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Programm: Vor- und RückschauFreitag, 01.05.2026

  • 00:05 Uhr

    Mood Indigo
    Die Farben des Regenbogens
    Am Mikrofon: Karl Lippegaus

    Als südafrikanischer Jazz-Crossover London eroberte: Chris McGregor’s Brotherhood Of Breath

    Afrikanische Musik war für Chris McGregor „die Antwort des Körpers auf den Rhythmus“. Ein völlig neues Big Band-Konzept schuf der südafrikanische Pianist. Ein Rückblick auf die turbulenten Jahre mit seiner Brotherhood of Breath in London um 1970. Der Pianist Chris McGregor (1936-1990) war der Sohn eines Missionars in der Transkei und kam 1965 als Exilant mit den Blue Notes nach London. Zwei Jahre später gründete er die Brotherhood of Breath, eine Big Band, die im alten Ronnie Scott’s Club in Soho probte. Der Saxofonist Dudu Pukwana und sein Freund Chris schrieben Stücke, die Ellington-Anklänge und Hard Bop mit südafrikanischer Kwela-Musik verschmolzen. Für große Solisten wie den Trompeter Mongezi Feza und den Holzbläser John Surman arrangierte McGregor wahre Feuerwerke. Binnen kurzer Zeit wurde die Brotherhood um 1970 für einige Jahre zur aufregendsten Großformation im Jazz in Europa.

    Weitere Themen:
    Tomasz Stanko - The Polish Radio Sessions 1970-1991
    „Oceans Of Time“ - Aus den Memoiren des Drummers Billy Hart
    „A Rainbow In Curved Air“ - Über Terry Riley, einen Pionier der Minimal Music
    Neue Alben von Marilyn Crispell / Anders Jormin, Miroslav Vitous / Michel Portal, James Brandon Lewis, Julian Lage, Walter Smith III, Paolo Angeli, Alexis Marcelo, Mark Turner, u.a.

    00:05 Uhr   Fazit

    Kultur vom Tage
    (Wdh.)

  • 06:05 Uhr

    Die Vereinigten Arabischen Emirate treten aus der OPEC aus und schwächen sie
    Von Dorothee Holz

  • 06:10 Uhr

    Alte Musik

    Domenico Gabrielli
    Sonata für Trompete und Streicher D-Dur
    Friedemann Immer, Barocktrompete
    Concerto Köln
    Leitung: Werner Ehrhard

    Antonio Vivaldi
    Concerto für 2 Blockflöten, 2 Oboen, Fagott, 2 Violinen, Streicher und Basso continuo d-Moll, RV 566
    Werner Ehrhardt, Violine
    Andrea Keller, Violine
    Martin Sandhoff, Blockflöte
    Cordula Breuer, Blockflöte
    Michael Niesemann, Oboe
    Eberhard Zumach, Oboe
    David Mings, Fagott
    Concerto Köln

    Georg Friedrich Händel
    "Cesare, alla tua destra - Va tacito e nascoto". Rezitativ und Arie des Cesare, 1. Akt Szene 9 Nr. 14
    aus: "Giulio Cesare in Egitto". Dramma per musica in 3 Akten, HWV 17
    Jennifer Larmore, Mezzosopran
    Derek Lee Ragin, Countertenor
    Concerto Köln
    Leitung: René Jacobs

    Antonio Salieri
    Konzert für Klavier und Orchester C-Dur
    Andreas Staier, Hammerklavier
    Concerto Köln

    Joseph Haydn
    "Fra und dolce deliro", Arie der Silvia, 1. Akt, aus: L'isola disabitata Azione teatrale in 2 Kten, Hob. XXVIII:9
    Patricia Petibon, Sopran
    Concerto Köln
    Leitung: Daniel Harding

  • 07:05 Uhr

    Aktuelles aus Kultur und Zeitgeschehen

    Umstrittener Deal - EU-Mercosur-Abkommen tritt in Kraft

    Tag der Arbeit - Die Einkommenskluft wird immer größer. Ein Interview mit der Ungleichheitsforscherin Dorothee Spannagel

    Sprache und Extremismus - Wie die Rechte Werte umdeutet. Ein Interview mit der Autorin Ruth Hoffmann

    Inhaftiert am Demmlerplatz - Ein Theaterprojekt in Schwerin

    Eskalation der Gewalt - Zur Lage in Mali ein Interview mit dem Konfliktforscher Matthias Basedau

