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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 08.01.2023

  • 00:05 Uhr

    Watson, die Jagd beginnt!
    Eine Lange Nacht über Sir Arthur Conan Doyle
    Von Christian Blees
    Regie: Rita Höhne
    (Wdh. v. 23./24.5.2009)

    „Ich habe ein Leben geführt, das hinsichtlich Abwechslungsreichtum und Romantik wohl kaum übertroffen werden könnte“, schrieb Sir Arthur Conan Doyle einmal. „Ich habe erfahren, was es bedeutet, arm zu sein, und ich habe erfahren, was es bedeutet, recht wohlhabend zu sein. Ich hatte eine lange Karriere als Schriftsteller, nach einem Medizinstudium, das ich mit Doktortitel abschloss. Ich habe mich an einer Vielzahl von Sportarten versucht, darunter Boxen, Kricket, Autorennen und Skifahren, wobei ich der erste war, der letzteres für längere Strecken in der Schweiz einführte. Ich bin als Schiffsarzt auf einem Walfischfänger durch die Arktis gereist und habe an drei Kriegen teilgenommen. Zuletzt wurde es meine Pflicht, der Welt die überwältigende Wichtigkeit des Übersinnlichen mitzuteilen.“ Und dann ist er auch noch unsterblich geworden - durch die Erfindung von Sherlock Holmes, dem Detektiv, der das rationale Durchdringen des Sinnlichen zum Programm erhob. Von all dem und noch viel mehr erzählt die Lange Nacht über Sir Arthur Conan Doyle.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Grundton D - Konzert und Denkmalschutz

    „An Wasserflüssen Babylon“
    Geistliche Vokalmusik aus Deutschland und dem Baltikum

    Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Arvo Pärt, Vytautas Miškinis u.a.

    Singer Pur

    Aufnahme vom 10.4.2022 aus der ehemaligen Klosterkirche Kornelimünster bei Aachen

    03:05 Uhr   Heimwerk

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 d-Moll, op. 40 (MWV O 11)

    Lars Vogt, Klavier und Leitung
    Orchestre de Chambre de Paris

  • 06:05 Uhr

    Nach Chaos-Jahr bei der Deutschen Bahn: Kaum Besserung in Sicht

  • 06:10 Uhr

    Samuel Friedrich Capricornus
    "Jauchzet dem Herrn alle Welt". Kantate für Sopran, Bass, Violine, Posaune und Basso continuo
    Capricornus Ensemble Stuttgart
    Henning Wiegräbe, Posaune und Leitung

    Balthasar Erben
    "Ich freue mich im Herrn" für Sopran, Streicher und Basso continuo
    Miriam Feuersinger, Sopran
    Les Escapades

    Johann Rosenmüller
    "Gloria in excelsis Deo - Das Wort ward Fleisch". Geistliches Konzert a 6
    Concerto Palatino
    Leitung: Konrad Junghänel

    Gregorio Strozzi
    Toccata de passacagli
    Arnaud de Pasquale, Orgel

    Johann Sebastian Bach
    "Schau, lieber Gott, wie meine Feind'. Kantate für Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester, BWV 153
    Bernhard Landauer, Altus
    Christoph Prégardien, Tenor
    Klaus Mertens, Bass
    Amsterdam Baroque Choir and Orchestra
    Leitung: Ton Koopman

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Der Fall Maceljski - Raubkunst aus der NS-Zeit in Kroatien

    Deutschland außer Kontrolle - Zum Krisenjahr 1923 ein Interview mit dem Historiker Peter Longerich

    Schwedens EU-Ratspräsidentschaft - Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Tobias Etzold

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Islamfeindlichkeit in Frankreich - Ein Interview mit dem Romanisten Markus Messling

    Denk ich an Deutschland: die Sportlerin Britta Steffen

    Am Mikrofon: Änne Seidel

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Du bist ein Gott, der mich sieht." Ein Brief an Hagar
    Von Pastorin Andrea Schneider
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Der senegalesische Schriftsteller und Regisseur Ousmane Sembène geboren

  • 09:30 Uhr

    Der Mensch erscheint im Holozän - und verschwindet auch gleich wieder?
    Der Anthropologe Christoph Antweiler im Gespräch mit Florian Felix Weyh

