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Seit 20:05 Uhr Hörspiel

Programm: Vor- und Rückschau

Samstag, 21.10.2017
Seit 20:05 Uhr

Hörspielaufnehmen

Das Spinnennetz
von Joseph Roth
Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach
Komponist: Jakob Diehl
Mit: Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf, Thomas Thieme
Produktion:BR 2012
Länge: 107'49

Joseph Roths erster Roman 'Das Spinnennetz' beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 1920er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebt er in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifel dominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt.
Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem Ersten Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodor letztlich an nichts und niemanden - außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland.
Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse des Hitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzten Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg.

00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Aasgeier
Von Rodney David Wingfield
Regie: Otto Düben
Mit: Martin Held, Lothar Blumhagen, Petra von der Linde, Edith Hancke, Herbert Weißbach, Martin Hirthe, Stefan Wigger u.a.
Produktion: SDR 1973
Länge: ca. 54‘

Paraderollen für Martin Held und Lothar Blumhagen: In allerbester ‚Columbo‘-Manier setzt ‚Inspektor Robinson‘ dem arroganten Mr Crampton zu und macht ihn damit allmählich ganz schön nervös.
„Wenn ich mich wohl ein wenig niederlassen dürfte, Sir.“ Bevor John Crampton protestieren kann, hat sich der verlotterte Robinson schon vor dem Fernseher breitgemacht, jammert über seine wehen Füße, lässt sich Cramptons guten Cognac schmecken und macht keinerlei Anstalten, je wieder aufzustehen. Der aufdringliche Besucher bewundert das Haus, die Einrichtung, die reizende Gattin - aber nein, das ist sie ja gar nicht, stellt der schusselige Robinson fest; die hübsche junge Dame ist ihre Gesellschafterin Geraldine. Deswegen sei er doch überhaupt gekommen: wegen der verschwundenen Mrs Crampton. Einem anonymen Briefschreiber zufolge ist sie schon zwei Wochen lang nicht mehr gesehen worden - genau genommen, seit Mr Crampton einen großen schwarzen Schrankkoffer aus dem Haus geschleppt hat. Mit Cramptons Erklärungen scheint sich Robinson zufrieden zu geben und schickt sich endlich an zu gehen. Doch so leicht ist die lästige Zecke nicht abzuschütteln ...

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Klanghorizonte

Neuland: Anouar Brahem, David Virelles, Stefano Battaglia u.a.
Nahaufnahme: Systeme der Romantik. Die vier Songalben von Brian Eno
Zeitreise: Jon Hassell, Lal & Mike Waterson u.a.

Am Mikrofon: Michael Engelbrecht

02:00 Nachrichten 

02:05 Sternzeit 

03:00 Nachrichten 

03:55 Kalenderblatt 

04:00 Nachrichten 

05:00 Nachrichten 

05:30 Nachrichten 

05:35 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

EU-Gipfel: Der "Schaukampf" um Europa

06:10 Uhr

Informationen am Morgen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30 Nachrichten 

06:35 Morgenandacht 

Ulrike Greim, Weimar

06:50 Interview 

me-too: Übertreibt Chebli mit Sexismus-Vorwürfen? Interview mit Sabine Hark, TU Berlin

07:00 Nachrichten 

07:05 Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

07:15 Interview 

Wählt Tschechien einen kleinen Trump? Interview mit Jaroslav Rudis, Schriftsteller

07:30 Nachrichten 

07:56 Sport am Morgen 

08:00 Nachrichten 

08:10 Interview 

Nach der ersten Sondierungsrunde, Interview mit Daniel Caspary , CDU, Mitglied des Europaparlaments

08:30 Nachrichten 

08:35 Börse 

08:47 Sport am Morgen 

08:50 Presseschau 

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen


Am Mikrofon: Stephanie Rohde

09:00 Uhr

Nachrichten

09:05 Uhr

Kalenderblatt

Vor 100 Jahren: Der amerikanische Jazzmusiker Dizzy Gillespie geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal

DRK-Landesverband Sachsen-Anhalt: Rollenspiel "Youth on the run"

