Leben auf der Straße
Obdachlosigkeit in Deutschland
Gäste:
Hanna Steinmüller, Bundestagsabgeordnete „Die Grünen“, Mitglied im Bundestagsausschuss für Wohnen, Berlin
Dagmara Lutoslawska, Psychologin im Housing-First-Projekt für Wohnungslose, Berlin
Dr. Gerhard Trabert, Sozialmediziner, Gründer und Vorsitzender „Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.“, Mainz
Am Mikrofon: Dörte Hinrichs
Hörertel.: 00800 4464 4464
agenda@deutschlandfunk.de
Schätzungsweise 50.000 Menschen leben hierzulande auf der Straße. Ihre Not ist groß, besonders im Winter. Zwar gibt es eine Kältehilfe - Notschlafplätze für betroffenen Männer und Frauen. Aber sie benötigen oft auch medizinische und psychologische Hilfe - und nicht selten sind sie Opfer von Gewalt. Der Weg zurück in eine eigene Wohnung ist für viele Obdachlose lang - besonders in Zeiten allgemeiner Teuerung und Wohnungsnot. Ein Nationaler Aktionsplan soll dabei helfen, bis 2030 die Obdachlosigkeit in Deutschland zu verringern und im Idealfall zu beenden. In Berlin, Düsseldorf, Köln und Bremen wird mit „Housing First“ ein niedrigschwelliges Konzept für Wohnungslose verfolgt, und in Mainz bekommen sie kostenlose medizinische Hilfe über den Verein „Armut und Gesundheit in Deutschland.“ Wie werden diese Projekte angenommen, reichen sie aus, um die Not der Betroffenen zu lindern? Welche weiteren Strategien zur Prävention und zur Verhinderung von Obdachlosigkeit gibt es?