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Seit 19:10 Uhr Sport am Sonntag

Programm: Vor- und Rückschau

Sonntag, 20.08.2017
Seit 19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Lange Nacht

Landschaft mit Ruine
Eine Lange Nacht über Reisen nach Italien
Von Nora Bauer
Regie: Nora Bauer

Seit der Antike gehört das Reisen zu den kulturellen Praktiken, die zu Erwerb und Weitergabe von Bildung und Wissen genutzt werden. Im Mittelalter durchqueren die Mönche auf langen, beschwerlichen Fahrten von Kloster zu Kloster den europäischen Raum gen Süden. Die Könige reisen nach Rom um sich vom Papst krönen zu lassen. Ihnen folgen die Händler und dann der Adel. Im Zeitalter der Aufklärung unternimmt die neue Klasse der ‚Bürger‘ Bildungsreisen nach Italien. Der Archäologe Johann Joachim Winckelmann formuliert in seiner Interpretation der antiken Statuen, die er in Italien bewundert, eine bürgerliche Ästhetik ‚des edlen Ausdrucks und der stillen Größe‘. Er löst damit größtes Interesse unter deutschen Italien-Touristen aus, die anschließend ihre Reisetagebücher veröffentlichen. In den ‚Italienreisen‘ spiegelt sich der Paradigmenwechsel in Politik, Philosophie und Kunst vom Mittelalter über die Aufklärung bis in das Zeitalter der Nationalstaaten. Für die wechselnden Blickwinkel finden sich in den Werken von Lessing und Archenholz, Goethe, Seume und Heine frühe Signale einer Umdeutung des Sehnsuchtsziels Italien: vom Gipfel des ästhetischen Ideals bis in die Tiefen der Kritik an der politischen Rückständigkeit und der Zerstörung durch Adel, Klerus und Krieg.

01:00 Nachrichten 

02:00 Uhr

Nachrichten

02:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

02:05 Sternzeit 

02:07 Klassik live 

DASTGAH. Neue Musik aus dem Iran

Uraufführungen von Fozié Majd, Shahrokh Khajenouri, Elnaz Seyedi, Ali Gorji, Mehdi Jalali

Ensemble Laboratorium
Mehdi Jalali, Tanbur
Margit Kern, Akkordeon

Aufnahmen vom 17. und 18.9.2016 aus dem Sprengel Museum in Hannover

03:00 Nachrichten 

03:05 Heimwerk 

Die Jahreszeiten

Peter Tschaikowsky
Die Jahreszeiten. 12 Charakterstücke nach lyrischen Epigraphen. Für Klavier, op. 37b

Elena Bashkirova, Klavier

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

04:05 Die neue Platte XL 

05:00 Nachrichten 

05:05 Auftakt 

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Millionenspiel - Der Kampf um die Sport-Übertragungsrechte

06:10 Uhr

Geistliche Musik

Dietrich Buxtehude
'Nimm von uns, Herr, du treuer Gott'. Choralkantate für Vokalsolisten, Streicher und Basso continuo, BuxWV 78
Cantus Cölln
Leitung: Konrad Junghänel

Johann Sebastian Bach
'Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben'. Kantate zum 10. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Chor und Orchester, BWV 102
Lauren Armishaw, Sopran
David Erler und Marnix de Cat, Altus
Charles Daniels und Harry van Berne, Tenor
Harry van der Kamp und Jelle Draijer, Bass
Gesualdo Consort Amsterdam
Leitung: Pieter-Jan Belder

Alexandre Guilmant
Sonate für Orgel Nr. 3 c-Moll, op. 56
Josef Bucher, Orgel

07:00 Uhr

Nachrichten

07:05 Uhr

Information und Musik

Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

Reihe: Die Parteien und ihr Kulturprogramm II - Die AfD

Die Geschichte von Gehirn und Geist - Der Publizist Matthias Eckoldt im Gespräch

Qual der Wahl - Religion: Interview mit dem Philosophen Hans Joas

America - no more beautiful? - Interview mit dem Publizisten und ehemaligen Kulturstaatsminister Michael Naumann

Denk ich an Deutschland: der Violinist Daniel Hope

Am Mikrofon: Änne Seidel

07:30 Nachrichten 

07:50 Kulturpresseschau

08:00 Nachrichten 

08:30 Uhr

Nachrichten

08:35 Uhr

Am Sonntagmorgen

Religiöses Wort
Die Botschaft des Lichts. Berührt von Farben und Räumen
Von Pfarrer Jörg Machel
Evangelische Kirche

08:50 Uhr

Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 125 Jahren: Max Skladanowsky macht die ersten Filmaufnahmen mit seinem "Kurbelkasten"

09:10 Uhr

Die neue Platte

Kammermusik

09:30 Uhr

Essay und Diskurs

Interstellare Kommunikation
Warten auf Kontakt zu fremder Intelligenz
Von Frieder Butzmann

