Die Entflohene (4/4)
Robert de Saint-Loup
Nach dem Roman „La Fugitive“
Von Marcel Proust
Aus dem Französischen übersetzt von Bernd-Jürgen Fischer
Hörspielbearbeitung Wort: Manfred Hess und Hermann Kretzschmar
Regie: Ulrich Lampen
Mit: Felix Goeser, Laura Balzer, Sebastian Blomberg, Josefin Platt, Elisa Schlott, Friedhelm Ptok, Wolfgang Pregler, Nico Holonics, Imogen Kogge, Wiebke Puls
Komposition: Hermann Kretzschmar
Musik: Pablo Druker und Ensemble Modern
Ton und Technik: Christian Bader, Christian Eickhoff, Tanja Hiesch, Philipp Knop, Alexander Kolb, Mike Wayszack, Christoph Claßen
Regieassistenz: Constanze Renner
Dramaturgie: Manfred Hess
Mitwirkung: Uta Felten
SWR/Deutschlandfunk 2022
Länge: 47‘51
• Literatur • Im letzten Teil des Hörspiels trifft Marcel seine alte Liebe Gilberte Swann wieder, die mittlerweile seinen Freund Robert geheiratet hat. Bei einem Besuch auf deren Landsitz entpuppt sich das vermeintliche Eheglück als Chimäre.
Marcel Proust dechiffriert die Menschen als Leidende und Lächerliche im Maskenspiel ihres homo- wie heterosexuellen Begehrens. Die Belle Époque dient dabei als gesellschaftliche Szenerie. Im letzten Teil des Hörspiels trifft Marcel seine alte Liebe Gilberte Swann wieder, die mittlerweile seinen Freund Robert de Saint-Loup geheiratet hat.
Bei einem Besuch auf deren Landsitz entpuppt sich das vermeintliche Eheglück als Chimäre. Marcel hingegen eröffnet sich die Chance auf ein ungeahntes Glück: die Erinnerung an seine Aufenthalte auf dem Lande sowie den Abschluss seiner Trauerarbeit um die durch einen Reitunfall gestorbene, mithin physisch wie geistig „entflohene“ Albertine.
Marcel Proust (1871-1922) entstammte einer wohlhabenden katholisch-jüdischen Familie. Sein Hauptwerk, den autofiktionalen Romanzyklus „À la recherche du temps perdu“, schrieb er von 1908 bis zu seinem Tod. Die ersten vier Bücher dieses Meisterwerks modernen Erzählens machten noch zu Lebzeiten seinen literarischen Rang deutlich, die restlichen erschienen posthum.