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Samstag, 8.08.2026
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Flughafen Leipzig/HalleUS-Medien sehen Hinweise auf russische Herkunft von Sprengstoff-Drohne
Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig/Halle berichten US-Medien über Hinweise auf eine russische Herkunft des Flugkörpers. Das Wall Street Journal schreibt, die Drohne gehöre wahrscheinlich der russischen Regierung.Die Zeitung beruft sich auf US-Regierungsbeamte, die mit den einschlägigen Geheimdienstberichten vertraut seien. Der Sender CNN berichtet ebenfalls, die USA seien zu dem Schluss gekommen, dass die Drohne von einem russischen Geheimdienst stamme. CNN beruft sich auf einen US-Verteidigungsbeamten in Europa. Dieser erklärte, der Sprengstoff der Drohne lasse auf eine militärische Beschaffenheit schließen.
In Deutschland hatten bereits der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter und Grünen-Fraktionschefin Dröge die Vermutung geäußert, dass Russland für den Drohnen-Vorfall verantwortlich sei. Bundesinnenminister Dobrindt sprach dagegen nur von einem hybriden Angriff von, Zitat, "fremden Mächten".
Leipzig/Halle: Spezial-Radar in Betrieb genommen
Am Flughafen Leipzig/Halle wurde inzwischen von der Bundespolizei eine neue Überwachungstechnik installiert. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtete, wurde ein Drohnen-Wachposten mit speziellem Radar auf der Besucherplattform des alten Towers eingerichtet. Laut dem Nachrichtenportal "Tag24" handelt es sich um ein EchoShield-Radarsystem, das anfliegende Drohnen auf größere Distanzen erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen kann.
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SüdosteuropaAbgestürzte Drohne in Bulgarien kam wohl aus der Ukraine
Die in Bulgarien abgestürzte Drohne kam offenbar aus der Ukraine.Es handle sich um eine sogenannte Lockdrohne vom Typ Maja, die von den ukrainischen Streitkräften häufig eingesetzt werde, erklärte das Verteidigungsministerium in Sofia. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass es sich um einen vorsätzlichen Vorfall handele.
Am Morgen war eine mit Sprengstoff bestückte Drohne im bulgarischen Grenzgebiet zu Rumänien abgestürzt. Die Einschlagstelle lag laut Angaben von Ministerpräsident Radew nur rund einen Kilometer entfernt von einer wichtigen Gaspipeline, die zwischen der Ukraine und der Türkei verläuft. Verletzte oder Sachschäden habe es nicht gegeben.
Das EU- und NATO-Mitgliedsland Bulgarien hat die Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs substantiell mit Munition und Waffen unterstützt.
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Treffen in BelgradSerbien und die Ukraine vereinbaren Kooperation
Serbien und die Ukraine wollen enger zusammenarbeiten. Die Präsidenten Vucic und Selenskyj unterzeichneten bei Selenskyjs erstem offiziellen Besuch in Belgrad Absichtserklärungen für die Bereiche Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit.Zudem wurde vereinbart, ein Freihandelsabkommen auszuarbeiten. Rüstungskooperationen wurden laut Vucic nicht angesprochen.
Bei dem Treffen betonte Vucic die territoriale Integrität der Ukraine und dankte Selenskyj dafür, im Falle Serbiens dasselbe zu tun. Die Ukraine erkennt - anders als viele EU-Staaten - die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an, das von Serbien weiterhin als Teil des eigenen Staatsgebietes betrachtet wird.
Vucic vermied erneut Zusagen für Sanktionen gegen Russland. Serbien unterhält gute Beziehungen zu Moskau und ist auf russische Gasimporte angewiesen. Zugleich strebt das Land in Richtung EU. Selenskyj sprach sich denn auch für mehr Tempo bei den Beitrittsverhandlungen mit Serbien aus.
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"Welt am Sonntag""Fatales Signal": Union kritisiert Klingbeils Steuerpläne für bestimmte Vereine
Aus der Union kommt Kritik an Steuerplänen des SPD-geführten Bundesfinanzministeriums. Danach sollen die Freibeträge für steuerpflichtige Vereine gesenkt werden.Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Güntzler, sagte der "Welt am Sonntag", er frage sich, ob man sich für Mehreinnahmen von 45 Millionen Euro den erwartbaren Ärger mit den Vereinen einhandeln wolle. Wörtlich sprach er von einem fatalen Signal.
Laut dem Referentenentwurf, aus dem die Zeitung zitiert, soll es statt eines Freibetrages von 5.000 Euro eine Freigrenze von 1.000 Euro geben. Die Regelungen würden für Vereine gelten, die wirtschaftliche Interessen verfolgen, darunter neben Wirtschaftsverbänden auch Vereine mit großen Immobilienbeständen sowie Profisportvereine. Nicht betroffen wären gemeinnützige Vereine, also kleine Sportvereine, Musik- und Feuerwehrvereine. Diese sind ohnehin von fast allen Steuerarten befreit.
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BraunschweigTausende beim Christopher Street Day
Tausende Menschen nehmen in Braunschweig am ChristopherChristopher Street Day teil.Nach einer vorläufigen Schätzung der Polizei demonstrierten rund 6.000 Menschen für die Rechte von lesbischen, schwulen und anderen queeren Menschen. Das seien deutlich mehr als in den vergangenen Jahren - als es zwischen 4.500 und 5.000 Teilnehmende gab. Nach Angaben der Polizei verlief der Demonstrationszug friedlich.
Nach dem Anschlag am Rande des Berliner CSD Ende Juli wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Einige Straßen in Braunschweig wurden abgeriegelt, die Strecke des Umzugs mit mobilen Absperrungen gesichert. Zudem sind deutlich mehr Beamte im Einsatz.
Die jährlich in vielen Städten und Ländern organisierten CSD-Kundgebungen erinnern an den 28. Juni 1969, als die Polizei die Schwulenbar "Stonewall Inn" in New York stürmte. Der Einsatz löste einen Aufstand von Schwulen, Lesben und Transpersonen aus.
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Tour de FranceVollering setzt sich in Nizza durch und übernimmt das Gelbe Trikot
Die Niederländerin Demi Vollering hat die achte und vorletzte Etappe der Tour de France der Frauen gewonnen.Mit ihrem Sieg auf der Strecke von Sisteron nach Nizza übernahm sie auch das Gelbe Trikot. Vollering setzte sich sechs Kilometer vor dem Ziel von der Spitze ab. Sie lag am Ende 17 Sekunden vor der Italienerin Elisa Longo Borghini und der Polin Kasia Niewiadoma. Im Gesamtklassement geht Vollering mit acht Sekunden Vorsprung auf Niewiadoma in die entscheidende Schlussetappe. Diese findet am Sonntag statt.
Die Vorjahres-Siegerin der Tour de France Femmes, Pauline Ferrand-Prévot, beendete das diesjährige Rennen vor der vorletzten Etappe. Ihr Team gab in Sozialen Medien bekannt, die Französin fühle sich gesundheitlich angeschlagen und habe nach Beratungen mit ihren medizinischen Betreuern entschieden, nicht zu starten.
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StralsundAfD in Mecklenburg-Vorpommern bekräftigt Ziel einer Alleinregierung nach der Landtagswahl im September
In Mecklenburg-Vorpommern hat die AfD ihr Ziel bekräftigt, nach der Landtagswahl im September allein regieren zu können.Der Spitzenkandidat der Partei, Holm, sagte in Stralsund zum Auftakt des Wahlkampfs, das sei die große Aufgabe. Dafür müsse man aber wahrscheinlich rund 43 Prozent erreichen. Da müsse man noch etwas arbeiten. Holm stellte für den Fall einer Regierungsübernahme erneut eine restriktivere Migrationspolitik und die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrages in Aussicht.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neues Parlament gewählt, zwei Wochen nach der Abstimmung in Sachsen-Anhalt. Die AfD lag in Mecklenburg-Vorpommern in den Umfragen zuletzt zwar vor den anderen Parteien, aber deutlich unterhalb von Holms Zielmarke. Infratest dimap sah die AfD im Juli bei 36 Prozent. Die SPD, die derzeit mit der Linken regiert, folgt mit einigen Punkten Abstand auf Platz zwei. SPD, Linke und CDU schließen eine Zusammenarbeit mit der AfD aus. Die SPD-Spitzenkandidatin, Ministerpräsidentin Schwesig, spricht von einer Richtungswahl. Sie hat die AfD wiederholt als "gefährliche und unsoziale Partei" bezeichnet, die Verachtung und Angst fördere und Verfassungsgegner in Spitzenpositionen dulde.
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Vor LandtagswahlenUnionsfraktionschef Frei: Kooperationsverbot mit AfD gilt bundesweit
Kurz vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland hat Unionsfraktionschef Frei darauf hingewiesen, dass die Bundes-CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht dulde. Frei sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, das Kooperationsverbot mit der AfD sei ein Grundsatzbeschluss in der CDU. Dies könne nicht je nach Bundesland anders beantwortet werden.Er fügte hinzu, die Bundespartei halte sich normalerweise aus der Regierungsbildung in den Ländern heraus. Bei dieser grundsätzlichen Frage sei aber die ganze Partei betroffen.
In Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Meinungsumfragen vor der anstehenden Landtagswahl deutlich vor der CDU. Der Verfassungsschutz hat die AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung eingestuft. Außer in Sachsen-Anhalt wird auch in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gewählt.
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BürokratieabbauInnenministerium plant Personalausweis ohne Adresse und mit größerem Foto
Auf dem Personalausweis könnte künftig keine Adresse mehr stehen.Wie die "Rheinische Post" berichtet, arbeitet das Bundesinnenministerium an einer neuen Generation des Dokuments. Zur Entlastung der Bürokratie wird erwogen, die Anschrift wegzulassen. Dann wären auch keine Änderungsaufkleber bei Umzügen mehr nötig. Außerdem soll es dem Bericht zufolge ein größeres Foto und weitere Sicherheitsmerkmale geben. Ende 2027 soll das Konzept für den neuen Personalausweis stehen.
Der Petitionsausschuss des Bundestags unterstützt Überlegungen, bei einer neuen Generation von Personalausweisen auf den Aufdruck der Wohnanschrift zu verzichten.
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NiedrigwasserLockerung des Lkw-Fahrverbots: Bilger verteidigt Maßnahmen zur Güterbeförderung
Bundesverkehrsminister Bilger hat die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots für Lastwagen verteidigt. Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk, während des Niedrigwassers müssten die Logistikketten noch einige Wochen lang aufrechterhalten werden.Es brauche hierfür allerdings mehrere Maßnahmen. So sollten vermeidbare Baustellen auf Autobahnen wegfallen. Auch werde eine Schleusensanierung auf einer Wasserstraße verschoben. Bilger hob außerdem hervor , dass die Bahn zusätzliche Kapazitäten für den Transport auf der Schiene bereitstelle.
Kritik vom BUND, Lob vom Industrieverband
Die Umweltorganisation BUND kritisierte den Umgang mit dem Niedrigwasser. Die angekündigten Maßnahmen zeigten, dass die Regierung nicht verstanden habe, dass niedrige Flusspegel ein Symptom der Klimakrise seien, sagte der BUND-Vorsitzende Bandt der "Rheinischen Post". Mit der Ausbaggerung von Flussbetten oder mehr Lkw auf den Autobahnen lasse sich das Problem nicht lösen. Die Binnenschifffahrt müsse an die Flüsse angepasst werden, nicht umgekehrt.
Der Industrieverband BDI äußerte sich dagegen befürwortend. Die Verlagerung von Gütern auf Schiene und Straße werde die Wertschöpfungsketten stabilisieren, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Lösch, ebenfalls der "Rheinischen Post". Entscheidend für die langfristige Resilienz der Wasserstraßen bleibe die Modernisierung der Infrastruktur. "Dafür braucht es höhere Investitionen in klimaresiliente Verkehrsinfrastrukturen, schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie ausreichend Personal in den zuständigen Behörden", sagte der BDI-Vize.
Wegen des Niedrigwassers im Rhein haben bereits Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und das Saarland das Fahrverbot für bestimmte Lkw an Sonn- und Feiertagen vorübergehend aufgehoben.
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GardaseeWaldbrand offenbar eingedämmt
Am Gardasee kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen großen Waldbrand.Medien berichten inzwischen von einer ersten Entwarnung. Demnach konnten einige Urlauber in ihre Unterkünfte zurückkehren. Der Feuerwehr ist es offenbar gelungen, den Brand einzudämmen.
Mehr als 200 Menschen mussten zwischenzeitlich am Westufer des Gardasees in Sicherheit gebracht werden. Die Feuerwehr war in der Gemeinde Tignale mit Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. Der Brand in den Bergen hatte sich in der Nacht rasant ausgebreitet.
Italien leidet seit Wochen unter extremen Temperaturen von teils mehr als 40 Grad.
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Protest in Plauen10.000 Demonstranten protestieren gegen Politik der Bundesregierung und fordern Neuwahlen
Im sächsischen Plauen haben nach Angaben der Polizei rund 10.000 Menschen gegen die Bundesregierung demonstriert.Aufgerufen hatte die Initiative "Einigkeit für Deutschland / Projekt M1llion". Sie fordert unter anderem den Rücktritt der Regierung und Neuwahlen, niedrigere Abgaben auf Strom und Gas sowie eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Zudem verlangen sie die sofortige Ausweisung aller - Zitat - verurteilten, straffälligen und illegalen Migranten.
An mehreren Gegenveranstaltungen nahmen laut Polizei rund 400 Menschen teil. Das Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage warnte davor, dass die Demonstration gegen die Bundesregierung in einschlägigen rechtsextremen Kanälen beworben worden sei. Auch die rechtsextreme Kleinpartei „Freie Sachsen“ unterstützte die Kundgebung. Die Veranstalter distanzierten sich von der Partei. Dennoch waren in der Menge auch Fahnen des Königreichs Sachsen zu sehen, die häufig von den "Freien Sachsen" verwendet werden.
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NorwegenBus mit deutschen Touristen verunglückt - mehrere Verletzte
In Norwegen ist ein Reisebus mit deutschen Touristen verunglückt.Wie der Rundfunksender NRK meldete, gibt es mehrere Verletzte. Der Bus war in der Region Trøndelag unterwegs, als er aus bisher ungeklärter Ursache in einer Kurve umkippte. An Bord waren 34 Urlauber.
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BerlinWahlkampfhelfer von Radfahrer attackiert - Staatsschutz ermittelt
In Berlin ist ein Wahlkampfhelfer von einem Radfahrer attackiert worden.Wie die Polizei mitteilte, soll der Radfahrer den 47-Jährigen am Donnerstagabend gezielt von hinten angefahren haben, als dieser Plakate befestigte. Der Mann habe sich beim Sturz an Schulter, Hüfte sowie Knöchel verletzt. Nach rbb-Informationen handelt es sich um einen Wahlkampfhelfer der AfD. Der Staatsschutz nahm Ermittlungen auf. In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.
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Schwimm-EM in ParisKlippenspringerin Halbisch holt Bronze
Bei der Schwimm-EM in Paris hat Klippenspringerin Maike Halbisch Bronze gewonnen.Die 21-Jährige erreichte nach vier Sprüngen von einem 20 Meter hohen Podest in die Seine das drittbeste Ergebnis - hinter der Ukrainerin Nelli Tschukaniwska und der Italienerin Elisa Cosetti.
Am Vormittag hatte die Mixed-Freiwasserstaffel um Florian Wellbrock bereits eine Goldmedaille gewonnen.
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BudapestUngarns Regierungspartei Tisza nominiert Ex-Richter Baka für das Präsidentenamt
Die ungarische Regierungspartei Tisza hat den früheren Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes, Baka, als Staatsoberhaupt nominiert.Das gab die Partei von Ministerpräsident Magyar auf Facebook bekannt. Die Wahl eines neuen Präsidenten soll bereits am Dienstag stattfinden.
Nach der Wahlniederlage des langjährigen Ministerpräsidenten Orbán hatte sich der damalige Präsident Sulyok geweigert, zurückzutreten. Die Regierung setzte seine Absetzung trotz internationaler Kritik per Verfassungsänderung durch.
Der Präsident in Ungarn hat weitgehend zeremonielle Aufgaben.
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KriegslageUkraine: Mehrere Tote bei Luftangriffen auf Vorort von Kiew
Bei neuen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umgebung sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden.Die Rede ist zudem von mehreren Verletzten. Fahrzeuge und Gebäude seien beschädigt worden, hieß es. Bei der nächtlichen Angriffswelle auf ukrainische Städte seien neben ballistischen Raketen auch Drohnen und Gleitbomben zum Einsatz gekommen. Weil es den ukrainischen Streitkräften mittlerweile an Patriotsystemen zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland die Angriffe auf Kiew und andere Städte in jüngster Zeit verstärkt.
Die russische Seite meldete einen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Ölraffinerie in der Region Krasnodar. Örtliche Behörden sprachen von mehreren Verletzten. Zudem sei eine Industrieanlage im Gebiet Samara beschossen worden. Nach ukrainischer Darstellung handelte es sich in beiden Fällen um eine Raffinerie. Die Angaben aus den Kriegsgebieten lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
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NepalLeichen von vier vermissten Bergsteigern, darunter ein Deutscher, gefunden
Neun Monate nach einem tödlichen Lawinenunglück in Nepal sind die Leichen von fünf vermissten Bergsteigern gefunden worden.Unter den Todesopfern ist auch ein Deutscher, wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Behörden mitteilte. - Die Bergsteiger waren im November 2025 am Berg Yalung Ri nahe der Grenze zu Tibet von einer Lawine erfasst worden. Einheimische und Rettungskräfte hatten ihre Leichen am Donnerstag entdeckt. Die Bergung verzögerte sich zunächst wegen schlechten Wetters.
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StaatsoberhauptSteinmeier-Nachfolge - Historikerin Specht spricht sich für eine Frau aus
Die Debatte über die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier hält an. Die Historikerin Heike Specht sagte im Deutschlandfunk, es sei höchste Zeit, dass eine Frau an der Spitze des Staates stehe. Solche Errungenschaften müssten erfochten werden.Specht bezeichnete die Abwägung zwischen Geschlecht und Eignung als albern . Die letzten 80 Jahre habe es quasi eine Männerquote gegeben. Der Unionsfraktionsvorsitzende Frei erklärte, er wünsche sich persönlich eine Frau als Staatsoberhaupt. Allerdings müsse auch ein Mann im Amt möglich sein.
