Seit 12:10 Uhr Informationen am Mittag

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 30.05.2015
Seit 12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Die Infektion II - Die Insel
Von Robert Weber
Regie: Annette Kurth
Mit: Luise Helm, Viktor Neumann, Norman Matt, Janina Sachau, Torben Kessler, Winfried Peter Goos, Matthias Leja, Thomas Balou Martin u.a.
Produktion: WDR 2014
Länge: ca. 54'

In Köln ist eine Infektion außer Kontrolle geraten. Die Infizierten sterben reihenweise, um nach einiger Zeit als Untote Jagd auf die Überlebenden zu machen. Claudia und Karl sind diesem Inferno nur mit knapper Not entkommen. Per Hubschrauber versuchen sie, Sylt zu erreichen, doch sie stürzen über Helgoland ab. Sieben Tage später erwacht Claudia aus dem Koma. Karl ist tot, die Infektion hat sich zu einer Pandemie ausgeweitet, die Zivilisation ist zusammengebrochen. Jeder, der noch nicht infiziert ist, kämpft ums nackte Überleben. Auf der abgeschiedenen Nordseeinsel wähnt Claudia sich zunächst in Sicherheit. Aber bald wird ihr klar, dass sie die Hölle gegen das Fegefeuer eingetauscht hat: Ein wahnsinniger Schönheitschirurg, ein fanatischer Prediger und ein sadistisches Pärchen haben auf Helgoland ein gnadenloses Regime errichtet.

Robert Weber, geboren 1966, gewann 2002 den Plopp!-Award bei den ARD-Hörspieltagen. Hörspiele u.a.: "Die Infektion" (WDR 2010), "Heinrich, Vorname Hauptfeldwebel" (Deutschlandradio Kultur 2014).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Jazz
Versunkene Schätze. Früher britischer Jazzrock
Live im Studio: Karl Lippegaus

02:00 Nachrichten

02:05 Sternzeit

03:00 Nachrichten

03:55 Kalenderblatt

04:00 Nachrichten

04:05 Milestones

Brand X ‘Unorthodox Behaviour’ (1975), ‘Moroccan Roll’ (1976)
Von Harald Rehmann

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Early Morning Blues

Live im Studio: Leo Gehl

05:30 Nachrichten

05:35 Presseschau

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten

06:35 Morgenandacht

Uta Raabe, Berlin

06:50 Interview

07:00 Nachrichten

07:05 Presseschau

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview

07:30 Nachrichten

07:56 Sport am Morgen

08:00 Nachrichten

08:10 Interview

08:30 Nachrichten

08:47 Sport am Morgen

08:50 Presseschau

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Peter Kapern

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 375 Jahren: Der flämische Maler Peter Paul Rubens gestorben

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

Hirndoping - Erfolgreich bis der Arzt kommt
Am Mikrofon: Sarah Zerback

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Die Schauspielerin Nina Petri

"Ich bin ein Typ, keine strahlende Schönheit!", so beschreibt sich Nina Petri selbst in einem Interview. Die bekannte Schauspielerin mit den rotblonden Haaren und dem markanten Gesicht kann auf eine über zweieinhalb Jahrzehnte währende Laufbahn zurückblicken. Ausgebildet an der Schauspielschule in Bochum, beeindruckte sie in zahlreichen Fernsehproduktionen und in Arbeiten von Filmemachern wie Tom Tykwer und Doris Dörrie mit ihrem Können: sei es 1993 in 'Die tödliche Maria', in 'Bin ich schön?' oder in einem legendären Streifen wie 'Lola rennt'. Immer wieder ist Nina Petri auch in Fernsehserien zu erleben - etwa im 'Tatort' oder in der Reihe 'Heiter bis tödlich' als Polizeikommissarin Bradulic. Nina Petri erhielt Auszeichnungen wie den Bayerischen und den Deutschen Filmpreis. In den vergangenen Jahren hat sich die 51-Jährige als Sprecherin von Hörbüchern einen Namen gemacht. Und sie spielt Theater - zuletzt trat sie in ihrer Heimatstadt Hamburg am Ernst- Deutsch-Theater auf in 'Gift. Eine Ehegeschichte' von Lot Vekemans.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Stolz und Scham in Matera: Geschichten eines Aufstiegs in Süditalien
Mit Reportagen von Kirstin Hausen
Am Mikrofon: Katrin Michaelsen

