Mittwoch, 25. Mai 2022

Programm: Vor- und RückschauSamstag, 26.02.2022

  • Mon
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    Fri
    Sat
    Sun
  • 00:05 Uhr

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 01:05 Uhr

    Rock
    Neues und Klassiker aus Rock, Pop, Soul
    Schwerpunkt: Vor 50 Jahren veröffentlichte US-Künstler Stevie Wonder sein Album „Music Of My Mind"
    Am Mikrofon: Günther Janssen

  • 06:05 Uhr

    Putins Werk und unser Beitrag 

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Josephine Schulz

  • 09:05 Uhr

    Vor 20 Jahren: Der Komponist Oskar Sala gestorben

  • 09:10 Uhr

    Dicke Fische, große Pötte, zarte Pflanzen - Streitfall Elbvertiefung

    Am Mikrofon: Axel Schröder

    Arbeitsplätze oder intakte Ökosysteme im Großraum Hamburg? Diese Abwägung mussten beim 800-Millionen-Euro-Projekt Elbvertiefung die Gerichte treffen. Rund zehn Jahre lang zogen sich die Gerichtsverfahren hin. Und immer ging es um die Frage: wie tief darf der Mensch in das Ökosystem Tideelbe eingreifen? Wie lassen sich die negativen Auswirkungen der XXL-Container-Schifffahrt kompensieren? Landeskorrespondent Axel Schröder berichtet im Wochenendjournal über die Sorgen der Fischer, die Hoffnungen der Hafenbetriebe und natürlich über die Pflanze, die es fast geschafft hätte, eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands aufzuhalten.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Schlagzeuger Charly Antolini

    Dreimal wurde Charly Antolini von der Zeitschrift Drums & Percussion zum „Jazz-Drummer des Jahres” gekürt. Seine Virtuosität brachte ihm Auftritte mit Größen wie Benny Goodman und Lionel Hampton ein, seine Technik machte ihn zum Vorbild für Schlagzeuger in aller Welt. Charly Antolini wurde 1937 in Zürich geboren und erhielt dort seine Ausbildung. 1956 begann er in Paris seine Karriere als Schlagzeuger an der Seite berühmter Jazzmusiker wie Sidney Bechet, Albert Nicholas und Bill Coleman. Auftritte bei großen Festivals machten ihn schnell bekannt. 1962 zog Antolini nach Stuttgart und spielte dort unter anderem fünf Jahre in der Big Band von Erwin Lehn. Weitere Engagements in den Big Bands von Peter Herbolzheimer, Kurt Edelhagen, Max Greger und in der NDR Big Band folgten. Getreu Duke Ellingtons Motto „It don’t mean a thing if it ain’t got that swing” hat Charly Antolini für „Klassik-Pop-et cetera” eine groovige Musikauswahl zusammengestellt.

  • 11:05 Uhr

    „Auch wir sind Frankreich“ - Stimmen aus der Banlieue
    Von Suzanne Krause

    Die Debatte über Sicherheit und Einwanderung prägt den Ton der politischen Debatte im französischen Präsidentschaftswahlkampf. Wenn es um Drogen, um Islamismus, um Alltagsgewalt in Frankreich geht, dann werden schnell die Vorstädte genannt. Vor allem Politiker des rechten Randes warnen vor den Banlieues als Bedrohung für ganz Frankreich. In den Randgebieten der französischen Großstädte leben über fünf Millionen Menschen, häufig mit einer Migrationsgeschichte. Viele sehen sich und ihr Leben falsch dargestellt, andere wollen dem etwas aktiv entgegensetzen und ein realistisches Bild der Banlieues zeichnen. Mehr Teilhabe an der politischen Diskussion, das ist eine uralte Forderung vieler lokaler Politiker und Initiativen, die sich seit Jahrzehnten für die Vorstädte einsetzen. Die „Gesichter Europas” begleiten diejenigen, die nicht lockerlassen und den Banlieues eine Stimme geben wollen.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik


    Raketenangriffe auf Kiew

    Ablenkung oder Chance - Gesprächsangebote von beiden Seiten
    Dazu:
    Interview mit Nicole Deitelhoff, Prof. für Internationale Beziehungen, Uni Frankfurt

    Deutsche Fragen und Perspektiven zum Ukraine-Krieg

    Linkspartei und ihr Verhältnis zu Russland

    Schnelle Einigung bei Iran-Atomgesprächen ausgebremst durch Ukraine-Krieg?

