Die Nachrichten

Sonntag, 25. Oktober 2020

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Nachrichten als MP3

SteinmeierCorona nur mit weltweiter Kooperation zu besiegen

Bundespräsident Steinmeier hat die Staatengemeinschaft aufgerufen, den Kampf gegen Corona gemeinsam zu bewältigen. Die Pandemie müsse mit einem Geist der Zusammenarbeit, nicht im Geist des "Impfstoffnationalismus" überwunden werden, sagte Steinmeier in einer Videoansprache der Gesundheitskonferenz "World Health Summit". Das Virus kenne keine Grenzen, die Nationalität seiner Opfer sei ihm gleichgültig. Es werde auch künftig jede Barriere überwinden, wenn ihm nicht gemeinsam entgegentreten werde, betonte Steinmeier. Zugleich mahnte der Bundespräsident Geduld und Entschlossenheit auch in der zweiten Welle der Pandemie an. Allein in Deutschland waren zuletzt innerhalb von 24 Stunden 11.176 Neuinfektionen registriert worden.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

BerlinGegner der Corona-Schutzmaßnahmen missachten Polizeiauflagen

In Berlin haben Gegner der Corona-Schutzmaßnahmen erneut die Auflagen für ihre Demonstrationen missachtet. Nach Angaben der Polizei versammelten sich zunächst etwa 2.000 Menschen auf dem Alexanderplatz. Dabei seien weder Abstände eingehalten noch Masken getragen worden. Als die Polizei deshalb untersagte, zu einem Demonstrationszug aufzubrechen, setzten sich dennoch mehrere hundert Personen in Bewegung zur Karl-Marx-Allee. Auch dort wurden Anweisungen der Polizei größtenteils ignoriert. Reporter berichten, dass die Einsatzkräfte die Kundgebungsteilnehmer in vielen Fällen ohne Konsequenzen gewähren ließen. Eine für den späten Nachmittag angemeldete weitere Demonstration der Gegner von Corona-Regeln am Großen Stern in Berlin wurde von den Veranstaltern abgesagt.

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

BelarusProteste gehen weiter - Generalstreik angekündigt

In Belarus ist es trotz eines massiven Aufgebots der Sicherheitskräfte zu neuen Massenprotesten gekommen. Mehr als 100.000 Menschen gingen in der Hauptstadt Minsk und anderen Städten des Landes auf die Straße, um gegen Machthaber Lukaschenko zu demonstrieren. Die Polizei setzte Blend- und Lärmgranaten ein. In der Stadt Lida bestätigten die Behörden den Einsatz von Tränengas. In Minsk hatten Hundertschaften von Polizei und Militär das Stadtzentrum abgeriegelt. Bewaffnete Uniformierte mit Sturmhauben bezogen Stellung, um die Demonstration zu verhindern. Landesweit gab es nach Angaben von Menschenrechtlern etwa 100 Festnahmen.

Aufruf zum Generalstreik

Die Proteste gegen Lukaschenko finden bereits den elften Sonntag in Folge statt. Für morgen hat die Demokratiebewegung im ganzen Land zu einem Generalstreik aufgerufen. Die Osteuropaexpertin Beate Apelt warnte im Deutschlandfunk Kultur vor zu großen Hoffnungen auf die Schlagkraft der Aktion. Der Generalstreik wäre nur dann eine sehr starke Sanktion, wenn sich auch das ganze Volk daran beteiligen würde, "also wenn tatsächlich – so wie dazu aufgerufen wurde – niemand zur Arbeit geht, die Läden zumachen, die Restaurants zumachen, niemand zur Schule geht, die Leute ihr Geld von der Bank nehmen und so weiter", sagte die Leiterin des Kiewer Büros der FDP-nahen Friedrich Naumann Stiftung. Ob das aber in so einem großen Ausmaß passieren werde, dass es das Regime in die Knie zwinge, sei völlig unklar. Schließlich gebe es bislang nur die Streikankündigung für diesen einen Tag. Von großer Wirkung wäre solch ein Streik aber nur, wenn er als unbefristet angedroht werde. „Darum ist das für die Oppositionsbewegung hochriskant“, so Apelt.

PolitikBundesregierung gab im ersten Halbjahr 186 Millionen für externe Berater aus

Die Bundesregierung hat im ersten Halbjahr mindestens 186 Millionen Euro für externe Berater ausgegeben. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Höhn hervor, aus der die Deutsche Presse-Agentur zitiert. Spitzenreiter sind demnach das Innenministerium mit knapp 80 und das Finanzministerium mit knapp 50 Millionen Euro. Externe Berater sind umstritten. Kritiker meinen, sie seien zu teuer und angesichts von über 20.000 Mitarbeitern in den Ministerien nicht unbedingt nötig. Zudem wird der Einfluss von Lobbyisten auf die Regierungsarbeit befürchtet.

Anti-Pegida-AktionDresdner demonstrieren für Demokratie und Weltoffenheit

In Dresden haben mehr als 1.000 Menschen ein Zeichen für Demokratie und Weltoffenheit gesetzt. Verschiedene Initiativen hatten zu Kundgebungen an unterschiedlichen Orten in der sächsischen Landeshauptstadt aufgerufen. In der Frauenkirche fand ein Friedensgebet statt. Die Versammlungen waren eine Reaktion auf den sechsten Jahrestag der Pegida-Bewegung. Das islamfeindliche Bündnis wollte aus diesem Anlass heute auf dem Dresdner Neumarkt nahe der Frauenkirche demonstrieren. Die Stadt untersagte dies jedoch und wies der Bewegung einen anderen Platz zu. Daraufhin sagte Pegida die Kundgebung ab.

Reimer GronemeyerTheologe: Krise der Kirche geht mit Krise "weißer Männer" einher

Die Krise der christlichen Kirchen geht nach Ansicht des Soziologen und evangelischen Theologen Reimer Gronemeyer mit einer Krise weißer Männer einher. Die beiden großen Kirchen sollten sich von der Herrschaft - Zitat - "weißer, alter Männer" befreien, sagte Gronemeyer im Deutschlandfunk. Nur dann hätte die Kirche, ob evangelisch oder katholisch, eine Zukunft. Der weiße Mann habe zwar großartige Dinge zustande gebracht, aber im Moment, "eigentlich in den letzten Jahren und Jahrzehnten vor allen Dingen mit daran wirkt, diesen Planeten zu einem unbewohnbaren Ort zu machen." Er gehe davon aus, so Gronemeyer, dass in beiden christlichen Kirchen in Zukunft Priesterinnen und Bischöfinnen ganz selbstverständlich würden. Zugleich betonte er: "Die Möglichkeit, dass Frauen denselben Schrott dann machen, wie Männer ihn gemacht haben, die ist natürlich da."

BundesligaWolfsburg besiegt Bielefeld mit 2:1

Im ersten Sonntagsspiel der Fußball-Bundesliga hat Wolfsburg gegen Bielefeld mit 2:1 gewonnen. Am Abend spielt Bremen gegen Hoffenheim.

IrakDemonstranten erinnern an Beginn der Massenproteste vor einem Jahr

In der irakischen Hauptstadt Bagdad haben tausende Menschen gegen die Regierung demonstriert. Sie werfen ihr Korruption und Misswirtschaft vor und verlangen einen geschlossenen Rücktritt. Die Demonstrierenden erinnerten dabei auch an die Massenproteste, die im Oktober 2019 begonnen hatten. Wochenlang forderten damals Hunderttausende eine vollständige Neuordnung des politischen Systems. Bei Zusammenstößen wurden dabei fast 600 Menschen getötet und etwa 30.000 verletzt. Die Corona-Pandemie brachte die Proteste dann weitgehend zum Erliegen.

Covid-19Spanische Regierung erklärt landesweiten Gesundheitsnotstand

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen hat die Regierung in Spanien den landesweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Regierungschef Sánchez sagte in einer Fernsehansprache, der Ausnahmezustand werde bis Anfang Mai dauern. In den nächsten Monaten gelte in ganz Spanien mit Ausnahme der kanarischen Inseln eine nächtliche Ausgangssperre. Formal gilt der Ausnahmezustand zunächst für zwei Wochen. Sánchez setzt aber darauf, ihn mit Unterstützung der Opposition entsprechend verlängern zu können.

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

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+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Öffentlicher DienstBis zu 4,5 Prozent mehr Gehalt

Bei den Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen ist eine Einigung erzielt worden. Wie die Verhandlungspartner in Potsdam mitteilten, steigen die Einkommen um 4,5 Prozent in den niedrigsten Entgeltgruppen und -stufen und um 3,2 Prozent in der höchsten. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2022. Für Pflegekräfte wurde eine gesonderte Gehaltssteigerung vereinbart. Ab März erhalten sie eine Pflegezulage von 70 Euro, die ein Jahr später auf 120 erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird mehr als verdoppelt auf 100 Euro monatlich, die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro. Ärztinnen und Ärzte in Gesundheitsämtern erhalten ab nächstem Frühjahr eine Zulage von 300 Euro pro Monat. Auch für Mitarbeitende in Betreuungseinrichtungen wie Seniorenheimen wurden Gehaltsverbesserungen erzielt. Die Gewerkschaft Verdi sprach von einem Kompromiss. Beide Seiten hätten Abstriche von ihren Forderungen machen müssen.

CoronakriseRKI mit Brandsätzen attackiert

In der vergangenen Nacht ist das Gebäude des Robert Koch-Instituts in Berlin attackiert worden. Nach Angaben der Polizei entdeckte ein Sicherheitsmitarbeiter mehrere Personen, die Brandsätze warfen. Es sei geringer Sachschaden entstanden. Die Verdächtigen seien unerkannt entkommen. Die Polizei spricht von versuchter Brandstiftung. Da eine politische Motivation geprüft werde, habe der polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen, hieß es weiter.

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MotorsportFormel-1-Pilot Lewis Hamilton übertrumpft Michael Schumacher mit 92. Grand-Prix-Erfolg

Der britische Formel-1-Rennfahrer Lewis Hamilton hat mit seinem 92. Grand-Prix-Erfolg Michael Schumacher als Rekordhalter abgelöst. Der 35-Jährige siegte im portugiesischen Portimão. Platz zwei beim zwölften Rennen der Saison belegte sein Teamkollegen Valtteri Bottas, Dritter wurde Max Verstappen im Red Bull.

Covid-19Erneut Ausschreitungen bei Anti-Corona-Protesten in Italien

In Italiens Hauptstadt Rom ist es bei Protesten gegen Ausgangssperren und andere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu Ausschreitungen gekommen. Demonstranten warfen in der Nacht im Zentrum Roms unter anderem Feuerwerkskörper auf Polizisten, wie mehrere Medien berichteten. Als Bereitschaftspolizisten zur Verstärkung anrückten, wurden demnach Autos beschädigt und Müllcontainer in Brand gesteckt. Zwei Polizisten erlitten Verletzungen, mindestens zehn Demonstranten seien festgenommen worden. Die Polizei selbst machte zunächst keine Angaben dazu. An dem nicht genehmigten und von der rechtsextremen Partei Forza Nuova organisierten Protest hatten sich Hunderte Menschen beteiligt. Bereits in der Nacht auf Samstag hatte es in Neapel Ausschreitungen gegeben. Auch bei Anti-Corona-Protesten in Polen gab es Krawalle. In Warschau wurden mehr als 100 Demonstranten festgenommen.

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Deutscher UmweltpreisSteinmeier erinnert an Klimaschutz in der Corona-Pandemie

Bundespräsident Steinmeier hat dazu aufgerufen, über die rotz Corona-Krise andere weltweite Herausforderungen wie den Klimawandel nicht aus den Augen zu verlieren. Mit einem Rückfall in eine - Zitat - nationale Nabelschau werde man den Kampf nicht gewinnen, sagte er in einer Videobotschaft zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Hannover. Weder das Coronavirus noch der Klimawandel machten an Grenzen halt. In Deutschland habe man erneut einen zu trockenen Sommer erlebt. Die Folgen seien vielerorts nicht zu übersehen. Böden seien vielfach ausgetrocknet, Wälder schwer geschädigt, der Grundwasserspiegel mancherorts besorgniserregend gesunken. Die Lage sei ernst, betonte Steinmeier. Der mit 500.000 Euro dotierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an den Wirtschaftswissenschaftler Ottmar Edenhofer aus Potsdam und die Unternehmer-Geschwister Trappmann aus Limburg. Ein Ehrenpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt erhielt der Insektenforscher Martin Sorg aus Krefeld, der mit seiner Arbeit auf das rasante Artensterben von Fluginsekten hingewiesen hatte.

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Ansteckung und Übertragung

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Große KoalitionHeil wirft Union Blockade schärferer Gesetze in der Fleischbranche vor

In der Debatte über eine härtere Regulierung der Fleischindustrie hat Bundesarbeitsminister Heil die Union aufgefordert, ihre Blockadehaltung zu beenden. Dass CDU und CSU versuchten, die Gesetzespläne im parlamentarischen Verfahren zu verzögern und zu verwässern, sei nicht akzeptabel, sagte Heil in Berlin. Der SPD-Politiker fügte hinzu, die Missstände in der Fleischbranche seien real und dauerten an. Die große Koalition wollte das Arbeitsschutz-Kontrollgesetz ursprünglich in der kommenden Woche im Bundestag verabschieden. Zuletzt hieß es aber von Seiten der Union, es gebe noch Gesprächsbedarf. Mit dem Gesetz sollen unter anderem Werkverträge und Zeitarbeit in Kernbereichen der Fleischindustrie verboten werden.

Nach Tod von Samuel PatyErdogans Beleidigungen gegen Macron - Frankreich ruft Botschafter aus Türkei zurück

Nach Beleidigungen durch den türkischen Staatschef Erdogan hat Frankreichs Präsident Macron erstmals seinen Botschafter in Ankara zu Konsultationen zurückgerufen. Das Verhalten der Türkei sei inakzeptabel, teilte der französische Außenminister Le Drian mit. Der Botschafter sollte noch heute nach Paris zurückkehren. Diesen Fall habe es zuvor noch nie gegeben, bestätigten Élyséekreise. Erdogan hatte gestern bei einem Parteikongress seiner AKP in Kayseri gesagt, Macron solle seinen "geistigen Zustand überprüfen" lassen. Wörtlich fragte er: "Was hat dieses Individuum namens Macron für ein Problem mit dem Islam und mit den Muslimen?". Hintergrund ist das verschärfte Vorgehen Frankreichs gegen Islamisten nach dem Mordanschlag auf einen Geschichtslehrer bei Paris.

PakistanNeues Oppositionsbündnis PDM protestiert erneut gegen Regierung

In Pakistan sind erneut Zehntausende Anhänger des Oppositionsbündnisses PDM auf die Straße gegangen. In der Stadt Quetta im Westen des Landes forderten die Protestteilnehmer Neuwahlen und den Rücktritt von Premierminister Khan. Dem erst im September gegründeten Bündnis Demokratische Bewegung Pakistan haben sich insgesamt elf Oppositionsparteien angeschlossen. Sie stammen aus verschiedenen politischen Lagern. Anführer ist der Chef der islamische konservativen Partei Jamiat Ulema-e Islam. Ihr Ziel ist unter anderem die Einschränkung der Macht des Militärs in Pakistan. Dem Premierminister werfen sie eine zu große Nähe zum Militär vor.

ChileReferendum über neue Verfassung

In Chile stimmen die Bürger heute über eine Änderung der Verfassung ab. Die bisherige stammt aus der Zeit der Pinochet-Diktatur in den 80er Jahren. Parteien der Linken und der Mitte sowie zahlreiche Bürgerbewegungen kritisieren sie als Hindernis für tiefgreifende soziale Reformen. In Chile gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Massenproteste gegen die Regierung. Infolge von Gewaltausbrüchen wurden dabei mehr als 30 Menschen getötet.

Wavel RamkalawaOppositionsführer gewinnt Präsidentenwahl auf Seychellen gegen Amtsinhaber Faure

Aus der Präsidentenwahl auf den Seychellen ist Oppositionsführer Ramkalawan als Sieger hervorgegangen. Auf den 59-jährigen Priester entfielen knapp 55 Prozent der Stimmen, wie die Wahlkommission des Inselstaates im Indischen Ozean mitteilte. Der bisherige Amtsinhaber Faure kam demnach auf 43,5 Prozent. Bei der zeitgleich stattfindenden Parlamentswahl gewann die Partei von Ramkalawan mehr als zwei Drittel der Sitze. Faures Partei, die seit einem Putsch im Jahr 1977 an der Macht war, kam auf weniger als ein Drittel. Bestimmende Themen der Wahl auf den Seychellen waren die Corona-Pandemie und die stark vom Tourismus abhängige Wirtschaftslage.

CDULaschet für Verschiebung des Parteitags

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet hat sich für eine Verschiebung des für Anfang Dezember geplanten CDU-Parteitags ausgesprochen. Was die Parteien in der Corona-Krise von den Bürgern erwarteten, müssten sie auch selbst einhalten, sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". Dazu zähle die Reduzierung von Kontakten, wo es nur gehe. Über alle anstehenden Fragen könne auch nach dem Winter entschieden werden. Sein Konkurrent Merz sprich sich indes für die Durchführung aus. Ein Parteitag sei nicht mit einem Volksfest oder einem Fußballspiel zu vergleichen, hatte er zuletzt bei einer Veranstaltung gesagt. Auf dem Parteitag soll unter anderem der neue CDU-Vorsitzende gewählt werden. Laschet kandidiert für das Amt, ebenso wie Merz und der Außenpolitiker Röttgen.

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CoronavirusRKI meldet 11.176 Fälle

Die Zahl der Menschen, die sich in Deutschland neu mit dem Coronavirus angesteckt haben, bleibt hoch. Die Gesundheitsämter meldeten in den vergangenen 24 Stunden 11.176 Fälle, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Am Wochenende ist diese Zahl in der Regel etwas geringer als an Werktagen, da nicht aus allen Behörden aktuelle Angaben vorliegen. Am Sonntag vor einer Woche waren rund 5.600 Neuinfektionen registriert worden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10.032.

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+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

CoronavirusMünchen überschreitet 7-Tage-Inzidenz von 100

In München ist die bayernweit geltende Corona-Ampel auf dunkelrot gesprungen. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes gab es dort in den vergangenen sieben Tagen knapp über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Ab diesem Wert treten verschärfte Einschränkungen im Alltag in Kraft. Von morgen an müssen Restaurants und Kneipen in München um 21 Uhr schließen und es darf dann kein Alkohol mehr verkauft werden. Bei Veranstaltungen sind höchstens noch 50 Personen zugelassen. Ausgenommen sind Demonstrationen, Vorlesungen an den Hochschulen und Gottesdienste. Dort gelten aber strenge Abstandsregeln und eine Maskenpflicht. Die neuen Regelungen gelten bis mindestens Ende der Woche. Sollte München den Inzidenzwert von 100 wieder unterschreiten, bleiben die Maßnahmen präventiv noch fünf weitere Tage in Kraft.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

AfghanistanViele Schüler bei Selbstmordanschlag in Kabul getötet

Trotz laufender Friedensverhandlungen zwischen den radikal-islamischen Taliban und der Regierung Afghanistans gibt es weiter Gewalt in dem Land. Bei einem Anschlag auf eine Schule in der afghanischen Hauptstadt Kabul wurden gestern mindestens 30 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt. Die meisten der Opfer sind Kinder und Jugendliche. Die Terror-Miliz IS bekannte sich zu der Tat. In der nordafghanischen Provinz Ghasni kamen bei einem Anschlag auf einen Bus neun Menschen ums Leben. Der afghanische Inlandsgeheimdienst meldete die Tötung eines ranghohen al-Kaida-Mitglieds. Bei dem Einsatz sei ein Vertrauter des Mannes festgenommen worden, der Kontakt zu den Taliban gehabt habe, hieß es. Trotz der Gewalt führen die Regierung in Kabul und die Taliban derzeit Friedensgespräche, um den jahrelangen Konflikt zu beenden.

UkraineKommunalwahlen angelaufen - Stimmungstest für Präsident Selenskyj

In der Ukraine finden Kommunalwahlen statt. Rund 28,6 Millionen Menschen sind aufgerufen, neue Bürgermeister und Abgeordnete regionaler und örtlicher Parlamente zu bestimmen. In der Hauptstadt Kiew stellt sich Ex-Boxweltmeister Klitschko zur Wiederwahl als Bürgermeister. Die Kommunalwahlen gelten auch als Stimmungstest für die Partei "Diener des Volkes" von Präsident Selenskyj. Die Partei hatte bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der 450 Sitze gewonnen. Seitdem stürzte sie in der Wählergunst auf 16 Prozent ab. Ein zentrales Wahlversprechen von Selenskyj war es, den Konflikt in der Ost-Ukraine zu beenden, was ihm bislang aber nicht gelang. Auch die Korruption ist nach wie vor weit verbreitet.

