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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 12.04.2026

  • 00:05 Uhr

    Der Chronist der Gefühle
    Eine Lange Nacht über Alexander Kluge
    Von Jochen Rack
    Regie: der Autor
    (Wdh.v. 02./03.01.2010)

    Aus Anlass des Todes von Alexander Kluge am 25. März 2026 nehmen wir diese Sendung neu ins Programm.

    Im Jahr 2003 erhielt Alexander Kluge, geb. 1932, gestorben am 25. März 2026, den Georg-Büchner-Preis für sein umfangreiches literarisches Werk. In seinen Geschichtensammlungen „Chronik der Gefühle“ malt er ein weit gefächertes Panorama menschlichen Lebens und sucht die Lücken menschlicher Freiheit in einer diabolischen Geschichte: „Wohin fliehen? Was heißt Macht? Wem kann man trauen?“ Ereignissen des Zeitgeschehens wie dem 11.9.2001, dem Irakkrieg oder dem kapitalistischen Boom in China sinnt er ebenso nach wie privaten Geschichten von der Liebe, der Familie oder seiner Herkunft aus Halberstadt. In den 60er- bis 80er-Jahren drehte Kluge 23 Filme, darunter so bekannte wie „Die Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos“ (1968) und „Deutschland im Herbst“ (1978). Mit dem Soziologen Oskar Negt schrieb er „Geschichte und Eigensinn“; fürs Fernsehen produziert er regelmäßig Kulturmagazine. Mit Sicherheit ist Kluge nicht nur einer der produktivsten, sondern auch gelehrtesten und engagiertesten Intellektuellen Deutschlands. In der „Langen Nacht" gibt er Auskunft über die Rolle der Gefühle im Geschichtsprozess, die Globalisierung wie die jüngsten Kriege, gewährt aber auch Einblicke in seinen Familienroman und den privaten Hintergrund seines Schaffens.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Musikfest Bremen 2024

    Johannes Brahms
    Präludium und Fuge g-moll, WoO 10

    11 Choralvorspiele für Orgel, op. posth. 122 (Auszug)

    Olivier Latry, Orgel

    Aufnahme vom 1.9.2024 in Papenburg, St. Antonius Kirche

    03:05 Uhr   Heimwerk

    UKAI

    Sarah Nemtsov
    IRA. Für präparierte Paetzold Bassblockflöte und Zuspiel ad libitum

    Unbekannt
    Shin Mukaiji. Ausgeführt mit Tenorblockflöte solo

    Susanne Fröhlich, Kontrabassblockflöte, Tenorblockflöte

  • 06:05 Uhr

    Abhängigkeit von Öl und Gas: nationale Sicherheit erfordert Umlenken
    Von Thomas Franke

  • 06:10 Uhr

    Peter Philips
    "Christus resurgens". Motette zu 5 Stimmen
    Choir of Gonville and Caius College
    In Echo
    Leitung: Matthew Martin

    Claudio Merulo
    Toccata seconda del quinto tono aus: Toccate d'intavolatura d'organo, libro secondo
    Roberto Loreggian an der Zanin-Orgel der Chiesa di Santa Caterina in Treviso

    Johann Ludwig Bach
    "Wie lieblich sind auf den Bergen". Kantate zum Sonntag Quasimodogeniti, JLB 6
    Carine Tinney, Sopran
    William Shelton, Countertenor
    Michael Mogl, Tenor
    Sebastian Myrus, Bass
    Capella Sollertia
    Leitung: Johanna Soller

    Johann Sebastian Bach
    "Halt im Gedächtnis Jesum Christ". Kantate am Sonntag Quasimodogeniti, BWV 67
    Alex Potter, Countertenor
    Patrick Grahl, Tenor
    Tobias Berndt, Bass
    Gaechinger Cantorey
    Leitung: Hans-Christoph Rademann

    Joseph Rheinberger
    Osterhymne für 8 Stimmen a cappella, op. 134
    Vancouver Cantata Singers
    Leitung: James Fankhauser

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Gleiches Schicksal? Warum die Kulturszene Taiwans besorgt auf Hongkong blickt

    Die Wahl in Ungarn und die Folgen für die EU - Ein Interview mit dem Historiker Klaus Kiran Patel

    Wie die Wirtschaft den Krieg bestimmt - Ein Interview mit der Journalistin Ulrike Herrmann

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Israel, Libanon und Iran - Zur Lage in Nahost ein Interview mit Bente Scheller, Leiterin des Nahostreferats der Heinrich-Böll-Stiftung