Am Mikrofon: Sabine Demmer

10:00 Uhr

Nachrichten

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera

Am Mikrofon: Der Bariton Benjamin Appl

Es gibt nicht viele junge Sänger, die sich so entschlossen auf den Lied- und Konzertgesang konzentrieren wie Benjamin Appl. Der vielfach preisgekrönte Bariton gibt Liederabende auf renommierten Bühnen wie dem Concertgebouw Amsterdam und der Wigmore Hall in London. In der britischen Hauptstadt studierte der gebürtige Regensburger Gesang. Zuvor hatte er sich zum Banker ausbilden lassen - bis die Liebe zum Singen doch überwog.
Altmeister Dietrich Fischer-Dieskau unterrichtete ihn: Benjamin Appl ist der letzte Privatschüler des legendären Baritons. Aufgrund seines guten Aussehens wirke Appl wie einer Boygroup entlaufen, schrieb die Süddeutsche Zeitung. Der groß gewachsene Mittdreißiger nimmt’s gelassen und betont, dass er durch „Leistung überzeugen“ wolle.

11:00 Uhr

Nachrichten

11:05 Uhr

Gesichter Europas

Petit Paradise - Die britische Community im französischen Périgord
Von Simonetta Dibbern

Sie hassen und sie lieben sich - nicht nur wenn es ums Essen geht. Bacon oder Baguette? Die kulturellen Unterschiede zwischen Engländern und Franzosen beginnen schon beim Frühstück und gipfeln im Klischee: Roastbeef oder Froschschenkel?
Die politische Erbfeindschaft ist alt, der 100jährige Krieg schwingt bis heute nach. Dennoch haben sich viele Briten im Südwesten Frankreichs niedergelassen, vor allem im Département Dordogne - auch genannt: Périgord. Das Land der Trüffel, Gänse und Weine wird seit jeher von den Briten als Teil des historischen Königreichs angesehen. Die britischen Lifestyle-Migranten kaufen Schlösser, restaurieren alte Bauernhäuser, genießen die französische Lebensart, lernen die Sprache. Ein Weg zur Völkerverständigung? Oder der Versuch einer Rückeroberung?

12:00 Uhr

Nachrichten

12:10 Uhr

Informationen am Mittag

Berichte, Interviews, Musik

Große Jamaika-Runde gibt sich vorsichtig optimistisch

Von Wahlkampfmodus zu Kuschelkurs - Interview mit Werner Patzelt, Politolge TU Dresden

Spaniens Zentralregierung will Kontrolle über Katalonien übernehmen

Babis auf Erfolgsspur - Tschechien wählt

Wahlen in Japan

Mindestens 35 Tote bei Gefechten mit Islamisten in Ägypten

Brasilien - Großangelegter Pädophilenring aufgeflogen

Polen - Hungerstreik der jungen Ärzte

Sporttelegramm

Am Mikrofon: Stefan Heinlein

12:50 Internationale Presseschau 

13:00 Uhr

Nachrichten

13:10 Uhr

Themen der Woche

Katalonien: Der einzige Ausweg sind Neuwahlen

CDU: Nach der Wahl ist vor der Standortbestimmung

EU-Gipfel: Der "Schaukampf" um Europa

Chinas KP-Kongress: Worthülsen ohne Lösung

Am Mikrofon: Catrin Stövesand

13:30 Uhr

Eine Welt

Auslandskorrespondenten berichten

Krise um Kirkuk: Warum der Konflikt im Nordirak aufbricht

Asylzentren im Tschad und Niger: Frankreichs Idee scheitert noch an der Realität

Indiens Jahrmarkt der Demokratie: Zu Besuch an der Protestmeile

Parlamentswahl in Argentinien: Chance für Politiker der Kirchner-Ära?

