Donnerstag, 15.04.2021
 
Seit 01:00 Uhr Nachrichten

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 16.05.2015
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Science-Fiction
Arizona Phoenix Israel
Von Matthias Wittekindt
Regie: Christine Nagel
Komposition: Peter Ehwald
Mit: Bernhard Schütz, Anita Vulesica, Niklas Kohrt, Matthias Matschke, Cathlen Gawlich, Lars Rudolph u.a.
Produktion: RBB 2014
Länge: 51'33

Es ist immer dieselbe Szene: Ein Mann und eine Frau betreten in Phoenix, Arizona, das Hotelzimmer eines Schriftstellers, den sie 'Daddy' nennen. Er erschießt sie, immer und immer wieder. Geschieht dies wirklich? Ist es eine Szene aus einem seiner Thriller? Daddy kann sich nicht erinnern. Kein Wunder, denn Daddy ist tot. Seine Tochter Tanja arbeitet als Informatikerin am Hannah-Arendt-Institut in Israel und versucht, ihren Daddy durch das Einspeisen seiner Bücher als Datensatz zu reanimieren. Doch was zunächst nur eine Frage der richtigen Programmierung scheint, erweist sich als ein rasant wachsendes und bald nicht mehr zu überblickendes virtuelles Feld, das zu allem Übel auch von Trojanern gehackt wird. Daddy entwickelt ein Eigenleben.

Matthias Wittekindt, geboren 1958 in Hamburg, schreibt Hörspiele, u.a. für den ARD Radio Tatort, Theaterstücke, Fernsehdrehbücher, TV-Dokumentationen und Romane.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz

Alter Wein in neuen Flaschen
Von unterschiedlichen Umgängen mit der Tradition
Musik von Ray Charles, Charlie Parker, Jason Moran, Terri Lyne Carrington, Dianne Reeves, Mostly Other People Do The Killing u.a.
Live im Studio: Karsten Mützelfeldt

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Milestones 

Caravan - Eine Komposition im Wandel der Zeit
Interpretationen von Jon Hassell, Tony Scott, Louis Sclavis, Martial Solal, Krassport, Rabih Abou-Khalil, Cassandra Wilson, Supergenerous, u.v.a.
Von Thomas Loewner

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Early Morning Blues

Zum Tode von B.B. King
Live im Studio: Karl Lippegaus

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Joachim Dorfs, Stuttgarter Zeitung:
Die Flüchtlingsquoten der EU: Ein erster Funken Menschenverstand

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Uwe Beck, Mainz

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Martin Zagatta

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 25 Jahren: Der amerikanische Puppenspieler Jim Henson gestorben

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Was wird aus Vogelsang? - Die ehemalige NS-Ordensburg im Wandel
Am Mikrofon: Henning Hübert

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Künstlerin Ziska Riemann

Die meisten Künstler entscheiden sich für eine Ausdrucksform - sei es Musik oder bildende Kunst, Wort oder Film. Bei Ziska Riemann ist das anders. Sie fühlt sich überall zu Hause: Ob sie nun Drehbücher oder Songtexte schreibt, ihre Lieder selbst singt oder die Musik dazu komponiert, ob sie Filme dreht oder Comics zeichnet. Geboren wurde Ziska Riemann 1973 in München - der Vater Bildhauer und Puppenspieler, die Mutter Architektin. Unter anderem hat Ziska Riemann Comics für das ZEITmagazin und Illustrationen für den Klassiker 'Per Anhalter durch die Galaxis' gezeichnet. Sie hat die Drehbücher zu 'Die Hunde sind schuld', 'Ich bin aufgewacht und hab gesehn' und 'Tabula Rasa' geschrieben. Und eigene Songs hat sie auf der CD 'Wo hier bitte geht’s nach Shambhala?' veröffentlicht. In all ihren Arbeiten drückt Ziska Riemann aus, was sie umtreibt, beobachtet, spürt, was sie rührt - und das mit einer Offenheit, die man in der Comicsprache wohl 'krass' nennen würde.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Boden, Bauern und Barone - Das Ringen um Ungarns Agrarland
Mit Reportagen von Jan-Uwe Stahr
Am Mikrofon: Britta Fecke
(DLF 2013)

