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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 15.03.2026

  • 00:05 Uhr

    Weiser Vogel, Verwandlungskünstler, Todesbote
    Die Lange Nacht über Raben und Krähen
    Von Tobias Lehmkuhl
    Regie: Sabine Fringes

    Sie sind schwarz, sie sind schlau und sie sind überall: Raben und Krähen sind auf der ganzen Erde verbreitet, bewohnen Sand- und Eiswüsten, dichte Wälder und große wie kleine Städte. Sie beobachten uns, seit es uns Menschen gibt, und umgekehrt beobachten wir sie: Seit jeher haben Rabenvögel Eingang in unsere Mythen und Legenden genommen, sei es im Alten Ägypten, im Hohen Norden und weit im Osten Asiens. Raben gelten mal als Weltenschöpfer, mal begegnen sie uns als Trickster-Figuren, die ihren Schabernack mit den Menschen treiben. Mal sind sie uns Boten des Todes, mal erscheinen sie uns als Inkarnation der Weisheit. Die Wissenschaft erforscht ihr Verhalten seit langer Zeit und kommt zu immer neuen Erkenntnissen über die erstaunlichen Vögel, die nicht nur Nüsse knacken, sondern auch sprechen und auf ihrem eigenen Hintern Schlitten fahren können. Im Gespräch mit Wissenschaftlern und Dichtern spürt die Lange Nacht den Spuren nach, die Rabenvögel in Kunst, Literatur, Film und Musik hinterlassen haben.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    6. Raderbergkonzert 2024/25

    Johann Sebastian Bach
    Konzert für 2 Klaviere und Streicher c-Moll, BWV 1060

    Passacaglia und Fuga c-Moll, BWV 582. Bearbeitet für 2 Klaviere

    Johannes Seidl, Kontrabass
    Minguet Quartett
    piano//duo ensarischuch

    Aufnahme vom 18. März 2025 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal Köln

    03:05 Uhr   Heimwerk

    6 Sonatas for Mandolin & Basso continuo

    Ranieri Capponi
    Sonata da camera für Diskantinstrument und Basso continuo Nr. 4. Ausgeführt mit Mandoline und Basso continuo

    Sonata da camera für Diskantinstrument und Basso continuo Nr. 5. Ausgeführt mit Mandoline und Basso continuo

    Sonata da camera für Diskantinstrument und Basso continuo Nr. 6. Ausgeführt mit Mandoline und Basso continuo

    Anna Torge, Barockmandoline
    Artemandoline

  • 06:05 Uhr

    Irankrieg und Konjunktur: Wirtschaftliche Folgen überschaubar - noch
    Von Henrike Adamsen

  • 06:10 Uhr

    Jan Dismas Zelenka
    Laetatus sum. Motette für Sopran, Alt und Orchester, ZWV 90
    Fatma Said, Sopran
    Jakub Józef Orliński, Countertenor
    Il pomo d'oro
    Leitung: Francesco Corti

    Georg Philipp Telemann
    Wer nur den lieben Gott lässt walten. Kantate zum Sonntag Laetare für Soli, Chor und Orchester, TWV 1:1593
    Sabine Goetz, Sopran
    Hans Christoph Begemann, Bass
    Fabian Kelly, Tenor
    Gutenberg Soloists
    Leitung: Felix Koch

    Jean Sibelius
    Nr. 1: Laetare anima mea. Cantique. aus: 2 Stücke für Violine und Orchester, op. 77
    Christian Tetzlaff, Violine
    Finnish Radio Symphony Orchestra
    Leitung: Nicholas Collon

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    Jesu, meine Freude, MWV A 6
    Chamber Choir of Europe
    Württembergische Philharmonie Reutlingen
    Leitung: Nicol Matt

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen
    Heute Abend werden die Oscars verliehen: Wie politisch ist die Show?

