Lichtspiel (1+2/4)
Hörspielserie nach dem Roman von Daniel Kehlmann
Mit: Thomas Loibl, Michael Kranz, Bibiana Beglau, Fabian Hinrichs, Valery Tscheplanowa, Erwin Leder, Monica Gruber, Aenne Schwarz, Roman Knizka, Holger Handtke, Nicolas Mockridge, Oscar Kehlmann, Andreas Nickl, Oliver Urbanski, Antonia Bill, Felix Römer, Raphael Dwinger, Marion Breckwoldt, Hannes Liebmann, Jördis Trauer, Gudrun Gabriel, Uriel Jung, Alice Prosser, Julia Zimth, Anton Rattinger, Felix Pöchhacker, Theresa Albert, Konstantin Frank, Paul Heimel, Felix Laicher, Patrick Strasser, Helena Gammel, Eva-Marlen Hirschburger, Rudolf Krause, Eliot Karow
Besetzung: Kathi Bonjour und Jutta Kommnick
Komposition: Markus Lehmann-Horn
Eingespielt vom: Leopold-Mozart-Quartett
Klavier: Katrin Isabel Klein
Regieassistenz und dramaturgische Mitarbeit: Simon Hastreiter
Ton und Technik: Alexander Brennecke und Eugenie Kleesattel
Bearbeitung und Regie: Sebastian Stern
Dramaturgie: Christine Grimm
Deutschlandfunk 2026
Längen: 41’48 (Teil 1), 48’31 (Teil 2)
(Ursendung)
Teil 3 und 4 am 18.04.206, 20.05 Uhr (DLF) und am 19.04.2026, 18.30 Uhr (DLF Kultur)
Teil 1
Der Regisseur G.W. Pabst kehrt 1938 nach Österreich zurück: Zwischen Kunstproduktion und Anpassung entsteht in den folgenden Jahren ein Film, der verschwinden wird. Eine Hörspielserie in vier Teilen über Schuld, Kunst und das Gewicht der Vergangenheit.
Hollywood in den 1930ern: Der berühmte Regisseur G.W. Pabst findet im Exil keinen Fuß auf den Boden. Als ein Hilferuf seiner Mutter aus Österreich eintrifft, reist er zurück und glaubt irrtümlich, als Künstler sicher zu sein.
Teil 2
Die Rückkehr nach Österreich wird für G.W. Pabst zur Falle. Kaum im heimatlichen Schloss bei seiner Mutter angekommen, bricht der Zweite Weltkrieg aus und die Grenzen sind dicht. Pabst gerät unweigerlich ins Visier der Nationalsozialisten.
Teil 1
Die Hörspielserie „Lichtspiel“ nach Daniel Kehlmanns Roman erzählt die Geschichte des berühmten Filmregisseurs G.W. Pabst. Nach einem enttäuschenden Hollywood-Exil kehrt er wegen seiner kranken Mutter nach Österreich zurück. Ein Fehler: Mit Kriegsbeginn schließen sich die Grenzen. Das NS-Regime zwingt den Regisseur durch perfide Erpressung, wieder für Deutschland Filme zu drehen. Pabst redet sich ein, als Künstler vollkommen unpolitisch bleiben zu können. Doch während er inmitten des Krieges obsessiv an seinem Meisterwerk „Der Fall Molander“ arbeitet, verstrickt er sich unweigerlich in moralische Schuld. Ein fesselndes Drama über Opportunismus und den wahren Preis der Kunst.
Teil 2
Der Regisseur G.W. Pabst reist mit seiner Frau Gertrude und Sohn Jakob im Zug zurück in die Heimat, um nach seiner kranken Mutter Erika zu sehen. Doch die geplante rasche Weiterreise in die Schweiz und in die USA scheitert: Am Tag ihrer Ankunft bricht der Krieg aus und die Grenzen werden vollständig geschlossen. Die Nationalsozialisten wissen längst von der Rückkehr des berühmten Regisseurs. Kuno Krämer sucht Pabst auf dem Anwesen auf und zitiert ihn nach Berlin. Im Ministerium macht der Propagandaminister ihm unmissverständlich klar, dass eine Weigerung Konsequenzen bedeuten würde.
Daniel Kehlmann, 1975 in München geboren, ist ein vielfach ausgezeichneter Schriftsteller. Romane wie „Die Vermessung der Welt“ oder „Tyll“ machten ihn international berühmt. Er lebt in Berlin und New York.
Dieser Roman, auch wenn er sich in vielem an den Lebensgeschichten des historischen G.W. Pabst und seiner Familie orientiert, ist ein Werk der Fiktion; so gab es etwa keinen Sohn mit dem Namen Jakob. Pabsts Filme sind bis heute zugänglich; allein "Der Fall Molander", gedreht in den letzten Kriegsmonaten in Prag, gilt als verschollen.