Am Mikrofon: Andreas Noll

14:00 Uhr

Nachrichten

14:05 Uhr

Campus & Karriere

Das Bildungsmagazin

Forscher auf die Bühne bitte!
In Braunschweig messen sich die besten deutschen Science-Slammer bei einem Gipfeltreffen

Gesprächspartner:
Teilnehmer des Giant Science Slams
Dr. Elisabeth Hoffmann. Leiterin der Stabsstelle Presse und Kommunikation der TU Braunschweig
Martin Buchholz , Thermodynamiker und Dozent an der TU Braunschweig, war erster Deutscher Meister im Science-Slam im Sommer 2010
Am Mikrofon: Kate Maleike

Beiträge:
Gipfeltreffen der slammenden Forscher
Eindrücke vom Giant Science Slam in Braunschweig

Und wie kommt das ganze beim Publikum an?
Stimmen aus der Braunschweiger Stadthalle

Kann man verständlich sein lernen?
Besuch eines Science-Slam-Trainings mit einem Schauspielcoach

Eine Sendung ohne Hörerbeteiligung

In zehn Minuten komplizierte Forschungen möglichst anschaulich und kurzweilig präsentieren - das ist die Aufgabe in einem sogenannten Science Slam, einer Art Kurzvortragsturnier. Und wer es gut macht, bekommt vom Publikum den meisten Zuspruch, gewinnt den Wettstreit mit anderen Wissenschaftlern. Seit zehn Jahren gibt es diesen Mix aus Wissensvermittlung und Unterhaltung schon in Deutschland, aus einer kleinen Idee in Braunschweig ist inzwischen ein bundesweites Netzwerk mit vielen öffentlichen Veranstaltungen geworden. Am 20.10. feiert das Haus der Wissenschaft in Braunschweig zehn Jahre Science Slam in Deutschland und lässt im Giant Science Slam die Besten der Besten gegeneinander antreten. Zu dieser Veranstaltung werden rund 2000 Besucher in der Stadthalle erwartet. Im Rahmen einer Medienpartnerschaft mit dem Deutschlandfunk berichtet 'Campus & Karriere' über dieses besondere Gipfeltreffen und fragt, was sich daraus für die Kommunikation von und in Wissenschaft bzw. Hochschulen lernen lässt.

15:00 Uhr

Nachrichten

15:05 Uhr

Corso - Kunst & Pop

Das Musikmagazin

Apokalypse auf der Funny Farm - Das neue Album von John Maus
Er liebt elektronische Klangtexturen, hat einen Doktor in politischer Philosophie und ist fasziniert vom Ende der Zeit: Der US-amerikanische Musiker John Maus. All das vermischt sich auf seinem neuen Album "Screen Memories" zu einer düsteren digitalen Musikmelange aus selbst geschriebenen Algorithmen, die sich auch im "Blade Runner"-Soundtrack wohl gefühlt hätte.

Großes anhand von Kleinem erzählen - "Das Licht der Welt" von Gisbert zu Knyphausen
Sieben Jahre ist es her, seit das letzte Album von Gisbert zu Knyphausen unter seinem eigenen Namen erschienen ist. In der Zwischenzeit hat er in der Band von Olli Schulz Bass gespielt und in diversen anderen Konstellationen Musik gemacht. Die neuen Lieder von Knyphausen sind nun noch introspektiver und zurückhaltender geworden, als die ohnehin schon in sich gekehrte Musik auf dem Vorgängeralbum "Hurra! Hurra! So nicht."

Ein Kessel Buntes - Eine Ausstellung zu 70 Jahren Amiga
1947 hat Ernst Busch das Plattenlabel Amiga gegründet - das später für Musikfreunde zum Synonym für "Platten aus der DDR" wurde. Amiga war das einzige Label in der DDR, hier erschienen einheimische Produktion, aber auch Lizenzpressungen von ausgewählten Bands aus dem Westen. Zum 70. Geburtstag des Labels kann man sich im Schloss Bernburg in Sachsen eine groß angelegte Werkschau angucken.

