Dienstag, 24. Mai 2022

Covid-19
Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut gibt sie heute mit 822 an. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 5,37.

23.04.2022

Eine Mitarbeiterin eines Testcenters am Fähranleger nimmt einen Abstrich von einem Touristen.
Die Sieben-Tage-Inzidenz bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau. (picture alliance/dpa/Hauke-Christian Dittrich)
Nach Angaben des Robert Koch-Instituts haben die Gesundheitsämter binnen eines Tages gut 135.000 neue Ansteckungen gemeldet. (Stand 23.4.)
Unter anderem weil die Testkapazitäten begrenzt sind, gehen Experten zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer aus. Denn nicht alle Fälle, in denen etwa nach einem positiven Schnelltest der Verdacht auf eine Corona-Infektion besteht, werden per PCR-Untersuchung im Labor abgeklärt und damit in den RKI-Daten erfasst. Auch lassen sich wahrscheinlich mittlerweile weniger infizierte Menschen testen. In der Kalenderwoche 15 sank die Zahl der PCR-Testungen laut dem Wochenbericht im Vergleich zur Vorwoche fast um ein Viertel. Sie lag bei rund 1,1 Millionen. Inzwischen legt das RKI nur noch alle zwei Wochen neue Zahlen zu PCR-Tests im Wochenbericht vor. (Stand 22.4.)

So sind die Infektionen in den Altersgruppen verteilt

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz wird in Deutschland bei jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 34 Jahren erhoben. Die aktuelle Übersicht des RKI gibt sie mit knapp 993 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner an, Tendenz fallend. Etwas niedriger ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den 35- bis 59-jährigen (876) sowie bei Kindern im Alter zwischen 5 und 14 Jahren (688) - hier geht das RKI davon aus, dass die Inzidenz ebenfalls sinkt. (Stand 23.4.)
Seit Beginn der Pandemie hat das RKI gut 24 Millionen Corona-Infektionen registriert. Mehr 21 Millionen Menschen gelten als von einer Corona-Infektion genesen. (Stand: 23.4.)

So entwickelt sich die Hospitalisierungsrate

Bei der Zahl der Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet sind und im Krankenhaus behandelt werden, wird mit einer sinkenden Tendenz gerechnet. Das RKI gibt die Hospitalisierungsrate derzeit mit 5,37 an (Stand: 23.4.) Nicht bei allen Corona-Patienten waren Covid-Symptome der Grund für die Einweisung.

So steht es um die Belegung der Intensivstationen

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden deutsche Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen – auch mit Covid-19-Fällen. Die Belegung der Betten mit Covid-Patientinnen und -Patienten liegt dem DIVI-Register zufolge momentan bei 1.577 (Stand: 23.4., 09:05 Uhr)
Auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation des Universitätsklinikums Leipzig, steht eine Physiotherapeutin am Bett einer Patientin.
Covid-Station Universitätsklinikum Leipzig (picture alliance / dpa / Waltraud Grubitzsch)
Aktuell müssen 620 Menschen invasiv beatmet werden. Das sind knapp 40 Prozent aller Covid-Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden. Derzeit sind 1.190 Covid-19-spezifische Intensivbetten für erwachsene Patientinnen und Patienten als frei gemeldet. Unklar ist, ob alle freien Betten im Ernstfall genutzt werden können. Pflegeverbände weisen darauf hin, dass dafür nicht genug Personal zur Verfügung stehen könnte. Das Intensivregister zeigt die Belegung der Stationen auch für die einzelnen Städte und Landkreise an. (Stand: 23.4., 09:05 Uhr)
234 weitere Todesfälle sind laut RKI binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Sars-Cov-2-Ansteckung gemeldet worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle gibt das RKI nun mit 134.155 an. (Stand: 23.4.).

So steht es um die Impfungen gegen Corona

Das Bundesgesundheitsministerium meldet die Impfzahlen regelmäßig auf einem Dashboard. Demnach sind inzwischen mindestens 76,1 Prozent (63,3 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Mindestens 49,2 Millionen Personen haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Das entspricht den Angaben zufolge 59,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. 63,7 Millionen Menschen bzw. 76,1 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. (Stand: 23.4.).
In der Gruppe der 12- bis 17-Jährigen, die erst später in die Impfkampagne einbezogen wurden, liegt die Quote der mindestens einmal Geimpften bei 65,6 Prozent; bei 30,5 Prozent dieser Altersgruppe wurde der Impfschutz bereits aufgefrischt. In der Gruppe der Kinder zwischen 5 und 11 Jahren sind 22 Prozent mindestens einmal geimpft und 19,1 Prozent zweifach. (Stand: 23.4.).

Tests: Positivrate weiter hoch

Neue Daten zur Anzahl der Testungen und zum Anteil der positiven Testergebnisse veröffentlicht das RKI alle zwei Wochen am Donnerstag. Dann erscheint ein umfassender Lagebericht, der auch weitere wöchentlich erhobene Daten enthält.
Coronavirus - Testzentrum
Eine Mitarbeiterin steht mit einem Teststäbchen für einen Abstrich in der von einer Arztpraxis betriebenen Corona-Teststelle Hannover-Laatzen in der Region Hannover. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut angestiegen. (picture alliance/dpa)
In der Kalenderwoche 15 fielen 54,7 Prozent der PCR-Tests positiv aus. Der Anteil ist damit laut RKI gegenüber der Vorwoche wieder gestiegen. Die Behörde weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht ganz mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist – denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein. Außerdem haben nur noch Menschen mit einem positiven Schnelltest Anspruch auf einen PCR-Test.
Die Omikron-Variante des Coronavirus dominiert in der Kalenderwoche 15 weiterhin und ist für mehr als 99 Prozent aller Fälle in Deutschland verantwortlich. Die sehr leicht übertragbare Untervariante BA.2 breitet sich (zulasten der Sublinie BA.1) weiter aus. Nach den jüngsten RKI-Daten lag der Anteil von BA.2 zuletzt bei über 95 Prozent. Sie führt aber offenbar nicht zu schwereren Krankheitsverläufen als BA.1 - jedenfalls nicht in Populationen mit hoher Immunität durch Impfungen beziehungsweise bereits durchgemachte Infektionen. (Stand: 22.4.)
Weltweit sind inzwischen über 6,2 Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben - das meldet die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Bisher wurden gut 11,2 Milliarden Impfdosen weltweit verabreicht. (Stand 23.4.)