Programm: Vor- und RückschauSamstag, 18.02.2017

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  • 00:05 Uhr

    Outsider in Amsterdam
    Von Janwillem van de Wetering
    Bearbeitung und Regie: Peter Michel Ladiges
    Mit Hans Peter Hallwachs, Charles Wirths, Matthias Ponnier, Heinrich Giskes, Wolfgang Büttner, Nina Danzeisen, Heinz Meier, Martin Semmelrogge, Alf Marholm, Johannes Hertel, Gerd Andresen, Dieter Eppler u.a.
    Produktion: SWF/WDR 1983
    Länge: 48'55"

    Piet Verboom, der Gründer und Leiter der Hindistischen Gesellschaft, baumelt an einem Strick vom Deckenbalken seines Arbeitszimmers. Ein Selbstmordmotiv ist nicht erkennbar. Müssen Adjudant Grijpstra und Brigadier de Gier von der Amsterdamer Mordkommission in der seltsamen Welt der obskuren Sekte nach einem Mörder suchen? Ein Mann ist den Ermittlern bei diesem Fall eine besondere Hilfe: Jan Karel van Meteren, ehemaliger Wachtmeister in Neuguinea und jetziger Verkehrspolizist in Amsterdam - ein Papua. Dieser Mann war einst in Neuguinea eine mächtige Persönlichkeit. Gemeinsam entdecken sie in einem Keller einige Fässchen mit einer mysteriösen japanischen Suppenpaste ...

  • 01:05 Uhr

    Klanghorizonte

    Neuland: Colin Vallon, The Necks, Craig Taborn
    Nahaufnahme: "Blue Sun" - die Soloalben des Gitarristen und Pianisten Ralph Towner
    Zeitreise: Glenn Jones, Sun Ra, Angelo Badalamenti u.a. 

    Am Mikrofon: Michael Engelbrecht

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    08:50 Uhr  Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

    Am Mikrofon: Martin Zagatta

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: Der amerikanische Atomphysiker Julius Robert Oppenheimer gestorben

  • 09:10 Uhr

    “Es muss auch mal Schluss sein“- Erinnerungskultur in Deutschland

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Der Kabarettist, Musiker und Sänger Matthias Ningel

    Matthias Ningel macht seine augenscheinliche Unbeholfenheit zum Patentrezept seiner Darbietung. Mit feiner Ironie, scharfem Verstand und knackiger Schlagfertigkeit setzt er sich dafür ein, im Alltag unperfekt sein zu dürfen. Mit seinem ersten Programm "Omegamännchen" hat er in den vergangenen Jahren die Republik bereist und ist Kabarettmeister 2016 geworden. Pointenreich kämpft er in seinen Geschichten gegen Platzhirsche und andere Alphatiere und entlarvt dabei ihre Unzulänglichkeit. Mit einer Melange aus Gesang, Klavier, Loops und Schauspiel setzt er sich für Schüchternheit ein, macht aus der Introvertiertheit eine begehrenswerte Schönheit und bricht eine Lanze für die Fähigkeit zu erröten.
    Matthias Ningel wurde 1987 in der Eifelstadt Mayen geboren und lernte neben Klavier auch Schlagzeug. Er spielte in verschiedenen Bands und startete 2008 eine Gesangsausbildung. Seinen Lehrauftrag in den Fächern Gehörbildung und Tonsatz hat er zu Gunsten seiner Kabarettlaufbahn unterbrochen und ist seit Januar mit seinem neuen Programm "Jugenddämmerung" unterwegs. Die musikalischen Erlebnisse aus seiner kreativen Vergangenheit fasst er als Gastmoderator auf die ihm eigene humoristische Art in 'Klassik-Pop-et cetera' zusammen.

  • 11:05 Uhr

    Der Bauch von Madrid - Der Großmarkt der Hauptstadt und die spanische Tischkultur
    Von Hans-Günter Kellner

    Mercamadrid gilt als der größte Fischmarkt Europas. Weltweit soll nur auf den Märkten in Tokyo und Sydney noch mehr Fisch gehandelt werden. Die Menschen in der spanischen Hauptstadt nennen diesen Großmarkt oft den "Hafen von Madrid". Hier kaufen Händler ein, die Fisch und Meeresfrüchte dann wiederum in vielen Stadtteilen auf mehr als 50 Märkten anbieten - bis der Fisch mittags in den Küchen zubereitet wird. Mercamadrid ist aber auch der Umschlagplatz für Fleisch, Obst und Gemüse. Frisch muss nicht nur der Fisch sein, der in Spanien auf die Tische kommt. Damit haben die Märkte im Vergleich zu den Supermarktketten einen wichtigen Vorteil. Trotzdem müssen viele Händler nach neuen Wegen suchen, damit ihr Geschäft überlebt.

