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Newsblog zum Coronavirus+++ Coronavirus: Entwicklungen vom 19. bis 21. August +++

Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO/Christopher Black via AP)
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO/Christopher Black via AP)

Die WHO hofft darauf, dass die Coronavirus-Pandemie innerhalb der nächsten zwei Jahre überwunden sein wird. Die Bundesregierung weitet ihre regionale Reisewarnung für Belgien aus. Bei der Tour de France sollen Teams ausgeschlossen werden, sobald in ihren Reihen zwei Corona-Infektionen innerhalb von sieben Tagen nachgewiesen werden. Weitere Entwicklungen im Newsblog.

Die aktuellen Entwicklungen finden Sie hier in unserem Newsblog.

Freitag, 21. August

+++ Die Bundesregierung weitet ihre regionale Reisewarnung für Belgien aus. Zusätzlich zur Provinz Antwerpen wird nun auch von Reisen in die Hauptstadt Brüssel abgeraten. 

Die Grenzen in Europa sind weitgehend offen, Sommerurlaube können unter bestimmten Bedingungen stattfinden. Aber wie sehen die Vorschriften in den einzelnen Ländern für Reisende aus Deutschland aus? Und wie steht es um das Infektionsgeschehen? Eine Übersicht.

+++ Bei der Tour de France sollen Teams ausgeschlossen werden, sobald in ihren Reihen zwei Corona-Infektionen innerhalb von sieben Tagen nachgewiesen werden. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf das Corona-Regelwerk, das den Teams nun vom Veranstalter übermittelt wurde. Das Radrennen startet in gut einer Woche in Nizza. 

+++ Bis zu einer Million Mädchen könnten in Afrika vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, weil sie während der Corona-Schließungen schwanger geworden sind. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung der Organisation World Vision. Viele Mädchen seien während der Corona-Einschränkungen wegen sexueller Gewalt oder Kinderheirat schwanger geworden, oder weil sie nicht wussten, wie sie sich schützen sollen. In vielen afrikanischen Ländern südlich der Sahara werde es schwangeren Mädchen oder jungen Müttern verboten, zur Schule zu gehen. 

+++ Thüringens Ministerpräsident Ramelow hat Bundesgesundheitsminister Spahn Panikmache in der Corona-Krise vorgeworfen. Dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" sagte der Linken-Politiker, dass jetzt mal eben der Karneval abgesagt werden solle, finde er völlig falsch. Er wolle für Thüringen Wege suchen, um Karneval zu ermöglichen. SPD-Chef Walter-Borjans betonte auf einer Veranstaltung in Dortmund, Karneval, so wie man ihn kenne, werde es nicht geben. Straßenkarneval mit einem Meter-50 Abstand und Mundschutz hielte er für wesensfremd. Es brauche Konzepte, wie einerseits die Stimmung im Kleinen gerettet und andererseits ungesteuerte Feiern verhindert werden könnten.

Demonstrationen, Familienfeiern, Restaurants, Betriebe – wenn viele Menschen zusammenkommen, besteht eine höhere Infektionsgefahr. Die Forschung geht inzwischen immer mehr davon aus, dass einzelne Personen – sogenannte "Superspreader" – gleich mehrere andere anstecken. Was ist über sie bekannt und welche Situationen könnten problematisch sein?

+++ Die Weltgesundheitsorganisation hofft darauf, dass die Corona-Pandemie in weniger als zwei Jahren überstanden sein wird, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte. Der Ausbruch der Spanischen Grippe im Jahr 1918 habe nach zwei Jahren geendet. "In unserer jetzigen Situation mit mehr Technologie und mehr Kontakten hat das Virus bessere Chancen, sich zu verbreiten", so Tedros. Zugleich aber hätte die Welt die Möglichkeiten und das Wissen, das Virus zu stoppen.

+++ Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Stamp hat sich dafür ausgesprochen, alle Karnevalsumzüge in der kommenden Session abzusagen. Dies müsse angesichts der derzeitigen Corona-Situation auch für größere Sitzungen gelten, sagte der FDP-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Ausgelassenes Feiern sei daher nicht möglich. Ähnlich hatte sich auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Laumann von der CDU geäußert. Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Spahn eine Absage des Karnevals wegen steigender Infektionszahlen ins Gespräch gebracht.

