Freitag, 19.04.2019
 
Seit 10:05 Uhr Gottesdienst

Programm: Vor- und Rückschau

Freitag, 19.04.2019
 
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

00:05 Fazit

Kultur vom Tage
(Wdh.)

01:00 Nachrichten 

01:05 Alte Musik 

Marin Marais
Suite G-Dur für zwei Violen da gamba, Cembalo und Theorbe
Jordi Savall, Viola da gamba
Christophe Coin, Viola da gamba
Ton Koopman, Cembalo
Hopkinson Smith, Theorbe

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 9 Es-Dur, KV 271
Ronald Brautigam, Hammerklavier
Die Kölner Akademie
Leitung: Michael Alexander Willens

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

02:07 Sinfonische Musik 

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur, op. 55
Saito Kinen Orchestra
Leitung: Seiji Ozawa

03:00 Nachrichten 

03:05 Klaviermusik

Sergej Rachmaninow
Variationen über ein Thema von Corelli op.42
Klaviersonate Nr.2 b-Moll op.36

Michael Korstick, Klavier

Sergej Rachmaninow
ausgewählte Preludes

Nikolai Lugansky, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Neue Musik 

Jamilia Jazylbekova
,Voci'. Für Stimme und Ensemble
Jamilia Jazylbekova, Singstimme
Ensemble Modern
Leitung: Kasper de Roo

Samir Odeh-Tamimi
,Madjnun II'. Für Blockflöte und Männerchor
Jeremias Schwarzer, Blockflöte
WDR Rundfunkchor Köln
Leitung: Rupert Huber

Myriam Lucia Marbe
,Le temps retrouvé'. Für Stimme und Ensemble
Petra Hoffmann, Sopran
ensemble avantage
Leitung: Jeremias Schwarzer

05:00 Nachrichten 

05:05 Kammermusik 

Georg Philipp Telemann
Concerti TWV 43:a3, 43:h3 und 43:g2
Quartette TWV 43:G12 und 43:G4

Camerata Köln
Michael Schneider, Blockflöte
Karl Kaiser, Traversflöte
Hans-Peter Westermann, Oboe
Christine Busch, Violine
Ulla Bundies, Viola
Rainer Zipperling, Viola da Gamba und Violoncello
Ghislaine Wauters, Viola da Gamba
Marita Schaar, Fagott
Sabine Bauer, Cembalo

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Geistliche Musik

Carlo Gesualdo da Venosa
Responsorien des Offizium Tenebrae vom Karfreitag
The Hilliard Ensemble

Antonio Lotti
'Crucifixus'. Motette zum Karfreitag für 6-stimmig gemischten Chor a cappella
The Sixteen
Leitung: Harry Christophers

Heinrich Schütz
'Also hat Gott die Welt geliebt'. Motette für 5-stimmigen Chor, SWV 380
La Chapelle Royale
Leitung: Philippe Herreweghe

Johann Sebastian Bach
Concerto für Orgel solo g-Moll, BWV 985
Kei Koito, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Umstrittener Ort - Israelische Archäologen erforschen den Abendmahlsaal

Monarchie und Moderne - Zur Geschichte der Thronfolger ein Interview mit dem Historiker Frank Lorenz Müller

Europa und die Verfassung - Ein Interview mit dem Bundesverfassungsrichter a.D. Dieter Grimm

Die Passionen in der Musik - Musiktraditionen des Karfreitags

Anfassen verboten, berühren erwünscht! Ein Interview mit dem Mediziner Bruno Müller-Oerlinghausen

Denk ich an Deutschland: die Schriftstellerin Nora Bossong

Am Mikrofon: Michael Köhler

07:30 Nachrichten 

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Zum Karfreitag

Religiöses Wort
Kreuz-Stein. Das Kreuz des Erlösers
Von Pfarrer Günter Ruddat, Bochum
Evangelische Kirche

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 20 Jahren: Der Bundestag übernimmt das umgebaute Reichstagsgebäude in Berlin

