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Programm: Vor- und RückschauSamstag, 14.09.2024

  • 00:05 Uhr
    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:05 Uhr   Jazz Live

    Piano Cubano
    Harold López-Nussa Quartet feat. Grégoire Maret
    Aufnahme vom 21.4.2024 aus dem Pantheon beim Jazzfest Bonn
    Am Mikrofon: Karsten Mützelfeldt
    (Wdh.)

    02:07 Uhr   JazzFacts

    Neues von der Improvisierten Musik
    Am Mikrofon: Michael Engelbrecht
    (Wdh.)

    03:05 Uhr   Rock et cetera

    Das Magazin - Neues aus der Szene
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    04:05 Uhr   On Stage

    Alles außer Blues - Amy Helm (USA)
    Aufnahme vom 18.5.2024 beim Bluesfestival Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Reiner Wein im Rock-Sound? „Ring frei!"
    Das Sauerländer Duo Martin Meinschäfer & Stephan Baader
    Am Mikofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

    Reiner Wein im Rock-Sound? „Ring frei!"
    Das Sauerländer Duo Martin Meinschäfer & Stephan Baader
    Am Mikofon: Tim Schauen
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Der national-egoistische Moment: Migrationsdebatte jenseits von Wertefragen
    Von Gregor Löwisch

  • 06:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastorin Cornelia Coenen-Marx, Garbsen
    Evangelische Kirche

    07:35 Uhr   Börse

    Der internationale Wochenrückblick

    08:35 Uhr   Börse

    Der nationale Wochenrückblick

  • 09:05 Uhr

    Vor 800 Jahren: Der Ordensgründer Franz von Assisi berichtet von Wundmalen

  • 09:10 Uhr

    Soziale Medien - Wenn aus Influencern Sinnfluencer werden

    Am Mikrofon: Judith Dauwalter

    Inszenierte Fotos, exotische Urlaubsiele und bezahlte Inhalte: So sieht der Social-Media-Alltag von etlichen Influencern aus. Doch viele nutzen ihre Reichweiten mittlerweile auch für gesellschaftlich relevante Themen wie Bildung, Ernährung und Politik.

  • 10:05 Uhr

    Am Mikrofon: Die Pianistin Kiveli Dörken

    Egal ob sie Kammermusik macht, in Recitals oder mit Orchestern auftritt: Immer musiziert die junge Pianistin mit sprühendem Temperament, leidenschaftlich und intensiv. Als Achtjährige gab Kiveli Dörken ihr erstes Solo-Konzert mit Orchester. Heute, 20 Jahre später, gehört sie zu den international erfolgreichen Pianistinnen ihrer Generation. Geboren wurde Kiveli Dörken 1995 in Düsseldorf. Am Institut zur Frühförderung musikalisch Hochbegabter an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover erhielt sie Unterricht von Karl-Heinz Kämmerling. Sie ist erste Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und war u.a. Stipendiatin beim Kammermusikfest „Spannungen", wo sie seit vielen Jahren mit Musikern wie Christian und Tanja Tetzlaff und Sharon Kam konzertiert. Die Sommer ihrer Kindheit verbrachte Kiveli Dörken mit ihrer Schwester, der Pianistin Danae Dörken, beim griechischen Teil der Familie auf der Insel Lesbos. Dort gründeten die Künstlerinnen vor zehn Jahren das Molyvos International Music Festival.

  • 11:05 Uhr

    Mit starkem Wind - Dänemark und die Energiewende
    Von Leila Knüppel

    In den 1970er-Jahren drosseln die arabischen Ölstaaten ihre Produktion. Die Folgen bekommt ganz Europa zu spüren. Doch die Länder ziehen unterschiedliche Konsequenzen. Dänemark geht einen ungewöhnlichen Weg: Es beschließt zwar, möglichst schnell unabhängig von Öl und Gas zu werden. Atomkraft lehnt das Land aber ab. Stattdessen setzt es auf erneuerbare Energien, vor allem auf Windkraftanlagen. Auch wenn die Technologie damals noch in den Kinderschuhen steckt und der drohende Klimawandel noch kaum Thema ist. Heute gilt Dänemark als Pionier in Sachen Energie- und Wärmewende. Zahlreiche Ingenieurinnen und Entscheidungsträger aus aller Welt besuchen beispielsweise die kleine Energiemusterinsel Samsø. Hier lässt sich anschauen, wie das Strom- und Wärmenetz weitgehend unabhängig von Gas und Öl betrieben werden kann. Selbst die Fähre auf die kleine Insel soll bald mit grünem Strom fahren.

