Programm: Vor- und Rückschau

Jetzt im Radio: Samstag, 25. Oktober 2014, 06:10 Uhr

Seit 06:10 Uhr

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AUSWAHL: Die Programmvorschau der kommenden sechs Wochen.

Hier finden Sie die Programmvorschau für die kommenden Wochen. Außerdem können Sie das bisherige Programm nachschlagen und herausfinden, was zu einem früheren Zeitpunkt gesendet wurde.

Wochenvorschau als PDF

Programmschema DLF (PDF)

Tagesprogramm: Samstag, 25. Oktober 2014

Zeit DESCRIPTION
00:00 Uhr

Nachrichten

00:05 Uhr

Mitternachtskrimi

Der letzte Detektiv: Drachentöter
Von Michael Koser
Regie: Werner Klein
Musik: Frank Duval
Mit: Bodo Primus, Peer Augustinski, Karl Lieffen, Karin Anselm, Irina Wanka, Jochen Striebeck, Helmut Stange u.a.
Produktion: BR 1998
Länge: 50'10

Babylon, Vereinigte Staaten von Europa, Oktober 2014. Detektiv Jonas erhält von der Modepublizistin Carmela Canapé den Auftrag, ihre verschwundene Mutter Vivian Eastwood zu suchen. Als einzige Modeschöpferin Babylons ist sie eine der letzten Bastionen menschlicher Kreativität in einem durchdigitalisierten Kulturbetrieb. Menschen gibt es nur noch beim Radio - und eben in der Haute Couture. Der Staat fördert Menschenwerk durch Steuerbefreiung, wovon auch der Modekönig Artur Artus profitiert. Er hat sich draußen in der Wildnis die mittelalterliche Biosphäre ‚Avalon‘ eingerichtet. Es heißt, dass dort unheimliche Dinge vorgehen und Menschen verschwinden. Auch Vivian Eastwood?

Michael Koser, 1938 in Berlin geboren, Autor von über 150 Hörspielen, darunter die Krimireihen "Professor van Dusen" (RIAS/DLR Berlin 1978-99) und "Cocktail für zwei" (DLR Berlin 1998/99).

01:00 Uhr

Nachrichten

01:05 Uhr

Deutschlandfunk Radionacht

Rock
Live im Studio: Günther Janssen

02:00  Nachrichten 

02:05  Sternzeit 

03:00  Nachrichten 

03:55  Kalenderblatt 

04:00  Nachrichten 

04:05  Spielraum 

Soul City
Von Jan Tengeler

05:00 Uhr

Nachrichten

05:05 Uhr

Early Morning Blues

Elmore James - der Meistergleiter
Live im Studio: Michael Frank

Es dürfte kaum Bluesfans geben, die beim Namen Elmore James nicht sofort den wohlklingend scheppernden Slide-Gitarrenriff von ‚Dust my Broom‘ im Ohr haben. Generationen von nachwachsenden Blues- und Rockgitarristinnen und -gitarristen fühlten sich zur Nachahmung und Anverwandlung inspiriert. Und Elmore James hatte noch eine Menge mehr zu bieten - viele Songs schrieb er selbst, die Rhythmen und Arrangements, mit denen er sie präsentierte, waren vielfältig, und er konnte einfach herzergreifend singen. Zu seinen Bewunderern gehören u.a. Brian Jones von den Rolling Stones, Jimi Hendrix, Eric Clapton und Fleetwood Mac mit Jeremy Spencer an der Slide-Gitarre. Spencer & Co. hatten noch die Ehre, mit Elmore James’ Saxofonist J.T. Brown Aufnahmen zu machen. Diese Ausgabe des ‚Early Morning Blues‘ präsentiert die Stilvielfalt von Elmore James’ Musik und die eine oder andere musikalische Verbeugung seiner Nachfahren.

