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Seit 11:05 Uhr Gesichter Europas

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 30.07.2016
Seit 11:05 Uhr

Gesichter Europasaufnehmen

Moules-Frites - Eine kleine Kulturgeschichte des belgischen Nationalgerichts
Mit Reportagen von Suzanne Krause
Am Mikrofon: Britta Fecke
(DLF 2015)

Moules-Frites gelten als belgisches Nationalgericht. Und die Liebe zu ihren Pommes frites vereint die Belgier landesweit, egal ob im flämischen oder im wallonischen Teil des Königreiches: In jedem noch so kleinen Ort steht mindestens eine Frittenbude. Einheimischen Experten zufolge ist Belgien das einzige Land rund um den Globus, in dem Frites, aus inländischen Kartoffeln hergestellt, als Hauptmahlzeit serviert werden. In seltener nationaler Eintracht hat das Land bei der UNESCO beantragt, die belgischen Frites in die Liste der Kulturgüter aufzunehmen. Die Miesmuscheln zum nationalen Gericht zu erklären, wäre dagegen heikel. Denn selbst, wenn ein Muschelhändler aus Flandern seine Landsleute als die "größten Muschelfresser der Welt" bezeichnet, kommen die Schalentiere fast alle aus dem Ausland.

00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

So feine weiße Händchen
Von Christina Calvo
Regie: Wolf Euba
Mit: Fred Maire, Rainer Schmitt, Hannelore Hoger, Rosemarie Fendel, Elisabeth Volkmann, Katharina Matz u.a.
Produktion: NDR 1985
Länge: ca. 54'

Elmar Zapphuber alias Dr. Gabriel von Rosenau liebt die Frauen. Und die Frauen lieben ihn. Er schenkt ihnen Rubine und Saphire, Perlenketten und Smaragdarmbänder, die er in Juwelierläden mitgehen lässt, und wird reichlich dafür entschädigt: Mal erhält er eine Villa in der Schweiz, mal Geld für die fingierte Firma, und zu guter Letzt bekommt er vier Jahre und acht Monate wegen Betrugs. Dieser Gestrauchelte gerät in die Obhut von Luzinde und Elvira, zweier älterer Damen aus dem Kreis seiner Geschädigten. Liebevoll betreuen sie den Inhaftierten. Doch leider ist bei Elmar immer noch keine Besserung in Sicht, und so geben ihm Luzinde und Elvira von seiner eigenen Medizin zu schlucken.

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz

Lotosblüten
Eine Geschichte der Indo-Jazz-Fusionen
 
Musik von Trilok Gurtu, Joe Harriott, Paul Horn, Zakir Hussain, Vijay Iyer, Zoltan Lantos, Rudresh Mahanthappa, John Mayer, John McLaughlin, Badal Roy, L. Shankar,
Ravi Shankar, L. Subramaniam u.v.a.

Am Mikrofon: Karl Lippegaus

Um 1962 begann mit dem Album 'Improvisations' von Ravi Shankar die eigentliche Geschichte einer Annäherung zwischen klassischer indischer Musik und Jazz. Für einen Film des legendären Regisseurs Satyajit Ray hatte der Sitarvirtuose mit den Jazzmusikern Bud Shank und Gary Peacock gearbeitet. John Coltrane plante damals, bei Shankar die Raga-Kunst zu studieren. Ein zweiter Meilenstein waren fünf Jahre später die Indo-Jazz Fusions des Altsaxofonisten Joe Harriott. 1975 mündete ein spektakuläres Konzert des Gitarristen John McLaughlin - mit dem Geiger L. Shankar und drei indischen Meistertrommlern - in die Gründung der epochalen Band Shakti. Hierzulande leistete der fantastische Perkussionist Trilok Gurtu eine wahre Pionierarbeit auf diesem Gebiet. Heute sind es Söhne indischer Emigranten wie der Saxofonist Rudresh Mahanthappa und der Pianist Vijay Iyer, die den weitverzweigten Verbindungen zwischen indischer Musik und Jazz entscheidende neue Wachstumsimpulse geben.

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Pfarrer Thomas Dörken-Kucharz, Frankfurt am Main

06:50 Interview 

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Jürgen Zurheide

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 50 Jahren: Nach dem umstrittenen "Wembley-Tor" verliert Deutschland das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Großbritannien

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Kein König für die Gilde - Der Rest vom Schützenfest

