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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 20.06.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Miteinander über Stilgrenzen hinweg
    Andre Nendza Quintett "On Canvas"
    Aufnahme vom 28.2.2026, Loft Köln
    Am Mikrofon: Michael Kuhlmann
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Care Sounds
    Jazz und Fürsorge
    Von Sophie Emilie Beha
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Progressive Musikmesse
    Die polnische Band Riverside (2/2)
    Aufnahme vom 27.5.2017 aus der „Kantine“, Köln
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    05:05 Uhr   Spielraum

    Soul City - Neues aus der Black Music-Szene
    Am Mikrofon: Jan Tengeler
    (Wdh.)

    05:40 Uhr   Spielraum

    Soul City - Neues aus der Black Music-Szene
    Am Mikrofon: Jan Tengeler
    (Wdh.)

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pfarrerin Cornelia Coenen-Marx, Garbsen
    Evangelische Kirche

    06:40 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    07:54 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:45 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 100 Jahren: Volksentscheid über Enteignung der entmachteten Fürsten

  • 09:10 Uhr

    Nordsee-Kutter in der Krise - Fischer kämpfen um ihre Existenz
    Am Mikrofon: Vanja Budde

    Bunt bemalte Krabbenkutter bereit zum Auslaufen aus den kleinen, ostfriesischen Häfen - Inbegriff der Nordseeidylle. Doch die deutsche Kutterfischerei steckt in einer schweren, strukturellen Krise. Gebietsverluste durch den massiven Ausbau von Windkraft und Naturschutzgebiete. Veränderte Fischangebot durch den Klimawandel. Und obendrein plagen die Branche Nachwuchssorgen: nur die wenigsten wollen noch Fischer werden.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Dirigent, Organist und Cembalist Ton Koopman

    Auch mit 81 Jahren jettet der Barock-Spezialist zu Konzerten um die Welt. Sein Maßstab bis heute: das Musizieren aus dem Herzen.

    Wenn Ton Koopman Barockmusik auf dem Cembalo spielt, fühle er sich wie der Schlagzeuger im Orchester. Kein Wunder, denn sein Vater war Jazzschlagzeuger. Statt zum Jazz fühlte sich Ton Koopman schon als Kind zur Musik von Johann Sebastian Bach hingezogen. Mit seinem Amsterdam Baroque Chor und Orchester spielte er sämtliche Bach-Kantaten auf CD ein. Geboren wurde Ton Koopman 1944 in der niederländischen Stadt Zwolle. Bis heute gilt er als führender Vertreter der historischen Aufführungspraxis. In „Klassik-Pop-et cetera“ erzählt er von musikalischen Weggefährten wie Jordi Savall und Klaus Mertens, über die Begeisterung seiner Tochter für den Jazz und gemeinsame Konzerte mit seiner Frau, der Cembalistin Tini Mathot.

  • 11:05 Uhr

    Frauen im Fürstentum - Der lange Kampf um Frauenrechte in Liechtensteinvon
    Von David Ehl und Katharina Peetz

    In Liechtenstein dürfen Frauen erst seit 1984 wählen. Das Alpenland war damit der letzte europäische Staat, der das Frauenwahlrecht eingeführt hat. Seit April 2025 steht nun erstmals eine Frau an der Spitze der Regierung, die Ministerpräsidentin Brigitte Haas. Doch vieles andere läuft im Fürstentum wie ehedem: Der Monarch besitzt ein Vetorecht in der Gesetzgebung und eine klare Trennung zwischen Staat und katholischer Kirche existiert nicht. Und doch gibt es Bewegung in der Gesellschaft - aktuell kämpft etwa eine Initiative für die Liberalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen.
    Wo steht Liechtenstein in Sachen Gleichstellung, wer setzt sich für Veränderungen ein und wer will traditionelle Rollen lieber aufrechterhalten? Erkundungen in einem der kleinsten Staaten der Welt.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    12:40 Uhr   WM Magazin

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 13:30 Uhr
  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Philosophie für Kinder und Jugendliche - Neuerscheinungen im Frühjahr 2026:

    Jon Fosse, Akin Düzakin (Ill.): „Kant oder Was ist hinter dem Weltraum?“
    Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel
    Ab 6 Jahren
    (Rotfuchs Verlag)

    Gaea Schoeters und Gerda Dendooven (Ill.): „Nichts. Wirklich nichts?“
    Aus dem Niederländischen von Ira Wilhelm
    Ab 5 Jahren
    (Mixtvision Verlag)

    Martine Gasparov,Émilie Boudet (Ill.): Die Comicothek der Philosophie. Bd. 1 „Wahrheit“ und Bd. 2 „Kunst“
    Aus dem Französischen von Edmund Jacoby
    Ab 16 Jahren
    (Jacoby & Stuart Verlag)
    Ein Beitrag von Judith Leister

    Vitali Konstantinov: „Wenn nicht die Menschen“
    Ab 8 Jahren
    (Kunstanstifter Verlag)
    Ein Beitrag von Jan Drees

    Amani Padda: „Bevor der Himmel reißt“
    Ab 14 Jahren
    (Arctis Verlag)
    Ein Beitrag von Christoph Vormweg

    Am Mikrofon: Svenja Kretschmer

  • 17:05 Uhr

    Pflegereform: Sollten Kinderlose mehr zahlen? 
    Gregor Thüsing, Institut für Arbeitsrecht und Recht der sozialen Sicherheit, und Birgid Becker, Redakteurin in der DLF-Wirtschaftsredaktion im Gespräch mit Manfred Götzke

