Donnerstag, 19.07.2018
 
Seit 02:10 Uhr Zur Diskussion

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 27.05.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Höfling und Revolutionär
Eine Lange Nacht über das Leben Voltaires
Von Kai Lückemeier
Regie: Stefan Hilsbecher
(Wdh. v. 28./29.5.2016)

Kein Autor verkörpert die Aufbruchstimmung des 18. Jahrhunderts stärker als Voltaire. „Verbrennt eure Gesetze und macht deren neue! Woher die neuen nehmen? Aus der Vernunft!“, so formulierte er den Schlachtruf eines neuen, freieren Denkens - im Geist der Aufklärung, der Toleranz und des humanitären Fortschritts. Bis heute bezeichnen die Franzosen die Epoche zwischen Rokoko und Revolution als das Zeitalter Voltaires. Die außergewöhnliche literarische Begabung Voltaires, 1694 als jüngster Sohn eines königlichen Hofrats im Herzen von Paris geboren, macht sich früh bemerkbar. Doch erst als er 1726 nach einem Konflikt mit einem Mitglied des Hochadels ins Londoner Exil gehen musste und mit dem naturwissenschaftlich-kritischen Denken des englischen Empirismus in Berührung kam, entwickelte sich das „enfant terrible“ des literarischen Rokoko zum begeisterten Vertreter der Aufklärung. Seine „Philosophischen Briefe“ von 1734 waren eine schonungslose Abrechnung mit den französischen Verhältnissen. Sein Streben nach Anerkennung trieb ihn an den Hof von Versailles, an dem er mittels hemmungsloser Selbstverleugnung eine glänzende Stellung erlangte - bis er schließlich in Ungnade fiel. Als die Marquise du Châtelet, die große Liebe seines Lebens, 1749 im Kindbett starb, folgte er einem Ruf Friedrichs des Großen an den Potsdamer Hof, doch das preußische Intermezzo endete nach nur drei Jahren ähnlich unrühmlich wie sein Abschied von Versailles. Seine historische Bedeutung beruht jedoch vor allem auf dem Schaffen in den folgenden Jahren, fern des höfischen Lebens. Er vollendete sein philosophisches Hauptwerk und eine Universalgeschichte, die in der Geschichtswissenschaft neue Maßstäbe setzte. Nebenbei engagierte er sich als Anwalt der Entrechteten, was ihm im französischen Volk den Beinamen „Freund der Unglücklichen“ eintrug und dazu führte, dass sich seine späte Rückkehr in seine Heimatstadt Paris zu einem wahren Triumphzug gestaltete. Die Lange Nacht über den Höfling und Revolutionär versucht eine Annäherung an das wechselvolle Leben des Francois Marie Arouet, genannt Voltaire.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

Ensemble Aventure
In memoriam Graciela Paraskevaidis

Graciela Paraskevaidis
Ta

Natalia Solomonoff
Adiós

Mariano Etkin
Lágrimas sobre Lágrimas

Rodolfo Acosta R.
Una despedida (Abfahrt)

Coriùn Aharonián
Una Canción

Ensemble Aventure:
Martina Roth, Flöte
Alexander Ott, Oboe
Walter Ifrim, Klarinette
Wolfgang Rüdiger, Fagott
Sylvie Altenburger, Viola
Beverly Ellis, Violoncello
Akiko Okabe, Klavier

Aufnahmen vom 29.9.2017 aus der Elisabeth-Schneider-Stiftung in Freiburg

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Julius Röntgen - Works for Violin & Piano

Julius Röntgen
Fantasie für Violine und Klavier, op. 24

7 Konzertstücke, op. 89. Suite für Violine und Klavier

Christoph Schickedanz, Violine
Ernst Breidenbach, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Ein Sommermärchen mit Nachspiel - DFB-Funktionäre der Steuerhinterziehung angeklagt

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Johann Sebastian Bach
'Höchsterwünschtes Freudenfest'. Kantate für Sopran, Tenor, Bass, Chor und Orchester, BWV 194
Sibylla Rubens, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Chor und Orchester
Leitung: Ton Koopman

Matthias Weckmann
'Kom heiliger Geist, Herre Gott'. Für Orgel
Hans Davidsson, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Verbrechen gegen die Menschlichkeit - Völkerrechtler über aktuelle Rechtsprechung

Deal or no Deal - USA/Korea-Gespräche abgesagt
Ein Interview mit dem Koreaexperten Lars-André Richter, Friedrich-Naumann-Stiftung Seoul

Südamerika: ein taumelnder Kontinent? Ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Klaus Bodemer

