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Programm: Vor- und RückschauMittwoch, 28.10.2026

  • 00:05 Uhr

    Am Mikrofon: Josephine Schulz

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

    01:30 Uhr   Tag für Tag

    Aus Religion und Gesellschaft
    (Wdh.)

  • 05:05 Uhr

    Berichte, Interviews, Reportagen

    Am Mikrofon: Thielko Grieß

    06:35 Uhr   Morgenandacht

    Fra‘ Georg Lengerke, München
    Katholische Kirche

    06:50 Uhr   Interview

    Zur Israel-Wahl - Interview mit Michael Wolffsohn, Historiker

    07:15 Uhr   Interview

    Nerz und Steinmeier werben in Asien für deutsche Wirtschaft - Koalitionsstreit um Enteignungen von Wohnungen - Interview mit Sebastian Roloff, SPD-Wirtschaftspolitiker

    08:10 Uhr   Interview

    Zur Israel-Wahl - Interview mit Salah Abdel Shafi, Botschafter Palästinas in Österreich

    08:50 Uhr   Presseschau

    Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

  • 09:05 Uhr

    Vor 50 Jahren: Der Zauberwürfel „Rubik’s Cube“ wird patentiert

  • 09:10 Uhr

    Schweden - Wo steht die Regierungbildung?

    Koloniales Erbe - Britischer König Charles besucht Karibik-Staaten

    Russland-Afrika-Gipfel - Die Rolle der russischen Söldner in Mali

    Am Mikrofon: Nina Voigt

  • 09:35 Uhr

    Aus Religion und Gesellschaft

    Festnahmen nach dem Attentat auf eine orthodoxe Kirche in Jordanien
    Vergangenen Freitag kam es in Jordanien zu einem Attentat auf die Gemeinde einer orthodoxen Kirche. Bewaffnete eröffneten das Feuer auf einen Trauerzug, neun Menschen wurden getötet, 25 weitere verletzt. Jordanien ist ein mehrheitlich islamisches Land, mehr als 90 Prozent sind sunnitische Muslime. Doch das Land gilt als tolerant gegenüber Christen und Juden. Die jordanische Armee griff am Montag Ziele im benachbarten Syrien an, nach eigenen Angaben Stellungen von Terrororganisationen, denn hinter dem Anschlag sollen Islamisten stecken, das Attentat ein Angriff sein auf die religiöse Toleranz.

    Spiritualität im Medizinstudium
    Wer als Arzt oder Ärztin arbeitet, wird unweigerlich irgendwann mit dem Thema Tod konfrontiert. Aber nicht nur mit toten Patienten, sondern auch mit lebenden, die sich mit dem Tod auseinandersetzen müssen. Doch der Umgang mit existenziellen Fragen, mit dem Tod, mit dem Leben nach dem Tod, Glaube und Religion nimmt im Medizinstudium bislang wenig Raum ein. An der Universität Münster gibt es jetzt erstmals ein neues Wahlfach für angehende Mediziner: Spiritual Care.

    Der Rettungstransport von Kladovo: Eine jüdische Gemeinde kämpft um ein Schiff
    Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten auf dem Gebiet des späteren Jugoslawiens mehr als 80.000 Jüdinnen und Juden. Rund 80 Prozent von ihnen wurden ermordet. Heute zählen die Gemeinden in allen Nachfolgestaaten zusammen nur noch wenige tausend Mitglieder, in Serbien sind es rund 2000. Mehr als 80 Jahre nach dem Holocaust fehlt es an Orten, an denen diese kleine Gemeinschaft ihre Geschichte und ihren Glauben verorten kann, meint Davor Shalom von der Jüdischen Gemeinde Belgrad. Er will deshalb einen alten Donaudampfer retten - ein Schiff, auf dem 1939 Hunderte Menschen vor den Nationalsozialisten flohen.

    Am Mikrofon: Benedikt Schulz

  • 10:08 Uhr

    Boomer im Ruhestand
    Wer wird Deutschland am Laufen halten?

