Freitag, 22.01.2021
 

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 31.01.2021
00:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

00:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

"Jede Stadt hat ihr eigenes Babyn Jar"
Eine Lange Nacht über die Erinnerungskultur des Holocaust in der Ukraine
Von Jochen Rack
Regie: Eva Demmelhuber

Beim „Holocaust durch Erschießungen" kamen während des Zweiten Weltkrieges in der Ukraine rund 1,5 Millionen Juden zu Tode, aber in Deutschland ist über die Verbrechen der Einsatzgruppen wenig bekannt. Auch in der Sowjetunion wurde nicht an die Opfer erinnert, erst seit der Unabhängigkeit der Ukraine entsteht eine neue Gedenkkultur der Shoah im Land.

Während der Zeit des Kommunismus wurde die Erinnerung an den Holocaust in der Ukraine unterdrückt oder verfälscht. In Babyn Jar, wo die Deutschen nach ihrem Einmarsch in Kiew über 30.000 Juden erschossen, erinnerte ein sozialistisches Denkmal an den Nazi-Terror, ohne die jüdischen Opfer zu erwähnen. Heute entstehen dort ein neuer Gedenkpark und ein Museum. Doch ukrainische Aktivisten befürchten, dass Russland das Gedenken in seinem Sinn manipulieren könnte. In Lwiw informiert seit 2018 das Museum „Territory of Terror“ über das ehemalige KZ Janowska und die Opfer des Stalinismus, in der Altstadt hat man am Platz der zerstörten Synagogen ein Mahnmal geschaffen. In der nahen gelegenen Stadt Schowkwa, wo die Nazis alle Juden des Stettls ermordeten, ist die Synagoge dagegen noch immer eine Ruine, und der ehemalige jüdische Friedhof wird für einen Wochenmarkt genutzt. Überall im Land engagieren sich Bürger für die Aufarbeitung der traumatischen Geschichte des Landes, dazu gehört auch die Thematisierung der Kollaboration mit den Deutschen. Der Kampf gegen die historische Amnesie führt die Ukraine auf den langen Weg nach Westen.

01:00 Nachrichten  

02:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionachtaufnehmen

02:05 Sternzeit  

02:07 Klassik live  

Jean Françaix
„Dixtuor" für Bläserquintett und Streichquintett

Théodore Dubois
„Dixtuor" für Bläserquintett und Streichquintett

Polyphonia Ensemble Berlin

Aufnahme vom 6.9.2019 aus der Villa Elisabeth, Berlin

03:00 Nachrichten  

03:05 Heimwerk  

Ludwig van Beethoven
Konzert für Klavier, Violine und Violoncello C-Dur, op. 56 „Tripelkonzert"
in einer Bearbeitung für Klaviertrio von Friedrich Eduard Wilsing

Beethoven Trio Bonn

03:55 Kalenderblatt  

04:00 Nachrichten  

04:05 Die neue Platte XL  

05:00 Nachrichten  

05:05 Auftakt  

06:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

06:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

06:10 Uhr

Geistliche Musikaufnehmen

Johann Sebastian Bach
„Jesus schläft, was soll ich hoffen". Kantate am 4. Sonntag nach Epiphanias für Soli, gemischten Chor und Orchester, BWV 81
Gli Angeli Geneve
Leitung: Stephan MacLeod

Georg Friedrich Händel
Konzert für Orgel und Orchester Nr. 1 F-Dur, HWV 295
Lorenzo Ghielmi, Orgel
La Divina Armonia
Leitung: Lorenzo Ghielmi

Christoph Graupner
„Die Wasser Wogen im Meer sind groß". Kantate zum 4. Sonntag nach Epiphanias für 4 Solisten, Streicher und Basso continuo, GWV 1115/35
Andrea Lauren Brown, Sopran
Kai Wessel, Altus
Georg Poplutz, Tenor
Dominik Wörner, Bass
Kirchheimer BachConsort
Leitung: Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch

07:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

07:05 Uhr

Information und Musikaufnehmen

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

07:30 Nachrichten  

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten  

08:30 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgenaufnehmen

Religiöses Wort
„Wie fühlt sich Sündenvergebung an?“ Wenn Designstudenten katholische Rituale erlebbar machen
Von Verena Tröster
Katholische Kirche