Mehrere Vertreter von Union und der SPD hatten sich zuvor für eine Frau als Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier ausgesprochen. Die Wahl des neuen Staatsoberhaupts ist für Januar geplant.
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"Interview der Woche"FDP-Chef Kubicki: "Die Frühverrentung gehört weg"
Mit Blick auf die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren lehnt die FDP eine Sonderregelung für Ostdeutschland ab. Der FDP-Vorsitzende Kubicki sagte im "Interview der Woche" des Deutschlandfunks zu der Forderung von drei CDU-Ministerpräsidenten, gesonderte Lösungen für bestimmte Regionen seien überhaupt nicht vorstellbar.Dies würde das Rentensystem noch komplizierter machen. Die sogenannte Rente mit 63 sei zudem extrem teuer und habe vor allem Menschen mit Bürotätigkeiten entlastet, für die die abschlagsfreie Rente gar nicht eingeführt worden sei. "Die Frühverrentung gehört weg", so Kubicki .
Das Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Werding, appellierte an die Regierung, die Rentenreform als Ganzes umzusetzen. Wenn man einen Baustein herausnehme, würden die Reformpläne wie Dominosteine fallen, sagte Werding der "Rheinischen Post". Der Wirtschaftsweise, der auch der Rentenreformkommission angehörte, sprach sich zudem dafür aus, die Zahl der Verbeamtungen zu senken. Lehrkräfte und Professoren müssten künftig keine Beamten mehr sein.
Kubicki sprach im Interview auch über den Zustand der aktuellen Bundesregierung. Kanzler Merz habe viele Ankündigungen nicht in praktische Politik umsetzen können. Die Stimmung im Land sei zudem schlecht. Die aktuelle Regierung habe das Schlechte der Ampel-Koalition noch unterboten. "Und das will was heißen".
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SüdamerikaKolumbiens neuer Präsident De la Espriella im Amt
In Kolumbien hat der rechtsgerichtete Politiker De la Espriella das Präsidentenamt angetreten.In seiner Einführungsrede in Cali kündigte er harsche Sparmaßnahmen an. Eine Wirtschaft floriere nicht, wenn der Staat ohne Kontrolle Geld ausgebe, erklärte er laut einem Zeitungsbericht. Er werde außerdem die Vermögenssteuer abschaffen sowie den Abbau von Gas und Öl fördern, fügte er hinzu. Darüber hinaus kündigte De la Espriella an, mit harter Militärgewalt gegen Drogenbanden im Land vorzugehen.
Der Politikneuling De La Espriella hatte am 21. Juni die Stichwahl gegen den linken Präsidentschaftskandidaten Cepeda gewonnen. Er wurde unter anderem von US-Präsident Trump unterstützt.
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SüdfrankreichAusbreitung von Waldbrand nach 18 Tagen gestoppt
In Südfrankreich haben Einsatzkräfte nach 18 Tagen die Ausbreitung des Waldbrands gestoppt. Das Feuer im Département Var sei nun offiziell unter Kontrolle, teilte die Präfektur mit. Es habe sich auf rund 63 Quadratkilometer ausgebreitet.Bis der Brand vollständig gelöscht sei, würden allerdings noch mehrere Tage vergehen, hieß es. Rund 450 Feuerwehrleute blieben weiterhin im Einsatz. Auch die Überwachung der Waldgebiete werde fortgesetzt.
Das Feuer war am 21. Juli auf einem Feld ausgebrochen. Knapp 5.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Tausende Feuerwehrleute aus ganz Frankreich sowie hundert Einsatzkräfte aus anderen europäischen Ländern waren an den Löscharbeiten beteiligt. Innenminister Nuñez hatte den Brand als den am längsten andauernden Waldbrand im Département Var seit Beginn entsprechender Aufzeichnungen bezeichnet.
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WirbelsturmTaifun "Dolphin": Japan, Taiwan und China streichen Flüge
Im Süden Japans hat der Taifun "Dolphin" zu Stromausfällen und Flugstreichungen geführt.In der Präfektur Okinawa waren rund 14.000 Haushalte ohne Strom, wie die Behörden mitteilten. Die Fluggesellschaften ANA und Japan Airlines strichen Flüge in die Region. Auch in Taiwan wurden mehr als 60 internationale Flüge abgesagt. Der Wirbelsturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 162 Stundenkilometern, in Böen von bis zu 216 Stundenkilometern. Der Taifun soll in den kommenden Tagen auf die Ostküste Chinas treffen.
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FußballWeimer fordert Rücktritt von FIFA-Chef Infantino
Als erstes Mitglied der Bundesregierung hat Kulturstaatsminister Weimer den FIFA-Präsidenten Infantino zum Rücktritt aufgefordert. Infantino habe dem Weltfußball mit einem geplanten Ausverkauf schwer geschadet, sagte Weimer der Deutschen Presse-Agentur. Fußball sei ein Kulturgut für alle und keine Spekulationsware für wenige.Weimer forderte den Deutschen Fußballbund auf, aktiven Widerstand zu leisten. Ohne DFB und UEFA werde es keine Fußball-WM geben. Infantino hat seine Pläne zum Einstieg von Investoren inzwischen verworfen, die UEFA hält ihre Boykott-Drohung jedoch aufrecht.
Unterdessen berichtete der britische "Telegraph", Infantino habe 2011 in seinem damaligen Amt als UEFA-Generalsekretär eine hohe Abfindung für eine enge Mitarbeiterin herausgehandelt, die seine Geliebte gewesen sei. Die UEFA bestätigte gegenüber der Agentur SID die Zahlung und erklärte, diese sei im Einklang mit damaligen Regelungen für ausscheidende Mitarbeiter erfolgt. Infantinos Sprecher wies die Vorwürfe als kategorisch unwahr zurück.
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Abholzung im AmazonasNiedrigster Stand seit einem Jahrzehnt
Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gesunken.Wie die Behörden unter Berufung auf Satellitendaten mitteilten, wurden zwischen dem vergangenen August und Juli insgesamt knapp 2.900 Quadratkilometer Wald zerstört. Der Bilanz zufolge sind dies 37 Prozent weniger als in den zwölf Monaten davor. Es handelt sich um den niedrigsten Stand seit der genauen Erfassung der Abholzung im Jahr 2016.
2.900 Quadratkilometer sind etwas mehr als die Fläche Luxemburgs.
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Instagram und TikTokSocial Media: Sicherer Raum für Minderjährige gefordert, Kinderärzte-Verband sieht "Elternversagen"
Nach einem Urteil gegen den Internetkonzern Meta wegen Kindesgefährdung haben Fachleute ihre Forderung bekräftigt, Minderjährige besser zu schützen. Karl-Heinz Zmugg vom Verein Innocence in Danger e.V. forderte im Deutschlandfunk, die Plattformen mehr in die Verantwortung zu nehmen.Die Betreiber müssten einen sicheren Raum für Kinder und Jugendliche schaffen und sie vor Pädokriminellen schützen. Dafür brauche es etwa einen funktionierenden Jugendschutz und eine vernünftige Altersverifizierung.
Verband von Kinder- und Jugendärzten sieht Versagen bei Eltern
Zmugg erklärte , geforderte Verbote könnten umgangen werden. Kinder und Jugendliche wollten online präsent sein. Der Verein Innocence in Danger e.V. setzt sich für den Schutz von Minderjährigen im digitalen Raum ein.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte BVKJ sieht die Verantwortung bei den Erziehungsberechtigten. Es gebe ein massives Elternversagen, was Social Media und Bildschirmnutzung angehe, sagte Bundessprecher Maske der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Eltern müssten Grenzen setzen und selbst Vorbilder sein.
Urteil gegen Meta in New Mexico
Am Freitag war Meta im US-Bundesstaat New Mexico zu einer Geldstrafe von einer halben Milliarde US-Dollar verurteilt worden. Auch muss der Internetkonzern die Instagram- und Facebook-Nutzung von Minderjährigen auf höchstens 90 Stunden pro Monat beschränken. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte Meta vorgeworfen, Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung zu schützen. Meta will in Berufung gehen.
Mehr Informationen
Besserer Jugendschutz im Netz – Interview Karl-Heinz Zmugg, Innocence in danger
Meta zu Millionenstrafe verurteilt – wegen Gefährdung von Kindern
Ceuta-Andrang - EU fordert von Meta und Tiktok Vorgehen gegen Falschinformationen
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WashingtonUS-Senat stimmt für weitreichende Sanktionen gegen Russland
Der US-Senat hat für weitere Sanktionen gegen Russland gestimmt. Das Paket enthält Strafen gegen Präsident Putin sowie mehrere Beamte, Oligarchen und Banken. Der Gesetzentwurf sieht zudem Sanktionen gegen Länder vor, die weiterhin etwa Öl oder Gas aus Russland kaufen.Auf diese Weise sollen dem Kreml Einnahmen entzogen werden, mit denen er den Krieg gegen die Ukraine finanziert. Das Paket würde es US-Präsident Trump ermöglichen, die Zölle für Länder wie China und Indien zu erhöhen. Bisher schreckte Trump davor zurück, Peking wegen der Energieimporte aus Russland unter Druck zu setzen. Auf Waren aus Indien hatte er zeitweise einen Zoll von 25 Prozent wegen der Käufe russischen Öls verhängt.
