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Programm: Vor- und RückschauSonntag, 05.04.2026

  • 00:05 Uhr

    Kultur in Opposition!
    Eine Lange Nacht über „Das Andere Ungarn“
    Von Wilhelm Droste und Terry Albrecht
    Regie: Terry Albrecht

    „Wenn ich kein Ungar wäre und mich anders entscheiden könnte, dann würde ich dennoch Ungarn wählen, weil ich keine andere derartig zerbrechliche und märchenhafte Sprache kenne wie das Ungarische.“ (László Krasznahorkai)
    Der aktuelle Ruf Ungarns im Ausland ist heute geprägt von Demokratiefeindlichkeit, Populismus und europäische Blockaden. Dabei gibt es nicht nur in der Hauptstadt Budapest eine wunderbare Vitalität, die sich durch das politische System zwar stören, nicht aber aufhalten lässt. Seit Jahren wird in Ungarn an einer illiberalen Regierungsherrschaft gearbeitet. Gewalt wird nicht geteilt, sondern systematisch zentralisiert. Gerade in der Kunst gibt es aber ein sehr starkes, „ein anderes Ungarn“, nicht nur trotz, sondern auch jenseits aller Versuche der Regierung, jede Regung des Lebens dem Machtapparat zu unterwerfen. Ausgehend von einer Diskussionsrunde mit ungarischen Kunst- und Kulturschaffenden, wie der Filmemacherin Ildikó Enyedi und dem Schriftsteller und Melancholieforscher László Földényi zeigt die Lange Nacht, dass sich eine große Vielfalt unabhängigen künstlerischen Arbeitens, sei es in der Bildenden Kunst, dem Theater und Film, der Medienarbeit, der Musik oder der Literatur Ungarns erhalten und weiter entwickelt hat. Eine besondere Rolle spielen dabei sowohl eine große Verbundenheit mit dem deutschen Sprachraum, als auch die einzigartige Sprache des Landes.

  • 02:05 Uhr
    02:07 Uhr   Klassik live

    Sergej Rachmaninow
    Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll, op. 18
    Alexander Malofeev, Klavier
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Elim Chan

    Aufnahme vom 29.3.2025 aus der Philharmonie, Berlin

    03:05 Uhr   Heimwerk

    "Time remembered"

    Bill Evans
    Time remembered

    Girolamo Frescobaldi
    Canzon dopo la pistola

    Carl Philipp Emanuel Bach
    Fantasie Es-Dur, Wq 58 Nr. 6

    Tōru Takemitsu
    Rain Tree Sketch II

    Matthias Kirschnereit, Klavier

  • 06:05 Uhr

    Samuel Scheidt
    "Surrexit Christus hodie". Motette zu 8 Stimmen
    Ensemble Altera
    Leitung: Christopher Lowrey

    Thomas Selle
    "Christ ist erstanden". Geistliches Konzert
    Monika Mauch, Sopran

    Weser-Renaissance Bremen
    Leitung: Manfred Cordes

    Georg Philipp Telemann
    "Christ ist erstanden". Kantate zum 1. Ostertag, TWV 1:136
    Sabine Goetz, Sopran
    Fabian Kelly, Tenor
    Hans Christoph Begemann, Bass
    Gutenberg Soloists
    Leitung: Felix Koch

    Gottlieb Muffat
    "Alleluja per la resurrectione"
    Roland Muhr an der Fux-Orgel der Klosterkirche Fürstenfeld

    Johann Sebastian Bach
    "Der Himmel lacht! Die Erde jubilieret". Kantate zum 1. Ostertag, BWV 31
    Julia Doyle, Sopran
    Florian Sievers, Tenor
    Stephan MacLeod, Bass
    Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung
    Leitung: Rudolf Lutz

    Felix Mendelssohn Bartholdy
    "Surrexit pastor bonus", aus: Drei Motetten für Frauenchor, op. 39
    Kammerchor Stuttgart
    Rith Ziesack, Sopran
    Sonntraud Engels-Benz, Orgel
    Leitung: Frieder Bernius

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Erfolgreich im Duo - Zum Abschied vom Münchner Tatort-Team Batic und Leitmayr

    Gesellschaft und Gleichheit - Inklusion in Zeiten des Fitness-Fetischs. Ein Interview mit der Juristin Susann Kroworsch

    Blasen, Fake News, Spaltung - Die Fragmentierung der Öffentlichkeit. Ein Interview mit der Kommunikationswissenschaftlerin Merja Mahrt

