Feindbild Frauen - Antifeministischer Backlash in Argentinien
Von Sophia Boddenberg
Regie: Philippe Brühl
Deutschlandfunk 2025
Argentinien galt lange als Vorbild für Frauenrechte in Lateinamerika. Präsident Javier Milei baut sie nun systematisch ab. Wie verändert seine Regierung das Leben von Frauen und queeren Menschen?
Seit der rechtslibertäre Präsident Javier Milei Argentinien regiert, sind hart erkämpfte Frauenrechte in Gefahr. Er hat das Ministerium für Frauen und Vielfalt geschlossen und verbreitet Hassbotschaften gegen Homosexuelle. In einem Land, in dem Femizide weit verbreitet sind, sind Frauen, die Gewalt erfahren, noch schutzloser als zuvor.
Die Psychologin Inés Zaidman betreut Missbrauchsopfer, die vom Staat im Stich gelassen werden. Die LGBT-Aktivistin María Rachid kämpft für Gerechtigkeit für die Opfer eines Hassverbrechens. Die Sozialarbeiterin Sofía Martínez erinnert sich an die Tage nach dem Wahlsieg von Javier Milei, als das Frauenministerium wegen einer anonymen Bombendrohung evakuiert werden musste.
Ihre Geschichten zeigen, was in einer Gesellschaft passiert, in der feministische Errungenschaften ausgehöhlt werden.
Sophia Boddenberg, 1992 in Leverkusen geboren, lebt und arbeitet seit mehr als zehn Jahren als freie Journalistin in Südamerika, vor allem in Chile und Argentinien. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf Menschenrechten, Feminismus und Umweltkonflikten. In Radiofeatures und Reportagen erzählt sie die Geschichten der Menschen, denen sie begegnet - und die sie inspirieren.