  • 13:10 Uhr

    Themen der Woche

  • 13:30 Uhr

    Auslandskorrespondenten berichten

    Viele Interessen - ein Krieg: Zur aktuellen Lage in Syrien

    Auf Konfrontationskurs: Spanischer CNN-Ableger in Venezuela abgeschaltet

    Obamacare am Ende? Die künftige Gesundheitsversorgung in den USA

    Ecuador am Scheideweg: Vor den Präsidenten-/Parlamentswahlen

    Am Mikrofon: Andreas Noll

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin
    Was muss Schule eigentlich leisten?
    'Campus & Karriere' diskutiert mit Vertretern aus Bildungspolitik, Gewerkschaften und Schulleitung darüber, auf welche Realität diese Vorstellungen treffen und wie sie sich in die Praxis umsetzen lassen.

    Gesprächsgäste:
    Ilka Hoffmann, Bundesvorsitzende bei der Erziehungsgewerkschaft GEW für den Bereich Schule
    Ties Rabe, Senator für Schule und Berufsbildung in Hamburg und Präsidiumsmitglied der Kultusministerkonferenz
    Jörg Schuchardt, Leiter der Waldschule-Mannheim, einer Real- und Werkrealschule im Brennpunktbezirk
    Am Mikrofon: Kate Maleike und Manfred Götzke

    Beitrag:
    Was muss Schule eigentlich leisten?
    Antworten und Vorstellungen von Schülerinnen und Schüler auf der didacta

    Aufgezeichnete Sendung von der Bildungsmesse didacta in Stuttgart

    „Schule muss aufs Leben vorbereiten, sie sollte nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Freude machen und sozialisieren. Schule muss Integrationsarbeit leisten und überzeugen, dass wir in einem Rechtsstaat leben und in einer Demokratie. Sie sollte Lust aufs Leben machen und jedem Schüler dieselbe kulturelle Teilhabe ermöglichen“. Die Anforderungen und Erwartungen an Schulen von heute, das zeigen diese Meinungen von didacta-Besuchern, die uns am Messestand ihre Meinung gesagt haben, sind groß und vielfältig.

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin
    Falco, Mythos und Wahrheit - Erinnerungen an einen Pop Pionier der deutschen Sprache
    Österreichische Ikone, erster Deutschrapper, Säulenheiliger aller 80er-Jahre-Fans, begnadeter Selbstdarsteller, tragischer Selbstzerstörer. Hansi Hölzel stieg vom Jazzbassisten zum Pop-Superstar mit Nummer-Eins-Hit in Amerika auf. Und dann wieder ab. Anfang 1998 verunglückte er tödlich, mit Drogen im Blut. Am Sonntag wäre er 60 Jahre alt geworden.

    „Wir wären nurmehr eine Ulk-Band gewesen“: Bilderbuch auf dem Weg aus der Hit-Falle
    2015 haben sie geholfen, den Begriff Austropop wieder ins aktive Vokabular zu holen - neben den noch erfolgreicheren Kollegen der Band Wanda. Aber Bilderbuch sind die stylischeren, die gewitzteren, die ironischeren Falco-Nachfolger. Mit "Magic Life“, dem Nachfolger zum Erfolgsalbum "Schick Schock“, machen sie es sich - und den Fans - nicht leicht.

    „Ich bin doch nicht Bono!“: Christiane Rösinger zum neuen Album "Lieder ohne Leiden“
    Ihr Solodebüt "Songs Of L. And Hate“ sollte vor sechs Jahren „das traurigste Album der Welt“ werden. Auf "Lieder ohne Leiden“ nun singt Indie-Ikone Christiane Rösinger statt romantischer Tragödien lieber über den Sieg des Feminismus, übers Älterwerden sowie das Lob der stumpfen Arbeit. Und berichtet in Corso vom musikalischen Prekariat - und vom Deutschunterricht für Flüchtlinge.