    07:50 Uhr   Kulturpresseschau

    Auszüge aus den Feuilletons der Woche

    Vor der Wahl - Was würde ein Machtwechsel in Ungarn bedeuten? Ein Interview mit dem Historiker Máté Rigó

    Denk ich an Deutschland: die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann

    Am Mikrofon: Adalbert Siniawski

  • 08:35 Uhr

    Religiöses Wort
    „Trau der Sehnsucht!“
    Ostern und der sinnvolle Glaube an die Auferstehung 
    Von Pfarrer Christian Olding
    Katholische Kirche

  • 09:05 Uhr

    Vor 75 Jahren: Rosenberg-Ehepaar in den USA wegen Spionage zum Tode verurteilt

  • 09:10 Uhr

    Kammermusik

  • 09:30 Uhr

    Die Macht der Vermögen und die Ohnmacht des Staates 
    Wolfgang Detel im Gespräch mit Thorsten Jantschek

    Der Sozialstaat in der Krise, die Infrastruktur marode, Bedrohungen gibt es viele, durch kriegerische Weltlagen und durch die Schäden des Klimawandels. Und dann noch die sich immer weiter öffnende Schere von Arm und Reich.
    An die Stelle der von dem Soziologen Helmut Schelsky in den 1950er Jahren beschriebenen nivellierten Mittelstandsgesellschaft hat sich spätestens seit den 1970er Jahren durch Globalisierung, Deregulierung der Wirtschaft und der Finanzmärkte eine Gesellschaft entwickelt, die am einen Ende wachsende Armut erlebt, am anderen Ende einen Ultrareichtum, das heißt Menschen mit mehr als 500.000 Euro Jahreseinkommen, hervorgebracht hat.
    Derzeit erleben wir weltweit, wie diese Gruppe erheblichen politischen Einfluss gewinnt und ausübt, ohne demokratisch legitimiert zu sein. Die Herausforderungen für Demokratie und Rechtstaat sind also beträchtlich. Lösungen scheinen nur durch steuerliche Mehreinnahmen, ja einen radikalen Umbau des Steuersystems möglich. Doch wie lässt sich dies denken? Und wie politisch durchsetzen?
    Wolfgang Detel (Jahrgang 1942) lehrte Philosophie und Wissenschaftstheorie vor allem in Hamburg und Frankfurt, übersetzte wesentliche Schriften des Aristoteles und legte mit Büchern wie Macht, Moral, Wissen. Foucault und die klassische Antike (1998) oder Geist und Verstehen (2011) wichtige Studien den Grundlagen der Geisteswissenschaften vor. Mit seinem jüngsten Buch Schockierende Ungleichheit (2025) widmet er sich den ökonomischen Grundlagen der Gegenwart.

  • 10:05 Uhr

    Übertragung aus der Michaeliskirche in Kiel
    Predigt: Pastorin Susanne Sengstock
    Evangelische Kirche

  • 11:05 Uhr

    Heiner Wilmer, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof von Hildesheim

  • 11:30 Uhr

    Johann Sebastian Bach:
    Christ lag in Todesbanden. Kantate zum ersten Osterfesttag, BWV 4
    Chorus Musicus Köln, Das Neue Orchester, Dirigent Christoph Spering

    Arvo Pärt:
    La Sindone. Für Orchester
    Estonian Festival Orchestra, Dirigent Paavo Järvi

    O König
    Daniel Taylor, The Trinity Choir

  • 12:00 Uhr

    Osteransprache und Segen „Urbi et Orbi“ von Papst Leo XIV. aus Rom

  • 12:30 Uhr

    Johann Gottlieb Janitsch
    Sonate für Oboe, Violine und Basso continuo

    Jean-Baptiste Loeillet
    Sonate für Traversflöte, Oboe und Basso continuo d-Moll, op. 2 Nr. 4

    Johann Friedrich Fasch
    Quartett für Violine, Oboe, Fagott und Basso continuo F-Dur
    Epoca Barocca

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Musik und Fragen zur Person
    Der Geigenbauer Peter Greiner im Gespräch mit Raoul Mörchen

    Berühmte Solisten lassen ihre Stradivari daheim und spielen lieber auf einem Instrument von Peter Greiner. Mit modernster Physik hat er die Geheimnisse der alten Meister erforscht und sagt doch: „Ich mache keine Kopien. Ich mache Originale!

