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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 24.05.2026

  • 00:05 Uhr

    Männerfantasie oder Emanzipationsgeschichte?
    Eine Lange Nacht über Frauen und Autos
    Von Hanna Steger und Eva-Maria Baumeister
    Regie: Hanna Steger

    Eine Truckerin, die sich mit Humor und Selbstbewusstsein in der männerdominierten Welt der Rastplätze behauptet. Ein Car-Wash-Girl, das von seiner Leidenschaft für Autos erzählt - und davon, wie die Arbeit unter den Blicken der Männer ihr Selbstbild prägt. Frauen mit Fahrangst, die in einer Fahrschule „von Frauen für Frauen" das Steuer - und die Kontrolle - zurückgewinnen. Diese Lange Nacht fragt: Was erzählt die Beziehung von Frauen und Autos - eine Emanzipationsgeschichte oder die zähe Fortschreibung einer Männerfantasie? 1927 umrundete Clärenore Stinnes als erste Frau die Welt im Auto - zu einer Zeit, als Frauen oft nicht mal Verträge unterschreiben durften. Und heute? Sind Frauen im Auto schlechter geschützt als Männer, weil Crashtests weiterhin am „durchschnittlichen Mann" durchgeführt werden. Die Forscherin Astrid Linder hat mit „Eva" einen weiblichen Crash-Test-Dummy entwickelt - der besseren Schutz bieten würde, aber ungenutzt bleibt. Zwischen den großen feministischen Debatten und dem ganz normalen Fahrerinnenalltag: Wem gehört die Straße - und wessen Geschichten werden erzählt?

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Kammermusikfest Spannungen 2025

    Gideon Klein
    Trio für Violine, Viola und Violoncello

    Christian Tetzlaff, Violine
    Jan Larsen, Viola
    Krzysztof Michalski, Violoncello

    Aufnahme vom 15.6.2025 aus dem Kraftwerk in Heimbach

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Das Wohltemperierte Klavier, Teil 2"

    Johann Sebastian Bach
    Präludium und Fuge Nr. 17 As-Dur, BWV 886

    Präludium und Fuge Nr. 18 gis-Moll, BWV 887

    Präludium und Fuge Nr. 19 A-Dur, BWV 888

    Präludium und Fuge Nr. 20 a-Moll, BWV 889

    Aaron Pilsan, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Korruptionsvorwürfe gegen US-Präsident Trump: Bruch mit alten Gepflogenheiten
    Von Antonia Mannweiler

  • 06:10 Uhr

    Anonymus
    „Veni Sancte Spiritus“. Sequenz zum Pfingstfest
    Graces & Voices
    Leitung: Franz Karl Prassl

    César Franck
    „Veni creator“. Hymnus zum Pfingstfest
    Emiliano Gonzalez-Toro, Tenor
    Stephan MacLeod, Bass
    Diego Innocenzi, Orgel

    Sebastian Knüpfer
    „Die Turteltaube lässt sich hören“. Geistliches Konzert zum Pfingstfest
    King's Consort
    Leitung: Robert King

    Johann Sebastian Bach
    „Komm, Heiliger Geist, Herre Gott“. Choralbearbeitung, BWV 652
    Ullrich Böhme an der Bach-Orgel der Thomaskirche in Leipzig

    Johann Sebastian Bach
    „Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“. Kantate am 1. Pfingsttag, BWV 74
    Yeree Suh, Sopran
    Leandro Marziotte, Countertenor
    Raphael Höhn, Tenor
    Matthias Winckhler, Bass
    Chorus Musicus Köln
    Das Neue Orchester
    Leitung: Christoph Spering

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Et la Palme d'Or goes to… - Gewinner und Rückblick der Filmfestspiele Cannes

    Ein Kreuz nur für die Partei? Zu den Gruppierungen hinter der AfD ein Interview mit dem Publizisten Andreas Speit

    Treffen in Brno - Welche Rolle spielen "Heimatvertriebene" heute? Ein Interview mit dem Historiker Michael Schwartz

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Trump, Putin und Taiwan - Zu Chinas Machtpolitik ein Interview mit dem Politikwissenschaftler Andreas Fulda

    Denk ich an Deutschland: der Hörspielsprecher Gert Heidenreich

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Der Geist, der uns trägt.“
    Einer Ur-Kraft des Lebens auf der Spur
    Von Corinna Mühlstedt
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 70 Jahren: Der erste Grand Prix, Vorläufer des Eurovision Song Contest

  • 09:10 Uhr

    Neue Musik

  • 09:30 Uhr

    Erosion des Völkerrechts?
    Anspruch und Wirklichkeit der regelbasierten internationalen Politik
    Von Anne Peters