Über das Gesetz muss noch das Repräsentantenhaus abstimmen. Da die zweite Kongresskammer bereits in der Sommerpause ist, wird sie voraussichtlich nicht vor September darüber abstimmen.
Von der Leyen: Moskau gemeinsam Mittel für Krieg entziehen
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen begrüßte die Entscheidung des US-Senats und teilte mit, man müsse Russland gemeinsam die Mittel für den Krieg entziehen. Mit schlagkräftigen, sich ergänzenden Sanktionen könnten Europa und die Vereinigten Staaten zeigen, was Partner erreichen könnten, wenn sie gemeinsam handelten.
Der ukrainische Präsident Selenskyj bedankte sich beim Senat. Die Maßnahmen trügen dazu bei, den Druck auf Russland zu erhöhen, den Krieg zu beenden.
Das Gesetz trägt den Namen des kürzlich gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es bereits im vergangenen Jahr vorangetrieben hatte. Das Vorhaben steckte lange im Senat fest. Nach dem Tod Grahams setzten sich seine Kollegen in der Kongresskammer für eine rasche Verabschiedung ein.
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Geplante PKK-Amnestie in TürkeiBundestagsvizepräsident Ramelow fordert Regelungen auch in Deutschland
Bundestagsvizepräsident Ramelow hat die Bundesregierung dazu aufgerufen, den Friedensprozess zwischen der Türkei und der kurdischen Arbeiterpartei PKK zu unterstützen.Ähnlich wie in der Türkei sollten auch in Deutschland Amnestieregelungen für kurdische Aktivistinnen und Aktivisten umgesetzt werden, sagte der Linken-Politiker der "Rheinischen Post". Hintergrund ist, dass die türkische Regierungspartei AKP im Bemühen um Frieden mit der Arbeiterpartei Kurdistans, PKK, einen Gesetzentwurf im Parlament eingereicht hat. Damit sollen rechtliche Rahmenbedingungen etwa für eine Freilassung und für eine gesellschaftliche Wiedereingliederung verurteilter PKK-Mitglieder geschaffen werden. Nach einem Aufruf von Parteigründer Öcalan im Februar 2025 hatte die PKK ihre Auflösung bekannt gegeben und ihren jahrzehntelangen bewaffneten Kampf gegen den türkischen Staat beendet.
Bei den Kämpfen zwischen der PKK und der türkischen Armee waren seit 1984 mindestens 50.000 Menschen getötet worden.
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CeutaMarokkanische NGOs: Mehr als 140 Menschen bei Andrang auf Ceuta gestorben
Nach Schätzungen marokkanischer Menschenrechtsorganisationen sind bei dem Massenandrang auf die spanische Exklave Ceuta mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen.Auf einer Pressekonferenz in Rabat erklärte ein Vertreter der Vereinigung AMDH, die Zahl könne weiter steigen. Die Organisationen berufen sich auf offizielle Angaben, Medienberichte und eigene Recherchen. Zuletzt gab Ceutas Regionalpräsident Vivas die Opferzahl mit 100 an.
Nach spanischen Angaben hatten in der vergangenen Woche rund 72.000 Menschen Ceuta erreicht. Der Vorfall löste in der EU eine neue Debatte über Migrationspolitik und Grenzschutz aus.
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Ceuta-AndrangEU fordert von Meta und Tiktok Vorgehen gegen Falschinformationen
Nach dem Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta hat EU-Digitalkommissarin Virkkunen von den Konzernen Meta und Tiktok ein entschiedeneres Vorgehen gegen Falschinformationen gefordert.Die Plattformen müssten entschlossen handeln, um die Integrität des digitalen Raums zu wahren - insbesondere in Krisensituationen, erklärte Virkkunen im Onlinedienst X. Die Überwachung müsse verstärkt und die Zusammenarbeit mit Faktenprüfern gefestigt werden. Die Kommissarin kündigte zudem an, dass sich die EU mit dem Thema beschäftigen werde. Der Massenandrang auf Ceuta in der vergangenen Woche war offenbar zu großen Teilen auf Falschinformationen auf Online-Plattformen zurückzuführen. Auf Tiktok sowie den zum US-Konzern Meta gehörenden Netzwerken WhatsApp, Instagram und Facebook hatte sich die Nachricht verbreitet, dass die Grenze nach Ceuta "offen" sei - dies stimmte aber nicht.
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Schengen-Streit nach Ceuta-AndrangSpanien antwortet mit Einreisekontrollen für Reisende aus Italien
Spanien führt als Reaktion auf italienische Einreisekontrollen nun seinerseits Kontrollen für Flüge und Schiffsankünfte aus Italien ein.Die Regelung solle um Mitternacht beginnen und bis zum 7. September laufen, teilte das Innenministerium in Madrid mit.
Italien hatte das Schengen-Abkommen in Bezug auf Spanien teilweise ausgesetzt, nachdem vorübergehend zehntausende Menschen von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta eingedrungen waren. Madrid stellte Rom eine Frist zur Aufhebung der Einreisekontrollen. Italien hielt jedoch an seinen Maßnahmen fest.
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Wirtschaftsweiser Werding"Merz muss Zerreden der Rentenreform verhindern"
Im Streit um die Rente mit 63 appelliert der Wirtschaftsweise Werding an die Bundesregierung, die Rentenreform als Ganzes umzusetzen.Wenn man einen Baustein herausnehme, würden die Reformpläne wie Dominosteine fallen, sagte Werding der "Rheinischen Post". Bundeskanzler Merz müsse verhindern, dass die Rentenreform in der Sommerpause zerredet werde. Der Wirtschaftsweise, der auch Mitglied der Rentenreformkommission war, sprach sich zudem dafür aus, die Zahl der Verbeamtungen zu senken. Lehrkräfte und Professoren müssten künftig keine Beamten mehr sein. Zudem sollten Reformen der gesetzlichen Rente wirkungsgleich auf die Beamtenversorgung übertragen werden, betonte Werding.
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Russland und Belarus als Drahtzieher vermutetLettland: Druck durch Migranten an EU-Außengrenze nimmt zu - Schleuser nutzen vermehrt Tunnel
Die Lage an der Grenze zwischen Lettland und Belarus hat sich verschärft. Zuletzt wurden deutlich mehr unerlaubte Übertritte registriert. Die lettischen Behörden werfen Russland und Belarus vor, Migranten als Druckmittel einzusetzen, um die EU zu destabilisieren.In diesem Jahr wurden bisher 9.000 versuchte Grenzübertritte registriert, meldet der öffentlich-rechtliche Sender LSM. Das seien bereits jetzt rund 2.200 mehr als im gesamten Vorjahr. In den vergangenen Wochen sei die Lage noch einmal angespannter geworden. Die Migranten stammen überwiegend aus Afrika und Zentralasien. Sie werden den Behörden zufolge vermehrt durch Tunnel in das EU-Land geschleust.
Der Chef des lettischen Grenzschutzes, Guntis Pujats, beklagte zudem eine zunehmende Gewaltbereitschaft von Schleusern. "Wir müssen spezielle Ausrüstung, Waffen und Warnschüsse einsetzen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern." Er forderte deshalb Unterstützung durch die lettische Armee.
Auch in Polen und Litauen Tunnel entdeckt
Auch in Polen und Litauen waren in den vergangenen Wochen Tunnel unter Zäunen an der Grenze zu Belarus entdeckt worden. Sie waren etwa 1,5 Meter tief in den Boden gegraben und mit Baumstämmen und Brettern verstärkt. Mehrere Schleuser wurden festgenommen.
"Hybride Kriegsführung gegen den Westen"
Polen und die baltischen Staaten werfen Russland und Belarus seit Längerem vor, Migranten aus Krisenregionen anzulocken und dann an die EU-Außengrenze zu bringen. "Das ist Teil der hybriden Kriegsführung gegen den Westen", sagte Nika Aleksejeva vom NATO-Kompetenzzentrum für strategische Kommunikation der ARD. Ziel sei es, das Gefühl zu vermitteln, dass die EU ihre Grenzen nicht verteidigen könne.
Die EU-Länder mit Grenzen zu Russland und Belarus haben deshalb ihren Grenzschutz massiv verstärkt und mehrere Übergänge geschlossen. Polen setzte zudem das Recht auf Asyl vorübergehend aus.
Litauen: Russland erwägt mögliche Provokationen im Baltikum
Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben außerdem Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten unter Einsatz ukrainischer Drohnen erwägen könnte. Verteidigungsminister Kaunas bestätigte einen entsprechenden Medienbericht. Er sprach von einer möglichen "False-Flag"-Operation. Demnach könnte Russland abgefangene ukrainische Drohnen einsetzen, um die Herkunft eines möglichen Angriffs auf NATO-Gebiet zu verschleiern und diesen zu bestreiten.
