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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 02.08.2025

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Zufällig kontrolliert
    David Helbock’ s Random/Control Feat. Filippa Gojo
    Aufnahme vom 1.11.2024 beim Tampere Jazz Happening
    Am Mikrofon: Anja Buchmann
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Der Tastentüftler aus Salzburg
    Portrait des Pianisten und Keyboarders Georg Vogel
    Von Michael Rüsenberg
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Einmal um die Sonne, bitte
    Das österreichische Wüstenrock-Duo Cari Cari
    Von Fabian Elsäßer
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Samantha Fish Band feat. Jesse Dayton (USA)
    Aufnahme vom 27.5.2023 in Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:05 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:40 Uhr   Spielraum

    Bluestime - Neues aus Americana, Blues und Roots
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Die Diskussion um die Mütterrente: Was Frauen wirklich helfen würde
    Von Daniela Vates

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    Am Mikrofon: Stephanie Rohde

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrer Jörg Machel, Berlin
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 80 Jahren: Die Alliierten unterzeichnen das Potsdamer Abkommen

  • 09:10 Uhr

    350 Jahre Herrenhäuser Gärten - Ein Glücksfall für Hannover
    Am Mikrofon: Alexander Budde

    Ein Garten erzählt Geschichte und zeigt, was in ihm steckt: Der Große Garten in Hannover ist barockes Meisterwerk, Wissenschaftsort, Bühne für internationale Kunst und heute Symbol einer Stadt, die Kultur groß denkt. Zum 350-jährigen Jubiläum führt „Das Wochenendjournal" durch Orangerie und Schloss, zu Zitrusbäumen, Klanginstallationen, königlichen Kutschen - und zu den Menschen, die das Ensemble der Herrenhäuser Gärten lebendig halten.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Bariton Konstantin Krimmel

    Was Konstantin Krimmel immer vermeiden wollte: sein Hobby zum Beruf machen und in öde Routine verfallen. Zum Glück ist das Gegenteil passiert. Der 1993 in Ulm geborene Sänger kommt schon früh mit Musik in Berührung. Zwischen Abitur und Studium singt er ein Jahr im Extrachor des Ulmer Theaters, steht plötzlich mit Kostüm und Maske auf der Bühne und da ist es - das Opernfieber! Seit 2021 ist er festes Ensemblemitglied der Bayerischen Staatsoper. Bariton Konstantin Krimmel hat zahlreiche Preise gewonnen, auch für seine Interpretationen als Liedsänger. Er steckt also mittendrin in seinem alten Hobby. Für seinen Freizeitausgleich hat er guten Ersatz gefunden: Spaziergänge mit seinen zwei Hundewelpen in der idyllischen Umgebung seiner Wahlheimat München.

  • 11:05 Uhr

    Vorwurf Kollaboration - Die Ukraine kämpft gegen Feinde im Inneren
    Von Rebecca Barth
    Deutschlandfunk 2025

    Mit aller Kraft versucht sich die Ukraine gegen den russischen Angriffskrieg zu verteidigen. Seit drei Jahren kämpft das Land gegen eine immer größer werdende Zahl russischer Soldaten auf ukrainischem Staatsgebiet und gegen die systematischen Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Heiz- und Wärmekraftwerke. Aber die Ukraine kämpft mittlerweile auch gegen den Feind im Inneren: Kollaboration und Korruption zermürben die ukrainische Gesellschaft.
    Die Informanten arbeiten in Geheimdienst, Polizei und regionalen Verwaltungen. In den Frontgebieten machen Soldaten die Erfahrung, dass es unter den wenigen zurückgebliebenen Zivilisten auch Spione der russischen Armee gibt. Mehr als 4.000 Menschen sind in der Ukraine wegen Kollaborationsverdacht angeklagt. In mehr als 10.000 Fällen laufen Vorermittlungen. Aber wer ist wirklich ein Verräter? Und wer hat nur versucht, die russische Besatzung zu überleben? Viele Fälle sind nicht eindeutig. Für die Ukraine ist es ein schmerzhaftes Thema.

  • 12:10 Uhr

    Bundesaußenminister Wadephul informiert Kanzler Merz über Nahost-Reise

    Streit mit Russland - Trump kündigt Entsendung von Atom-U-Booten an

    Gespannte Stimmung zwischen Russland und USA - Interview mit Ralf Stegner, MdB, SPD

    Schlechte Zahlen: Trump feuert Leiterin Amt für Arbeitsmarktstatistik

    Ab heute: strengere KI-Regeln für ChatGPT und Co.