"Für uns und für ganz Süditalien ist die Wahl zur Kulturhauptstadt 2019 ein wichtiges Zeichen", sagt Salvatore Adduce, der Bürgermeister von Matera. Die Stadt gehört zu den ältesten weltweit und liegt in der selbst Italienern kaum bekannten Region Basilikata zwischen Apulien und Kalabrien. Der Bürgermeister und die 60000 Einwohner arbeiten mit Begeisterung auf 2019 hin, um der Welt zu zeigen, wie schön und einzigartig ihre Stadt ist. Jahrzehntelang ist ihnen das verwehrt worden. Jahrzehntelang haben sie sich geschämt, in Matera zu leben. Denn Matera galt als 'vergogna nazionale', als Schandfleck Italiens. Bis in die 50er-Jahre hinein lebten die Menschen hier zu Tausenden in den Sassi, in terrassenförmig aufsteigenden Höhlenwohnungen. Sie lebten mit Ziegen, Schweinen, Eseln unter einem Dach und waren der Inbegriff des rückständigen Südens. Nach dem Erscheinen des Romans 'Christus kam nur bis Eboli' von Carlo Levi empörte sich ganz Italien über die katastrophalen Lebensbedingungen in Matera und eine beispiellose Umsiedlung der Bevölkerung begann. Die Sassi verfielen. 1993 wurde die Höhlensiedlung UNESCO-Weltkulturerbe, und seitdem geht es aufwärts in Matera. Heute sind die Sassi eine viel besuchte Attraktion und beherbergen Künstler und Nachkommen der Umgesiedelten, die nun voller Stolz hier leben. Die Wiedergeburt Materas ist zur Hoffnung für ganz Süditalien geworden.

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittagaufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

12:50 Internationale Presseschau

13:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Wocheaufnehmen

13:30 Uhr

Eine Weltaufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten
Türkisch-Israelische Eiszeit: Fünf Jahre nach dem Mavi-Marmara-Zwischenfall

Die falschen Verbündeten Deutschlands? Die dunkle Seite der kurdischen Peschmer

Im Kongo einzigartig: Die Müllabfuhr von Goma

Am Mikrofon: Birgit Morgenrath

14:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

14:05 Uhr

Campus & Karriereaufnehmen

Das Bildungsmagazin
50 Jahre "Jugend forscht" - und was kommt jetzt?
Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb und die Zukunftspläne für die Talentförderung
'Campus & Karriere' berichtet vom Jugend-forscht-Finale, wo die Bundessieger diesmal im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen im Feierabendhaus des Konzerns BASF gekürt werden. Im Gespräch mit Wettbewerbsteilnehmern, Juroren, Organisatoren und unterstützenden Lehrkräften geht es auch um Zukunftsherausforderungen bei der Talentförderung und das Zusammenspiel mit Schulen.

Gesprächsgäste:
Dr. Sven Baszio, geschäftsführender Vorstand der Stiftung "Jugend forscht" e. V.
Marion Baierl, Chemie-Lehrerin an der Maria-Ward-Schule in Neuburg a.d. Donau, die für ihr Engagement für den Helmholtz-Preis-Lehrerpreis nominiert ist
Petra Christiansen, Leiterin der Lise-Meitner-Schule in Berlin-Neukölln und Vorsitzende des Vereins, der das dortige Schülerforschungszentrum betreibt
Am Mikrofon: Kate Maleike

Beiträge:
Ausgezeichnete Ideen
Gespräch mit Jungforschern des Bundesfinals

Nach der Schule nach Lust und Laune experimentieren
Ein Besuch im Schülerforschungszentrum Kassel

