzen erzeugen. Ein Professor, dessen Erfahrung und Wissen nichts mehr gilt, würde den Lehrbetrieb ad absurdum führen. Eigentlich wäre jede pädagogische Beziehung zum Scheitern verurteilt. Im Hamsterrad der Augenhöhe bleibt die Wahrheit auf der Strecke. Zu guter Letzt müssen wir uns mit Asymmetrien abfinden: einerseits, weil der Weg zur Gleichheit ein langer sein könnte; andererseits, weil sich manche Asymmetrien vielleicht gar nicht abschaffen lassen. Vielleicht zeigt die aufkommende Balance-Ethik auch, dass wir als Gesellschaft verlernt haben, Asymmetrie überhaupt auszuhalten.
Irmhild Saake, 1965 in Paderborn geboren, studierte Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie in Paderborn und Münster und promovierte 1997 zu Theorien über das Alter. Sie ist seit 2005 Akademische Rätin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Irmhild Saake hat zu einer breiten Palette von soziologischen Themen publiziert, unter anderem zu Alter, Medizin, Sterben, Religion sowie zur Theorie der Soziologie.

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Pfarrkirche Christus Epheta in Homberg/Efze
Zelebrant: Pfarrer Peter Göb
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Künstler und Schriftsteller Florian Havemann im Gespräch mit Joachim Scholl

Er ist ein Mann mit vielen Talenten: Er malt, komponiert, schreibt - warum die Öffentlichkeit aber so wenig von Florian Havemann weiß, ist eine besondere Geschichte des deutschen Kulturbetriebs. Dem Sohn des berühmten DDR-Dissidenten Robert Havemann verzieh die SED Staatsführung keine Jugendsünde: Mit 16 wurde Florian Havemann inhaftiert, weil er 1968 gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings protestiert hatte. Nach seiner Flucht 1971 galt er unter Regimekritikern als „Verräter". Wolf Biermann schickte ihm ein bitterböses Lied hinterher, das er noch Jahre später bei seinem legendären Kölner Konzert im Jahr 1976 sang. Der junge Havemann studierte an der Berliner Hochschule der Künste das Fach Bühnenbild und schrieb eigene Stücke. Doch eine Karriere am Theater blieb ihm verwehrt - niemand wollte ihn haben. Ähnlich erging es Florian Havemann mit anderen künstlerischen Projekten, mit Musik und Romanen, über viele Jahre schlug er sich als Putzkraft durch. Seine Autobiografie „Havemann" geriet 2007 zum Skandal-Erfolg - nach Klagen musste der Suhrkamp-Verlag das Buch vom Markt nehmen. Erst jetzt erscheint ein Roman, der lange in der Schublade ruhte: „Speedy" - ein 1000-Seiten-Werk, das in die Zeit des Nationalsozialismus führt und eine erotisch-politische Geschichte erzählt.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Heimatverbundene Liebe zu Poesie und Punk
Die Dubliner Band Fontaines D.C.
Von Anja Buchmann

Die fünf Mitglieder von Fontaines D.C kennen sich aus ihrer Zeit am British and Irish Modern Music Institute in Dublin und haben durch die gemeinsame Liebe zu Poesie und Punk zueinander gefunden, ihre Band ist nach einem Charakter in Francis Ford Coppalas Film „Der Pate“ benannt. Über ihr Debütalbum „Dogrel“ aus dem Jahr 2019 befand der „Guardian", es enthalte „music, that sounds like Dublin feels“. Der Nachfolger, das verflixte zweite Album „A hero‘s death“, lässt sich weniger deutlich verorten: Die fünf Freunde haben Skizzen dazu während ihrer langen Tour um die Welt geschrieben. Was aufregend klingt, war für die jungen Männer eine harte Zeit, in der sie erschöpft von Land zu Land geflogen sind und sich immer mehr von einander und von sich selbst entfernt haben. Aber sie haben die Zeit überstanden, ihre Freundschaft bekräftigt und neue Songs zwischen Post-Punk, Dream-Pop und Indie-Rock produziert.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Die Liebeslaube oder Auf gute Erde ist zu achten
Eine Kunstbegehung
Von Stefan Zednik
Regie: Ulrich Lampen
Produktion: SWR/WDR 2018

Sie hat keine Tür. Man muss durch ein Wandloch von hinten in den Küchenschrank unter der Spüle durchkriechen. Dann steht man in der „Liebeslaube“, einem Kunstwerk von Gregor Schneider. Zu finden im „Haus u r“, dem bekanntesten Werk des Künstlers: eine begehbare Großinstallation aus verfremdeten Zimmern und Kammern. „Raum im Raum aus Holz und Tischlerplatten, 1 Fenster, 1 Lampe, 1 Badewanne, 1 Bett, 1 Heizung, 1 Küchenschrank, grauer Holzboden, Wände und Decke weiß verputzt, 416 cm lang, 285 cm breit, 315 cm hoch, Rheydt Deutschland, 1985 bis heute“ - das ist die Beschreibung des Kunstwerks „Liebeslaube".
Ist man durch das Wandloch gekrochen, richtet man sich auf und sieht: ein Bett und ein Bad. Ein Plattenkocher, ein Teeservice, Schallplatten mit einem Italienisch-Sprachkurs. Es könnten die Requisiten einer Geschichte sein. Aber welcher? Und wo bleibt die Liebe in dieser Laube? Eine Frage führt zur nächsten. Und ganz schnell werden die Fragen existenziell: Was ist Raum? Was ist Zeit?

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Joseph Haydn
Sinfonie Nr. 99 Es-Dur
Dresdner Philharmonie
Leitung: Marek Janowski

Ludwig van Beethoven
Streichquartett G-Dur, op. 18 Nr. 2
Quatuor Ébène

Aufnahme vom 18.6.2020 aus dem Kulturpalast Dresden

Am Mikrofon: Claus Fischer

„Wir haben alle überall in Deutschland gesagt: Also wenn es irgendwann ein bisschen wieder losgeht, dann wird der Run auf die Konzerte unglaublich sein und wir werden überflutet werden von Publikumsnachfrage. Wir wissen jetzt, dass das nicht so ist!“ Diese nüchterne Bilanz zog Marek Janowski, der Chefdirigent der Dresdner Philharmonie kurz nach den ersten Konzerten mit Publikum, die er nach dem Lockdown im Dresdner Kulturpalast gegeben hat. Knapp 500 Menschen durften in den Konzertsaal, der zu normalen Zeiten rund 1.800 Besuchern Platz bietet. Es waren ungewöhnliche Konzerte in ungewissen Zeiten. Die Anwesenden waren jedoch spürbar begeistert, der Applaus entsprechend herzlich und lang. Auf dem Programm standen eine der Londoner-Sinfonien Joseph Haydns sowie das Streichquartett G-Dur, op. 18 Nr. 2 von Ludwig van Beethoven, gespielt vom französischen Quatuor Ébène.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Auf dem s/w Bild spielt ein Mann an einem aufgeklappten, verzierten Flügel. Dabei hat er den Blick in die Kamera gewendet. z (imago/United Archives International Ferd )
Jazz-LegendenStorytelling & Telling Stories
JazzFacts 13.08.2020 | 21:05 Uhr

„Eine Geschichte erzählen“ - das ist nicht nur eine Grundforderung an ein Jazz-Solo. Um die ganze Musikform spinnen sich zahllose Storys, Mythen und Überhöhungen. Anlass genug, nach 100 Jahren Jazz-Historie über Dichtung und Wahrheit nachzudenken: eine Sendung über Legenden-Bildung im Jazz.

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