05:30  Nachrichten 

05:35  Presseschau 

Aus deutschen Zeitungen

06:00 Uhr

Nachrichten

06:05 Uhr

Kommentar

Dirk Birgel, Dresdner Neueste Nachrichten:
Die Täter/Opfer-Koalition - Thüringer Farbenspiele nach der Landtagswahl

06:10 Uhr

Informationen am Morgen aufnehmen

Berichte, Interviews, Reportagen

06:30  Nachrichten  

06:35  Morgenandacht  

Pfarrer Stephan Krebs, Darmstadt

06:50  Interview  

07:00  Nachrichten  

07:05  Presseschau  

Aus deutschen Zeitungen

07:15  Interview  

07:30  Nachrichten  

07:35  Börse  

07:56  Sport am Morgen  

08:00  Nachrichten  

08:10  Interview  

08:30  Nachrichten  

08:35  Börse  

08:47  Sport am Morgen  

08:50  Presseschau  

Aus deutschen und ausländischen Zeitungen

Am Mikrofon: Christine Heuer

09:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

09:05 Uhr

Kalenderblatt aufnehmen

Vor 125 Jahren: Der französische Filmpionier Abel Gance geboren

09:10 Uhr

Das Wochenendjournal aufnehmen

"Was wollt ihr denn alle hier?" - Die Babyboomer werden 50
Am Mikrofon: Bettina Schmieding

10:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

10:05 Uhr

Klassik-Pop-et cetera aufnehmen

Am Mikrofon: Der Weltenbummler und Autor Achill Moser

„Leidenschaft fragt nicht nach Sinn und Zweck.“ Diesem Leitspruch folgt Achill Moser schon seit Jahrzehnten. Als Schüler jobbte er, um sich Geld für seine erste Expedition zu verdienen: für einen Flug nach Afrika. Dort wanderte Moser mit Karawanenführern durch die Sahara und lernte sein Handwerk: die Sternennavigation, Wassersuche in der Wüste, die Kunst des Kamelritts. Seitdem hat der Hamburger Weltenbummler, Jahrgang 1954, auf über 30 Expeditionen gut zwei Dutzend Wüsten erkundet und dabei alte Pilgerpfade, versunkene Städte und Saurierfriedhöfe entdeckt. Er lebte zudem bei nomadisierenden Völkern und ersegelte sich berühmte Segelrouten. Aber auch sein Heimatland interessiert den studierten Wirtschaftswissenschaftler und Anthropologen: Mit seinem Sohn Aaron wandelte er zum Beispiel auf den Spuren von Heinrich Heines ‚Harzreise‘. Über all diese Erlebnisse berichtet Achill Moser sowohl in zahlreichen Büchern und Bildbänden als auch in Artikeln und Fotos für namhafte Magazine wie Merian und Geo.

11:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

11:05 Uhr

Gesichter Europas aufnehmen

Wo Europa und Afrika eins sind: Die spanische Exklave Melilla
Mit Beiträgen von Hans-Günter Kellner
Am Mikrofon: Norbert Weber

"Hunderte von Afrikanern stürmen die Grenzzäune" - mit solchen Meldungen gelangt Melilla, die spanische Stadt an der Nordküste Afrikas, immer wieder in die internationalen Medien. Der doppelte Grenzzaun prägt diese Stadt tatsächlich. Aber weder NATO-Stacheldraht, Nachtsichtgeräte, Bewegungsmelder noch Polizisten aus Marokko und Spanien können die afrikanischen Armutsflüchtlinge davon abhalten, es immer wieder zu versuchen und die Grenze zu überwinden. Melilla ist allerdings weit mehr. Schon um 1100 vor Christus von den Phöniziern gegründet, war die Stadt seit dem Zehnten Jahrhundert ein Außenposten der arabischen Kalifate und Königreiche, die sich damals noch auf der Iberischen Halbinsel befanden. Heute ist Melilla ein Schmelztiegel der Kulturen. Christen, Muslime und Juden leben hier zwar nicht ohne Konflikte, aber doch meist friedlich miteinander. Der rege Warenaustausch im kleinen Grenzverkehr bringt auch für das Nachbarland wirtschaftliche Vorteile. Die rund 80.000 Einwohner Melillas betrachten die Gebietsansprüche Marokkos deshalb gelassen. Solche Vorstöße werten sie eher als rhetorische Übungen denn als echte Drohungen. 'Gesichter Europas' zeigt das ganze Melilla, den Zaun, aber auch das Leben in einer Stadt, in der Europa und Afrika ineinander verschmelzen.

12:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

12:10 Uhr

Informationen am Mittag aufnehmen

Berichte, Interviews, Musik

12:50  Internationale Presseschau  

13:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

13:10 Uhr

Themen der Woche aufnehmen

Annette Riedel, Deutschlandradio:
Schlechtes Klima und nationale Egoismen - der Brüsseler EU-Gipfel

Dirk Birgel, Dresdner Neueste Nachrichten:
Die Täter/Opfer-Koalition - Thüringer Farbenspiele nach der Landtagswahl

Christiane Florin, Die Zeit:
Eine unbemerkte Revolution - Die Familiensynode des Vatikan

Rolf Clement, Deutschlandfunk:
Ein bisschen Transparenz - Das BVG-Urteil zur Offenlegung von Rüstungsexporten

Am Mikrofon: Marcus Heumann

13:30 Uhr

Eine Welt aufnehmen

Auslandskorrespondenten berichten
Israel in Sorge:
Europa nimmt Kurs auf staatliche Anerkennung Palästinas

Schicksalswahl in Tunesien:
Der ungewisse Weg von der Revolution in die Demokratie

Stichwahl in Brasilien:
Die politische Schlammschlacht der Spitzenkandidaten

Angst vor dem Großen Bruder:
Touristen aus China überrollen Taiwan

Am Mikrofon: Birgit Morgenrath

14:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

14:05 Uhr

PISAplus aufnehmen

Das Forum für lebenslanges Lernen
Dschihad und IS im Klassenzimmer - Wie geht Schule mit Islamismus um?
PISAplus fragt: Wie wird Islamismus in Schulen und im Unterricht behandelt? Wie kommen Schüler dazu, sich für radikale Strömungen zu begeistern und wie können Lehrer und Mitschüler das erkennen? Welche Kompetenzen und Unterstützung brauchen sie, welche Fortbildungen? Und wie sieht eine gute Präventionsarbeit aus?

Gesprächsgäste sind:
Götz Nordbruch, Islamwissenschaftler und Mitbegründer des Vereins "ufuq.de", der Lehrerfortbildungen und Jugendworkshops zu den Themen Islam, Islamismus und Demokratie anbietet
André Taubert, Beratungsnetzwerk "kitab", das Eltern, Angehörige und Betroffene in der Auseinandersetzung mit Islamismus unterstützt
Am Mikrofon: Regina Brinkmann

Als Beitrag dazu ist geplant:
IS in den Medien
O-Ton Collage aus Meldungen und Schlagzeilen

"IS ist in aller Munde"
Wie Schüler und Lehrer an der Berliner Carl-von-Ossietzky Schule mit Islamismus umgehen?

Hörertel.: 00800 - 4464 4464
pisaplus@deutschlandfunk.de

Die Nachrichten und das Internet sind voll mit Meldungen über die Terrormiliz IS und ihre Gräueltaten. Längst hat dieses Thema aber auch die Schulhöfe und Klassenzimmer hierzulande erreicht: Denn Schüler erleben, wie sich schon Gleichalterige radikalisieren und im schlimmsten Fall sogar den Kämpfern der islamistischen Milizen im Irak und Syrien anschließen. Einige machen auch selbst Erfahrungen mit Anwerbeversuchen in sozialen Netzwerken oder in persönlichen Gesprächen. Lehrkräfte fühlen sich von dieser Entwicklung teilweise überrollt, weil sie nicht wissen, wie sie mit dem Thema "Islamismus" umgehen sollen.

15:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

15:05 Uhr

Corso - Kultur nach 3 aufnehmen

Das Musikmagazin
Zum Erfolg tingeln. Das Debütalbum von Bear’s Den
Metal-Bands oder HipHop-Künstler können nicht tingeln - das passt einfach nicht zu deren Tourverhalten. Folkbands dagegen können das sehr wohl - und genau das haben Bear’s Den aus London beständig getan. Auf ihren Tingeltouren haben sie Bands wie Mumford & Sons oder Arcade Fire kennen gelernt, mit ihnen zusammen gespielt - und jetzt ihr eigenes Debütalbum "Islands" veröffentlicht.