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

„Wir wollen mehr sein als nur ein Wettbewerb!“ sagt Dr. Sven Baszio, der geschäftsführende Vorstand der Stiftung "Jugend forscht", „wir wollen ein Netzwerk sein und zu einer Art Volksbewegung werden.“ Im 50. Jubiläumsjahr angekommen, blickt der wohl bekannteste Nachwuchswettbewerb in Deutschland nicht nur auf eine erfolgreiche und erlebnisreiche Zeit zurück, sondern richtet den Blick auch hemdsärmelig nach vorn. Vor allem die Frage, wie man die Förderung von talentierten und interessierten SchülerInnen in Zukunft am besten gestalten kann, treibt die Macher von "Jugend forscht" um. Schulen spielen hier zwar nach wie vor eine zentrale Rolle, doch neue Schulen zu finden, die mitmachen oder junge Lehrkräfte, die sich engagieren, wird immer schwieriger. Große Hoffnungen werden deshalb in die neuen Schülerforschungszentren gesteckt, in von denen inzwischen ca. 30 in Deutschland existieren. Hier können sich Kinder und Jugendliche, die interessiert sind, unter fachlicher Begleitung selbst ausprobieren und ihrem Forscherdrang nachgehen. Flächendeckend, so ist die Vorstellung und die Forderung von "Jugend forscht", müsse es solche Zentren eigentlich geben. Dann könnten Jugendliche - so wie in Sportvereinen oder Musikschulen - ihre Fähigkeiten und Ideen ausprobieren und trainieren.

15:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3aufnehmen

Das Musikmagazin
16 Jahre später: Neues von den Electronica-Veteranen Leftfield
Das britische Electronica-Duo Leftfield brachte von 1995 bis zur Auflösung 2002 nur zwei reguläre Studioalben und mehrere Compilations hervor, doch damit schien ihr Werk und Wirken auch vollendet. Leftfield klangen dynamischer, tanzbarer als die Triphop-Bewegung, aber wesentlich pessimistischer als handelsüblicher Dancefloor ihrer Zeit. Seit 2010 ist zumindest Neil Barnes wieder unter dem Namen "Leftfield" aktiv, und jetzt hat er mit "Alternative Light Source" das dritte Album fertiggestellt.

18 Jahre später: Faith No More knüpfen an das "Album of the year" an
Noch ein bisschen mehr Zeit haben sich die US-Crossover-Pioniere Faith No More gelassen. 1997 trat die Band um Sänger Mike Patton völlig zerstritten mit dem vielgelobten "Album of the year" ab. Patton sagte damals, falls eine Reunion bevorstünde, möge man ihn unbedingt erschießen. 2009 konnten ihn seine Bandkollegen dennoch unfallfrei zur erneuten Zusammenarbeit überreden. Seitdem sind sie eine Tourband, die bei den jetzt anstehenden Deutschlandkonzerten mit dem aktuellen Album "Sol Invictus" aber auch spannendes neues Material präsentieren kann.

Alle Jahre wieder: Die Festivalsaison 2015 pendelt zwischen Megalomanie und Nachhaltigkeit
Der Krach um die Fortsetzung von Rock am Ring zeigt, wie hart der Verdrängungskampf zwischen den großen Rockfestivals inzwischen geführt wird. Wer es ein bisschen kleiner mag, findet 2015 in Deutschland und den Nachbarländern aber so viele Festival-Alternativen wie nie zuvor. Und viele Veranstalter setzen dabei nicht nur auf interessante neue Künstler, sondern auch auf neue Wege beim Umwelt - und Klimaschutz, sagt Carsten Schumacher, Chefredakteur des jährlich erscheinenden "Festivalguide".