    „Beton wird ein ganz normaler Gesteinstyp der Geologie der Zukunft sein“, sagt Christoph Antweiler. Mit Neugier und der notwendigen wissenschaftlichen Skepsis beleuchtet der Wissenschaftler die ungeologische Zeitspanne des Menschen.
    Seit einigen Jahren macht das Wort die Runde: das „Anthropozän“. Es bezeichnet jenes geologische Zeitalter, in dem wir Menschen der Erde unsere Spuren eintätowieren. Ist das Anthropozän bloß ein zu kurz gedachtes, theoretisches Konstrukt, oder ist es eine einschneidende Realität, in der der Mensch alles überwölbt? Die Knochen aller vom Menschen verzehrten Hühner könnten jedenfalls jetzt, so Antweiler, schon als Leitfossilien gelten.
    Christoph Antweiler, geboren 1956, Ethnologe, Anthropologe und Geologe, ist Professor für Südostasienwissenschaft am Institut für Orient- und Asienwissenschaften der Universität Bonn. Seine Forschungen reichen von Kognition über Stadtkultur, Ethnizität bis zu Popularisierung von Wissenschaft. Seine Hauptforschungsregion ist Indonesien. Zuletzt erschien von ihm „Anthropologie im Anthropozän. Theoriebausteine für das 21. Jahrhundert“.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kapelle im Jugendtagungshaus Schloss Pfünz
    Zelebrant: Domkapitular Reinhard Kürzinger
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Eric J. Ballbach, Nordkorea-Experte Stiftung Wissenschaft und Politik

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Wie in der Tiefkühltruhe
    Glattalp, kältester Ort der Schweiz

    Fasnet-Einschellen
    Dreikönigsbrauch in Überlingen

    Am Mikrofon: Andreas Stopp

  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Publizistin und Autorin Dorota Danielewicz im Gespräch mit Tanja Runow

    Seit vielen Jahrzehnten ist sie eine Brückenbauerin zwischen Berlin und Osteuropa. Unlängst erschien mit „Jans Weg” ihr bislang persönlichstes Buch. Es handelt vom Leben mit einem „besonderen Kind”, ihrem Sohn, der im Kindesalter schwer erkrankt ist.

  • 15:05 Uhr

    Das Magazin - Der Covid-DreiJahresROCKBlick
    Am Mikrofon: Tim Schauen

    2020, 2021, 2022 - wegen der Corona-Pandemie waren diese Jahre für Künstlerinnen und Künstler, für die Veranstaltungsbranche und vor allem die dort (meist frei) Beschäftigten verheerend. Nach komplettem Ausfall (2020) und zögerlicher Wiederaufnahme des Live-Betriebs (2021) gab es im Jahr 2022 wieder mehr Live-Konzerte: Doch es fehlen die Menschen an Ton- und Licht-Mischpulten, Aufbauhelfer und Thekenkräfte - und vor allem kommen die Zuschauerinnen und Zuschauer eher zögerlich zu Veranstaltungen. Und so mussten etliche Konzerte oder auch ganze Tourneen abgesagt werden. Gespräche mit Veranstaltern, Musikerinnen und im Live-Business Tätigen über eine Branche, die im Jahr 2023 längst nicht wieder in Normalbetrieb laufen wird. Auch wenn die großen Festivals diesen Anschein erwecken: Die kleinteilige, heterogene Musikszene ist in Gefahr!

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Alphonse Daudet: „Jack. Sitten der Zeit“
    Aus dem Französischen von Caroline Vollmann
    Gestaltet von Manja Hellpap
    Mit einem Nachwort von Alain Claude Sulzer
    (Die Andere Bibliothek, Berlin)
    Ein Beitrag von Katharina Teutsch

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Wissenschaft im Brennpunkt
    Psyche im Leerlauf
    Wie sehr hat die Pandemie junge Menschen psychisch krank gemacht?
    Von Wibke Bergemann

