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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 26.09.2026

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Musik mit Mission
    Das Nduduzu Makhathini Trio
    Aufnahme vom 28.6.2026 bei Jazz Baltica, Timmendorfer Strand
    Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Vater des Spiritual Jazz?
    John Coltrane zum 100. Geburtstag
    Von Odilo Clausnitzer
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Urlaub nicht nur in Westerland
    Der Berliner Musiker Jan Vetter
    Von Vincent Neumann
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Dota Kehr (D)
    Aufnahme vom 5.7.2026 beim Rudolstadt Festival
    Am Mikrofon: Babette Michel
    (Wdh.)

    Passionen und Emotionen
    Zum 100. Geburtstag des Saxofonisten John Coltrane
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus
    (Wdh.)

    Passionen und Emotionen
    Zum 100. Geburtstag des Saxofonisten John Coltrane
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Selenskyj in New York: Trump lässt die Ukraine im Stich
    Von Elena Gorgis

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    Am Mikrofon: Rainer Brandes

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastorin Jasmin Jäger, Berlin
    Evangelische Kirche

    06:50 Uhr   Interview

    Koalition mit der Linken: Ja oder nein? - Interview mit Hakan Demir, SPD, MdB

    07:15 Uhr   Interview

    Bundesweite Sozialstaatsproteste: Interview mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:10 Uhr   Interview

    Ukraine in Bedrängnis: Interview mit Anton Hofreiter, Grüne, MdB

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 10 Jahren: Rebellen und Regierung in Kolumbien unterzeichnen Friedensvertrag

  • 09:10 Uhr

    "Geht doch!" - Was Städte und Kommunen gut machen

    Am Mikrofon: Sonja Meschkat und Doris Simon

    Es läuft vieles durchaus gut in Deutschland: In Städten und Gemeinden, in denen Verwaltungen und Bürgermeisterinnen dafür sorgen, das Leben in ihren Kommunen besser zu machen. Die Taschengeldbörse im saarländischen Dillingen hilft Senioren, in Unterfranken beleben Dörfer ihre verödete Ortskerne wieder, in Hameln in Niedersachsen verschenkt die Stadt Bäume fürs Klima. Diese Beispiele kommen von Hörerinnen und Hörer, es ist ihr Lob für kommunales Engagement.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: der Autor und Psychologe Stephan Grünewald

    Er analysiert gesellschaftliche Krisen, erforscht die Sehnsucht nach Gemeinschaft und betont Eigenverantwortung.

    Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ nennt Stephan Grünewald den „Psychologen der Nation“. Diesen Ruf stützt er mit Büchern wie „Deutschland auf der Couch“ oder „Die erschöpfte Gesellschaft“. Der 1960 geborene Diplom-Psychologe ist auch Psychotherapeut, Marktforscher und Mitbegründer eines Instituts für qualitative Markt- und Medienanalysen. In seinem aktuellen Werk „Wir Krisenakrobaten“ macht er deutlich, warum sich die Deutschen ins Schneckenhaus zurückziehen und zugleich neue Formen der Hoffnung erfinden. Stephan Grünewald stammt aus Mönchengladbach, ist vierfacher Vater und lebt mit seiner Familie in Köln. Er schwärmt für Fußball und für klassische Musik. Als Gastmoderator bei „Klassik-Pop-et cetera“ zeigt er aber auch Vorlieben für Hildegard Knef und die Beatles.

  • 11:05 Uhr

    Johanna Herzing im Gespräch mit den DDR-Oppositionellen und Theologinnen Friederike Spengler und Katja Simon

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 13:10 Uhr

    Selenskyj in New York: Trump lässt die Ukraine im Stich
    Von Elena Gorgis

    Berliner Enteignungsdebatte: Bitte mit weniger Schaum vor dem Mund
    Von Vivien Leue

    Nach den Landtagswahlen: Jetzt geht’ s um die Zukunft der Union
    Von Peter Müller

    Debatte über EU-Haushalt: Es braucht ein stabiles Deutschland
    Von Moritz Küpper

    Am Mikrofon: Leonard Ameln

  • 13:30 Uhr

    Eskalation am Bab al-Mandab - Was tut Riads Bündnispartner Türkei?

    Atommacht Pakistan - Ist das Mekka-Abkommen nur Papiertiger?

    Chagos-Inseln - Machtpoker im Indischen Ozean
    Am Mikrofon: Susanne El Khafif

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    EU-Kids Act - Werden soziale Medien durch die EU-Regeln für Kinder sicherer?