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Sängerin Natalia Klitschko

Natalia Klitschko ist bisher vor allem als Frau des Ex-Boxprofis und ukrainischen Politikers Vitali Klitschko bekannt. Jüngst überraschte die dreifache Mutter jedoch mit ihrem ersten Gesangs-Album. 'Naked Soul' heißt die CD, auf der sie ihre eigenen Lieder vornehmlich in russischer und ukrainischer Sprache singt. Natalia Klitschko wuchs in einem musikalischen Umfeld auf, ihre Kindheit war von Volksliedern geprägt. Gesungen habe sie, seit sie denken kann. Als Solistin fiel sie schon in der Schule auf, doch aus ihrem Wunsch, Musik zu studieren, wurde nichts. Die Sowjetunion war kollabiert. "Plötzlich war kein Platz mehr für Kunst", sagt Natalia Klitschko. Also modelte sie und arbeitete als Lehrerin für Deutsch und Englisch. 1996 heiratete sie Vitali Klitschko. In ihrer Wahlheimat Hamburg wie auf dem Maydan in Kiew und auch bei Boxkämpfen ihres Mannes ist Natalia Klitschko als Sängerin bereits in Erscheinung getreten. Und seit die Kinder älter geworden sind, packt sie ihre Gesangslaufbahn wieder gezielter an. Die Lieder ihres Debütalbums bewegen sich zwischen Blues, Latinklängen, Jazzarrangements und chansonhaften Melodien, gleichzeitig hört man aus ihnen die slawische Seele und eine sehnsuchtsvolle Melancholie. In den unpolitischen Texten geht es um die Liebe. "Ein Politiker in der Familie reicht", sagt sie. Beeinflusst und begeistert ist Natalia Klitschko von der Sängerin Sade. Ihr wie einigen anderen international bekannten Künstlern widmet sie sich als Gastmoderatorin in 'Klassik-Pop-et cetera'.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europasaufnehmen

Moules-Frites - Eine kleine Kulturgeschichte des belgischen Nationalgerichts
Mit Reportagen von Suzanne Krause
Am Mikrofon: Britta Fecke
(DLF 2015)

Moules-Frites gelten als belgisches Nationalgericht. Und die Liebe zu ihren Pommes frites vereint die Belgier landesweit, egal ob im flämischen oder im wallonischen Teil des Königreiches: In jedem noch so kleinen Ort steht mindestens eine Frittenbude. Einheimischen Experten zufolge ist Belgien das einzige Land rund um den Globus, in dem Frites, aus inländischen Kartoffeln hergestellt, als Hauptmahlzeit serviert werden. In seltener nationaler Eintracht hat das Land bei der UNESCO beantragt, die belgischen Frites in die Liste der Kulturgüter aufzunehmen. Die Miesmuscheln zum nationalen Gericht zu erklären, wäre dagegen heikel. Denn selbst, wenn ein Muschelhändler aus Flandern seine Landsleute als die "größten Muschelfresser der Welt" bezeichnet, kommen die Schalentiere fast alle aus dem Ausland.

12:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik
Am Mikrofon: Bettina Klein

12:50 Internationale Presseschau  

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Wocheaufnehmen

13:30 Uhr

Eine Weltaufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten
Perus neuer Staatspräsident Kuczynski und seine politischen Pläne

Kein Einkauf ohne Sicherheits-Check: Nairobis "Westgate"-Askaris

Afghanistan: Kabul - Die Freiheit der Friedhöfe

Marokko will zurück in die Afrikanische Union

Am Mikrofon: Britta Fecke

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Campus & Karriereaufnehmen

Das Bildungsmagazin
Das dunkle Kapitel deutscher Hochschulgeschichte? - Deutsche Hochschulen und die Aufarbeitung ihrer NS-Vergangenheit
'Campus & Karriere' fragt: Wo steht die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit an deutschen Hochschulen? An welchen Hochschulen wurde oder wird bereits aktiv aufgearbeitet und wo nicht? Wo gibt es Defizite, Schwierigkeiten, Stolpersteine?

Gesprächsgäste:
Anja Waller, Universität Hohenheim, Historikerin, die derzeit über die NS-Vergangenheit der Universität Hohenheim forscht
Habbo Knoch, Universität zu Köln, Historiker und Leiter einer Kommission zur Aufarbeitung der NS-Vergangenheit der Universität
Christof Dipper, TU Darmstadt, Historiker und Experte für die Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit deutscher Hochschulen
Am Mikrofon: Benedikt Schulz

Beiträge:
Buddeln in den Archiven
Die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an der Eberhard Karls Universität Tübingen

Was wisst ihr über die Geschichte eurer Uni
Teil I - Umfrage unter Studierenden d er Eberhard Karls Universität Tübingen

Was wisst ihr über die Geschichte eurer Uni
Teil II - Umfrage unter Studierenden der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

Leichenfunde im Keller, unbekannte Dokumente im Archiv: Auch heute noch treffen Hochschulen auf ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus. Viele von ihnen arbeiten auf oder haben es schon getan. Historikerkommissionen werden gegründet, um Klarheit in die Geschehnisse der Vergangenheit zu bringen und Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie die Hochschule in der NS-Zeit gehandelt und gearbeitet hat. Die Universität Köln zum Beispiel hat gerade eine solche Kommission eingerichtet, die Uni Hohenheim hat in diesem Frühjahr mit der Aufarbeitung begonnen. Jahrzehntelang wurde über die dunkle Vergangenheit deutscher Hochschulen geschwiegen. Auch dass viele ehemalige Nazis nach dem Krieg führende Positionen an den Fakultäten einnahmen wurde lange nicht thematisiert. Doch auch wenn inzwischen vielerorts Bewegung in die Sache gekommen ist - es bleibt viel zu tun.