PandemieUS-Präsident Trump spielt Corona-Gefahr herunter

Kurz vor der US-Präsidentenwahl verschärfen Amtsinhaber Trump und sein Herausforderer Biden ihren Kampf um Stimmen in Schlüsselregionen. Der in Umfragen zurückliegende Trump trat in North Carolina, Ohio und Wisconsin auf, Biden zweimal in Pennsylvania. Diese Bundesstaaten könnten den Ausgang der Wahl am 3. November entscheiden. Eines der zentralen Themen war die Coronakrise. In den USA stieg die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität auf den Rekordwert von rund 89.000. Trump erklärte den Anstieg damit, dass mehr als früher getestet werde. Wenn man halb so viel testen würde, wäre die Zahl halb so hoch. Biden warf Trump erneut Versagen in der Corona-Krise vor. Er rief die Menschen dazu auf, Masken zu tragen. Unterdessen wurde der Stabschef von Vizepräsident Pence positiv auf das Coronavirus getestet. Pence will trotzdem mit seinen Wahlkampfauftritten weitermachen.

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

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Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

TürkeiUmstrittene Gaserkundungen im östlichen Mittelmeer verlängert

Die Türkei verlängert ihre umstrittenen Gaserkundungen im östlichen Mittelmeer. Das Forschungsschiff werde seinen Einsatz in einem Gebiet südlich der griechischen Insel Rhodos bis zum 4. November ausweiten, teilte die türkische Marine gestern Abend mit. Ursprünglich sollten die Untersuchungen am Dienstag enden. Die Entscheidung dürfte die Spannungen mit Griechenland und auch Zypern verschärfen. Wie die Türkei erheben sie Anspruch auf ein Seegebiet, in dem große Gasvorkommen vermutet werden. Die EU hat die Türkei mehrfach aufgefordert, von Provokationen abzusehen. Im Dezember wird über mögliche Sanktionen entschieden.

IAEAOhne Atomkraft sind Klimaziele unerreichbar

Ein Erreichen der globalen Klimaziele ist nach Ansicht des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde, Grossi, ohne Atomkraft praktisch ausgeschlossen. Das für 2022 beschlossene Ende der Kernenergie in Deutschland sei zwar politisch legitim, aber in Bezug auf das Klima nicht wissenschaftlich begründbar, sagte Grossi der Deutschen Presse-Agentur. Ein Drittel der weltweit erzeugten sauberen Energie stamme aus nuklearen Quellen. Zugleich räumte der IAEA-Chef ein, dass in vielen Staaten größere Anstrengungen erforderlich sind, um die nukleare Sicherheit und die Entsorgung von Atommüll zu gewährleisten. Morgen reist Grossi nach Berlin, wo er mit Bundesaußenminister Maas zusammenkommt.

LitauenZweite Runde der Parlamentswahlen angelaufen

In Litauen ist die zweite Runde der Parlamentswahlen angelaufen. Knapp 2,5 Millionen Berechtigte sind aufgerufen, über die künftige Zusammensetzung der Volksvertretung Seimas in Vilnius zu entscheiden. Im zweiten Wahlgang werden die noch ausstehenden 68 Parlamentssitze in einer Direktwahl vergeben. In der ersten Runde vor zwei Wochen waren 70 Mandate nach Parteilisten sowie drei Direktmandate bestimmt worden. Dabei schnitt die konservative Vaterlandsunion mit rund 25 Prozent der Stimmen am besten ab. Die regierende Mitte-Links-Partei "Bund der Bauern und Grünen" kam auf 17,5 Prozent.

Steigende Corona-ZahlenCDU und Die Linke ringen um Parteitage

Auf ihren Parteitagen wollen die Partei Die Linke sowie die CDU neue Vorsitzende wählen. Doch durch die steigenden Corona-Infektionszahlen werden die Veranstaltungen infrage gestellt. Die Linke schließt eine Absage ihres Parteitags nächste Woche in Erfurt nun nicht mehr aus. Wie Linken-Geschäftsführer Schindler nach Beratungen des Parteivorstands mitteilte, ist derzeit nicht abzusehen, ob das Treffen stattfinden kann. Der Vorstand will dazu am Dienstag eine endgültige Entscheidung treffen. Momentan ist den Angaben zufolge geplant, dass die ursprünglich dreitägige Konferenz lediglich am Freitag stattfinden soll. Auch in der CDU wird bereits über ein Format für den am 4. Dezember geplanten Parteitag in Stuttgart nachgedacht. Der für den Parteivorsitz kandidierende Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen Laschet ist dafür, den Parteitag zu verschieben. Als Grund führte er in der "Welt am Sonntag" die Corona-Pandemie an. Was Parteien von den Bürgern erwarteten, müssten sie auch selbst einhalten, und zwar Kontakte reduzieren, wo es nur gehe. Alle anstehenden Fragen könnten auch nach dem Winter entschieden werden, erklärte Laschet. Er konkurriert um den Vorsitz mit dem Außenpolitiker Röttgen und dem Wirtschaftspolitiker Merz. Dieser ist gegen eine Verschiebung des Wahlparteitags.

"Insellösung" oder digitaler Parteitag?

Der saarländische Ministerpräsident Hans sprach sich in der Rheinischen Post klar gegen eine Präsenzveranstaltung aus. Bundeswirtschaftsminister Altmaier zeigte sich in den Zeitungen der Funke Mediengruppe ebenfalls skeptisch. Diskutiert wird nun verstärkt über eine Art Insellösung - einen dezentralen Parteitag mit wenigen Menschen an mehreren Orten. Nachgedacht wird wohl auch über eine Verlegung in eine andere Stadt mit niedrigeren Infektionszahlen. Nach der Änderung des Parteiengesetzes Anfang Oktober ist in Pandemie-Zeiten auch ein digitaler Parteitag möglich geworden. Die CDU-Spitze will morgen über das Delegiertentreffen entscheiden.

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BerlinPolizei löst Veranstaltung mit 600 Teilnehmern auf

In Berlin hat die Polizei am Abend eine Party mit etwa 600 Gästen aufgelöst. Bei der Veranstaltung in der Alten Münze sei für die vielen Teilnehmer zu wenig Platz gewesen, teilte die Polizei mit. Die Veranstalterin müsse mit einem Verfahren wegen Verstoßes gegen die Infektionsschutzverordnung rechnen. Für heute sind in der Hauptstadt wieder mehrere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen geplant. Zu einer Protestaktion der Initiative "Querdenken" am Abend im Tiergarten erwarten die Veranstalter 10.000 Menschen.

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Angstforscher Bandelow"Menschen gewöhnen sich an die Bedrohung durch das Coronavirus"

Die Menschen in Deutschland werden sich nach Ansicht des Psychologen Borwin Bandelow an das Leben mit dem Coronavirus gewöhnen. Der Experte für Angststörungen sagte im Deutschlandfunk, Menschen könnten sich an Gefahren adaptieren. Auch wer in Kabul oder Rio de Janeiro lebe, habe bestimmte Regeln, um sich vor Anschlägen oder Überfällen vorzusehen. Am Anfang der Corona-Pandemie sei die Angst groß gewesen, wie immer, wenn etwas unbekannt sei. Dann habe es eine Phase gegeben, in der die Situation äußerst realistisch eingeschätzt wurde. Inzwischen erstellten sich die Menschen auf Grund ihrer Erfahrungen ihr eigenes Risikoprofil. Dies führe dazu, dass viele nicht mehr auf die Ratschläge der Politiker hörten.

Angst macht kreativ

Es gibt nach Bandelows Ansicht aber auch positive Aspekte: Es sei immer so, "dass aus Angst heraus Menschen kreativ werden und versuchen ihr Leben in positive Bahnen zu lenken". Gerade in der Wirtschaft, die sehr betroffen sei, dächten sich Menschen "sehr intelligente, phantasievolle Dinge aus, um mit der Situation klarzukommen". Bandelow, der an der Universität Göttingen Psychiatrie und Psychotherapie lehrt, verwies darauf, dass die Befürchtung nicht eingetreten sei, dass durch die Corona-Beschränkungen viele Menschen in die Depression oder gar in den Suizid getrieben werden könnten. Im stark betroffenen Bundesland Nordrhein-Westfalen sei die Zahl der Suizide im Vergleich zum Vorjahr sogar zurückgegangen. Auch hätten sich nicht mehr Personen wegen Ängsten oder Depressionen behandeln lassen. Schon frühere Krisen hätten gezeigt, "dass Menschen sich an Bedrohung gewöhnen". Bandelow empfiehlt, sich darauf einzustellen, dass man sehr viel Zeit im Freien verbringt und sich nur in kleineren Gruppen trifft: "Man muss ja nicht in der Party feiern, man kann ja auch zusammen im Wald spazieren gehen." Es gebe viele Möglichkeiten, "wie man die Lebensfreude erhalten kann, ohne dass man wilde große Veranstaltungen macht".

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Steigende Corona-ZahlenBeschränkung der Kontakte in Österreich

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionen gelten in Österreich ab heute verschärfte Schutzmaßnahmen. So dürfen sich in Innenräumen zu privaten Feiern und Veranstaltungen, wie etwa Tanz- oder Yogakurse nur noch sechs Personen treffen, draußen zwölf. Das gilt nach offiziellen Angaben beispielsweise auch für Amateur-Chöre und Musikkapellen. In Restaurants dürfen nur noch sechs anstatt zehn Erwachsene an einem Tisch sitzen. Zudem wird die Maskenpflicht im öffentlichen Raum ausgeweitet, etwa an Bahnhöfen, Haltestellen, Einkaufspassagen sowie in der Oper und in Theatern. In öffentlichen Verkehrsmittel Österreichs muss schon bislang ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

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Ansteckung und Übertragung

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US-WahlKornblum erwartet bei Wahlsieg Bidens kompletten Kurswechsel

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Kornblum, erwartet bei einem Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Biden eine Kehrtwende in der amerikanischen Außenpolitik. Kornblum sagte im Interview der Woche des Deutschlandfunks, die Vereinigten Staaten unter Biden würden sich offen und freundlich gegenüber Freunden verhalten, in internationalen Organisationen aktiv werden, die NATO unterstützen und wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten. In der Innenpolitik werde Biden Rücksicht auf den linken Flügel der Demokraten nehmen müssen. So habe der ehemalige Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur, Sanders, Interesse an der Leitung des Arbeitsministeriums angemeldet. Dieser vertrete bei Fragen wie dem Mindestlohn oder Umweltbedingungen eine radikale Arbeitspolitik. Wenn es bei der Wahl keinen Erdrutschsieg für Biden gebe, werde das Ergebnis möglicherweise erst nach einer Woche bekannt gegeben, meinte Kornblum. Das würde Präsident Trump Zeit geben, rechtliche Schritte einzuleiten. Die erste Woche nach der Wahl würden dann ziemlich turbulent werden. Trump hat seine Stimme bereits abgegeben. Er wählte an seinem offiziellen Wohnsitz in West Palm Beach im Bundesstaat Florida.

LondonDemonstration gegen Corona-Maßnahmen

In London ist gegen die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung demonstriert worden. Die Teilnehmer zogen durch das Zentrum der Stadt und forderten ein Ende der Beschränkungen. Medien sprachen von tausenden Protestierenden, die Polizei machte keine Angaben zu den Zahlen. Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Maskenpflicht. Die geltenden Regeln wurden als Tyrannei kritisiert, manche Demonstranten stellten auch die Pandemie an sich infrage. Die Infektionszahlen in Großbritannien steigen derzeit rasant. Sie lagen zuletzt bei mehr als 20.000 Fällen pro Tag. Zur Eindämmung des Virus gilt ein dreistufiges Warnsystem. Insbesondere im Norden Englands müssen teilweise Pubs und Bars schließen, außerdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten untersagt. Im ganzen Land gilt eine maximale Anzahl von sechs Personen bei Zusammenkünften.

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Corona-KriseBrinkhaus: Parlament wurde nicht übergangen

Unionsfraktionschef Brinkhaus hat Vorwürfe zurückgewiesen, das Parlament sei in der Corona-Krise von der Regierung übergangen worden. In einem Schreiben von Brinkhaus an die Abgeordneten von CDU und CSU heißt es, seit dem 11. März habe man sich über siebzigmal im Plenum mit dem Thema befasst. Der Bundestag habe dazu Gesetze beschlossen und teilweise auch die Regierung korrigiert. Gleichwohl sei es richtig, insbesondere Verordnungsermächtigungen für die Bundesregierung immer wieder zu hinterfragen. Zudem sei es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern die Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie noch besser zu erklären. Brinkhaus reagierte damit auf Kritik, dass die Regierungen von Bund und Ländern die Entscheidungen in der Corona-Krise an den Parlamenten vorbei träfen.

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Ansteckung und Übertragung

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+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Corona-PandemieMerkel mahnt erneut zur Reduzierung der Kontakte

Bundeskanzlerin Merkel hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Bürger erneut eindringlich zu einer Reduzierung der Kontakte aufgefordert. Angesichts der sich weiter zuspitzenden Lage und des nach wie vor gültigen Appells aus dem Podcast der vergangenen Woche sende sie diesen erneut, erklärte die CDU-Politikerin. Mit diesem ungewöhnlichen Schritt, wolle die Kanzlerin unterstreichen, wie ernst die gegenwärtige Situation in der Pandemie sei, hieß es von Seiten der Bundesregierung. Die Zahl der Menschen in Deutschland, die im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben sind, hat inzwischen die Marke von 10.000 überschritten. Das Robert Koch-Institut meldete zuletzt 10.003 Todesopfer. Das waren 49 mehr als am Tag zuvor. Auch die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bleibt hoch. Auf der RKI-Seite wird sie mit 14.714 angegeben. Nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin befinden sich 1.119 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. 487 von ihnen werden beatmet.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Corona-KriseAltmaier erwartet keine Versorgungsengpässe

Bundeswirtschaftsminister Altmaier erwartet in der zweiten Welle der Coronavirus-Pandemie keine Versorgungsengpässe in Deutschland. Im Frühjahr seien Lieferschwierigkeiten dadurch entstanden, dass Lastwagen an der Grenze im Stau standen oder Regale im Supermarkt durch Hamsterkäufe leergeräumt wurden, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Hier habe man viel gelernt. Nach den Worten Altmaiers wird das Ziel, im Jahr zehn Milliarden Masken in Deutschland zu produzieren, erreicht.

WetterAm Montag vor allem im Süden und Osten Regen, 9 bis 15 Grad

Das Wetter: In der Nacht im Westen und Norden viele Wolken und sich langsam weiter südostwärts ausbreitender Regen. 10 bis 2 Grad. Am Tage vor allem im Süden und Osten Regen, im Norden und Westen Auflockerungen. 9 bis 15 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Dienstag im Südosten Regen, sonst wechselnd bewölkt mit sonnigen Abschnitten. 8 bis 14 Grad.

Covid-19Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen 24 Stunden 11.176 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das sind 3.472 Fälle mehr als gestern gemeldet wurden. Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird – und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Jedoch stagniert die Zahl der Tests seit einigen Woche, die Infektionszahlen steigen aber weiter (siehe auch positive Tests weiter unten). Rechnerisch sind derzeit etwa 100.000 aktive Infektionsfälle bekannt. Neu gemeldet wurden 29 Todesfälle. Die Zahl der Menschen, deren Tod in Verbindung mit Covid-19 gebracht wird liegt damit in Deutschland bei 10.032. Insgesamt ist damit laut RKI die Zahl der in Deutschland registrierten Infektionen seit dem Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr auf 429.181 gestiegen (Stand 25.10., 0:00 Uhr). Die Johns-Hopkins-University, die häufiger aktualisierte Daten veröffentlicht und verschiedene Quellen dafür nutzt, meldet für Deutschland 434.798 bestätigte Fälle. Diesen Daten zufolge sind 10.035 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion gestorben (Stand: 25.10., 10:00 Uhr). Das RKI weist darauf hin, dass die übermittelten und ausgewiesenen Fallzahlen den Verlauf der Neuerkrankungen nicht vollständig widerspiegelten, da es unterschiedlich lange dauere, bis es nach dem Erkrankungsbeginn "zu einer Covid-19-Diagnose, zur Meldung und zur Übermittlung des Falls an das RKI" komme. Hier erklären wir, wie wir mit den Zahlen umgehen.

Testzahlen stagnieren - Positivquote steigt

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. In der Kalenderwoche 42 fielen demnach 3,62 Prozent der Tests positiv aus. In der Woche zuvor waren es 2,49. Insgesamt wurden dem RKI in der Kalenderwoche 42 gut 1.196.000 durchgeführte Tests übermittelt (Vorwoche: rund 1.186.000). Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Die Lage in den Bundesländern

Mit 703 Infektionen pro 100.000 Einwohnern wurde in Berlin die höchste Zahl an Infektionen im Verhältnis zur Einwohnerzahl festgestellt. Danach folgen Bayern (686) und Bremen (637), sowie Baden-Württemberg (617), Hamburg (614), Nordrhein-Westfalen (600) und das Saarland (536). Die wenigsten Fälle gibt es demnach in Mecklenburg-Vorpommern (132). In absoluten Zahlen hat Nordrhein-Westfalen laut RKI mit 107.759 bestätigten Infektionen (2.017 Tote) die meisten Fälle. In Bayern wurden bisher 89.986 Infektionen bestätigt (2.742 Tote). An dritter Stelle rangiert Baden-Württemberg mit 68.482 erfassten laborbestätigten Infektionen (1.970 Tote), dann folgt mit relativ großem Abstand Hessen mit 32.227 Infektionen (609 Tote). Die geringsten Zahlen weist laut RKI Mecklenburg-Vorpommern auf (2.133 Infektionen/21 Tote) (Stand: 25.10., 0:00 Uhr).

In fünf Bundesländern hohe 7-Tages-Inzidenz

In seinem Lagebericht (23.10.) weist das Robert-Koch-Institut darauf hin, dass es bundesweit in verschiedenen Landkreisen Ausbrüche gibt, die unter anderem mit größeren Feiern im Familien- und Freundeskreis, in Betrieben und im Umfeld von religiösen Veranstaltungen in Zusammenhang stehen. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI in den Bundesländern Berlin, Bremen und dem Saarland sehr deutlich, in Hessen und in Nordrhein-Westfalen deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert. Die Anzahl der Landkreise mit einer erhöhten 7-Tage-Inzidenz von insgesamt mehr als 25 Fällen pro 100.000 Einwohnern steigt weiter an, auf mittlerweile 316 Stadt- und Landkreise. Davon liegen 34 Kreise bei einer Inzidenz von mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohner, 132 über der als kritisch eingestufte Marke von 50 Fällen je 100.000 Einwohner - darunter die Großstädte Frankfurt am Main, Bremen, Stuttgart und München. Bundesweit lag die Inzidenz der letzten 7 Tage bei 56,2 Fällen pro 100.000 Einwohner (Stand: 23.10.).

Derzeit keine Engpässe bei Intensivbetten

Im sogenannten DIVI-Intensivregister melden Kliniken die Belegung ihrer Intensivstationen - auch mit Covid-19-Fällen. Derzeit werden im Register mehr als 30.000 Intensivbetten gemeldet, von denen etwa 9.326 frei sind (31 Prozent). Auf Intensivstationen liegen aktuell 855 Menschen, die nachweislich an Covid-19 erkrankt sind. Von ihnen müssen 393 beatmet werden. (Stand 23.10.) Dem Lagebericht des RKI zufolge sind bisher etwa 23 Prozent der auf Intensivstationen behandelten Covid-19-Patienten verstorben. (Stand 23.10.)

Geringer Anteil an Hospitalisierungen

Das Robert Koch-Institut macht in seinem Lagebericht auch Angaben zur Hospitalisierung, also zu Infizierten, die ins Krankenhaus müssen. In Kalenderwoche 42 waren das 1005 Personen und damit etwa sechs Prozent. Der Alterdurchschnitt der Infizierten lag bei 38 Jahren. Zum Vergleich: In der Woche mit dem höchsten Hospitalisierungsanteil (22 Prozent in KW 16) lag der Altersdurchschnitt bei 51 Jahren. Der Anteil der Verstorbenen unter den seit der 30. Kalenderwoche gemeldeten COVID-19-Fällen liegt nach RKI-Angaben kontinuierlich unter 1% und habe damit im Vergleich zum Infektionsgeschehen im Frühjahr deutlich abgenommen. Beides spiegelt die Tatsache wider, dass der Altersdurchschnitt auch bei den Infektionen seit der ersten Hochphase im April deutlich gesunken ist. Das RKI warnt allerdings: "Bei stärkerer Verbreitung in höheren Altersgruppen muss weiterhin mit vermehrten schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen gerechnet werden".

