Ich brauche ein Zimmer für mich allein - und jetzt?! (3+4/4)
Teil 3: Aufräumen, Wegschmeißen und Ordnung halten
Teil 4: Alte Eltern, Verantwortung und radikale Akzeptanz
Von Karen Muster
Regie: Karen Muster
Produktion: Deutschlandfunk 2024
(Wdh. am 24.03.2026, 22.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur)
Karen braucht dringend Platz. Die Autorin wohnt mit Mann und Kindern auf 75 Quadratmetern - ein Killer für Beziehung und Arbeit.
Unsere Wohnung ist die kleinste, klagen sogar die Kinder. Alle Schulfreundinnen haben größere Zimmer. Das sorgt immer wieder für Wut und Tränen, nicht nur zwischen den Kindern. Sind die alten Schuhe wichtiger als die Familie? fragt Karen ihren Freund, der nichts wegwerfen kann. Dann, in all dem Trubel, wird auch noch Karens geliebtes Büro gekündigt.
In vier Podcast-Folgen sucht Karen nach einer Lösung aus der Platznot, so humorvoll wie verzweifelt, und lässt sich dabei beim Leben und Streiten über die Schulter gucken. Alles in real-time und ziemlich nah dran.
Aufräumen, Wegschmeißen und Ordnung halten (Teil 3)
Die Wohnung ist nicht nur zu klein, sie ist auch mega vollgestellt. Eine Aufräumcoachin soll beim Entrümpeln helfen. Fast hundert Paar Schuhe tauchen dabei auf, säckeweise Altkleider und jede Menge Fragen: Warum, verdammt, fällt es so schwer, sich von alten Dingen zu trennen? Und was genau hält die Familie eigentlich davon ab, für Ordnung zu sorgen?
Alte Eltern, Verantwortung und radikale Akzeptanz (Teil 4)
Am Ende ihrer Suche findet Karen tatsächlich Platz - allerdings im wenig attraktiven Bielefeld, wo ihre Eltern zu zweit ein riesiges Haus bewohnen. Aber hätten die Lust auf Mehrgenerationenhaushalt? Die überraschende Antwort: Klar, zieht zu uns! Allerdings schafft die Antwort neue Probleme. Karen wird auf einmal klar, dass die betagten Eltern wirklich bald ihrer Hilfe bedürften. Doch Mann und Tochter sind aus Köln nicht wegzubewegen. Vielleicht, denkt Karen, liegt ihre Freundin richtig, die ihr zu radikaler Akzeptanz rät. Aber hieße das nicht, zu resignieren, den Kampf für mehr Gerechtigkeit aufzugeben, auch für jene, die noch viel beengter leben? Wenn Menschen wie Karen ihn nicht führen, wer dann?
Karen Muster erzählt in verschiedenen Radio-Dokus von den Herausforderungen ihres Lebens. Da die eigenen Kinder Teil ihrer Probleme sind, hat die Autorin ein Pseudonym gewählt. So wie den Musters könnte es vielen gehen. 2024 hat sie für ihre Doku ‚Arschlochmama‘ über familiäre Konflikte den Robert - Geisendörfer Preis erhalten.