    In „Campus & Karriere" fragen wir: Sind die EU-Regeln der richtige Weg, um gegen Social-Media-Sucht und psychische Erkrankungen bei Kindern vorzugehen? Lassen sich die Regeln überhaupt um - und durchsetzen? Und kommt damit auch eine flankierende Social-Media-Bildung?

    Gäste:
    Nina Kolleck, Bildungsforscherin und Politikwissenschaftlerin an der Uni Potsdam
    Erik Sczygiol, stellvertretender Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz
    Alexandra Geese, MdEP der Grünen, Expertin für Digitales
    Am Mikrofon: Manfred Götzke

    Hörertelefon: 00800 - 4464 4464
    campus@deutschlandfunk.de
    WhatsApp 0173 - 535 8089

    90 Prozent der Minderjährigen berichten laut einer Eurobarometer-Umfrage über Symptome wie Depressionen oder Konzentrationsprobleme. Der Grund: exzessive Social-Media-Nutzung. Auch das desaströse Abschneiden beim jüngsten PISA-Test bringen Bildungsexperten mit der Social-Media-Nutzung in Verbindung. Mit dem EU Kids Act reagiert Brüssel auf alle diese Probleme und Gefahren - und auf den Druck vieler Mitgliedsstaaten. Mit dem Kids Act sollen Suchtfaktoren, KI-Tricks und Fremdkontakte verboten werden. Ein Stufenplan soll den Zugang ab 13 Jahren regeln - vorher soll Social Media komplett tabu sein.

  • 15:05 Uhr

    Nichtseattle über „Große Liebe“: „Liebe ist ein Gefühl - und nicht ein Mensch“
    Nichtseattle alias Katharina Kollmann hat früh gelernt, wie eng romantische Liebe und patriarchale Rollenbilder zusammenhängen. Auf dem Album „Große Liebe“ sucht sie nach anderen Formen von Nähe jenseits der Zweierbeziehung - und findet sie in Freundschaf ten und Hunden.
    Katharina Kollmann im Corsogespräch

    Julia Jacklin: „Ich mag mich heute viel mehr“
    Die Singer-Songwriterin Julia Jacklin hat lange ihr Innenleben vermessen. Heute interessiert sich die Australierin stärker dafür, was zwischen Menschen passiert. Ein Gespräch über Autonomie und Gott, Friedhofsspaziergänge und den Wert des Imperfekten.
    Julia Jacklin im Interview

    „Out Into“ von Son Lux - Soundtrack für die unruhige Gegenwart
    Nach sechs Jahren meldet sich Son Lux mit dem neunten Album „Out Into“ zurück - zwischen aufwendigen Filmscores und Oscar-Nominierungen für „Everything Everywhere All at Once“ und „Thunderbolts“. Die Band erzählt, warum ihr komplexer Avantgarde-Pop diesmal zugänglicher, atmosphärischer und stärker auf den Hintergrund ausgerichtet ist.

    Am Mikrofon: Christoph Reimann

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser

    Die gute Geschichte zählt!
    Iwein, Pippi und die wilden Kerle sind mehr als bloß Kinderbücher
    Über Kinderbucherfahrungen als Leserin und Autorin
    Ein Gespräch mit der Schriftstellerin Felicitas Hoppe
    Länge: 24‘44

    Am Mikrofon: Carsten Hueck

  • 16:30 Uhr

    Aufholjagd:
    Glasfaserausbau und Rechenzentren werden zu Wettbewerbsfaktoren

    Ehrlichkeit:
    Hersteller und Politik wollen reelle Zahlen zum Glasfaserausbau

    Babylon-KI:
    Große Sprachmodelle entwickeln unverständliche Sprachdialekte

    Überwachungspreis:
    Zum 26. Mal vergibt digitalcourage die Big Brother Awards

    Info-Update

    Sternzeit 26. September 2026:
    Fast dreihundert Monde am Abend

    Am Mikrofon: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Sollte Leihmutterschaft in Deutschland erlaubt werden?
    Die Juristin Liane Wörner und der Theologe und Sozialethiker Andreas Lob-Hüdepohl im Gespräch
    Am Mikrofon: Dörte Hinrichs

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "In bester Lage" - Kay Voges eröffnet das neue alte Kölner Schauspielhaus

    Die böse Missgestalt? Julia Wissert inszeniert "Richard III." mit dem RambaZamba Theater Berlin

    Die Regisseurin Kim Hess über ihren Dokumentarfilm "BETWEEN TIMES - The Hamburg Ballet in Transition"

    Bauhaus-Künstlerin Benita Koch-Otte in einer Ausstellung in Halle

    Am Mikrofon: Jörg Biesler

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    USA: Kann der Sport Amerika noch einen?