    Am Mikrofon: Bernd Lechler

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Das Waisenthema gestern und heute
    Ein Schwerpunkt von Karin Hahn

    Astrid Lindgren: Pippi Langstrumpf, Oetinger Verlag
    Charles Dickens: Oliver Twist, Arena Verlag
    Kurt Held: Die rote Zora und ihre Bande, Fischer Schatzinsel
    Mara Schindler: Krempe, Kottek und das Ding mit Misses Schulz, rowohlt rotfuchs
    Mark Twain: Tom Sawyers Abenteuer, Diogenes Verlag
    S. E. Durrant: Der Himmel über Appleton House, Königskinder im Carlsen Verlag
    Nina Weger: Club der Heldinnen, Oetinger Verlag
    J. K. Rowling: Harry Potter und der Feuerkelch, Carlsen Verlag
    Sally Nicholls: Eine Insel für uns allein, dtv Reihe Hanser
    Annika Thor: Vorhang auf für Johanna!, Urachhaus Verlag

    Am Mikrofon: Tanya Lieske

  • 16:30 Uhr

    Computer und Kommunikation

    Schwerpunkt:
    Das nächste große Ding
    Die IT-Branche setzt auf neue Geschäfte mit der Blockchain

    Notar für Arme
    Mit Kryptographie werden fälschungssichere Dokumente billiger

    Demokratischer Algorithmus
    Luxemburger Forscher wollen das Schürfen von Bitcoins entmonopolisieren

    Aktuell:
    Datenhungriger Feuerfuchs
    Was Firefox über Netznutzer und deren Surfverhalten sammelt

    Das Digitale Logbuch
    Unbayerisch

    Info-Update

    Sternzeit 18. Februar 2017
    Feuer auf der Raumstation

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Bedrohung aus dem Cyberspace?
    Wie Journalisten Terror-Propaganda aufdecken können

    „Cross-Check“
    Medien-Initiative gegen Desinformation im französischen Wahlkampf

    Künftig nur noch digital
    Bayerischer Ausbildungskanal muss UKW-Sendefrequenz abgeben

    O-Ton-Nachrichten u.a.:
    “Ein falsches Signal” an mögliche Attentäter: Das Weltpressefoto des Jahres sorgt für Diskussionen
    Überraschende Koalition der großen Verlage: Pressevertriebssystem soll preiswerter werden
    „No, Sir, we are not fools“ : Fox News wendet sich gegen Trump und fordert ehrliche Antworten

    Themenreihe: „Mittelpunkt Mensch“
    Engagement gegen Internetmissbrauch
    André Wolf von „mimikama.at“

    Am Mikrofon: Bettina Köster

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Der groteske Krieg - Simon Rattle und Peter Sellars bringen Ligetis „Le Grand Macabre“ auf die Bühne der Berliner Philharmonie

    Science Fiction, Avantgarde, Autorenkino - Eine Bilanz der Berlinale Nebenreihen

    "Antigone und Ödipus" - Ersan Mondtag inszeniert nach Sophokles am Gorki Theater Berlin

    Einzigartig. Die Hinterglasbilder des Expressionisten Heinrich Campendonk im neuen Museum Penzberg

    Kein Revolutionsandenken gewünscht? Überfall auf Zentrum für visuelle Kultur in Kiew

    Am Mikrofon: Katja Lückert

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Bundesliga, 21. Spieltag:
    Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg
    BvB - Leere Südtribüne sorgt für Rumoren in der Dortmunder Fanszene
    Hertha BSC - FC Bayern München
    1. FSV Mainz 05 - SV Werder Bremen
    1899 Hoffenheim - SV Darmstadt 98
    Eintracht Frankfurt - FC Ingolstadt
    Hamburger SV - SC Freiburg

    Fußball - 2. Liga, 21. Spieltag:
    VfL Bochum - FC Würzburger Kickers
    SpVgg Greuther Fürth - Fortuna Düsseldorf

    Martin Schulz und der 1. FC Köln
    FIFA im Wandel - Schein oder Sein? Tagung in Zürich
    Fußball - Campo Bahia/Brasilien und die Goldgräbermentalität
    Hallen-Leichtathletik - Deutsche Meisterschaften in Leipzig
    Basketball Top Four in Berlin - Halbfinale
    Alpine Ski-WM - Slalom Damen in St. Moritz
    Biathlon-WM - 4x7,5 km Staffel Männer in Hochfilzen
    Bob & Skeleton-WM am Königssee
    Rodeln - Weltcup in Südkorea
    Paralympics - Deutscher Behindertensportverband fordert Ausschluss weiterer Nationen