  • 16:10 Uhr

    Buch der Woche

    Joseph Roth: „Werke“
    (Wallstein Verlag)

    4 Bände:
    „Das Spinnennetz / Hotel Savoy / Flucht ohne Ende“
    „Hiob / Radetzkymarsch / Die Kapuzinergruft“
    „Tarabas / Beichte eines Möders / Das falsche Gewicht“
    „Essays und Feuilltons“

    Ein Beitrag von Helmut Böttiger

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Deep Science

    Die Psychonauten (4/5)
    Wiedergeburt
    Die unmögliche Erinnerung
    Von Anneke Meyer und Arndt Reuning

    Das erste, was die Eltern bemerken, sind die Albträume: Sie kommen ganz plötzlich kurz vor James' zweitem Geburtstag. Er redet im Schlaf, durchlebt offensichtlich etwas Schreckliches. Immer wieder. Die Eltern machen sich Sorgen. Eine Psychologin rät, dem Kind Raum zu geben, um über das, was ihn ängstigt, zu sprechen.
    Und das tut er: Von einem Flugzeugabsturz, den er nicht erlebt hat. Von Leuten, die seine Eltern nicht kennen. Von einer Zeit, in der keiner von Ihnen gelebt hat.
    Philip Cozzolino und Marietta Pehlivanova untersuchen Fälle wie den von James wissenschaftlich. Sie gehen dem, was die Kinder sagen, nach und suchen nach plausiblen Erklärungen. Über 2000 bearbeitete Fälle liegen in ihrer Datenbank - darunter einige, für die es eine logische Erklärung nicht gibt.
    Heißt das, Wiedergeburt ist möglich?
    Wie soll das überhaupt funktionieren? Physisch. Evidenz basiert. Mit dem kompatibel, was wir über das Bewusstsein wissen. Oder, wenn nötig, wenigstens philosophisch?
    Hören Sie alle fünf Folgen von Deep Science - Die Psychonauten ungekürzt in der Deutschlandfunk App oder unter www.deutschlandfunk.de/podcast-deep-science-100.html

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    Reihe "Die Welt im Regal - Zu Besuch in Spezialbibliotheken"
    Schee woas - Die Wienbibliothek im Wiener Rathaus

    Erfolgreich im Duo - Zum Abschied vom Münchner Tatort-Team Batic und Leitmayr

    Die Philosophin und Kulturwissenschaftlerin Donatella Di Cesare über das Verhältnis von Staat und Kultur unter Meloni

    Aus dem Schatten der Kunstgeschichte - Konstruktivistin Marlow Moss in Berlin

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Weltstädte - Atemlos durch Kairo

  • 19:10 Uhr

    Fußball - Bundesliga, 28. Spieltag
    1. FC Union Berlin - FC St. Pauli
    Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln
    Hannover 96 - SV Elversberg

    Fußball - 2. Liga, 28. Spieltag
    SpVgg Greuther Fürth - SC Paderborn
    FC Schalke 04 - Karlsruher SC
    Eintracht Braunschweig - 1. FC Nürnberg
    Holstein Kiel - Preußen Münster

    Fußball - DFB-Pokal Frauen, Halbfinale: FC Carl Zeiss Jena - VfL Wolfsburg

    Fußball - Biobanding zur Nachwuchs-Entdeckung

    Fußball - Vertragslose Profis und die Arbeitnehmerfreizügigkeit

    Fußball - Victor Orban und seine Liebe zum Fußball

    Spitzensport - Medaillen und Rekorde: Inline-Skaterin Laethisia Schimek

    Handball - Bundesliga: Füchse Berlin - SC DHfK Leipzig

    Basketball - BBL: Alba Berlin - Ewe Baskets Oldenburg

    Radsport - Flandern-Rundfahrt
    Radsport - Interview mit Grischa Niemann, Team Visma Lease a Bike Sport

    Sportwissenschaft - IAT: Moderne Trainingssteuerung im Ausdauersport

    Am Mikrofon: Christian von Stülpnagel

  • 20:05 Uhr

    Iolanda
    Adaption des gleichnamigen sardischen Features „Iolanda mi nant de nòmini“
    Von Giorgia Cadeddu und Vittoria Soddu
    Übersetzung, Bearbeitung und Regie: Christian Lerch und Ingo Kottkamp
    Mit: Imogen Kogge und Franziska Krol
    Ton: Christoph Richter
    Regie der Originalfassung: die Autorinnen
    Deutschlandfunk/SWR Kultur 2026
    Länge: 51‘02