    Denk ich an Deutschland: der Autor und KI-Experte Andreas O. Loff

    Am Mikrofon: Anja Reinhardt

  • 08:35 Uhr

    Feiertagssendung
    Italienische Kirchengemeinden:
    Wo Gastarbeiter in der Fremde Halt fanden
    Von Susanne Babila

    Nach dem deutsch-italienischen Anwerbeabkommen 1955 kamen Millionen italienische Arbeitskräfte in die junge Bundesrepublik. Viele litten unter Heimweh, schlechten Unterkünften und harten Arbeitsbedingungen. In Kirchen und Gewerkschaften fanden sie Unterstützung.

  • 09:05 Uhr

    Vor 175 Jahren: In London eröffnet die erste Weltausstellung

  • 09:10 Uhr

    Sinfonische Musik

  • 09:30 Uhr

    Die neuen Chefs  
    Heroische und postheroische Führung  
    Von Stefan Kühl 

    Die hierarchischen Arbeitsstrukturen verschwinden mehr und mehr aus den Unternehmen. Selbstorganisation und Agilität sind die Schlagworte der Stunde. Was heißt dann Führung eigentlich in Zeiten postheroischen Managements?  
    Die neue Arbeitswelt hat neue Chefs und Chefinnen hervorgebracht, lockere, visionäre Köpfe, unberechenbar und hoch effizient. Und schon ist Führung selbst paradox geworden: Je lauter Organisationen Selbststeuerung und Eigenverantwortung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschwören, desto sehnsüchtiger scheinen sie nach der großen Gestalt an der Spitze zu verlangen.  
    Zwischen postheroischem Management und der Wiederkehr des Charismatikers oszilliert der Diskurs wie die Mode - stets mit neuen Etiketten, gern auch mit einem „post“ davor. Führung ist ein schillernder Containerbegriff, aufgeladen mit Heilsversprechen. Mal herrscht das Regiment der Formalität - Rollen, Weisungen, Hierarchie - , mal das Pathos von Vertrauen, Sinn und Kultur. Soziologisch nüchtern bleibt Führung jedoch vor allem eines: akzeptierte Einflussnahme in Momenten der Unsicherheit.
    Stefan Kühl ist Professor für Organisationssoziologie an der Universität Bielefeld. Zugleich berät er Unternehmen, Verwaltungen und Ministerien in Fragen der Organisations- und Strategieentwicklung. Zuletzt sind von ihm u.a. die Bücher „Der ganz formale Wahnsinn: 111 Einsichten in die Welt der Organisationen“ (Vahlen Verlag) und „Führung und Gefolgschaft. Management im Nationalsozialismus und in der Demokratie“ (Suhrkamp Verlag) erschienen.

  • 10:05 Uhr

    Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal

    Gaetano Brunetti
    6 Streichquintette, op.1
    Gara Streichquartett
    Guillermo Turina, Cello

    Aufnahme vom August 2022 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln

    Am Mikrofon: Sylvia Systermans

    Brunetti, selbst Geiger, hat besonders viele kammermusikalische Werke komponiert und setzte oft auf überraschende Übergänge.

    Der spanische Kaiser Karl IV. erfreute sich um 1790 eines Kammermusikensembles, das nur zu seinem Vergnügen spielte. In diesem Trio spielte Gaetano Brunetti die Violine. Brunetti war ab 1795 auch Leiter des Königlichen Kammerorchesters. Der gebürtige Italiener hat besonders gerne kammermusikalische Werke mit Streichern komponiert, seine Streichquintette op.1 hat jetzt erstmals das Gara Quartett zusammen mit dem Cellisten Guillermo Turina aufgenommen. Abwechslungsreiche, unterhaltsame Stücke.

  • 12:10 Uhr

    Liebe in Zeiten der Schichtarbeit
    Von Marcel Raabe und Manuel Waltz
    Regie: Matthias Kapohl
    Deutschlandfunk 2019

    Die Entrümpelung eines Hauses in einem früheren Leipziger Arbeiterviertel fördert ein Notizheftchen zutage. Es ist randvoll gekritzelt mit Liebesschwüren, Kochrezepten und vergeblichen Verabredungsversuchen. Wer hat das geschrieben und warum?