    Die Moral der deutschen Geschichte. Zum 100. Geburtstag von Siegfried Lenz. Rainer Moritz, Literaturwissenschaftler

    Freiheit und Verantwortung. Zur Idee des Liberalismus in der Gegenwart. Jörn Leonhard, Historiker

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Kulturpresseschau - Auszüge aus den Feuilletons der

    Easy Way Out. Transformation und Atomkraft. Sighard Neckel, Soziologe

    Denk ich an Deutschland: der Autor Marc-Uwe Kling

    Am Mikrofon: Benedikt Schulz

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „God‘s Country"
    Die USA als gelobtes Land in der Pop- und Rockmusik
    Von Pastor Oliver Vorwald
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 75 Jahren: Die DDR führt in der Kultur den "sozialistischen Realismus" ein

  • 09:10 Uhr

    Neue Musik

  • 09:30 Uhr

    Die neuen Dealmaker - Über Wirtschaftskriege und Kriegswirtschaften
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen

    Mit Donald Trumps zweiter Amtszeit zerbricht die Nachkriegsordnung der Weltwirtschaft. Handelskriege, nationale Egoismen prägen Politik und Ökonomie. Zahlen die einfachen Wähler den Preis für Profite und Macht?

    In der zweiten Amtszeit von Donald Trump wird klar, dass die Wirtschaftsordnung, die die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg bestimmte und die von der Dollar- und Gold-Garantie des Bretton Woods-Abkommens über die Verflechtungen internationaler Konzerne bis zur „Globalisierung“ der Wirtschaft reicht, vorüber ist. Amerika will wieder „Great again“ sein, indem es sich allein auf den eigenen Vorteil beruft, auch wenn die Zeche dafür, wie schon vorher, vor allem die Wählerinnen und Wähler der „konservativen“ Partei des Präsidenten zahlen müssen: Niedrige Löhne sind Voraussetzung für die Gewinnmargen im internationalen Wettbewerb. Trump kehrt das Verhältnis von Ökonomie und Politik um, seine Zollpolitik, so chaotisch sie auf den ersten Blick sein mag, reagiert darauf, dass die Vereinigten Staaten als Markt und Börsenplatz interessanter sind, denn als Produktionsstandort. So macht Trump nicht mehr allein Politik für die Wirtschaft, sondern auch Politik mit der Wirtschaft. Er entfacht Handelskriege gerade mit jenen Ländern, die einst enge Partner (in der Nachkriegszeit sogar eine Art Währungsunion) waren und arrangiert sich zugleich mit Diktaturen und Terrorstaaten.
    Zur selben Zeit, da sich die größten Wirtschaftsmärkte der Welt und ihre Verbündeten in immer weitere Wirtschaftskriege verwickeln, schalten in vielen Ländern die Ökonomien von einer zivilen in eine Kriegswirtschaft um. In Deutschland ganz besonders wird sichtbar, dass Kriegswirtschaft auch als Mittel gilt, soziale und ökonomische Krisen zu bekämpfen: Etwa, wenn dafür geworben wird, dass sich die Automobilindustrie in Teilen in eine Rüstungsindustrie verwandelt. Kriegswirtschaft verbindet staatlichen Dirigismus mit Marktwirtschaft.

    Markus Metz, geboren 1958, studierte Publizistik, Politik und Theaterwissenschaft, er lebt als Hörfunkjournalist und Autor in München. Zuletzt erschien von ihm „Wir Kleinbürger 4.0. Die neue Koalition und ihre Gesellschaft“ (Edition Tiamat, Berlin) und „Apokalypse & Karneval. Neoliberalismus: Next Level“ (Bertz & Fischer, Berlin), beide gemeinsam mit Georg Seeßlen.

    Georg Seeßlen, geboren 1948, hat in München Malerei, Kunstgeschichte und Semiologie studiert. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und schreibt heute als freier Autor unter anderem für Die Zeit, Frankfurter Rundschau, taz und epd‑Film. Außerdem hat er rund 20 Filmbücher verfasst und Dokumentarfilme fürs Fernsehen gedreht.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Kirche St. Bartholomäus in Hilders
    Zelebrant: Dechant Carsten Noll
    Katholische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Elina Valtonen, Außenministerin der Republik Finnland

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Deutsche Auswanderer in Costa Rica

    Auf den Spuren der Hippies - Matala auf Kreta

    Im Kopf verreisen - Das Thema "Reise" im Film

    Ein Ausnahmeviertel: Yungai in Santiago de Chile

    Am Mikrofon: Jasmin Kröger

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Die Gartenjournalistin Anja Birne im Gespräch mit Marietta Schwarz

    Sie widmet ihr Leben dem Garten: recherchierend, schreibend und reisend. Die gelernte Gärtnerin und Gartenbauingenieurin hat mehrere Bücher publiziert und interessiert sich für nerdige Pflanzensammler wie für die glamouröse Chelsea Flower Show.