Als Speisekammer des Kaiserreiches galt Ungarn zu Zeiten der k.-u.-k-Monarchie. Das fruchtbare Agrarland befand sich überwiegend in der Hand adeliger Großgrundbesitzer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden sie enteignet, die landwirtschaftlichen Flächen verstaatlicht. Bis heute hält der ungarische Staat großen Landbesitz. Doch die national-konservative Regierung von Viktor Orbán hat sich vorgenommen, einen neuen privaten Bauernstand zu entwickeln und besonders jungen Familien den Einstieg in die Landwirtschaft zu erleichtern. Gleichzeitig möchte sie ausländische Investoren von der "heiligen ungarischen Erde" fernhalten. Kritiker sehen in Orbáns Bodenpolitik jedoch einen Verstoß gegen EU-Recht, 'Amigowirtschaft' und die Rückkehr zu feudalen Verhältnissen.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Joachim Dorfs, Stuttgarter Zeitung:
Die Flüchtlingsquoten der EU: Ein erster Funken Menschenverstand

Tom Strohschneider, neues deutschland:
Sinkende Wahlbeteiligung: Arme werden auch demokratisch abgehängt

Holger Stark, Spiegel:
Geheimdienstaffäre: Deutschland muss sich außenpolitisch von den USA abnabeln

Jochen Hubmacher, Deutschlandfunk:
Berliner Philharmoniker: Ein menschlicher Moment im Klassik-Kommerz

Am Mikrofon: Ulrike Winkelmann

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten
Burundi: Nach dem gescheiterten Militärputsch

Zwischenstopp Alexandria - Ägypten und das Flüchtlingsproblem

Brasilien: Skandal um Petrobras-Raffinerie: Symbol des wirtschaftlichen Abstürze

USA: Los Angeles macht sich erdbebensicher(er)

Am Mikrofon: Johanna Herzing

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin
Kinderunis in Deutschland: (Wie) wirken sie?
'Campus & Karriere' fragt nach dem Für und Wider bei Kinderunis, fragt nach den Erfahrungen und stellt einige aktuelle Beispiele aus dem Bundesgebiet vor.

Gesprächsgäste:
Ulla Steuernagel, Journalistin, Buchautorin und Miterfinderin der ersten deutschen Kinderuni in Tübingen
Dr. Josef König, Teamleiter Informationsdienst Wissenschaft und davor über 20 Jahre Pressechef der Ruhr-Uni Bochum
Am Mikrofon: Kate Maleike

Beiträge:
Kinderuni Tübingen
Kinderuni Dresden
Kinderuni Düsseldorf
Kinderuni Münster/Steinfurt

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Warum haben Zebras Streifen, kann man Häuser drucken oder warum waren die Römer so gute Baumeister? Auf diese und andere spannende Fragen geben sogenannte Kinderunis regelmäßig Antworten. Zu diesen etwas anderen Vorlesungen kommen Kinder verschiedener Altersstufen, lernen Dinge verstehen, haben Spaß und entdecken die Wissenschaft. Erfunden wurde die Kinderuni 2002 in Tübingen, aber inzwischen gibt es bundesweit über 60 überzeugte Nachahmer, auch im Ausland. Doch sie hat nicht nur Freunde. Kritiker halten sie für reine Marketingaktionen von Hochschulen, die sowieso kaum Geld hätten. Pädagogisch käme da nicht viel bei rum und überhaupt sei die Aufgabe eines Professors nicht, Kinder zu bespaßen, sondern Studierende zu unterrichten. Was aber sagen die Kinder, die Eltern, die ProfessorInnen und die Veranstalter über die Effekte?

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3

Das Musikmagazin
Künstliche Klänge als Stilmittel - Experimental-Pop von Holly Herndon
Die amerikanische Produzentin und Klangkünstlerin Holly Herndon benutzt trotz ihrer klassischen Musikausbildung am liebsten den Laptop als Instrument. Auf ihrem aktuellen Album "Platform" lotet sie erneut die Räume zwischen Melodie und Geräusch aus, in dem sie ihre Stimme bis zur Unkenntlichkeit verfremdet oder Klopfgeräusche vom Smartphone einsetzt. Doch sie will nicht nur experimentieren, sondern mit ihrer Musik auch gesellschaftspolitische Diskurse befeuern - etwa mit einer ironischen Liebeserklärung an einen NSA-Agenten.