Am Mikrofon: Fabian Elsäßer

16:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarktaufnehmen

Bücher für junge Leser
Philosophie im Kinder- und Jugendbuch
Ein Feature von Angela Gutzeit

Francoise Armengaud, Annabelle Buxton: Wittgensteins Nashorn (Diaphanes Verlag)
Miriam Henke, Jérome Meyer-Bisch: Laotse oder der Weg des Drachen (Diaphanes Verlag)
Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld: Der Sokrates-Club. Philosophische Gespräche mit Kindern (Knaus Verlag)
Julia Knop: Die großen Fragen. Philosophie für Kinder (Herder Verlag)
Richard David Precht: Warum gibt es alles und nicht nichts? Ein Ausflug in die Philosophie (Goldmann Verlag)
Jostein Gaarder: Sofies Welt. Roman über die Geschichte der Philosophie (Dtv Reihe Hanser)
Gabriele Münnix: Anderwelten. Eine fabelhafte Einführung ins Philosophieren (Dtv)
Gudrun Mebs, Harald Lesch: Philosophie ist wie Kitzeln im Kopf (cbj in der Verlagsgruppe Random House)
Janny van der Molen: Herrn Swart brummt der Schädel oder wie das Denken im Kopf die Richtung wechseln kann (Gabriel-Verlag)
María Julia Díaz Garrido, David Daniel Álvarez Hernández: Als die Vögel vergaßen, Vögel zu sein (aracari verlag)

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuellaufnehmen

Computer und Kommunikation
Social E-Commerce
Plattformen für virtuelle Messen integrieren Social Media und Online-Shops

Showdown im Showroom
Virtuelle Messen krempeln die Event-Branche ziemlich um

Googles Plan
Android soll zum Betriebssystem fürs Internet der Dinge werden

Ungeliebter Schnellschuss
Warum die Internetwirtschaft die Vorratsdatenspeicherung nicht mag

Das Digitale Logbuch
Facebook-Opfer

Info-Update

Sternzeit 30. Mai 2015
Die ESA wird vierzig, und dreiundfünfzig

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

17:05 Uhr

Markt und Medienaufnehmen

Großzügige Ausfallhonorare trotz knapper Kassen?
Der WDR und Thomas Gottschalks kurzes Zwischenspiel im Vorabendprogramm

Vom Untergang der Printmedien…
Können sich Zeitungen aus einer selbsterfüllenden Prophezeiung befreien?

Ein Jahr "Recht auf Vergessenwerden"
Französische Plattform "forget me" zieht Bilanz über Google-Löschanträge

"Urlaub im Protektorat"
Kritik an der tschechischen TV-Sendung über das Leben unter der Naziherrschaft

O-Ton-Nachrichten u.a.:
Kommission legt Vorschläge für eine Modernisierung der Vatikan-Medien vor
Die feministische Zeitschrift "Missy Magazine" zieht Bilanz ihrer Crowdfunding-Aktion
Diskussion über eine Reduzierung von Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk

Am Mikrofon:  Bettina Köster

17:30 Uhr

Kultur heuteaufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Die Brüder Karamasow" - Frank Castorf setzt seine Auseinandersetzung mit Dostojewski bei den Wiener Festwochen fort

Bernard Schultze zum 100. - Eine Ausstellung im Kölner Museum Ludwig

Gerechtigkeit nach 70 Jahren? In Warschau werden die Kämpfer für die "Ghettorente" ausgezeichnet

"Revolution und Krieg" - Die deutsch-ukrainische Historikerkommission tagt in Berlin zu den Transformationsprozessen des Landes im neuzeitlichen Europa

Am Mikrofon: Mascha Drost

18:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abendaufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrundaufnehmen

Betreten verboten! - Australiens umstrittene Flüchtlingspolitik

19:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

19:05 Uhr

Kommentaraufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstagaufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

20:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Leif Randt: "Planet Mignon"
Lesung und Diskussion
Diskussionspartner: Michael Schmitt und Jochen Börich
Am Mikrofon: Hubert Winkels