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TheaterProtest gegen verfallende Infrastruktur: Temporäres Schwimmbad der Berliner Volksbühne eröffnet
An der Berliner Volksbühne hat ein provisorisches Freibad eröffnet. Der neue Intendant Matthias Lilienthal hatte diesen Schritt bereits vor einigen Wochen angekündigt - auch als Protest gegen den Verfall der Infrastruktur in der Stadt.Das Schwimmbecken ist 25 Meter lang und 1,30 Meter tief. Das "Volksbad" kann jetzt acht Wochen lang genutzt werden. Es gibt kostenlose Tickets für bestimmte Zeitfenster, die online buchbar sind.
Mit dem Projekt "Volksbad" beginnt Lilienthal seine Intendanz am Rosa-Luxemburg-Platz. Im Theater selbst laufen noch Sanierungsarbeiten. Die Spielzeit startet am 1. Oktober. Bis dahin ist der Pool in Betrieb.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro, davon 90.000 Euro für das Becken selbst und 210.000 Euro für Ausgaben wie Personal, Sicherheitsvorkehrungen und sanitäre Anlagen. Lilienthal sprach von einer "liebevollen Umarmung an meine Heimatstadt". Er begrüße aber, wenn Aktionen wie diese Debatten auslösten.
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WetterIn der Nacht Abkühlung auf 17 bis 9 Grad, morgen häufig sonnig 24 bis 35 Grad
Das Wetter:In der Nacht locker bewölkt oder klar. Abkühlung auf 17 bis 9 Grad. Morgen häufig sonnig. Im südlichen Bergland vereinzelt Schauer und Gewitter. 30 bis 35 Grad, im Norden und an der See etwas kühler.
Die weiteren Aussichten:
Am Montag von der Nordsee bis nach Mecklenburg-Vorpommern etwas Regen. Im Süden und Osten einzelne Schauer und Gewitter. 20 bis 36 Grad.
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Freitag, 7.08.2026
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WashingtonUS-Senat stimmt für weitreichende Sanktionen gegen Russland
Der US-Senat hat für weitere Sanktionen gegen Russland gestimmt. Das Paket enthält Strafen gegen Präsident Putin sowie mehrere Beamte, Oligarchen und Banken.Der Gesetzentwurf sieht zudem Sanktionen gegen Länder vor, die weiterhin etwa Öl oder Gas aus Russland kaufen. Auf diese Weise sollen dem Kreml Einnahmen entzogen werden, mit denen er den Krieg gegen die Ukraine finanziert. Das Paket würde es US-Präsident Trump ermöglichen, die Zölle für Länder wie China und Indien zu erhöhen. Bisher schreckte Trump davor zurück, Peking wegen der Energieimporte aus Russland unter Druck zu setzen. Auf Waren aus Indien hatte er zeitweise einen Zoll von 25 Prozent wegen der Käufe russischen Öls verhängt.
Über das Gesetz muss noch das Repräsentantenhaus abstimmen. Da die zweite Kongresskammer bereits in der Sommerpause ist, wird sie voraussichtlich nicht vor September darüber abstimmen.
Von der Leyen: Moskau gemeinsam Mittel für Krieg entziehen
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen begrüßte die Entscheidung des US-Senats und teilte mit, man müsse Russland gemeinsam die Mittel für den Krieg entziehen. Mit schlagkräftigen, sich ergänzenden Sanktionen könnten Europa und die Vereinigten Staaten zeigen, was Partner erreichen könnten, wenn sie gemeinsam handelten.
Der ukrainische Präsident Selenskyj bedankte sich beim Senat. Die Maßnahmen trügen dazu bei, den Druck auf Russland zu erhöhen, den Krieg zu beenden.
Das Gesetz trägt den Namen des kürzlich gestorbenen Senators und Trump-Vertrauten Lindsey Graham, der es bereits im vergangenen Jahr vorangetrieben hatte. Das Vorhaben steckte lange im Senat fest. Nach dem Tod Grahams setzten sich seine Kollegen in der Kongresskammer für eine rasche Verabschiedung ein.
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CeutaMarokkanische NGOs: Mehr als 140 Menschen bei Andrang auf Ceuta gestorben
Nach Schätzungen marokkanischer Menschenrechtsorganisationen sind bei dem Massenandrang auf die spanische Exklave Ceuta mehr als 140 Menschen ums Leben gekommen.Auf einer Pressekonferenz in Rabat erklärte ein Vertreter der Vereinigung AMDH, die Zahl könne weiter steigen. Die Organisationen berufen sich auf offizielle Angaben, Medienberichte und eigene Recherchen. Zuletzt gab Ceutas Regionalpräsident Vivas die Opferzahl mit 100 an.
Rund 72.000 Menschen hatten nach spanischen Angaben Ceuta in der vergangenen Woche erreicht. Der Vorfall löste in der EU eine neue Debatte über Migrationspolitik und Grenzschutz aus.
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Schengen-Streit nach Ceuta-AndrangSpanien antwortet mit Einreisekontrollen für Reisende aus Italien
Spanien führt als Reaktion auf italienische Einreisekontrollen nun seinerseits Kontrollen für Flüge und Schiffsankünfte aus Italien ein.Die Regelung solle um Mitternacht beginnen und bis zum 7. September laufen, teilte das Innenministerium in Madrid mit.
Italien hatte das Schengen-Abkommen in Bezug auf Spanien teilweise ausgesetzt, nachdem vorübergehend zehntausende Menschen von Marokko aus in die spanische Exklave Ceuta eingedrungen waren. Madrid stellte Rom eine Frist zur Aufhebung der Einreisekontrollen. Italien hielt jedoch an seinen Maßnahmen fest.
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Nach Vorfall am Flughafen Leipzig/HalleVerdächtige Drohnenflüge über Bundeswehrstandort Mechernich
Über dem Bundeswehrstandort Mechernich sind in der vergangenen Nacht Drohnenüberflüge gesichtet worden. Nach Informationen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung haben Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma insgesamt sechs Überflüge beobachtet.Alarmierte Polizisten hätten die Drohnen ebenfalls gesehen. Ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr bestätigte die Sichtung von zwei Flugobjekten. Zu den laufenden Ermittlungen der Polizei könne man sich nicht äußern. Im nordrhein-westfälischen Mechernich sind unter anderem Bundeswehr-Spezialisten stationiert, die das Flugabwehrsystems "Patriot" warten.
In der Nacht zum Mittwoch hatte es auf dem Flughafen Leipzig/Halle einen Vorfall mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne gegeben. Sie war im Sicherheitsbereich des Flughafens entdeckt worden, wo sich mehrere ukrainische Frachtflugzeuge befanden. Der Sprengsatz wurde entschärft.
Klare Zuständigkeiten gefordert
Nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle fordern Experten und Politiker, die Regeln für die Abwehr von Drohnen zu klären. Es brauche klare Zuständigkeiten für die Erkennung, Überwachung und Bekämpfung von Drohnen, sagte der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger. Man müsse klären, wer genau was dürfe und wer dies koordiniere. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Emmerich, erklärte, dass in Deutschland mehr als 40 Behörden mit Aufgaben der Luftsicherheit befasst seien, sei "im Ernstfall ein Sicherheitsrisiko". Er warf Bundesinnenminister Dobrindt vor, trotz der bekannten Bedrohungslage keine klaren Zuständigkeiten geschaffen zu haben.
Röwekamp, CDU, fordert zentrale Zuständigkeit
Der Verteidigungsausschuss-Vorsitzende Röwekamp sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", statt bei einer Vielzahl föderaler Luftsicherheitsbehörden sollte die Zuständigkeit für die Abwehr solcher Fluggeräte bei Bundesinnenministerium und Bundespolizei liegen. Am Ende habe nur der Zufall und die Umsicht eines Busfahrers Schlimmeres verhindert. Laut Sicherheitskreisen hatte die Drohne zwischen Flugzeugen knapp über dem Boden geschwebt, bevor der Mann sie sah und mit einem Fußtritt zu Boden brachte.
Schuster, CDU, für speziell geschützten Bereich
Sachsens Innenminister Schuster, CDU, sagte dem Portal "Table.Briefings", der Vorfall mache erneut deutlich, dass der Flughafen auch für die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands eine erhebliche strategische Bedeutung habe. Deshalb müsse geprüft werden, ob der Bund dort nach dem Vorbild der Flughäfen Frankfurt am Main oder Köln/Bonn einen speziell geschützten Bereich etablieren sollte.
Schuster sieht darüber hinaus Handlungsbedarf bei anderen wichtigen Einrichtungen. Deutschland befinde sich nicht mehr in einer abstrakten, sondern in einer hohen Gefährdungslage. Auch die bundesweite Drohnenabwehr muss nach Ansicht des Ministers neu aufgestellt werden.
Beratungen unter Vorsitz von Merz
Am Vormittag hatte der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung zu dem Drohnen-Vorfall in Leipzig getagt. Die Beratungen fanden unter Vorsitz von Bundeskanzler Merz telefonisch statt. Demnach steht Merz zu den Ereignissen in Leipzig "in fortwährendem Austausch" mit Bundesminister Dobrindt und anderen Mitgliedern der Bundesregierung, wie ein Regierungssprecher mitteilte.
Russland wies Mutmaßungen über seine Beteiligung an dem Drohnenvorfall in Leipzig/Halle zurück. Die russische Botschaft in Berlin bezeichnete entsprechende Äußerungen als Provokation.
