Mittwoch, 26.09.2018
 
Seit 10:10 Uhr Länderzeit

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 30.06.2018
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Mord auf Deutschlandtour
Kreuzeder und der Tote im Wald
Von Jörg Graser
Regie: Stefan Dutt
Mit: Sigi Zimmerschied, Luise Kinseher, Michaela May, Christian Alexander Rogler, Wilfried Hochholdinger, Michal Sykora, Maria Peschek, Martin Engler, Felix von Manteuffel u.a.
Musik: Martin Engler und Dieter Fischer
Produktion: DKultur 2012
Länge: ca. 54‘

Ein ganzes Jahr lang reist der Deutschlandfunk-Krimi an jedem letzten Samstag im Monat zu den dunkelsten Verbrechensorten unserer Republik.
Kriminalrat Kreuzeder, der Dienststellenleiter der Kripo Passau, pflegt die bajuwarische Gemütlichkeit bis hin zur Arbeitsverweigerung ...

Mag Frau Dr. März, die Polizeipsychologin, Kommissar Kreuzeders Verhalten bisher noch als „Abwehrreaktion eines intelligenten Menschen auf eine verbrecherische Welt“ gesehen haben, so reißt ihr nun doch der Geduldsfaden. Denn schließlich war sie es, die den Anruf des Försters hat entgegennehmen müssen, der den Fund eines Mordopfers in seinem Wald meldete. Eigentlich hatte Kreuzeder Bereitschaftsdienst, doch der wollte sich am heiligen Sonntag nicht dabei stören lassen, die Folgen seines Alkoholrauschs auszukurieren.
Zwar hat es Dr. März dann doch geschafft, Kreuzeder zum Tatort zu zerren, doch der Kommissar sieht immer noch nicht ein, den Fall bearbeiten zu müssen. Wer sagt denn, dass der tote Mann nach Bayern gehört? Nur wenige Meter weit entfernt ist die Grenze nach Tschechien, wo sowohl das Revier des Försters wie auch der Zuständigkeitsbereich des Kriminalbeamten endet. Also laden die beiden den Toten dort ab.
Sollte sich Kreuzeder einbilden, die Sache sei nach einem 'anonymen' Hinweis auf die Leiche für ihn erledigt, hat er sich geirrt. Bald schon trudelt bei der Kriminalpolizei Passau ein Amtshilfeersuchen der tschechischen Kollegen ein, und der Fall zieht auf Grund eines Schreibens von Interpol noch sehr viel größere Kreise.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz

Hausgemacht
CD-Produktionen des Deutschlandfunks
mit Hayden Chisholm, Pablo Held, Florian Ross, Yannick Délez, Sebastian Sternal,
Susanne Blumenthal, Fabian Arends, Joscha Oetz, Jonas Burgwinkel, Sabeth Pérez u.v.a.

Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Ran an die Arbeit: Der Unionsstreit lähmt die Große Koalition

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Evamaria Bohle, Berlin
Evangelische Kirche

06:50 Interview 

Unionsstreit - Schaden irreversibel? - Interview Karl-Rudolf Korte, Politologe

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Asyl an der Grenze - Was ändern die EU-Beschlüsse? Interview Ernst Walter, DPolG

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

EU einigt sich auf neue Asylpolitik - Interview Alois Rainer, CSU-MdB

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Christine Heuer

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 70 Jahren: In den USA wird der erste gebrauchsfähige Transistor vorgestellt

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Sänger und Opernintendant Ioan Holender