    Digitalminister Wildberger offen für Altersgrenze bei Social Media

    Syriens Opernmusiker fürchten, zu verstummen

    Sport

    Am Mikrofon: Moritz Küpper

  • 13:10 Uhr

    Schwenk in der Nahost-Politik? Nach der Israel-Reise von Außenminister Wadephul
    Von Frank Capellan

    50 Jahre Schlussakte von Helsinki: Lehren für heute
    Von Marcus Pindur

    Nicht jammern über US-Zölle: Endlich in der Wirtschaft Neues wagen!
    Von Dorothee Holz

    Die Diskussion um die Mütterrente: Was Frauen wirklich helfen würde
    Von Daniela Vates

    Am Mikrofon: Rainer Brandes

  • 13:30 Uhr

    Arkansas: Ungewöhnlicher Blick auf Trumps Zollpolitik

    Marokko: Was tun gegen den Wassermangel?

    Gaza - Theater soll Kultur bewahren

    Auferstanden aus Ruinen? Die Oper von Damaskus

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Vor der Kita Weichen stellen - Was Kleinkinder schon zu Hause brauchen

    In Campus & Karriere fragen wir: Wie gelingt es, Kinder zu fördern, ohne sie zu überfordern? Welche Rolle spielen Bilderbücher, Rollenspiele und emotionale Gespräche in den ersten Lebensmonaten und -jahren? Welche Auswirkungen hat Stress der Eltern auf die Zuwendung? Wie sehr beeinflusst auch das Smartphone den Umgang mit den Kindern? Und welche Unterstützungsangebote helfen Familien, um Bildungsungleichheiten frühzeitig entgegenzuwirken?

    Gäste:
    Prof. Dr. C. Katharina Spieß, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung, Wiss. Konsortium BRISE
    Dr. Maximilian Seitz, LIfBi - Leibniz-Institut für Bildungsverläufe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Schwerpunkt "Kompetenzentwicklung im Erwachsenenalter"
    Sabine Janowski, Koordinierungsstelle Frühe Hilfen Dortmund, Hebamme, Familienhebamme
    Am Mikrofon: Petra Ensminger

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de
    WhatsApp: 0173 535 8089

    Mit den Kindern Bilderbücher lesen, beim Waldspaziergang Steine zählen oder beim Stofftier-Kaffeekränzchen über Gefühle sprechen, - all das ist nicht in jeder Familie selbstverständlich, sollte es aber sein. Denn die Langzeitstudie des Nationalen Bildungspanels und Analysen des Leibniz-Instituts für Bildungsverläufe zeigen: Wichtige sprachliche und soziale Kompetenzen werden bereits im engen Austausch zwischen Eltern und Kleinkindern gelegt. Soziale und ökonomische Startbedingungen im Elternhaus prägen maßgeblich die Entwicklungschancen - und damit auch Bildungsungleichheiten.

  • 15:05 Uhr

    Panama Playlists: Was US-Politiker heimlich hören
    Die Spotify-Playlisten von vielen prominenten US-Politiker:innen und weiteren Prominenten wurden geleaked - demnach hört Vizepräsident JD Vance unter anderem „I want it that way“ von den Backstreet Boys und Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, Beyonces „Run the World (Girls)“.

    Newcomerin Akryl: „Ich habe Angst, aber ich arbeite daran"
    Zwei veröffentlichte Singles, Support bei Mine, im November die erste kleine Headliner-Tour: Die junge Schweizer Musikerin überzeugt mit einfallsreichen Arrangements, guter Stimme und poetischen Texten.
    Akryl im Gespräch

    „Als würde ich den Leuten direkt ins Ohr singen“ - Billie Marten mit „Dog ears“
    Die britische Musikerin Billie Marten hat sich für ihre neue Platte mit zahlreichen amerikanischen Musiker:innen zusammen getan und ein zeitloses Meisterwerk produziert.

    Am Mikrofon: Anja Buchmann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    DIE BESTEN 7 - BÜCHER FÜR JUNGE LESER*INNEN
    Die Deutschlandfunk-Bestenliste im August
    mit dem Juror Thomas Linden

    Teaser: Ein Haus auf einer Klippe, das Herz des Opas, jede Menge Anfänge, auf einer Insel mit Rosa und auf einer anderen mit puscheligen Wesen, in einer Schulklasse und in einem falschen Leben.

