Neue Produktionen aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal
Caspar Joseph Brambach
Klaviersextett c-Moll, op. 5
Klavierquartett Nr. 1 Es-Dur, op. 13
Klavierquartett Nr. 2 a-Moll, op. 43
Klavierquartett Nr. 3 g-Moll, op. 110
Ernst Breidenbach, Klavier
Ingo de Haas, Gesine Kalbhenn-Rzepka, Violine
Thomas Rössel, Marie Daniels, Viola
Michail Nemtsov, Violoncello
Aufnahmen von November 2023 und Dezember 2024
Am Mikrofon: Klaus Gehrke
Ein stiller Romantiker war er. Hoch geachtet zu Lebzeiten. Schnell vergessen nach seinem Tod. Wiederentdeckungen eines großen Zeitgenossen von Johannes Brahms.
Zwar wurde Caspar Joseph Brambach im gleichen Jahr wie Johannes Brahms geboren, doch im Gegensatz zu Brahms geriet der Spätromantiker Brambach nach seinem Tod 1902 rasch in Vergessenheit - obwohl berühmte Zeitgenossen wie der Dirigent Victor von Bülow und der Philosoph Friedrich Nietzsche große Stücke auf ihn hielten. 1833 im rheinischen Oberdollendorf geboren, studierte Brambach in Köln und wurde mit erst 28 Jahren 1861 der bisher jüngste städtische Musikdirektor in Bonn. In dieser Funktion rief der leidenschaftliche Musiker unter anderem eine neue Kammermusikreihe ins Leben. Dort wurde auch sein Klaviersextett in c-Moll op. 5 uraufgeführt. Auch seine drei Klavierquartette erklangen in den Bonner Kammerkonzerten. Die Quartette sowie das Sextett haben der Pianist Ernst Breidenbach und Mitglieder des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters im Deutschlandfunk Kammermusiksaal aufgenommen.