08:50 Uhr

Presseschauaufnehmen

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblattaufnehmen

Vor 100 Jahren: Der italo-amerikanische Sänger Mario Lanza geboren

09:10 Uhr

Die neue Platteaufnehmen

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskursaufnehmen

Umdrehen und Weggehen - ist es Zeit für eine „Ethik der Abwendung"?
Der österreichische Philosoph Peter Strasser im Gespräch mit Pascal Fischer

Wir leben in Filterblasen. Gesellschaften driften auseinander. Gräben zwischen Jung und Alt, alteingesessen und zugewandert, qualifiziert und arbeitslos, Stadt und Land tun sich auf. Appelle zu Harmonie, Verstehen, Aufeinanderzugehen sind allüberall. Und sie übersehen ein entscheidendes Detail. Zu viel Nähe ist ebenso toxisch wie zu viel Distanz. „Auf der Suche nach dem Wir” müssen wir auch das Ich, die Einsamkeit, die Erholung suchen! Peter Strasser plädiert für eine Ethik der Abwendung: Nicht immer alles ausdiskutieren, gerade in unserer Zeit mag der Zwang zu Gemeinschaft umschlagen in Revolte, zwanghaftes Aufbegehren, Querdenkerei. Oder ist das nur ein individuelles Wegducken vor dem Zwang zum Diskurs, der sich notwendigerweise ergeben muss, wenn widerstreitende Überzeugungen aufeinandertreffen? Eine antidemokratische Gesinnung?

10:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Auferstehungskirche in Münster
Predigt: Pfarrer Moritz Gräper
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Interview der Wocheaufnehmen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergangaufnehmen

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Zwischentöneaufnehmen

Musik und Fragen zur Person
Der Schriftsteller und Schauspieler Robert Seethaler im Gespräch mit Maja Ellmenreich

Dass ein Trafikant Zeitungen und Zigaretten verkauft, das haben Leserinnen und Leser außerhalb Österreichs von ihm gelernt: Robert Seethaler. Er landete mit seinem Roman „Der Trafikant” über den jungen Franz Huchel, der sich mit dem alten Sigmund Freud im Wien der späten 30er-Jahren anfreundet, einen internationalen Bestseller. So auch mit „Ein ganzes Leben”, der Geschichte des Seilbahnarbeiters Andreas Egger, der die Liebe findet und wieder verliert und vom Leben nicht mehr erwartet, als er bekommt.
Zur Welt gekommen ist Robert Seethaler 1966 in Wien, wo er später eine Schauspielausbildung absolvierte. Doch nach einigen Jahren auf der Theaterbühne hat er die Äußerlichkeit des Schauspiels gegen die Innerlichkeit des Schreibens eingetauscht, wie er es formuliert. Gelegentlich ist Robert Seethaler in Kino- oder Fernsehfilmen zu sehen; aber in erster Linie versteht er sich heute als Schriftsteller. Sein jüngster Roman, „Der letzte Satz”, stand 2020 auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Darin erzählt Seethaler von der letzten Reise des Komponisten und Dirigenten Gustav Mahler.

14:00 Nachrichten  

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Rock et ceteraaufnehmen

Nebenbei mondsüchtig
Mariusz Duda und sein Projekt Lunatic Soul
Von Thomas Elbern

Mariusz Duda ist ein vielseitiger Musiker: In seiner Progressive Rock-Band Riverside singt er und spielt Bass, er tourte durch Europa und die USA. Doch seit 2008 betreibt der Pole mit Lunatic Soul ein Solo- und Studioprojekt, in dem er sich von den Rockwurzeln weit entfernt und den Sound Richtung Ambient, Electronic und Folk verschiebt. Mit „Through shaded woods“ ist im November 2020 das mittlerweile siebte Lunatic Soul-Album erschienen, das den Fokus auf akustische Musik zwischen slawischem und skandinavischem Folk legt. Der 45-Jährige beschwört auf dem Album eine magische Atmosphäre und klingt zugleich modern und zeitlos. Im Nebenprojekt Lunatic Soul streift er mondsüchtig durch dunkle Wälder, und Fans aus beiden Lagern, dem Progressive Rock und dem mystischen Folk, folgen ihm begeistert.

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Buch der Woche

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt

Muttermilch, Superfood?!
Säuglingsernährung im Faktencheck
Von Sophia Wagner

Stillen oder nicht Stillen - das scheint heute eigentlich keine Frage mehr zu sein. Natürlich wird gestillt. Denn Stillen steht in Zusammenhang mit weniger Magen-Darm-Infektionen, einem geringeren Asthma-Risiko, einem geringeren Risiko für Übergewicht und soll sogar die Intelligenz steigern. Tatsächlich enthält Muttermilch eine beeindruckende Vielfalt von Stoffen. Zum Beispiel Stammzellen, gute Bakterien, Stoffe für eine schnellere Wundheilung und Signalmoleküle. Was mit diesen Stoffen im Körper des Babys passiert, ist in vielen Fällen aber gar nicht so klar, wie es Eltern oft verkauft wird. Während die Gesellschaft bei der optimalen Säuglingsernährung im letzten Jahrhundert schon mehrere Paradigmenwechsel vollzogen hat, fängt die Arbeit in den Laboren gerade erst an.

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

Umweg zur Mitte
Der Mythos des Labyrinths
Von Teresa Schomburg
Regie: Philippe Brühl
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Waren wir hier nicht schon mal? Vom Start geht es in vielen Windungen immer tiefer ins Innere. Kommen wir jemals ans Ziel? Fast unerwartet erreicht der Wandelnde die Mitte. Labyrinthe gibt es in allen Kulturen. Was ist so faszinierend daran?
Die Ursprünge des Labyrinths bleiben rätselhaft, doch die symbolischen Deutungen sind vielfältig, je nach Zeitalter und Kultur: es kann für den Lebensweg stehen, aber auch für den Tod, als Weg zur Erlösung und als Symbol für die Auferstehung. Bis in die Gegenwart fasziniert das Labyrinth Künstler als Motiv. In der griechischen Mythologie baut Daidalos auf Kreta ein Labyrinth für den todbringenden Stier Minotaurus, Held Theseus findet den Ausgang nur mit Hilfe von Ariadnes Faden. In Jorge Luis Borges‘ Texten tauchen immer wieder Labyrinthe auf. David Bowie lockt im Jim-Henson-Film „Die Reise ins Labyrinth“ als Koboldkönig das Mädchen Sarah in sein unheimliches Reich. Harry Potter muss im Band „Der Feuerkelch“ als dritte Aufgabe des Trimagischen Turniers den Weg durch einen Irrgarten finden. Die Autoren des Features ergründen, warum die globale Faszination an verschlungenen Pfaden so groß ist, sprechen mit Labyrinth-Kennerinnen und -Kennern und besuchen magische Orte, an denen uralte und brandneue Labyrinthe zu bestaunen sind.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Igor Strawinsky
Danses concertantes

Bryce Dessner
Konzert für Posaune und Orchester

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sinfonie Nr. 4 A-Dur, op. 90 „Italienische“

Jörgen van Rijen, Posaune
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Leitung: Case Scaglione

Aufnahme vom 20.9.2020 aus der Harmonie Heilbronn

Am Mikrofon: Jochen Hubmacher

Neue Musik, Indie-Rock und Netflix - der US-Amerikaner Bryce Dessner bringt diese sehr unterschiedlichen Klangwelten problemlos unter einen Hut. Ob als Bandmitglied von The National, als Komponist von Filmmusik oder von zeitgenössischen Werken für Chor, Kammerensemble und Orchester. In seinem 2020 uraufgeführten Posaunenkonzert wird diese stilistische Vielseitigkeit sehr sinnlich erfahrbar. Groovende Rhythmen treffen auf sphärische Klangflächen und eingängige Melodien. Dessner schreibt packende Gegenwartsmusik, die Kopf und Bauch gleichermaßen anspricht. Beim Konzert mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und seinem Chefdirigenten Case Scaglione wurde Dessners Komposition eingerahmt von Igor Strawinskys „Danses concertantes“, einer musikalischen Steilvorlage fürs Ballett, und einem klingenden Souvenir aus Italien: Felix Mendelssohn Bartholdys Sinfonie Nr. 4 A-Dur.

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:26 Presseschau  

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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