Der Mord in der Rue Morgue
Von Edgar Allan Poe
Bearbeitung und Regie: Edmund Steinberger
Mit: Horst Tappert, Erik Jelde, Wolf Euba, Christian Wolff, Fritz Straßner, Christian Marschall, Robert Naegele, Inge Schwanneke, Wolfgang Dörich, Claudia Bethge, Fred Kallmann, Jochen Hauer, Christian Margulies
Ton und Technik: Heinz Sommerfeld, Michaela Sack
Produktion: BR 1965
Länge: 49‘ 10“
Nächtliche Schreie lassen besorgte Nachbarn in ein Haus einbrechen. In einem Hinterzimmer bietet sich ein erschreckendes Bild der Verwüstung: Ein blutiges Rasiermesser, ausgerissene Haarbüschel, dann werden zwei Leichen entdeckt. Im Kamin steckt kopfüber die erwürgte Tochter der anderen Ermordeten, die man mit durchschnittener Kehle im Hinterhof findet. Auguste Dupin stellt eine Reihe analytischer Überlegungen an, vergleicht Zeugenaussagen, vollzieht den geschilderten Tathergang nach. Der abschließende Besuch des Tatorts bestätigt lediglich die Schlüsse, die er aus seinen Analysen gezogen hat - der Fall ist gelöst.
Edgar Allan Poe (1809-1849) hatte als Schriftsteller großen Einfluss auf die Entwicklung der fantastischen und der Kriminalliteratur, als deren Geburtsstunde „Der Mord in der Rue Morgue“ gilt. Die Erzählung wurde 1841 veröffentlicht und gilt als Schlüsselerzählung der Gattung.