    Am Mikrofon: Astrid Rawohl

  • 20:05 Uhr

    Das Treffen in Valladolid
    Von Anthony Burgess
    Aus dem Englischen von Karin Graf
    Regie: Hans Gerd Krogmann
    Mit Otto Sander, Gerd Baltus, Derval de Faria, Anke Tegtmeyer, Josef Meinertzhagen, Angelika Thomas u.a.
    Produktion: DLF/ARD/SRG/ORF 1991
    Länge: 72’40

    Hörspielmagazin Extra:
    Man of Letters and Music - Anthony Burgess und die Musik
    Mit Karl Lippegaus

    Man schreibt das Jahr 1616. Cervantes und Shakespeare sind tot, beide am gleichen Tag gestorben. An Shakespeares Grab treffen sich ein englischer Schauspieler und ein spanischer Poet. Sie erinnern sich an die englisch-spanischen Friedensverhandlungen in Valladolid. Beide hatten zu der Friedensdelegation gehört. Ein zerrissenes Europa, das einen dauerhaften Frieden braucht, unter dem die King James Bible und die Lutherbibel, Hamlet und Don Quichote zum allgemeinen europäischen Kulturgut gehören würden.

    Anthony Burgess (1917 - 1993), britischer Schriftsteller, bekanntestes Werk: "Clockwork Orange" (1962).

  • 22:05 Uhr

    Melos, Ethos und Memento
    Der slowakische Komponist und Musiktheoretiker Roman Berger
    Von Robert Nemecek

    Seit mehr als einem halben Jahrhundert zählt der 1930 in Tschechisch-Teschen geborene, heute in Pressburg lebende Komponist Roman Berger zu den führenden Persönlichkeiten der neuen Musik in der Slowakei. Kennzeichnend für den Tonkünstler und Musiktheoretiker Berger ist ein selten harmonischer Zusammenklang von künstlerischer und moralischer Integrität. Bergers Vorstellung vom Komponieren als Akt radikaler Authentizität gilt auch für den Menschen Roman Berger selbst. Er hielt auch dann noch an seinem komplexen, Techniken der Avantgarde integrierenden Kompositionsstil fest, als man seine Werke nach dem Ende des Prager Frühlings mit einem Aufführungsverbot belegte. Nach seinem Rückzug aus dem Musikleben bleibt der 87-Jährige ein kritischer Beobachter des Musikbetriebs, als welcher er sich in Schrift und Wort für die junge Avantgarde stark macht.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Unheilvolle Kontinuitäten
    Eine Lange Nacht über den deutschen Kolonialismus
    Von Rolf Cantzen
    Regie: Rita Höhne

    Prügel mit dem Tauende oder doch mit der Nilpferdpeitsche? Die Frage, wie die zwangsverpflichteten schwarzen Arbeiter in den deutschen Kolonien "zur Arbeit erzogen" und damit "zivilisiert" werden sollen, diskutierten Politiker und Mediziner vor etwas mehr als hundert Jahren in aller Öffentlichkeit. Die Kolonien versprachen Rohstoffe, Absatzmärkte und Orte für deutsche Auswanderer. So wurden Teile Afrikas und der Südsee annektiert. Die wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Ordnungen, die nicht bereits durch den transatlantischen Sklavenhandel unterminiert waren, wurden vollends zerstört. Bereits vor der militärischen staatlichen Absicherung der Kolonisatoren existierte die Gewissheit eigener kultureller Überlegenheit. So sicherte sich der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg im heutigen Ghana eine Festung zur Absicherung des Sklavenhandels. Die kolonisierte Bevölkerung leistete Widerstand - gewaltlos mit Arbeitsverweigerungen, mit Flucht, mit Resolutionen an den Reichstag, auf juristischen Wegen, dann aber auch durch Kriege, die mit Hunderttausenden von Toten und im heutigen Namibia und damaligen "Deutsch-Südwest" mit dem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts endeten. In Deutschland gibt es heute zahlreiche Initiativen schwarzer Menschenrechtsaktivisten, die an die jahrhundertelange Präsenz von People of Color in Deutschland erinnern. Sie wollen so zu einer angemessenen Erinnerungskultur beitragen.