  • 15:05 Uhr

    Sanfter Protest gegen Transphobie und Rassismus
    Der US-amerikanische Neo-Folk-Künstler Anjimile
    Von Marcel Anders

    Sanfte Musik, die beruhigt, aber auch beflügelt - und vor allem in atmosphärisch dichten Stimmungsbildern protestiert.

    Das Leben in den USA ist hart. Vor allem, wenn man sich - wie Anjimile Chithambo - als Transperson definiert und für Bürgerrechte, kreative Selbstverwirklichung und Polyamorie einsetzt. Das entspricht nicht konservativen, weißen Werten - doch der 33-Jährige, dessen Eltern aus Malawi stammen, polarisiert nur zu gerne. Zudem gehört er zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen Neo-Folk-Szene. Aufgewachsen in Dallas, im Bundesstaat Texas, dann Student an der Universität von Boston, ist Anjimile eng befreundet mit Kollegen wie Bon Iver, Bartees Strange oder Iron & White. Neben regelmäßigen Club-Tourneen steht er für ein halbes Dutzend Veröffentlichungen - komplette Alben wie kurze EPs. Sein neuestes Werk „You´re free to go“ ist eine Lehrstunde kathartischer Musik: warm und intensiv, therapeutische Texte und faszinierendem Grenzgang zwischen filigranem Akustik-Gitarre-Spiel sowie atmosphärisch dichten Stimmungsbildern. Musik, die beruhigt, aber auch beflügelt - und doch protestiert.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Josef Winkler: „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“
    (Suhrkamp Verlag)
    Ein Beitrag von Christoph Schröder

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI macht Schule - Praxisbeispiele für Künstliche Intelligenz im Klassenzimmer
    Von Ralf Krauter und Carina Schroeder

    KI eröffnet neue Lernwege: Schulkinder entwickeln Chatbots, analysieren Daten und erproben Technik ganz praktisch. Auf der Bildungsmesse Didacta geht’s um konkrete Ideen für den KI-Einsatz im Unterricht an Grundschulen, Realschulen und Gymnasien. Carina Schroeder hat sich ausgezeichnete Projekte angeschaut und erzählt Ralf Krauter davon.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    Brücke, Grenze, Grab - Stephan Ozsváth, Kurator des Fokusthemas "Donauraum" der Leipziger Buchmesse, im Gespräch mit Elke Schlinsog

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Coming Up For Air - Uraufführung der neuen Oper von Bernd Franke in Leipzig

    Altersweise Klassiker? "Über die Dörfer" - Roberto Ciulli inszeniert Peter Handkes Stück im Theater Mülheim an der Ruhr

    "OrgelPassion" - Das neue Programm des Ballett am Rhein mit zwei Uraufführungen in Düsseldorf

    Sind die Kulturstätten im Nahen Osten noch zu retten?
    Stephan Dömpke, UNESCO World Heritage, im Gespräch

    Bedrohter als je zuvor? Die Kunstfreiheit weltweit im Fokus
    Der Staatsrechtler Christoph Möller im Gespräch

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Bevölkerungsrückgang - Wie Griechenland für mehr Geburten sorgen will

  • 19:10 Uhr

    Paralympische Winterspiele in Mailand-Cortina
    Paralympics - Deutsche Bilanz, Interview DBS-Präsident Hansjörg Michels

    Fußball - Bundesliga, 26. Spieltag:
    Werder Bremen - FSV Mainz 05
    SC Freiburg - Union Berlin
    VfB Stuttgart - RB Leipzig

