Das Bildungsmagazin
Instagram, TikTok, Snapchat, Twitch
Sollte Social Media für Jugendliche verboten werden?
Was aber bringt ein pauschales Verbot? Können Jugendliche die Sperren nicht einfach umgehen? Könnten die Konzerne alternativ so reguliert werden - dass es keine Verbote brauch? Und: Was kann Medienunterricht in der Schule in dem Zusammenhang leisten?
Gäste:
Dorit Stenke, Bildungsministerin in Schleswig-Holstein
Nina Kollock, Bildungsforscherin und Politologin
Sabine Andresen, Präsidentin des Kinderschutzbundes
Am Mikrofon: Manfred Götzke
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Australien ist mit einem Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige vorangegangen, Frankreich plant es und auch in Deutschland wird jetzt über eine Altersbeschränkung für TikTok und Co debattiert. Dass der Konsum von Social Media vor allem für Kinder und Jugendliche schädlich ist, ist inzwischen klar: Mentale Erschöpfung, geistige Abstumpfung, geringere Konzentrationsfähigkeit sind die unmittelbaren Folgen unablässigen Scrollens. Hinzu kommen Cybermobbing, Fake News, Manipulation. Außerdem haben Studien gezeigt, dass intensiver Konsum das Risiko für Depressionen und Angststörungen erhöht. In den jüngeren Bildungsvergleichstests haben Kinder und Jugendliche deutlich schlechter abgeschnitten haben als noch vor zehn, 15 Jahren. Auch dafür machen Bildungsforscher Social Media zumindest mitverantwortlich. Nun fordern immer mehr deutsche Politiker Konsequenzen. Darunter: Bildungsministerin Karin Prien und Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, wo private Smartphone-Nutzung in der Schule bereits verboten ist.