    Magali Franov: „Zuhause auf der Klippe“
    (Nilpferd Verlag, Wien)

    Judith Burger und Julie Völk (Illustration): „Opas Herz“
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

    Heinz Janisch und Michael Roher (Illustration): „Das Buch der Anfänge“
    (Tyrolia Verlag, Innsbruck)

    Mareike Krügel und Anna Schilling (Illustration): „Inseltage mit Rosa“
    (Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

    Nils Mohl und Michael Roher (Illustration): „Die Insel der Schlasocks“
    (Dtv, München)

    Tamara Bach und Barbara Yelin (Illustration): „Jakob und Jelena“
    (Carlsen, Hamburg)

    Maja Nielsen: „Das falsche Leben“
    (Gerstenberg Verlag, Hildesheim)

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Neutralitätsversuch:
    Quantencomputer bei Zimmertemperatur mit neutralen Atomen

    Quantensprung:
    KI-Anwendungen profitieren von Rechenzentren mit Quantencomputern

    Lufthoheit:
    Wie sich Polizei und Infrastrukturbetreiber gegen Drohnen schützen

    Stabilität:
    Frisch regulierte Stable-Coins drängen auf den Krypto-Markt

    Info-Update

    Sternzeit 02. August 2025:
    Keltischer Herbstanfang


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Sollten reiche Boomer zahlen?
    Peter Haan, Leiter der Abteilung Staat im Deutschen Institut für Wirtschaft Berlin, und Nikolaus Blome, Journalist, Leiter Politikressort RTL/ntv, im Gespräch
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Maria Stuarda - Ulrich Rasche inszeniert Donizetti in Salzburg

    Gesprächsreihe "Vorwärts oder rückwärts - Wohin bewegen wir uns?"
    Zeitverschwendung als Zukunftsmotor? Medienwissenschaftlerin Michaela Krützen im Gespräch

    "Europas Versprechen": Das neue Stück von Wajdi Mouawad mit Juliette Binoche beim 70. Epidaurus-Festival

    Avantgarden der Choreografie - Neues beim ImPulsTanz Festival in Wien

    Am Mikrofon: Susanne Luerweg

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Gewalt und Enteignung: Wie Tschechien die Vertreibung Deutscher aufarbeitet

  • 19:10 Uhr

    Schwimmen - WM: Beckenwettbewerbe

    Radsport - Tour de France Femmes: 8. Etappe Chambéry - Col de la Madelaine
    Radsport - Kann das deutsche Canyon-Team wieder gewinnen?

    Fußball - 2. Liga, 1. Spieltag:
    SV Elversberg - 1. FC Nürnberg
    SC Paderborn 07 - Holstein Kiel
    SV Darmstadt 98 - VfL Bochum
    Karlsruher SC - Preußen Münster
    Arminia Bielefeld - Fortuna Düsseldorf
    Fußball - 2. Liga: Die nächste schwierige Saison für Schalke? Interview mit Matthias Tillmann, Vorstandsvorsitzender FC Schalke 04

    Krieg im Nahen Osten - Die palästinensische Diaspora und der Sport

    Die Finals - 3. Wettkampftag
    Die Finals - wie kommen die deutschen Meisterschaften in Dresden an?

    Beachvolleyball - Europameisterschaft in Düsseldorf

    Mehr Vertrauen, weniger Tabus - zyklusorientiertes Training

    Formel 1 - G roßer Preis von Ungarn: Qualifying

    Nordische Ski-WM in Trondheim - Vom Vorzeigevent zum Millionengrab

    Am Mikrofon: Matthias Friebe

  • 20:05 Uhr

    Srebrenica
    Ich zählte mein Leben nur noch in Sekunden
    Von Armin Smailovic und Branko Šimić
    Mit: Jens Harzer, Vernesa Berbo sowie im Originalton: Ahmo Hasić, Rob Zomer und Dražen Erdemović
    Besetzung: Kathi Bonjour
    Regieassistenz: Beate Becker
    Ton und Technik: Jan Fraune, Frank Klein und Christoph Richter
    Musik: Damir Avdić
    Lieder (Auswahl und Interpretation): Vernesa Berbo
    Regie: die Autoren
    Dramaturgie: Barbara Gerland
    Deutschlandfunk Kultur 2025
    Länge: 54'30

    Im Juli 1995 wurden im bosnischen Ort Srebrenica mehr als 8.000 Menschen, überwiegend muslimische Jungen und Männer, von bosnisch-serbischen Soldaten ermordet. Ein Überlebender, ein Täter und ein UN-Schutzsoldat erzählen davon.

    Die Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste benannte „Srebrenica“ zum Hörspiel des Monats Juli 2025.