Mit zwei außergewöhnlichen Romanen, die Lebensstilfragen als letzte Sinnfragen inszenieren, ist der heute in Berlin lebende Autor Leif Randt bekannt geworden: 'Lichtspielhaus' und 'Schimmernder Dunst über Coby County' heißen sie. Schnell erkannte man darin eine neue Stimme für die Generation der heute um die
30-jährigen wohlstandsverwöhnten westlichen Hedonisten und mehr als das: Sinnbilder für einen quietistischen Zustand der Gesellschaft überhaupt. Nun also hat Leif Randt einen Science-Fiction-Roman vorgelegt, so scheint es: In den unendlichen Weiten des Weltraums existiert ein Sonnensystem, in dem endzeitlicher Frieden herrscht. Seine sechs Planeten und zwei Monde werden von einer weisen Computervernunft regiert, die auf Grundlage von perfekter Statistik und totalem Wohlstand die fairsten Entscheidungen trifft. Zwischen Metropolenplanet Blossom und Müllplanet Toadstool ist längst die neue Zeit angebrochen, eine postdemokratische Ära des Friedens und der Selbstkontrolle. Menschen haben sich zu Kollektiven zusammengeschlossen, zu ästhetischen Gemeinschaften, die um die besten Lebensstile konkurrieren. Marten Eliot und Emma Glendale, die beiden jungen Spitzenfellows des Dolfin-Kollektivs, verlassen ihren heimischen Campus und reisen von Planet zu Planet, um neue Mitglieder anzuwerben. Doch das Sonnensystem wird erschüttert, als das aggressive Kollektiv der gebrochenen Herzen von sich reden macht, von dem man annimmt, es bestehe aus emotionalen Verlierern. Minzefarbene Giftwolken steigen von Marktplätzen und Sommercamps auf, tatsächliche Gewalt droht in die Planetengemeinschaft zurückzukehren. Auf ihren Reisen rücken Marten und Emma die gebrochenen Herzen gefährlich nahe. Können die beiden den Umsturz verhindern?
In 'Planet Magnon' umgeht Leif Randt trotz des nahezu klassischen Plots der Logik der heldengestützten Dystopie, weil er keine wirkliche Abweichung vom Totalitarismus der sanften Überwachung und Steuerung zulässt. So weit entfernt, zeitlich und räumlich, 'Planet Mignon' auch wirken mag, so lässt er sich doch umstandslos auf die globale Big Data-Bedrohungssituation beziehen und als deren sozialpsychologische Vertiefung lesen.
Leif Randt, geboren 1983 in Frankfurt am Main, gehört zu den stilbildenden Autoren der jüngeren Generation. Seine Prosa wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Debütpreis (2010), beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb mit dem Ernst-Willner-Preis (2011), mit dem Düsseldorfer Literaturpreis (2012) sowie mit einem Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles (2013).
Leif Randt wird aus 'Planet Mignon' lesen. Mit ihm diskutieren werden der Literaturredakteur von 3sat Michael Schmitt und der Literaturwissenschaftler Jochen Börich.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

Forum neuer Musik 2015
José Maceda
Suling-suling
Studierende und Musikschüler aus Wuppertal und Rostock
Leitung: Christian Roderburg
Aufnahme vom 17.4.15 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

Das 16. Internationale Werkstattfestival des Deutschlandfunk Forum neuer Musik beschäftigte sich Mitte April 2015 künstlerisch mit Ostasien. Einer Region, die sich derzeit zu einem in vielen Bereichen führenden neuen geopolitischen Zentrum entwickelt. Das Forum 2015 reflektierte den aktuellen ostasiatischen Wandel und fragte nach einer eigenständigen ostasiatisch geprägten Moderne. Das Forum neuer Musik 2015 beginnt mit einem Stück von José Maceda für zehn Flöten, zehn Bamboo-Buzzers, zehn Gongs. Die Aufführung ist für 30 Studierende und Schüler aus Wuppertal und Rostock Ziel eines eigens entwickelten Semesterprojekts. Der philippinische Ethnomusikologe und Komponist José Maceda (1917-2004) studierte an der École Normale de Musique in Paris. In den 50er-Jahren begann er umfangreiche Feldforschung zur ethnischen Musik der Philippinen. Als Komponist begann er im Umfeld der französische musique concrète. In den 60ern veranstaltete er in Manila Konzerte u.a. mit Boulez, Xenakis, Varèse. In seinen Kompositionen spiegelt sich ein nicht-europäisches Musikdenken, das auf kollektiver Praxis beruht.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