Chronist des New Yorker Underground. Der Journalist Victor Bockris
Am 27. Oktober 2013 ist Lou Reed gestorben. Und zum ersten Todestag des grandiosen Musikers erscheint eine Neuauflage der autorisierten Lou-Reed-Biografie "Transformer". Geschrieben hat das Buch der New Yorker Journalist Victor Bockris, der als Chronist der Undergroundszene seiner Heimatstadt gilt und unter anderem Bücher über The Velvet Underground, Blondie und Patti Smith geschrieben hat.

Der Nacht-Surfer. Das neue Album von Chuck Prophet
51 Jahre ist er mittlerweile alt, der ehemalige Sänger der Punkband Green On Red, Chuck Prophet. 1992 begann er seine Solokarriere - aber der wirklich große Erfolg blieb für den Mann aus Kalifornien bisher aus. Vielleicht sitzt seine Musik zu sehr zwischen den Stühlen, ist zu eingängig, um die Punk-Klientel zu bedienen und zu sperrig, um im Mainstream anzukommen. "Night Surfer" ist sein 13. Soloalbum.

Am Mikrofon: Sascha Ziehn

16:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

16:05 Uhr

Büchermarkt aufnehmen

Bücher für junge Leser
Die Renaissance der Tiergeschichte
Ein Feature von Karin Hahn

Friedbert Stohner: Ich bin hier bloß der Hamster
(Carl Hanser Verlag)

Edward van de Vendel: Ein Winter mit Sam
Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
(Carlsen Verlag)

Erin Hunter: Surviver Dogs, Ein verborgener Feind
Aus dem Englischen von Elsbeth Ranke
(Beltz & Gelberg Verlag)

Christopher Ross: Alaska Wilderness - Die Wölfe vom Rock Creek
(Ueberreuter Verlag)

Hannele Houvi: Die Federkette
Aus dem Finnischen von Anu Stohner
(Carl Hanser Verlag)

Philippa Pearce: Der kleine Herr im schwarzen Samt
Aus dem Englischen von Sigrid Ruschmeier
(Aladin Verlag)

Am Mikrofon: Tanya Lieske

16:30 Uhr

Forschung aktuell aufnehmen

Computer und Kommunikation
Schwerpunkt:
Stadtgespräch
Elektrotechniker diskutieren über Smart Cities

Perfektes Timing
Gutes Licht und verlässlicher Funk für die intelligente Stadt

Smartes Landleben
Warum in dünnbesiedelten Gebieten digitale Infrastruktur wichtig ist

Aktuell:
Public-Key-Pinning
Browser-Notbehelf gegen korrupte Sicherheitsinfrastruktur

Das Digitale Logbuch
Verflixtes F-Wort

Info-Update

Am Mikrofon: Manfred Kloiber

17:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

17:05 Uhr

Markt und Medien aufnehmen

Nachrichten-Leithammel im Internet
Spiegel-Online wird 20

Rollentausch
In der Ukraine werden Journalisten zu Politikern

Aufbruch in eine neue Medienwelt?
Eindrücke von den Medientagen München
Gespräch mit Andreas Stopp

Protestwelle gegen Drehverbot für die 'Heute Show'
Wieviel Satire verträgt die politische Bühne?

O-Ton-Nachrichten u.a.:
Auseinandersetzung zwischen Google und Verlegern hält an: Axel Springer geht eigene Wege
Einigung zwischen Amazon und Bonnier: Im Streit über Rabatte für E-Books wurden Regelungen gefunden
Traditionsblatt versucht Imagewandel - Die französische Wochenzeitung "Nouvelle Observateur" erfindet sich neu

Am Mikrofon: Bettina Köster

17:30 Uhr

Kultur heute aufnehmen

Berichte, Meinungen, Rezensionen
"Shell Shock" - Die Weltpremiere von Nicholas Lens' und Nick Caves choreographiertem Musiktheater an der Monnaie in Brüssel

Freispruch oder Tod - Jan Bosse inszeniert "Dantons Tod" an der Wiener Burg

Was lange währt? - In Paris wird das Picasso-Museum wiedereröffnet

Die Sozialfotografie von Sebastiao Salgado als Film - Wim Wenders "Das Salz der Erde" im Kino

"Ein Traum von Rom" - Eine kulturhistorische Ausstellung des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart

Am Mikrofon: Beatrix Novy

18:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

18:10 Uhr

Informationen am Abend aufnehmen

18:40 Uhr

Hintergrund aufnehmen

Wächterinnen der Revolution - Tunesiens Frauen und das Erbe der "Arabellion"

19:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

19:05 Uhr

Kommentar aufnehmen

19:10 Uhr

Sport am Samstag aufnehmen

20:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

20:05 Uhr

Studio LCBaufnehmen

Gäste sind die Schriftsteller Reiner Stach und Rüdiger Safranski sowie die Literaturkritikerin Verena Auffermann
Lesung: Reiner Stach "Kafka: Die frühen Jahre"
Am Mikrofon: Denis Scheck

Als ehemaliger Marathonläufer ist Reiner Stach auch als Kafka-Biograf auf die Langstrecke abonniert: Mit 'Kafka. Die frühen Jahre' legt er in diesem Herbst den Abschluss seiner dreibändigen monumentalen Lebensbeschreibung Franz Kafkas vor. Stach versucht darin, gegen die Stereotype von Kafka dem Asketen, Kafka dem 'Alien', der weltfremd, neurotisch, introvertiert, krank depressive Texte schreibt, dem krummbuckelig über Akten schwitzenden Versicherungsjuristen ein Gegenbild des Doktors aus Prag zu zeichnen. Das gelingt ihm bravourös: Wir lernen den Komiker Kafka, den Frauenhelden Kafka genau so wie den begeisterten Schundleser Kafka kennen, lesen Kafkas erste Postkarte, sitzen an Kafkas Schreibtisch und fallen mit Kafka auf einen Aprilscherz herein. Warum interessieren wir uns eigentlich so brennend für das Leben Franz Kafkas? Weil wir in seinem Leben Antworten auf Fragen suchen, die uns seine Texte aufgeben. Den biografischen Kurzschluss nicht herzustellen, ja im Gegenteil den Autor Franz Kafka durch den extremen Zoom eben nicht immer vertrauter, sondern mitunter immer fremder erscheinen zu lassen, vor dieser Fremdheit Kafkas nicht zurückzuschrecken, sie unbeschönigt darzustellen: Auch das leistet Reiner Stach.
Im Literarischen Colloquium Berlin wird Reiner Stach aus 'Kafka. Die frühen Jahre' lesen und mit der Literaturkritikerin Verena Auffermann und dem Biografen Rüdiger Safranski über Franz Kafka und die Kunst der Lebensbeschreibung diskutieren.

22:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

22:05 Uhr

Atelier neuer Musik aufnehmen

"Meine Musik ist Dienst"
Herbert Collum (1914-1982): Komponist, Organist, Dirigent
Von Georg Beck

Sein Orgelspiel hochvirtuos, aus tiefen Quellen belebt. So hören wir sie heute - die Einspielungen an der Orgel der Dresdner Kreuzkirche, die sein Hausinstrument war, und an den Silbermann-Orgeln der Region. Herbert Collum, Jahrgang 1914, aufgewachsen im künstlerischen Interim der Weimarer Republik. Studium bei Günther Ramin, Karl Straube und Kurt Thomas in Leipzig sowie bei Johann Nepumuk David, dem Kompositionslehrer. Lebenslang hing sein Herz an Dresden, am Dresdner Musikleben, das er als Kreuzorganist über fast ein halbes Jahrhundert mitgeprägt hat. Federführend dabei die Idee von Musik als Kirchenmusik im real existierenden Sozialismus - eine Gratwanderung. Im Zentrum eine Künstlernatur, die abwägend, zweifelnd auf der Suche bleibt. Zugleich begabt mit starken schöpferischen Anteilen. Inspiriert von Bach und Reger hat der Komponist Herbert Collum ein ansehnliches Werk akkumuliert. 11000 Manuskriptseiten umfasst der Nachlass. Verrät er, jenseits des bloß Epigonalen, einen eigenen Ton?