19 Jahre lang, von 1991 bis 2010, leitete Ioan Holender die Wiener Staatsoper und war damit der am längsten amtierende Direktor seit dem Bestehen des Opernhauses. Er war ein streitbarer Intendant, unter dessen Leitung sich die Wiener Oper aber zu einem Kulturbetrieb von Weltruhm entwickelte. Ioan Holender war es, der Sänger wie Vesselina Kasarova, Ramón Vargas und Elīna Garanča nach Wien einlud und den Dirigenten Seiji Ozawa an die Staatsoper binden konnte.
Ioan Holender wurde 1935 in der rumänischen Stadt Temeswar geboren, wo er dreisprachig aufwuchs - mit Rumänisch, Deutsch und Ungarisch. Maschinenbauer wollte er werden, das Studium musste er aber 1956 wegen seiner Teilnahme am Studentenaufstand in Temeswar aufgeben. Anschließend arbeitete er als Tennistrainer und Regieassistent, bevor er 1959 nach Wien zog. Am dortigen Konservatorium studierte Ioan Holender Gesang, es folgten Tätigkeiten als Opern- und Konzertsänger. 1966 begann seine Karriere als Gesangsagent. Heute moderiert Ioan Holender an jedem zweiten Donnerstag für den österreichischen Fernsehsender ServusTV die Sendung kulTOUR mit Themen aus dem Kulturleben.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Kroatiens Adria - Nationalismus und Alltag im Ferienparadies
Von Grit Eggerichs

Die kroatische Regierung kämpft in einem alten Grenzstreit mit Slowenien um die Hoheitsgewässer der istrischen Piranbucht. Ljubljana könnte in diesem Konflikt verhindern, dass Kroatien dem Schengenraum beitreten darf. Beide Regierungen haben auf stur geschaltet. Es geht um Nationalismus statt um die Lösung praktischer Probleme. Die Bucht von Piran ist nicht nur ein Politikum, sie ist auch Teil einer der attraktivsten Ferienregionen Europas: der kroatischen Adriaküste mit ihren 1.200 Inseln. Dabei gibt es auf vielen der Inseln weder fließendes Wasser noch Internet. Vielen Menschen hat der EU-Beitritt des Landes nichts gebracht. Hotels verfallen, Inseln verwaisen, und der schwelende Grenzstreit könnte die Region weiter ins Abseits befördern.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Koalitionskrise - Suche nach gesichtswahrender Lösung

Rentenkonzept in der Diskussion - Auftakt des AfD-Parteitages

Interview dazu mit Georg Pazdersky, AfD,

Trump prüft Abzug der US-Truppen aus Deutschland

Mexiko - Stimmung vor der Wahl

Syrien: Waffenruhe im Süden? - Mehr als hunderttausend Menschen auf der Flucht

Chile: Wann kommt die Hilfe für die Opfer der Colonia Dignidad?

Wettlauf gegen Zeit - Suche nach thail. Jugendfußballern

Sport WM Magazin

Am Mikrofon: Sandra Schulz

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

.Krise Merkels, Krise Europas - beides überwunden?

Ran an die Arbeit: Der Unionsstreit lähmt die Große Koalition

Die Türkei hat gewählt: Übermächtiger Erdogan

Entthronte Weltmeister: Verlieren heißt Veränderung

Am Mikrofon: Katrin Michaelsen

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Algerien in der Kritik - Werden Flüchtlinge in der Wüste ausgesetzt?

Bürgerkrieg im Südsudan - Frieden in Sicht

Irans Politik unter Druck - Währungsverfall und miese Wirtschaftslage

Simbabwe vor der Wahl - Ein Land ohne Bargeld

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Qualitätsradar: Hat sich das Deutschlernen in Integrationskursen nach der Kritik in den letzten Monaten verbessert?
,Campus & Karriere' fragt: Was hat sich bei den Sprachkursen inzwischen getan? Wie zufrieden und erfolgreich sind die Teilnehmer? Was beurteilen Kursgeber, z. B. Volkshochschulen, und Dozenten die Lage? Und wie steht es um die Anschlussfähigkeit? Reichen die erworbenen Deutschkenntnisse aus, um beispielsweise eine Ausbildung zu beginnen oder eine Arbeit zu finden?

