Erst Corona, jetzt der Krebs!
mRNA-Impfstoffe auf dem Weg in die Tumortherapie
Von Martin Winkelheide und Michael Lange
(Wdh. v. 18.4.2025)
Bekannt geworden sind mRNA-Impfstoffe in der Corona-Pandemie. Innerhalb kurzer Zeit gelang es, Impfstoffe zu entwickeln, in großen Mengen kostengünstig zu produzieren, Millionen Menschen zu impfen und so die Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Schon lange vor der Pandemie allerdings hat die Forschung an mRNA-Impfstoffen in einem ganz anderen Bereich begonnen: der Suche nach einer Impfung gegen Krebs. Die Idee: Durch die Impfung lernt der Körper, Krebszellen zu erkennen und gezielt zu bekämpfen.
Inzwischen werden die ersten experimentellen Impfstoffe in klinischen Studien getestet. Der mRNA-Impfstoff wird dabei in der Regel kombiniert mit einem anderen Baustein der Krebstherapie, beispielweise einer Chemotherapie, einem Antikörperpräparat oder einer Immuntherapie. Wie wirksam wird eine solche Impfung sein? Möglicherweise hilft sie auch nur gegen bestimmte Krebsarten. Noch ist kein mRNA-Impfstoff zugelassen.