Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Jane Vignery
Sonate für Horn und Klavier op. 7
Paul Hindemith
Sonate Nr. 1 für Horn und Klavier (1939)
Sonate Nr. 2 für Horn und Klavier (1943)
Sibylle Mahni, Horn
Hansjacob Staemmler, Klavier
Aufnahme vom April 2024
Am Mikrofon: Klaus Gehrke
Sie entdeckten das Horn in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für die Kammermusik neu - Paul Hindemith und Jane Vignery. Kostbare Raritäten für kleine Besetzung.
Der Klang des Horns war in der Klassik und Romantik ein Synonym für Natur, Idylle und Jagd. Dem entsprechend entstanden viele Werke vor allem für Horn und Orchester. In der Kammermusik kam das Instrument dagegen selten vor. In dieser Gattung wurde es erst nach dem Ersten Weltkrieg neu entdeckt. Als Paul Hindemith ab 1935 Sonaten für verschiedene Soloinstrumente mit Klavierbegleitung schrieb, bedachte er auch das Horn. Die zweite Hornsonate entstand nach seiner Flucht vor den Nationalsozialisten in die USA 1940. Im von der Deutschen Wehrmacht besetzten Belgien schrieb die hoch begabte junge Komponistin Jane Vignery 1942 ihre Hornsonate op. 7. Sie ist eines ihrer wenigen nicht in Vergessenheit geratenen Werke, die heute noch aufgeführt werden. Vignerys Sonate und die beiden Sonaten von Hindemith haben die Hornistin Sibylle Mahni und der Pianist Hansjacob Staemmler im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt.