Hotel Paradiso
Fünf Fremde, ein Unfall und eine schicksalhafte Reise ins Innere
Von Marie Luise Kaschnitz
Regie: Ulrich Lauterbach
Mit: Walter Andreas Schwarz, Gisela von Collande, Ellen Daub, Friedel Weih, Lotte Barthel, Erika Riemann, Erwin Scherschel
HR 1957
Länge: 52'19
Ein Fischerdorf am Golf von Salerno: In die Mauer der Kapelle ist eine Tafel eingelassen, darauf fünf Namen mit unterschiedlichen Geburtsdaten und demselben Todestag. Was steckt hinter dem Autounfall: Zufall? Schicksal?
Ein neugieriges Erzählerpaar findet heraus, dass die fünf Verstorbenen zuvor Rast im geheimnisvollen „Hotel Paradiso“ gemacht haben. Und dass - trotz eindringlicher Warnung, das Hotel auf keinen Fall allein zu verlassen - einer nach dem anderen, einem Dorfbewohner folgend, hinaus gegangen ist.
Marie Luise Kaschnitz gilt als Pionierin des Unheimlichen in der deutschen Literatur. Ihre Texte stecken voll religiöser Symbolik und mythologischer Andeutungen. Auch „Hotel Paradiso“ lebt von diesem doppelten Boden: einerseits konkret und realistisch, andererseits mystisch und unerklärlich.
Marie Luise Kaschnitz (1901- 1974) war eine bedeutende deutsche Schriftstellerin der Nachkriegszeit, bekannt für ihre präzise, oft melancholische Lyrik und Prosa. Als Lyrikerin, Erzählerin und Essayistin verarbeitete sie Kriegserfahrungen und existenzielle Themen. 1955 erhielt sie den Georg-Büchner-Preis.