Gesprächsgäste:
Gundula Frieling, stellvertretende Direktorin des Dt. Volkshochschulverbandes
Jens Buttler, Referatsleiter des BAMF in Köln
Katrin Sanders, Journalistin
Am Mikrofon: Kate Maleike

Beiträge:
Willkommen in Deutschland - und wie klappt’s mit dem Deutschlernen?
Kurserfahrungen aus Essen und Duisburg

B1 auf dem Prüfstand
Das derzeit festgelegte Sprachniveau B1 in den Deutschkursen, sagen Kritiker, befähigt Zuwanderer nicht für eine Ausbildung oder mehr

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Nahezu jeder zweite Zuwanderer besteht den Deutschtest am Ende des Integrationskurses nicht - diese Nachricht löste in diesem Frühjahr eine Debatte über die Qualität der Sprachkurse aus. Zuvor hatten schon der Dt. Volkshochschulverband und die kommunalen Spitzenverbände in einem gemeinsamen ,Brandbrief' auf das Problem aufmerksam gemacht. Sie fordern, das Sprachenlernen in den Integrationskursen müsse besser werden. Zentraler Adressat für diese Kritik ist das BAMF, das Bundesamt für Migration für Flüchtlinge, das aktuell auch anderweitig im Scheinwerferlicht steht. Denn das BAMF finanziert, koordiniert und konzipiert diese Sprachkurse, zertifiziert zudem die Träger und Dozenten.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Tod von Joe Jackson - Manager und unerbittlicher Antreiber
Er hat Musikgeschichte geschrieben, indem er seine Kinder zum Erfolg prügelte. Der gelernte Kranführer Joe Jackson realisierte unbarmherzig seinen eigenen Lebenstraum von einer großen Musikkarriere. Dank seiner talentierten Töchter und Söhne profitierte er von ihrem Ruhm bis zu seinem Tod.

Londoner Ausstellung ,On the wall' - Michael Jackson und die Kunst
Eine Ausstellung soll den Einfluss Michael Jacksons auf die zeitgenössische Kunst zeigen. Weltweit haben sich Künstler inspirieren lassen. Zu sehen sind unter anderem Werke von Andy Warhol, dem Fotografen Todd Grey oder dem Maler Kehinde Wiley. Eine künstlerische Hommage zu Jacksons 60. Geburtstag.

„Neues Album von Drake - Vom Skorpion gestochen“
Mit ,Scorpion' legt Drake sein fünftes Studioalbum vor. Ein ambitioniertes Projekt, das mit einer Spielzeit von 90 Minuten zum Opus Magnum des Rappers werden könnte. Aufgeteilt in zwei Hälften umfasst es moderne Trap-Beats und melancholische Balladen. Für eine Überraschung sorgt ein Duett mit einer verstorbenen Legende. Raphael Smarzoch im Kritikergespräch mit Anja Buchmann

„Wir sind Teil der hungrigen, jungen Bands"
The Smiths, Joy Division oder The Cure sind musikalische Vorbilder der vier Musiker aus Mannheim, die sich an der Popakademie kennen lernten. Erst seit einem Jahr bilden sie eine Band und besitzen bereits eine persönliche Handschrift zwischen Post-Punk, Wave und NDW. Ihre deutschsprachigen Songs betrachten sie trotz melancholischer Grundhaltung als „sehr liebevoll und warm", so Gitarrist Dennis Borger im Dlf. Jonas Pentzek und Dennis Borger von Fibel im Corsogespräch mit Anja Buchmann

Am Mikrofon: Anja Buchmann

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Der Frankfurter Illustrator Jörg Mühle über Reduktion und Muße

Ulrich Hub: An der Arche um Acht
(Sauerländer Verlag, Frankfurt)

Ulrich Hub: Das letzte Schaf
(Carlsen Verlag, Hamburg)

Megumi Iwasa: Viele Grüße, Deine Giraffe
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
(Moritz Verlag, Frankfurt)

Megumi Iwasa: Viele Grüße vom Kap der Wale
Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
(Moritz Verlag, Frankfurt)

Moni Port: Wasliegt am Strand und redet und undeutlich?
(Klett Kinderbuch, Leipzig)

Jörg Mühle: Nur noch kurz die Ohren kraulen?
(Moritz Verlag, Frankfurt)