Am Mikrofon: Sascha Ziehn

16:00 Uhr

Nachrichten

16:05 Uhr

Büchermarkt

Bücher für junge Leser

Die Schriftstellerin Alina Bronsky im Gespräch über Magie des Schriftlichen

„Scherbenpark“, Kiepenheuer & Witsch, Köln
„Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“, Kiepenheuer & Witsch, Köln
„Baba Dunas letzte Liebe“, Kiepenheuer & Witsch, Köln
„Spiegelkind und Spiegelriss“, Arena Verlag, Würzburg
„Und du kommst auch drin vor“, dtv, München

Am Mikrofon: Ute Wegmann

16:30 Uhr

Forschung aktuell

Schwerpunkt:
Hassliebe
Wie sich die maschinelle Übersetzung auf den Berufsstand auswirkt

KI-Kunst
Hat das neue Portal DeepL das Zeug für literarische Übersetzungen?

Aktuell:
Dauerlücken
Was von den WLAN-Sicherheitsproblemen auch in Zukunft bleibt

Notfunk
Eine neue Smartphone-App soll bei Netzausfall für Kommunikation sorgen

Das Digitale Logbuch
Schlüsselerlebnis

Info-Update

Sternzeit 21. Oktober 2017
Himmlische Tauben beobachten die Erde

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten

17:05 Uhr

Streitkultur

Bilden wir zu viele Musiker aus?
Die Musikwissenschaftlerin Susanne Rode-Breymann und der Dirigent Christian Thielemann im Gespräch
Am Mikrofon: Christoph Schmitz

17:30 Uhr

Kultur heute

Berichte, Meinungen, Rezensionen

"Das Floß" - Jan Fabre kuratiert die Triennale im belgischen Ostende

Uraufführungsreigen - Eine Zwischenbilanz der Donaueschinger Musiktage 2017

Vier Frauen im Rennen - Die Trägerin des Preises der Nationalgalerie wird bekanntgegeben

Die Stadt als Bühne - Das internationale Theaterfestival FIBA in Buenos Aires

#metoo - Was Debatten über Sexismus gesellschaftlich bewirken können

Am Mikrofon: Doris Schäfer-Noske

18:00 Uhr

Nachrichten

18:10 Uhr

Informationen am Abend

Spanische Zentralregierung entmachtet die Sparatisten in Katalonien

Parlamentswahl in Tschechien - werden die Populisten siegen?

Zahl der Opfer nach Feuergefecht in Ägypten gestiegen

Nach der Sondierung ist vor der Sondierung - Gespräche über eine Jamaica-Koalition

München Messerattacke am Rosenheimer Platz

Sport aktuell

Am Mikrofon: Ute Meyer

18:40 Uhr

Hintergrund

Leben mit Sanktionen - Die Krim nach der Annexion

19:00 Uhr

Nachrichten

19:05 Uhr

Kommentar

Katalonien: Entmachtung der Separatisten steht bevor

19:10 Uhr

Sport am Samstag

Fußball - Bundesliga, 9. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund
RB Leipzig - VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen
FC Augsburg - Hannover 96
Hamburger SV - FC Bayern München

Fußball - 2. Liga, 11. Spieltag:
Holstein Kiel - Arminia Bielefeld
1. FC Union Berlin - SpVgg Greuther Fürth
Eintracht Braunschweig - VfL Bochum

Fußball - Eine ungewöhnliche Reise: Eindrücke vom Kölner Europa League Gastspiel in Weißrussland

Fußball - Wie geht es weiter im Schiedsrichterstreit beim DFB?

Tennis - Görges gewinnt in Moskau und wird neue deutsche Nummer 1, Witthöft gewinnt Turnier in Luxemburg

Bahnrad-EM in Berlin - Finalläufe 1000 m Zeitfahren Männer / Einerverfolgung

Handball - Bundesliga: Füchse Berlin - THW Kiel trennen sich unentschieden 25:25
Handball - Was bringt die Reform der Champions League?