    Sporttelegramm

    Am Mikrofon: Barbara Schmidt-Mattern

  • 13:10 Uhr

    Putins Werk und unser Beitrag 

    Das Ende der Nachkriegszeit: Die geopolitischen Folgen des russischen Angriffs

    Die Kraft der Sanktionen - Russland muss raus aus dem Zahlungssystem „Swift“

    Am Mikrofon: Melanie Longerich

  • 13:30 Uhr

    Weit weg, dennoch nah dran: China und Russlands Krieg in der Ukraine

    Russlands "Hinterhof" - Kasachstans schwieriges Verhältnis zu Moskau

    Im Schatten des Ukraine-Konflikts: Iran und sein Atomprogramm

    Zwischen Tigray und Afar - Einblicke in den Bürgerkrieg in Äthiopien
    am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Vier-Tage-Woche - Auch ein Modell für Deutschland?
    In „Campus & Karriere“ gehen wir diesen Fragen nach. Ist die 4-Tage Woche auch eine Idee für uns? Welche Modelle gibt es bereits hierzulande und wo liegen die Vor- und Nachteile? Wie lässt sich flexibles Arbeiten über die Pandemie hinaus gestalten?

    Gesprächsgäste:
    Jan Dieren, SPD, Mitglied des Ausschusses Arbeit und Soziales
    Gregor Kalchthaler, Mit-Gründer des Beratungs-Start ups Intraprenoer
    Thorben Albrecht, Leiter Grundsatzfragen IG-Metall
    Achim Dercks, stellv. Hauptgeschäftsführer DIHK
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de

    Vier Tage arbeiten, das wünschen sich viele Deutsche. Laut einer Forsa-Umfrage sind es mehr als 70 Prozent. Die belgische Regierung hat die Idee jetzt angeschoben und sich für die Einführung ausgesprochen. Arbeitnehmer können sich entscheiden, ihren Job an vier Tagen zu erledigen, um einen freien Tag mehr zu haben. Dabei wird die Gesamt-Arbeitszeit allerdings gleichbleiben, anders als bei vielen Vorschlägen, die in Deutschland diskutiert werden. Den belgischen Arbeitnehmern soll mehr Flexibilität und Freiheit gegeben werden, damit sie Beruf und Privatleben besser vereinbaren können. Allerdings müssen sie dafür an den Arbeitstagen länger arbeiten, was für berufstätige Eltern sicher eine Herausforderung ist. Dennoch findet eine deutliche Mehrheit auch in Deutschland das belgische Modell gut. Schließlich haben sich viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im Zuge der Corona-Pandemie an flexibles Arbeiten längst gewöhnt.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Wider aller Erwartungen: „Marlon" von Mavi Phoenix
    „Songs von früher klingen wie Coverversionen, wenn ich sie jetzt spiele. Das ist dann wie ein rockiger Remix“ sagt der Musiker Marlon Nader im Corsogespräch. Wohl wahr: Während früher die Tonkorrektursoftware Autotune den Sound von Mavi Phoenix prägte, ist es heute die Gitarre - am liebsten bezogen mit Stahlsaiten. Wie es zu dieser Veränderung kam? Nader wollte sich selbst und auch anderen beweisen, dass er Autotune nicht mehr braucht, dass er sich dahinter nicht mehr verstecken muss. Auf seinem neuen Album „Marlon“ bekommt man das, was draufsteht: Ihn, seine Stimme - Marlon halt

    Emanzipation mal anders: Tunesische Frauen an den Decks
    Weibliche DJs sind in Tunesien eine Seltenheit. Damit sich das ändert hat der Verein „La Fabrique Art Studio“ einen Workshop ins Leben gerufen, in dem sich Frauen an den Turntables ausprobieren dürfen. Und das passiert in einer Altbauwohnung in der Innenstadt von Tunis in geschützter Atmosphäre. Das macht nicht nur Spaß, sondern stärkt auch das Selbstbewusstsein - und bricht im besten Fall die männlich dominierten Strukturen auf