    Etwa ein Jahr lang, 1988/89, versucht ein junges Paar - werdende Eltern - über ein unscheinbares Heft nicht nur Kontakt zu halten, sondern im asynchronen Takt der Schichtarbeit eine Beziehung zu führen. Oft finden die Liebenden einander nur schlafend vor. Bald danach rauscht die Geschichte über den Stadtteil hinweg: Mauerfall, Kollaps der Industrie, Wegzug der Arbeiter, kurz ein bisschen Anarchie auf den Trümmern der DDR. 30 Jahre später gilt der Leipziger Westen immer noch als Paradies für Lebenskünstler, obwohl auch hier die Mieten in die Höhe schießen. Während sich die Autoren fragen, wie sie mit dem Notizheft umgehen sollen - ob eine Veröffentlichung ein unzulässig intimer Einblick in das Privatleben zweier Unbekannter oder ein Zeitdokument ist - kommt ihnen ein Zufall zu Hilfe: Der erwachsene Sohn des Paares taucht auf, und damit auch seine Mutter.

  • 13:05 Uhr
  • 13:30 Uhr

    Kronberg Academy Festival 2025
    Johannes Brahms
    Streichquintett G-Dur, op. 111
    Solisten der Kronberg Academy
    Aufnahme vom 25.9.2025 im Casals Forum in Kronberg

  • 14:05 Uhr

    Das Bildungsmagazin

    Bildungslücken, Arbeitsausfälle, Milliardenkosten: Post-Covid Folgen im Fokus

    Bald jeder kennt einen Post-Covid Patienten

    Brain-Fog, Kraftlosigkeit und Crash-Angst
    Wenn arbeiten kaum noch möglich ist

    Gesellschaftliche Kosten von Post-Covid und MECFS
    Interview mit Jörg Heydecke, Gründer und Geschäftsführer der gemeinnützigen ME/CFS Research Foundation.

    Wenn der Avatar im Klassenzimmer sitzt
    Eine Schülerin sucht Bildungsteilhabe

    Sozialrechtliche Ansprüche Post-Covid-Erkrankter Arbeitnehmer
    Interview mit Friedrich Alexander Barthel, Rechtsanwalt aus Berlin

    Am Mikrofon: Thekla Jahn

  • 15:05 Uhr

    Das Phänomen „Sommerhit“ - Pauschalurlaub für die Ohren
    Christoph Reimann und Mike Herbstreuth machen sich auf die Suche nach den Wurzeln des Sommerhits und gehen der Frage nach, ob er eine Zukunft hat.

    Heeey Macarena, ay! Der Sommerhit ist eine absolute Ausnahmeerscheinung im Pop. Jedes Jahr schält er sich auf undurchsichtige Weise neu heraus und hat die Kraft, uns zurück zu transportieren in eine magische Zeit, die nach Sonnencreme und Freibadpommes riecht. Aber woher kommt das Konzept „Sommerhit“? Was sind die Merkmale dieser Gattung? Wie einigen wir uns jedes Jahr auf einen Song, der diesen Titel bekommt? Und hat das Genre im Zeitalter fragmentierter Medien- und Popkulturlandschaften ausgedient? Oder ist es gerade deshalb als verbindendes popmusikalisches Element gesellschaftlich wichtiger denn je?

  • 15:52 Uhr

    Jüdisches Leben heute

    Musik und Gebete zum Schabat

    Von Micha Guttmann

  • 16:10 Uhr

    Bis hoch an die Decke und quer obenauf - Wulf Kirstens Lyriksammlung in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek Weimar
    Von Beate Tröger
    (Wiederholung aus der Sendung Literatur, Deutschlandfunk Kultur vom 27.02.2026)

    Am Mikrofon: Jan Drees

  • 16:30 Uhr

    Exotenteilchen auf Dienstreise
    Unterwegs mit Antimaterie
    Von Frank Grotelüschen

    März 2026. Am CERN in Genf gelingt eine Weltpremiere: Auf der Ladefläche eines LKW transportiert ein Forschungsteam erstmals Antimaterie in einer mobilen Falle über das Zentrumsgelände. Dahinter steckt eine grundlegende, nahezu existenzielle Frage: Warum existiert im Universum heute fast nur Materie - obwohl beim Urknall gleiche Mengen von Materie und Antimaterie entstanden sein müssten? Um dem Rätsel näherzukommen, wollen Forscher Antiteilchen so genau wie möglich vermessen - wozu sie sie künftig vom CERN in weit entfernte Präzisionslabors transportieren wollen. Wir haben den spektakulären Testlauf begleitet - mitsamt all seinen Tücken und Herausforderungen.

  • 17:05 Uhr

    Debatten und Dokumente

    KI und Kulturarbeit - Die Philosophin Dorothea Winter über ihren Einfluss und ihre Folgen in ethischer Perspektive im Gespräch mit Dorothea Marcus

  • 17:30 Uhr

    Berichte, Meinungen, Rezensionen

    "Vernissage" - Robert Seethalers erstes Theaterstück am E.T.A. Hoffmann Theater in Bamberg

    Berliner Buchmesse der russischsprachigen Literatur

    Groß und glänzend - Anish Kapoor im Lehmbruck-Museum Duisburg

    Arbeiten in Zeiten von KI und Kulturkampf: Die Schriftstellerin Heike Geissler im Gespräch

    Am Mikrofon: Michael Köhler

  • 18:10 Uhr
  • 18:40 Uhr

    Italiens Strafvollzug - Resozialisierung zwischen Anspruch und Realität

  • 19:10 Uhr

    WM-Gastgeber Mexiko - Fußballfest in politisch unruhigen Zeiten

    WM-Gastgeber USA - Wie Trump die WM für seine Zwecke nutzen könnte
    WM-Gastgeber USA - Wie geht der DFB mit der politischen Lage um?

    WM-Gastgeber Kanada - Was bedeutet die WM für die Gastgeber-Städte?

    WM in Nordamerika - Wird das die klimaschädlichste WM aller Zeiten?

    Keine WM für Fans - Hohe Ticketpreise, Probleme bei der Einreise

    Fußball-WM - Wer ist der sportliche Favorit?

    Am Mikrofon: Maximilian Rieger

  • 20:05 Uhr

    Der Eindringling mit der Katsina Maske
    Auf den Spuren von Aby Warburg bei den Pueblo-Gesellschaften
    Von Egon Koch
    Regie: Matthias Kapohl
    Mit: Daniel Berger, Sebastian Schlemmer, Judith Jakob, Peter Harting, Bruno Winzen
    Ton und Technik: Oliver Dannert und Rafaela Gräff
    Deutschlandfunk 2024
    (Wdh. am 05.05.2026, Deutschlandfunk Kultur, 22.05 Uhr)

    Die 22 Pueblo-Gesellschaften der USA haben Schilder aufgestellt, die jegliche Aufnahmen an ihren Orten verbieten. Der berühmte Kunsthistoriker Aby Warburg hat seinen Anteil daran.

    Aby Warburg unternahm 1895/96 eine Reise durch den Südwesten der USA, um bei den Pueblo-Gemeinschaften Material für seine Studie zur Entstehung symbolischer Kunst zu sammeln. Er kaufte Kunstgegenstände, überschritt jedoch Grenzen, indem er heilige Räume betrat und zeremonielle Tänze fotografierte - wie viele Anthropologen zu seiner Zeit. Diese Verletzungen führten zu Misstrauen bei den Indigenen.
    Die Hopi erließen in den 1920er-Jahren ein Fotografier- und Filmverbot für heilige Zeremonien, während die Cochiti ihre Rituale bereits seit der spanischen Kolonialisierung im Geheimen abhielten.
    Auf den Spuren von Aby Warburg fragt der Autor nach der Lebenswelt der Pueblo-Gesellschaften. Liegt es am unterschiedlichen Verständnis von Wissen, dass die westliche und indigene Kultur bis heute aufeinanderprallen? Geheimhaltung ist für die Pueblo-Gemeinschaften überlebenswichtig. Aber wie soll die im Zeitalter des Internets bestehen?

    Egon Koch, Jahrgang 1955, verbrachte seine Kindheit auf dem Rheinschiff „Rabelais“. In Berlin studierte er Germanistik und Theaterwissenschaften. In Paris kam er in den 1980er-Jahren zum Hörfunk. Er verwirklichte Radiofeature, Hörspiele, Dokumentarfilme und Romane. Jüngste Auszeichnungen: Hessischer Journalistenpreis 2020, Columbus Radiopreis 2022. Zuletzt: „Die Vertriebenen von Louisiana - Wie Landzerstörung Indigene zur Umsiedlung zwingt“ (WDR/Deutschlandfunk/HR/ORF 2023).

