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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 17.05.2026

  • 00:05 Uhr

    Wiedersehen mit Hogwarts
    Eine Lange Nacht mit Harry Potter
    Von Markus Metz und Georg Seeßlen
    Regie: Giuseppe Maio

    Wenn es eine Erfolgsgeschichte aus der populären Kultur gibt, die für die Generation prägend wurde, die ins neue Jahrtausend hinein aufwuchs, dann ist es „Harry Potter“. Dabei schien die britische Autorin Joanne K. Rowling zunächst einmal einer einfachen Formel zu folgen: Die mehr als erfolgreiche Reihe „Harry Potter“ - ab 1997 Roman, dann Kino, bald auch Streaming-Serie - verbindet zwei Genres der Kinder- und Jugendliteratur miteinander, Fantasy und Internatsgeschichte. Natürlich geht es in beiden Genres um das Abenteuer, an der Schwelle von Kindheit und Jugend zu erfahren, wer man eigentlich ist. Versteckt in Nostalgie und magischem Effekt fragt „Harry Potter“: Was ist Autorität und wo liegen ihre Grenzen? Und „Harry Potter“ traut sich an die Frage: Was ist das Böse in der Welt? Und wieviel davon steckt in jedem Menschen, in jedem Ort, in jeder Institution? Das Zauber-Internat Hogwarts ist nicht, wie eine Burg Schreckenstein, ein Bollwerk gegen eine schlimme (Erwachsenen-)Welt, das Böse ist hier mittendrin, im Lehrkörper wie in den Familien. Was „Harry Potter“ so revolutionär macht, ist der Schritt von einer behütenden und beschwichtigenden zu einer erregenden und „analytischen“ Erzählweise. Einfach gesagt: Die Geschichte nimmt ihre Subjekte ebenso wie ihre Adressaten ernst. Mit „Harry Potter“ wird das kindliche Fantasy-Epos vom Anhängsel zum kulturellen Leit-(Multi)-Medium. Mythisch, semantisch und nicht zuletzt kommerziell.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Musikfest Bremen 2024

    Johann Sebastian Bach
    Präludium und Fuge für Orgel e-Moll, BWV 548

    Louis Vierne
    Sinfonie für Orgel Nr. 3 fis-Moll, op. 28 (Auszug)

    Olivier Latry, Orgel

    Aufnahme vom 1.9.2024 aus der St. Antonius Kirche in Papenburg

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Death"

    Eres Holz
    "Death". Für Licht, 2 Bassklarinetten und Live-Elektronik

    Ingólfur Vilhjálmsson, Bassklarinette
    Laurent Bruttin, Bassklarinette
    Eres Holz, Elektronik

  • 06:05 Uhr

    Nach Treffen mit Trump: Xi am längeren Hebel?
    Von Martin Fritz

  • 06:10 Uhr

    Alessandro Grandi:
    Exaudi Domine
    Ensemble Polyharmonique
    Leitung: Alexander Schneider

    Johann Sebastian Bach
    „Sie werden euch in den Bann tun“. Kantate zum Sonntag Exaudi, BWV 44
    Siri Thornhill, Sopran
    Petra Noskaiová, Alt
    Christoph Genz, Tenor
    Jan Van der Crabben, Bass
    La Petite Bande
    Leitung: Sigiswald Kuijken

    Joseph Rheinberger
    „Ich liebe, weil erhöret der Herr“, „Warum toben die Heiden“, „Der Herr erhöre dich“ aus: 5 Motetten, op. 40
    Deutscher Kammerchor
    Leitung: Michael Alber

    César Franck
    Prélude, op. 18
    Marie-Claire Alain an der Cavaillé-Coll-Orgel der Kirche Saint-Étienne, Caen

    Charles-Hubert Gervais
    „Exaudi Deus“. Grand Motet
    Olivia Doray, Sopran
    Katalin Szutrély, Sopran
    Cyrille Dubois, Haute-Contre
    Mathias Vidal, Tenor
    David Witczak, Bariton
    Purcell Choir
    Orfeo Orchestra
    Leitung: György Vashegyi