    Die Begründung der Jury
    Ein berührendes und aufwühlendes Hörspiel über das Massaker von Srebrenica im ehemaligen Jugoslawien der 1990er Jahre, bei dem mehr als 8000 Muslimische Bosniaken systematisch ermordet wurden. Es wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt: der Opfer, der Täter und derjenigen, die daneben standen und nichts gemacht haben.
    Das Schreckliche ist, dass die Zuhörenden, wenn sie sich darauf einlassen, mit allen Seiten mitfühlen können. Mit den Opfern sowieso, aber auch mit den Tätern, die - als Ausführende - gezwungen waren, mitzumachen, weil sie sonst selbst Opfer geworden wären. Die dritte Perspektive, die UN-Blauhelm-Soldaten, die eigentlich als Schutztruppe gedacht waren, griffen nicht ein und schleppen diese Schmach den Rest ihres Lebens mit sich rum - einige suizidieren sich. Das Thema scheint bekannt und hinlänglich aufgearbeitet, aber zwei Dinge machen dieses Hörspiel außergewöhnlich und geradezu zwingend. Zum einen die Auswahl der Interviews und die Stimmen der Vortragenden. Da wird nichts ausgemalt oder dramatisiert. Zurückhaltend und nahezu nüchtern werden die grausamsten Dinge berichtet. Das macht sie nicht erträglicher, aber überhaupt hörbar.
    Der zweite Aspekt ist die Kompilation der verschiedenen und zum Teil konträren Erzählebenen. Dadurch werden die Zuhörenden angeregt, sich selbst ein Bild über den Wahnsinn
    des Krieges zu machen. Sind solche Gräuel jederzeit wieder möglich? Was für ein fragiles Gebilde ist die Welt, in der wir leben? Was können wir tun? Können wir Kriege verhindern? Wie können wir überhaupt Verantwortung übernehmen?

    Die Jury und der gastgebende Sender 2025
    Laila Stieler, Drehbuchautorin, Hörspielautorin, Dramaturgin und Filmproduzentin
    Sebastian Krumbiegel, Musiker und Autor
    Gastgebender Sender: MDR

  • 22:05 Uhr

    Die Avantgarde im Blick
    Der Leipziger Musiker und Komponist Steffen Schleiermacher
    Von Hanno Ehrler

    Seit seinem Studium lebt Steffen Schleiermacher, 1960 in Halle/Saale geboren, in Leipzig. Unermüdlich schaffend hat er unzählige CDs mit Klaviermusik des 20. und 21. Jahrhunderts eingespielt. Zugleich hat er ein mehrere hundert Werke umfassenden eigenes Oeuvre zu Papier gebracht. Und mit dem von ihm gegründeten Ensemble Avantgarde und der Konzertreihe „musica nova“ ist er maßgeblich daran beteiligt, das Leipziger Musikleben mitzugestalten. Nach seinem Beruf gefragt, antwortet der Avantgardist Schleiermacher: Ich bin Musiker. Zweifellos ist er einer, dem Musikausübung den scharfen Blick auf die Welt nicht verstellt.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    "Es gibt keinen Neuschnee"
    Eine Lange Kurt-Tucholsky-Nacht
    Von Hans Bräunlich
    Regie: Rita Höhne
    Wdh.v. 25.12.2010

    1890 in Berlin geboren, war Kurt Tucholsky eine der originellsten Figuren der deutschen Literatur. In der Tradition Heinrich Heines stehend, suchte er in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts, mit seinen satirischen Gedichten, Chansons und Prosatexten verändernd auf seine Zeit einzuwirken. Die entlarvenden Porträts des bornierten deutschen Spießers wie des duldsamen Proleten, der reaktionären Militärs und Politiker wie der sozialdemokratischen Funktionäre machten ihn zu einem der scharfsichtigsten literarischen Chronisten der Weimarer Republik, der ihr schlimmes Ende früh voraussah. Zugleich blieb er ein ironisch-liebevoller wie scharfzüngiger Beobachter menschlichen Alltags. Ein Thema bewegte ihn besonders: die konfliktreichen Geschlechterbeziehungen. Denn: der „innerlich weinende Clown“, wie er sich selbst charakterisierte, mochte Frauen sehr und sie fühlten sich offenkundig von ihm ebenso angezogen. Am Ende aber gab es nur eine Frau, der er über den Tod hinaus verbunden bleiben wollte. 1935 starb Kurt Tucholsky im schwedischen Exil, nachdem er sich drei Jahre zuvor ins literarische Schweigen geflüchtet hatte und nur noch in Briefen zu Wort meldete. Diese Collage aus seinen Texten ist eine Annäherung an den Dichter in drei Kapiteln: „Heute zwischen gestern und morgen“, „Ich habe nur eine Frau in meinem Leben geliebt“, „Nachher oder Wenn eena dot is".