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 25.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Corona-PandemieWas bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert?

Das Infektionsgeschehen nimmt auch in Deutschland stark zu, viele Städte und Landkreise melden einen Inzidenzwert von mehr als 50 und teils weit über 100. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen hat zuletzt auch den Wert von 10.000 überschritten. Welche Aussagekraft haben diese Zahlen? Die Zahl der registrierten täglichen Neuansteckungen ist zwar eine der wichtigsten Kennzahlen für den Verlauf der Corona-Pandemie - auch hier in den Deutschlandfunk-Nachrichten greifen wir deshalb darauf zurück - aber sie spiegelt nur einen Teil der Entwicklung wieder. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Wieler, betonte, man konzentriere sich auf eine Vielzahl von Indikatoren, etwa auch auf die Zahl schwerer Krankheitsverläufe oder die Belegung der Intensivstationen.

Die 7-Tage-Inzidenz als wichtige Orientierungszahl

In dem täglichen Lagebericht des RKI spielt die so genannte Inzidenz eine wichtige Rolle, die das Infektionsgeschehen in den einzelnen Städten und Regionen in Deutschland wiedergeben soll. Diese Zahl macht deutlich, wie weit Corona-Infektionen innerhalb der Bevölkerung in einer Region verbreitet sind. Maßgeblich ist, wie viele von 100.000 Menschen sich insgesamt in den letzten 7 Tagen neu infiziert haben - die so genannte 7-Tage-Inzidenz. In Deutschland haben sich Bund und Länder darauf verständigt, ab einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen die betroffene Stadt, Kommune oder Verwaltungseinheit als Risikogebiet einzustufen. Es gelten dann für die Menschen strengere Corona-Auflagen wie eine erweiterte Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen oder Sperrstunden. In Deutschland überschreiten immer mehr Regionen diese wichtige Grenze. Inzwischen gelten nahezu alle großen Städte wie Köln, Hamburg, Berlin oder München sowie über 100 Landkreise als Risikogebiete. Auf der Website tagesschau.de gibt es eine interaktive Karte, die für jeden Landkreis den Inzidenzwert ausweist.

Kritik am Inzidenzwert

An der Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt es seit der Einführung Kritik. Der Epidemiologe Gerard Krause sagte etwa im Deutschland, er habe nie verstanden wo der Grenzwert herkomme. Er plädiert dafür, nicht ausschließlich auf die Zahl der Neuinfektionen zu blicken, sondern einen anderen Aspekt ins Visier zu nehmen: "Für mich ist die Anzahl der Erkrankungen ein sehr wichtiger Parameter, weil er darüber bestimmt, erstens, wer wird überhaupt krank, zweitens, ist davon auszugehen, dass die Leute, die erkrankt sind, tatsächlich maßgeblicher zu der Übertragung beitragen." Krause Außerdem wird immer wieder kritisiert, dass der Wert rein aus verwaltungstechnischen Gründen eingeführt wurde und nicht aus virologischen oder epidemiologischen. So ist bei 50 Neuinfektionen von Seiten der Gesundheitsämter meist noch gewährleistet, die Kontakte der Infizierten nachzuverfolgen. Alles, was darüber liegt, übersteigt die Kapazitäten der meisten Ämter. Infektionsketten können dann nur noch schwer unterbrochen werden.

Auch Prozentsatz der positiven Corona-Tests in den Blick nehmen

Von Bedeutung ist für die Beurteilung der Lage auch die Angabe, welcher Prozentsatz der Corona-Tests positiv ausgefallen ist. Und auch dort lässt sich erkennen, dass das Virus sich wieder schneller verbreitet. Nach einer anfänglich hohen Zahl (Anfang April waren zeitweise neun Prozent der Tests positiv), sank dieser Wert im Sommer bis auf 0,59 Prozent, liegt inzwischen aber deutlich höher - bei mehr als drei Prozent. Jeden Mittwoch bildet das RKI auch diese Zahlen im Lagebericht ab.

Wann wäre das Gesundheitssystem überlastet?

Wichtig ist auch, ob das Gesundheitssystem mit einer steigenden Zahl von behandlungsbedürftigen Corona-Patienten umgehen kann oder davon überfordert würde. Zur Einschätzung der Lage dient das Intensivregister, in dem aufgeführt wird, wieviele Klinikbetten zur intensivmedizinischen Behandlung zur Verfügung stehen. Aktuell ist die Lage dort noch vergleichsweise entspannt, aber auch die Zahlen der schweren Erkrankungen und der Todesfälle steigen. Knapp 8.500 Intensivbetten stehen zur Verfügung, rund 29 Prozent der Betten sind derzeit nicht belegt; zudem können innerhalb von sieben Tagen mehr als 12.000 Intensivbetten aufgestellt werden. (Stand: 22.10.2020)

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Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Covid-19Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie?

Tests auf das Corona-Virus SARS-CoV-2 gelten als Schlüssel zur Eindämmung der Pandemie. Seit dem Ausbruch in Deutschland sind die Testkapazitäten in Laboren erheblich ausgeweitet worden. Ende September kamen neue Antigentests auf dem Markt. Damit sollen Infektionen schneller und unkomplizierter erkannt werden. Was bringen sie? Anders als die üblicherweise durchgeführten Polymerase-Kettenreaktionstests (PCR-Tests) suchen Antigentests in Abstrich-Proben nicht nach dem Erbgut des Virus, sondern nach Molekülen, die charakteristisch für die Viren sind. Ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest wird auf einem Teststreifen angezeigt, ob das gesuchte Molekül gefunden wurde und die Person demnach infiziert ist oder nicht. In den vergangenen Wochen und Monaten wurden zahlreiche Antigentests entwickelt und erprobt - so etwa in der Berliner Charité. Die Ergebnisse sähen gut aus, sagte der Virologe Drosten kürzlich in seinem NDR-Podcast. Etwa am Eingangstor von Seniorenwohnheimen könnten sie "unglaublich viel Gutes" bewirken: Sie brächten die Möglichkeit mit sich, harte Besuchsverbote zu vermeiden. An einigen deutschen Kliniken kommen die Schnelltests bereits zum Einsatz. Zwar erkennen Antigentests eine Infektion insbesondere in den Anfangstagen und im späteren Verlauf deutlich weniger zuverlässig als die PCR-Methode, welche selbst kleinste Mengen des Erbguts korrekt anzeigen kann. Doch die Ergebnisse der aufwändigeren und teureren PCR-Tests sind im Normalfall erst frühestens nach einem Tag verfügbar. In der Praxis dauert es oft noch deutlich länger, bis Betroffene ihr Ergebnis erfahren.

Testkapazitäten an Laboren deutlich gestiegen

Jeden Mittwoch veröffentlicht das RKI im Lagebericht Daten zu Testkapazitäten und Testungen in Deutschland. Diese liegen inzwischen regelmäßig bei mehr als einer Million pro Woche. Bis in die 27. Kalenderwoche (Anfang Juli) wurden weniger als 500.000 Tests pro Woche durchgeführt. Das RKI weist darauf hin, dass die Zahl der Tests nicht mit der Zahl der getesteten Personen gleichzusetzen ist - denn eine Person könne durchaus mehrfach getestet worden sein.

Bald Quarantäne statt Test-Pflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Die Zahl der Tests war zuletzt auch deshalb angestiegen, weil sich aus dem Ausland zurückkehrende Urlauber bis zum 15. September kostenlos auf das Coronavirus testen lassen konnten. Seitdem müssen viele Reiserückkehrer den Corona-Test wieder selbst zahlen. Sie werden etwa in Einrichtungen an Flughäfen, in Gesundheitsämtern sowie Arztpraxen durchgeführt. Weiterhin kostenlos sind Corona-Tests für Reisende aus Risikogebieten. Dafür müssen sie einen Nachweis für ihren Auslandsaufenthalt erbringen, etwa durch ein Flugticket oder eine Hotelrechnung. Auch die Kosten für eine Wiederholungs-Untersuchung wenige Tage später werden übernommen. Auch diese Regelung soll zum 15. Oktober abgeschafft werden. Stattdessen sollen sich die Urlauber unverzüglich nach ihrer Einreise für 14 Tage in Quarantäne begeben. Nach mindestens fünf Tagen sollen sie dann einen Corona-Test machen können, um bei einem negativen Ergebnis die Quarantäne-Pflicht aufzuheben. Die Risikogebiete können auf den Internet-Seiten des Robert Koch-Instituts eingesehen werden.

Wer kann und soll sich außerdem testen lassen?

Während zu Beginn der Pandemie lediglich Personen mit starken Symptomen und/oder Kontakt zu Infizierten getestet wurden, empfiehlt das RKI inzwischen auch Tests bei nur leichten Atemwegsbeschwerden wie zum Beispiel Husten. Nicht zuletzt sei es nach der Lockerung der Ausgangsbeschränkungen "besonders wichtig", Corona-Infektionen schon bei schwachen Symptomen zu erkennen, betonte RKI-Vizepräsident Schaade in Berlin. Es werde dringend empfohlen, "dass jeder mit einem Atemwegsinfekt, ob Husten oder Fieber, auch getestet werden sollte".

Wo sind aktuell Tests möglich?

Für alle Verdachtsfälle gilt, dass man nicht unangemeldet in die nächste Arztpraxis gehen soll. Die Empfehlung lautet: Melden Sie sich telefonisch beim Hausarzt, der Hausärztin oder - wenn diese nicht zu erreichen sind - bei der bundesweiten Rufnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117 (Informationen des Bereitschaftsdienstes hier auch online). Auch das örtliche Gesundheitsamt sollte bei Bedarf zunächst telefonisch kontaktiert werden, das zuständige Gesundheitsamt findet man beim Robert Koch-Institut durch Eingabe der eigenen Postleitzahl. Ärztinnen und Ärzte führen den Test entweder selbst durch, oder sie überweisen an örtliche Test- und Abstrichzentren. Auch dort gilt in der Regel, dass man nicht unangemeldet vorbeikommen sollte. In Kreisen, die von einem lokalen Corona-Ausbruch betroffen waren und Testzentren eingerichtet wurden, war mitunter keine Voranmeldung erforderlich. Vielerorts sind auch sogenannte Drive-In-Tests möglich. Dabei wird der Abstrich durch das geöffnete Autofenster hindurch genommen. Wer sich testen lässt, muss im Auto sitzen bleiben, um so das Ansteckungsrisiko für andere so gering wie möglich zu halten.

Wie läuft ein Test auf das Coronavirus ab?

Für den Test wird in Deutschland üblicherweise ein Rachenabstrich verwendet. Das bedeutet, dass eine Pflegekraft mit einem speziellen Wattestäbchen etwas Sekret aus dem Hals entnimmt. Die reine Testzeit zur Auswertung der Probe beträgt nach Angaben des Robert Koch Instituts etwa vier bis fünf Stunden. In der Praxis vergehen derzeit in der Regel 24 bis 48 Stunden, bis der Patient oder die Patientin das Ergebnis erfährt, über das Wochenende kann sich das weiter verzögern. Solange das Ergebnis noch nicht vorliegt, sollte man davon ausgehen, dass man andere Menschen anstecken kann, und deshalb zuhause bleiben und Kontakte vermeiden. Das RKI weist darauf hin: Wenn man gesund ist, sich aber noch in der Inkubationszeit befindet (diese kann bis zu 14 Tage betragen), sagt ein negativer Test auf das Coronavirus nichts darüber aus, ob man doch noch krank werden kann. (Stand 28.09.2020)

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Covid-19Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests?

Wie genau sind die Messverfahren zum Nachweis des Coronavirus und wer muss in Quarantäne oder darf früher aus der Isolation? Über diese Fragestellung wird kontrovers diskutiert. Nicht zuletzt geht es auch darum, ob die Corona-Auflagen verhältnismäßig sind und das Infektionsgeschehen angemessen dargestellt wird. Hier ein kleines Dossier mit den wichtigsten Begriffen. Im Wesentlichen spielen in der Corona-Pandemie drei Testverfahren eine Rolle, wobei der sogenannte PCR-Test bisher der wichtigste ist. In dem Verfahren werden Erbinformationen des SARS-CoV-2 nachgewiesen. Dieser Test gilt als sehr sensitiv, also empfindlich. Er wird von spezialisierten Laboren durchgeführt. Anders verhält es sich mit dem Antigentest: Er weist nicht das Erbgut des Virus nach, sondern Eiweiße. Diese Methode gilt als nicht ganz so empfindlich. Beim Antikörpertest wird lediglich eine Reaktion des Körpers nachgewiesen. Also die Frage beantwortet: War eine Person bereits infiziert? Virologen und auch Gesundheitspolitiker forderten in den vergangenen Wochen, neben den teuren und aufwändigen PCR-Tests auch Schnelltests zuzulassen, vielleicht sogar aus der Apotheke. Die Gründe dafür liegen bei steigendem Testaufkommen auf der Hand. Dennoch wird das PCR-Verfahren nach wie vor als "Goldstandard" bezeichnet.

Wie aussagekräftig ist der PCR-Test?

Das Verfahren beantwortet die Frage, ob jemand infiziert ist, aber nicht, ob er noch ansteckend ist. In den Labors werden Spuren des Erbguts gezüchtet. In jeder Runde wird der Anteil verdoppelt. Vorteil: Kleinste Spuren werden aufgespürt. Nachteil: Der Betroffene ist vielleicht positiv getestet, aber nicht mehr ansteckend.

Sind die PCR-Tests zu empfindlich?

Das hängt davon ab, wie lange der Test läuft. Es gibt eine Kennziffer, die das Verfahren beschreibt: der sogenannte CT-Wert. Er besagt, wie viele Runden ein Test durchlaufen muss, um ein positives Ergebnis zu zeigen. Läuft der Test sehr lange, werden auch noch winzige Virusmengen nachgewiesen. Womöglich können sich die Viren aber nicht mehr vermehren. Problem: Nicht jeder Abstrich ist gleich gut. Ist viel Virusmaterial in der Probe, schlägt der Test früher an.

Erfahren die Gesundheitsämter den CT-Wert?

Laut einer Recherche von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung erfahren nur wenige Gesundheitsämter davon (Stand Oktober 2020). Allerdings gebe es regionale Unterschiede. Viele Behörden vor Ort wissen also nicht, ob lange oder kurz getestet wurde, und ob damit womöglich die Quarantäne verkürzt werden könnte. Problem: Es gibt keine Standards, ab welchem CT-Wert die Isolation gelockert werden darf.

Mehr Tests = mehr Infektionen?

Die absolute Zahl der Tests sagt wenig über die Entwicklung des Infektionsgeschehen aus. Zwar gibt es jetzt mehr Tests und mehr Kapazitäten. Entscheidend ist aber die sogenannte Positivrate, die das Robert Koch-Institut einmal pro Woche veröffentlicht. Der Wert beschreibt das Verhältnis der positiven Ergebnisse zur Gesamtheit der Tests. Zu Beginn der Pandemie (13. Kalenderwoche 2020) lag der Wert bei 8,7 - seit dem Herbst ( 41. KW 2020) bei 2,48. Detailliertere Informationen rund um die Frage der Tests finden Sie hier.

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Covid-19So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus

Als wirksamstes Mittel gegen Sars-CoV-2 und die von dem Virus ausgelöste Erkrankung Covid-19 gilt ein Impfstoff. Weltweit wird daran geforscht, auch von deutschen Firmen. Welche Perspektiven gibt es? Ein Überblick zum Stand der Forschung. Weltweit laufen mehrere Tests zu potenziellen Impfstoffen gegen das Coronavirus. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation WHO befinden sich weltweit mehr als 40 Projekte in der klinischen Entwicklung.

Wer soll zuerst geimpft werden?

Die internationale Initiative "Covax" will einen fairen weltweiten Zugang zu Covid-19-Impfstoffen ermöglichen. Sie wird federführend von der WHO und den Impfallianzen "Gavi" und "Cepi" getragen. Sobald ein Impfstoff sich als effektiv und sicher herausgestellt hat, sollen bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen hergestellt werden. Ziel ist, dass weltweit Pflegekräfte und durch Alter oder Vorerkrankung besonders gefährdete Menschen geschützt werden. Es gibt auch Länder, die sich nicht an der Initiative beteiligen. So erklärte die US-Regierung Anfang September, die USA ließen sich nicht durch multilaterale Projekte einschränken, die unter dem Einfluss der Weltgesundheitsorganisation und Chinas stünden. Wie eine optimale Impfstoffverteilung aussehen könnte, modellierten vier US-amerikanische Wissenschaftlerinnen. Demnach werde entscheidend sein, wie viele Menschen überhaupt geimpft werden könnten und wie wirksam die Impfstoffe seien, die es möglicherweise bald geben werde. Bei einer geringeren Wirksamkeit des Impfstoffes sei es optimal, zunächst ältere Altersgruppen zu impfen, um die Anzahl der Todesfälle zu minimieren. Im Gegensatz dazu sollten bei einer höheren Wirksamkeit des Impfstoffs zuerst jüngere Altersgruppen geimpft werden, da diese eher zur Verbreitung des Virus beitragen. Auf diese Weise könne man die Pandemie generell eindämmen, indem man die neuen Infektionszahlen möglichst gering hält. Forschende aus Deutschland sehen die Studienergebnisse kritisch. Die Vorstellung, dass zum Zeitpunkt der Einführung eines neuen Impfstoffs alle Isolations-Maßnahmen gelockert seien – bei nur 20 Prozent Herdenimmunität – simplifiziere zwar das Modell, sei aber nicht ganz realistisch. Zudem sei die Studie eine Berechnung für die USA und nicht auf andere Länder übertragbar, weil die Infektionslage überall anders sei. Interessant sei jedoch die Berechnung, ab wann ein Impfstoff wirklich helfen würde. Die Wirksamkeit müsste eben nicht unbedingt bei 100 Prozent liegen. Ein Impfstoff könnte schon viel bringen, wenn die Wirksamkeit bei mehr als 50 Prozent liege, sodass das Gesundheitssystem nicht mehr überlastet wäre. Wenn die Wirksamkeit bei 70 Prozent liege, könnte die Pandemie nach den Rechnungen der US-Wissenschaftlerinnen völlig eingedämmt werden.

WHO: Impfstoff nicht vor Mitte 2021

Die Weltgesundheitsorganisation rechnet zur Jahresmitte 2021 mit einem Start der Impfungen gegen das Coronavirus. Eine WHO-Expertin sagte, Anfang nächsten Jahres sollten die Daten aus der abschließenden Phase-3-Studien vorliegen. Danach könnten die Entscheidungen zum Impfstart fallen. Die bisherigen Studienergebnisse seien durchaus ermutigend, was ihre Wirksamkeit speziell bei älteren Menschen angehe. Derweil bereitet das UNO-Kinderhilfswerk die Voraussetzungen für eine schnelle und sichere Auslieferung eines möglichen Corona-Impfstoffs vor. Gemeinsam mit der in Genf ansässigen Impfallianz Gavi (Global Alliance for Vaccines and Immunization) und der WHO würden dafür aktuell 520 Millionen Spritzen sowie andere notwendige Hilfsgüter beschafft und Kühlketten überprüft, erklärte Unicef.

Wie wird ein Impfstoff bis zur Zulassung getestet?

Über 150 mögliche Impfstoffe sind in der Entwicklung, mindestens 34 werden bereits an Menschen getestet. Ein Impfstoff durchläuft bis zur Zulassung mehrere Phasen. In Phase I geht es noch nicht um die Wirksamkeit eines Präparats, sondern um dessen Sicherheit. Tests erfolgen an einer kleinen Gruppe unter 100 Personen. In Phase II wird der Stoff an bis zu 1.000 Menschen getestet und sichergestellt, dass der Körper einen Schutz gegen das Virus entwickelt. In Phase III wird der Stoff mehreren Tausend Freiwilligen verabreicht. Es geht unter anderem um die Bestätigung der Dosierung sowie um Wechsel- und Nebenwirkungen. Mehrere Studien haben bereits die dritte und letzte Phase vor der Zulassung erreicht.

Russland will mit Massenimpfung starten

In der russischen Hauptstadt Moskau sollen dagegen in den nächsten Monaten bereits Massenimpfungen gegen das Coronavirus beginnen. Die ersten größeren Lieferungen des russischen Impfstoffes "Sputnik V" würden im November eintreffen, teilte Moskaus Bürgermeister Sjobanin mit. Dieser Impfstoff war schon im August freigegeben worden. Über seine Wirksamkeit gibt es widersprüchliche Angaben. Da die Medizin vor Abschluss der dritten Prüfungsphase freigeben wurde, warfen viele Länder der russischen Regierung vor, die Gesundheit der Menschen aufs Spiel zu setzen und die allgemeine Akzeptanz des Impfens zu schmälern.