    Gäste:
    Prof. Bernd Fitzenberger, Direktor und Institutsleitung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
    Jens Peick, SPD, MdB und Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales
    Simon Kaiser, Geschäftsführer Aus- und Weiterbildung der IHK Südlicher Oberrhein
    Bettina Hartmann, Senior Expert Service gGmbH, stellvertretende Geschäftsführerin und Leiterin der Abteilung Experts
    Am Mikrofon: Bettina Köster

    Hörertel.: 00800 4464 4464
    agenda@deutschlandfunk.de

    Jahrzehntelang haben sie Betriebe geführt, Menschen gepflegt oder Lehrlinge ausgebildet. Jetzt verabschieden sich die Babyboomer nach und nach in den Ruhestand. Mit ihnen geht viel Erfahrung, die in keinem Handbuch steht. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft, IW, werden 2036 rund 4,3 Millionen Arbeitskräfte in Deutschland fehlen. Was bedeutet dieser Umbruch für Unternehmen und Beschäftigte und was für unsere Gesellschaft? Welches Wissen geht verloren, wenn die Boomer gehen? Wie kann es gelingen, Erfahrung rechtzeitig an Jüngere weiterzugeben? Und wie lassen sich die Lücken auf dem Arbeitsmarkt schließen: durch Künstliche Intelligenz, durch Zuwanderung oder durch längeres Arbeiten?

  • 12:10 Uhr

    Berichte, Interviews, Musik

  • 14:35 Uhr

    Das Bildungsmagazin

  • 15:05 Uhr
  • 15:35 Uhr

    Das Medienmagazin

  • 16:10 Uhr

    Rene Karabash: „Die Bleibende“
    Aus dem Bulgarischen von Elvira Bormann
    (Mauke Verlag)
    Ein Beitrag von Tino Schlench

    Mary Costello: „Ein geborgtes Leben“
    Aus dem Englischen von Jasmin Humburg
    (Penguin Verlag)
    Ein Beitrag von Julia Schröder

    Am Mikrofon: Carsten Hueck

  • 16:35 Uhr

    Naturtalente:
    Wildhunde stimmen per Niesen ab

    Quantennetz QuNet:
    Sichere Kommunikation oder Zukunftsmusik?

    Wissenschaftsmeldungen

    Sternzeit 28. Oktober 2026:
    Hanns Hörbiger, der Mond und die Welteislehre

    Am Mikrofon: Arndt Reuning

  • 17:35 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

  • 18:40 Uhr
  • 19:15 Uhr

    Sonderausgabe:
    Kann die Ukraine die Abkehr der USA verkraften?
    Elena Gorgis spricht mit Vassili Golod, ARD-Korrespondent in Kiew

  • 20:10 Uhr

    Missionssammlungen werden aufgelöst: Was passiert jetzt mit dem kolonialen Erbe?
    Von Mechthild Klein

    Zunehmend lösen sich Missionsorden und -gesellschaften auf. Wohin also mit den religiösen Gegenständen, die Missionare auf der ganzen Welt gesammelt haben? Manche gehen an Museen. Andere könnten in Privatbesitz oder auf dem Müll landen. Das macht eine kritische Erforschung unmöglich.

  • 20:30 Uhr

    Leh-Wei Liao liest aus „Glaszeit“ (2/2)