    Israel und die USA führen Krieg gegen den Iran, um das Mullah-Regime zu stürzen. Trump interveniert in Venezuela. Putin versucht, die Ukraine zu erobern. Diese Aktionen sind völkerrechtswidrig. Wird das Völkerrecht der Macht des Stärkeren geopfert?
    Russlands Angriff auf die Ukraine, der Gaza-Krieg und Trumps Politik haben das Völkerrecht schwer erschüttert. Rechtsbrüche werden normalisiert, Kritik oft selektiv geübt. Der Westen verliert an Glaubwürdigkeit, wenn er eigene Verstöße - etwa den Irak- oder den jüngsten Irankrieg - relativiert, während er andere scharf verurteilt.
    Der Vorwurf doppelter Standards schwächt die Akzeptanz internationaler Normen, besonders im Globalen Süden. Zugleich wird das Völkerrecht politisch instrumentalisiert oder ganz infrage gestellt. Um es zu retten, braucht es konsequente, universelle Anwendung, Reformen internationaler Verfahren und eine stärkere Einbindung nichtwestlicher Akteure. Nur so kann es wieder als verbindliche Grundlage globaler Ordnung wirken.
    Anne Peters (geboren 1964) ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg, Titularprofessorin an der Universität Basel, Honorarprofessorin an der Universität Heidelberg und der FU Berlin, L. Bates Lea Global Law Professorin an der Law School der University of Michigan und Global Law Professorin an der Peking University. Sie ist Mitglied des völkerrechtswissenschaftlichen Beirats der deutschen Bundesregierung, des Ständigen Schiedshofs sowie des Institut de Droit International und befasst sich mit Global Governance, Menschenrechten und der Weiterentwicklung des Völkerrechts. Zu ihren wichtigsten Büchern zählen Animals in international law (2021), Beyond Human Rights: The Legal Status oft he Individual in International Law (2016) oder das mit Jan Klabbers und Geir Ulfstein verfasste Werk The Constitutionalisation of International Law (2009).

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Luisenkiche in Berlin-Charlottenburg
    Predigt: Pfarrerin Anne Hensel
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern, CSU-Vorsitzender

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Kriege, Krisen, Kerosinmangel: Reisebranche unter Druck
    Interview mit Torsten Schäfer, Leiter Kommunikation beim DRV

    Über Abschied und Rückkehr:

    Rückkehr nach Khartum

    Jemen gestern und heute

    Rätikon-Wanderung - Einst und Jetzt

    Das Berlin der Mascha Kaléko (1/6)

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Architekt Volkwin Marg im Gespräch mit Joachim Scholl

    Der Bau des Berliner Flughafens Tegel machte ihn schon in jungen Jahren berühmt: Volkwin Marg. Mit spektakulären Bauten wurde er zu einem Weltstar der Architektur. Noch heute geht der inzwischen fast 90-Jährige jeden Tag ins Büro.

  • 15:05 Uhr

    Handgemachte Kreativität
    Der US-amerikanische Musiker Rostam
    Von Marcel Anders

    Der persisch-stämmige US-Amerikaner ist als Teil der Band Vampire Weekend ein Star - aber auch solo groß.

    Mit seiner Band Vampire Weekend hat der 42-jährige US-Amerikaner mit iranischen Wurzeln Indie-Pop-Geschichte geschrieben: Die Alben „Vampire Weekend“, „Contra“ und „Modern Vampires Of The City“, an denen Rostam Batmanglij als Gitarrist, Co-Autor und Produzent beteiligt war, machten das Quartett aus New York zu einer der wichtigsten Bands der späten 2000er/frühen 2010er - und Rostam zum gefragten Produzenten mit drei Grammy-Nominierungen. Der studierte Musiker betreute daraufhin angesagte Kollegen wie Haim, Jack Johnson, Charlie XCX, Carly Rae Jepse und startete Nebenprojekte wie Discovery. 2016 machte er sich selbstständig, um Musik für Filme und Theaterstücke, aber auch drei Solo-Alben aufzunehmen. Sein neuestes Werk „American Stories“ ist eine kritische Auseinandersetzung mit seinem Leben und seiner Identität als homosexueller persischer Künstler. Alle Stücke entstanden live im Studio: Handgemachtes mit Kreativität, Klasse und klaren Worten.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Antonio Scurati: „M. Das Ende und der Anfang“
    Aus dem Italienischen von Verena von Koskull
    (Klett-Cotta Verlag)
    Ein Beitrag von Maike Albath