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:10 Uhr
    18:35 Uhr   WM aktuell

    FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™

  • 18:40 Uhr
  • 20:05 Uhr

    Ein Geschäft mit Träumen
    Von Ingeborg Bachmann
    Bearbeitung, Regie: Heinz von Cramer
    Mit: Charles Wirths, Gertrud Kückelmann, Wolfgang Kieling, Ernst Jacobi, Stefan Worbes, Alois Garg, Günther Boehnert, Maria Krasna, Laila Freer, Wiltrud Fischer, Maria Barring, Horst Michael Neutze, Erwin Schastok, Susanne Flury, Joachim Johannsen, Alwin Joachim Meyer, Karl Renar
    Deutschlandfunk 1975
    Länge: 66'02

    Nach Feierabend gerät der Angestellte Laurenz in ein Geschäft, in dem es Träume zu kaufen gibt. Träume, in denen man die Wünsche und Nöte, die Ängste und Hoffnungen des Alltags kompensieren kann.

    "Träume kosten viel Geld, manche viel Zeit." Der Büroangestellte Laurenz, eine gründliche, penible Natur, dienstbeflissen und angepasst an die Wünsche seiner Kollegen und Vorgesetzten, gerät eines Tages nach Büroschluss in einen Laden, in dem eine seltsame Ware angeboten wird: Träume. Laurenz erlebt in den Träumen sein eigenes Dasein so, wie ein Kinogänger Filme erlebt. Erst im dritten Traum erkennt er sich wieder. Doch was er hier wagt, das verwehrt er sich im Alltagsleben: Er gesteht seiner Bürokollegin Anna seine Liebe.
    Das erste Original-Hörspiel von Ingeborg Bachmann.

  • 22:05 Uhr

    Cluster, Collage, Kontrapunkt
    Bach-Spuren im Schaffen von Ruth Zechlin
    Von Klaus Gehrke

    Zweifellos ist Ruth Zechlin die bedeutendste deutsche Komponistin ihrer Generation. 1926 im sächsischen Großhartmannsdorf geboren, studierte sie in Leipzig ab 1943 bei Johann Nepomuk David, Karl Straube und Günther Ramin. Georg Knepler holte sie 1950 als Dozentin nach Berlin, Rudolf Wagner-Regeny und Hanns Eisler waren dort ihre Kollegen. 1969 wurde Ruth Zechlin Professorin für Komposition an der neu gegründeten Berliner Hochschule „Hanns Eisler“. In ihrem eigenen Schaffen verarbeitete sie Techniken der damaligen Avantgarde, setzte sich aber ebenso mit der Kontrapunktik Johann Sebastian Bachs auseinander. Bach war für sie einerseits ein Orientierungspunkt in den kulturpolitischen Stürmen in 40 Jahren DDR - zum anderen blieb er durchaus ein Maß für ihre spätes kirchenmusikalisches Schaffen in Bayern.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Literatur schlägt Leben
    Eine Lange Nacht über Ingeborg Bachmann
    Von Helmut Böttiger
    Regie: Vera Teichmann

    Ingeborg Bachmann, die vor hundert Jahren am 25 Juni 1926 geboren wurde, gilt als eine der größten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, und sie eignete sich schon sehr früh als Projektionsfläche. Die Porträts von ihr widersprechen sich oft. Für viele ist sie, etwa durch ihren Roman „Malina“ von 1971, eine feministische Ikone, andere wiederum sehen in ihr eher eine haltlose, drogenabhängige Frau. Je nach dem jeweiligen Zeitgeist wechseln die Zuschreibungen, zwischen Heiligenlegende und Boulevardmelodram. Vor allem ihr früher Tod 1973 im Alter von 47 Jahren scheint das zu befeuern: Sie war nach der Einnahme von Tabletten im Bett mit einer brennenden Zigarette in der Hand eingeschlafen. Die Lange Nacht zeigt Ingeborg Bachmann vor allem als eine Frau, die zu früh kam. Ihre Gedichte waren in den fünfziger Jahren aufsehenerregend, und sie versuchte, als freie Schriftstellerin ein emanzipiertes Leben zu führen - in einer Zeit, als das noch nicht vorgesehen war. Das ist das Zentralmotiv ihrer Biografie und erklärt auch ihre spätere Lebenskatastrophe. Der Vergleich mit Gottfried Benn wirkt dabei sehr erhellend: Benns viele Altersaffären verstärken heute eher seine Aura, bei Bachmann hingegen wird wieder von „Sich Jedem an den Hals werfen“ gesprochen, von „Selbstzerstörung“. Die Literatur diente Ingeborg Bachmann bereits früh zur Selbstdefinition. Sie inszenierte ihr Leben als Spiel, als Theater - aber im Lauf der Zeit wurde das zu einer Überforderung. Für eine Radionacht ist ihr Verhältnis zur Musik besonders ergiebig. Einmal schrieb sie über Maria Callas - und insgeheim über sich selbst: Die Callas habe „auf der Rasierklinge gelebt“, sie sei „das letzte Märchen“ gewesen, „die letzte Wirklichkeit“. Und sie fasst zusammen: „Die Callas - ja, wann hat sie gelebt, wann wird sie sterben? - ist groß, ist ein Mensch, ist unvertraut in einer Welt der Mediokrität und der Perfektion.“ (Wdh.v.17./18.06.2023)