Karnevalisten in Köln trotzen dem Sturm. (dpa / Ying Tang/NurPhoto)Karnevalisten in Köln trotzen dem Sturm. (dpa / Ying Tang/NurPhoto)

+++ In Deutschland stößt die Forderung der Gastronomie-Branche, wegen der Corona-Pandemie in diesem Winter Heizstrahler in Außenbereichen wieder zuzulassen, auf ein geteiltes Echo. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Lehrieder sagte, angesichts der dramatischen Umsatzeinbrüche im Gastro-Bereich sei eine temporäre Aussetzung des Heizpilz-Verbots sinnvoll. Ähnlich äußerte sich der FDP-Politiker Klinge. Auch Grünen-Bundestagsfraktionschef Hofreiter hält eine Ausnahme für vertretbar. Zu prüfen sei jedoch, welche Heiztechnik die geeignetste sei, betonte er. Kritik gab es dagegen von Umweltschutzorganisationen wie dem BUND und Greenpeace. BUND-Energieexpertin Colaço erklärte, ein einziger Heizpilz könne in einer Saison so viel Kohlendioxid produzieren wie ein Kleinwagen in einem Jahr.

+++ Der bayerische Ministerpräsident Söder wirbt für bundesweit einheitliche Regelungen zur Maskenpflicht. Auch Bußgelder bei Verstößen gegen eine Maskenpflicht sollten vereinheitlicht werden, sagte Söder im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks. Die meisten Menschen sorgten in einer bewundernswerten Weise für sich und andere vor. Es gebe aber auch einige, die das nicht ernst nähmen. Deswegen müsse man manchmal die Vernünftigen vor den Unvernünftigen schützen, meinte Söder.

Das neue Coronavirus wird nicht nur über die Tröpfcheninfektion verbreitet. Eine wichtige Rolle spielen auch die sogenannten Aerosol-Partikel, also kleine Schwebeteile in der Luft. Sie sind insbesondere seit den Corona-Ausbrüchen in deutschen Schlachthöfen in den Fokus gerückt. Ein Überblick.

+++ Vor den Internationalen Filmfestspielen in Venedig vom 2. bis zum 12. September haben die Organisatoren Corona-Richtlinien für die Veranstaltung bekanntgegeben. Demnach müssen Besucherinnen und Besucher während der Filmvorführungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Tickets können nur online gekauft oder reserviert werden. Damit solle sichergestellt werden, dass jeder zweite Sitzplatz leer bleibe. 

+++ In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages um 1.427 gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die Gesamtzahl der Fälle damit bei 230.048. Sieben weitere Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion; insgesamt sind es jetzt 9.260. Die Zahl der Genesenen liegt aktuell noch nicht vor - sie hatte gestern laut RKI etwa 204.800 betragen.

+++ Die Bundespolizei hat davor gewarnt, selbstausgefüllte ärztliche Atteste gegen die Corona-Maskenpflicht zu nutzen. Immer wieder legten Menschen an Bahnhöfen sowie in Bussen und Bahnen solche Papiere vor, die sie angeblich aus Gesundheitsgründen vom Tragen eines Mund-Nase-Schutzes befreiten, teilte die Bundespolizeiinspektion im westfälischen Münster mit. In einer Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass der Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse strafbar sei und zusätzlich ein Bußgeld fällig werde, weil Mund und Nase nicht bedeckt seien. Den Angaben zufolge fand sich das Blanko-Attest zum Herunterladen auf der Homepage einer Arztpraxis. Nutzer hätten nur noch Namen und Adresse eintragen müssen.

+++ Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland ist im ersten halben Jahr wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, kamen 1.281 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge waren das 13,2 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der Verletzten ging um 18,7 Prozent auf knapp 148.100 zurück. Das seien die niedrigsten Werte seit der Deutschen Einheit 1990.