09:10 Uhr

Die neue Platte

Alte Musik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

„Es werde Licht!"
Gegenbilder zur drohenden Zerstörung
Von Marleen Stoessel

Das Paradies, das wir auf Erden immerfort suchen, gab es nie. Sofern solch utopische Rückschau nicht als Verklärung, Selbsttäuschung oder bloße Weltflucht ausgelebt wird, ist in ihr ein Potenzial enthalten, das immer wieder von Künstlern als Quelle der Inspiration angezapft wurde. Doch nicht im Sinne einer Beschönigung und Beschwichtigung gegenwärtiger Nöte, sondern als Gegenentwurf, als Hoffnung.
Der Blick in den Weltraum und aus diesem zurück hat den Menschen erstmals in ihrer Geschichte erlaubt, im kosmischen Spiegel die Kleinheit und Verletzlichkeit ihres Planeten Erde zu erkennen - und zugleich seine Schönheit. Weltweite Kriege, Hunger, Flucht und Migration schaffen Bilder der Zerstörung und apokalyptische Ängste. Menschen fürchten schwindende Ressourcen und ökologische Katastrophen oder die Vermüllung der Meere, allesamt wiederum von Menschen gemacht. Jedoch sollen weniger und dystopische Ängste und Fantasien das Wort haben als die visionären Stimmen aus Kunst und Literatur. Marleen Stoessel erinnert in ihrem Essay an Gegenbilder zu solcher Zerstörung, an jene zweite Schöpfung, die in Kunst, Literatur, Philosophie und Musik die anderen Möglichkeiten aufzeigen, in denen sich das biblische Schöpfungswerk als ein menschliches fortsetzt und erfüllt. Welcher Haltung bedarf es dafür, welcher Wendung des Blicks, welcher Schärfung der Wahrnehmung und Sinne, welcher Offenheit und (kindlichen) Fähigkeit zum Staunen, zu Demut und Dankbarkeit? Wie lassen sich vielbeschworene Begriffe wie Identität und Daseins-Sinn neu schärfen und erhellen?
Marleen Stoessel ist promovierte Literaturwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Hochschuldozentin, Dramaturgin und Theaterregisseurin und lebt heute als freie Essayistin und Kulturpublizistin in Berlin. Sie veröffentlichte zuletzt das Buch ,Lob des Lachens - Eine Schelmengeschichte des Humors’ im Insel Verlag.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienstaufnehmen

Übertragung aus der Apostel-Paulus-Kirche in Berlin-Schöneberg
Predigt: Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein
Evangelische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

11:05 Uhr

Musik-Panoramaaufnehmen

Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Das Zeitliche und das Ewige

Paul Juon
Litanae, Tondichtung für Klaviertrio
Peter Tschaikowski
Klaviertrio a-moll Op. 50

Boulanger Trio
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello

Stefano Pierini
Cantai un tempo
Johann Sebastian Bach
Die Kunst der Fuge BWV 1080

Delian Quartett
Adrian Pinzaru, Violine
Andreas Moscho, Violine
Georgy Kovalev, Viola
Miriam Prandi, Violoncello

Claudia Barainsky, Sopran

Am Mikrofon: Oliver Cech

„Vor vielen Jahren“, erinnert sich der russische Komponist Paul Juon, „trat ich einmal in die Frauenkirche in München. Es waren nur wenige Leute darin. Vor einem Seitenaltar sah ich einen Mann stehen und blieb gebannt stehen; in seinem Antlitz spiegelte sich so unendlicher Schmerz wieder!“ Die wortlose Begegnung mit dem Betenden hat Juon 1918 inspiriert zu der Tondichtung ,Litaniae’ für Klaviertrio. Auf seiner neuen CD stellt das Trio Boulanger dieses zarte, selten zu hörende Stück an die Seite des Klaviertrios von Peter Tschaikowsky. Komponiert in Erinnerung an seinen Freund und Förderer, den Pianisten Nikolai Rubinstein; die Erschütterung über den jähen Tod des Freundes prägt und trägt Tschaikowskys Musik.
„Einst sang ich. Ich singe das Lied. Schweigen werde ich“: In ,Cantai un tempo’, einem berühmten Madrigal des italienischen Komponisten Claudio Monteverdi, geht es wiederum um das Verstreichen der Zeit. Monteverdis Landsmann Stefano Perini (*1971) hat dieses Madrigal rund 400 Jahre später zum Ausgangspunkt genommen für einen eigenen Zyklus. Perinis ,Cantai un tempo’, entstanden 2017, gibt den affektgeladenen mehrstimmigen Sätzen Monteverdis ein völlig neues Leben für Solostimme und Streichquartett. Diesen Epochensprung verbindet das Delian Quartett auf seiner neuen CD mit einer Musik, die jenseits der Epochen zu stehen scheint - zeitlose Musik, reine Mathematik, mystischer Klang: ,Die Kunst der Fuge’ von Johann Sebastian Bach, hier in einer Fassung für Streichquartett.
Die CDs sind erschienen bei den Labels Oehms (Delian Quartett) und CAvi (Boulanger Trio).