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

    Debatte über Migration hält an

    Interview mit Frank Decker, Politologe Uni Bonn, zu: Migration - Politik unter Druck

    Starkregen und Hochwasser in Polen

    Wien: Pegelstände steigen an, es regnet weiter

    Dresden nach dem Brückeneinsturz und vor dem Hochwasser

    Bundeskanzler reist nach Usbekistan und Kasachstan

    Deutsche Fregatte fährt trotz Warnungen aus China durch Taiwanstraße

    Fazit Papstreise: Frieden, Klimawandel, interreligiöser Dialog

    "Gestrandete" Starliner-Astronauten melden sich von der ISS

    Sport

    Am Mikrofon: Thielko Grieß

  • 13:10 Uhr

    Der national-egoistische Moment: Migrationsdebatte jenseits von Wertefragen
    Von Gregor Löisch

    Debatte um Migration: Deutschland soll Land bleiben, das Verfolgten Asyl gewährt
    Von Dirk-Oliver Heckmann

    Nach dem Draghi-Bericht: Braucht Europa eine andere Wirtschaftsstrategie?
    Von Carsten Volkery

    Russlands Krieg gegen die Ukraine: Diskussion um Einsatz weitreichender Waffen
    Von Gesine Dornblüth

    Am Mikrofon: Sören Brinkmann

  • 13:30 Uhr

    Maduros Macht - Warum ein Neu-Anfang in Venezuela unmöglich erscheint

    Polizei und Stacheldraht - Wie Eagle Pass in Texas das Migrationsproblem löst

    Flüchtlingslager in Äthiopien - Bildung als Hoffnung für Frauen aus dem Sudan

    Abhängig trotz großer Ressourcen - Das Energie-Dilemma der Mongolei

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    50 Jahre keine Klassen, keine Noten - Wieviel „Laborschule Bielefeld“ ist in den Regelschulen angekommen?
    Die Laborschule Bielefeld erprobt seit fünf Jahrzehnten innovative Unterrichtsformen. Schüler*innen bekommen bis zur Stufe neun keine Noten und lernen jahrgangsübergreifend. Die lernstarken helfen den lernschwächeren Schüler*innen ganz selbstverständlich. Neugierde, Freiheit und Verantwortung sind Leitlinien der Schule. So sollen Lernmotivation und Selbstvertrauen gestärkt werden. Jenseits vom Leistungsdruck, der an vielen anderen Schulen herrscht.
    Die Laborschule gilt als wichtiges Modell für Bildungsreformen in Deutschland. Hier darf nicht nur, hier soll viel experimentiert werden. Und diese Schulexperimente werden gleichzeitig wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.
    Und welche Schulen konnten bislang von der Laborschule lernen? Wie hat das deutsche Schulsystem von den Erfahrungen der Laborschule profitieren können? Welche alternativen Schulen sind vergleichbar mit der Laborschule? Wie kommen die Schüler*innen der Laborschule nach ihrem Abschluss mit dem leistungsorientierten Arbeits- und Studierumfeld zurecht? Wie viel Struktur und Vorgaben brauchen Schüler*innen, um erfolgreich lernen zu können?
    Diese Fragen wollen wir in Campus und Karriere diskutieren.

    Gäste:
    Rainer Devantié, Leiter der Laborschule Bielefeld
    Lenia Schroeder, Schülerin an der Laborschule Bielefeld
    Andrea Preußker, Teamleiterin Bildung der Robert Bosch Stiftung
    Am Mikrofon: Bettina Köster

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    WhatsApp: 0173 535 80 89
    campus@deutschlandfunk.de

  • 15:05 Uhr

    Das Musikmagazin

    Kunst ohne Kompromisse: Chilly Gonzales und sein Album „Gonzo“
    Vielen ist Jason Beck alias Chilly Gonzales als Solopianist mit Pop-Attitüde bekannt. Dabei hat der gebürtige Kanadier Anfang der Nuller Jahre seine Karriere ganz anders begonnen - als subversiver Rapper, der Eminem und Cypress Hill persiflierte. Auf seinem neuen Album „Gonzo“ verbindet er nun Rap und Piano. Er reflektiert über seine Rolle als Künstler und kritisiert, dass sich viele Musiker heute zum Sklaven des Streaming-Algorithmus machen.
    Chilly Gonzales im Corsogespräch mit Juliane Reil

    Ein Ventil, um mit der Realität umzugehen: Die Nerven und ihr neues Album „Wir waren hier“
    Die Nerven sind immer noch wütend. Auf dem neuen Album der Postpunk-Band, die ursprünglich aus der Gegend um Stuttgart kommt, geht es um Verwüstung und menschlichen Zerstörungswahn. Aber auch um die Natur, die größer ist. Dabei hat der laute, druckvolle Noiserock des Trios, der jedoch auch ruhige, leisere Momente hat, etwas Karthatisches. Aus Wut erwächst bei Die Nerven eine Energie, die nichts Destruktives mehr hat.
    Julian Knoth von Die Nerven im Gespräch mit Juliane Reil