Am 20. August 1977 schickte die NASA zusammen mit der Raumsonde Voyager 2 eine Datenplatte mit Grüßen, Musik und Bildern in den interstellaren Raum. Deren Inhalt richtet sich an intelligente außerirdische Wesen. Der Exosoziologe Douglas Vakoch behauptet, dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 35 Jahre Kontakt zu außerirdischen Intelligenzen finden werden. Ein Antwortschreiben aber ist unwahrscheinlich. Frieder Butzmann denkt in seinem Essay darüber nach, falls doch eine Nachricht käme: Werden wir sie entziffern können? Was bedeutet sie für unsere Zivilisation? Welche Sprache verstehen die da draußen, sollen wir überhaupt reagieren und womöglich schlafende Aliens wecken?
Frieder Butzmann, geb. 1954, ist Komponist, Hörspielautor, 
Autor, Künstler und lebt in Berlin.

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Gottesdienst

Übertragung aus der Basilika St. Wendelin in St. Wendel
Predigt: Pfarrer Klaus Leist
Katholische Kirche

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Interview der Woche

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen

11:30 Uhr

Sonntagsspaziergang

Reisenotizen aus Deutschland und der Welt

Das Gold des Nordens
„Beim letzten Bernstein-Schleifer in St. Peter Ording“

Leier, Geige, Zither, Maultrommel
Der musikalische Geist der Stadt Gjovik im Südosten Norwegens

Mythen, Mantras und Magie
Die Künstlerstadt Ubud auf Bali

Bauhaus am Meer
Architekturgeschichte in Tel Aviv

Am Mikrofon:  Petra Ensminger

12:00 Nachrichten 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:05 Uhr

Informationen am Mittag

13:30 Uhr

Zwischentöne

Musik und Fragen zur Person
Der Meditationslehrer und Autor Paul J. Kohtes im Gespräch mit Klaus Pilger

Management und Spiritualität, Wissenschaft und Mediation - für Paul J. Kohtes sind das keineswegs Gegensätze. Der Düsseldorfer, Jahrgang 1945, gelernter Werbekaufmann, gründete bereits mit 28 Jahren eine PR-Agentur. Später entdeckte er auf der Suche nach dem inneren Gleichgewicht die Zen-Meditation für sich und leitet bis heute Seminare ,Zen for Leadership’. Kohtes‘ Bestreben ist es, in seiner Arbeit das Weltliche und das Spirituelle zu vereinen. 1998 gründete er die Identity Foundation, eine gemeinnützige Stiftung zur wissenschaftlichen Erforschung des Themas Identität. Die Stiftung verleiht im zweijährigen Turnus den Meister-Eckhart-Preis. Über den mittelalterlichen Theologen und Philosophen hat er auch das Buch ,Meister Eckhart - 33 Tore zum guten Leben’ geschrieben, außerdem erschienen von 
Kohtes u.a. ,Das Buch vom Nichts - Mit Zen zu einem Leben in Fülle’ und ,Dein Job ist es frei zu sein - Zen und die Kunst des Managements’.

14:00 Nachrichten 

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Rock et cetera

„If your're going to San Francisco…"
Der Soundtrack des "Summer of Love" 1967
Am Mikrofon: Udo Vieth

1967 war ein wichtiges Jahr für die Musikwelt: Jimi Hendrix brachte sein Debütalbum heraus, durch seinen legendären Auftritt beim Monterey Pop-Festival vor den Toren San Franciscos - dem ersten Festival für Rockmusik - wurde er ebenso wie Janis 
Joplin oder The Who zu Weltstars. Während in Vietnam der Krieg tobte, demonstrierten Hippies und versuchten sich an Haschisch, freier Liebe und der Gegenkultur. Hendrix, Jefferson Airplane, The Beatles, The Mamas & The Papas, Simon & Garfunkel - sie alle lieferten die Musik zum Soundtrack einer gesellschaftlichen Utopie: Love & Peace.

16:00 Uhr

Nachrichten

16:10 Uhr

Büchermarkt

Aus dem literarischen Leben
Das Buch der Woche

Charles Baudelaire: Die Blumen des Bösen. Gedichte
Aus dem Französischen neu übersetzt von Simon Werle
(Rowohlt-Verlag, Reinbek bei Hamburg)
Ein Beitrag von Jürgen Ritte

Am Mikrofon: Hubert Winkels

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Wissenschaft im Brennpunkt
New Space
Goldrausch und Luftschlösser im Weltraum
von Dirk Lorenzen

Die Raumfahrt steht vor großen Umbrüchen. In der Wüste von Nevada wird der Weltraumflug für Touristen geprobt, ganz Eifrige träumen schon von der Besiedlung des Mars. Nicht zuletzt die Ambitionen so schillernder Persönlichkeiten wie Elon Musk haben die neue Bewegung geformt: New Space. Das klingt wie "New Economy" und nach dem ganz großen Geschäft. Doch wo genau liegt der "neue Weltraum"? Wirklich auf fernen Planeten - oder doch eher in der Umlaufbahn, wo Kleinsatelliten demnächst das Internet neu erfinden werden?

