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Programm: Vor- und RückschauMittwoch, 21.10.2026

  • 00:05 Uhr

    Am Mikrofon: Mike Herbstreuth

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    Am Mikrofon: Fanny Buschert

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Pastor Oliver Vorwald, Hannover
    Evangelische Kirche

    06:50 Uhr   Interview

    Interview mit Jan van Aken (Linke): Lage in Äthiopien

    07:15 Uhr   Interview

    Interview mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP): Selenskyj in Oslo, EU vs. Trump

    08:10 Uhr   Interview

    Interview mit Martin Baumann (Datenschutzjurist): BGH-Urteil zur Schufa-Auskunftspflicht

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 10 Jahren: Schauspieler Manfred Krug gestorben

  • 09:10 Uhr

    Italien - Gewalttätige Jugendproteste

    Sicherheit im Schwarzen Meer - Interview mit Wilfried Jilge, DGAP

    Am Mikrofon: Manfred Götzke

  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

    Was bringt die Diplomatie des Papstes im Ukraine-Krieg?
    Papst Leo hat mit Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj telefoniert. Er sorgt sich um die Menschen in der Ukraine und will helfen, den Krieg zu beenden. Doch wie wird die Friedens-Diplomatie des Papstes in der Ukraine wahrgenommen? Ein Gespräch mit Osteuropa-Korrespondent Peter Sawicki.

    Bestattungskultur in Japan im Wandel
    In Japan ist die Bevölkerung stark überaltert: Rund 30 Prozent der Menschen sind 65 Jahre und älter. Zugleich sind viele Japaner nicht religiös und haben kein Interesse an einer aufwändigen Beerdigung ihrer Angehörigen.
    Dadurch steigt der Bedarf an Bestattungsunternehmen mit ungewöhnlichen Ideen.

    Das blaue Auge - Islamisches Schutzamulett oder Aberglaube?
    Das Nazar-Amulett ist inzwischen nicht mehr nur in der Türkei, sondern auch in Deutschland beliebt. Der Glasanhänger mit einem blauen Auge soll vor dem bösen Blick schützen. Manche Muslime halten den Brauch allerdings für Aberglaube.

    Am Mikrofon: Susanne Fritz

  • 10:08 Uhr

    Mentale Gesundheit
    Wohin führt der Sparkurs in der Psychotherapie?
    Am Mikrofon: Stephanie Gebert

    Gäste:
    Dr. Andrea Benecke, Präsidentin der Bundespsychotherapeutenkammer
    Prof. Christoph Kronenberg, PhD, Gesundheitsökonom, Universität Duisburg-Essen
    Stefan Schwartze MdB (SPD), Patientenbeauftragter der Bundesregierung

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    agenda@deutschlandfunk.de

    Im Gesundheitssystem soll gespart werden, und auch die Psychotherapie gerät dabei in den Blick der geplanten Reformen. Künftig sollen etwa psychotherapeutische Leistungen budgetiert werden. Fachverbände warnen eindringlich vor den Folgen und verweisen darauf, dass der Bedarf an Behandlung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Die Sorge: Wenn Psychotherapie unter Budgetdruck gerät, könnten ausgerechnet schwer erkrankte Patientinnen und Patienten noch länger auf Hilfe warten. Gehört Psychotherapie zur Grundversorgung und sollte dort gespart werden? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht: Zu viel Therapie, zu wenig oder viel zu lange Wartezeiten?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr

    George Saunders: „Nachtwache“
    Aus dem Amerikanischen von Frank Heibert
    (Luchterhand Literaturverlag)
    Ein Beitrag von Michael Schmitt

    Adèle Bréau: „Die Stunde der Frauen. Roman“
    Aus dem Französischen von Claudia Marquardt
    (Kiepenheuer & Witsch Verlag)
    Ein Beitrag von Sigrid Brinkmann

    Am Mikrofon: Maike Albath

  • 16:35 Uhr

    Naturtalente:
    Folge 2 - Orcas lähmen Haie bei der Jagd mit einem Trick

    Selbstfahrende Shuttles:
    Thüringen testet Autonomen ÖPNV

    Wissenschaftsmeldungen

    Sternzeit 21. Oktober 2026:
    Die wunderbare Sonnenfinsternis-Norm

    Am Mikrofon: Magdalena Schmude

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Suchtkranke in deutschen Städten - Brauchen wir eine neue Drogenpolitik? 

    Es diskutieren:

    Harald Rau, Sozialdezernent der Stadt Köln

    Augustine Reppe, Verbund für integrative soziale und therapeutische Arbeit gGmbH in Berlin

    Hendrik Streeck, Drogenbeauftragter der Bundesregierung

    Benedikt Strunz, Journalist

    Diskussionsleitung: Elena Gorgis

  • 20:10 Uhr

    Blindheit als „größtes Glück“
    Der Widerstandskämpfer Jacques Lusseyran 
    Von Sabine Fringes

    Mitten in den beiden schlimmsten Momenten seines Lebens machte er die lichtvollsten Erfahrungen: Jacques Lusseyran. 1924 in Paris geboren, erblindete nach einem Unfall im Alter von acht Jahren. Das sei sein größtes Glück gewesen, wird er später darüber sagen. Mit 16 wird er Mitbegründer einer Widerstandsbewegung, drei Jahre später von der Gestapo verhaftet - und kommt 1943 nach Buchenwald. Lusseyran machte an diesem furchtbaren Ort eine weitere tiefe Erfahrung von Licht und Liebe und konnte damit auch den Mitgefangenen in seiner Umgebung helfen.