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Die politischen Diskussionen auf dem Kirchentag in Würzburg

    Ist die moderne Freundschaft unverbindlich? Ein Interview mit der Philosophin Ina Schmidt

    Zerbricht die Koalition an "linken Mythen"? Ein Interview mit dem Journalisten Nikolaus Blome

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Italienische Verhältnisse? Großbritanniens Politik nach dem Brexit - Ein Interview mit der Politikwissenschaftlerin Kristina Spohr

    Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Wotan Wilke Möhring

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    Freude suchen in der Welt.
    Zum 350. Todestag von Paul Gerhardt
    Von Pfarrerin Barbara Manterfeld-Wormit
    Evangelische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 90 Jahren: US-Schauspieler und Regisseur Dennis Hopper geboren

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Leben in Multikrisen
    Angst, made in Germany - Die Konjunktur eines ungeliebten Gefühls
    Von Charlie Stein

    Kriege vor der Haustür, steigende Preise, stagnierende Wirtschaft, von den Klimawandelfolgen ganz zu schweigen - kurz: eine unsichere Zukunft. Wo Krisen sich überlagern, entsteht das vielleicht unbeliebteste Gefühl: Angst.
    Unter vielen anderen Emotionen liegt die Angst wie ein Grundrauschen - unter Scham, unter Wut, unter Trauer. Oft ist es die Angst vor Ablehnung, vor Verlust, vor Kontrollverlust, die diese Gefühle noch verstärkt und antreibt.
    Gleichzeitig ist Angst ein ökonomischer Motor. Ganze Industrien leben davon, sie zu reduzieren oder zumindest zu versprechen, sie zu kontrollieren: Versicherungen, Pharmaunternehmen, Sicherheitsapparate, Selbstoptimierungsprogramme. Die Aussicht auf ein Leben mit weniger Angst ist ein mächtiges Verkaufsargument.
    Wenn Unsicherheit und Sorge zur Atmosphäre werden, verändert das politische Debatten, ökonomische Entscheidungen und kulturelle Produktionen. Selbst die Kunst, die in Krisenzeiten oft als entbehrlich gilt, wird zum Resonanzraum dieser Verunsicherung - und zugleich Teil ihrer Zirkulation.
    Charlie Stein ist Künstlerin. Ihre Arbeiten untersuchen dominante kulturelle Ästhetiken und hinterfragen Wahrnehmungsmuster in einer hochgradig digitalisierten und visuell überstimulierenden Welt. Stein studierte Bildende Kunst und Soziologie. Sie war Gastprofessorin für Malerei und Zeichnung an der HfBK Hamburg und lehrte auch am Pratt Institute in New York, der UdK Berlin und CalArts in Los Angeles. Ihre Arbeiten wurden international gezeigt, unter anderem bei der Manifesta-Biennale, in der Kristin Hjellegjerde Gallery in London, im Songjiang Art Museum in Shanghai, im Museum Villa Merkel in Esslingen und bei der Skulpturen-Triennale in Bingen. Charlie Stein lebt und arbeitet in Berlin.

  • 10:03 Uhr

    Übertragung des Abschlussgottesdienstes vom 104. Deutschen Katholikentages in Würzburg
    Zelebrant: Bischof Heiner Wilmer
    Katholische Kirche

  • 11:35 Uhr

    Christian Schmidt, Hoher Vertreter für Bosnien und Herzegowina

  • 12:00 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Lieber Marrakesch als Dubai - Warum Marokko bei Reisenden so beliebt ist

    Kamerun - Wem gehört die Vergangenheit?

    Addis Abeba - Der Traum vom afrikanischen Singapur

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Kindermusiker Florian Sump im Gespräch mit Paulus Müller

    „Wir machen Musik, die uns selber begeistert“, sagt Florian Sump, Rapper von „Deine Freunde“. Die dreiköpfige Band aus Hamburg füllt große Hallen und bringt Kinder wie Eltern zum Mitsingen. Sump ist Erzieher und war Schlagzeuger der Band “Echt”.