    Fußball - 2. Liga, 26. Spieltag:
    FC Kaiserslautern - Karlsruher SC
    FC Schalke 04 - Hannover 98

    ZDF-Doku - "Mesut Özil - zu Gast bei Freunden"

    Formel 1 - Großer Preis von China in Shanghai

    Handball - Final Four der Frauen
    Handball, Bundesliga: Füchse Berlin - HC Erlangen

    Rugby - Deutschlands schwerer Weg zum Rugby-Land

    Wintersport - Skifest in Oslo
    Biathlon - Weltcup in Otepää: Mixed Staffeln
    Ski Alpin - Weltcup in Åre: Slalom

    Tennis - Mr Tennis Australia wird ATP Chef

    Eishockey - DEL: Eisbären Berlin - EHC Red Bull München
    Eishockey - DLE: Fischtown Pinguins - Dresdner Eislöwen

    Am Mikrofon: Marina Schweizer

  • 20:05 Uhr

    Muss Strafe sein?
    Teil 1: Mauern, Zellen, Gerichtssäle
    Von Johanna Bentz
    Regie: die Autorin
    Mit: Lisa Hrdina, Torsten Föste
    Musik: Matthias Klein
    Ton: Hermann Leppich
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: ca. 54'40
    (Teil 2 am 22.03.2026)

    Das Bedürfnis nach Strafe ist universell. Aber was bewirkt sie? Im ersten Teil dieses Doppelfeatures besucht die Autorin jugendliche Häftlinge, Richterinnen und Richter und einen verurteilten Mörder, der seit elf Jahren hinter Gittern sitzt.

    Strafen gehört zum Verhaltensrepertoire des Menschen. Schaden wird vergolten, Unrecht wird zurechtgerückt, Übeltäter werden gebessert - so sind zumindest die Ziele. Aber werden sie auch erreicht? Die Autorin, die als Dokumentarfilmerin häufiger Straftäter proträtiert hat, geht Schritt für Schritt die einzelnen Stationen unseres Strafwesens durch, schaut sich die Praxis an und fragt nach Alternativen. Sie beginnt mit jugendlichen Gefängnisinsassen und fragt sie, welche Strafen sie für gerecht halten. Eine Richterin und ein Richter erzählen von ihrer Arbeit. Und dann begegnen wir einem verurteilten Mörder, der nach Jahren in Haft sein Leben neu beginnen will.

    Johanna Bentz, geboren 1982, studierte Regie für Dokumentarfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit 2012 arbeitet sie als Autorin und Regisseurin für Film und Radio. Sendungen und Filme u.a.: „Crisis what crisis“ (Essayfilm über Griechenland, 2015), „Die Verführungskünstler“ (Dokumentarfilm 2012), „Corona Talks - Zufallsgespräche aus dem Lockdown“ (WDR 2020).

  • 21:05 Uhr

    Jean Sibelius
    „Pohjolas Tochter“. Sinfonische Dichtung, op. 49

    Moritz Eggert
    „Master and Servant“ für Schlagzeug und Orchester

    Johannes Brahms
    Sinfonie Nr. 3 F-Dur, op. 90

    Konstantyn Napolov, Schlagzeug
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Vladimir Jurowski, Leitung

    Aufnahme vom 8.3.2026 aus dem Konzerthaus Berlin

    Am Mikrofon: Raoul Mörchen

    Zeitgenössische Schlagzeugklänge treffen auf romantische Schwelgerei beim Konzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin.

    Wer hat hier das Sagen? Und wer muss folgen? Wer ist Meister, wer ist Diener? Für den Schlagzeuger Konstantyn Napolov hat Moritz Eggert ein Konzert geschrieben, in dem die Macht-Verhältnisse ständig kippen. Und der, der gerade noch vorne zu sein meint, eigentlich schon hinterherläuft. Im Berliner Konzerthaus präsentiert Napolov mit Dirigent Vladimir Jurowski und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin Eggerts „Master and Servant“ erstmals in der Orchesterfassung. Umrahmt von der dritten Sinfonie von Johannes Brahms und der sinfonischen Dichtung „Pohjolas Tochter“ von Jean Sibelius.

  • 23:05 Uhr