12:00 Nachrichten  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:05 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

13:30 Uhr

Sinfonisches Konzertaufnehmen

Edvard Grieg
Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 16
Leif Ove Andsnes, Klavier
Berliner Philharmoniker
Leitung: Mariss Jansons

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

@mediasresaufnehmen

Das Medienmagazin

Senden fürs ganze Land - 25 Jahre Deutschlandradio
Eine Intendantenrunde mit Stefan Raue, Willi Steul und Ernst Elitz
Am Mikrofon: Bettina Schmieding

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Musik-Panoramaaufnehmen

Kissinger Sommer 2018

Arvo Pärt
,Nunc Dimittis' für Chor a cappella
,Da Pacem Domine' für Chor und Streicher
,Adam's Lament' für Chor und Streicher

Sinfonietta Riga
Latvian Chamber Choir
Leitung: Sigvards Kïava

Aufnahme vom 25.6.2018 aus dem Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen

Am Mikrofon: Susann El Kassar

Mit seinem reduzierten Stil, dem Tintinnabuli-Stil, hat Arvo Pärt eine suggestive Musik entwickelt, die mit ihrer Reinheit und auch Beharrlichkeit den Hörenden in ganz andere Welten transportieren kann. Ihre Wirkung entfaltet sich besonders in seinen Chorwerken. Der Lettische Kammerchor und die Sinfonietta Riga haben beim Kissinger Sommer 2018 ein Programm allein mit Werken Arvo Pärts zusammengestellt. Die baltischen Ensembles, allen voran die Chöre, kennen die Musik des Esten Arvo Pärt natürlich besonders gut.

15:50 Uhr

Schalomaufnehmen

Jüdisches Leben heute

Musik und Gebete zum Pessach-Fest

Von Micha Guttmann

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:10 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Yambo Ouologuem: „Das Gebot der Gewalt“
Aus dem Französischen von Eva Rapsilber
Mit einem Nachwort von Dirk Naguschewski
(Elster Verlag, Zürich)
Ein Beitrag von Cornelius Wüllenkemper

Christa Morgenrath/Eva Wernecke (Hrsg.): „Imagine Africa 2060. Geschichten zur Zukunft eines Kontinents“
Übersetzt von Jutta Himmelreich, Gudrun Honke und Michael Kegler
Mit einem Nachwort von Manfred Loimeier
(Peter Hammer Verlag, Wuppertal)
Ein Gespräch mit der Herausgeberin Christa Morgenrath

Am Mikrofon: Dina Netz

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Wissenschaft im Brennpunkt
Irrwege und Irrsinn
Über Glauben und Wissen
Von Anneke Meyer

Die Menschheit hat schon den allergrößten Blödsinn geglaubt, obwohl sie es besser hätte wissen können: Die Sonne dreht sich um die Erde, Lämmer wachsen auf Bäumen, waschen ist schlecht für die Gesundheit. Da ist man doch froh, in einer aufgeklärten Gesellschaft zu leben. In einer Welt, in der Logik und Tatsachen zählen. Wissen statt Glauben. Ach ja? Umfrageergebnisse zeigen: Jeder vierte US-Amerikaner und jeder dritte Russe meint auch heute noch, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums. Die Deutschen haben nicht so große Probleme mit der Astronomie - allerdings auch nicht mit der Astrologie. Jeder vierte glaubt, wenn Venus im Haus des Schützen steht, ist die Zeit günstig, Neues zu lernen. Impfgegner, Klimazweifler, Kreationisten oder Republikaner, die schwören können, dass bei der Amtseinführung von Donald Trump mehr Zuschauer gewesen seien als bei der von Barack Obama: Die Liste zweifelhafter Überzeugungen lässt sich beliebig verlängern. Warum glauben Menschen so etwas, obwohl die Fakten dagegen sprechen? Muss man sie zur Vernunft bringen? Oder setzen wir darauf, dass auch Irrwege manchmal ans Ziel führen?