  • 15:05 Uhr

    Präzision und Naturromantik
    Die US-amerikanische Math Rock-Band Hikes
    Von Tim Baumann

    Komplexe und zugleich entspannende Indie-Rockmusik, die den Kopf wach hält und leer macht.

    Die 2010 in Austin im US-Bundestaat Texas gegründete Formation Hikes jongliert mit ungeraden Taktarten und temporeichen Schlagzeugpassagen, die manchmal eher nach Drum’n‘Bass als nach einer folkorientierten Rockband klingen. Dabei ist die Musik von Hikes zwar hochkomplex, klingt aber nie kompliziert. Im Gegenteil: Die mal ruhigen Songs, die mal in halsbrecherischem Tempo gezupften Gitarrenmelodien wirken stets völlig natürlich. Vielleicht auch, weil sie oft in der Natur entstehen, denn Nay Mapalo, der nonbinäre Kopf der Band, geht zum Komponieren am liebsten in den Wald - und schafft dort Musik, die der Hektik der Städte die Sehnsucht nach einem Leben im Grünen entgegensetzt und bei allem Tempo vor allem eines ausstrahlt: Ruhe.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Heike Geißler: „Michaela Kohlhaas“
    (Suhrkamp Verlag)
    Ein Beitrag von Enno Stahl

    Am Mikrofon: Wiebke Porombka

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Digitale Souveränität - Wie Europa zum KI-Kontinent werden will
    Von Ralf Krauter und Moritz Metz

    Bei der Konferenz "Rise of AI" diskutierten Fachleute über Wege aus der Abhängigkeit von KI-Anbietern aus den USA und China. Welche Projekte Hoffnung machen und warum Vertrauen und Open Source zum Markenzeichen europäischer KI werden könnte. Moritz Metz, der die Konferenz in Berlin besucht hat, wirft mit Ralf Krauter einen Blick in die Zukunft Künstlicher Intelligenz aus Europa.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente
    Gefährliche Genies - Clara Blessing, Oboistin und Vizepräsidentin der Universität Würzburg, über Machtmissbrauch an Musikhochschulen im Gespräch mit Christiane Florin

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen
    Deutsche Geschichte in Cannes: Neue Filme von Schlöndorff und Eidinger

    "Polaris" - Stück aus der Antarktis von Jan-Christoph Gockel bei den Ruhrfestspielen im Theater in Marl

    Friedliches Singen oder politische Pöbeleien? Der ESC in Wien, Monika Mokre, Politikwissenschaftlerin im Gespräch

    Ein Saal voller Nazikunst: Das Musée d`Orsay widmet sich dem Thema Raubkunst

    Irland - Dauerhaftes Grundeinkommen für Künstler

    Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    DB Cargo: Güterbahn unter Zugzwang

  • 19:10 Uhr

    Fußball - 2. Bundesliga, 34. Spieltag:

    SV Elversberg - Preußen Münster
    Darmstadt 98 - SC Paderborn
    Hannover 96 - 1. FC Nürnberg
    Schalke 04 - Eintracht Braunschweig
    SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf
    Arminia Bielefeld - Hertha BSC
    1. FC Magdeburg - 1. FC Kaiserslautern
    Dynamo Dresden - Holstein Kiel
    Karlsruher SC - VfL Bochum

    Fußball - Ex-Trainer Peter Neururer analysiert Entscheidungen des letzten Spieltags

    Fußball - 1. Bundesliga Frauen: Eintracht Frankfurt - Union Berlin

    WM-Serie - Blick in die Geschichte 1970 Mexiko


    Radsport - Giro d´Italia 2026

    Reiten - Deutsches Spring- und Dressur Derby in Hamburg

    Boxen - Neuer Bundestrainer: Verändert die kubanische Boxschule Deutschland?