Jörg Mühle: Zwei für mich, einer für dich
(Moritz Verlag, Frankfurt)

Labor Ateliergemeinschaft: Voll gemütlich. Das KinderKünstlerBuch vom Wohnen und Bauen
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

Labor Ateliergemeinschaft: Kinder Künstler Erlebnis Sammelbuch
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

Labor Ateliergemeinschaft: Ich so Du so
(Verlag Beltz & Gelberg, Weinheim)

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Schwerpunkt:
Alles Smart hier
Voll automatisierte Autos für voll automatisierte Städte

Datenreich
Wie die Basis für den autonomen Verkehr in der Stadt entstehen soll

Aktuell:
Nachholbedarf
Die europäische Supercomputerszene will den Anschluss schaffen

Total Ernst
Warum Serious Games genormt werden

Das Digitale Logbuch
Hunde-Handy (2/10)

Info-Update

Sternzeit 30. Juni 2018
Der Sternenhimmel im Juni

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Zerstört der Tourismus die Städte?
Petra Reski, ZEIT-Korrespondentin in Venedig, und der Wirtschaftswissenschaftler und Tourismusexperte Karl Born im Gespräch
Am Mikrofon: Bettina Schmieding

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Frank Castorf untersucht die Männlichkeit - "Don Juan" am Residenztheater München

Eine Baumskulptur aus Baumwollbändern - Die Fondation Beyeler zeigt eine Installation von Ernesto Neto

Zeugnisse der Gräuel in Syrien - 63 Fotos von "Caesar" in Stuttgart zu sehen

Umbrüche - Das Haus der Kunst in München zeigt Werke des indischen Multimedia-Künstlers Vivan Sundaram

Am Mikrofon: Mascha Drost

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Korruption, Gewalt und wenig Hoffnung - Mexiko vor der Präsidentenwahl

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Studio LCB

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Helmut Lethen
Gesprächspartner: Marcel Beyer und Stephan Schlak
Am Mikrofon: Katharina Teutsch

Herman Göring hatte 1933 den Preußischen Staatsrat ins Leben gerufen und sogleich mit wichtigen Männern des damaligen Kultur- und Forschungslebens besetzt. Zwar hatte Hitler den Rat der Staatsräte nicht nötig und erschien nicht einmal zur Inauguration. Die Staatsräte empfanden ihre Ernennung gleichwohl als Ehre. Gustav Gründgens, Wilhelm Furtwängler, Ferdinand Sauerbruch und Carl Schmitt: vier Exzellenzen, die zwischen 1933 und 1945 Karriere machten - und die zu Ikonen der jungen Bundesrepublik wurden. Der Kulturwissenschaftler Helmut Lethen fragt in seinem neuen Buch ‚Die Staatsräte. Elite im Dritten Reich‘ nach den weltanschaulichen Voraussetzungen, die künstlerische Empfindsamkeit einerseits und soziale Kälte andererseits ermöglichten. Er knüpft dabei an seine früheren Arbeiten über die Kultur der Neuen Sachlichkeit an. ‚Verhaltenslehren der Kälte‘ lautete ein Sachbuchklassiker, den Lethen in den 90er-Jahren geschrieben hat. Jetzt wendet er die Theorie von der krisengebeutelten kalten Generation auf seine vier Antihelden. Und zwar, indem er ‚Geistergespräche‘ zwischen Gründgens, Furtwängler, Schmitt und Sauerbruch fingiert. Herausgekommen ist eine spannungsreiche Dokufiktion über den Geist der Elite im NS-Staat. Beraten bei diesem semiliterarischen Unternehmen hat ihn der Autor Marcel Beyer. Er wird gemeinsam mit Stephan Schalk von der Zeitschrift für Ideengeschichte über unheimliche Nachbarschaften im NS-Staat diskutieren.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Klaviermusik palästinensischer Komponisten
Eine Erinnerung für das Vergessen

Aufnahmen vom 14.4.2013 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Am Mikrofon: Barbara Eckle