Impfstoffentwicklung in Deutschland

Die Bundesregierung unterstützt die Impfstoffentwicklung in Deutschland mit 750 Millionen Euro. Sowohl Spahn als auch Forschungsministerin Karliczek betonten, dass es bei der Entwicklung keine "riskanten Abkürzungen" geben werde. Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken, sagte Karliczek. In Deutschland hat das Tübinger Unternehmen Curevac für eine Studie in der klinischen Phase grünes Licht bekommen. Das heißt: Der entwickelte Wirkstoff wird an Menschen erprobt. Ergebnisse erwartet das Unternehmen Ende des Jahres. Bis Mitte nächsten Jahres soll der Impfstoff marktreif sein, wenn die Studien erfolgreich sind. Auch ein Wirkstoff aus Neuss in Nordrhein-Westfalen ist zu Tests am Menschen zugelassen: Das Pharmaunternehmen Janssen darf einen möglichen Impfstoff in Deutschland in einem Phase-II-Test am Menschen prüfen. Bei dem Impfstoffkandidaten handele es sich um einen Vektor-Impfstoff, bei dem ein abgeschwächtes Virus genutzt werde, damit der Körper eine Immunantwort auf das Virus Sars-CoV-2 produziere, erklärte das Paul-Ehrlich-Institut. Mögliche Vakzine der Unternehmen AstraZeneca, Sanofi, Moderna und Biontech durchlaufen nach deren Angaben bereits die wichtige Testphase III, in der überprüft wird, ob das Mittel nicht nur verträglich, sondern auch tatsächlich wirksam ist.

30.000 Menschen nehmen an US-Studie teil

In den Vereinigten Staaten ist eine der größten Impfstoff-Studien in die dritte Phase eingetreten. Das US-Unternehmen Moderna testet sein Präparat in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Infektionskrankheiten an 30.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Sie wissen jeweils nicht, ob sie den Impfstoff oder ein Placebo erhalten. Getestet wird in 30 Bundesstaaten, darunter Texas, Kalifornien und Florida. Erste Ergebnisse sollen im November vorliegen.

Britische Forscher wollen Gesunde infizieren

Ein britisches Forscherteam will für eine Impfstoffstudie gesunde Menschen mit dem Coronavirus infizieren. Die Vorbereitungen für den Versuch seien angelaufen, teilte das Londoner Imperial College mit. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon nach eigenen Angaben eine Beschleunigung der Suche nach einem Impfstoff gegen den Erreger. Die Teilnehmer seien zwischen 18 und 30 Jahre alt, hieß es weiter. Die Studie, an der auch die britische Regierung, ein Unternehmen und ein Krankenhaus beteiligt sind, soll Anfang kommenden Jahres beginnen. Das Vorhaben ist aber höchst umstritten. Mehrere führende Unternehmen bei der Impfstoffforschung kritisieren die Studie und wollen an dem Projekt nicht teilnehmen. Nach AstraZeneca, Sanofi und Moderna hat auch das deutsche Biotechunternehmen BioNTech, das mit dem US-Pharmariesen Pfizer zusammenarbeitet, erklärt, ihre sich in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe nicht für diese Art der Forschung zur Verfügung zu stellen. Die gesundheitlichen Risiken für die Probanden seien zu hoch und nicht zu verantworten.

Deutschland und EU-Länder sichern sich Impfdosen

Eine Allianz aus Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden hat einen Vorvertrag mit AstraZeneca geschlossen. Er sichert diesen Staaten 400 Millionen Impfdosen, wenn ein Produkt zur Marktreife gelangt. Bundesgesundheitsminister Spahn betonte, es sollten alle EU-Mitgliedsstaaten profitieren. Die Impfdosen würden relativ zur Bevölkerungsgröße aufgeteilt. Ähnliche Vereinbarungen hat AstraZeneca etwa mit den USA und Großbritannien geschlossen. Verhandelt werde auch mit Japan, Russland, Brasilien und China.

Impfstoff-Entwicklung ist langwierig - und riskant

Normalerweise dauert es viele Jahre, bis ein Impfstoff gegen einen Krankheitserreger gefunden ist - und der Prozess kann in jeder Phase scheitern. Im Fall von Sars-CoV-2 hatten die Forschenden Glück: Die Sequenz des Viren-Erbguts - in diesem Fall einzelsträngige RNA - war schnell bekannt - und damit auch eine nahe Verwandtschaft mit den Coronaviren, die SARS und MERS verursachen. Warum es so lange dauert, einen Impfstoff zu entwickeln, haben die Kollegen von "Forschung aktuell" hier erklärt.

Massenproduktion ist die nächste Hürde

Sollte die Entwicklung eines Impfstoffs gelingen, wartet die nächste Herausforderung: die massenhafte Produktion. Die Hamburger Virologin Marylyn Addo sagte dazu im Deutschlandfunk, momentan stünden in der Welt nicht genug Herstellungskapazitäten zur Verfügung. Daher werde es in den kommenden Monaten zu einem Ressourcenkampf kommen: "Es ist wichtig, dass man sich damit beschäftigt und dass man versucht, eine faire Verteilung der Herstellungskapazitäten, aber auch später eine faire Verteilung des Impfstoffs zu gewährleisten." (Stand 20.10.2020)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

CoronavirusWie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19?

Parallel zur Entwicklung von Impfstoffen gegen das Coronavirus suchen Forschende weltweit nach Medikamenten, die bei der Behandlung von Covid-19-Patienten eingesetzt werden können. Viele hofften auf Remdesivir, doch die WHO hält dieses und weitere Medikamente nur für bedingt wirksam im Kampf gegen Sars-CoV-2. Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) hat in mehr als 30 Ländern vier Medikamente an Tausenden Patienten getestet. Neben Remdesivir waren dies ein Mittel gegen Malaria (Chloroquin/Hydroxychloroquin), ein HIV-Medikament (Lopinavir/Ritonavir) und der Wirkstoff Interferon. In einer vorläufigen Auswertung, die noch nicht in einem begutachteten Fachjournal erschienen ist, kommt die WHO zu dem Schluss, diese Medikamente hätten nur einen geringen oder gar keinen Einfluss auf die Sterblichkeit oder die Länge des Krankenhausaufenthalts der Patienten gezeigt. Dies teilte die WHO am Freitag (16.10.2020) in Genf mit.

Remdesivir

Das antivirale Medikament Remdesivir, das ursprünglich für den Einsatz gegen Ebola entwickelt worden war, erhielt im Juli als erstes Mittel überhaupt in Europa eine Zulassung unter Auflagen zur spezifischen Behandlung von bestimmten Covid-19-Patienten. Es galt im Frühjahr als aussichtsreichste Therapiemöglichkeit und als Hoffnungsträger. Mehrere klinische Studien untersuchen die Wirksamkeit von Remdesivir im Einsatz gegen Sars-CoV-2. Es gibt Berichte über Nierenschäden, die möglicherweise mit dem Medikament in Verbindung stehen. Die Einschätzung der WHO zur geringen Wirksamkeit hat der Hersteller von Remdesivir, Gilead zurückgewiesen. Man sei besorgt darüber, dass die Daten der WHO-Studie nicht die übliche strenge Überprüfung erfahren hätten. Remdesivir war zusammen mit weiteren Medikamenten auch dem US-amerikanischen Präsidenten Trump zur Behandlung seiner Covid-19-Erkrankung verabreicht worden.

Malaria-Mittel Chloroquin und Hydroxychloroquin

Die Malaria-Medikamente Chloroquin und Hydroxychloroquin sind unter Experten umstritten. Sie hatten in den USA von der zuständigen Behörde FDA eine Notzulassung erhalten, die jedoch wenige Wochen später wieder zurückgezogen wurde. Einige klinische Studien waren zu dem Schluss gekommen, dass die Mittel nicht wirken oder sogar gefährlich sein können. Die Weltgesundheits-Organisation stoppte klinische Tests mit Hydroxychloroquin. Zuvor hatte die WHO ausdrücklich davor gewarnt, dieses und andere Medikamente zu empfehlen oder gar außerhalb von Studien selbst einzunehmen. Man sei besorgt über Berichte, dass Menschen eine Selbstmedikation mit Chloroquin vornehmen und sich dadurch ernsthafte Schäden zufügen könnten. Mit dieser Warnung reagiert die WHO unter anderem auf die Erklärung von US-Präsident Trump, er nehme das Mittel "zur Vorbeugung" selbst ein.

HIV-Kombinationspräparat Lopinavir/Ritonavir

Bereits im Juli war die WHO zu der Einschätzung gelangt, dass dieses Mittel im Kampf gegen Sars-CoV-2 nur eine geringe oder gar keine Wirkung zeige.

Antikörper-Therapie

Die Behandlung mit sogenanntem Rekonvaleszenten-Plasma erscheint vielen aussichtsreich. Dabei werden die Antikörper, die das Immunsystem Erkrankter gebildet hat, nach ihrer Genesung aus ihrem Blut gewonnen. Werden diese Antikörper dann akut Erkrankten verabreicht, könnte dies, so die Hoffnung, die Schwere der Erkrankung abmildern. Die US-Regierung erteilte Ende August eine Notfallgenehmigung für die Behandlung von Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält. Zu dem Verfahren laufen weltweit Studien, auch in Deutschland. Bislang gibt es aber keinen überzeugenden Nachweis, ob und wie sehr Plasma Covid-Patienten tatsächlich hilft. US-Präsident Trump wurde nach seiner Infektion mit Sars-CoV-2 unter anderem mit einer Antikörper-Therapie behandelt. In Tests an Goldhamstern und Affen hatte die Antikörper-Therapie die Viruslast gesenkt und die Krankheitssymptome vermindert. Enthalten in der Infusion, die Trump bekommen hat, sind zwei verschiedene Antikörper. Wie die Fachzeitschrift Science erklärt, handelt es sich dabei um Klone von Antikörpern, die als natürliche Reaktion auf das Coronavirus gebildet wurden. In einem Fall stammten sie von einem Menschen, in dem anderen Fall von einer Maus. Beide Antikörper sollen - vereinfacht gesagt - verhindern, dass Sars-CoV-2 an menschliche Zellen andocken kann.

Kortison-Präparat Dexamethason

Im Juni waren britische Forschende zu dem Ergebnis gekommen, dass das preiswerte Kortison-Präparat Dexamethason die Sterblichkeit bei COVID-19 verringert. Die Weltgesundheits-Organisation feierte dies als Durchbruch bei der Behandlung der Krankheit. Dexamethosan ist eine künstliche, viel wirksamere Variante des menschlichen Hormons Kortison. Seit Jahren wird es bereits gegen Rheuma und Allergien eingesetzt. Weil der Patentschutz abgelaufen ist, gehört es zu den preiswerten Medikamenten gegen Covid-19. Ein weiterer Vorteil: Die Nebenwirkungen sind bekannt. Dexamethason wird vor allen Dingen bei sehr schweren Verläufen eingesetzt. Mehr zur Wirkungsweise von Dexamethosan lesen Sie hier: "Dexamethason rettet bei schwerem Verlauf Leben". Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte war Mitte September zu dem Schluss gekommen, "dass Dexamethason als Behandlungsoption für Patienten in Betracht gezogen werden kann, die eine Sauerstofftherapie benötigen". US-Präsident Trump wurde auch mit Dexamethason behandelt.

Mammutaufgabe Massenproduktion

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass es am Ende wohl mehrere Medikamente sein werden, die in Kombination gegen Covid-19 helfen. Das zeige die gesamte Geschichte der ansteckenden Krankheiten, heißt es in einem Übersichtsartikel der Fachzeitschrift Nature. Die nächste Herausforderung werde dann darin bestehen, die Produktionskapazitäten so zu erhöhen, dass man möglichst bald Hunderte Millionen Einzeldosen verfügbar habe - und zugleich politische Verteilungskämpfe vermeide. (Stand: 16.10.2020)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Covid-19Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß

Zuletzt wurde mehrfach über einzelne Personen berichtet, die sich zum zweiten Mal mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Was sagt das über Immunität und die Impfstoffsuche aus?

Was ist über Reinfektionen mit dem Coronavirus bekannt?

Seit das neue Coronavirus in der Welt kursiert, wird darüber gerätselt, ob und wann jemand nach einer Coronainfektion erneut an Covid-19 erkranken kann - eine wichtige Frage auch mit Blick auf die Anforderungen an Impfstoffe. Schon im Frühjahr wurden einige Fälle bekannt, bei denen das Coronavirus nach einem negativen Test einige Wochen später erneut nachgewiesen werden konnte. Forschende gehen in diesen Fällen von verschiedenen Szenarien aus: Das Virus könnte im Körper geblieben und die Erkrankung später neu aufgeflammt sein - oder aber die Tests waren irreführend, da totes Virenmaterial nachgewiesen worden sein könnte. Nun gab es Meldungen von einigen Patienten - etwa in Belgien, den Niederlanden, den USA, Ecuador und Hongkong -, die sich Wochen bis Monate nach einer Infektion mit Sars-CoV-2 erneut mit dem Virus angesteckt haben. Dabei handelt es sich recht sicher um Reinfektionen: Denn wie etwa die Virologin und Beraterin der niederländischen Regierung, Marion Koopmans, mitteilte, unterscheidet sich bei der niederländischen Patientin der genetische Code - eine Art Fingerabdruck des Virus - bei der zweiten Infektion deutlich von der ersten. Das spreche gegen ein Wiederaufflammen der ersten Infektion, sagte sie im niederländischen Radio.

Genetischer Fingerabdruck verändert sich

Auch bei der neu erkrankten Patientin aus Belgien wurde ein anderer genetischer Fingerabdruck gefunden. Sie war drei Monate nach der ersten Infektion erneut erkrankt. Kurz zuvor berichtete die University of Hong Kong über einen Mann, der sich nach viereinhalb Monaten erneut infiziert hatte - auch bei ihm wurden andere Virussequenzen gefunden als bei der Erstinfektion. Ebenso war es bei einem Mann im US-Bundesstaat Nevada und einem Ecuadorianer, wie Forschende aus beiden Ländern mitteilten.

Wie verläuft eine Reinfektion?

Dazu gibt es bisher keine Forschungsergebnisse, da erst diese drei Fälle von Reinfektionen sicher dokumentiert sind. Im Fall des Mannes aus Hongkong ist bekannt, dass er nach Angaben der Universität bei der zweiten Infektion keine Symptome gezeigt hat. Im Fall der Patientin in Belgien spricht der Virologe Marc Van Ranst von milden Symptomen. In den Niederlanden geht es um einen älteren Patienten mit einem schwachen Immunsystem, Einzelheiten zu seinem Krankheitsverlauf sind nicht bekannt. Es könne sein, dass der Verlauf bei einer zweiten Infektion zumindest leichter ist - oder dass man nicht mehr ansteckend ist, vermutet etwa Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Dagegen sprechen derzeit die Einzelfälle aus den USA und Ecuador. Der 25-Jährige US-Amerikaner war zunächst Mitte April nach milderen Erkältungssymptomen und Durchfall positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Ende Mai wurde er dann erneut positiv getestet - dieses Mal mit Fieber, Kopfweh und Husten, auch musste er zeitweise beatmet werden. Der Mann aus Ecuador hatte bei seiner ersten Infektion im Mai nur milde Symptome, im August zeigte die Erkrankung einen mittelschweren Verlauf.

Wie lange ist man nach einer Coronainfektion immun?

Diese Frage ist nach wie vor weitgehend ungeklärt. Die Dlf- Sendung "Forschung aktuell" berichtet von neuen Untersuchungen der Harvard Medical School und der Universität Toronto, die Antikörper gegen des Coronavirus in den Mittelpunkt stellen. Für die Studien wurden mehr als 300 Infizierte untersucht. Das Ergebnis: Antikörper waren bei den meisten der Infizierten im Blut und auch im Speichel nachweisbar. Die größte Menge an Antikörpern fanden die Forscher bei den untersuchten Patienten zwei bis vier Wochen nach der Infektion. Danach sinkt die Antikörpermenge ab. Nach drei Monaten waren bei fast allen Infizierten weiterhin Antikörper vorhanden, bei einigen auch noch nach sechs Monaten, wenn auch in geringerer Konzentration. Eine Antwort auf die Frage, ob und wie lange der Immunschutz bestehen bleibt, ist daraus allerdings schwer abzuleiten. Denn neben den Antikörpern spielen noch weitere Faktoren wie die generelle Stärke des Immunsystems, die von Mensch zu Mensche variiert, eine wichtige Rolle beim Schutz vor dem Erreger. Möglich ist nach wie vor auch, dass sich die Dauer der Immunität von Mensch zu Mensch unterscheidet, wie es vom Robert Koch-Institut heißt.

Keine Antikörper bei nachweislich Infizierten

Erschwert wird die Antwort nach dem natürlichen Immunschutz auch durch die Tatsache, dass bei einigen nachweislich Infizierten gar keine Antikörper gefunden werden, wie eine Studie des Universitätsklinikums Jena zeigt. Im ehemaligen Corona-Quarantäneort Neustadt am Rennsteig ließen sich demnach bei rund der Hälfte der Infizierten keine Antikörper gegen den Erreger nachweisen. Auch eine Studie des Lübecker Gesundheitsamts war zu dem Schluss gekommen, dass nur 70 Prozent der Infizierten Antikörper gebildet hatten, 30 Prozent hingegen nicht.

Welche Rolle spielen T-Helferzellen bei der Abwehr?

Aber nicht nur Antikörper bekämpfen eine Infektion. Eine wichtige Rolle spielen auch sogenannte T-Helferzellen, die sich über Jahre hinweg merken können, welche Erreger der Körper erfolgreich bekämpft hat. Tests auf diese Immunzellen sind allerdings deutlich aufwendiger als Antikörpertests, wie Gerard Krause vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung im Deutschlandfunk sagte. Forscher des Karolinska Instituts in Stockholm haben in einer kleinen Studie die Blutproben von 2.000 Menschen in der schwedischen Hauptstadt auch nach Hinweisen auf eine T-Zell Immunität gegen Sars-Cov-2 getestet. Dabei haben sie gesehen, dass manche Personen zwar keine Antikörper hatten, aber dennoch eine T-Zell-Immunität aufwiesen - vor allem Menschen, die nur sehr milde oder kaum nachweisbare Symptome gezeigt hatten. Der tatsächliche Prozentsatz an Personen, die bereits eine Coronainfektion durchgemacht haben und wohl vorerst immun sind, könnte also höher liegen, als Antikörper-Studien nahelegen. Das wurde bei entsprechenden Studien zuletzt auch kommuniziert.

Was bedeutet das für die Impfstoffentwicklung?

Wenn bei Impfstudien von einer Immunreaktion die Rede ist, bezieht sich das laut unserer Forschungsredaktion auf die Antikörperproduktion. Unklar ist, ab welcher Menge eine Immunität erreicht ist und wie lange diese anhält. Zudem ist bisher nur bei dem Impfstoffkandidaten der Universität Oxford klar, dass durch die Impfung auch passende T-Gedächtniszellen gebildet werden - das wäre aber für eine langfristige Immunität durchaus relevant. Informationen zum Stand der Impfstoffforschung hat die DLF-Redaktion Forschung Aktuell hier zusammengestellt.

Was bringt eine Plasmabehandlung mit Antikörpern?