    Denk ich an Deutschland: der Musiker Sebastian Krumbiegel

    Am Mikrofon: Stephanie Rohde

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    "Der Name Gottes ist Barmherzigkeit."
    Gedanken zum Fest am 2. Ostersonntag
    Von Thomas Kroll
    Katholische Kirche

  • 08:50 Uhr

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 165 Jahren: Der amerikanische Bürgerkrieg beginnt

  • 09:30 Uhr

    FREI RÄUMEN! 
    (K)ein Planspiel zur radikalen Reformation des Radios
    Von Mathias Greffrath

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steckt in einer Legitimationskrise. Zu groß, zu behäbig, zu teuer, zu rot-grün. Zeit für eine trotzige Bestandsaufnahme.
    Im Morgennebel nach der Verleihung des Bambis sitzen ein Intendant, ein Redakteur, ein Medienmogul und ein Podcaster auf den Stufen des Konzerthauses in Berlin-Mitte. Sie machen sich Gedanken über die Gefährdung der Demokratie und die Erosion der Kultur und sie beklagen den Zustand der Medien, die Zaghaftigkeit der öffentlich-rechtlichen Anstalten und den Wankelmut ihrer Insassen. Vor allem aber lieben sie das Radio. Und noch bevor die Straßenreiniger ihre Schicht beginnen, haben sie einen Plan zur Belebung der Öffentlichkeit, zur Vitalisierung der Kultur und zur Intensivierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts entworfen.
    Mathias Greffrath, Jahrgang 1945, ist Soziologe und Journalist. Er lebt in Berlin, arbeitet unter anderem für die taz, die ZEIT und den Rundfunk. In den letzten Jahren hat er sich in Essays, Hörspielen und Kommentaren mit den sozialen und kulturellen Auswirkungen von Globalisierung und Klimawandel beschäftigt.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der St. Ansgarii-Kirche in Bremen
    Predigt: Pastor Benedikt Rogge
    Evangelische Kirche

  • 11:30 Uhr

    Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

    Der romantische Rhein und die Engländer

    Chinas Tropeninsel Hainan
    Wo russische Urlauber herzlich willkommen sind

    Zu Besuch auf Haida Gwaii in Kanada

    Schokland - Eine Insel auf dem Trockenen

    Karibische Strände in Nordnorwegen

    Am Mikrofon: Laura Kingston

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Philosoph Peter Sloterdijk im Gespräch mit Joachim Scholl 

    Er gilt als moderner Friedrich Nietzsche, zählt zu den schärfsten Denkern unserer Zeit und ist unbestritten der weltberühmteste lebende deutsche Philosoph: Peter Sloterdijk. Wir sind gespannt, wie er in den „Zwischentönen“ zu uns spricht.

  • 15:05 Uhr

    Eigenwillig elegant
    Die belgische Band Hooverphonic
    Von Fabian Elsäßer

    Elegisch-unterkühlter Gesang, durchaus überraschende Songstrukturen und stets verbindlicher Bass: Trip-Hop aus Belgien.

    Als die Band Hooverphonic Ende der 1990er-Jahre ihr Debüt veröffentlichte, schien die Einordnung zwangsläufig: Da versuchen sich belgische Epigonen am sogenannten Bristol-Sound der Trip-Hop-Pioniere Portishead, mit schleichenden Grooves, Streicher-Samples und zart-verhalltem Frauengesang. Die daraus folgenden Erwartungen von Fans und Medien hat das Trio seitdem immer wieder verlässlich unterlaufen. Mal klingen die Alben poppig, mal süßlich-kitschig, und zwischendurch präsentierte Hooverphonic auch eine Art Musical-Konzept mit „Jackie Cane“. Erkennungsmerkmale sind aber bis heute ein elegisch-unterkühlter Gesang, durchaus überraschende Songstrukturen und ein stets verbindlicher Bass. Es ist ein eigenwillig eleganter Stil, der seine Trip-Hop-Wurzeln nicht verleugnet, aber längst mehr ist als bloße Kopie.