+++ Die Bewohner Pekings müssen bis auf weiteres im Freien keine Mund-Nase-Maske mehr tragen. Die Behörden in der chinesischen Hauptstadt haben die Corona-Schutzmaßnahmen diesbezüglich gelockert. In Peking wurden nach offiziellen Angaben seit 13 Tagen keine neuen Infektionen mehr gemeldet.

+++ Ungarn will seinen Grenzverkehr ab dem 1. September einschränken. Ministerpräsident Orban begründete dies im staatlichen Rundfunk damit, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den Nachbarländern steige.

+++ Mexiko erhält nach Angaben aus Regierungskreisen mindestens 2000 Dosen des russischen Covid-19-Impfstoffs mit dem Namen "Sputnik". Das Mittel solle in der mexikanischen Bevölkerung getestet werden, heißt es. Es steht international in der Kritik, weil die Testphase deutlich kürzer war als nach internationalen Standards üblich.

Hier haben wir zusammengefasst, wie weit die Impfstoffforschung weltweit gekommen ist.

+++ Ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Arzneimittelbehörde FDA hat mit seinem Rücktritt gedroht, sollte die Regierung der Vereinigten Staaten einen Corona-Impfstoff zulassen, ohne diesen vorher ausreichend zu testen. Er habe bisher keinen Druck von der Politik verspürt, und die FDA lasse sich allein von der Wissenschaft leiten, sagte Peter Marks, Direktor des Zentrums für die Evaluierung und Erforschung biologischer Präparate bei der FDA, der Nachrichtenagentur Reuters. Sollte sich das ändern, wäre das eine rote Linie für ihn. Er würde nicht einfach zusehen, wie ein unsicheres oder unwirksames Mittel zugelassen werde.

+++ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband fordert angesichts der Corona-Pandemie eine bundesweite Zulassung der teils verbotenen Heizpilze. So könnten Gastronomen im Herbst und Winter mehr Gäste in Außenbereichen bedienen, sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Hartges dem "Tagesspiegel". Wirte, die keine andere Möglichkeit hätten, sollten diese Geräte verwenden dürfen, meinte sie. Vielerorts sind Heizpilze aus Umweltschutzgründen nicht erlaubt.

+++ In Lateinamerika und der Karibik gibt es inzwischen mehr als 250.000 Todesopfer im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Insgesamt 6,4 Millionen Menschen haben sich nach Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP infiziert. Innerhalb der Region am schwersten betroffen ist Brasilien mit 3,5 Millionen registrierten Corona-Infektionen und etwa 112.300 gezählten Todesopfern. Auch Peru und Mexiko weisen hohe Fallzahlen auf.

+++ Für ein Forschungsprojekt zur Durchführung von Großveranstaltungen während der Corona-Pandemie können sich noch bis heute Teilnehmer anmelden. Bei dem Konzertexperiment mit dem Popsänger Tim Bendzko am morgigen Samstag sollen in der Arena Leipzig drei Szenarien erforscht werden.

Donnerstag, 20. August

+++ In Frankreich haben sich binnen eines Tages über 4.700 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden 4.771 Neuinfektionen registriert, rund 1.000 mehr als am Vortag. Damit wurde zum ersten Mal seit Mai die Schwelle von 4.000 neuen Corona-Fällen an einem Tag überschritten. 

Frankreich gehörte zu dem am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in der Europäischen Union. Nach einem strengen Lockdown und der Eindämmung des Virus steigen die Zahlen nun wieder deutlich. Warum? Diese Frage haben wir in unserem Stück "Was die steigenden Fallzahlen in Frankreich bedeuten" beantwortet.

+++ Die ursprünglich nur für Juni bis August geplante finanzielle Nothilfe für Studenten in der Corona-Pandemie wird um einen Monat verlängert. Bundesbildungsministerin Karliczek begründete den Schritt damit, dass an vielen Hochschulen das Sommersemester noch laufe und Prüfungen nachgeholt würden. 

+++ Die marokkanischen Behörden haben wegen steigender Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus die Schutzmaßnahmen in den Städten Casablanca und Marrakesch verschärft. Mehrere Bezirke in beiden Städten würden abgeriegelt, zudem dürften Geschäfte, Restaurants, Cafés und öffentliche Parks nur noch zu festgelegten Zeiten öffnen, teilten die Behörden mit.