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NiedrigwasserMehrere Bundesländer lockern Lkw-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen
Wegen des Niedrigwassers im Rhein lockern das Saarland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vorübergehend das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für bestimmte Lkw-Transporte.Damit könnten Güter, die aufgrund der Pegelstände nicht über die Wasserstraße transportiert werden, auf die Straße verlagert werden, teilten die entsprechenden Ministerien mit.
Wenn Transporte auf dem Rhein nur eingeschränkt möglich seien, müssten andere Verkehrsträger flexibel unterstützen können; dafür schaffe man jetzt die nötigen Spielräume, sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsstaatssekretär Wolf. Die saarländische Mobilitätsministerin Berg betonte, gerade für das Saarland als Industriestandort sei es entscheidend, dass notwendige Waren und Rohstoffe ihr Ziel erreichten. Das Verkehrsministerium in Düsseldorf teilte mit, die Ausnahmegenehmigung gelte ab sofort für Transporte und Leerfahrten. Mit der Regelung stelle man sicher, dass Lieferketten aufrechterhalten und Versorgungsengpässe vermieden werden können.
Bundesverkehrsminister Bilger hatte eine Lockerung ins Gespräch gebracht. Unterstützung kam auch von Wirtschaftsministerin Reiche. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisierte das Vorhaben. Ein Sprecher sagte, dieses gehe zulasten der Beschäftigten im Transport- und Logistikgewerbe.
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"Rente mit 63"Reformvorhaben: Frei wirbt nach Kritik um Unterstützung
Nach der Kritik am Rentenpaket hat Unionsfraktionschef Frei erneut um Unterstützung geworben.Der CDU-Politiker sagte der ARD, es gelte nun, die - Zitat - Jahrhundertreform über die Rampe zu schieben. Damit würden die rentenpolitischen Herausforderungen für die nächsten 25 Jahre gelöst werden. Er kritisierte, dass die CDU-Ministerpräsidenten Schulze, Kretschmer und Voigt die geplante Streichung der sogenannten Rente mit 63 infrage stellen.
Zuvor hatte Frei bereits mehrfach vor Eingriffen in das Reformvorhaben gewarnt. Wer einen der Bausteine herausbreche, müsse mit weiteren Änderungswünschen rechnen, was am Ende das ganze Gebäude zum Einsturz bringe.
Ob die Reform der Zustimmung der Länder im Bundesrat überhaupt bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Bundestag.
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Extreme Hitze und TrockenheitCDU-Klimapolitiker Gebhart verteidigt Politik der Bundesregierung - Städte- und Gemeindebund fordert nationalen Kraftakt
Die Diskussion über Maßnahmen angesichts von Hitze und Niedrigwasser hält an. Der Obmann der Union im Umwelt- und Klimaausschuss, Gebhart, verteidigte die Klimapolitik der Bundesregierung gegen Kritik. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund forderte einen nationalen Kraftakt für die Wasserversorgung und die Klimaanpassung in den Kommunen.Gebhart, CDU, sagte im Deutschlandfunk, klare Klimaschutzziele gehörten zu den politischen Prioritäten der Koalition und würden konsequent umgesetzt. Es sei zwar richtig, angesichts der extremen Hitze und Trockenheit eine langfristige Klimaschutzpolitik zu fordern. Diese finde im Rahmen des bestehenden Klimaanpassungsgesetzes jedoch bereits statt. Gebhart verwies dabei auf unterschiedliche Zuständigkeiten in verschiedenen Bereichen. So sei beispielsweise eine mögliche Vertiefung der Fahrrinnen von Flüssen wegen der niedrigen Pegelstände eine Bundesaufgabe, während eine bessere Hitzeanpassung der Krankenhäuser Aufgabe der Länder sei.
Grundsätzlich müsse die Klimakrise über eine Reduzierung der weltweiten CO2-Emissionen bekämpft werden. Hier bliebe Deutschland mit dem Ziel der Klimaneutralität bis 2045 auch weiterhin Vorreiter.
Städte- und Gemeindebund: Vielerorts "akuter Grundwasserstress"
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert einen nationalen Kraftakt für Wasserversorgung und Klimaanpassung in den Kommunen. Präsident Spiegler sagte der "Rheinischen Post", bereits jetzt sei die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland von akutem oder strukturellem Grundwasserstress betroffen. Deutschland müsse Wasser daher künftig als strategische Ressource begreifen. Konkret plädiert der kommunale Spitzenverband für eine im Grundgesetz verankerte Gemeinschaftsaufgabe Klimaschutz und Klimaanpassung, weil dies eine dauerhaft gesicherte Finanzierung durch Bund und Länder gewährleisten könne.
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Schleusernetz im MittelmeerEuropol: Spanische Polizei nimmt zahlreiche Verdächtige fest
Ein von Spanien geführter internationaler Polizeieinsatz hat ein großes Schleusernetz im westlichen Mittelmeer zerschlagen.Dabei seien 78 Verdächtige festgenommen worden, teilte die Polizeibehörde Europol mit. Nach Angaben der Ermittler organisierte das Netzwerk Schleusungen von Migranten sowie den Schmuggel von Drogen und Waffen zwischen Algerien und Spanien. Die Bande soll mehr als 2.000 Menschen nach Europa gebracht haben und dabei etwa 24 Millionen Euro verdient haben. Die Polizei wirft den Verdächtigen zudem sexuelle Übergriffe, körperliche Misshandlungen und unmenschliche Unterbringung von Migranten vor.
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VerkehrICE-Direktverbindung Berlin-Paris unterbrochen
Die Bahnverbindung zwischen Berlin und Paris ist bis auf weiteres unterbrochen.Die Deutsche Bahn nannte als Grund technische Probleme mit dem europäischen Zugsicherungssystem der Firma Alstom. Deshalb muss man aktuell in Frankfurt am Main oder Mannheim umsteigen. Wann die direkte Verbindung wieder aufgenommen wird, ist offen.
Sie wird seit Dezember 2024 angeboten. Die Strecke ist beliebt - laut einem Bericht des "Tagesspiegels" lag die Auslastung der Züge zuletzt im Durchschnitt bei 80 Prozent.
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NahostUNICEF: 300 Kinder seit Waffenruhe im Gazastreifen getötet
Laut dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF wurden im Gazastreifen seit der Verkündung des Waffenstillstands im Oktober vergangenen Jahres 300 Kinder getötet.Ein Waffenstillstand, bei dem jeden Tag durchschnittlich ein Kind sterbe, versage gegenüber den Kindern, erklärte der UNICEF-Regionaldirektor für den Nahen Osten und Nordafrika, Beigbeder. Hunderte weitere Kinder seien in diesem Zeitraum in dem Palästinenergebiet zudem verletzt worden. Er forderte Israel und die militant-islamistische Hamas dazu auf, die Ankündigungen der vergangenen Tage für die nächste Phase der Waffenruhe umzusetzen. Die Feindseligkeiten müssten beendet und die humanitäre Hilfe ausgeweitet werden.
Die Menschen im Gazastreifen seien mittlerweile auf etwa ein Drittel des Gebiets zusammengedrängt und lebten dort in unsicheren Bedingungen inmitten zerstörter Gebäude und angehäuftem Müll. Vor allem Kinder litten weiter unter akuter Mangelernährung, Krankheiten und verunreinigtem Wasser, erklärte UNICEF.
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Russland und Belarus als Drahtzieher vermutetLettland: Druck durch Migranten an EU-Außengrenze nimmt zu - Schleuser nutzen vermehrt Tunnel
Die Lage an der Grenze zwischen Lettland und Belarus hat sich verschärft. Zuletzt wurden deutlich mehr unerlaubte Übertritte registriert. Die lettischen Behörden werfen Russland und Belarus vor, Migranten als Druckmittel einzusetzen, um die EU zu destabilisieren.In diesem Jahr wurden bisher 9.000 versuchte Grenzübertritte registriert, meldet der öffentlich-rechtliche Sender LSM. Das seien bereits jetzt rund 2.200 mehr als im gesamten Vorjahr. In den vergangenen Wochen sei die Lage noch einmal angespannter geworden. Die Migranten stammen überwiegend aus Afrika und Zentralasien. Sie werden den Behörden zufolge vermehrt durch Tunnel in das EU-Land geschleust.
Der Chef des lettischen Grenzschutzes, Guntis Pujats, beklagte zudem eine zunehmende Gewaltbereitschaft von Schleusern. "Wir müssen spezielle Ausrüstung, Waffen und Warnschüsse einsetzen, um illegale Grenzübertritte zu verhindern." Er forderte deshalb Unterstützung durch die lettische Armee.
Auch in Polen und Litauen Tunnel entdeckt
Auch in Polen und Litauen waren in den vergangenen Wochen Tunnel unter Zäunen an der Grenze zu Belarus entdeckt worden. Sie waren etwa 1,5 Meter tief in den Boden gegraben und mit Baumstämmen und Brettern verstärkt. Mehrere Schleuser wurden festgenommen.