    Sie bleibt ihrer Linie treu: Lady Blackbird und „Spiritual Slangs“
    Lady Black macht zwei Jahre nach ihrem Debüt da weiter, wo sie aufgehört hat. Beim Soul und beim Jazz. Dafür sind die Arrangements mitunter etwas opulenter und der Pop-Appeal ihrer Songs steigt. Das steht der 39-Jährigen jedoch, während der Dreh- und Angelpunkt ihrer Musik nach wie vor die raue Naturgewalt ihrer Stimme ist.
    Ein Beitrag von Sarah Seidel

    Am Mikrofon: Juliane Reil

  • 16:05 Uhr

    Bücher für junge Leser


    Ein Gespräch mit der Illustratorin und Infografikerin Nora Coenenberg über Recherche, Wahrheit und das Bilderfinden.

    Titelauswahl:
    Christoph Drösser und Nora Coenenberg (Illustration):
    „100 Kinder“
    (Gabriel Verlag, Stuttgart)

    Christoph Drösser und Nora Coenenberg (Illustration):
    „Es geht um die Wurst. Was du wissen musst, wenn du gern Fleisch isst“
    (Gabriel Verlag, Stuttgart)

    Christoph Drösser und Nora Coenenberg (Illustration):
    „Absolut rekordverdächtig. Dein Leben in Zahlen“
    (Gabriel Verlag, Stuttgart)

    Christoph Drösser und Nora Coenenberg (Illustration):
    „Wir mussten flüchten. Was es bedeutet, die Heimat zu verlassen und irgendwo neu anzufangen.“
    (Gabriel Verlag, Stuttgart)

    Am Mikrofon: Ute Wegmann

  • 16:30 Uhr

    Grenzgang:
    Die Bundespolizei will Digitale Überwachungstechnik einsetzen

    Machtbremse:
    Welche Wirkung entfaltet der Digital Markets Act?

    Zahltag:
    Apple muss seine Gewinne in der EU nachversteuern

    Kammerjagd:
    Wer aus Smartphones Wanzen macht

    Das Digitale Logbuch

    Info-Update

    Sternzeit 14. September 2024
    Siebenhundert Quadratmeter Mond in Köln

    Am Mikrofin: Manfred Kloiber

  • 17:05 Uhr

    Länger schlafen, besser lernen - Gleitzeit für Schüler?
    Martin Wüller, Schulleiter am Gymnasium Alsdorf und Eva Gerth, Landesvorsitzende der GEW Sachsen-Anhalt,  im Gespräch
    Am Mikrofon: Henning Hübert

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Die Außenseiterin - Edvard Griegs "Haugtussa" bei der Ruhrtriennale

    Zum Auftakt Kafka und Dea Loher - Das Schauspiel Zürich unter der Interims-Intendanz von Ulrich Khuon

    Kant, ein Menschenrechtsfreund? Globale Perspektiven auf den Aufklärer
    Philosoph Sven Bernecker im Gespräch

    "Kritik im Nationalsozialismus" - Eine Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum Köln
    Ausstellungsmacher Janosch Steuwer im Gespräch

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:40 Uhr

    Teure Lernmittel - Wenn Bildungsgerechtigkeit schon im Schulalltag scheitert (Wh.)

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Bundesliga , 3. Spieltag
    Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart
    RB Leipzig - 1. FC Union Berlin
    SC Freiburg - VfL Bochum
    TSG Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen
    VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt
    Holstein Kiel - FC Bayern München

    Fußball - 2. Liga, 5. Spieltag
    Hannover 96 - 1. FC Kaiserslautern
    SSV Ulm - 1. FC Nürnberg
    SV Darmstadt - Eintracht Braunschweig
    1. FC Köln - 1. FC Magdeburg

    Fußball - Warum so viele Prominente Fußballklubs kaufen
    Fußball - Spielmanipulationsskandal in China
    Fußball - Trophy Tour: Bayer 04 Leverkusen in New York

    Doping - WADA-Abschlussbericht zu chinesischen Schwimmern: Wie groß ist der Imageschaden der WADA?

    Basketball - Buchbesprechung Biographie Wagner Brüder

    Tennis - Davis-Cup: Qualifikation für das Finalturnier: Deutschland - USA

    Golf - Solheim Cup: Esther Henseleit neue deutsche Golf-Hoffnung

    Olympia / Paralympics 2024 - Frankreich feiert Sportler*innen mit großer Parade auf Champs-Elysee

    Formel-1 - WM "Großer Preis von Aserbaidschan": Qulifying

    Am Mikrofon: Raphael Späth

  • 20:05 Uhr

    absolute zero!
    Von Klaus Buhlert
    Mit: Bibiana Beglau, Jens Harzer, Wolfram Koch, Franz Pätzold, Stefan Wilkening und Klaus Buhlert
    Regieassistenz: Beate Becker
    Musik: Klaus Buhlert & ANOTHER PLUS
    Ton und Technik: Andreas Stoffels und Gunda Herke
    Regie: der Autor
    Dramaturgie: Sabine Küchler
    Produktion: Deutschlandfunk 2024
    Länge: ca. 60‘

    Wo verlaufen die Grenzen zwischen „anything goes!“ und „absolut zero!“? Geschult an der Literatur von Thomas Pynchon inszeniert Klaus Buhlert den Übergang von postmoderner Willkür zu unerwartetem Stillstand.
    Ein imaginärer Ort: das Studio in der Hitze der Nacht. Eine Konstruktion, ein körperloser Ort, Sammelpunkt von Emigranten, Heimatlosen, Spinnern, Träumern. Hier werden Sendungen produziert, die keiner mehr hören wird, Wahrheiten aufgezeichnet, die niemals das Ohr eines Hörers erreichen können. Experten sind hier, um dort Unruhe zu schaffen, wo sie herkamen. Jeder sendet täglich einen Bericht, frei, ganz nach individuellem Ermessen. Scheinbar die totale künstlerische Freiheit - aber alles ist Fiktion: Das Sendekabel liegt abgeschnitten draußen vor der Studiotür im Straßengraben: No ear - no sound! Jeder spricht über eine Welt, die es nicht mehr gibt. So als gäbe sie es noch ...
    Klaus Buhlert, geboren 1953, lebt als Komponist für Theater und Filmund als Autor, Bearbeiter und Regisseur von Hörspielen in Berlin. Nach dem Studium der Musik, Akustik und Informatik ging er ans MIT in Cambridge und promovierte dort. 1983 holte ihn George Tabori als Komponisten ans Theater. Neben Hörspielprojekten wie Herman Melvilles „Moby Dick“ (BR 2015) oder Thomas Pynchons „Die Enden der Parabel“ (SWR/Deutschlandfunk 2020) produzierteer immer wieder auch eigene, klangorientierte Hörstücke.

  • 22:05 Uhr

    Queer Futures
    Zukunftsmusik divers gestalten
    Von Anna Schürmer

    Der diverse Zeitgeist erweitert unser Ohrenmerk heute durch queere und nonbinäre Klangkulturen. Sasha J. Blondeaus „Atlas III: They“ oder Hannes Seidls „Flexibilität der Fische“ sind jüngere Beispiele dafür. Ebenso die Sängerin SOPHIE (Xeon), die zwischen Hyper- und Synth-Pop changiert - oder Agustín Genoud, der mit Live-Elektronik und trans-synthetischen Gesangstechniken multiple vokale Polyphonien kreiert. Angeregt durch cyberfeministische Theorie beabsichtigt Autorin Anna Schürmer, auch klassische Musikgeschichte queerzudenken. Die Vorstellung, Musik habe ebenso zwei Geschlechter wie die menschliche „Natur“, gilt es demzufolge zu dekonstruieren, um Potenziale für eine diversere Zukunftsmusik ästhetisch weiträumig auszuloten.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr

    Das Dröhnen der heiligen Stimme
    Eine Lange Nacht über Arnold Schönberg
    Von Egbert Hiller
    Regie: Burkhard Reinartz
    (Wdh. v. 22./23.1.2022)

    Der Komponist Arnold Schönberg, 1874 in Wien geboren, erlebt zwei Weltkriege und harschen gesellschaftlichen Wandel. Er entstammt „eine(r) Welt von gestern“, die der heutigen aber noch den Spiegel vorhält. Künstlerisch wurde er stark von der späten Romantik beeinflusst, von Johannes Brahms, Richard Wagner und Gustav Mahler. Doch er ging weit über sie hinaus und geriet zum Außenseiter des Wiener Musiklebens, aber auch zum Übervater der Musik des 20. Jahrhunderts. Gestorben ist Schönberg 1951 in Los Angeles. Wie kaum ein anderer Komponist spürte er den Atem der Geschichte, wie kaum ein anderer beeinflusste er selbst die Geschichte der Musik. Schönberg wagte viel und hatte oft das Gefühl, „alles ist hin“. Private Verwicklungen und Beziehungskrisen wirkten tief in seine Werke hinein. Massive, auch antisemitische Anfeindungen trafen ihn hart, seinen Weg aber verfolgte er unbeirrt weiter. Er erfand die bahnbrechende Zwölftontechnik und besann sich auf seine jüdische Identität, die mit seiner berühmten Oper „Moses und Aron“ auch in seinem Werk ein prominentes Zeugnis findet. Ein Leben zwischen Wien, Berlin und Los Angeles, zwischen Krieg und Frieden, zwischen musikalischer Tradition und Avantgarde.