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3aufnehmen

Das Musikmagazin

Lust aufs Land: Das Album "Emanzipation im Wald" von JaKönigJa
Im Umfeld der Hamburger Schule gründeten Ebba und Jakobus Durstewitz Mitte der 90er-Jahre die Band JaKönigJa. Steigende Mietpreise haben das Künstlerpaar aus der Hansestadt vertrieben. Zuflucht fanden sie in einem kleinen Häuschen vor den Toren Hamburgs - mitten im Wald. Dort entstand das neue Album von JaKönigJa mit vielen Naturbezügen. Andi Hörmann hat die beiden Musiker auf ihrem Landsitz besucht.

Xaõ Seffcheque von Family*5 im Corsogespräch
Die Band Family*5 entstand Anfang der 80er-Jahre in Düsseldorf. Anfangs war sie für Peter Hein, Sänger von Mittagspause und Fehlfarben, und Xaõ Seffcheque mehr ein Spaßprojekt, das sie nun aber seit rund 35 Jahren begleitet. Zwölf Jahre nach dem letzten Album erscheint nun eine neue Platte "Was zählt". Im Interview spricht Gitarrist Seffcheque über die Bedeutung politischer Parolen für seine Band.

Mensch-Maschine-Prototypen (4/5): Musik zum Schlucken
Vorletzte Ausgabe unserer fünteiligen Reihe zur Zukunft des Musikerlebens. Dieses Mal geht es unter anderem um eine “Musikpille” zum Herunterschlucken. Erklingt Musik, löst sie Vibrationen aus, die das Hörerlebnis spürbar erweitern sollen.

Am Mikrofon: Christoph Reimann

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser

Der Verlag Edition Orient im Portrait
Ein Beitrag von Maria Riederer

Neue Bücher von Torben Kuhlmann und Carla Maia de Almeida

Torben Kuhlmann: Armstrong
(Nord Süd Verlag)
Ein Beitrag von Thomas Linden

Carla Maia de Almeida: Bruder Wolf
(Verlag Sauerländer)
Ein Beitrag von Christine Knödler

Am Mikrofon Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Digitaler Untergrund
Die Cybercrime-Gruppe im BKA durchsucht die dunklen Ecken des Internet

Das TOR zum Darknet
Wie Verschlüsselung und Waffenkauf zusammenhängen

Aktuell:
Feind oder Freund
Banken tun sich bei der Überprüfung elektronischer Transaktionen schwer

Sechs, setzen
Warum das ein Jahr alte IT-Sicherheitsgesetz so gut wie nichts bewirkte

Das Digitale Logbuch
Gendark

Info-Update

Sternzeit, 30. Juli 2016
Das Sommerdreieck

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Markt und Medienaufnehmen

Neue „Säuberungen“ in den Medien
Zunehmender Druck auf kritische Journalisten in der Türkei

Nach der Veröffentlichung von Spitzengehältern
Neue Diskussion um Reformen bei der RAI

Information und Falschmeldung
Wie soziale Medien in Krisensituationen verunsichern können
Gespräch mit der Medienpsychologin Sarah Genner

O-Ton Nachrichten u.a.:
"Le Monde" will keine Fotos von Terroristen mehr veröffentlichen
Pay-TV-Sender Sky Deutschland schreibt erstmals schwarze Zahlen
Neuer Bollywood-Sender in Deutschland

Die „falsche“ Lyrik im Militärrundfunk
Streit um öffentlich-rechtliche Medien in Israel

Am Mikrofon: Sören Brinkmann

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

Am Mikrofon: Reinhard Bieck

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

Venezuela - Der alltägliche Wahnsinn

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Lesung: Wilhelm Genazino
Gesprächspartner: Klaus Reichert und Wilfried F. Schoeller
Moderation: Maike Albath