22:50 Uhr

Sport aktuell aufnehmen

23:00 Uhr

Nachrichten aufnehmen

23:05 Uhr

Lange Nacht aufnehmen

Ein Zauberer auf dem Sender
Die Lange Nacht des Rundfunkpioniers Hans Flesch
Von Armin H. Flesch und Wolfgang Hagen
Regie: Rita Höhne
(Wdh. v. 22./23.10.2004)

Als 1923/24 in Deutschland die ersten Programmgesellschaften gegründet wurden, herrschte zunächst oft Langeweile im Äther: morgens Gymnastik und kirchliche Feiern, mittags Kochrezepte und Zeitsignale, abends ein Konzert oder ein 'belehrender Vortrag' und zum Schluss das Deutschlandlied. Am 1. April 1924 geht auch Frankfurt am Main auf Sendung. Programmchef wird ein frisch promovierter Mediziner namens Hans Flesch. Von allen deutschen Rundfunkleitern hat er als Erster eine klare Vorstellung von den Möglichkeiten des neuartigen Massenmediums. Bert Brecht, Kurt Weill, Walter Ruttmann, Ernst Krenek, Walter Benjamin, Paul Hindemith - lang ist die Liste derer, die er zur Mitarbeit im Funk gewinnt. Ab 1929 Intendant der 'Berliner Funkstunde', wird Hans Flesch für die nationale Rechte die Galionsfigur des "System-Rundfunks". Schon 1932, unter Reichskanzler von Papen, werden die in der Reichsrundfunk-GmbH zusammengeschlossenen Rundfunkgesellschaften aufgelöst. Flesch wird aus dem Amt entlassen: Ein zentralistischer Staatsrundfunk entsteht! Die 'Lange Nacht' nimmt den 90. Jahrestag der Ausstrahlung von Fleschs Hörspiel 'Zauberei auf dem Sender' zum Anlass, den Lebensweg des Rundfunkpioniers Hans Flesch nachzuzeichnen.

23:57 Uhr

National- und Europahymneaufnehmen

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Programmtipps

Klassik-Pop-et cetera | 25.10.2014 10:05 Uhr Der Weltenbummler und Autor Achill Moser

"Leidenschaft fragt nicht nach Sinn und Zweck." Diesem Leitspruch folgt Achill Moser schon seit Jahrzehnten. Als Schüler jobbte er, um sich Geld für seine erste Expedition zu verdienen: für einen Flug nach Afrika. Dort wanderte Moser mit Karawanenführern durch die Sahara und lernte sein Handwerk. Mehr

 

Das Wochenendjournal | 25.10.2014 10:10 Uhr Was wollt ihr denn alle hier?

Es war der geburtenstärkste Jahrgang in der deutschen Geschichte. Mehr als 1,3 Millionen Menschen kamen 1964 in Deutschland zur Welt. 2014 feiern sie ihren 50. Geburtstag, die Stefans und Michaels, die Petras und Sabines. Waren die Babyboomer eine Generation? Mehr

 

Gesichter Europas | 25.10.2014 11:05 Uhr Wo Europa und Afrika eins sind

"Hunderte von Afrikanern stürmen die Grenzzäune" – mit solchen Meldungen gelangt Melilla, die spanische Stadt an der Nordküste Afrikas, immer wieder in die internationalen Medien. Der doppelte Grenzzaun prägt diese Stadt tatsächlich. Mehr

 

Atelier neuer Musik | 25.10.2014 22:05 Uhr "Meine Musik ist Dienst"

Sein Orgelspiel hochvirtuos, aus tiefen Quellen belebt: So hören wir heute die Einspielungen des Organisten Herbert Collum an der Orgel der Dresdner Kreuzkirche, die sein Hausinstrument war, oder an den Silbermann-Orgeln der Region. Doch er war mehr als nur ein brillanter Virtuose. Mehr

 

Lange Nacht | 25.10.2014 23:05 Uhr Ein Zauberer auf dem Sender

Als 1923/24 in Deutschland die ersten Programmgesellschaften gegründet wurden, herrschte zunächst oft Langeweile im Äther: morgens Gymnastik und kirchliche Feiern, mittags Kochrezepte und Zeitsignale, abends ein Konzert oder ein "belehrender Vortrag" und zum Schluss das Deutschlandlied. Mehr

 

Essay und Diskurs | 26.10.2014 09:30 Uhr "Wir leben jetzt in der Geschichte - alles andere war nur Vorbereitung"