+++ Die Zimmervermittlungs-Plattform Airbnb verbietet wegen der Corona-Pandemie Parties und führt Obergrenzen für die Belegung von Ferienwohnungen und -häusern ein. "Die Einführung eines weltweiten Verbots von Partys und Veranstaltungen liegt im Interesse der öffentlichen Gesundheit", erklärte der Konzern. Zudem dürfen sich maximal 16 Menschen in den Räumen aufhalten. Wer gegen die Regeln verstößt, könne von der Plattform verbannt und verklagt werden.

+++ Nach dem RKI hat das Auswärtige Amt nachgezogen: Für die beiden kroatischen Regionen, die zum Risikogebiet erklärt wurden, gilt nun eine Reisewarnung. Einzelheiten finden Sie hier.

+++ Das Robert-Koch-Institut hat am Vormittag Teile Kroatiens zu Corona-Risikogebieten erklärt. Betroffen sind die Regionen Sibenik-Knin und Split-Dalmatien. Luxemburg gilt dagegen nicht mehr als Risikogebiet.

+++ Während der Corona-Pandemie machen viele von uns Homeoffice - und schützen dabei ganz nebenbei das Klima. Denn viele Pendelwege fallen weg - und CO2-Emissionen sind dadurch geringer. Die Umweltschützer von Greenpeace haben jetzt untersuchen lassen, wie stark der Beitrag von Homeoffice zum Klimaschutz ingesamt sein kann.

+++ Die deutsche Clubszene wird durch die Corona-Pandemie besonders getroffen. Darüber haben wir eine längere Meldung veröffentlicht. Auch im Inforadio vom rbb gab es dazu ein Interview - mit DJ Paul van Dyk.

+++ Der für die griechische Wirtschaft so wichtige Tourismus leidet stark unter der Corona-Krise und den monatelangen Reisebeschränkungen. Die Einnahmen der Branche sanken im Juni auf Jahressicht um 99,7 Prozent - von 2,56 Milliarden Euro auf 64 Millionen Euro, wie die Notenbank mitteilt.

+++ Der Wirtschaftswissenschaftler Thomas Straubhaar hat vor einem zweiten bundesweiten Lockdown der Wirtschaft gewarnt und stattdessen dafür plädiert, steigende Infektionszahlen in Kauf zu nehmen. Straubhaar sagte im Deutschlandfunk, bei der eingeschlagenen Strategie müsse man damit rechnen, dass die Infektionszahlen weiter stiegen. Ohne Impfung schaffe man es nicht, das Virus erfolgreich zu bekämpfen. Man sollte daher nicht hysterisch auf das Infektionsgeschehen gucken.

+++ Die Zahl der Menschen in Deutschland, bei denen eine Infektion mit dem Coronavirus neu registriert wurde, ist auf den höchsten Stand seit Ende April gestiegen. Nach angaben des Robert-Koch Instituts stieg die Zahl binnen einen Tages um 1.707. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 228.621. An oder mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind bisher in Deutschland 9.253 Menschen.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt seit kurzem deutlich an. Zahlen vom Robert Koch-Institut und aus den Bundesländern zeigen: Nicht wenige Menschen bringen das Virus aus dem Urlaub mit. Wir haben die Lage hier zusammengefasst.

+++ Der bayerische Ministerpräsident Söder zieht weitere Konsequenzen aus der Corona-Test-Panne bei den Reiserückkehrern. Neben den bereits beschlossenen Änderungen wechselt der bisherige Bau- und Verkehrsstaatssekretär Holetschek ins Gesundheitsministerium. Nach dpa-Informationen soll er die in die Kritik geratene Ministerin Huml beim Krisenmanagement der Corona-Pandemie unterstützen.