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    Chatbots im Kopf - Wie KI unsere Sprache verändert
    Von Carina Schroeder und Friederike Walch-Nasseri

    KI-Sprachmodelle sind mittlerweile Teil unseres Alltags. Chatbots generieren dabei nicht nur Texte - sie beeinflussen auch zunehmend unsere eigene Kommunikation. Bedroht Künstliche Intelligenz die Individualität und Diversität von Sprache? Friederike Walch-Nasseri und Carina Schroeder reden über Chatbots, die das menschliche Gehirn imitieren und Sprachmodelle, die darauf trainiert wurden, unser Vertrauen zu gewinnen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Nach der Preisvergabe - Bilanz des Filmfestivals in Cannes

    "Pfingstspiel" - Florentina Holzingers neue Choreographie in Wien und Prinzendorf

    „Kafka on Fire“ - Das neue Stück des israelischen Dramatikers Roy Chen für das Schauspiel Frankfurt/Main

    Noch ein neuer Raum für Kunst - Erste Einblicke in das R4 Kunstzentrum auf der Île Seguin in Paris

    Am Mikrofon: Henning Hübert

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Private Krisenvorsorge - Wie die Bevölkerung resilienter werden kann(WH)

  • 20:05 Uhr

    Eingraviert
    Christin, ihr Tattoostudio und der Krebs
    Von Gülseren Sengezer
    Regie: die Autorin
    Ton: Michael Kube
    Deutschlandfunk 2026
    Länge: 54‘19

    In Christins Tattoostudio werden Lebens-, Leidens- und Verlustgeschichten auf die Haut graviert. Die Chefin bietet allen einen sicheren Ort. Doch als der Krebs kommt, braucht Christin selbst Hilfe.

    In Christins Tattoostudio erzählen Menschen unterschiedlichsten Alters Lebensgeschichten mit Bildern auf ihrer Haut. Porträts der eigenen Kinder handeln von Verbundenheit, ein weinendes Auge macht den Schmerz über eigene Versäumnisse sichtbar. Mit der richtigen Mischung aus Empathie, Fröhlichkeit und professioneller Distanz geben Christin und ihr Team diesen Geschichten Raum und ihren Kunden ein kleines Zuhause. Als dann der Krebs kommt und ihr eigenes Fundament ins Wanken gerät, geht auch Christin in Kontakt und erzählt ihre Geschichte.

    Gülseren Sengezer ist eine deutsch-kurdische Journalistin und Filmemacherin. 1974 in Dersim/Tunceli (Türkei) geboren, kam sie als 6-Jährige mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie erhielt unter anderem den Bremer Fernsehpreis 2023 für ihre SWR-Dokumentation „Feuerkinder - Über Leben nach der Katastrophe“ sowie 2018 den Preis für den besten nationalen Dokumentarfilm beim Västerås Filmfestival für „Kindertransports to Sweden“ („Dem Leben entgegen“). Ihr Radiodebüt hatte sie 2022 mit „Das ist meine Geschichte. Uns gibt es!“ In der Reihe Voice Versa bei Deutschlandfunk Kultur.

  • 21:05 Uhr

    Kronberg Festival 2025

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Sinfonia Concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester, KV 364

    Georges Enescu
    Oktett für Streicher C-Dur, op. 7

    Lili Boulanger
    D'un Soir Triste

    Béla Bartók
    Divertimento für Streichorchester, Sz 113

    Hans Christian Aavik, Violine
    Ensemble Resonanz
    Tabea Zimmermann, Viola und Leitung

    Aufnahme vom 25.9.2025 aus dem Casals Forum in Kronberg

    Am Mikrofon: Ursula Böhmer

    Das Ensemble Resonanz geht mit Tabea Zimmermann auf musikalische Reise von Rumänien über Ungarn, Österreich bis Frankreich.

    Alte und neue Klänge in Zusammenhänge setzen, das schreibt sich das Ensemble Resonanz seit 2014 auf die Fahnen. In Hamburg hat sich das Ensemble einen Proben-, Konzert- und Clubraum geschaffen, in dem klassische Kammermusik auch mal auf Elektromusik trifft. Im Casals Forum der Kronberg Academy brachten sie im vergangenen Herbst die sehr unterschiedlichen Klangwelten von Wolfgang Amadeus Mozart, George Enescu, Béla Bartók und Lili Boulanger zusammen. Und holten sich Verstärkung bei der Bratschen-Koryphäe Tabea Zimmermann und dem jungen Geiger Hans Christian Aavik. Der gebürtige Este ist seit 2022 Student an der Kronberg Academy.

  • 23:05 Uhr