    Handball - Länderspiel in Köln: Deutschland - Dänemark

    Eishockey - WM in Zürich & Fribourg: Deutschland - Lettland

    Reiten - Jessica von Bredow Werndl mit neuen Kräften in die Zukunft

    Boxen - Sugar Ray Leonard wird 70 Jahre alt

    Am Mikrofon: Julian Tilders

  • 20:05 Uhr

    Jewrofeeling
    100 Dezibel Judentum
    Von Nele Dehnenkamp
    Mit Jugendlichen und Trainerinnen des Jugendzentrums Olam Berlin
    Regie: Nele Dehnenkamp
    Ton und Technik: Michael Kube
    Deutschlandfunk 2026

    Beim Songcontest “Jewrovision” kommen jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland zusammen, um gegeneinander anzutreten. Dabei lernen sie auch, laut und selbstbewusst zu sein.

    Wie beim ESC geht es bei der „Jewrovision“ um alles. Monatelang feilen Isabelle, Tami, Karina und die anderen Trainerinnen des Berliner Jugendzentrums „Olam“ mit den jugendlichen Sängerinnen und Tänzerinnen an ihrem Auftritt. Sie alle haben früher selbst bei der „Jewro“ auf der Bühne gestanden. Das Ziel: die begehrten 12 Punkte zu bekommen. Aber die „Jewrovision“ ist mehr als nur ein Wettbewerb. Hier feiern junge Jüdinnen und Juden Gemeinschaft, erleben Sicherheit und finden ihre jüdische Identität. Anders als in ihrem Alltag, in dem sie immer wieder Antisemitismus ausgesetzt sind und sich um ihre Sicherheit sorgen müssen. Das „Jewrofeeling“ empowert - der Contest ist ein dringend benötigter Safe Space für jüdische Jugendliche in Deutschland. Hier können sie laut und selbstbewusst sein. Eine Doku, die hinter die große Bühne blickt und junges jüdisches Leben in all seiner Vielfalt zeigt.

    Nele Dehnenkamp arbeitet als freie Autorin und Regisseurin für Dokumentarfilme und Radio-Features. Sie studierte Sozialwissenschaften in Berlin und New York sowie Dokumentarfilmregie an der Filmakademie Baden-Württemberg. In ihren meist beobachtenden Arbeiten betrachtet sie die vielschichtigen Erfahrungen von Traum und Trauma, häufig aus der Perspektive von Frauen. Ihre Filme wurden auf international renommierten Festivals wie IDFA, DOK Leipzig und in Palm Springs gezeigt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis. Zuletzt realisierte sie das Feature “Kleines Universum” für den Deutschlandfunk.

  • 21:05 Uhr

    A cappella Festival Leipzig 2026

    Tomás Luis de Victoria
    Officium defunctorum

    Cristóbal de Morales, Alonso Lobo, Philippe Rogier, Manuel Cardoso
    Gesänge aus dem Stundengebet

    La Grande Chapelle
    Leitung: Albert Recasens

    Aufnahme vom 2.5.2026 aus der Peterskirche in Leipzig

    Am Mikrofon: Rainer Baumgärtner

    In jedem Frühjahr präsentiert das Leipziger Festival „a cappella“ eine große Bandbreite an unbegleiteter Vokalmusik und dabei darf dann auch die Vokalpolyphonie aus der Renaissance nicht fehlen. In diesem Jahr haben die Organisatoren das spanische Ensemble La Grande Chapelle eingeladen, das eine der eindrucksvollsten Vertonungen der katholischen Totenmesse vorgestellt hat. Tomás Luis de Victoria schuf sie zum Gedenken an seine Patronin, Kaiserin Maria von Spanien. Ensembleleiter Albert Recasens ergänzte dieses Werk von großer Klangfülle und Intensität um Gesänge zu Ehren Verstorbener aus dem nächtlichen Stundengebet in Sätzen anderer iberischer Komponisten.

  • 23:05 Uhr