In den USA wurde nun die Behandlung von Covid-19-Erkankten mit Plasma von bereits genesenen Patienten per Notfallgenehmigung erlaubt. In dem Blutplasma finden sich Antikörper, die Erkrankten helfen sollen - ein Verfahren, dass schon seit über einem Jahrhundert praktiziert wird. Bisher gibt es in Bezug auf Covid-19 Hinweise, dass schwer kranke Patienten durch die Gabe von Plasma mit Antikörpern etwas häufiger überleben als ohne. Eindeutig sind die Ergebnisse nicht, denn die Patienten bekamen neben dem Plasma meist auch andere Medikamente. Auch eine offizielle Zulassung der Behandlung steht in den USA deshalb noch aus. Kritiker werfen US-Präsident Trump vor, die Notfallgenehmigung vor allem wegen des Präsidentschaftswahlkampfes auf den Weg gebracht zu haben. Weitere Informationen zur Immunität gegen das neue Coronavirus hat DLF-Wissenschaftskorrespondent Volkart Wildermuth hier zusammengestellt. (Stand: 10.10.2020)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

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Covid-19Was der Anstieg der Corona-Infektionen für die Krankenhäuser bedeutet

Die Corona-Infektionen steigen rapide an. In den Nachbarländern und in Deutschland selbst. Experten erklären, einem Anstieg der Infektionen folge mit einem zeitlichen Abstand von etwa 14 Tagen ein Anstieg schwererer Covid-19-Erkrankungen. Wie sieht es derzeit in den Krankenhäusern aus? Mehrere europäische Länder befürchten bereits eine Gefährdung der Gesundheitsversorgung. Tschechiens Armee beispielsweise baut ein Corona-Feldlazarett auf dem Prager Messegelände. In Belgien wird vor Engpässen bei den Intensivbetten gewarnt. In den Niederlanden mussten die Notaufnahmen einiger Kliniken teilweise schon geschlossen werden. Die französische Regierung kündigte an, den medizinischen Notstand auszurufen. In Großbritannien gibt es mehr als 43.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Derzeit liegt die Zahl der ins Krankenhaus eingewiesenen Patienten bereits höher als zum Zeitpunkt des ersten Lockdowns im März. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft äußerte sich ebenfalls besorgt. Es zeige sich bereits eine Verdopplung der Neuaufnahmen infizierter Patienten im Vergleich zur Vorwoche, sagte deren Präsident, Gerald Gaß, in Berlin. Gaß rechnet damit, dass schon im November die Zahl von rund 2.000 Intensivpatienten mit Covid-19 erreicht werde. Der Präsident der "Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv und Notfallmedizin" (DIVI), Uwe Janssens, äußerte sich indes etwas zurückhaltender. Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk sagte er, der Höchststand an Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen habe im Frühjahr bei rund 2.600 gelegen. Nun rechne er bei einer ähnlichen Zahl an bekannten Gesamtinfektionen mit 620 oder 630 Intensiv-Behandlungen.

NDR-Recherche zeigt Anstieg der Zahl an schwer Erkrankten

Insbesondere in den großen Städten steigen die Zahlen der stationär zu behandelnden Menschen stark an. Das zeigt eine Auswertung des NDR. Der Sender hat in den 15 größten Städte Deutschlands angefragt, wie viele Covid-19-Patienten in den vergangenen Monaten dort jeweils stationär behandelt wurden. Nicht alle haben diese Daten erfasst. Doch aus den vorliegenden Zahlen lasse sich ein klarer Trend erkennen, heißt es. Im Sommer sank demnach die Zahl der Infizierten, die im Krankenhaus lag, auf ein recht niedriges Niveau. Aber seit Mitte September sei in fast allen Großstädten wieder ein Anstieg zu sehen, der sich seit Anfang Oktober teils deutlich beschleunige: In Berlin zum Beispiel lagen Ende August weniger als 40 Covid-19-Patienten in einer Klinik. Ende September waren etwa 80 Infizierte. Seit dem - also in weniger als zwei Wochen - hat sich diese Zahl noch einmal mehr als verdoppelt: Aktuell werden mehr als 200 Covid-Patienten stationär behandelt, etwa 50 von ihnen intensivmedizinisch. Die Tendenz bestätigt auch die DIVI, der Janssens vorsteht. Sie veröffentlicht ein Intensivregister mit einer Übersicht der freien und belegten Intensivbetten. Hier werden in Listen und übersichtlichen Kartendarstellungen bis auf Kreisebene der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten sowie der Anteil der freien Intensivbetten ausgewiesen. Demnach liegt der Anteil im unteren einstelligen Bereich. Den höchsten Wert hat Berlin mit 5,5 Prozent, gefolgt von Bremen mit 5,2 und Nordrhein-Westfalen mit 2,7 Prozent. Den bundesweit niedrigsten Wert hat Schleswig-Holstein mit 0,5 Prozent. In Mecklenburg-Vorpommern sind 0,8 Prozent der Intensiv-Patienten an Covid-19 erkrankt. (Stand 15.10.2020)

Berlin führt wieder Corona-Regeln für Besuche im Krankenhaus ein

In welchem Umfang Covid-19-Erkrankte eine Behandlung im Krankenhaus brauchen, hängt entscheidend vom Durchschnittsalter der Erkrankten ab. Das ist im Vergleich zum Frühjahr deutlich gesunken, wie Uwe Janssens betont. Während im Frühjahr die Erkrankten im Schnitt 52 Jahre waren, liege der Altersdurchschnitt aktuell bei 38,39 Jahren. Ältere hätten mehr Begleiterkrankungen und schwierigere Verläufe. In Berlin sollen ab Samstag Besuchsregeln für die Krankenhäuser in der Stadt gelten. Eine entsprechende Verordnung hat die Senatsgesundheitsverwaltung erlassen. Einmal am Tag sollen Patienten demnach von einer Person Besuch bekommen können - für eine Stunde. Menschen mit Symptomen, die auf Covid-19 hinweisen, dürfen laut der Verordnung allerdings nicht zu Besuch in Kliniken kommen. Für den Besuch bei Schwerstkranken und Sterbenden sind keine Einschränkungen vorgesehen. Auch einzelne Kliniken außerhalb Berlins greifen wieder zu Besuchsregelungen.

Fortschritte in der Behandlung von Covid-19

Uwe Janssens verweist auch auf medizinische und organisatorische Fortschritte in den letzten Monaten bei der Behandlung der Covid-19-Krankheit, die den gesamten Organismus betreffen kann. "Wir haben auch das Remdesivir, was wir auch bei Patienten einsetzen, die noch nicht auf Intensiv sind, die aber schon sauerstoffpflichtig sind, und wir führen Blutverdünnungen durch. Wir haben schon in der Strategie einiges dazugelernt."

Klinken befürchten Pleiten

Die wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser in Deutschland hat sich in den vergangenen Monaten einer Studie zufolge weiter verschärft. Die "Rheinische Post" zitiert aus Untersuchungsergebnissen des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen. Demnach waren schon im Jahr 2018 13 Prozent der Kliniken von der Insolvenz bedroht. Spätestens ab dem Jahr 2022 könnten noch weitere folgen. Denn die Finanzhilfen des Bundes zur Bewältigung wirtschaftlicher Einbußen in Folge der Corona-Pandemie hätten vielen Häusern nur eine vorübergehende Atempause verschafft.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Covid-19Welche Rolle Aerosole bei der Übertragung des Coronavirus spielen

Je länger die Forschung das Coronavirus beobachtet, desto klarer werden auch die Wege, auf denen es sich ausbreitet. Immer mehr rücken dabei die sogenannten Aerosol-Partikel in den Fokus - also mikroskopisch kleine Schwebeteilchen, die durch die Atemluft verbreitet werden.

Was sind Aerosole?

Aerosole sind feste oder flüssige Partikel, die so klein sind, dass sie kaum noch der Schwerkraft unterliegen. Diese kleinsten Teilchen sinken, anders als die beim Husten oder Niesen ausgestoßenen Tröpfchen, nicht schnell zu Boden, sondern schweben deutlich länger in der Luft - teilweise Minuten oder sogar Stunden. Also kann jemand, der nach einem Infizierten einen nicht gelüfteten Raum betritt, sich anstecken. Außerdem können Tröpfchen nicht so stark eingeatmet werden wie Aerosole. Meistens bleiben sie eher in den oberen Atemwegen, während Aerosole tief in die Lunge eindringen können. Bei einigen Krankheiten ist bekannt, dass sie zum Teil auf diesem Weg übertragen werden, zum Beispiel Tuberkulose. Ein direkter Kontakt zu einem Infizierten ist also nicht notwendig, um sich anzustecken.

Welche Erkenntnisse gibt es dabei in Bezug auf das Coronavirus?

Zunächst spielte eine mögliche Infektion durch Aerosole kaum eine Rolle in der Betrachtung. Allerdings haben Mediziner weltweit Corona-Ausbrüche genauer analysiert. Und nach und nach stellten sie fest, dass es für zahlreiche Ausbruchsgeschehen kaum eine andere Erklärung geben konnte als eine Infektion über Aerosole. Davon kann man allerdings erst sprechen, wenn Personen sehr weit voneinander entfernt waren und sich trotzdem infiziert haben. Ersten Hinweisen darauf gingen chinesische Forscher nach, die Infektionsketten in einem Restaurant in Wuhan nachgingen - der Stadt, in der das Virus zum ersten Mal auffällig wurde. Dort waren Gäste am Coronavirus erkrankt, die an verschiedenen, weit voneinander entfernten Tischen gesessen und auch sonst keine gemeinsamen Wege oder Begegnungen hatten. Auch die Weltgesundheitsorganisation sieht inzwischen Aerosole als wichtigen Übertragungsweg des Virus an. Das hat zumindest mittelfristig Auswirkungen auf die Empfehlungen zum Gesundheitsschutz.

Aufenthalt in schlecht belüfteten Räumen erhöht Risiko

Das Robert Koch-Institut bezeichnet die "respiratorische Aufnahme von virushaltigen Flüssigkeitspartikeln" als Hauptübertragungsweg für SARS-CoV-2. Dabei kann es sich um größere Partikel, also um sogenannte Tröpfchen handeln, die zum Beispiel beim Husten oder beim Niesen entstehen; oder um kleinere Partikel, also Aerosole. Sie entstehen schon beim Atmen und beim Sprechen, insbesondere aber beim Schreien und Singen. Laut RKI kann der längere Aufenthalt in kleinen oder schlecht belüfteten Räumen eine Übertragung durch Aerosole auch über eine Distanz von zwei Metern hinaus erhöhen. Diese Feststellung spielt zum Beispiel auch eine Rolle bei Überlegungen, wie beispielsweise Klassenräume besser belüftet werden können - denn das scheint ein Schlüssel zu sein, um die Aerosol-Belastung der Atemluft zu verringern.

Mit dem Luftreiniger gegen Aerosole?

Ein Forschungsteam der Goethe-Universität Frankfurt hat mittels einer Studie herausgefunden, dass handelsübliche Luftfilter die Aerosol-Belastung deutlich senken können. In einem breitangelegten Experiment stellten die Wissenschaftler in einem Klassenzimmer vier Luftreiniger mit sogenannten HEPA-Filtern auf und bestimmten die Konzentration von Aerosolen in der Luft. Das Ergebnis: Die Konzentration der Aerosole verringerte sich nach Aussage der Forschungsgruppe innerhalb einer halben Stunde um 90 Prozent. In dem Raum befanden sich 27 Schülerinnen und Schülern, Fenster und Türen seien während der Messung geschlossen gewesen. Als Referenzwert gaben die Wissenschaftler die Konzentration von Aerosolen in einem benachbarten Klassenzimmer ohne Luftreiniger an.

Übertragung im Umkreis von mehr als acht Metern

Dass Aerosole eine sehr große Reichweite und Verweildauer in der Atemluft haben, hat auch das Ausbruchsgeschehen in Schlachtbetrieben in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vor Wochen gezeigt: Das Helmholtz-Institut für Infektionsforschung veröffentlichte im Juli erste Ergebnisse einer Studie über den Ausbruch in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. Demnach hat ein Mitarbeiter in der Rinderzerlegung das Virus im Mai auf mehrere Personen übertragen, und zwar im Umkreis von mehr als acht Metern. Die Studie habe auch gezeigt, dass die Wohnsituation der Arbeiter keine wesentliche Rolle gespielt habe, so die Forscher.

Wie lange bleiben Aerosole in der Luft?

US-Forscher unternahmen ein Experiment, bei dem Testpersonen in einem geschlossenen Raum 25 Sekunden lang den kurzen Satz "Stay healthy!" laut wiederholen sollen. Wegen der dann gezählten Mikro-Tropfen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass eine corona-infizierte Person beim normalen Sprechen im Schnitt pro Minute rund tausend virusbelastete Tröpfchen ausstößt, die etwa acht Minuten lang in der Raumluft schweben. Eine weitere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass sich die Partikel bis zu drei Stunden lang in der Luft nachweisen lassen. Allerdings experimentierten die Forscherinnen und Forscher mit künstlich hergestellten Aerosolen, die sich "grundlegend von hustenden/niesenden Patienten mit Covid-19 im normalen gesellschaftlichen Umgang unterscheidet", wie das Robert Koch-Institut hervorhebt. Ob und wie schnell Aerosole absinken, hänge auch von Faktoren wie Raumtemperatur oder Luftfeuchtigkeit ab.

Dominanter Infektionsweg über Aerosole?

Das Hermann-Rietschel-Institut der TU Berlin hat sich unter Forschungsleitung von Martin Kriegel intensiv mit der Auswirkung von Aerosolen auf das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie befasst. Fazit: Die Bedeutung der Schwebeteilchen bei der Ausbreitung des Virus ist durchaus hoch. Es gibt aber auch Stimmen, die Aerosolen eine weniger wichtige Rolle bei der Übertragung des Coronavirus beimessen: Ein Team der Harvard Medical School veröffentlichte eine Analyse, in der argumentiert wird, dass die Virus-Übertragung über Aerosole nicht der dominante Infektionsweg für das Coronavirus sein könne. So stecke ein Erkrankter weniger Menschen an als bei anderen von Aerosolen übertragenen Krankheiten, schreiben sie.

Richtiges Lüften - ist das die Lösung?

Man könne das Risiko halbieren, wenn man doppelt so viel Luft hereinbringe, sagte Kriegel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Spahn. Auch eine geringere Aufenthaltsdauer vermindere das Infektionsrisiko: "Wenn wir die halbieren, halbieren wir das Risiko auch." "Allerdings ist die Fensterlüftung nicht verlässlich", sagte Kriegel im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Denn man wisse im Einzelfall nicht, wie viel Luft durch das Fenster gelange. Die Effektivität der Fensterlüftung hänge davon ab, wie stark der Wind draußen wehe und wie groß die Temperaturdifferenz zwischen drinnen und draußen sei. "Viele Leute denken, wenn es drinnen kalt ist, ist die Luft frisch im Innenraum. Das stimmt nicht. Man müsste also immer in regelmäßigen Abständen die Fenster komplett öffnen. Denn durch ein gekipptes Fenster gelangt nicht wirklich viel Luft herein." Das sei vor allem nun, in der kälteren Jahreszeit, eine große Herausforderung. "Wenn man das Fenster nur fünf Minuten öffnen würde, reicht es nicht aus, um die Verunreinigungen in den Innenräumen herauszutransportieren", haben der Forscher und sein Team festgestellt.

Gefahrenquelle Schulunterricht?

Vor dem Hintergrund seiner Berechnungen und der Tatsache, dass die Schulen ebenfalls mit sinkenden Außentemperaturen zu tun haben werden, empfiehlt Kriegel: "30 Minuten Unterricht, 15 Minuten Pause. Die Pause müsste viel länger sein und es sollte kräftiger gelüftet werden. Und die Unterrichtszeiten müssten eigentlich kürzer sein." Ein einziger Infizierter in einem Raum könne alle anderen anstecken, zumal die Verweildauer in den Klassenräumen verhältnismäßig lang und die Belüftungssituation in vielen Fällen unzureichend sei. Zudem plädiert der Forschungsleiter dringend für das durchgehende Tragen einer Maske im Unterricht: "Zwar gehen Aerosole zu 90 Prozent an den Maskenrändern vorbei, allerdings verhindern die Masken, dass mein Gegenüber meinen Atemluftstrom direkt abbekommt. Stattdessen wird der Luftstrom umgelenkt. Die Aerosole gelangen in die Raumluft, aber nicht mehr in hochkonzentrierter Form auf mein Gegenüber."

Wie gefährlich sind Flugreisen?

Im Hinblick auf Flugreisen besteht zumindest aus Sicht von Flugzeugbauern und Airlines für Passagiere kein Risiko. So betont Airbus, dass ein komplexes und geschlossenes Belüftungssystem für eine sehr saubere Luft und ein geringes Infektionsrisiko an Bord sorge. Die Luft in der Kabine werde alle zwei bis drei Minuten erneuert und entspreche der Qualität in einem Krankenhaus. Hinzu komme, dass die Luft permanent von der Decke herabströme und am Boden wieder abgesaugt werde. Wie hoch die Ansteckungsgefahr in Flugzeugen wirklich sein könnte, ist allerdings umstritten – wegen der Nähe der Passagiere zueinander, weil die Aerosole nicht sofort abgezogen werden und weil die Klimaanlagen nur im Flugbetrieb voll arbeiten. (Stand: 10.10. 2020)

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Covid-19Wie lange sich das Coronavirus auf Oberflächen hält

Kann ich mich mit dem Coronavirus infizieren, wenn ich im Supermarkt einen Einkaufswagen oder die Türklinke im Büro anfasse? Diese Fragen stellen sich seit Ausbruch der Pandemie viele Menschen. Endgültige Antworten gibt es noch nicht. Die Bedeutung sogenannter Schmierinfektionen wurde von Experten bislang geringer als bisher vermutet eingestuft. Einer neuen Studie zufolge kann das Virus auf glatten Oberflächen wie Handydisplays oder Bankautomaten jedoch bis zu 28 Tage überleben.

Überlebensdauer abhängig von Temperatur

Die Untersuchung wurde von der australischen Wissenschaftsbehörde "Csiro" durchgeführt und im Fachblatt "Virology Journal" vorgestellt. Demnach ist das Virus damit bei Raumtemperatur um 20 Grad deutlich robuster als bislang angenommen; bei 30 Grad betrug die Überlebensdauer nur noch sieben Tage, bei 40 Grad lediglich 24 Stunden. Auf porösen Oberflächen sei die Überlebensdauer des Virus generell niedriger. Bei früheren Studien habe das Virus nur bis zu drei Tage lang auf Kunststoff- und Edelstahloberflächen nachgewiesen werden können, heißt es in dem Bericht. Die Experimente der Studie wurden allerdings im Dunkeln durchgeführt. Sonnenlicht könne das Virus schnell abtöten, schreiben die Forscher. Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung gibt es bislang keine Fälle, bei denen nachgewiesen wurde, dass das Coronavirus über kontaminierte Oberflächen auf Menschen übertragen wurde. Unter Laborbedingungen wurde nachgewiesen, dass SARS-CoV-2-Viren auf Flächen einige Zeit infektiös bleiben können, schreibt das Robert Koch-Institut. Die wohl am häufigsten zitierte Studie zum Thema wurde von Experten des US-Gesundheitsinstituts NIH und der Seuchenschutzbehörde CSC erstellt. Danach ergeben sich auf verschiedenen Oberflächen folgende Überlebenszeiten für das Virus: Kunststoff: 72 Stunden Edelstahl: 48 Stunden Papier, Karton: 24 Stunden Kupfer: 4 Stunden Aerosole (als Partikel in der Luft): bis zu drei Stunden.

Allerdings verweist das Bundesinstitut für Risikobewertung auf die relativ geringe Stabilität von Coronaviren in der Umwelt.

Virologe Schmidt-Chanasit: "sehr viel dazugelernt"

Der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit verweist im Deutschlandfunk auf Erkenntnisse der vergangenen Monate. Mittlerweile wisse man sehr viel besser als noch im März oder April, wie sich das Virus verbreite, "dass auch Aerosole, insbesondere in geschlossenen Räumen, eine Rolle spielen, dass Schmierinfektionen keine Rolle spielen."

Erkenntnisse der "Heinsberg-Studie"

Der Virologe Hendrick Streeck sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass Oberflächen bei der Übertragung offenbar nur eine untergeordnete Rolle spielten. Dies habe die "Heinsberg-Studie" ergeben, die zusammen mit Hygienikern der Uniklinik Bonn erarbeitet wurden. Bei Abstrichen von Oberflächen aus Quarantäne-Haushalten im Ort Gangelt, in dem sich das Coronavirus im Frühjahr ausgebreitet hatte, fand sich der Erreger demnach nur in vier von 119 Proben. Streeck betonte allerdings, die Aussagekraft werde dadurch eingeschränkt, dass Menschen in Quarantäne häufig viel putzten. Deshalb seien die Ergebnisse möglicherweise nicht repräsentativ. Die Forschenden raten eindringlich, sich regelmäßig die Hände zu waschen, in die Armbeuge zu husten und nicht das Gesicht zu berühren.

Eher Hände waschen als desinfizieren?

Die Deutsche Dermatologische Gesellschaft hält das Waschen der Hände allerdings im Vergleich zum Desinfizieren eher für nachteilig. Denn häufiges Händewaschen entferne nicht nur Schmutz und Viren, sondern auch wichtige Bestandteile, die die Haut schützen, erklärte der Direktor der Klinik für Hautkrankheiten in Jena, Peter Elsner, in der Deutschlandfunk-Sendung „Umwelt und Verbraucher“ (Audio-Link). Wenn das zu häufig passiere, könnten Hautkrankheiten, insbesondere Handekzeme, die Folge sein. Grundsätzlich gilt, dass eine zusätzliche Pflege hilft, die Haut zu schützen. (Stand: 12.10.2020)

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Covid-19Coronavirus: Was man zu Schutzmasken wissen sollte

Zum Thema Mundschutz und Atemschutzmasken kursieren viele Informationen. Welche Arten von Schutzmasken es gibt, wie sie wirken und wen sie schützen, beantworten wir hier.