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Karen Hagemann: „Vergessene Soldatinnen. Frauen im Militär und
    in den Kriegen Europas seit 1600“
    (Suhrkamp Verlag)
    Ein Beitrag von Michael Kuhlmann

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    KI verstehen - Der Podcast über Künstliche Intelligenz im Alltag

    KI aus Europa - Wie sich der Kölner Übersetzungschampion DeepL behaupten will
    Von Ralf Krauter und Felix Wessel

    DeepL aus Köln ist Europas KI-Vorzeigeunternehmen für Übersetzungen. Doch die Konkurrenz durch Tech-Giganten wächst. Mit neuen Angeboten wie Live-Dolmetschern und KI-Agenten will DeepL im globalen Wettbewerb bestehen. Felix Wessel hat sich Technologie und Alleinstellungsmerkmale des Startups genauer angesehen und spricht mit Ralf Krauter über die künftigen Geschäftsmodelle von DeepL.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Kufiyas in Buchenwald" -
    Die umstrittene Aktion zum 81. Jahrestag der Befreiung

    Berlin Alexanderplatz -
    Musiktheater nach Döblin von den Brüdern Bhatti

    Zum 90. Geburtstag -
    Ausstellung Horst Antes im Sprengel Museum Hannover

    Kunst und Natur -
    Das neue Henry Moore Ausstellungs- und Lernzentrum

    Am Mikrofon: Adalbert Siniawski

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Drogen - Warum es in Schottland so viele Süchtige gibt

  • 20:05 Uhr

    Die Frau mit dem Auge
    Krankheit erzählen - Krankheit politisieren
    Von Barbara Eisenmann
    Regie: die Autorin
    Mit: Anja Schneider und Constanze Becker
    Ton: Alexander Brennecke
    Deutschlandfunk Kultur 2025
    Länge: 54'30

    Am Anfang steht ein krankes Auge, das nicht heilen will. Dann kommen die Fragen: Wie verändert Krankheit die Menschen, die damit umgehen müssen? Lässt sich Krankheit erzählen? Und kann man sie politisieren, also als politische Erfahrung begreifen?

  • 21:05 Uhr

    Kammermusikfest Spannungen 2025

    Wolfgang Amadeus Mozart
    Quartett für Oboe, Violine, Viola und Violoncello F-Dur, KV 370

    Donghoon Shin
    "My Shadow" für Klarinette, zwei Violinen, Violoncello und Klavier

    Luciano Berio
    Duetti per due violini [Auswahl]. Arrangement für Violine und Zymbal

    Bedřich Smetana
    Quartett für zwei Violinen, Viola und Violoncello Nr. 1 e-Moll
    „Aus meinem Leben”

    Danae Dörken, Klavier
    Marie Tetzlaff, Oboe
    Sharon Kam, Klarinette
    Hana Chang, Violine
    Hyeyoon Park, Violine
    Christian Tetzlaff, Violine
    Barbara Buntrock, Viola
    Rachel Roberts, Viola
    Gustav Rivinius, Violoncello
    Tanja Tetzlaff, Violoncello
    Hans-Kristian Kjos Sørensen, Zymbal

    Aufnahme vom 22.6.2025 aus dem Kraftwerk Heimbach

    Am Mikrofon: Maria Gnann

    Kontrapunktik als Schattenspiel und ein auskomponierter Tinnitus bot das Abschluss-Konzert des Spannungen-Festivals 2025.

    Im Alter von 52 Jahren setzte sich Bedřich Smetana ein tönendes Denkmal, mit dem Quartett „Aus meinem Leben“, in dem er auch einen tragischen Hörsturz nachklingen lässt. Das von Leidenschaft, Tanz und Nostalgie durchzogene Werk passe gut zum Abschluss des vergangenen Spannungen-Festivals, findet die Cellistin Tanja Tetzlaff, die mit Wehmut auf die intensive Woche zurückblickt. Seit über 25 Jahren treffen sich renommierte Musikerinnen und Musiker in der Eifelstadt Heimbach, um täglich zu proben und Konzerte zu spielen. Einen wichtigen Bestandteil bilden Werke von Zeitgenossen wie Donghoon Shin. Zu „My Shadow“ ließ er sich von Robert Louis Stevensons gleichnamigem Gedicht inspirieren. Warum das Ergebnis albtraumhafte „Kinderszenen“ sind, erzählt der südkoreanische Komponist im Deutschlandfunk.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Zwischen Leistung und Moral:
    Der Neubrandenburger "Walk of Sport“
    Ein Feature von Alexa Hennings

    Neubrandenburg ist eine Sportstadt. Überdurchschnittlich viele Gewinner olympischer Medaillen, Europa- und Weltmeister trainierten hier und trugen den Ruhm der mecklenburgischen Stadt bis ins Ausland. Seit 2020 gibt es in Neubrandenburg einen sogenannten „Walk of Sport“. 2025 und auch in diesem Jahr standen auch umstrittene Namen auf der Liste. Kann man trotz IM-Tätigkeit, trotz Dopings oder Medikamentenmissbrauchs geehrt werden? Die Stadt sagt: Wir sind kein
    Sportgericht. Die Medaille zählt. Kritiker meinen: Auch die Moral zählt. Und mahnen eine Aufarbeitung an.