+++ Wegen der anhaltenden Corona-Krise fordern Gewerkschaften und Wirtschaftsvertreter eine Verlängerung der Kurzarbeit. Insbesondere im Luftverkehr und im Tourismus, im Kulturbereich sowie im Veranstaltungswesen sei die Situation für die Beschäftigten unverändert schwierig, sagte Verdi-Chef Werneke der "Augsburger Allgemeinen".

+++ Auch in mehreren europäischen Staaten ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus deutlich angestiegen. Frankreich meldete mehr als 3.700 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Spanien und Italien meldeten beide die höchste Zahl an Neuinfektionen seit drei Monaten: In Spanien sind es 3.715, in Italien 642. Allerdings wurde auch mehr getestet.

+++ Über eine mögliche Absage des Karnevals in Deutschland wird diskutiert. Während viele der Brauchtumsvereine dagegen sind oder eine Entscheidung jetzt noch für verfrüht ansehen, hat Gesundheitsminister Spahn klar gemacht, dass Kita und Schule Vorrang vor dem Karneval haben. Spahn sagte, auch Wirtschaft und Handel müssten vorrangig unterstützt werden.

 

Mittwoch, 19. August

+++ Schweden hat in der ersten Hälfte des Jahres so viele Todesfälle verzeichnet wie seit 150 Jahren nicht mehr. Bis Ende Juni starben rund 4.500 Menschen an Covid-19. Insgesamt gab es 51.405 Todesfälle, wie die Statistikbehörde mitteilte. Das ist mehr als in jedem Jahr seit 1869. Damals starben unter anderem wegen einer Hungersnot 55.431 Menschen. Schweden hatte im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie deutlich weniger Kontaktbeschränkungen erlassen als viele andere europäische Staaten.

+++ Reiserückkehrer oder Partygänger? Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt seit kurzem deutlich an. Wir haben für Sie zusammengefasst, was die Hauptgründe für diese Entwicklung sind

+++ Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg hat die Bußgelduntergrenze für Verstöße gegen die Corona-Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr vervierfacht. Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln keine Mund-Nase-Bedeckung trägt, muss demnach ab sofort mit mindestens 100 Euro Strafe rechnen. Grund sei die zunehmende Nachlässigkeit und bisweilen "mutwilligen Disziplinlosigkeit" beim Befolgen der Maskenpflicht im ÖPNV, hieß es in Stuttgart. Bisher wurden Verstöße mit mindestens 25 Euro gehandet. Der maximale Betrag von 250 Euro bleibt bestehen.

+++ Auch Schleswig-Holstein hat nun eine Maskenpflicht in Schulen eingeführt. Sie gilt sie ab Montag. Schüler und Lehrer müssen dann auf dem Schulgelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, nicht aber im Unterricht. Bislang galt in Schleswig-Holstein nur eine dringende Empfehlung.

Ein Mädchen mit Mund-Nasen-Maske öffnet die Tür zu einem Klassenraum. (imago/Westend61)Auch in Schleswig-Holstein gilt ab Montag Maskenpflicht in Schulen. (imago/Westend61)

+++ Angesichts steigender Corona-Zahlen sollen die Bundestagsabgeordneten ab September möglichst eine Maske tragen. In einem Schreiben von Bundestagspräsident Schäuble an die Fraktionen heißt es, er empfehle dringend, in allen Parlamentsgebäuden einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Wie "Der Spiegel" weiter berichtet, verweist der CDU-Politiker auf die zahlreichen Urlaubsrückkehrer unter den Abgeordneten sowie auf die Vorbildfunktion gegenüber der Öffentlichkeit.

+++ Der Bund unterstützt Musikfestivals und Livemusik-Veranstalter in der Corona-Krise mit bis zu 80 Millionen Euro. Weitere Hilfen sind für Livemusik-Spielstätten, Musikverlage und den Musikfachhandel geplant. Insgesamt soll die Branche mit rund 150 Millionen Euro unterstützt werden.

Kulturstaatsministerin Grütters sagte, seit Beginn der Pandemie fänden nahezu keine Konzerte mehr statt. Dadurch seien viele kleine und mittelständische Unternehmen der Live-Branche in ihrer Existenz bedroht. Ziel der Förderung sei, die immense Vielfalt des Musiklebens in den Metropolen, den Städten und auf dem Land abzusichern.