Wie sinnvoll ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes?

Mit Blick auf die kühleren Monate plädieren die Präsidenten von vier großen deutschen Forschungsorganisationen am 24. September für konsequentes Masken-Tragen in Innenräumen. Die Präsidenten der Leibniz-Gemeinschaft, der Fraunhofer-Gesellschaft, der Max-Planck-Gesellschaft und der Helmholtz-Gemeinschaft schrieben in einer gemeinsamen Stellungnahme, ein wesentlicher saisonaler Faktor werde in der kalten Jahreszeit der Aufenthalt in geschlossenen Räumen sein. Dem könne durch ein konsequentes Tragen von Masken entgegengewirkt werden, hieß es. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zur Eindämmung von Infektionen das Tragen von Schutzmasken generell dort, wo Abstand halten nur schwer möglich ist. Menschen, die über 60 Jahre alt seien oder Vorerkrankungen hätten, sollten eine medizinische Maske nutzen.

Der Meinungs-Umschwung

Wichtige Organisationen, wie die WHO und das RKI waren im Frühjahr skeptisch, und entschieden sich gegen die Empfehlung einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, lehnte im April eine Maskenpflicht ab. Sie sei potenziell gefährlich: Im Stoff konzentriere sich das Virus, beim Abnehmen berühre man die Gesichtshaut. Schneller könne man sich kaum infizieren, warnte Montgomery. Auch die Politik zögerte, eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen einzuführen. Der Grund war unter anderem, dass der Vorrat an medizinischen Schutzmasken so knapp war, dass selbst das Fachpersonal in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen unterversorgt war. Die WHO hatte ihren Standpunkt zum Tragen von Masken Anfang Juni geändert. Auf der Webseite des RKI heißt seit Mitte März, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes könne helfen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen, wenn man öffentliche Räume betrete, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden könne. Das RKI weist eindringlich darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf keinen Fall dazu führen dürfe, Abstandsregeln zu missachten oder Husten- und Niesregeln und die Händehygiene nicht mehr einzuhalten. Und Weltärztepräsident Montgomery sagte Anfang August im Deutschlandfunk: "Ich habe hier auch einen Irrtum selber, einen wissenschaftlichen Irrtum in der Vergangenheit begangen, indem ich gesagt habe, Masken sind Unsinn. Wir wissen heute wissenschaftlich, dass Masken jeder Form von einfachem Schutz hilft, zwar nicht zu 100 Prozent, aber doch eine ganze Menge hilft." Wenn es weiterhin Menschen gebe, die bei steigenden Infektionszahlen "so unvernünftig sind, oft ja auch gezielt und bewusst ohne Maske und dann auch noch teilweise sich über die lustig machen, die eine Maske tragen, wenn Leute das bewusst machen, dann muss man ihnen auch mit den Mitteln unseres Staates ein bisschen besseres Benehmen beibringen. Da finde ich 150 Euro Bußgeld durchaus für angebracht nach der heutigen Wissenslage."

Liefer-Engpässe längst beseitigt

Die ursprünglichen Engpässe bei der Versorgung mit Schutzmasken konnten beseitigt werden. Bei mehreren Kassenärztlichen Vereinigungen seien die Lager voll, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums Mitte Juni. Gesundheitsminister Spahn hat mit deutschen Unternehmen Vereinbarungen für die Produktion medizinischer Schutzmasken getroffen. Zudem gibt es mittlerweile im Einzelhandel eine reiche Auswahl an sogenannten Alltagsmasken zu kaufen. Und viele haben das Nähen und Basteln für sich entdeckt und eigene Masken erstellt.

Hat das Zögern die Ausbreitung unterstützt?

Forschende sind nach einem Bericht von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" der Ansicht, dass eine früh angeordnete Maskenpflicht die Ansteckungsrate in Europa reduziert hätte. Klaus-Dieter Zastrow, Professor für Hygiene an der THM Gießen sagte, es sei "ein Skandal, dass sich WHO und RKI dagegen gestellt hätten."

Welche Masken unterscheidet man?

Fällt das Stichwort "Atemschutzmaske" ist nicht immer klar, um welche Masken es genau geht: Der einfache Mund-Nasen-Schutz schützt vor allem andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus, weniger den Träger selbst. Man nennt sie auch "Alltagsmasken". In Krankenhäusern werden verschiedene Maskentypen benutzt, wie ein Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft erklärt: einfache OP-Masken aus Vlies, die Patienten bei einer Operation vor dem Speichel von Medizinern und Pflegepersonal schützen sollen, sowie Schutzmasken der Standards FFP2 und FFP3 (Filtering Face Pieces). Diese bestehen aus festerem Material und können ein Atemventil haben. Das Coronavirus sei recht klein, erklärt der Sprecher, nur die FFP-Masken seien so gebaut, dass es nicht durchkomme. Allerdings: Masken ohne Ventil filtern laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sowohl die eingeatmete Luft als auch die Ausatemluft und bieten daher sowohl einen Eigenschutz als auch einen Fremdschutz. Masken mit Ventil filtern demnach nur die eingeatmete Luft und sind daher nicht für den Fremdschutz ausgelegt.

Was sagt die Forschung zur Wirksamkeit verschiedener Masken?

Nicht jede Form von Corona-Masken hält beim Ausatmen oder Sprechen mit Viren belastete Tröpfchen gleich wirksam zurück. Während etwa chirurgische Masken äußerst effektiv sind, erhöhen andere Schutzformen sogar den Ausstoß von ausgestoßenen Tröpfchen. Das Wissenschaftsmagazin "Science Advances" hat im August einen wissenschaftlichen Vergleich von 14 verschiedenen Maskentypen veröffentlicht. Der Co-Autor der Studie, Eric Westman, erklärt, die Vorstellung, dass alles besser sei als nichts, habe sich nicht bewahrheitet. Für den Vergleich nutzten die Forschenden der Duke-Universität in Durham im US-Bundesstaat North Carolina eine einfache Testmethode. Sie ließen ihre Versuchspersonen in einem dunklen Raum fünfmal hintereinander mit unterschiedlichen Masken und ohne Mundschutz die Worte "Stay healthy, people" (Bleibt gesund, Leute) in einen erweiterten Laserstrahl sprechen und dies von einer Smartphone-Kamera aufnehmen. Ein Computer-Algorithmus zählte anschließend die Zahl der ausgestoßenen Tröpfchen. Am besten schnitten die in den USA für das Krankenhauspersonal reservierten Atemschutzmasken vom Typ N95 (FFP2-Masken in Europa) ab. Die ausgestoßenen Aerosole wurden auf weniger als 0,1 Prozent der Menge ohne Maske reduziert. Chirurgische Masken fingen demnach mehr als 90 Prozent ab. Selbstgenähte Baumwollmasken filterten je nach Zahl ihrer Stofflagen und Falten immer noch zwischen 70 und 90 Prozent der Tröpfchen. Dagegen ließen Halstücher rund die Hälfte der Tröpfchen durch. Am schlechtesten schloss ein Schlauchschal aus Polarfleece ab. Dieser erhöhte nach Angaben der Forschenden sogar die Zahl der ausgestoßenen Tröpfchen - möglicherweise, weil das Gewebe die größeren Tröpfchen in kleinere zerlegte. N95-Masken mit Ausatmungsventil schützten bei dem Test weniger als die N95-Masken ohne Ventil - sie waren in etwa mit simplen Baumwollmasken zu vergleichen. Diese Masken werden als "erträglicher" beworben, doch Gesundheitsbehörden und -experten raten von ihnen ab, da sie zwar ihren Träger schützen, dafür jedoch dessen kontaminierte Atemluft leichter abgeben als die anderen Masken.

Was muss ich generell beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beachten?

Ein Mundschutz kann - wie nicht zuletzt die oben genannte Studie zeigt - die Ansteckung anderer nicht vollständig verhindern. Er verringert jedoch die Gefahr, da infektiöse Tröpfchen beim Husten oder Niesen abgefangen werden. Dafür ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz möglichst fest sitzt und gewechselt wird, wenn er feucht geworden ist. Anschließend sollte er bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Ein gängiges Vollwaschmittel reicht dafür aus. Die Alltagsmasken lassen sich auch im Backofen desinfizieren: 30 Minuten bei 70 Grad reichen nach Angaben des Virologen Christian Drosten aus. Eine weitere Methode ist das heiße Bügeln. Dies muss allerdings sorgfältig geschehen, und die Falten müssen lange erhitzt werden. Einfacher ist die Desinfektion in der Mikrowelle. Dafür darf der Mund-Nasen-Schutz aber keine Metallteile enthalten. Die Maske sollte mit der Außenseite nach unten auf zwei Gefäße mit Wasser gelegt werden. Dann wird sie zwei Minuten lang bei 750 Watt erhitzt. Der entstehende Wasserdampf tötet Viren ab. Ausführliche Hinweise zum richtigen Tragen des Mund-Nasen-Schutzes liefert die Webseite "Maske zeigen".

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Covid-19Coronavirus und Grippewelle treffen aufeinander - was nun zu tun ist

Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus steigen weltweit weiter an, und mit fortschreitender Jahreszeit diskutieren Experten auch über die Auswirkungen auf Erkrankungen durch andere Erreger im Winter. Dann könnten beispielsweise zahlreiche Fälle von Coronainfektionen und die Grippewelle aufeinandertreffen. Eine Frage ist derzeit beherrschend: Reicht die Menge des Impfstoffs gegen Influenza-Erreger? 26 Millionen Impfdosen gegen Influenza könne Deutschland in dieser Saison bereitstellen, so Bundesgesundheitsminister Spahn. So viele Impfdosen habe sein Ministerium bestellt - dies sei mehr als je zuvor. Spahn wehrte sich gegen Befürchtungen, es könne zu einer Unterversorgung kommen: Momentan seien lokal und zeitlich Lieferengpässe möglich. Der Impfstoff werde aber nicht an einem Tag ausgeliefert, sondern stehe nach und nach zur Verfügung. Die Impfdosen würden nach und nach zur Verfügung gestellt, immer dann, wenn sie gebraucht würden, ergänzte der CDU-Politiker. Es sei sinnvoll, sich auch noch im November oder Dezember impfen zu lassen.

Impfdosen zu viel bestellt?

In den vergangenen Jahren sind Spahns Angaben zufolge durchschnittlich vier bis sechs Millionen Impfdosen vernichtet worden - weil sie nicht eingesetzt wurden. Der Gesundheitsminister appellierte an diejenigen, sich impfen zu lassen, für die die Ständige Impfkommission eine Impfung empfiehlt - also sogenannte Gefahrengruppen wie chronisch Kranke, Ältere, Schwangere, medizinisches Personal und Pflegekräfte. Dies sei nicht nur wichtig, um eine sogenannte Superinfektion für jeden Einzelnen zu verhindern - also ein Zusammentreffen von beispielsweise Grippe- und Coronavirus-Infektion - sondern auch, um das Gesundheitssytem zu schonen. Je weniger Menschen an Grippe erkrankten, desto mehr Kapazitäten stünden für andere Patienten, vor allem für Covid-19-Erkrankte zur Verfügung, betonte Spahn.

Nicht einmal genug für Riskikopatienten?

Hintergrund von Spahns Einlassungen war ein Appell der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Der Präsident des Bundesverbands warnte, Fischbach, warnte in der „Augsburger Allgemeinen“ vor einem Mangel an Grippe-Impfstoffen. Die von der Bundesregierung vorgesehene Menge von 26 Millionen Impfdosen reiche nicht einmal für alle Risikopatienten aus, meint Fischbach.  Bei dieser geplanten Menge werde von einer nach wie vor niedrigen Impfrate ausgegangen. Er ist der Ansicht, dass die Impfstoffmenge nur für rund zwei Drittel der Risikopatienten ausreicht. Außerdem sprach er sich dafür aus, generell auch Kinder und Jugendliche zu impfen. Diese würden Influenza-Wellen befeuern, indem sie zuerst erkrankten und dann die anderen ansteckten. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt die Influenza-Regelimpfung sogar für alle Kinder ab einem Alter von sechs Monaten. In den USA sind derzeit fast 60 Prozent der Kinder geimpft, mit steigender Tendenz. In der EU folgen erste Länder der WHO-Empfehlung, grundsätzlich alle Kinder auch gegen Grippe impfen zu lassen, etwa Großbritannien oder Finnland.   Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, rief Lehrkräfte und Kita-Personal auf, sich gegen Grippe impfen zu lassen. Die zu erwartende Grippewelle dürfe nicht den Betrieb von Schulen und Kitas gefährden, sagte er der Funke Mediengruppe. Aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln könnte die Grippewelle harmloser ausfallen als in früheren Jahren. Dennoch sei die Impfung wichtig, auch im Hinblick auf die Pandemie. Zwar wirke der Grippe-Impfstoff nicht gegen das Coronavirus, er sei aber wie jede Impfung ein Trainingsprogramm für das Immunsystem.

Wissenschaftler warnen vor Zusammentreffen

Wie groß die Gefahr ist, wenn Grippeviren und Corona-Erreger aufeinandertreffen, hat eine britische Studie zu beschreiben versucht. 37 Wissenschaftler warnen darin vor diesem Zusammentreffen Pandemie mit einer Grippewelle. Zudem sei das Infektionsrisiko im Winter erhöht, weil sich die Menschen mehr in geschlossenen Räumen aufhielten. Dadurch könne ein zweiter Corona-Ausbruch zwischen Herbst 2020 und Frühsommer 2021 deutlich schlimmer ausfallen als der erste, betonen die Forscher. Sie gehen für Großbritannien von einem "Worst-Case-Szenario" mit bis zu 120.000 Toten aus.   Auch nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation muss sich Europa auf eine Zunahme der täglichen Corona-Todesfälle im Herbst einstellen. WHO-Regionaldirektor Kluge sagte der Nachrichtenagentur AFP, im Oktober und November werde man eine höhere Sterblichkeit beobachten. Er warnte zudem davor, zu große Erwartungen in Impfstoffe zu setzen. Bisher sei noch unklar, ob ein Impfstoff allen Bevölkerungsgruppen helfen könne, betonte Kluge.  

Masken und Abstand - wie hoch ist überhaupt das Ansteckungsrisiko?

  Es gibt auch Stimmen, die es für wahrscheinlich halten, dass die Grippewelle in diesem Jahr ohnehin schwächer ausfällt als in früheren Jahren. Durch die Abstandsregeln und das verstärkte Hygieneverhalten sei das allgemeine Ansteckungsrisiko im Moment insgesamt niedriger als sonst, sagte beispielsweise der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, der Funke-Mediengruppe. Er wirbt dafür, die nun eingeprobten Verhaltensregeln auch nach dem Ende der Pandemie beizubehalten: "Vor allem das häufige und gründliche Händewaschen und das Lüften."   Ein Blick in andere Gegenden der Erde macht eine erste mögliche Einschätzung der Gefahrenlage möglich: Die Ansteckungen mit Grippeviren sind in Ländern der Südhalbkugel durch die Corona-Maßnahmen deutlich zurückgegangen. Das zeigen Daten, die die US-amerikanische Gesundheitsbehörde CDC ausgewertet hat. Demnach wurde eine entsprechende Influenza-Infektion zwischen April und Juli nur in 51 von mehr als 83.000 Proben aus Australien, Chile und Südafrika nachgewiesen. In den Jahren zuvor hatte es in diesen Ländern im Schnitt noch 24.000 positive Befunde unter 178.000 Proben gegeben. Die CDC hält einen Zusammenhang mit den Maßnahmen zur Corona-Eindämmung wie Abstandhalten oder Masken zwar nicht für nachgewiesen - aber für plausibel. Die Erkenntnisse würden darauf hinweisen, dass entsprechende Maßnahmen eine sinnvolle Ergänzung zur Grippeimpfung sein könnten, um besonders Risikogruppen zu schützen, heißt es. Die CDC vermutet, dass die Grippewelle in diesem Winter auf der Nordhalbkugel deutlich kleiner ausfallen könnte, wenn die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiter eingehalten werden.

Coronavirus: immun gegen Saisonschwankungen? 

Wegen geringer Grippefälle im Frühjahr hatte das RKI zwei Monate früher als sonst die Influenza-Saison beendet. Im Normalfall dauert diese von Anfang Oktober bis Mitte Mai. Der Virologe an der Uni Münster, Stephan Ludwig, sagte im Deutschlandfunk, die grippalen Infekte in Deutschland während des Lockdowns im Frühjahr seien zwar schlagartig zurückgegangen, doch das SARS-CoV-2-Virus habe sich "wacker gehalten", auch in die warmen Tage hinein. Corona zeige nicht diese Art von Saisonalität, die man beispielsweise bei Grippe sehen könne, betonte er: "Das könnte im Umkehrschluss bedeuten, dass es dann auch im Winter oder im Herbst, wenn es kühler wird, nicht so schlimm kommt, wie das beispielsweise bei einer Grippewelle passieren kann.“  

RKI zur Gefahr von Grippeviren

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Wieler, verwies darauf, dass in manchen Weltregionen die Influenza-Überwachung aus Kostengründen vernachlässigt werde. Es sei aber gerade für die Impfstoffentwicklung wichtig, dass die Untersuchungen weiterliefen. Der Grippeimpfstoff wird jedes Jahr an die sich verändernden Virusstämme angepasst.   Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts werden im Verlauf einer Grippewelle fünf bis 20 Prozent der Bevölkerung angesteckt. Die Zahl der Toten fällt je nach Heftigkeit des Ausbruches unterschiedlich aus. In der Saison 2017/2018 starben laut RKI besonders viele Menschen durch die Grippe, nämlich rund 25.000. Dennoch ist nur etwa ein Drittel der deutschen Bevölkerung geimpft. Ziel der WHO und der EU sind 75 Prozent.  

Impfungen auch in Apotheken möglich

  Um diesem Durchimpfungsgrad näher zu kommen, können sich gesetzlich Versicherte in Teilen Nordrhein-Westfalens grundsätzlich auch in Apotheken gegen Influenza impfen lassen. Das Modellvorhaben ist bundesweit einzigartig und zunächst auf drei Jahre angelegt. Impfungen in den Arztpraxen seien weiter möglich, hieß es. Höhepunkt der Grippewelle ist meist im Januar/Februar.  

Jeder zweite Deutsche will sich gegen die Grippe impfen lassen

  Tatsächlich will sich einer Umfrage zufolg rund jeder zweite Deutsche in diesem Jahr gegen Grippe impfen lassen. In der Erhebung des Instituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" planten von den 5.002 Befragten 51,5 Prozent bereits im August, sich in diesem Jahr impfen lassen. 41,3 Prozent lehnten eine Impfung hingegen ab. Besonders Menschen im höherem Alter bekundeten eine Bereitschaft zur Impfung gegen Influenza. In einer ähnlichen Befragung aus dem Vorjahr hatten nur rund 30 Prozent der Befragten angegeben, sich impfen lassen zu wollen.   Andere Zahlen nennt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und verweist auf eine repräsentative Umfrage: Demnach will sich hierzulande fast jeder zweite Erwachsene, der zu einer Risikogruppe gehört, trotzdem nicht gegen Grippe impfen lassen.   (Stand: 14.10.2020)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

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Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Covid-19Übersterblichkeit - Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich?

Wie viele Menschen sterben, weil das Coronavirus in Umlauf ist? Statistiken zur sogenannten Übersterblichkeit können helfen, diese Frage zu beantworten. Doch auch dabei gibt es Schwierigkeiten, die von Kritikern benannt werden.

Was ist Übersterblichkeit?

Übersterblichkeit (Exzess-Mortalität) gibt an, wie viele Menschen im Vergleich zu durchschnittlichen Parametern mehr gestorben sind. Dazu betrachtet man jeweils bestimmte Zeiträume - wie ausgewählte Monate in früheren Jahren. Es geht somit um eine erhöhte Sterberate. Das Robert Koch-Institut berücksichtigt die Übersterblichkeit zum Beispiel bei den jährlichen Grippetoten in Deutschland. Während der Grippewelle 2017/2018 wurde die Zahl mit rund 25.000 angegeben. Das ist eine Schätzung. Im Zeitraum dieser Grippewelle starben insgesamt - also unabhängig von der Todesursache - mehr Menschen, als man zuvor erwartet hatte. Dieses Mehr an Toten ist die Übersterblichkeit. Unter bestimmten statistischen Voraussetzungen (Stichwort: Prognoseintervall) können diese zusätzlichen Todesfälle der Grippe zugeordnet werden. So kam es zu der geschätzten Zahl von 25.000 Grippetoten; laborbestätigt sind für den Zeitraum 1.674 Influenza-bedingte Todesfälle. Experten hoffen, durch die aktuellen Zahlen zur Übersterblichkeit Rückschlüsse auf die Auswirkungen des Coronavirus ziehen zu können.

