Das Bildungsmagazin
BAföG, Stipendium und Bildungskredit - Warum so wenig Studierende nach staatlichen Fördermitteln greifen
In „Campus & Karriere“ gehen wir diesen Fragen nach: Wie wichtig ist staatliche Studienförderung für die Chancengerechtigkeit in der hochschulischen Bildung? Welche Förderungen gibt es? Warum greifen Studierende nicht nach dem staatlichen Angebot? Welche Fördermittel werden kaum, welche mehr angenommen? Wie bekannt sind die Angebote und was muss passieren, damit sie besser angenommen werden?
Gesprächsgäste:
Ulrich Müller, Centrum für Hochschulentwicklung, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter politische Analysen, Autor der Studie CHECK - Studienfinanzierung in Deutschland
Matthias Anbuhl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Studentenwerks
Fay Uhlmann, Vorstand freier zusammenschluss von student*innenschaften, fzs
Am Mikrofon: Bettina Köster
Hörertel.: 00800 4464 4464
campus@deutschlandfunk.de
An Chancengerechtigkeit hapert es auch in der hochschulischen Bildung weiterhin. Staatliche Studienförderungen sollen eigentlich dazu beitragen, dass der Studienerfolg nicht vom Elternhaus abhängig ist. Doch die Förderangebote werden kaum genutzt, warum nicht? Fünf von sechs Studierenden in Deutschland nutzen weder BAföG noch staatliche Kredite oder Stipendien. Das hat eine Untersuchung des Centrums für Hochschulentwicklung in Gütersloh jüngst ergeben. Neun von zehn Studierenden werden demnach von ihren Eltern finanziell unterstützt, mehr als zwei Drittel arbeiten neben dem Studium. Wenn das System so bleibe, hänge der Studienerfolg künftig immer mehr von reichen Eltern oder einem flexiblen Studiengang mit der Möglichkeit eines Nebenjobs ab. „Beides hat mit einer chancengerechten Beteiligung an hochschulischer Bildung nicht viel zu tun", kritisiert Studienautor Ulrich Müller. Warum greifen Studierende nicht nach dem staatlichen Angebot und was muss passieren, damit es besser angenommen wird?