Tête-à-tête, nach dem französischen Vorbild, heißt es auch auf Russisch, wenn zwei Menschen sich unterhalten. Vier Gespräche tête-à-tête mit Schriftstellern und Künstlern aus der Ukraine führt Katja Petrowskaja, nicht allein um die Lage in der Ukraine aus der Sicht von Intellektuellen in den kommenden Monaten im Blick zu behalten. Mehr

 
 

Politik

Flüchtlingspolitik"Die Erstaufnahmestellen sind überfüllt"

Ein Kleinkind steht am 21.11.2013 in Eisenberg (Thüringen) auf dem Gelände der Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylbewerber vor Wohncontainern. Die Suche nach einer neuen Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Thüringen gestaltet sich weiterhin schwierig. Es sei noch keine Entscheidung gefallen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums der Nachrichtenagentur dpa in Erfurt.

Die Bevölkerung stehe der Aufnahme von Flüchtlingen positiv gegenüber, die Politik hingegen habe nur "sehr wenige Konzepte" erarbeitet, bemängelt der stellvertretende Geschäftsführer von Pro Asyl Bernd Mesovic im Deutschlandfunk. Es gebe einen Verfahrensrückstau von 140.000 Fällen, deshalb müsse dringend gehandelt werden.

 

Wirtschaft

EU-KlimakompromissEine windelweiche Regelung

Ein Flashmob mit selbst-gebauten und recycelten Floß- und Boot-Konstruktionen anlässlich des UN-Klimagipfels auf der Spree in Berlin statt.

Dass sich die EU-Mitgliedsstaaten überhaupt auf neue Klimaziele verständigen konnten, ist bereits ein Erfolg, kommentiert Jörg Münchenberg. Weil es an verbindlichen Vorgaben fehlt, wird aber künftig der Langsamste das Tempo vorgeben - Europa hat damit seine Vorreiterrolle in der Klimapolitik verloren.

 

Wissen

PaläoindianerFrüheste Höhensiedlung der Menschheit

Der Vulkan Nevado Coropuna und die Fundstätte Cuncaicha in den südperuanischen Anden im Sternenlicht.

Forscher der Universität Maine entdeckten Beweise dafür, dass Menschen schon vor mehr als 12.000 Jahren in den Anden gelebt haben - in fast 4.500 Metern Höhe. Es waren eiszeitliche Jäger, die diesen Rekord aufgestellt hatten. Sie verlegten den Zeitpunkt der Besiedlung großer Höhen um 1.000 Jahre nach vorn.

 

Kultur

Filmproduktion"Schnitt ist das Originäre am Film"

Sie führen ein Dasein in Vor- und Abspann, ihr Handwerk wird wenig gewürdigt, denn sie arbeiten im Hintergrund, wo sie das Rohmaterial in die Endform bringen: Die Editoren, die Schnittmeister beim Film. Beim Forum für Filmschnitt und Montagekunst Filmplus in Köln werden sie gewürdigt. Einer der künstlerischen Leiter, Oliver Baumgarten, spricht im DLF über seine Arbeit.

 

Musik

MusikDas Ende der geschmacklichen Grenzen

Der Plattenspieler (Turntables) einer Musikanlage, aufgenommen am 14.04.2005

Wer früher kulturell hervorstechen wollte, hörte besonders anspruchsvolle Klassik - heute bedeutet Fortschritt eine möglichst hohe Toleranz. Gerade junge Menschen hören ohnehin sehr durchmischte Musik - und schaffen es trotzdem, sich soziologisch abzugrenzen.

 

Gesellschaft

NamenCrazy horse und Superman sind nicht erlaubt

Ein zwei Wochen altes männliches Baby schreit

Das Namenkundliche Zentrum der Universität Leipzig feiert sein 20-jähriges Bestehen nach der Wende. Jetzt treffen sich Wissenschaftler aus ganz Deutschland, um über Trends und Tendenzen in der Namenforschung, über Medienerfahrungen und Wissenschaftskommunikation zu diskutieren.

 

Sport

PolizeieinsätzeWeiter weniger Polizei

NRW-Innenminister Ralf Jäger

Bei "Nicht-Risiko-Spielen" hat NRW-Innenminister Ralf Jäger die Polizeipräsenz im Stadion gesenkt. Seinen Pilotversuch bezeichnet er nun als großen Erfolg - und zieht Bilanz.