"Hybride Kriegsführung gegen den Westen"
Polen und die baltischen Staaten werfen Russland und Belarus seit Längerem vor, Migranten aus Krisenregionen anzulocken und dann an die EU-Außengrenze zu bringen. "Das ist Teil der hybriden Kriegsführung gegen den Westen", sagte Nika Aleksejeva vom NATO-Kompetenzzentrum für strategische Kommunikation der ARD. Ziel sei es, das Gefühl zu vermitteln, dass die EU ihre Grenzen nicht verteidigen könne.
Die EU-Länder mit Grenzen zu Russland und Belarus haben deshalb ihren Grenzschutz massiv verstärkt und mehrere Übergänge geschlossen. Polen setzte zudem das Recht auf Asyl vorübergehend aus.
Litauen: Russland erwägt mögliche Provokationen im Baltikum
Litauens Militärgeheimdienst liegen nach Regierungsangaben außerdem Informationen vor, wonach Russland Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten unter Einsatz ukrainischer Drohnen erwägen könnte. Verteidigungsminister Kaunas bestätigte einen entsprechenden Medienbericht. Er sprach von einer möglichen "False-Flag"-Operation. Demnach könnte Russland abgefangene ukrainische Drohnen einsetzen, um die Herkunft eines möglichen Angriffs auf NATO-Gebiet zu verschleiern und diesen zu bestreiten.
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Instrumentalisierte Migration - Wenn Flüchtende als Druckmittel missbraucht werden
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UrteilKeine Verbeamtung wegen Nähe zu Muslimbruderschaft
Das Verwaltungsgericht Karlsruhe hat die Klage einer Frau auf Übernahme in das Beamtenverhältnis wegen deren Nähe zur islamistischen Muslimbruderschaft abgelehnt.Es gebe berechtigte Zweifel daran, dass die Klägerin jederzeit dazu bereit sei, für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten, hieß es in der Urteilsbegründung.
Die Frau ist den Angaben zufolge derzeit als Sachbearbeiterin bei der städtischen Ausländerbehörde eingesetzt. Die Stadt Karlsruhe hatte ihre Übernahme in das Beamtenverhältnis abgelehnt und dabei auf Hinweise des Landesamtes für Verfassungsschutz verwiesen. Sie sei ehrenamtlich in einer Moschee tätig, die in die Strukturen der Muslimbruderschaft eingebunden sei. Deren Bestrebungen seien jedoch nicht mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung in Einklang zu bringen.
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DiplomatieNach Asyl-Streit um Ex-Regierungschefin Chávez: Mexiko und Peru nehmen Beziehungen wieder auf
Nach einem Asyl-Konflikt um die frühere peruanische Regierungschefin Chávez haben Peru und Mexiko ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen.Das teilten beide Länder in einer gemeinsamen Erklärung mit. Chávez habe ausreisen dürfen und befinde sich auf dem Weg nach Mexiko, sagte die mexikanische Präsidentin Sheinbaum.
In Peru wird Chávez Mittäterschaft am mutmaßlichen Putschversuch des ehemaligen Präsidenten Castillo im Jahr 2022 vorgeworfen. Mexiko hatte Chávez im vergangenen Jahr Asyl gewährt, was zu neuen Spannungen mit Peru geführt hat. Vor gut einer Woche übernahm die neue Präsidentin Fujimori die Amtsgeschäfte in Peru. Sie hatte im Vorfeld angekündigt, die Beziehungen zu Mexiko wiederherzustellen.
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VerteidigungSaudi-Arabien, Türkei und Pakistan schließen Abkommen
Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan haben ein gemeinsames Verteidigungsabkommen unterzeichnet. Wie die Regierungen bekannt gaben, trafen sich dazu der saudi-arabische Kronprinz bin Salman, der türkische Präsident Erdogan und der pakistanische Premierminister Sharif in Mekka.Kern ist eine gemeinsame Abschreckung: Ein bewaffneter Angriff auf eines der drei Länder soll künftig als Angriff auf alle drei gewertet werden. Neben einer engeren militärischen Kooperation sind laut Medienberichten auch gemeinsame Übungen, der Austausch von Geheimdienstinformationen sowie ein Technologietransfer geplant.
Hintergrund des Bündnisses ist die angespannte Sicherheitslage im Nahen Osten und die Sorge vor einer weiteren Eskalation des Konflikts zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Saudi-Arabien, Pakistan und die Türkei sind Verbündete der USA.
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Tanker auf Grund gelaufenVor der Küste des Oman droht eine Ölkatastrophe
Vor der Küste des Oman ist ein Tanker auf Grund gelaufen. Satellitenaufnahmen zufolge treten immer größere Mengen Öl aus. Verbände warnen vor einer schweren Umweltkatastrophe.Der Ölteppich sei inzwischen auf eine Fläche von rund 600 Quadratkilometern gewachsen, teilte die Umweltorganisation Greenpeace mit. Das entspricht etwa der doppelten Fläche Münchens. Betroffen sei eine ökologisch sensible Region. Das Öl gefährde unter anderem Korallenriffe, Meeresschildkröten, Zugvögel und Meeressäuger. Die niederländische Organisation PAX warnte vor einer schweren Umweltkatastrophe, falls das Schiff zerbrechen sollte. Es hat Schätzungen zufolge etwa 110.000 Tonnen Öl geladen.
Öltanker war wohl von Russland nach Indien unterwegs
Der 270 Meter lange Tanker "Caroline Bezengi" wird Russlands sogenannter Schattenflotte zugerechnet. Er hatte Anfang Juni einen Zwischenfall auf See erlitten und dann keine Standortdaten mehr mitgeteilt. Berichten zufolge steuerte der Tanker einen Hafen in Indien an, bevor er auf Grund lief.
Omans Transportministerium forderte die Eigentümer bereits auf, das Schiff samt seiner Ladung aus dem Gebiet zu entfernen. Berichten zufolge gehört es einem Unternehmen in China, das – ähnlich wie bei anderen Schiffen der Schattenflotte – zu einer Briefkastenfirma in Schanghai führen soll. Ohne verantwortlichen Besitzer bestehe das Risiko, dass der Oman die ökologischen und finanziellen Folgen allein schultern müsse, teilte Greenpeace mit.
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Schutzmaßnahmen gefordertÄrzte-Präsident Reinhardt: Viele Todesfälle durch Hitze wären vermeidbar
In diesem Jahr sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts bereits etwa 12.000 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Der Präsident der Bundesärztekammer, Reinhardt, hält viele Todesfälle für vermeidbar und fordert bessere Schutzmaßnahmen.So verfügten die meisten Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser nicht über ausreichend klimatisierte Räume, sagte Reinhardt im Deutschlandfunk . Das müsse bei Neuplanungen und Sanierungen viel stärker berücksichtigt werden. Auch die Kommunen sollten mehr Maßnahmen ergreifen, um Menschen vor hohen Temperaturen zu schützen, etwa durch die Verschattung öffentlicher Plätze und der Entsiegelung von Flächen.
Reinhardt erläuterte, dass unter den sogenannten Hitzetoten vor allem vorerkrankte Menschen seien. Besonders gefährdet seien ältere Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauferkrankungen. Aber auch Kleinkinder und Säuglinge gehörten zur vulnerablen Gruppe. Reinhardt rief zudem dazu auf, Menschen in Gefängnissen sowie Obdachlose besser vor der Hitze zu schützen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe erklärte, wer auf der Straße lebe, trage das höchste Risiko bei extremen Temperaturen. Ohne Zugang zu Wasser, Schatten oder kühlen Räumen seien wohnungslose Menschen der Hitze schutzlos ausgeliefert.
Rund 9.600 Tote in letzter Juni-Woche
Allein durch die Hitzewelle Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts rund 9.600 Menschen gestorben. Vielerorts in Deutschland lagen die Temperaturen in diesen Tagen um die 40 Grad. Insgesamt erhöht sich die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle in diesem Jahr laut RKI auf schätzungsweise 11.900.
Hier finden Sie mehr Berichte über den Klimawandel und die Folgen.
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Tour de France FemmesPolnische Radrennfahrerin Niewiadoma gewinnt 7. Etappe
Die polnische Radrennfahrerin Katarzyna Niewiadoma hat die 7. Etappe der Tour de France der Frauen gewonnen. Sie übernahm damit das Gelbe Trikot.Niewiadoma kam auf der rund 147 Kilometer langen Strecke zwischen La Voulte-sur-Rhone zum Mont Ventoux vor der Niederländerin Demi Vollering und der Italienerin Elisa Longo Borghini ans Ziel. Die Deutsche Antonia Niedermaier landete auf Platz sechs.
Im Gesamtklassement liegt Niewiadoma nun 15 Sekunden vor Vollering und 39 Sekunden vor Marlen Reusser aus der Schweiz.
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Streit um GanzkörperbadeanzugGericht kippt Burkini-Verbot an Côte d Azur-Strand
In Frankreich hat ein Gericht das Verbot von Burkinis in dem Badeort Mandelieu-la-Napoule an der Côte d Azur gekippt.Eigentlich hatte das oberste Verwaltungsgericht Frankreichs sich schon vor Jahren gegen ein Verbot des muslimischen Ganzkörper-Badeanzugs ausgesprochen. Ungeachtet dessen hielt Mandelieu-la-Napoule daran fest. Die Stadt war 2012 der erste Badeort, der ein solches Verbot verhängte. Nun wurde die Regelung aufgehoben.