    Zwischen Zukunft und Vergangenheit: Was ist los in der Welt der Clubs?
    Die Vergangenheit der Clubkultur und ihre Zukunft sind die großen Themen der Corso-Clubkolumne in diesem Monat. Außerdem geht es um eine Gewerkschaft für DJs, um tote und lebende wichtige Figuren der britischen Clubmusik-Szene und um alternde Plattenaufleger

    Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Fokus auf Bilderbuch und Comic

    Brigitte Jünger: „Monster“
    (Jungbrunnen Verlag, Wien)
    Ein Beitrag von Karin Hahn

    Al Rodin: „Das kleine Echo“
    Aus dem Englischen von Thomas Bodmer
    (NordSüd Verlag, Zürich)
    Ein Beitrag von Anne-Kathrin Weber

    Martin Baltscheit und Phine Wolff (Illustration):
    „Adam und Eva“
    (Kindermann Verlag, Berlin)
    Martin Baltscheit und Phine Wolff (Illustration):
    „L wie Liebe“
    (Kindermann Verlag, Berlin)
    Ein Beitrag von Kerstin Poppendieck

    Comic Invasion Berlin
    Das internationale Comicfestival #CIB22
    Gespräch mit der Leiterin Lara Keilbart

    Ammikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Parallelschlag:
    Präzise digitale Angriffe begleiteten russische Militäroperation

    Ratlosigkeit:
    Politik debattiert über defensive oder offensive digitale Waffen

    Aufpasser:
    Selbstlernende KI soll zeitkritische Netzwerke überwachen

    Das Digitale Logbuch

    Info Update

    Sternzeit 26. Februar 2022
    Corona-Hoffnung am Himmel


    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Krieg in Europa: Abschreckung oder Diplomatie?
    Die Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke und Christian Hacke im Gespräch

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    "Ich glaube, wir haben da einen Teil des Vertrauens verspielt" - Kulturelle Zusammenarbeit in Zeiten des Krieges
    Johannes Ebert, Generalsekretär des Goethe-Instituts, im Gespräch

    "Der Kitschgarten" - Milan Peschels witzige Aktualisierung von Tschechows Texten am Theater in Heidelberg

    "Surrealism Beyond Borders" - Ausstellung in der Londoner Tate Modern

    Aufarbeitung der NS-Vergangenheit - Krupp-Stiftung stellt Recherche-Projekt zu Alfried Krupp vor

    Am Mikrofon: Mascha Drost

  • 18:10 Uhr

    Lage in der Ukraine

    Einschätzung der Lage

    Treffen mit Polen und Litauen - Deutsche Fragen und Debatten rund um Ukraine

    Swift - Kommt die Sperre doch?

    Flucht nach Polen - Immer mehr Ukrainer kommen in Warschau an

    Senatorin Kipping begrüßt Kriegsflüchtlinge aus Ukraine in Berlin

    Am Mikrofon: Petra Ensminger

    18:35 Uhr  Sporttelegramm
  • 18:40 Uhr

    Betriebsratswahlen - Mitbestimmen statt Befehle empfangen

  • 20:05 Uhr

    Lesung: Pieke Biermann
    Gäste: Christian Dunker, Jens Bisky
    Am Mikrofon: Katharina Teutsch

    Pieke Biermann hat vor zwei Jahren mit ihrer furiosen Übersetzung der afroamerikanischen Autorin Fran Ross den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen. Die Heldin des ausgezeichneten Romans „Oreo“ war eine Romanfigur und Fran Ross eine Autorin nach Biermanns Geschmack: Als schwarze lesbische Jüdin saß sie zwischen allen kulturellen Stühlen und trieb aus der Schutzzone des Nichtdefinierbaren ihren Frohsinn mit allem und jedem. Die Freizügigkeit des Witzes, den Biermanns Übersetzung von „Oreo“ entfesselt, lässt viele Identitätsdebatten der Gegenwart teilweise bitter und vor allem unversöhnlich erscheinen. Kulturelle Identität ist in Pieke Biermanns Leben und Werk immer eine Frage der Vielheiten, nie der Einheiten, gewesen. Ist sie zuletzt als Übersetzerin in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, darf man die Autorin gerade aber auch wieder als Romanautorin entdecken. Biermann gilt als Erfinderin des Berlin-Krimis. In dem gerade neu aufgelegten Roman-Quartett wird das soziokulturelle und politische Klima zwischen 1987 und 1997 auf einzigartige Weise gegenwärtig. Ebenfalls neu aufgelegt wird Biermanns bahnbrechendes Sachbuch „Wir sind Frauen wie andere auch! - Prostituierte und ihre Kämpfe“, in dem die Autorin ihre eigenen Erfahrungen in der Prostitution mit politischen Forderungen aus der Frauenrechtsbewegung verbindet. Was ist daraus geworden? Wohin hat sich die Gesellschaft seit Erscheinen des Buchs 1979 entwickelt? Gleich mehrere literarische Anlässe, dieser Autorin einen Abend zu widmen. Im Gespräch mit Pieke Biermann werden der Autor des Sachbuchs „Berlin. Biografie einer großen Stadt“ Jens Bisky sowie der Inhaber der Autorenbuchhandlung Christian Dunker sein.

