Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Zum ersten Mal seit Anfang November ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den bestätigten Corona-Neuinfektionen leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut gibt sie nun mit 452,2 an - nach 452,4 am Vortag.

30.11.2021

Laboruntersuchung in einem Covid-19-Testzentrum
Laboruntersuchung in einem Covid-19-Testzentrum (dpa/picture alliance/Chromorange/Michael Bihlmayer)
Am Dienstag vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 399,8 gelegen. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 45.753 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert, knapp 430 mehr als vor einer Woche. Außerdem wurden 388 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid19-Erkrankung gemeldet. Deren Gesamtzahl liegt nun in Deutschland bei 101.344.
(Stand: 30.11., 6.00 Uhr)

So entwickelt sich die Hospitalisierungsrate

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Montag (29.11.) mit 5,52 an. Am vergangenen Freitag lag sie bei 5,97.
Ein Wochen- oder Monatsvergleich gilt wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen als nicht möglich. Die Hospitalisierungsrate gilt als ein entscheidendes Kriterium für politische Maßnahmen in der Corona-Pandemie.
Grenzwerte, ab denen auf Landesebene bestimmte Maßnahmen greifen sollen, wurden unlängst auf 3, 6 und 9 festgelegt. Auf dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle Ende Dezember 2020 hatte der Wert zeitweise mehr als 15 betragen, in der dritten Welle im April 2021 lag er bei knapp 10.
Allerdings könnte bei den älteren Daten laut RKI eine gewisse Untererfassung vorliegen, da es erst seit Juli eine Meldepflicht gibt. In die Hospitalisierungs-Inzidenz fließen alle Einweisungen von Covid-Patienten ein, auch jene auf der Normalstation.
Wie verlässlich ist die Hospitalisierungsrate?
Unter Virologen und Medizinern gilt die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen weiterhin als wichtiger Indikator für die Ausbreitung der Pandemie und somit auch als Frühindikator für steigende oder fallende Krankenhauseinweisungen.

So steht es um die Belegung der Intensivstationen

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden deutsche Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen – auch mit Covid-19-Fällen. Die Belegung der Betten mit Covid-Patientinnen und -Patienten liegt dem DIVI-Register zufolge momentan bei 4.578.
Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation des Universitätsklinikums Leipzig, steht eine Physiotherapeutin am Bett einer Patientin.
Covid-Station Universitätsklinikum Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)
Aktuell müssen 2.354 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind, invasiv beatmet werden. Derzeit sind 856 Covid-19-spezifische Intensivbetten für erwachsene Patientinnen und Patienten als frei gemeldet. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Pflegeverbände weisen darauf hin, dass dafür nicht genug Personal zur Verfügung stehen könnte. Das Intensivregister zeigt die Belegung der Stationen auch für die einzelnen Städte und Landkreise an. (Stand 30.11.,06.00 Uhr)

So steht es um die Impfungen gegen Corona

Das Bundesgesundheitsministerium meldet die Impfzahlen regelmäßig auf einem Dashboard. Demnach sind inzwischen 68,4 Prozent (56,9 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Als "vollständig geimpft" gelten derzeit die Doppel- und Kreuzimpfungen sowie die Einmalimpfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson. 9,2 Millionen Personen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. 71,2 Prozent der Bevölkerung (59,2 Millionen Menschen) haben mindestens eine Impfdosis erhalten. (Stand: 29.11., 10.00 Uhr)
Tatsächlich könnte die Impfquote höher liegen - das hatte eine Umfrage des Robert Koch-Instituts nahegelegt. Hintergrund ist die mangelnde Erfassung der Impfungen. Die Zahlen, die das Dashboard des RKI ausweist, berücksichtigen auch Impfungen von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren.

Tests: Positivrate steigt

Neue Daten zur Anzahl der Testungen und zum Anteil der positiven Testergebnisse veröffentlicht das RKI einmal wöchentlich am Donnerstag. Dann erscheint ein umfassender Lagebericht, der auch weitere wöchentlich erhobene Daten enthält.
Coronavirus - Testzentrum
Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. (picture alliance/dpa)
In der Kalenderwoche 46 fielen 19,9 Prozent der PCR-Tests positiv aus - in der Vorwoche waren es 17,27 Prozent. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht ganz mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist – denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein. (Stand: 25.11.)
Weltweit sind inzwischen rund 5,2 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.
UNO-Generalsekretär Guterres bezeichnete die Fünf-Millionen-Marke als "schmerzhafte neue Schwelle". Es wäre ein Fehler zu glauben, dass die Pandemie vorbei sei. Guterres schrieb auf Twitter auch, Covid 19 werde nicht die letzte Pandemie sein, mit der die Menschheit zu tun haben werde. In Zukunft müsse die Welt aber besser vorbereitet sein und aus den Fehlern der Corona-Zeit lernen.

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