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Kulturfragenaufnehmen

Debatten und Dokumente

Alte Sammlungen, Raubkunst, Kulturpolitik.
Eike Schmidt, Leiter der Uffizien, im Gespräch mit Anja Reinhardt

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Liebschaften und Leidenschaft - Luca Francesconis Oper “Quartett” nach Heiner Müller am Theater Dortmund

"Coriolan" - Tilmann Köhler inszeniert Shakespeares Polit-Thriller am Düsseldorfer Schauspielhaus

"Das Volk bin ich" - Dokumentarfilm über Populismus in Venezuela

Reihe: Gerechtigkeitsfragen im Theater - Dramatiker Thomas Köck über sein Stück "atlas" und gerechte Erzählungen von Geschichte

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

Umstrittenes Großprojekt - Die Hochgeschwindigkeits-Bahntrasse Turin-Lyon

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Mikrokosmos - Die Kulturreportageaufnehmen

Auch Nonnen essen Schokolade
Von Maria Antonia Schmidt

Sechs Gottesdienste am Tag und jede Menge Arbeit. Im Kloster Helfta leben elf Nonnen des Zisterzienserordens. Ora et labora - Arbeit und Gebet sind nach wie vor Taktgeber des klösterlichen Lebens. Wer entscheidet sich heute noch für einen so entbehrungsreichen Lebensweg?
Stille, Keuschheit, Gehorsam und Armut gehören zu den wesentlichen Gelübden, die die Frauen auf immer abgelegt haben. Das Gelände des Klosters Helfta darf nur für besondere Anlässe verlassen werden. Heute, in Zeiten, in denen unser Wunsch nach Spiritualität einem unbedingten Glauben an Technik und Fortschritt gegenüber steht, suchen wir Hilfe bei Yogalehrern und Gesundheitspredigern. Aber profitieren auch christliche Einrichtungen davon?
Maria Antonia Schmidt ist in das Klosterleben eingetaucht, hat die Nonnen beim Gebet, beim Gassi gehen mit dem Klosterhund und bei der Küchenarbeit begleitet. Dabei hat sie erfahren, dass auch Nonnen mit ihrem Lebensweg hadern und ab und zu mal Schokolade naschen. Im anschließenden Gespräch widmen wir uns den Gläubigen außerhalb der Klostermauern und fragen, wie die Kirche im 21. Jahrhundert moderne Jugendliche erreicht und vom gläubigen Leben überzeugt.

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Das Featureaufnehmen

Wahrheit in der Stille
Die Komponistin Sofia Gubaidulina
Von Marietta Morawska-Büngeler
Regie: Fabian von Freier
Produktion. Dlf 2019

Warschauer Herbst 1971: Als Studentin erlebt die Autorin die Musik von Sofia Gubaidulina zum ersten Mal. Klänge, die aus der Stille entstehen, sich expressiv, farb- und kraftvoll entfalten. Seitdem hat sie Leben und Werk der Komponistin nicht mehr losgelassen. Bis zu einer persönlichen Begegnung sollten über 40 Jahre vergehen. Gubaidulina ist inzwischen 87 und hat nach wie vor einen vollen Terminkalender. Sie braucht die Stille ihres Hauses auf dem Lande bei Hamburg, um Inspiration und Kraft zu schöpfen. Es war eine glückliche Fügung, dass die Komponistin trotz Kompositionsaufträgen dem Interview zugestimmt hat. Zustande kamen zwei lange Gespräche über ihre Musik und deren Quellen: der Glaube und die Stille. Über das Leben in der Sowjetunion, die sie 1992 verließ. Über Deutschland. Über den Mut, einen eigenen Weg zu gehen. Sofia Gubaidulina ist nicht nur eine großartige Komponistin, sondern auch eine Philosophin. Herzlich. Offen. Bescheiden. Humorvoll.

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

On Stageaufnehmen

Lars Danielsson & Orchester:
Lars Danielsson, Kontrabass & Violoncello
John Parricelli, Gitarre
Grégory Privat, Klavier
Magnus Öström, Schlagzeug
Björn Bohlin, Englischhorn
Paolo Fresu, Trompete
Streicher und Bläser des Schleswig-Holstein Festival Orchesters
Wolf Kerschek, Leitung
Aufnahme vom 23.6.2018 bei Jazzbaltica
Am Mikrofon: Jan Tengeler