Wie Lord Byron mit einer Les Paul - Altrocker Michael Des Barres im Corsogespräch
Er war Glamrocker der ersten Stunde, sang vor einem Weltpublikum beim Live-Aid, war MacGyvers Gegenspieler im Fernsehen und stand mit Clint Eastwood vor der Kamera. Michael Des Barres war als Musiker wie als Schauspieler erfolgreich - aber ein Weltstar ist er nie geworden. Der britische Adelsspross, der schon lange in Los Angeles lebt, hat nun mit "The Key to the Universe" mal wieder eines seiner seltenen Soloalben veröffentlicht. Die Musik ist rau, die Texte spiegeln das Seelenleben eines alternden Romantikers. Er selbst vergleicht sich im Gespräch mit dem britischen Dichter Lord Byron - nur eben mit E-Gitarre.

Verrücktes Mix-Tape aus der Wüste - das Debüt von Shamir
Solange man eine gute Melodie habe, könne man es in jedem Genre schaffen - und genau das wolle er mit seiner Musik zeigen. Shamir Bailey aus dem US-Wüstenstaat Nevada findet selbstbewusste Worte für seine Kunst. Doch vielleicht ist das nicht einmal unberechtigt, denn nach nur einer EP und dem gerade erschienenen Debüt-Album "Ratchet" bejubeln Kritiker Shamir als riesiges Talent, das unterschiedlichste Musikeinflüsse zusammenbringt. Manche sehen in ihm gar den Newcomer des Jahres.

Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser
Eine Graphic Novel zur Franklin-Expedition

Die Autorin Anna Kuschnarowa im Gespräch über Piratenroman: Libertalia
(Beltz & Gelberg)

Kristina Gehrmann:Im Eisland
(Hinstorff Verlag)
Ein Beitrag von Siggi Seuss

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Begehrte Frequenzen
Das Digitale Antennenfernsehen soll für den mobilen Breitbandausbau weichen

Begehrte Moneten
Das Gerangel um die erhofften Erlöse aus der zweiten Digitalen Dividende

Aktuell:
HD über deutschen Dächern
In Berlin wird das digitale Antennenfernsehen der zweiten Generation erprobt

Extra-Welle
Mobilfunkexperten wollen Massenstreams über Rundfunk ausstrahlen

Das Digitale Logbuch
Zufall

Info-Update

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Markt und Medien

Facebook auf dem Weg zur Inhalte-Plattform
Auch deutsche Verlagshäuser machen bei "Instant Articles" mit Kollegengespräch mit Nico Rau

Kommt da noch was?
Ein Jahr nach dem Start der Krautreporter-Kampagne

Die Restriktionen gehen weiter
Myanmar und die Pressefreiheit

O-Ton-Nachrichten u.a.:
Selbstgefährdungen im Netz nehmen zu - Jugendschützer fordern mehr Achtsamkeit für Kinder bei sozialen Medien
Zeitungen müssen vorerst nicht für Amateur-Fußballvideos zahlen - BFV will gegen Entscheidung des Landgerichts München Widerspruch einlegen
Netzneutralität weiter in der Diskussion - Video-Dienst Netflix will nicht an Telekomkonzerne zahlen

Auf den Spuren von Oswalt Kolle
Neue Sexformate im Fernsehen und Internet

Am Mikrofon: Christoph Sterz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen
Bühnenreife Konflikte - Der internationale Richard-Wagner-Kongress und ein Ring-Zyklus in Dessau

Vermintes Terrain - Russische Avantgardekunst in der Neuen Galerie in New York

Verlust von Millionen - Das neue polnische Emigrationsmuseum von Gdingen

Original und Fälschung - China streitet um den Nachbau historischer Architektur

"Don't Mind the Gap" - Die Frühjahrstagung der Akademie der Sprache und Dichtung als deutsch-britische Begegnung in London

Am Mikrofon: Michael Köhler

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Vom Leben ohne Schule: Freilerner in Deutschland

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Samstag

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspiel

Flughunde
Von Marcel Beyer
Bearbeitung und Regie: Iris Drögekamp
Komposition: Andreas Bick
Mit: Jens Wawrczeck, Natalie Spinell, Ulrich Matthes u.a.
Produktion: SWR 2013
Länge: 98'48

Es hat ihn wirklich gegeben: Hermann Karnau, Wachmann im Berliner Führerbunker, den Westalliierten erster Zeuge für Hitlers Tod. In Marcel Beyers Roman wird aus der verbürgten Randfigur der Zeitgeschichte etwas anderes: ein bizarrer Stimmenforscher, für den die Flughunde, jene fledermausähnlichen Flattertiere mit hundeähnlichem Kopf, Sinnbild sind einer vor dem Zugriff menschlicher Stimmen geschützten Welt. Ihm zur Seite, im Kontrast, steht die zweite Erzählerstimme des Stücks. Es ist die von Helga. Helga ist die älteste Tochter von Joseph Goebbels. Mehrfach begegnen sich die beiden, nicht erst im Bunker der letzten Tage des Dritten Reiches. Ein Zeitsprung führt in den Sommer 1992: Karnau, der nach dem Krieg untertauchen konnte, findet in seinem Plattenarchiv die Gespräche der ermordeten Goebbels-Kinder wieder. Er hatte sie aufgezeichnet während ihrer letzten Tage und Nächte.