    Angaben zur Originalfassung
    Iolanda mi nant de nòmini - STUDIOLANDA 2021
    Hördoku auf Sardisch und Italienisch, 31 Minuten
    Von Giorgia Cadeddu und Vittoria Soddu - STUDIOLANDA
    Entstanden im Rahmen des Programms YASS! You are so sound
    Kuratiert von Radio Papese (Ilaria Gadenz und Carola Haupt)
    Mentorin: Rikke Houd
    Mit: Orlanda Sassu
    Stimmen: Roberta Porceddu, Valentina Pusceddu, Roberto Maccioni, Giorgia Cadeddu, Lidia Sanna, Carlo Virdis, Marzia und Michele Sioscia
    Stimmenarchiv Sassu-Porceddu: Efisio Sanna, Vitalia, Antonietta Porcu, Rafaella, Touristen in Iolandas und Efisios Baumhütte zwischen 1969 und 2014
    Digitalisierung des Sassu-Porceddu-Soundarchivs: SOUNDSCAPE RECORDINGS
    Mastering: Luigi Frassetto
    Dank an Roberta Porceddu, Allessio Lisci, Associazione antincendio Gentilis und Iganzio Nurra

    Wer die Stimme von Orlanda Sassu (1924-2015) gehört hat, vergisst sie nicht. Zum Glück hat die sardische Poetin, Sängerin und Ökologin ihr Leben auf Kassetten aufgezeichnet. Wiedergehört und neu montiert entsteht eine Zeitreise durch Sardinien.

    Kassetten als Zeitmaschinen. Orlanda Sassu, genannt Iolanda, war eine sardische Dichterin und frühe Öko-Aktivistin (1924-2015). Auf Tonbändern archivierte sie zeitlebens ihre Erinnerung. Die Lieder, Gedichte und Begegnungen der Poetin beschwören eine einzigartige Lebenswelt und Sprachkultur herauf, die auf der Insel allmählich verschwindet. Ihre Stimme durchbricht Zeitgrenzen und führt zu den Orten ihres Lebens: zum Fluss, in die Kleinstadt Guspini, ans Meer, in die Sanddünen zur Baumhütte, die sie mit ihrem Gefährten Efisio zum Schutz eines jahrhundertealten Wacholderbaums errichtet hatte. Unübersetzte sardische O-Töne entziehen sich dem eindeutigen Verständnis: Die deutsche Adaption lässt deren Klang für sich sprechen. Iolandas Stimme reist über Jahrzehnte hinweg und trifft uns - atmend, kratzig, ungebrochen lebendig.

    Das Künstlerinnenduo STUDIOLANDA, angesiedelt in Sardinien, sucht nach einem eigenständigen künstlerischen Umgang mit Archiven und Traditionen. Giorgia Cadeddu und Vittoria Soddu kommen aus den Bereichen Design und Bildende Kunst. Die erzählerischen Formen von STUDIOLANDA bringen unterschiedliche Disziplinen und künstlerische Praktiken zusammen: Dokumentation, Film, Sound und vor allem Zuhören.

  • 21:05 Uhr

    British Festival 2025

    James MacMillan
    Sinfonie Nr. 4

    Gustav Holst
    „Die Planeten“. Suite für großes Orchester

    Philharmonischer Chor Dresden
    Dresdner Philharmonie
    Leitung: Sir Donald Runnicles
    Aufnahme vom 22.11.2025 aus dem Kulturpalast Dresden

    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Zwei Schotten in Dresden: James MacMillan und Donald Runnicles kennen und schätzen sich seit Jahren. Beim British Festival in der sächsischen Landeshauptstadt präsentieren sie klangvolle Musik.

    Zwei schottische Freunde, Donald Runnicles und James MacMillan: der eine Chefdirigent der Dresdner Philharmonie, der andere zurzeit Composer in Residence des Orchesters. 2015 widmete James MacMillan Donald Runnicles seine vierte Sinfonie. Dieser dirigierte vergangenen November im Kulturpalast Dresden die deutsche Erstaufführung. Klanggewaltig ist das einsätzige Werk, mit mächtigen Fanfaren, perkussiven Klavierpassagen und Anklängen an schottische Renaissance-Musik. Ein Ritual „der Bewegung, der Ermahnung, der Bitte und der Freude“. Dazu erklang die Suite für großes Orchester und Frauenchor „Die Planeten“ von Gustav Holst. Jeder Satz deutet mythologisch einen Planeten von Mars bis Neptun. Suggestiv und mit großer Sogkraft.

  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Inline-Skaterin Laethisia Schimek im Gespräch mit Astrid Rawohl