Gleichberechtigung - Wie unterschiedlich verdienen Frauen und Männer im Sport in Deutschland

Sportpolitik - #MeToo. Missbrauchsenthüllungen jetzt auch im US-Sport

Basketball - Bundesliga: Alba Berlin - Rockets Erfurt

Formel 1 - 17. WM-Lauf "Großer Preis von USA" in Austin: Qualifiying

Am Mikrofon: Bastian Rudde

20:00 Uhr

Nachrichten

20:05 Uhr

Hörspielaufnehmen

Das Spinnennetz
von Joseph Roth
Bearbeitung und Regie: Katja Langenbach
Komponist: Jakob Diehl
Mit: Martin Carnevali, Norman Hacker, Lena Lauzemis, Bernd Moss, Steven Scharf, Thomas Thieme
Produktion:BR 2012
Länge: 107'49

Joseph Roths erster Roman 'Das Spinnennetz' beschreibt den unaufhaltsamen Aufstieg der Faschisten im Deutschland der 1920er Jahre. Als enttäuschter Kriegsheimkehrer findet sich der ehemalige Leutnant Theodor Lohse nicht mehr zurecht. Zerbrochen sind seine Träume vom militärischen Triumph und seine Hoffnungen auf eine herausragende gesellschaftliche Bedeutung. Stattdessen lebt er in ärmlichen Verhältnissen als Jurastudent und Hauslehrer bei einem reichen jüdischen Juwelier in Berlin. Sein Ehrgeiz treibt ihn schnell in die Arme einer rechtsradikalen Geheimorganisation, für die er zunächst als einer von vielen Spitzeln arbeitet. Endlich wieder einer klaren Führung verpflichtet, geht er über Leichen, um seine Aufgaben zu erfüllen, übereifrig, getrieben von der Angst vor der eigenen Unzulänglichkeit und Kleinheit. Morde und militärische Kameradschaftlichkeit, Denunziation, ideologiefreies Kalkül und Paktieren mit politischen Gegnern sowie die Heirat in den deutschen Adel verschaffen ihm in der Folge eine Machtposition. Doch trotz seines gesellschaftlichen Aufstiegs findet Theodor keine Ruhe und leidet unter Verfolgungswahn. Angst und Selbstzweifel dominieren ihn bis zum Schluss, er wird nicht erlöst von dem ihn ewig quälenden Ehrgeiz, unter dem eine große innere Leere liegt.
Joseph Roth beschreibt mit Theodor Lohse und den ihn umgebenden Menschen die deutsche Identitätssuche nach dem Ersten Weltkrieg. Theodor ist ein Mensch ohne Halt in einer Gesellschaft der radikalen Gegensätze zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten, Bürgertum, Adel und Proletariat, Hunger und Überfluss, Militarismus und kultureller Avantgarde, Spitzelwesen und lautstarken nationalen Studentenbewegungen, Antisemitismus und aufkeimender Demokratie, zwischen Gewalttätigkeit und Amüsierlust, zwischen Fortschritt und Reaktion. In dieser verwirrenden, explosiven gesellschaftlichen Gemengelage glaubt Theodor letztlich an nichts und niemanden - außer an sich selbst und sein Emporkommen. Einzig entscheidend ist, auf der Seite der Gewinner zu stehen. So mausert sich Theodor Lohse zum wichtigen Funktionär im sich anbahnenden nationalsozialistischen Deutschland.
Das Spinnennetz erschien als Fortsetzungsroman vom 7.Oktober bis 6. November 1923 in der Wiener Arbeiterzeitung und nahm damit die Ereignisse des Hitlerputsches, der sich nur wenige Tage nach dem letzten Abdruck ereignete, auf prophetische Weise vorweg.

22:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musikaufnehmen

Russland 1917 und die Moderne
Maschinenklänge des Fortschritts
Am Mikrofon: Hanno Ehrler

Hämmernde Rhythmen, avancierte Harmonien strömen aus dem Klavier. Ihre Urheber sind heute vergessene Komponisten aus Russland. Sie fühlten sich dem Futurismus verwandt. Einige von ihnen begeisterten sich gleichfalls für die Oktoberrevolution, vor der andere flohen. Nikolaj Roslavetz und Nikolaj Obuchov entwarfen in jener Zeit ganz neue Tonsysteme. Die suggestiven Rhythmen von Sergej Protopopov und Alexander Mossolov spiegeln die Geräuschwelten großer Fabriken.
Vier CDs umfasst die kürzlich bei Cybele Records erschienene Box ‚Klavierwerke um den russischen Futurismus‘. Pianist Thomas Günther hat sie im Deutschlandfunk Kammermusiksaal eingespielt. Die raren Noten hat er über viele Jahre zusammengetragen. Nun wird er für seine Pionierleistung mit einem ECHO Klassik geehrt.