Marcel Beyer, geb. 1965, ausgezeichnet mit dem Kleist-Preis und dem Oskar Pastior Preis 2014 sowie mit dem Literaturpreis der Stadt Bremen 2015.

22:00 Uhr

Nachrichten

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik

Stimmen. Spuren. Ränder.
Zehn Jahre 'Deutsches Komponistenarchiv' Dresden-Hellerau
Von Georg Beck

Mit dem Weitwinkelobjektiv in die jüngere kompositorische Produktion. Nicht die Spezialisierung, nicht der Blick auf die Großkomponisten - in Hellerau steht das zeitgenössische Musikleben in seiner stilistischen, funktionalen und organisatorischen Vielseitigkeit im Focus. Sichtbar machen, was sonst nicht im Blickfeld ist. Angemessen und allumfassend dokumentieren, das war das Ziel als man im Frühjahr 2005 das Deutsche Komponistenarchiv mit Unterstützung der GEMA-Stiftung und der Kulturstiftung der Länder aus der Taufe gehoben und 2009 ans Europäische Zentrum der Künste Dresden gebunden hatte. Eine Dekade später bietet das Jubiläum Anlass für Zwischenbilanz und Nachfrage. Bei Initiatoren und Organisatoren, aber auch bei den Künstlern und deren Rechtsnachfolgern. Ist die Idee des Weitwinkels aufgegangen? Gibt es Momente der Verzeichnung? Und: Was überhaupt ist Aufgabe und Selbstverständnis eines Deutschen Komponistenarchivs?

22:50 Uhr

Sport aktuell

23:00 Uhr

Nachrichten

23:05 Uhr

Lange Nacht

„Hier hat jeder eine Waffe, Doktor!“
Eine Lange Nacht über Ostanatolien
Von Manuel Gogos
Regie: Stefan Hilsbecher

Ostanatolien, das ist sprichwörtlich Hinterland. Dichter am georgischen Tiflis und am armenischen Eriwan gelegen, als an Istanbul oder Ankara. Während Türken selbst Ostanatolien häufig als sibirisch empfinden, genießen die seltenen Besucher aus dem Westen seine wahrhaft mongolische Weite. Fährt man von Trabzon am Schwarzen Meer nach Van, passiert man auf der Fahrt den höchsten Berg der Türkei, den mythischen Ararat mit seinen 5137 Metern, und den größten See - den Vansee, sieben Mal so groß wie der Bodensee und tief in der Farbe der Türken leuchtend: in Türkis. Ostanatolien ist ein Mosaik verschiedenster Religionen und Kulturen. Im magischen Ort Ani direkt an der Grenze zu Armenien haben die Urartäer ihr Reich der 1000 Kirchen errichtet. Doch Ostanatolien wurde auch zum Schauplatz der Todesmärsche der armenischen Bevölkerung um das Jahr 1915. Ostanatolien, das ist auch Kurdistan: Einstmals im Besitz kurdischer Stammesführer, nahmen im Rebellenland in den 90er-Jahren kurdische Frauen in geblümten Pumphosen im Kampf für ein freies Kurdistan das Gewehr in die Hand. Die 'Lange Nacht' lauscht uralten Musiktraditionen: den Surnas, jenen Tröten, die auf den berühmten kurdischen Hochzeiten für ausgelassene Stimmung sorgen, oder Duduks - armenischen Schnabelflöten, deren getragene Lieder mit der grandiosen Landschaft in der Grenzregion zu Armenien korrespondieren. Yaşar Kemal hat in seinen Büchern immer wieder auf seine Kindheitserinnerungen in Ostanatolien zurückgegriffen. Und Orhan Pamuk lässt im Roman 'Schnee' seinen Protagonisten ins ferne Kars reisen, um eine mysteriöse Selbstmordserie junger türkischer Mädchen aufzuklären.

23:57 Uhr

National- und Europahymne

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