    Erst die Angst, sich oder andere anzustecken, dann machten die Schulen zu. Der gewohnte Alltag brach weg, monatelang gab es kaum noch Kontakt mit Gleichaltrigen. Keine Frage, die Corona-Pandemie war eine Ausnahmesituation, die bei vielen Kindern und Jugendlichen Spuren hinterließ. Die ersten Studien lieferten teils alarmierende Befunde, fast ein Drittel zeigte demnach im zweiten Lockdown psychische Auffälligkeiten. Wie viele Kinder und Jugendliche haben danach nicht mehr in den Alltag zurückgefunden? Wie viele sind ernsthaft psychisch krank geworden? Bestimmte Störungen wie Essstörungen häufen sich. Was ist nötig, damit sie schnell Hilfe bekommen? Denn die Pandemie ist nicht die einzige Krise, die sie verarbeiten müssen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Von Radikalenerlass bis Reichsbürger - Historiker Jan Claas Behrends über den Begriff "Wehrhafte Demokratie"

  • 17:30 Uhr

    Denken ohne Grenzen - Zukunftsbilder für den Naturschutz

    "1000 Things Falling" - Das neue Stück von Showcase Beat le Mot am HAU Berlin

    Der Fall Maceljski - Raubkunst aus der NS-Zeit in Kroatien

    Kulturhauptstadt 2023 - Elefsina in Griechenland

    Am Mikrofon: Doris Scäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Europäische Kulturhauptstadt 2023. Die bewegte Geschichte von Timisoara

  • 20:05 Uhr

    Doris Dörrie und das Glück des Schreibens
    Von Horst Konietzny
    Regie: der Autor
    Produktion: rbb 2020

    In ihren Lesungen lässt Doris Dörrie das Publikum schreiben und erntet hunderte froher Blicke. Ihr Buch „Leben, schreiben, atmen. Eine Einladung zum Schreiben” ist auch eine Aufforderung. Wohin die Reise geht? Ins eigene Leben.
    „Etwas weiterzugeben, was andere glücklich macht, das macht mich glücklich“, beschreibt Doris Dörrie ihre ungewöhnlichen Lesungen, bei denen sie ihr 2019 erschienenes Buch vorstellte. Es soll Lust machen, das eigene Leben im Schreiben neu zu entdecken und es als Inspirationsquelle zu nutzen. In ihrem explizit autobiografischen Text wendet sie ihre Übungen selbst an. Der Autor Horst Konietzny hat Doris Dörrie begleitet und einen Selbstversuch gestartet: Geht das, schreibend glücklich zu werden?

  • 21:05 Uhr

    3. Raderbergkonzert 2022/23
    Ein ungleiches Paar

    Kevin Volans
    Asanga für Perkussion solo

    Johann Sebastian Bach
    Partita für Violine solo Nr. 2 d-Moll, BWV 1004
    5. Satz: Chaconne
    Bearbeitet für Marimbafon

    Iannis Xenakis
    Rebonds B für Drums & Set Up

    Gregor Mayrhofer
    Konzert für Recycling-Perkussion und Orchestra
    Plastic Bottle Cadenza

    Marco Pereira
    Bate Coxa für Vibrafon und Gitarre

    Johann Sebastian Bach
    Italienisches Konzert für Cembalo F-Dur, BWV 971
    Bearbeitet für Marimbafon

    Javier Contreras
    Sonate für Vibrafon und Gitarre

    Sergio Assad
    Drei Brasilianische Legenden für Gitarre und Vibrafon

    Astor Piazzolla
    Les Cuatro Estaciones Porteñas
    Bearbeitet für Gitarre und Vibrafon
    1. Primavera Porteña (Frühling)
    4. Verano Porteño (Sommer)

    Vivi Vassileva, Perkussion
    Lucas Campara Diniz, Gitarre

    Aufnahme vom 7.12.2022 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Es ist das älteste und zugleich jüngste Instrument der Welt, sagt Vivi Vassileva über das Schlagzeug. Seit ihrem zehnten Lebensjahr erkundet sie die Klangwelt aus gespanntem Leder, schwingendem Holz und Metall als Solistin oder mit Ensemble, in der Elbphilharmonie oder bei den Salzburger Festspielen. Dabei lernte sie als Kind von ihrem Vater zunächst Geige. Da scheint der Weg nicht weit, wenn die heute 28-Jährige die berühmte Chaconne für Violine solo von Johann Sebastian Bach auf der Marimba spielt. Der feine Klang der klassischen Gitarre und die sanften Töne des Vibrafons schmiegen sich aneinander, wenn Vivi Vassileva und Lucas Campara Diniz brasilianische Legenden von Sergio Assad und argentinischen Tango von Astor Piazzolla spielen.