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

Auszüge aus den Feuilletons der Woche

25 Jahre nach Solingen: Fremdenfeindlichkeit in Deutschland.
Ein Interview mit der Sozialpsychologin Beate Küpper

Denk ich an Deutschland: der Schauspieler Stephan Luca

Am Mikrofon: Britta Fecke

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Das Ende nicht fern! Weltuntergangsvorstellungen in Vergangenheit und Gegenwart
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 75 Jahren: In Frankreich konstituiert sich der Nationale Widerstandsrat

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Europäisches Handgepäck (7/7)
Erinnerungen und Zukunftswissen
Mathias Greffrath im Gespräch mit Barbara Schäfer

Rumänien, Portugal, Ungarn, Polen, Dänemark, Frankreich: Sechs Reisen führten Mathias Greffrath an europäische Ziele. Seine fragmentarische Bestandsaufnahme suchte nach dem gemeinsamen kulturellen Erbe Europas und danach, was die Europäer heute miteinander verbindet. Im Handgepäck nahm Mathias Greffrath unauffällige Gegenstände mit, eingesteckt im Vorübergehen, als Merkzeichen, als Erinnerungen, als Fetische der Zukunft. Wie steht es um die kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften, die Europa geformt haben, und die wir - in verwandelter Form - in die Zukunft mitnehmen? In einem abschließenden Gespräch berichtet Greffrath über seine europäischen Erkenntnisse.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus Pfarrkirche St. Bartholomäus in Niederkrüchten
Predigt: Pfarrer Alexander Schweikert
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Udo Bullmann, Vorsitzender der Sozialdemokraten im Europaparlament

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Happy Birthday Big Easy
New Orleans feiert 300 Jahre Stadtgründung

Auf den Spuren von Kommissarin Lund
Krimi-Tour durch Kopenhagen

Japans Tor zur Welt
Unterwegs in der Hafenstadt Nagasaki

Von Hewweln, Säuwäntzt und Äppelwoi
Dialektatlas Hessisch

Am Mikrofon: Daniela Wiesler

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Komponist Peter Michael Hamel im Gespräch mit Michael Langer

Peter Michael Hamel, Jahrgang 1947, ist einer der vielseitigsten Komponisten der Gegenwart. Sein Spektrum reicht von der Sinfonie bis zum Musical, von Neuer Musik über Jazz-Rock bis hin zu außereuropäischen Einflüssen und Traditionen.
Am Anfang seiner Laufbahn musizierte der Grenzgänger in der Gruppe Between und in der Weltmusikband Embryo. Er arbeitete mit Carl Orff, mit John Cage, Morton Feldman und Luc Ferrari zusammen. Er komponierte Musiktheater-, Orchester-, Chor- und Kammermusikwerke und veröffentlichte zahlreiche CDs. Heute spielt und schreibt er von ihm selbst sogenannte "integrative Musik". 
Peter Michael Hamel gründete das Interkulturelle Musikinstitut in Aschau im Chiemgau, war Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg und  ist seit 2016 Musikdirektor der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

Der Modfather
Paul Weller zum 60. Geburtstag
Von Thomas Elbern

Zuerst mit seiner Band The Jam (1972-1982), später mit Style Council (1983-1989) und dann nur noch unter seinem eigenen Namen: Der britische Musiker Paul Weller ist sich und seinen musikalischen Wurzeln stets treu geblieben. Beeinflusst von Soul, R’n’B, aber natürlich auch dem Sound britischer Urgesteine wie The Kinks oder The Who ist Paul Weller längst selbst zu einem Original geworden. Seine bekanntesten und erfolgreichsten Soloalben ,Wild wood’ und ,Stanley road’ sind in der ersten Hälfte der 90er-Jahre erschienen und haben den Musiker aus Woking zum Godfather of Britpop gemacht. Am 25. Mai feierte der ewige Mod seinen 60. Geburtstag.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

George Saunders: "Lincoln im Bardo"
Aus dem amerikanischen Englisch von Frank Heibert
(Luchterhand Literaturverlag, München)
Ein Beitrag von Michael Schmitt

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
Freiheit für den Acker?
Europa entscheidet über neue Genpflanzen
Beiträge von Lucian Haas und Katrin Zöfel
Am Mikrofon: Christiane Knoll

Neue Werkzeuge stellen die Pflanzenzüchtung gehörig auf den Kopf. Das Ergebnis einer Manipulation, so hört man, lasse sich von konventionellen Züchtungen nicht mehr unterscheiden. Damit stehen die Experten vor einem Dilemma. Ist das noch Gentechnik - oder darf es auf den Acker?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Weltkultur im Humboldt-Forum - Der neue Generalintendant Hartmut Dorgerloh im Gespräch mit Christiane Habermalz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Gesamtkunstwerk - In Mannheim wird die Oper zu Björks "Vespertine"-Album uraufgeführt