  • 20:05 Uhr

    Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
    Lesung: Lutz Seiler
    Gesprächspartner: Sandra Kegel und Peter Richter
    Moderation: Maike Albath

    Lutz Seiler, 1963 in Gera geboren, Lyriker, Essayist und Romancier, hat eine Vorliebe für Tiere. Füchse, Ziegen oder Kakerlaken treten als Sendboten des Surrealen in Aktion und künden von einem anderen Bezug zur Welt. In seinem neuen Roman „Das tickende Herz“ begegnen wir Dodo, der dämmerungsaktiven, nudelfressenden Ziege aus „Stern 111“, wieder, das Wappentier des Helden. Vor allem aber geht es um die Schamanentochter Aysha aus Kasachstan, die Carl Bischoff fast um den Verstand bringt. Er folgt ihr durch halb Europa, bis die Pilgerschaft in der kasachischen Steppe endet. Ayshas Sippe hat sich ausgerechnet auf einem Atomtestgelände verschanzt, wo sie ein Opfer zur Rettung der Welt bringen will. Carl Bischoff ist in tiefer Verwirrung gefangen, und sein Herz scheint so zu arbeiten, wie der Geigerzähler aus Lutz Seilers preisgekrönter Erzählung „Turksib“: mit melodischem Kratzen, Schnarren und Wispern und überraschenden Ausschlägen. Wie es um diesen Helden bestellt ist, diskutiert der Büchnerpreisträger Lutz Seiler mit der Feuilletonchefin der FAZ Sandra Kegel und dem Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung Peter Richter.

  • 22:05 Uhr

    Berliner Geschichte/n (1): Friedrich Schenkers Funkoper „Die Gebeine Dantons“ als Dokument der ostdeutschen Wendezeit
    Von Anna Schürmer
    (Wdh. v. 26.9.2020)

    Schenker und Mickel gelang nicht nur ein sozialkritisches Stück, sondern auch ein Beitrag zur fast vergessenen Gattung Funkoper.

    Es überrascht nicht, dass sich Komponist Friedrich Schenker und Librettist Karl Mickel Mitte der 1980er-Jahre für eine kritischen Reflexion von Revolutionsgeschichte interessierten. Wollten sie damit doch - angereichert um eine Fülle aktueller Bezüge - den krisenhaften Zustand im eigenen Land kontrapunktieren. Tatsächlich erweist sich beider Sprach-Musik-Stück vor der Folie der Französischen Revolution als intellektueller Kommentar zu den Entwicklungen in der Endzeit der DDR. Darüber hinaus ist „Die Gebeine Dantons“ ein wahres Radiostück: Es aktualisiert die Neigung der Gattung Funkoper zu technischen Sujets, indem die radiophone Medientechnik der Zeit voll ausgenutzt wird. Beauftragt wurde es vom Sender „Radio DDR“ zum 200. Jahrestag der Französischen Revolution - erstausgestrahlt wurde im Programm von „DS Kultur“ im wieder vereinigten Deutschland.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Als Franz Kafka die Moderne erfand
    Eine Lange Nacht über das literarische Prag
    Von Lukas Meyer-Blankenburg
    Regie: Vera Teichmann

    Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Prag die europäische Hauptstadt der Literatur, ein kultureller Schmelztiegel im Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn mit starken deutschen und jüdischen Minderheiten. Bis heute über allem thronen Name und Werk von Franz Kafka. Seine Texte, wie etwa „Die Verwandlung“ oder „Das Urteil“, gelten als Schlüsselwerke der literarischen Moderne. Doch Kafka war nur einer von vielen Autoren, die sich in den Prager Cafés und bürgerlichen Privatwohnungen trafen und einen künstlerischen Austausch pflegten. Zu den bekanntesten Pragern gehören Rainer Maria Rilke, Franz Werfel und Max Brod. Auch der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch verfasste hier seine Reportagen über das Leben in den dunklen Gassen der Altstadt. Er, so wie viele andere, flohen vor den Nazis, mit denen das multikulturelle Leben der Stadt nachhaltig zerstört wurde. Auch später unter den Kommunisten hatten es die meisten Autoren schwer. Seit 2004 versucht das Prager Literaturhaus die Erinnerung an das literarische Erbe der Stadt zu wecken - und ist damit politisch aktuell. Denn die „Prager Moderne“ stellt auch für die Gegenwart die Bedeutung einer gemeinsamen, multikulturellen europäischen Identität vor Augen.