22:50 Uhr

Sport aktuellaufnehmen

Fußball - Bundesliga, 9. Spieltag
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund
RB Leipzig - VfB Stuttgart
Borussia Mönchengladbach - Bayer 04 Leverkusen
FC Augsburg - Hannover 96
Hamburger SV - FC Bayern München

Fußball - 2. Liga, 11. Spieltag:
Holstein Kiel - Arminia Bielefeld
1. FC Union Berlin - SpVgg Greuther Fürth
Eintracht Braunschweig - VfL Bochum

Tennis - Görges gewinnt in Moskau und wird neue deutsche Nummer 1, Witthöft gewinnt Turnier in Luxemburg

Bahnrad-EM in Berlin - Finalläufe 1000 m Zeitfahren Männer / Einerverfolgung

Handball - Bundesliga: Füchse Berlin - THW Kiel trennen sich unentschieden 25:25

Basketball - Bundesliga: Alba Berlin - Rockets Erfurt

Formel 1 - 17. WM-Lauf "Großer Preis von USA" in Austin: Qualifiying

Am Mikrofon: Bastian Rudde

23:00 Uhr

Nachrichtenaufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nachtaufnehmen

Das Wirtschaftswunder der Literatur
Eine Lange Nacht über die Gruppe 47
Von Helmut Böttiger
Regie: Beate Ziegs

Die Gruppe 47 ist ein Mythos geworden. Autoren wie Günter Grass oder Hans Magnus Enzensberger wurden durch sie berühmt und bestimmten die gesellschaftspolitische Diskussion. Als sich am 6./7. September 1947 ein kleines Häuflein versprengter Schriftsteller bei der Surrealistin Ilse Schneider-Lengyel am bayrischen Bannwaldsee traf, war von dieser zukünftigen Bedeutung aber nichts zu ahnen. Alle waren noch relativ jung und unbekannt. Das literarische Milieu in Westdeutschland wurde von älteren Kulturfunktionären beherrscht, die schon in der NS-Zeit aktiv gewesen waren und sich jetzt als innere Emigranten gerierten. Die Gruppe 47 wurde anfangs zwar ignoriert, aber sie entwickelte sich mit Autoren wie Günter Eich oder Heinrich Böll zu einer atmosphärischen Opposition in der Adenauer-Ära. Dichter wie Ingeborg Bachmann und Paul Celan wurden hier entdeckt. Man suchte Kontakt zu DDR-Schriftstellern. Und mit der fulminanten Lesung aus der ‚Blechtrommel‘ von Günter Grass 1958 begann die Gruppe 47 dann, den bundesdeutschen Literaturbetrieb zu beherrschen. Aus einem Werkstattgespräch unter Kollegen entwickelte sich schlagartig ein literarischer Jahrmarkt. An diesen inneren Widersprüchen zerbrach die Gruppe. Der junge Peter Handke und die Studentenbewegung trugen während der letzten Tagungen 1966 und 1967 ihren Teil dazu bei. Die ‚Lange Nacht‘ über die Gruppe 47 verdichtet auf spannende Weise die Kulturgeschichte der ehemaligen Bundesrepublik mit vielen O-Tönen und Zeitzeugen.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Auf einer halbdunklen Bühne sitzt ein Mann an einem Konzertflügel und spielt vor Publikum. (Thomas Kujawinski / Deutschlandradio)
Russland 1917 und die ModerneMaschinenklänge der Futuristen
Atelier neuer Musik 21.10.2017 | 22:05 Uhr

Hämmernde Rhythmen, avancierte Harmonien strömen aus dem Klavier. Ihre Urheber sind heute vergessene Komponisten aus Russland. Sie fühlten sich dem Futurismus verwandt. Einige von Ihnen begeisterten sich auch für die Oktoberrevolution, vor der andere flohen.

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