Seit Längerem sammelt der in Tel Aviv geborene Musikproduzent Gideon Boss Klaviermusik aus Palästina stammender Komponisten. Mit der Zeit fügte sich der langsam wachsende Fundus zu einer Geschichte, die sowohl im Nahen Osten wie in Mitteleuropa ihre Wurzeln hat. Sie beginnt in den 1920er Jahren in der Jerusalemer Grabeskirche, wo Augustine Lama Klavier und Orgel nach christlich-westlicher Tradition unterrichtete. Seine Schüler Salvador Arnita und Fernando Dueri zum Beispiel, deren Stil ein ausnahmslos europäischer ist. Lamas heute in Paris ansässiger Sohn Patrick begab sich hingegen auf Spurensuche nach arabischen Texturen. In der dritten Generation führt die Spur nach Nazareth und nach Berlin, wo Wisam Gibran oder Samir Odeh-Tamimi heute leben. Im Zusammenhang mit dem Forum neuer Musik 2013 „News from the Colonies“ hat der New Yorker Pianist Fadi Deep eine Auswahl dieser Arbeiten auf CD eingespielt.

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

Flamenco, Sackpfeifen und teuflische Dämonen
Eine Lange Nacht der spanischen Musik
Von Stefan Wimmer
Regie: Margot Litten

Spanische Musik - da denken viele unwillkürlich an Flamenco, ekstatisch geschleuderte Unterröcke oder Schreie maurischer Klage. Dies wird der Wahrheit nur zum Teil gerecht. In den wilden Bergen des spanischen Nordens herrscht eine ganz andere Musikkultur, die in Deutschland nahezu unbekannt ist: Im Baskenland lieben die trutzig-kämpferischen Bewohner so ausgefallene Instrumente wie die Txistu (eine Piccoloflöte), die Alboka (eine Hornpfeife) und die Txalaparta (eine Holzbalken-Struktur), die wundervolle Töne erzeugen und eine jahrhundertealte Geschichte haben. Die Dorffeste sind geprägt von sexuellen Riten und Aufmüpfigkeit, und gefeiert wird, wo man nur kann. Auch in der Provinz Asturien geht es deftig zur Sache: Dort huldigt man den Sackpfeifen, Drehleiern und Harfen - und intoniert Liebeslieder von Schäferstündchen und untreuen Ehefrauen. Auch historisch ist die Musik in Asturien hochinteressant, denn hier nahm die Reconquista ihren Ausgang, in den asturischen Berghöhlen verschanzten sich nach der maurischen Eroberung die letzten widerständigen christlichen Adeligen. In die Geschichte ging der Satz des muslimischen Heerführers ein, der die Belagerung mit den Worten abbrach: „Lasst diese Hunde in den Höhlen verrotten, sie können uns nicht mehr schaden.“ Ein verhängnisvoller Irrtum - genau aus diesen Berghöhlen ging die christliche Rückeroberung hervor. Das Spannungsfeld zwischen Orient und Abendland ist auch im andalusischen Flamenco zu sehen: Ein Besuch bei den „peñas flamencas“, den Flamenco-Stammtischen in Sanlúcar (Cádiz), zeigt, wie kontrovers Flamenco von seinen Fans diskutiert wird. Eine Lange Nacht über die etwas andere spanische Musik.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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Programmtipps

Modelleisenbahnfiguren eines Priesters und zweier Kinder auf einer aufgeschlagenen Wörterbuchseite vor dem Wort "Missbrauch" (imago stock&people)
Missbrauchsskandal in der Katholischen KircheBuße ohne Bestrafung?
Zur Diskussion 26.09.2018 | 19:15 Uhr

3.677 minderjährige Opfer, über fünf Prozent der deutschen Priester Täter: Die katholische Kirche steht wegen des Missbrauchsskandals unter Druck. Die einen mahnen einen grundlegenden Kulturwandel in der Kirche an. Die anderen verlangen ein staatliches Eingreifen.

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