Lars Danielsson, einer der renommiertesten Jazzmusiker Schwedens, weiß sowohl als Kontrabassist wie als Komponist und Arrangeur zu überzeugen, wie auch sein Auftritt mit dem Schleswig-Holstein Festival Orchester bei Jazzbaltica 2018 eindrucksvoll belegte. Im Frühjahr zuvor hatte Danielsson eine Auftragskomposition für die Göteborger Symphoniker fertig gestellt. Im Mittelpunkt stand dabei der Klang des Englischhorns, einer im Jazz selten gespielten größeren Variante der Oboe. Für das Konzert an der Ostsee veränderte er die Komposition und integrierte das neue Arrangement in sein ständiges Ensembleprojekt ,Liberetto’. Lars Danielssons meist sehr liedhafte Strukturen wirkten dabei noch etwas klassischer als sonst - nicht zuletzt sorgte der ungewöhnliche Klang von Björn Bohlin an der Alt-Oboe für zusätzlichen Farbenreichtum.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Milestones - Jazzklassikeraufnehmen

Von ,Cinema(s)' bis ,Vaguement Godard'
Die imaginäre Filmmusik des französischen Pianisten Stephan Oliva
Am Mikrofon: Karl Lippegaus
 

Vor 20 Jahren legte Stephan Oliva das Album ,Cinema(s)’ vor. Allein meditierte der Pianist aus Paris über seine Kinoeindrücke. Ein Klavier erzählte - wie in einer langen Kamerafahrt in Zeitlupe - von imaginären Begegnungen mit Hitchcock, Welles, Godard, Fellini, Wenders und anderen. Die gleiche Suggestionskraft trieb ein weiteres halbes Dutzend Soloalben voran, die in den folgenden Jahren entstanden, ohne dass je eine solche Serie vorausgeplant war. Im Jahr 2006 entstand die CD ,Ghosts of Bernard Herrmann’, dem legendären Hitchcock-Komponisten gewidmet, der u.a. für ,Psycho’ und ,Vertigo’ vielfach preisgekrönte Soundtracks komponiert hatte. Wieder glichen die Resultate einer Geisterbeschwörung und sie erwiesen sich als derart produktiv, dass wenig später der Ableger ,Lives of Bernard Hermann’ folgte. Die Improvisationen von Stephan Oliva waren nie ein bloßes Nachspielen bekannter Filmmelodien, sondern in freie Räume vorstoßende kreative Explorationen der filmischen Eindrücke. Mit dem Album ,Film Noir’ von 2010 lenkte Stephan Oliva den Fokus auf die musikalische Dimension in Filmklassikern wie ,The Asphalt Jungle’, ,The Long Goodbye’ und ,Sunset Boulevard’. 2013 schließlich brachte der Pianist die CD ,Vaguement Godard’ heraus, dem Pionier der nouvelle vague gewidmet. Erneut erlangten das Wort vom Kino für die Ohren und die Kunst des Solo-Pianospiels im Jazz neue, ungeahnte Facetten.

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Schöne Stimmenaufnehmen

Der Bariton Michael Nagy

Am Mikrofon: Susann El Kassar

Im März 2019 hat Michael Nagy zum ersten Mal König Amfortas in Richard Wagners ,Parsifal’ gesungen, eine Figur, die mit ihrem anhaltenden Schmerz und der auf ihm lastenden Schuld auch das Leiden Christi am Karfreitag reflektiert. Nagy erweitert mit dieser Rolle sein ohnehin breites Opernrepertoire um eine psychologisch herausfordernde Figur. Der gebürtige Stuttgarter mit ungarischen Wurzeln gehört zu den besten deutschen Sängern im Fach Bariton und er ist darum auch an allen großen Opernhäusern viel gefragt. Aber auch das Lied ist ihm seit Studientagen wichtig. Was außer dem Singen sein Leben prägt, erzählt er in der Sendung ,Schöne Stimmen’.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

Auswahl nach Datum

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Programmtipps

Die lächelnden Musikerinnen des Boulanger Trio im Halbporträt mit einem Flügel im Hintergrund: Ilona Kindt, Karla Haltenwanger und Birgit Erz. (Felix Broede/Ultraschall)
Musik von Bach und TschaikowskyTod, Verzweiflung, Hoffnung
Musik-Panorama 19.04.2019 | 11:05 Uhr

Zwei neue Aufnahmen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal erkunden existenzielle Erfahrungen. In den Kompositionen von Tschaikowski, Juon, Bach und Pierini geht es tatsächlich um Leben und Tod. Das Delian Quartett und das Boulanger Trio gehen also aufs Ganze.

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