Welche Erkenntnisse zur Übersterblichkeit der vergangenen Monate gibt es?

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht schon seit einiger Zeit konkrete Daten zur Übersterblichkeit, die regelmäßig aktualisiert werden. In den ersten drei Monaten des Jahres zeigte sich demnach kein auffälliger Anstieg der Sterbefallzahlen. Auch die Grippewelle fiel dieses Jahr im Vergleich zu den Vorjahren moderater aus. Im März 2018 - in einem Jahr, in dem die Grippewelle besonders heftig war - starben zum Beispiel 107.100 Menschen. Im März 2019 waren es 86.500, im März 2020 87.100. Wie das Statistische Bundesamt erklärt, könnten demnach auch ohne Corona-Pandemie die Sterbefallzahlen in der Grippezeit stark schwanken. Im April lagen die Zahlen allerdings deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre, mit einem Plus von zehn Prozent. Seit Anfang Mai bewegten sich die Sterbefallzahlen zunächst wieder etwa im Durchschnitt. Im August waren sie dann wieder erhöht: Ein deutliches Maximum gab es in der 33. Kalenderwoche (10. bis 16. August). Hier lagen die Sterbefallzahlen 20 Prozent über dem Durchschnitt. Das Statistische Bundesamt macht allerdings nicht die Corona-Pandemie, sondern eine Hitzewelle dafür verantwortlich: Vor allem ältere Personen mit Erkrankungen werden bei starker Hitze gesundheitlich zusätzlich belastet. Daten im europäischen Vergleich gibt es bei Euromomo, ein Portal, dass seit Jahren die Todesfälle von 24 EU-Staaten zusammenträgt. Für Deutschland war dort bisher keine Übersterblichkeit erkennbar. Allerdings wurden hier keine Daten für ganz Deutschland verwendet, sondern lediglich für Berlin. Der Virologe Kekulé erklärte dazu im MDR-Podcast, dass Deutschland eigentlich nur in zwei Bundesländern Todesfälle statistisch sauber erhebe: in Berlin und Hessen. Weil Ansteckungen mit dem Coronavirus regional sehr unterschiedlich auftauchten, könne man aus diesen Daten kaum einen Wert für ganz Deutschland errechnen.

Wie steht es um die Übersterblichkeit durch Covid-19 in anderen Ländern?

Unabhängige Experten haben in einer Untersuchung die Übersterblichkeit in mehreren europäischen Ländern untersucht. Die fünfköpfige Gruppe unter Leitung des Schweizer Infektiologen Didier Pittet attestierten Frankreich während der Pandemie bislang 68 Tage lang eine erhöhte Sterblichkeit. Für Deutschland registrierten sie 44 Tage. In Italien waren es 97 Tage.

Eine hohe Übersterblichkeit in den USA

Durch das Coronavirus sind in den USA nach offiziellen Angaben bislang rund 220.000 Menschen ums Leben gekommen, laut einer Studie verursachte die Pandemie aber womöglich noch deutlich mehr Opfer. Seit Ende Januar seien in den Vereinigten Staaten beinahe 399.028 mehr Menschen gestorben als üblich, heißt es einer Untersuchung der Gesundheitsbehörde CDC. Davon seien 198.081 und damit zwei Drittel der Fälle direkt auf Covid-19 zurückzuführen. Die Zahl der Todesfälle, die durch Herz-Kreislauferkrankungen, Alzheimer und andere Formen von Demenz sowie Atemwegserkrankungen verursacht wurden, nahm demnach im gleichen Zeitraum ebenfalls zu. Einige dieser mehr als 100.000 zusätzlichen Todesfälle könnten der Studie zufolge falsch klassifiziert worden sein; sie müssten womöglich ebenfalls auf die Corona-Pandemie zurückgeführt werden. Die Studienautoren erklären die Übersterblichkeit auch dadurch, dass der Zugang zur Gesundheitsversorgung wegen der Pandemie eingeschränkt war. Die höchste Übersterblichkeit, beinahe 95.000 Todesfälle, wurde in der Altersgruppe der 75- bis 84-Jährigen registriert. Die Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen verzeichnete mit 26,5 Prozent den größten Anstieg.

Übersterblichkeit unter Weißen Amerikanern deutlich geringer

Die Übersterblichkeitsrate bei Latinos und Schwarzen nahm um etwa 54 beziehungsweise 33 Prozent zu, die der asiatisch-stämmigen Amerikanern um etwa 37 Prozent. Die Übersterblichkeitsrate unter weißen Bürgerinnen und Bürgern liegt demnach bei zwölf Prozent. Diese Diskrepanz wird vielfach damit erklärt, dass weiße Amerikaner oft wirtschaftlich besser gestellt sind und damit bessere Zugänge zu medizinischer Versorgung haben. Das Forscherteam verglich für ihre Übersterblichkeitsstudie den Zeitraum von Ende Januar 2020 bis zum 3. Oktober 2020 mit den durchschnittlichen wöchentlichen Todeszahlen zwischen 2015 und 2019.

Mehr Todesfälle als üblich auch in Lateinamerika

Der Economist hat weltweit Zahlen ausgewertet und in mehreren Grafiken veranschaulicht (Stand: Juli 2020). Diese zeigten gerade zu Beginn der Pandemie insbesondere in Mexico, Chile, Ecuador und Peru erhebliche Anstiege seit April.

Welche Unklarheiten gibt es bei der Übersterblichkeit?

Unklar ist derzeit unter anderem, welche Effekte zum Beispiel die Kontaktbeschränkungen und Anti-Corona-Maßnahmen auf die Todeszahlen haben. Einige Experten haben etwa die Sorge geäußert, dass Suizidraten steigen könnten, wenn psychisch Kranke derzeit schlechter versorgt werden. Auch zeigte die Entwicklung, dass einige Menschen mit schweren Erkrankungen nicht oder zu spät zum Arzt gehen, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus etwa im Wartezimmer zu vermeiden. Zudem wurden zu Zeiten von hohem Infektionsgeschehen in Deutschland nicht notwendige Operationen verschoben. Auch das werde zu mehr Todesfällen führen, haben Ärzte vielfach gewarnt. (Stand 21.10.2020)

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Covid-19"Superspreader-Events" - Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden

Kaum etwas ist in der Corona-Krise so gefürchtet wie die so gennannten "Superspreader-Events". Veranstaltungen, auf denen sich viele Menschen anstecken. Was ist darüber bekannt und welche Situationen können problematisch sein? Auch wenn US-Präsident Trump sich wieder als "genesen" und "immun" gegen das Corona-Virus präsentiert - auch er dürfte sich bei einem Superspreader-Ereignis angesteckt haben. Experten haben dabei die Nominierung der Juristin Barrett als Kandidatin für den Supreme Court in Verdacht. Die fand am 26. September im Rosengarten des Weißen Hauses statt. Zwar im Freien - aber von den mehr als 100 geladenen Gästen trugen nur wenige eine Maske und zwischen den Stühlen war kaum Abstand. Offenbar gute Bedingungen, damit das Coronavirus sich verbreiten konnte.

Was ist ein Superspreader?

Nicht nur die Ereignisse, auf denen der Virus verbreitet wird, stehen im Interesse der Forscher. Sie schauen besonders auf die Menschen, die den Virus so verbreiten, dass sie gleich mehrere andere anstecken - und damit zu "Superspreadern" werden. Jamie Lloyd-Smith von der University of California, Los Angeles, hat mit seinem Team in jahrelanger Forschung an den mit Covid-19 verwandten Krankheiten SARS und MERS herausgefunden, dass der Reproduktionsfaktor R dabei nur eingeschränkt aussagekräftig ist, denn "die meisten Menschen übertragen die Krankheit nicht", so Lloyd-Smith. Adam Kucharski von der London School of Hygiene & Tropical Medicine (LSHTM) geht inzwischen davon aus, dass "etwa 10 Prozent der Fälle zu 80 Prozent der Ausbreitung" führen.

Wer ist ein typischer Superspreader?

Laut Kucharski spielen die Eigenschaften einzelner Patienten eine Rolle. Einige Menschen scheiden offenbar weit mehr Viren aus als andere - noch dazu auch über einen längeren Zeitraum. Das führen Mediziner auf Unterschiede im Immunsystem oder auch auf die Verteilung von Virusrezeptoren im Körper zurück. Studien an gesunden Menschen zeigten beispielsweise, dass einige beim Sprechen viel mehr Partikel ausatmen als andere. Zusätzlich spielt auch noch das Sozialverhalten der Menschen eine Rolle. Wer viele soziale Kontakte hat und / oder sich nicht die Hände wäscht, wird eher zum Virenüberträger als andere. Der japanische Virologe Hitoshi Oshitani hat versucht herauszufinden, wer die Superspreader typischerweise sind. Wie der Focus berichtet, analysierte er mit seinem Team Orte oder Situationen, wo sich viele Menschen gleichzeitig ansteckten. Zu den Hotspots gehörten demnach Altenheime, Fitnessstudios, Restaurants, Konzerthallen oder Karaoke-Bars. Doch auch über die Personen selbst fanden die Forschenden etwas heraus. In 22 Fällen konnten sie die Infektionsherde auf eine konkrete Person zurückführen. Darunter waren viele Frauen, die unter 30 Jahre alt waren und keine Symptome zeigten. Dass gerade junge Leute das Virus übertragen, vermuteten auch andere Forschende schon. Denn sie halten sich oft an Orten mit vielen Menschen auf, etwa in Bars oder Clubs. Kucharski ergänzt, dass "auch das Timing eine Rolle spielt". Es gebe Hinweise darauf, dass Corona-Infizierte nur einen relativ kurzen Zeitraum besonders infektiös seien. Wenn man in dieser Zeit beispielsweise auf ein Konzert in geschlossenen Räumen oder in einen Club gehe, könne dies zu einem Superspreading-Ereignis werden. "Zwei Tage später könnte sich diese Person auf dieselbe Weise verhalten und Sie würden nicht dasselbe Ergebnis sehen", betont der Forscher.

In welchen Situationen gab es bisher "Superspreader-Events"?

Mangelnder Abstand scheint fast immer eine Rolle bei Superspreading-Ereignissen zu spielen. Nicht nur im Rosengarten des Weißen Hauses, auch bei der Party auf Sylt, bei der Experten glauben, dass sie sich im Nachhinein als Superspreading-Ereignis erweisen könnte. Anfang Oktober haben dort nach Angaben der Behörden bis zu 100 Menschen in einem Lokal gefeiert - offenbar ohne die gängigen Corona-Hygieneregeln zu beachten. Ein einzelner mit dem Virus infizierter Mann könnte für zahlreiche Infektionen unter den Gästen gesorgt haben, wie die Behörden befürchten. Kein Einzelfall: In den Lageberichten des Robert Koch-Instituts wird auch immer wieder von Fallhäufungen in Zusammenhang mit Feiern im Familien- und Freundeskreis berichtet. Auch die Hochzeit in Hamm, die in der Stadt für ein deutliches Ansteigen der Corona-Fälle gesorgt hat, fällt darunter. Ähnliche Ereignisse konnten sogar weltweit nachgewiesen werden: Sogenannte "Cluster" von Infektionen traten auch an Bord von Schiffen und in Pflegeheimen, in fleischverarbeitenden Betrieben, in Skigebieten, Kirchen, Restaurants, Krankenhäusern und Gefängnissen auf. Der Berliner Virologe Christian Drosten verweist in seinem NDR-Podcast auch auf die Fälle in Deutschland, die nach einem Baptisten-Gottesdienst in Frankfurt und nach einer Veranstaltung in geschlossener Gesellschaft in einem Restaurant in Niedersachsen bekannt wurden. "Wir haben explosive Übertragungsereignisse, die diese ganze Epidemie eigentlich treiben", betont Drosten. Christian Althaus, Epidemiologe an der Universität Bern, bringt es so auf den Punkt: "Es ist klar, dass in geschlossenen Räumen ein viel höheres Risiko besteht als im Freien", sagt Althaus. Eine Studie in Japan ergab, dass das Infektionsrisiko in Innenräumen fast 19 Mal höher ist als im Freien.

Ist es bei Demonstrationen bisher zu Übertragungen gekommen?

Diese Frage treibt viele Menschen um, doch sie ist nicht eindeutig zu beantworten. Nach den Demonstrationen im Mai gegen die Corona-Maßnahme als auch Anfang Juni gegen Rassismus und Polizeigewalt bestätigte ein Großteil der betroffenen Städte auf Deutschlandfunk-Anfrage, dass auch einen Monat später kein signifikanter Anstieg der Infektionszahlen in der jeweiligen Stadt zu verzeichnen war. Allerdings ist es auch nicht so einfach, überhaupt einen Zusammenhang herzustellen. Denn viele Demonstrantinnen und Demonstranten reisten nicht nur aus der Region, sondern landes- und bundesweit an. Darüber hinaus zeigt bekanntlich auch nicht jeder Infizierte Symptome und fällt somit durch das Raster in den Bereich der Dunkelziffer.

Was lässt sich gegen Superspreading-Events tun?

Jamie Lloyd-Smith von der University of California, Los Angeles, sagt, es sei alles eine rein mathematische Frage: "Wenn man vorhersagen kann, welche Umstände zu diesen Ereignissen führen, zeigt die Mathematik, dass man die Fähigkeit der Krankheit, sich auszubreiten, wirklich sehr schnell einschränken kann." Bund und Länder haben beispielsweise beschlossen, dass Großveranstaltungen bis mindestens Ende des Jahres nicht stattfinden sollen. Kleinere Veranstaltungen sind möglich und auch die Bundesliga spielt vereinzelt wieder vor Zuschauern - wenn auch weiterhin sehr eingeschränkt. Klar ist aber auch: Sobald die Coronazahlen in einer Region ansteigen, wird die Zahl der bei einem Ereignis zugelassenen Teilnehmer eingeschränkt. In Köln beispielsweise, das derzeit als Risikogebiet gilt, dürfen sich für private Feiern außerhalb der eigenen Wohnung nur noch maximal 25 Menschen treffen. Von ausgelassenen Feiern innerhalb der eigenen Wohnung wird sogar ganz abgeraten. (Stand 13.10.2020)

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Covid-19Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session

Den typischen Straßenkarneval wird es dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht geben. Dazu zählen die klassischen Karnevalssitzungen, mitunter mit tausenden Teilnehmern, sowie Karnevalsumzüge. Jecken und Narren wollen ihr Fest nun auf neue Art feiern. Nach Vertretern der rheinischen Festkomitees hat nun auch der Bund Deutscher Karneval (BDK) für die Session 2020/21 zum Verzicht auf Rosenmontagszüge und große Narren-Sitzungen aufgerufen. Die Empfehlung gelte auch für Regionen, die keine Risikogebiete seien - und bis zum Ende der Session Ende Februar 2021. Das gebiete die Verantwortung für die Aktiven der Vereine wie auch für das Publikum, sagte BDK-Präsident Fess im saarländischen Bexbach. Es sei natürlich ein großes Desaster besonders für viele Aktive, die sich in den letzten Monaten schon vorbereitet hätten. Zudem werde die Turniersaison im karnevalistischen Tanzsport abgesagt. Eigentlich sollte die deutsche Meisterschaft im März in Köln stattfinden. Gleichzeitg sprach sich Fess gegen ein pauschales Verbot von Fastnachts- und Karnevalsveranstaltungen aus. Der Karneval werde andere Formen finden müssen, etwa Platzkonzerte unter Einhaltung von Abstandsregeln und digital präsentierte karnevalistische Unterhaltung. Ähnlich hatte sich auch der Präsident des Festkomitees Kölner Karnevals, Christoph Kuckelkorn, geäußert. Es gehe nicht darum, um jeden Preis den Karneval zu feiern. Allerdings seien Sitzungen unter strikter Auflage der Hygienebedingungen mit stark reduzierter Teilnehmerzahl gerade für kleinere Veranstalter finanziell nicht tragbar. Dennoch soll auch in Zeiten der Pandemie das Brauchtum gepflegt werden. Die Karnevalisten müssten jetzt "kreativ werden und das Herz des Fastelovends herausarbeiten". (Erklärung: "Fastelovend" ist der traditionelle Kölner Begriff für Karneval.)

Welche Veranstaltungen sind erlaubt?

Erlaubt werden nach Angaben der NRW-Landesregierung "kleinere karnevalistische Kulturveranstaltungen" wie etwa Konzerte oder Sitzungen mit überschaubarer Teilnehmerzahl. Auch hier müssen die Vorgaben der Coronaschutzverordnung eingehalten werden, Veranstalter müssen Hygienekonzepte vorlegen. Die Absage der Großveranstaltungen nannte Kuckelkorn den "einzigen Weg". Trotzdem soll am 11.11., dem offiziellen Beginn der Karnevalszeit, sowohl die traditionelle Eröffnungsveranstaltung in Düsseldorf - Hoppeditz' Erwachen - stattfinden als auch die Auftaktfeier in Köln. Diese Feier mit bekannten Karnevalsbands werde allerdings nicht wie sonst auf dem Heumarkt in der Altstadt mit vielen tausend Zuschauern abgehalten, sondern unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Kölner Wagenbauhalle. Der Westdeutsche Rundfunk werde die ganze fünfeinhalb Stunden lange Show live im Fernsehen übertragen. Es solle auch niemand zum Feiern in die Stadt fahren. Normalerweise kommen am 11. November mehrere hunderttausend Menschen in die Kölner Innenstadt, viele auch von auswärts.

Auch "Orden wider den Tierischen Ernst" verschoben

Der Aachener Karnevalsverein verschiebt wegen der Corona-Pandemie auch die für Ende Januar 2021 geplante Festsitzung Orden wider den Tierischen Ernst. Der Verein hoffe, seiner designierten Ritterin, der Schauspielerin Iris Berben die Auszeichnung im Februar 2022 verleihen zu können, sagte der Präsident des Karnevalsvereins, Werner Pfeil.

Karneval soll in kleiner Runde gefeiert werden

Im September hatten die großen Karnevalsverbände von Köln, Düsseldorf, Aachen und Bonn mit der nordrhein-westfälischen Landesregierung abgesprochen, dass es in der Saison 2020/21 keinen Sitzungskarneval geben soll und keine Karnevalszüge in bekannter Form. Ministerpräsident Laschet (CDU) kündigte via Twitter an, dass es keine Karnevalsumzüge und "Party auf engem Raum" geben werde. Gesellige Feiern mit schunkelnden Menschen seien in Corona-Zeiten "nicht denkbar", betonte auch Staatskanzlei-Chef Nathanael Liminski. Für den Karneval gälten die gleichen Vorschriften wie für andere Veranstaltungen auch. Der Aachener Karnevalschef Frank Prömpeler sagte, der Karneval habe sich immer schon weiterentwickelt, und jetzt seien Ideen im kleinen Rahmen, etwa in Pfarr- und Vereinsheimen, gefragt. Gerade dieser versteckte Karneval sei der, bei dem es auch viele persönliche Momente gebe, sagte Prömpeler.

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+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

Covid-19Wie es um Diskotheken und Clubs in der Coronakrise steht

Spanien, Italien und Malta haben ihre Diskotheken aufgrund der steigenden Coronainfektionen schon vor Wochen wieder geschlossen. In Deutschland waren die Clubs seit dem Frühjahr quasi nicht mehr geöffnet. Nun hoffen einige Clubbetreiber auf Wiedereröffnungen unter strengen Hygienekonzepten - trotz steigender Infektionszahlen. Viele Menschen auf engem Raum, laute Musik und laute Gespräche, Alkoholseligkeit, Flirtstimmung: Man muss kein Epidemiologie sein um zu verstehen, dass Diskotheken im Normalbetrieb dem Coronavirus ideale Bedingungen zur Ausbreitung bieten. In Südkorea hatte bereits Mitte Mai ein Fall für Aufsehen gesorgt: Nachdem das Virus im Land unter Kontrolle gebracht wurde, steckte ein Mann Dutzende Menschen an nur einem Abend in Nachtclubs an - ein Superspreading-Event. Der erneute Ausbruch brachte das südkoreanische Gesundheitssystem fast an seine Kapazitätsgrenzen. Auch die Apres-Ski-Partys im österreichischen Ferienort Ischgl haben gezeigt, dass Coronavirus und Feiern nicht zusammenpassen. Trotzdem öffneten Urlaubsländer wie Spanien, Italien oder Kroatien ihre Clubs im Sommer. Denn sie sind ein Eckpfeiler der Tourismusindustrie, die wiederum in diesen Ländern ein wichtiger Wirtschaftszweig ist. In Spanien und Italien wurden die Diskotheken im August landesweit wieder geschlossen, in Kroatien die Öffnungszeiten zumindest verkürzt. Man balanciere zwischen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Interessen, sagte Kroatiens stellvertretender Innenminister Trut damals.