  • 22:05 Uhr

    Revisited Forum neuer Musik 2014
    Russischer Futurismus

    Alexander Skrjabin
    5 Préludes, op. 74

    Arthur Lourié
    „Formes en l’air”

    Alexander Mossolow
    „Deux Noctures”

    Nikolai Obuchow
    „Les Astralent parlent”
    „Adorons Christe”

    Thomas Günther, Klavier

    Aufnahme vom 5.4.2014 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    Am Mikrofon: Frank Kämpfer

    In Bezug auf Neuheit und Radikalität standen sich Komponisten in Mitteleuropa und Russland vor 100 Jahren in nichts nach. Der Erste Weltkrieg und die Oktoberrevolution hatten auch in den Künsten für ausreichend Sprengstoff gesorgt. Anders als die italienischen Futuristen richtete sich der Fokus der russischen nicht nur auf Technik, Geschwindigkeit und Maschinisierung - Fortschritt sollte gesellschaftsweit sein und die Sowjetunion in ihrem ersten Jahrzehnt schien offen für solcherlei Utopie. Gleichwohl spiegeln die Werke entsprechender Komponisten wie Roslawetz, Lourié oder Mossolow nicht nur den Bruch mit Traditionen. Ihre Biografien berichten von politischen Konflikten oder gar vom Gang ins Exil. In Zusammenarbeit mit dem Label Cybele hat der Essener Pianist Thomas Günther im Deutschlandfunk eine Vielzahl an Klavierwerken des russischen Futurismus auf vier CDs eingespielt - darunter Stücke des bis dato unbekannten Nikolai Obuchow, der seine Zwölftontechnik bereits sechs Jahre vor der Arnold Schönbergs publizierte. Was erzählten sie 2014 im Zusammenhang mit dem Forum neuer Musik?

  • 22:50 Uhr

    Krieg in der Ukraine

  • 23:05 Uhr

    Weltwissen ohne Gewähr
    Die Lange Nacht der Wikipedia
    Von Florian Felix Weyh
    Regie: Philippe Brühl

    Wäre die Wikipedia ein Mensch, dann hätte sie mit 21 nun die volle Strafmündigkeit erreicht. Wer schaut bei einer Wissenslücke nicht zuerst im Online-Lexikon nach?! Das nichtkommerzielle Projekt hat das Kunststück vollbracht, zwischen digitalen Weltunternehmen zu überleben. Jeder kann mitmachen, jeder kann sich daran beteiligen, das Wissen der Welt aufzubereiten und zugänglich zu halten. Ein gängiges Bonmot sagt, dass derartige Kollaboration nur in der Praxis funktioniert, nicht aber in der Theorie: Zu groß ist die Schere zwischen Arbeitslast und Frustrationen auf der einen und Lob auf der anderen Seite. Wissenschaftlich lässt sich der Erfolg der Wikipedia deshalb nicht erklären. Wikipedia wächst und wächst, obgleich ihre Schwächen auf der Hand liegen: Es ist ein Männerladen, ein Projekt der Ersten Welt und von Menschen aus gebildeten Schichten. Wenn es in dieser „Langen Nacht“ aber auch um Eierbecher, Fischtorte und Pizzakartons geht, zeigt das, welch buntes Universum in durchaus nicht konfliktfreier Zusammenarbeit von vielen Menschen entstehen kann.