Thüringen Supersong
Ein Fiebertraum
Von Syndikat Gefährliche Liebschaften
Text und Regie: Nadja Sühnel und Micha Kranixfeld
Mit: Latifa Iguma, Gerhard Bause und Franz Heidrich sowie Benita Bailey, Andreas Döhler, Tommy Neuwirth und Dieter Rita Scholl
Besetzung: Andreja Andris
Musikalische Gestaltung: Tommy Neuwirth
Kompositionen: Philipp Rücker, The New Asuka, Kickpunchpow und Alessiboy
Technik Kunstfest Weimar: Konrad Behr
Ton: Jean-Boris Szymczak
Regieassistenz: Marie Permantier
Dramaturgie: Julia Gabel und Johann Mittmann
Deutschlandfunk 2026 in Kooperation mit dem Kunstfest Weimar
Länge: 56‘48
(Wdh. am 02.04.2026, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr)
Wonach klingt Thüringen? Kloß, Holle und Ronny machen sich auf die Suche nach Thüringens Supersongs. Ein Roadtrip durch Musikkulturen und vorpolitische Räume von Gera bis nach Eisenach.
Kloß und Holle sind Thüringer Originale. Sie kennen sich schon ewig und sie verbindet eine Überzeugung: Man kann viel lernen, wenn man sich zeigt, was man gut findet. Also machen sie sich auf die Suche nach dem „Sound of Thüringen“, aller kulturellen und politischen Zerrissenheiten zum Trotz. Sie erschließen musikalische Weiten: Ob D-Pop aus Jena, Trap aus Gera, Bergmannslieder aus dem Eichsfeld, futuristischer Hardtekk oder doppelbödiger Schlager - die Melodien und Texte eröffnen Raum für Widersprüche und Widersprüchliches. In den Begegnungen klingen neue Erzählungen und Träume über ihre Regionen an. Was bedeutet ihnen die Musik, die sie machen? Welche Vielstimmigkeiten können und wollen sie herstellen? Wann ist Musik „nur“ Musik? Und wann ist sie mehr als das?
Thüringen singt und hört, summt und lärmt, schunkelt und diskutiert. Steigen Sie in den Wartburg, drehen Sie auf volle Lautstärke und schnallen Sie sich an: Denn es gab eine Zeit davor und es wird eine Zeit danach geben. Aber jetzt gibt es Thüringen - und da spielt heute die Musik.
Das Syndikat Gefährliche Liebschaften arbeitet seit 2013 als Kunstkollektiv in ländlichen Räumen. Sein Mitglieder-Kern besteht aus Micha Kranixfeld, Aishe Spalthoff, Silvan Stephan, Nadja Sühnel, Marleen Wolter und Felix Worpenberg. Mit Hörspielen, Ausstellungen, Festen und Spaziergängen, und immer im Austausch mit lokalen Verbündeten, entwickeln sie neue Formen des Erzählens über und aus Peripherien.