Das Ich sei eine wacklige Erfindung geworden, zu dem einem immer ein Stück fehle, stellte der Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino schon 2012 in seinen Essays 'Idyllen in der Halbnatur' fest. So verwundert es nicht, dass auch der Held seines neuen Romans 'Außer uns spricht niemand von uns' damit beschäftigt ist, seine Subjektlöcher zu beobachten. Eigentlich sehnt er sich nach einem bedeutsamen Leben. Seine Freundin Carola ist von der Passivität des gescheiterten Schauspielers, der sich als Radiosprecher durchschlägt, enttäuscht. Sie verlässt ihn eines Tages, ohne dadurch glücklicher zu werden. Nun tritt Carolas Mutter auf den Plan und will den Mann retten. Aber vielleicht will er gar nicht gerettet werden?
Genazino nimmt Befindlichkeiten der Gegenwart mit komischer Melancholie in den Blick. 1943 in Mannheim geboren, arbeitete er als Journalist und Redakteur der Satire-Zeitschrift Pardon. Er hat 20 Romane und mehrere Essaybände vorgelegt. Mit dem Anglisten Klaus Reichert und dem Literaturkritiker und Autor Wilfried F. Schoeller diskutiert Wilhelm Genazino über den Effekt des Beobachtens und liest zum ersten Mal aus seinem neuen Roman mit dem Titel 'Außer uns spricht niemand über uns', der Ende Juli erscheinen wird.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

REVISITED
Forum neuer Musik 2002

Ruth Zechlin
Hamlet-Fragmente

György Ligeti
Streichquartett Nr. 1

Klaus Mertens, Bariton
Minguet Quartett

Aufnahmen vom 3.3.02 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Der Hamlet-Stoff hatte Ruth Zechlin (1926 - 2007) wiederholt interessiert, insbesondere faszinierte sie Heiner Müllers Version. Zur Uraufführung in Köln kam allerdings eine ganz eigene Hamlet-Lesart - dargeboten vom Minguet Quartett und Bariton Klaus Mertens. Zu ihrem beim Forum neuer Musik 2002 nachgeholten 75. Geburtstag hatte sich Zechlin diese Interpreten gewünscht. Mit ihnen unterminierte die ehemals ostdeutsche, nun südbayerische Komponistin allerdings den im Deutschlandfunk lange etablierten Begriff von 'Neuer Musik': György Ligetis erstes Streichquartett passte als persönliche Referenz zweifellos in den Rahmen, doch Othmar Schoecks spätromantisches 'Notturno op. 47' sprengte ihn auf. Unter dem Motto 'Revisited' passieren die Konzerte aus 17 Jahren Forum neuer Musik im Vier-Wochen-Turnus Revue.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

"Ich mag das Gefühl von Wörtern die tun was sie wollen"
Eine Lange Nacht über Gertrude Stein
Von Astrid Nettling
Regie: Burkhard Reinartz
(Wdh. vom 6./7.8.11)

Wer kennt nicht das eindrucksvolle Porträt, das der Fotograf Man Ray von der 53-jährigen Dichterin gemacht hat, das sie mit imposantem Cäsarenkopf zeigt. Überhaupt - ein jeder, eine jede kennt Gertrude Stein, die sog. Mutter der Moderne', weiß von ihrem Leben in Paris zusammen mit ihrer Lebensgefährtin Alice B. Toklas, von ihren Freundschaften mit Künstlern wie Picasso, kennt ihren unsterblichen Satz "Rose is a rose is a rose is a rose.", und trotzdem zählt sie zu den ungelesenen Autoren der Moderne. Süffisant hat jemand über sie formuliert, dass ihr literarisches Œuvre "dem Leser das Gefühl vermittelt, als ungebetener Gast in der falschen Nacht ein dunkles Haus zu betreten". Und wer will schon bei einer solchen Tat ertappt werden? Die 'Lange Nacht' wagt diesen Versuch. Nicht als finsterer Eindringling, sondern in der Überzeugung, dass ihre Texte genug Offenheit und Strahlkraft besitzen, zu jedem zu sprechen, der bereit ist, sich auf sie einzulassen. Diese Strahlkraft des Stein’schen Werks - aber nicht minder die ihrer Persönlichkeit - macht die 'Lange Nacht' in unterschiedlichen Annäherungen erfahrbar, biografisch, literarisch, musikalisch, in Gesprächen mit Stein-Kennern und Stein-Liebhaberinnen.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Die Komponistin und Professorin an der Ostberliner Musikhochschule, Ruth Zechlin, spielt an ihrem Cembalo, aufgenommen am 4. Februar 1961 (picture-alliance / dpa )
REVISITED Forum neuer Musik 2002Ruth Zechlins "Hamlet-Fragmente"
Atelier neuer Musik 30.07.2016 | 22:05 Uhr

Der Hamlet-Stoff hatte Ruth Zechlin wiederholt interessiert, insbesondere faszinierte sie Heiner Müllers Version. Zur Uraufführung in Köln kam allerdings eine ganz eigene Hamlet-Lesart - dargeboten vom Minguet Quartett und dem Bariton Klaus Mertens.

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