"Liebe ist kälter als der Tod"
Eine Lange Nacht über Rainer Werner Fassbinder
Von Markus Metz und Georg Seeßlen
Regie: Rita Höhne

Er war die wilde Energie des neuen deutschen Films; der "Satansbraten", wie er sich selber nannte, der zwischen Leben und Kunst keinen Unterschied machte. Das ruhelose enfant terrible, das schon an der nächsten Arbeit war, bevor die vorige herausgekommen oder grandios gescheitert war. Rainer Werner Fassbinder hat eine ganz eigene Filmsprache und ein Empfinden für Räume und Beziehungen entwickelt. Viele Filmemacher in der ganzen Welt beziehen sich auf dieses Weltbild, das die intimsten Gefühle und die historischen Geschehnisse zusammenbringen kann. Gerne wäre er, bei allen seinen Talenten, noch zur Musik gekommen. Das und vieles andere wahrscheinlich verhinderte sein früher Tod. Fassbinder, der dieses Jahr 70 geworden wäre, hatte nicht allzu viel Zeit, zum Mythos zu werden. 1982 starb er mit 37 Jahren. Mit vielen Originalzitaten, nicht nur aus Filmen, sondern auch aus Theaterstücken und Hörspielen, tritt die Lange Nacht gleichsam in einen Dialog mit dem wichtigsten Filmemacher im Deutschland der Nachkriegsgesellschaft - weniger nostalgisch als vielmehr zur Frage, was seine Arbeiten heute zu sagen haben.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

Programmarchiv

MO DI MI DO FR SA SO
27 28 29 30 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

Herunterladen und Nachhören

Alle Podcasts auf einen Blick

Ob in der U-Bahn, beim Sport oder in der Mittagspause - mit unseren Podcasts haben Sie Ihre Lieblingssendung immer dabei.

Aufnehmen statt Herunterladen

(Deutschlandfunk)

Wer möchte nicht gern von den Sendezeiten im Radio unabhängig sein? Der Deutschlandradio-Rekorder macht es möglich! Radio wann immer Sie wollen, wo immer Sie wollen - kostenlos und kinderleicht. Schneiden Sie Ihre Lieblingssendungen als MP3-Datei mit, indem Sie einfach in unserer Programmvorschau auf den roten Aufnehmen-Knopf rechts neben der gewünschten Sendung klicken.

Installation und Bedienung des Deutschlandradio-Rekorders

Programmtipps

Felix Knothe aus Sachsen posiert in Künzelsau im Rahmen des Nachwuchswettbewerbs "Jugend forscht" vor dem Logo des Wettbewerbs. (picture alliance / dpa / Sebastian Kahnert)
Nachwuchswettbewerb 50 Jahre "Jugend forscht" - und was kommt jetzt?
Campus & Karriere 30.05.2015 | 14:05 Uhr

Im 50. Jubiläumsjahr angekommen, blickt "Jugend forscht" der wohl bekannteste Nachwuchswettbewerb in Deutschland nicht nur auf eine erfolgreiche und erlebnisreiche Zeit zurück, sondern richtet den Blick auch hemdsärmelig nach vorn.

Politik

Ein rosa Sparschwein mit vielen Eurogeldscheinen.

Kürzungen bei Horizon 2020"Es ist bitter, auf 2,2 Milliarden zu verzichten"

Die Einsparungen beim europäischen Forschungsförderungsprogramm Horizon 2020 fallen niedriger aus, als ursprünglich befürchtet. Renate Ubachs, Sprecherin des Bundesarbeitskreises der EU-Referentinnen an Hochschulen in Deutschland, sagte im Deutschlandfunk, sie sei dennoch enttäuscht, dass es überhaupt eine Kürzung gebe.