    „Bei Google News wurde das Han Kuang Manöver als größte Militärübung in der Geschichte Taiwans bezeichnet. Ganze zehn Tage dauerte die Simulation einer chinesischen Invasion an. Wir befanden uns immer noch mittendrin.“ In gegenwärtigen Zeiten eines drohenden Krieges driftet die junge Assistenzärztin Novana durchs pulsierende Taipeh. Sie swipet durch Tinder und Bumble, schreibt mal mit einem Ingenieur aus Frankreich, dann mit einem Softwareentwickler aus Massachusetts - bevor sie erst nach langer Zeit so etwas wie Liebe finden wird. „Ein anderer arbeitete in der Defense. So wie er es formulierte, klang es richtig und gut. Ich war Lola, Billie oder Mailing. Touristin. Lokale Kunststudentin. Keines von beiden.“ Vor vier Monaten ist Novana aus dem Rheinland in die Hauptstadt Taiwans gezogen, und hat ihre traumatische Kindheit nur räumlich hinter sich gelassen - ihr Aufwachsen ohne die Mutter, die plötzlich aus ihrem Leben verschwunden ist. Jetzt lebt Novana auf der 32. Etage eines anonymen Hochhauses und sieht ihre stylishe Wohnung selten. Bis zur Erschöpfung, von Panikattacken unterbrochen, arbeitet sie unter Hochdruck auf einer Säuglingsintensivstation, sieht zerbrechliche keine Wesen sterben, die in diesem Roman wie Sinnbilder der bedrohten asiatischen Demokratie scheinen. Die Stimmung dieses ungewöhnlich guten Expat-Debüts erinnert an David Finchers „Fight Club“-Verfilmung: Härte trifft blitzende Oberflächen, die Sinnangebote einer akzelerierten Moderne wirken leer. Intimität endet immer wieder im Verschwinden. Leh-Wie Liaos Figuren wirken wie vom Nihilismus infiziert: „Ich trug mich für alle Nachtdienste ein, die ich bekommen konnte. Es lag ein Trost in diesen Kliniknächten. Meine Schlaflosigkeit wurde zur Notwendigkeit. Ich lief zwischen der NICU, PICU, den drei Normalstationen und der Notaufnahme hin und her, ordnete Notfalllabore und Antibiotika an, organisierte Verlegungen auf Intensiv zur Überwachung und OPs. Nachts vergingen die Stunden anders. Jedes Mal, wenn ich auf die Uhr sah, war es später als gedacht.“
    Leh-Wei Liao, geboren 1993 in Göttingen, ist Ärztin und studiert zurzeit Bildende Kunst in Kassel. Seit 2022 schreibt sie und hat seither in zahlreichen Literaturzeitschriften veröffentlicht, unter anderem in „Jenny" und „Edit". 2024 war sie Stipendiatin der Jürgen Ponto-Stiftung und der Kölner Schmiede. „Glaszeit" ist ihr erster Roman. Diese „Lesezeit" ist eine Aufzeichnung auf der Deutschlandfunk-Bühne der Frankfurter Buchmesse.

  • 21:05 Uhr

    Kabarett, Comedy & schräge Lieder
    Schlechte Zeiten, schlechte Zeiten - Der Autor und Comedian André Herrmann
    Von Nora Koldehoff

    „Die Dinge, die erstmal so gar nicht witzig sind, entwickeln sich, richtig erzählt, am Ende zu den besten Geschichten“, sagt André Herrmann. Und er muss es wissen, immerhin schreibt er seit mehr als 10 Jahren für eigene Auftritte und für diverse TV-Formate und Bühnenprogramme. Dass im gemeinsamen Urlaub mit den Eltern eine Comedy-Goldader steckt, fand Hermann recht schnell heraus. Denn kurz nach der Abfahrt gingen die ersten Postings über das elterliche Gebaren viral. Inzwischen ist die Geschichte nicht nur als Buch erschienen, sondern auch als Theaterstück uraufgeführt worden.
    Pointierte Politik- und Gesellschaftskritik thematisiert der Wahl-Leipziger seit langem schon in kleinen Portionen im „Roast der Woche“. Sein erstes Soloprogramm nannte er deshalb „Roast in Peace“. Derzeit ist er mit seinem zweiten Programm „Schlechte Zeiten, schlechte Zeiten“ unterwegs.

  • 22:05 Uhr

    Auswärtsspiel - Konzerte aus Europa

    Samuel Barber
    Agnus dei

    Frank Martin
    Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella

    William Byrd
    Ave verum corpus

    Tenebrae Choir
    Leitung: Nigel Short

    Aufnahme vom 1.3.2026 aus der Abtei Fischingen, Schweiz
    Am Mikrofon: Oliver Cech

    „Precision and passion“ prangt als Slogan auf den Alben, den Notenmappen und der Website von Tenebrae.

    Bei den BBC Proms, in der Wigmore Hall, in der Elbphilharmonie Hamburg und auf fernen Kontinenten wie Australien hat der Kammerchor aus London bereits gesungen. Anfang März gab es ein Gastspiel in der Klosterkirche der Schweizer Abtei Fischingen. Im Mittelpunkt: Frank Martins Messe für zwei vierstimmige Chöre a cappella, ein ergreifendes Zeugnis der großen Vokaltradition der Schweiz. Geschrieben in den 1920er Jahren; über Jahrzehnte ungehört in einer Schublade des Komponisten verschwunden: „Damals war diese Messe für mich nur eine Angelegenheit zwischen Gott und mir“, erinnerte sich Frank Martin fast ein halbes Jahrhundert später bei der Uraufführung. So klingt die Musik auch - voller Geheimnis, nicht ganz von dieser Welt.

  • 22:50 Uhr
  • 23:10 Uhr

    Journal vor Mitternacht