Wie ist die Situation in Deutschland?

In Deutschland gehörten die Diskotheken mit zu den ersten Betrieben, die schließen mussten. Und während Theater, Kinos und Bars unter Auflagen längst wieder geöffnet sind, müssen die meisten weiterhin geschlossen bleiben. Die Hilfen vom Staat haben viele längst aufgebraucht. Als "besonders dramatisch" beschrieb Dehoga-Präsident Zöllick die Situation der Diskotheken und Clubs im August. Da es noch immer keine Öffnungsperspektive gebe, wachse die Verzweiflung der Unternehmer von Tag zu Tag, sagte er. Die Betriebe wüssten nicht, wie sie durch die Krise kommen können und befürchteten ein massives Disco- und Clubsterben, betonte er. In Sachsen-Anhalt dürfen Diskotheken voraussichtlich ab dem 1. November wieder öffnen. Sie dürfen nicht mehr als 60 Prozent der maximal zugelassenen Besucherzahl einlassen. Zudem müssen Anwesenheitslisten geführt und Mindestabstände beachtet werden. Nicht wenige Betreiber von Clubs in der Landeshauptstadt Magdeburg hadern allerdings mit einer Öffnung, wie die Volksstimme berichtete. Für einige rechnet sich die geringere Auslastung kaum, andere wollen die Verantwortung nicht tragen und befürchten Falschangaben oder Regelverstöße der Gäste. In mehreren Bundesländern waren Diskobetreiber vor Gericht gezogen. In Nordrhein-Westfalen etwa wandte sich eine Clubbetreiberin aus Köln an das Oberverwaltungsgericht, wie der WDR berichtete. Sie hielt die Betriebsschließung ohne angemessenen finanziellen Ausgleich für rechtswidrig. Ihre Klage wurde abgelehnt. Denn die Verbreitung des Virus werde dadurch begünstigt, dass in Diskotheken viele wechselnde Gäste, in meist schlecht belüfteten Räumen und zumeist über längere Zeit dicht gedrängt beieinander stünden, säßen oder tanzten, hieß es. Hygieneregeln, wie sie in Theatern oder Bars gelten, hielten die Richter in Clubs und Diskotheken für ungeeignet. In München klagen sechs Clubbetreiber und hoffen auf Schadenersatz, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Was können Clubbetreiber tun?

Derzeit ist - außer in Sachsen-Anhalt - nicht absehbar, wann die Diskotheken wieder für Partys öffnen können. Die einzelnen Regeln machen die Bundesländer, doch viele ordnen die Clubs in die Liste jener Orte und Veranstaltungen ein, die erst im letzten Schritt öffnen dürfen. Vielerorts dürfen Diskotheken und Clubs ihre Räume allerdings für kleinere Veranstaltungen unter Corona-Auflagen vermieten - doch den Umsatz von Partywochenenden dürften sie damit kaum erreichen. In Hannover hat sich eine Diskothek zur Bar umgebaut. Einige Betriebe versuchen es mit kreativen Lösungen: In Köln hat ein Technoclub einen kleinen Biergarten vor seinem Geschäft eröffnet, in Berlin präsentiert das Berghain in seinen Hallen Kunstausstellungen. Wer einen Außenbereich hat, versucht dort kleinere Partys zu organisieren. Ein Escape-Room in Hannover führt inzwischen Mini-Partys durch, bei der kleine Freundeskreise je in einem Raum unter sich bleiben und feiern können - das Konzept wurde genehmigt und wird gut angenommen, wie die Hannoversche Allgemeine berichtete. Zudem gehen die Betreiber sowie andere Menschen aus der Veranstaltungsbranche regelmäßig auf die Straßen - Anfang September etwa bei einer Großdemonstration der Branche unter dem Motto Alarmstufe Rot in Berlin.

Wohin mit den jungen Leuten?

Die Clubschließungen betreffen nicht nur die Besitzerinnen und Besitzer, sondern auch die Kundschaft. Robert Gaa, Nachtbürgermeister in Mannheim, sieht es so: Die Menschen bräuchten Begegnungsorte, an denen sie in sozialen Kontakt treten können und sich mit anderen austauschen können. Weil coronabedingt alle Clubs, Diskotheken und Livemusikspielstätten dicht sind, verlagere sich die soziale Interaktion in den öffentlichen Raum. Das ist in zahlreichen Städten zu beobachten. Vor allem junge Menschen treffen sich an Orten, die auch vor der Corona-Pandemie beliebt waren: Parks, Flussufer, Plätze in der Innenstadt. In Stuttgart und Frankfurt am Main war es wohl auch deshalb zu Krawallen gekommen. Dort hatten Feiernde die Polizei mit Gegenständen beworfen, Dutzenden Menschen wurden festgenommen. Vielerorts gibt es aber auch friedliche Partys - auf denen wohl selten die Corona-Abstände eingehalten werden. In Berlin etwa trifft sich ein Teil der Clubszene seit Wochen zu Partys in der Hasenheide. Viele Feiernde dort gehen davon aus, dass das Ansteckungsrisiko unter freiem Himmel gering oder "gleich null" ist, wie ein junger Mann in einem Deutschlandfunk-Bericht sagt. Zwar gehen Epidemiologen davon aus, dass das Ansteckungsrisiko im Freien im Vergleich zu geschlossenen Räumen deutlich geringer ist - doch es besteht trotzdem. Gerade, wenn sich Menschen etwa aufgrund der lauten Musik anschreien müssten, erhöhe sich das Risiko, wie Forschende sagen.

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

ReisewarnungenRKI aktualisiert Liste der Coronavirus-Risikogebiete

Das Auswärtige Amt hat Reisewarnungen für zahlreiche Regionen in Europa ausgesprochen, die regelmäßig aktualisiert werden. Dabei orientiert es sich an der Einschätzung des Robert Koch-Instituts, das in diesen Regionen die Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus für besonders hoch hält. Wir haben die wichtigsten Informationen zu den Risikogebieten zusammengestellt und erklären, was das aktuell für das Reisen bedeutet. Welche Regelungen bezüglich Einreise und Hygiene in beliebten Urlaubsländern gelten, haben wir zudem in dem Stück "Wie ist die Lage in den europäischen Urlaubsländern?" zusammengestellt. Sie finden es unter diesem Text unter "Weiterführende Artikel zum Coronavirus". Im Folgenden haben wir den aktuellen Stand der Risikogebiete zusammengefasst. Laut Auflistung des Robert Koch-Instituts gibt es folgende Risikogebiete. Auf seinen Seiten informiert das RKI auch, ab wann die Reisewarnungen gelten.

Niederlande

Laut RKI gilt das gesamte Land Niederlande (inklusive autonome Länder) als Risikogebiet.

Frankreich

Es gilt gesamt Kontinentalfrankreich sowie auch das französische Überseegebiet Martinique als Risikogebiet.

Österreich und Ungarn

Das RKI weist ganz Österreich mit Ausnahme des Bundeslandes Kärtnen als Risikogebiet aus. In Ungarn wurden die Hauptstadt Budapest sowie die Regionen Baranya, Borsod-Abaúj-Zemplén, Csongrád-Csanád, Györ-Moson-Sopron, Hajdú-Bihar, Jász-Nagykun-Szolnok, Komárom-Esztergom, Nógrád, Pest, Szabolcs-Szatmár-Bereg, Veszprém und Vas zum Corona-Risikogebiet erklärt.

Schweiz

Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in die Schweiz.

Belgien, Luxemburg

Belgien und Luxemburg gelten vollständig als Risikogebiet.

Großbritannien und Irland

Auch ganz Großbritannien und Irland gelten als Risikogebiet.

Spanien, Portugal und Gibraltar

Ganz Spanien gilt als Risikogebiet inklusive der Kanarischen Inseln. Auch das an Spanien grenzende britische Überseegebiet Gibraltar steht auf der Liste. In Portugal werden die Neuinfizierungen in der Metropolregion Lissabon als so gravierend eingestuft, dass für dieses Gebiet ebenfalls eine Reisewarnung herausgegeben wurde. Hinzugekommen ist zudem die Region Norte.

Italien

Große Teile Italiens, unter anderem die Hauptstadt Rom, gelten als Risikogebiete.

Tschechien und Slowakei

Ganz Tschechien gilt ohne Ausnahmen als Risikogebiet. Gleiches gilt für die Slowakei.

Slowenien und Kroatien

In Kroatien gelten die Regionen Lika-Senj, Brod-Posavina, Virovitica-Podravina, Dubrovnik, Pozega-Slavonia, Split-Dalmatien, Vukovar-Srijem, Sisak-Moslavina, Krapinsko-Zagorska als Risikogebiete. Auch die Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska werden als Risiko eingestuft. In Slowenien gelten die Regionen Posavska, Goriska, Gorenjska, Koroška, Osrednjeslovenska, Primorsko-notranjska (Küstenland-Innerkrain), Savinjska und Zasavska als Risikogebiet. Ferner hinzugekommen sind die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska.

Dänemark, Finnland, Schweden und Island

Seit dem 23. September ist die dänische Region Hovedstaden mit der Hauptstadt Kopenhagen als Risikogebiet ausgewiesen. In Finnland gilt die Region Österbotten als Risikogebiet. Ebenso eingestuft sind die schwedischen Provinzen Jämtland, Jönköping, Örebro, Östergötland, Stockholm und Uppsala. Ganz Island gilt als Risikogebiet.

Rumänien, Moldau und Bulgarien

Ganz Rumänien wird als Risikogebiet eingestuft. Das gilt auch für das Nachbarland, die Republik Moldau. In Bulgarien werden die Verwaltungsbezirke Blagoevgrad und Targowischte als Risikogebiete eingestuft.

Polen und Baltikum

Vor Reisen nach Polen wird gewarnt. In Estland gilt die Region Ida-Viru als Risikogebiet, in Litauen die Bezirke Kaunas und Siauliu.

Weitere Risikogebiete

Reisewarnungen gelten außerdem für Albanien, Andorra, Belarus, Bosnien und Herzegowina, Estland, das Kosovo, Malta, Montenegro, Nordmazedonien, Russland, Serbien und die Ukraine.

Keine Reisewarnung für mehrere europäische Länder

Bei einigen Staaten in Europa wird weder vor Reisen gewarnt noch von ihnen abgeraten: Griechenland, Lettland, Liechtenstein, Monaco, Norwegen, San Marino, Zypern und der Vatikan.

Risikogebiete im Rest der Welt

Eine pauschale Reisewarnung für etwa 160 außereuropäische Länder ist Ende September ausgelaufen. Nach einer Entscheidung des Bundeskabinetts wird die Corona-Infektionslage nun wieder für jedes Land einzeln bewertet. Zudem gilt ab für vom RKI ausgewiesene Risikogebiete automatisch eine Reisewarnung.

Risikogebiete und Reisewarnungen

Die Liste der Risikogebiete wird vom Robert Koch-Institut nach Abstimmung mit dem Bundesgesundheitsministerium, dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium veröffentlicht. Dabei greift laut RKI eine zweistufige Bewertung: Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten oder Regionen in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner registriert wurden. Für Regionen, in denen dieser Schwellenwert unterschritten wird, bewertet das RKI mit Hilfe von Informationen des Auswärtigen Amtes, ob möglicherweise dennoch ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt. Dabei spielen unter anderem die Testkapazitäten und durchgeführten Tests, Eindämmungsmaßnahmen und die Verlässlichkeit der Informationen für bestimmte Staaten eine Rolle. (Stand: 22.10.)

Weiterführende Artikel zum Coronavirus

Wir haben ein Nachrichtenblog angelegt. Das bietet angesichts der zahlreichen Informationen einen Überblick über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen.

Zahlen und Daten

+ Aktuelle Entwicklungen: Zahlen zum Coronavirus in Deutschland (Stand: 24.10.) + Lage in Deutschland: Was bedeutet der rasante Anstieg von Neuinfektionen und Inzidenzwert? (Stand: 22.10) + Einordnung: Welche Zahlen wir zum Coronavirus nennen und warum (Stand: 22.08.)

Test und Schutz

+ Tests auf das Coronavirus: Wann, wo und wie? (Stand: 28.09.) + Corona-Infektionsgeschehen: Wie zuverlässig sind die Tests? (Stand: 08.10) + Behandlung: So weit ist die Impfstoffforschung gegen das Coronavirus (Stand: 20.10.) + Remdesivir und Co: Wie weit ist die Suche nach Medikamenten gegen Covid-19? (Stand: 16.10.) + Infektion: Was man bisher zu Reinfektionen und Immunität gegen das Coronavirus weiß (Stand: 10.10.) + Krankenhäuser: Was der Anstieg der Corona-Infektionen für sie bedeutet (Stand: 15.10.)

Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

Urlaub und Freizeit

+ Brauchtum: Was vom Karneval übrig bleibt in dieser Session (Stand 19.09) + Clubs: Wie es um die Öffnung von Diskotheken steht (Stand: 03.10.) + Reisewarnung: Die aktuelle Liste der Risikogebiete (Stand 22.10.) + Übersicht: die Beherbergungsverbote in den Bundesländern (Stand: 17.10.) + Reise-Rückkehrer und Party-Gänger: Wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt (Stand: 10.10.) Die Dlf-Nachrichten finden Sie auch bei Twitter unter: @DLFNachrichten.

CoronaÜbersicht der Beherbergungsverbote in den Bundesländern

In den 16 Bundesländern gelten in Bezug auf die Corona-Pandemie unterschiedliche Beherbungsregeln. Verbote wurden zum Teil durch Gerichte außer Kraft gesetzt. Eine Übersicht. BADEN-WÜRTTEMBERG: In Baden-Württemberg gibt es keine Einreiseverbote oder Quarantänepflicht für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten. Weitere Beherbergungsverbote wurden vom Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg außer Vollzug gesetzt. Zuvor hatten Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten in Pensionen und Hotels nur dann übernachten dürfen, wenn ein höchstens 48 Stunden alter negativer Corona-Test vorlag. BAYERN: Es gibt kein Einreiseverbot. Das Beherbergungsverbot wurde zunächst ausgesetzt. Später verzichtete die Staatsregierung auf eine Verlängerung. BERLIN: Für die Einreise gibt es keine Beschränkungen. Der Senat hat kein Beherbergungsverbot beschlossen. BRANDENBURG: Das Beherbergungsverbot in Brandenburg wurde aufgehoben. Touristen aus innerdeutschen Risikogebieten können wieder nach Brandenburg reisen. BREMEN: In Bremen gibt es kein Einreiseverbot und keine Quarantänepflicht oder ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten. HAMBURG: Es gibt kein Einreiseverbot für Menschen aus inländischen Risikogebieten. Übernachtungsgäste müssen schriftlich bestätigen, dass sie sich in den vorangegangenen 14 Tagen nicht in einem solchen aufgehalten haben. Falls doch, können sie mit einem negativen Testergebnis übernachten, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. HESSEN: Das seit Sommer geltende Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Risikogebieten hat Hessen abgeschafft. MECKLENBURG-VORPOMMERN: Nach wochenlangem Streit einigten sich Landesregierung und Tourismusbranche darauf, dass für Urlaub im Nordosten seit dem 21.10.2020 ein aktueller negativer Corona-Test ausreicht. Mehrtägige Quarantäne und ein zweiter Test sind nicht mehr erforderlich. Tagesgäste aus Risikogebieten dürfen nicht einreisen. NIEDERSACHSEN: Die Einreise innerhalb Deutschlands ist nicht beschränkt. Tagestourismus ist möglich. Es gelten keine Quarantänevorgaben für deutsche Risikogebiete. Das Beherbergungsverbot für Reisende aus deutschen Risikogebieten wurde vom niedersächsischen Oberverwaltungsgericht für rechtswidrig erklärt. NORDRHEIN-WESTFALEN: In NRW gibt es keine Beschränkungen und kein Beherbergungsverbot für Urlauber aus nationalen Risikogebieten. RHEINLAND-PFALZ: In Rheinland-Pfalz war ursprünglich zum 13. Oktober ein Beherbergungsverbot geplant, doch es wurde gestoppt. Derzeit gibt es also keine Einschränkungen. SAARLAND: Das Saarland hat das Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten aufgehoben. SACHSEN: Wer aus einem Risikogebiet kommt, musste sich anfangs testen lassen. Inzwischen gilt die Beschränkung nicht mehr. SACHSEN-ANHALT: Die Einreise ist erlaubt. Die Beherbergung von Personen aus Risikogebieten zu touristischen Zwecken ist verboten - es sei denn, der Gast kann ein Attest vorlegen, wonach es keine Anhaltspunkte für eine Covid-19-Erkrankung gibt. Ein Hotelier und ein Vermieter von Ferienwohnungen haben Eilanträge gegen das Beherbergungsverbot beim Oberverwaltungsgericht (OVG) eingereicht. Wann das Gericht darüber entscheidet, steht noch nicht fest. SCHLESWIG-HOLSTEIN: Die Justiz in dem Bundesland hat das Beherbergungsverbot von Touristen aus inländischen Corona-Hotspots vorerst gekippt. Es werde bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache außer Vollzug gesetzt, teilte das Oberverwaltungsgericht Schleswig mit. Das Gericht erklärte unter Verweis auf das Robert Koch-Institut (RKI), dass sich das Coronavirus zunehmend in privaten Haushalten und bei privaten Kontakten ausbreite, während Ansteckungen in Hotels wegen entsprechender Hygienekonzepte eher selten seien. THÜRINGEN: Es gibt keine Einreisebeschränkungen oder ein Beherbergungsverbot für Menschen aus deutschen Risikogebieten.

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Zahlen und Daten

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Ansteckung und Übertragung

+ Übertragung: Welche Rolle Aerosole spielen (Stand: 10.10.) + Oberflächen: Wie lange sich das Coronavirus dort hält (Stand 12.10.) + Gesichtsmasken: Was man zu Schutzmasken wissen sollte (Stand: 24.09.) + Herbst: Was zu tun ist, wenn Corona und Grippewelle aufeinandertreffen (Stand: 14.10.) + Übersterblichkeit: Wie tödlich ist das Coronavirus wirklich? (Stand: 10.10.) + "Superspreader-Events": Wenn Demos, Feiern und Veranstaltungen zum Problem werden (Stand: 13.10.)

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CoronavirusReise-Rückkehrer und Party-Gänger - wer die deutschen Infektionszahlen derzeit in die Höhe treibt

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland steigt weiter. Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI) und aus den Bundesländern zeigen: Haben Mitte August noch Reiserückkehrer eine große Rolle gespielt, gibt es inzwischen mehr Übertragungen im Inland - etwa auf privaten Festen, Hochzeiten, Gottesdiensten und großen Partys. In seinem Lagebericht (9.10.2020) stellte das Robert Koch-Institut fest, dass "nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau aktuell ein weiterer stetiger Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten" sei. Der 7-Tage-R-Wert liege bei 1,37. RKI-Präsident Wieler sagte bei einer Pressekonferenz am 8. Oktober: "Seit September steigen die Zahlen wieder, seit Anfang Oktober haben sie sich verdoppelt." Die meisten Ansteckungen erfolgten jetzt im Inland. Nur noch acht Prozent der Neuinfektionen gingen auf Reisende zurück. Besonders in deutschen Großstädten steigen momentan die Infektionszahlen an. Aus diesem Grund haben sich die Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen der elf größten Städte am 9. Oktober mit Bundeskanzlerin Merkel auf strengere Corona-Auflagen verständigt, sollten die Städte die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschreiten und zum Risikogebiert erklärt werden.

Obergrenzen für Privatpartys

Als Grund für die zunehmende Ausbreitung des Coronavirus haben Medizin und Politik hauptsächlich private Feierlichkeiten identifiziert. So kamen die Städte mit dem Bund überein, in Risikogebieten von Feiern in privaten Räumlichkeiten ganz abzuraten. An Privatfeiern in Restaurants oder Festsälen sollten nicht mehr als 25 Menschen teilnehmen. (Stand: 10.10.2020)

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