"EXTREME. NOMADS" - Eine Ausstellung über Formen nomadischer Existenz im MMK Frankfurt

"Freiheit in Krähwinkel" - Milan Peschel inszeniert Johann Nestroy in Bochum

Börne-Preis 2018 - Die Journalistin und Autorin Souad Mekhennet wird ausgezeichnet

Verbrechen gegen die Menschlichkeit - Völkerrechtler diskutieren über aktuelle Rechtsprechung bei Symposium in Nürnberg

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Zwischen Angst und Aufarbeitung - Der Kampf gegen rituelle und sexuelle Gewalt

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntag

Leichtathletik - Meeting in Götzis
Formel 1 - Großer Preis von Monaco in Monaco
Tennis - French Open (Tageszusammenfassung)
Radsport - 21. Etappe Giro d'Italia: Rom - Rom
Fußball - Aufstiegs-Rückspiel: TSV 1860 München - 1. FC Saarbrücken
Fußball - 3. Liga, Relegation Energie Cottbus - Weiche Flensburg
Fußball - DFB aktuell
Fußball - Anklage gegen ehemalige DFB-Spitze wg. Steuerhinterziehung
Basketball - Bundesliga: ALBA Berlin - MHP Riesen Ludwigsburg
NHL - Stanley-Cup-Finale wird historisch

Am Mikrofon: Andrea Schültke

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Freistil

Bandsalat, liebevoll zubereitet
Die Kassette zwischen Nostalgie und Renaissance
Von Jan Decker
Regie: Susanne Krings
Produktion: Dlf 2018

Die vom Erfinder Lou Ottens 1963 vorgestellte Kompaktkassette, ein Tonträger zur elektromagnetischen analogen Aufzeichnung und Wiedergabe von Tonsignalen, ist aus unserem Alltag weitgehend verschwunden. Bis auf wenige Nischen, in denen sie sich hält: in Autoradios zum Beispiel oder als Hörspiel- und Hörbuchkassette für Kinder. Kinderleicht ist ihre Bedienung: Einlegen in das Kassettenfach, Play drücken, los geht’s. Und robust ist sie auch, im Gegensatz zu Schallplatte und CD toleriert sie Hitze und Staub. Bis in die 1990er-Jahre war die Kassette eines der meistgenutzten Audiomedien, trotzdem wurde sie durch digitale Techniken vom Markt verdrängt. Doch überraschenderweise erlebt die Kassette neuerdings gerade bei jungen Bands eine Renaissance als Verbreitungsmedium.

21:00 Uhr

Nachrichten

21:05 Uhr

Konzertdokument der Woche

Krzysztof Penderecki
'Metamorphosen'. Konzert für Violine und Orchester Nr. 2

Dmitri Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur, op. 141

Anne-Sophie Mutter, Violine
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Krzysztof Penderecki

Aufnahme vom 16.5.2018 aus der Philharmonie Berlin

Am Mikrofon: Johannes Jansen

Musikalische Gedanken einem Verwandlungsprozess zu unterziehen - darin besteht klassischerweise die Arbeit eines Komponisten. Jede Art von Komposition ist, so gesehen, eine Metamorphose. Im zweiten Violinkonzert von Krzysztof Penderecki jedoch weist der Begriff über die Verwandlung von Material, Struktur und den Prozess der Verarbeitung hinaus. Gemeint ist auch der Komponist in seiner Selbstverwandlung vom Avantgardisten zum Vertreter einer gemäßigt modernen Richtung, die ihn den eigenen musikalischen Wurzeln nähergebracht hat. Heute gehört Penderecki zu den wenigen Komponisten der Gegenwart, die sich weltweit ein großes klassisches Konzertpublikum erobert haben. Ausgangspunkt der ‚Metamorphosen’ war eine Begegnung mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter anlässlich einer gemeinsamen Aufführung des Violinkonzerts Nr. 1 von Sergej Prokofjew. Penderecki widmete ihr daraufhin sein zweites Violinkonzert. Für die Ersteinspielung unter der Leitung des Komponisten wurde Anne-Sophie Mutter 1998 mit einem Grammy ausgezeichnet. Auch an diese Wegmarken ihrer Künstlerfreundschaft erinnert das Berliner Konzert im Vorfeld von Pendereckis 85. Geburtstag. Der zweite Teil des Programms ist eine Verbeugung vor Dmitri Schostakowitsch und dessen letzter Sinfonie, die Anfang der 1970er-Jahre - um dieselbe Zeit wie Pendereckis erste Sinfonie - entstand.

22:00 Nachrichten 

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Das war der Tag

23:30 Uhr

Sportgespräch

"Es ist schlimm wie wir Spieler opfern in diesem System"

Ex-Profi-Fußballer Per Mertesacker im Gespräch mit Klaas Reese.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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