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Kulturfragen

Debatten und Dokumente

Gegen die Angst - Herta Müllers Festspielrede zur Eröffnung der Ruhrtriennale in der Jahrhunderthalle Bochum

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

Die Parteien und ihre Kulturprogramme: Die AfD

Erst abgesagt, jetzt nachgeholt - Die "Sinopale" als Stimmungsbarometer der türkischen Kunstszene

Disrupting Democracy: Digitale Technologien und Politikkultur - Diskussion innerhalb des Kampnagel-Sommerfestivals in Hamburg

Was, wenn nichts mehr wirklich ist? George Orwells "1984" am Deutschen Theater Göttingen

Rätselhafter Schädel - Der Unbekannte vom römischen Palatinhügel

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

18:40 Uhr

Hintergrund

Von der Regenbogen-Nation zum Mafia-Staat - Südafrika unter Jacob Zuma

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

19:10 Uhr

Sport am Sonntagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Freistilaufnehmen

„Die Negers haben kein Gefühl, welches über das Läppische stiege"
Über Vorurteile
Von Ingeborg Breuer
Regie: Fabian von Freier
Produktion: Dlf 2017

Immanuel Kants Aussage über ,Neger’ klingt eindeutig. Ob er im heimischen Königsberg je einen Schwarzen gesehen hat, ist eher ungewiss. Vorurteile sind so alt wie die Geschichte. Für die Römer waren die Germanen hemmungslose Biersäufer, die frühen Christen wurden der Menschenfresserei bezichtigt und rothaarige Frauen standen im Mittelalter unter Hexenverdacht. Vorurteile drücken dem Fremden einen, meist abwertenden, Stempel auf: Russen saufen Wodka und Blondinen sind blöd. Allerdings helfen solche Einordnungen, die Übersicht über die komplexe Welt zu behalten. Vorurteile fassen unser Bauchgefühl in Worte, nur sind sie leider oft falsch. Wann haben wir sie und wann werden sie zum Problem? Und wo verläuft die Grenze zwischen Vorurteil und Urteil?

21:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

21:05 Uhr

Konzertdokument der Wocheaufnehmen

Kissinger Sommer 2016
Peter Tschaikowsky
„Romeo und Julia“. Fantasie-Ouvertüre
Sinfonie Nr. 3 D-Dur, op.29

Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur, KV 365
Katia und Marielle Labèque, Klavier
Tschechische Philharmonie
Semyon Bychkov, Leitung

Aufnahme vom 10.7.2016 aus dem Regentenbau Bad Kissingen
Am Mikrofon: Sylvia Systermans

Man kann sich kaum eine intimere Konstellation vorstellen als zwei Musiker, die sich das Instrument teilen oder zumindest fast immer im Duo auftreten. Erst recht, wenn sie so unterschiedliche Persönlichkeiten sind wie Katia und Marielle Labèque. Bis heute ringen die baskischen Schwestern, wenn sie proben, um jeden Ton. Und bis heute verschmelzen sie im Konzert mit ihren Interpretationen überragend zur Einheit. Beim vergangenen Kissinger Sommer spielte das legendäre Duo das ‚Konzert für zwei Klaviere KV 365‘, das Mozart in jungen Jahren sich und seiner Schwester Nannerl in die virtuosen Finger schrieb. Wie durch enge Familienbande Menschen auch in dunkle Abgründe stürzen können, das zeigt Peter Tschaikowsky in seiner Ouvertüre zum Shakespeare-Drama ‚Romeo und Julia‘. In Kissingen ließ die Tschechische Philharmonie unter der Leitung von Semyon Bychkov die Gefühle aufwallen, von inniger Liebe bis Mord und Totschlag. Auch die zweite Konzerthälfte war Tschaikowsky gewidmet. Seine dritte Sinfonie verdankt ihren Beinamen ‚Die Polnische‘ dem Finalsatz: ‚Alla 
Polacca‘. Den musikantischen Schwung der Polonaise verbindet Tschaikowsky darin mit einer kunstvollen Fuge. 

22:00 Nachrichten  

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Das war der Tagaufnehmen

23:30 Uhr

Sportgesprächaufnehmen

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Bayerisches Bier und eine Brezel auf Holz  (imago stock&people)
Über Vorurteile"Die Negers haben kein Gefühl, welches über das Läppische stiege"
Freistil 20.08.2017 | 20:05 Uhr

Immanuel Kants Aussage über "Neger" klingt eindeutig. Ob er im heimischen Königsberg je einen Schwarzen gesehen hat, ist eher ungewiss. Vorurteile sind so alt wie die Geschichte. Für die Römer waren die Germanen hemmungslose Biersäufer, die frühen Christen wurden der Menschenfresserei bezichtigt und rothaarige Frauen standen im Mittelalter unter Hexenverdacht.

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