Wirtschaft

Flugzeug im Abflug vom Frankfurter Flughafen, im Hintergrund die Skyline. (dpa / Arne Dedert)

Fraport-HauptversammlungDer Flughafenbetreiber und die Griechen

In Frankfurt findet aktuell die Hauptversammlung des Flughafenbetreibers Fraport statt. Ein Thema des Treffens könnten 14 griechische Flughäfen sein. Denn ursprünglich hatte Fraport den Zuschlag für deren Betrieb bekommen. Die neue Syriza-Regierung legte jedoch alle Privatisierungsprojekte auf Eis. Doch Fraport gibt die Hoffnung nicht auf.

Wissen

Memory-Metalle mit Formgedächtnis (Deutschlandradio / Frank Grotelüschen)

Neuer formidabler FormwandlerMemory-Metall mit Supergedächtnis

Wenn man bestimmte Metalllegierungen biegt, dehnt oder erwärmt, scheinen sie sich an ihre alte Form erinnern zu können und kehren danach in ihre Ursprungsgestalt zurück. Bei den bisherigen Materialien allerdings klappte diese Formwandlung nicht unbegrenzt. Doch nun präsentiert ein Kieler Forscherteam im Wissenschaftsmagazin "Science" eine Legierung mit einem bis dato unbekannten Stehvermögen.

Kultur

Die Berlinische Galerie - Museum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. (dpa / Tim Brakemeier)

Berlinische GalerieEhrenrettung der Brutalismus-Architektur

Die Berliner Bauten der 60er-Jahre sind oft alles andere als schön. Manche finden sie sogar so furchtbar, dass sie für deren Komplettabriss plädieren. Unter dem Titel "Radikal modern: Planen und Bauen in den 1960er-Jahren" tritt nun die Berlinische Galerie mit einer Ausstellung zur Ehrenrettung des sogenannten Brutalismus an.

Musik

Patrice sitzt umgeben von Fans auf dem Badeschiff in Berlin. Er hält eine Gitarre in der Hand. (Picture Alliance / dpa / Britta Pedersen)

Reggae-Sänger Patrice"Analog ist echt, Digital simuliert"

Der Kölner Reggae-Sänger Patrice ist überzeugt: "Man braucht beim Digitalen einfach nicht so viel Know-how, weil es für jedermann einfach gemacht ist, aber man hört den Unterschied." Deshalb ist Patrice ein Fan des "analogen". Ein Besuch in seinem Kölner Studio.

Gesellschaft

Eine junge Muslimin saß bei der Islamkonferenz 2012 mit dabei, als Politiker, Gesellschafts- und Religionsvertreter diskutierten. (picture alliance / dpa / Wolfgang Kumm)

Deutsche IslamkonferenzEhrenamt genügt nicht mehr

In Deutschland sollen künftig nicht nur christliche und jüdische, sondern auch muslimische Sozialeinrichtungen mit öffentlichen Geldern gefördert werden können. So will es die Deutsche Islamkonferenz. Eine wichtige Voraussetzung für eine breit aufgestellte, öffentlich geförderte islamische Wohlfahrtspflege in Deutschland ist die Professionalisierung.

Sport

Sepp Blatter beim 65. FIFA-Kongress in Zürich 2015 (AFP / Fabrice Cofferini)

Fußball-WeltverbandBlatter bleibt FIFA-Präsident

Kein Wechsel an der FIFA-Spitze: Amtsinhaber Joseph Blatter bleibt trotz der neuesten Korruptionsaffären Präsident des Weltfußballverbands. Sein einziger Herausforderer zog seine Kandidatur während der Wahl überraschend zurück. Noch in seiner Dankesrede kündigte Blatter Reformen an.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken sie den Deutschlandfunk