+++ Australiens Premierminister Morrison hat sich für eine Corona-Impfpflicht in seinem Land ausgesprochen. Der Regierungschef sagte, dass die Impfung kostenlos und so obligatorisch wie möglich sein solle. Ausnahmen soll es nur geben, wenn medizinische Gründe vorlägen. Morrison sagte, das Risiko sei zu hoch, um die Krankheit weiter unkontrolliert zu lassen. Es sei eine Pandemie, die die Weltwirtschaft zerstöre und Hunderttausende getötet habe. Ob die Corona-Impfflicht tatsächlich kommt, habe seine Regierung aber noch nicht entschieden. Die australischen Behörden haben bisher mehr als 400 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert.

+++ Das Paul-Ehrlich-Institut hält eine Impfung gegen Covid-19 für erste Bevölkerungsgruppen bereits Anfang 2021 für möglich. Vielversprechende Impfstoffe könnten zu Jahresbeginn zugelassen sein, sagte Institutspräsident Cichutek den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Aktuell zeigten die Daten aus Prüfungen der ersten und zweiten Phase, dass einige der getesteten Impfstoffe eine Immunreaktion gegen das Virus auslösten. Aufgrund der von den Herstellern gemachten Zusagen werde es zu Jahresbeginn erste Dosen für Verbraucher in Deutschland geben, meinte Cichutek.

Es werde nicht den einen Impfstoff gegen COVID-19 geben, sondern mehrere, sagte Sebastian Ulbert vom Fraunhofer-Institut im Deutschlandfunk. Im Frühjahr 2021 könne es bereits soweit sein, doch die ersten Impfstoffe würden vermutlich keinen hundertprozentigen Schutz vor Ansteckung für alle bieten können.

Mehr zum aktuellen Stand der Impfstoffforschung lesen Sie hier.

+++ Die Zahl der Menschen, die im Iran an oder mit dem Coronavirus gestorben sind, ist auf mehr als 20.000 gestiegen. Wie die Regierung in Teheran weiter mitteilte gibt es mehr als 350.000 bestätigte Infektionen. Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität nannte zuletzt 347.837 Infektionen und 19.972 Tote (Stand: 19.8., 12 Uhr).

+++ In Deutschland haben die Gesundheitsämter im Vergleich zum Vortag 1.510 neue Corona-Infektionsfälle registriert. Dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge haben sich damit seit Beginn der Pandemie 226.914 Menschen nachweislich mit dem Krankheitserreger angesteckt. Innerhalb von 24 Stunden wurden sieben weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Insgesamt sind damit 9.243 Patienten verstorben. Die Zahl der Genesenen wird vom RKI auf 203.900 geschätzt.

+++ Finnland führt wegen Corona seine Auflagen für Reisende unter anderem aus Deutschland wieder ein. Wie die Regierung in Helsinki mitteilte, gelten ab Montag an für Reisende aus Deutschland, Griechenland und Malta sowie Norwegen, Dänemark und Island wieder Beschränkungen. Das bedeutet, dass Finnland für diese Länder wieder Grenzkontrollen einführt und Reisende aus diesen Staaten aufgerufen werden, für 14 Tage in Quarantäne zu gehen. Kontakte mit anderen Menschen sollen vermieden werden. Finnland hat europaweit eine der niedrigsten Zahlen an Neuinfektionen.

Maria Ohisalo, Innenministerin von Finnland (rechts), und Timo Harakka, Minister für Verkehr und Kommunikation, sprechen bei einer Pressekonferenz. (dpa / Lehtikuva / Markku Ulander)Finnland führt wieder Reisebeschränkungen für Deutsche ein. (dpa / Lehtikuva / Markku Ulander)

+++ Nach einem starken Anstieg an Corona-Fällen hat der Libanon erneut strikte Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Das Innenministerium teilte mit, dass das öffentliche Leben ab Freitag für zwei Wochen weitgehend stillgelegt werde, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Bis zum 7. September soll zudem eine nächtliche Ausgangssperre gelten. 

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