  • 21:05 Uhr

    Keziah Jones (NIG)
    Aufnahme vom 7.6.2025 beim Bluesfestival Schöppingen
    Am Mikrofon: Tim Schauen

    Tanzbar, funky, knochentrocken: Keziah Jones hat auch 30 Jahren nach seinem Debüt noch seinen Sound in den Fingern.

    „Blufunk is a fact“ stellte der Nigerianer Keziah Jones 1992 mit Erscheinen seines gleichnamigen Albums fest - und untermauerte diese Aussage mit einem bis dato ungehörten Sound: funky Schlagzeug, groovender Bass und zuvorderst der singende Jones mit clean aber sehr perkussiv gespielter E-Gitarre, wo die Rhythmus-Arbeit oft aus dem Anschlagen nur halb gedrückter Saiten besteht. Denn „Rhythm is love“, so heißt der bekannteste Titel des Debüt-Albums. Doch Jones‘ Songs sind in Pop-Musik-Strukturen gebettet, transportieren Melodien und „hooks“. Nach dem furiosen Start wurde es von Album zu Album etwas leiser um diese anfängliche Sensation - doch der Charm dieses Sounds zieht noch immer. Und: Dass ein funky Nigerianer bei einem „Bluesfestival“ auftritt zeigt zugleich die künstlerische Freiheit des Schöppinger Festivalleiters und vor allem die manchmal schlicht einengende Wirkung von Etiketten.

  • 22:05 Uhr

    Die Musik der Sprachen
    Der Brasilianer Lucas Santtana
    Am MiIkrofon: Anna-Bianca Krause

    Lucas Santtana (*1970 in Salvador) ist einer der wichtigsten und interessantesten Singer-Songwriter Brasiliens: Der Multiinstrumentalist und Sänger ist Sohn eines legendären Tropicalia-Produzenten und hat bereits als junger Musiker mit Künstlern wie Arto Lindsay, Marisa Monte, Caetano Veloso u.a. gearbeitet. War der Mann mit der sanften Stimme und den zarten Gitarrenklängen bislang zwischen vielen Musikstilen unterwegs: Samba, Hip-hop, Dub, Bossa Nova, Favela-Funk, symphonische Musik, Elektronika, feiert er auf seinem zehnten Album „Brasiliano“ die Musikalität der Sprachen. Dafür hat er sich Kolleginnen und Kollegen ans Mikrofon geholt, die ihre Sprache mitbringen, darunter Piers Faccini, Flavia Coelho, Chico César, Oxmo Puccino, Dimartino oder Gilberto Gil.

  • 22:50 Uhr
  • 23:05 Uhr
  • 23:30 Uhr

    Worldjazz aus Schweden
    Langendorf United
    Lina Langendorf, Saxofon, Komposition
    Daniel Bingert, Keyboards, Gitarre, Saxofon
    Martin Hederos, Keyboards, Viola
    Ole Morten Vågan, Kontrabass, E-Bass
    Andreas Werliin, Schlagzeug
    Aufnahme vom 25.4.2026 bei der jazzahead!-Messe Bremen
    Am Mikrofon: Thomas Loewner

    Bunter Stilmix voller Groove und positiver Energie: das schwedische Quintett Langendorf United bietet Unterhaltung mit Niveau.

    Schweden ist das Partnerland der diesjährigen Musikmesse jazzahead! in Bremen. In verschiedenen Showcase-Konzerten stellt sich dort die Szene des skandinavischen Landes vor. Langendorf United zählt aktuell zu den originellsten Vertretern. Die Saxofonistin Lina Langendorf hat in der Vergangenheit mit Musikern der internationalen Indie- und Folk-Szene wie James Yorkston oder Nina Persson zusammengearbeitet. Deren Gespür für eingängige Songstrukturen ist auch ihrer eigenen Musik anzuhören. Dazu kommen eine ordentliche Portion Neugier und stilistische Offenheit. Für ihre Kompositionen bedient sich Langendorf unterschiedlichster Genres: von Spiritual Jazz über Afrobeat bis zu Psychedelic- und Ethio-Jazz. Mit ihrer Band gelingt es ihr, daraus Musik mit individueller Note und voller Spielfreude zu machen.