  • 20:30 Uhr

    Leh-Wei Liao liest aus „Glaszeit“ (1/2)
    (Teil 2 am 28.10.2026)

    „Bei Google News wurde das Han Kuang Manöver als größte Militärübung in der Geschichte Taiwans bezeichnet. Ganze zehn Tage dauerte die Simulation einer chinesischen Invasion an. Wir befanden uns immer noch mittendrin.“ In gegenwärtigen Zeiten eines drohenden Krieges driftet die junge Assistenzärztin Novana durchs pulsierende Taipeh. Sie swipet durch Tinder und Bumble, schreibt mal mit einem Ingenieur aus Frankreich, dann mit einem Softwareentwickler aus Massachusetts - bevor sie erst nach langer Zeit so etwas wie Liebe finden wird. „Ein anderer arbeitete in der Defense. So wie er es formulierte, klang es richtig und gut. Ich war Lola, Billie oder Mailing. Touristin. Lokale Kunststudentin. Keines von beiden.“ Vor vier Monaten ist Novana aus dem Rheinland in die Hauptstadt Taiwans gezogen, und hat ihre traumatische Kindheit nur räumlich hinter sich gelassen - ihr Aufwachsen ohne die Mutter, die plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist. Jetzt lebt Novana auf der 32. Etage eines anonymen Hochhauses und sieht ihre stylishe Wohnung selten. Bis zur Erschöpfung, von Panikattacken unterbrochen, arbeitet sie unter Hochdruck auf einer Säuglingsintensivstation, sieht zerbrechliche keine Wesen sterben, die in diesem Roman wie Sinnbilder der bedrohten asiatischen Demokratie scheinen. Die Stimmung dieses ungewöhnlich guten Expat-Debüts erinnert an David Finchers „Fight Club“-Verfilmung: Härte trifft blitzende Oberflächen, die Sinnangebote einer akzelerierten Moderne wirken leer. Intimität endet immer wieder im Verschwinden. Leh-Wie Liaos Figuren wirken wie vom Nihilismus infiziert: „Ich trug mich für alle Nachtdienste ein, die ich bekommen konnte. Es lag ein Trost in diesen Kliniknächten. Meine Schlaflosigkeit wurde zur Notwendigkeit. Ich lief zwischen der NICU, PICU, den drei Normalstationen und der Notaufnahme hin und her, ordnete Notfalllabore und Antibiotika an, organisierte Verlegungen auf Intensiv zur Überwachung und OPs. Nachts vergingen die Stunden anders. Jedes Mal, wenn ich auf die Uhr sah, war es später als gedacht.“
    Leh-Wei Liao, geboren 1993 in Göttingen, ist Ärztin und studiert zurzeit Bildende Kunst in Kassel. Seit 2022 schreibt sie und hat seither in zahlreichen Literaturzeitschriften veröffentlicht, unter anderem in „Jenny" und „Edit". 2024 war sie Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung und der Kölner Schmiede. „Glaszeit" ist ihr erster Roman. Diese „Lesezeit" ist eine Aufzeichnung auf der Deutschlandfunk-Bühne der Frankfurter Buchmesse.

  • 21:05 Uhr

    Kabarett, Comedy & schräge Lieder
    Zwischen Klamauk und Irrsinn. Late-Night-Shows aus Österreich.
    Von Susanne Lettenbauer.

    Vor fünf Jahren feierten sie ihre 500. Sendung. Nun sind sie nah an der 700, obwohl noch im Vorjahr das Aus verkündet wurde. Dirk Stermann und Christoph Grissemann sind seit 2007 feste Größen im ORF-Fernsehen. Lange waren sie die einzigen, die in ihrer Late-Night-Show „Willkommen Österreich“ zu nachtschlafender Zeit die Wiener Politik zerpflückten. Seit 2019 macht ihnen Peter Klien mit „Gute Nacht Österreich“ Konkurrenz. Auch diese Late-Night-Show sollte zwischendurch abgesetzt werden, 2020. Das Publikum votierte dagegen und GNÖ erhielt im gleichen Jahr den Publikumspreis des Österreichischen Kabarettpreises. TV-Satire hat in Österreich einen schweren Stand. Ansporn genug für Grissemann, Stermann und Klien, entschlossen weiterzumachen.


     

  • 22:05 Uhr

    Heimspiel - Die Deutschlandradio-Orchester und -Chöre
    RSB-Saisonstart mit Anatol Vierus Sinfonie Nr. 2

    Anatol Vieru (1926-1998) 
    Sinfonie Nr. 2

    Rundfunk Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Vladimir Jurowski

    Aufnahme vom 13.9.2026 in der Berliner Philharmonie
    Am Mikrofon: Uwe Friedrich

    In Anatol Vierus Sinfonie Nr. 2 finden sich schroffe rhythmische Impulse wie irisierende Klangflächen. Gleich im ersten Satz trifft ein „hinkender“ Walzer im 5/4-Takt auf Burleskes à la Gustav Mahler - bevor aus tiefsten Registern emporsteigende Klangfontänen Skulpturen von Constantin Brâncuși zu beschwören scheinen. In seiner Sinfonie verarbeitet Vieru die traumatischen Erlebnisse, die er als Jude 1941 in Rumänien erfahren musste, als er nur knapp dem Massaker in Iași entkam. Komponiert hat er das Werk 1973 als Stipendiat des DAAD in Berlin-West. Vieru gehörte zu jener „goldenen Generation“ rumänischer neuer Musik, die Krieg und Kommunismus erlebte - und die im letzten Jahrzehnt der Herrschaft Ceausescus politisch nicht nur standhielt, sondern ganz eigene, unverwechselbare Oeuvres kreierte.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht