Wortspiel - Das Musik-Gespräch
Fabian Egger über Debussys Sonate für Flöte, Viola und Harfe
Am Mikrofon: Susanne Herzog
Rhapsodisch und von betörender Schönheit: Der Flötist Fabian Egger ist den klanglichen Ausdruckswelten von Debussy auf der Spur.
„Sie ist furchtbar traurig“, hat Claude Debussy über diese Sonate gesagt. „Und ich weiß nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll? Vielleicht beides zusammen?“ Selbst zwischen Unruhe und Zuversicht hin- und hergerissen, komponiert Debussy diese Sonate bereits schwer krank, mitten im Ersten Weltkrieg, an einem von ihm geliebten Ort in der Normandie mit Blick aufs Meer. Das junge Trio um den Flötisten Florian Egger mit dem Bratscher Simon Rosier und der Harfenistin Louise Grandjean erkundet im Gespräch die feinen Stimmungen des Werks: von tiefer Melancholie bis zu unbändiger Spielfreude. An musikalischen Beispielen zeigen sie, wie Debussy der ungewöhnlichen Besetzung aus Flöte, Viola und Harfe eine Fülle neuer Klangfarben entlockt.