Das Verwaltungsgericht in Nizza erklärte in der aktuellen Entscheidung, es würden drei Grundfreiheiten in schwerwiegender und rechtswidriger Weise beeinträchtigt: die Bewegungsfreiheit, die Gewissensfreiheit und die persönliche Freiheit.
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BundesgerichtshofLinksextremistin Lina E. muss in Beugehaft
Die wegen Angriffen auf Rechtsextreme verurteilte Linksextremistin Lina E. muss wegen Zeugnisverweigerung in Beugehaft.Das entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe in einem heute bekannt gegebenen Beschluss und bestätigte damit die zuvor vom Oberlandesgericht Dresden verhängte Zwangsmaßnahme.
Lina E. war im Mai 2023 unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung rechtskräftig zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Nach Verbüßung von zwei Dritteln ihrer Haftzeit kam sie auf Bewährung frei. Zu den Angriffen sollte die Frau Ende Juni als Zeugin am Oberlandesgericht noch einmal aussagen. Da sie sich dem verweigerte, wurde die bis zu sechsmonatige Beugehaft angeordnet.
(AZ: StB 47/26)
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Demokratische Republik KongoBehörde prüft mögliche Ebola-Virusmutation
In der Demokratischen Republik Kongo will die Afrikanische Gesundheitsbehörde CDC untersuchen, ob möglicherweise eine Mutation des Ebola-Virus vorliegt.Hintergrund ist der rasante Anstieg der Infektionsfälle. Der Schweregrad dieses Ausbruchs sei beispiellos, sagte CDC-Generaldirektor Kaseya. Die Untersuchungen sollen gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation durchgeführt werden.
Von dem Ebola-Ausbruch sind fünf Provinzen im Osten des Landes betroffen. Verursacht wird er von der seltenen Bundibugyo-Variante des Virus, gegen die bislang weder ein zugelassener Impfstoff noch eine spezifische Behandlung verfügbar ist. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist nach Regierungsangaben inzwischen auf mehr als 4.000 gestiegen. Etwa 1.850 Todesfälle wurden registriert.
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Fall InfantinoPräsidentin des norwegischen Fußballverbands, Klaveness, verlangt Rücktritt des FIFA-Chefs
Der norwegische Fußballverband hat FIFA-Chef Infantino zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Wie die Präsidentin der Organisation, Klaveness, in der Hauptstadt Oslo erklärte, genießt Infantino kein Vertrauen mehr.Wörtlich sagte sie: "Er verfügt nicht über das notwendige institutionelle Vertrauen, um die Fifa in der aktuellen Situation stabil zu führen." Nicht nur der norwegische Fußballverband hält an der Kritik an Infantino fest.
Auch UEFA übt weiter Kritik
Die Europäische Fußball-Union UEFA droht weiter mit einem WM-Boykott. Trotz der Aufgabe der umstrittenen Investorenpläne von FIFA-Präsident Infantino seien die Voraussetzungen nach wie vor nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte die UEFA in einer Mitteilung.
Die Vorschläge zum Verkauf der großen Fußball-Wettbewerbe seien zwar zurückgezogen worden. Es gebe aber nach wie vor keinerlei Zusicherungen, dass "solche Versuche nie wieder unternommen werden", heißt es in der Stellungnahme. Dies sei aber eine der zentralen Forderungen der UEFA. Die Mitgliedsverbände - zu denen auch der Deutsche Fußball-Bund DFB gehört - hätten diese Bedingungen sehr deutlich geäußert.
UEFA: Vertrauen in FIFA-Präsident Infantino verloren
Darüber hinaus bekräftigte die UEFA, dass das Vertrauen in FIFA-Chef Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung habe sich auch nichts dadurch geändert, dass Infantino bei einer Krisensitzung des Weltverbands in Marokko die "uneingeschränkte Unterstützung" der Anwesenden erhalten habe. Dabei habe es sich lediglich um "einige Angestellte des FIFA-Präsidenten" gehandelt, "deren Karriere von dessen Gunst abhängt", erklärte die UEFA.
Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung gesorgt, als seine Pläne zum Verkauf von kommerziellen Rechten an künftigen WM-Turnieren an Investoren bekannt wurden. In der Folge entzogen ihm mehrere Kontinentalverbände die Unterstützung, darunter auch die europäische UEFA. Daraufhin wurden die Pläne aufgegeben.
FIFA räumt Fehler beim Umgang mit Investorenplänen ein
Bei der Krisensitzung gestern in der marokkanischen Hauptstadt Rabat räumte die FIFA auch Fehler beim Umgang mit den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, den Mitgliedsverbänden "das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen", erklärte der Weltverband in einer Mitteilung. Zugleich hieß es weiter: "Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen."
Infantino will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Eine erneute Mehrheit für ihn gilt inzwischen aber als unsicher.
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Solar- und HalbleiterbrancheTrump-Regierung kündigt Zölle und Mindestpreise für Polysilizium-Produkte an
Die USA führen neue Regeln für den Import bestimmter Solar- und Halbleiterprodukte ein.Präsident Trump unterzeichnete in Washington ein entsprechendes Dekret. Nach Angaben des Weißen Hauses wird auf Polysilizium künftig ein Einfuhrzoll von 15 Prozent erhoben. Dies ist ein wichtiger Grundstoff für die Herstellung von Chips und Solaranlagen. Außerdem gelten Mindestpreise für importierte Produkte aus Polysilizium.
Die Maßnahmen treten Anfang Dezember in Kraft. Sie sind vor allem gegen China gerichtet. Aus der Volkrepublik stammen nach Angaben eines Branchendienstes mehr als 90 Prozent des Polysiliziums weltweit.
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Nach verweigerter KontrolleNADA fordert vierjährige Sperre für Sprinter Owen Ansah
Dem deutschen Rekordhalter über 100 Meter, Owen Ansah, droht eine lange Dopingsperre. Wegen einer verweigerten Kontrolle spricht sich die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) dafür aus, den Sprinter für vier Jahre von allen Wettkämpfen auszuschließen.Unmittelbar vor seiner Abreise zum Diamond-League-Meeting in Monaco hatte Ansah am 9. Juli daheim keine Dopingprobe abgegeben, obwohl ihn ein Kontrolleur dazu aufgefordert hatte. Aus Sicht der Nada ist das ein Verstoß gegen den Anti-Doping-Code des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.
Ansah argumentiert, der Kontrolleur habe außerhalb des von ihm angegebenen Zeitfensters für eine Kontrolle geklingelt. Er habe seinen Flug nach Monaco erwischen wollen und so kurzfristig keine Probe abgeben können, auch weil er kurz zuvor die Toilette besucht habe.
20-tägige Frist für Owen Ansah
Ansah hat nun 20 Tage Zeit, entweder den Vorschlag der NADA zu akzeptieren oder die Einleitung eines Disziplinarverfahrens beim Deutschen Sportschiedsgericht zu verlangen. Sollte er die Strafe akzeptieren, reduziert sich die Dauer der Sperre automatisch auf drei Jahre.
Ansah kann bei der EM starten
Der 25-Jährige vom Hamburger SV gehört zum Aufgebot für die Europameisterschaft in Birmingham. Dort stehen am kommenden Dienstag die 100 Meter auf dem Programm. Da die Sperre nicht rechtskräftig ist, darf Ansah dort antreten.
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Schwimm-EMGold für Isabel Gose im Freiwasser
Isabel Gose hat bei der Schwimm-EM in Paris Gold im Freiwasser gewonnen. Sie siegte im Knockout-Sprint in der Seine vor der Ungarin Bettina Fabian und Ginevra Taddeucci aus Italien.Beim Knockout Sprint werden schnell aufeinanderfolgende Rennen über 1.500, 1.000 und 500 Meter geschwommen. Nach jeder Runde scheiden Athletinnen aus. Gose siegte in der ersten Runde und auch im Halbfinale.
Vor dem Rennen hatte es erneut Probleme mit der Sauberkeit des Wassers gegeben. Das Training am Vortag war ausgefallen, nachdem Öl oder Kraftstoff in der Seine gesichtet worden war. Bei den jüngsten Messungen wurden jedoch keine Grenzwerte überschritten.
Dritte Gold-Medaille für das DSV Team
Zuvor hatte bereits Florian Wellbrock für das DSV-Team Gold über fünf und zehn Kilometer gewonnen. Gose war vor zwei Jahren bei den Sommerspielen in der französischen Hauptstadt zu Bronze über 1.500 m Freistil im Becken geschwommen.
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TheaterProtest gegen verfallende Infrastruktur: Temporäres Schwimmbad der Berliner Volksbühne eröffnet
An der Berliner Volksbühne hat ein provisorisches Freibad eröffnet. Der neue Intendant Matthias Lilienthal hatte diesen Schritt bereits vor einigen Wochen angekündigt - auch als Protest gegen den Verfall der Infrastruktur in der Stadt.Das Schwimmbecken ist 25 Meter lang und 1,30 Meter tief. Das "Volksbad" kann jetzt acht Wochen lang genutzt werden. Es gibt kostenlose Tickets für bestimmte Zeitfenster, die online buchbar sind.
Mit dem Projekt "Volksbad" beginnt Lilienthal seine Intendanz am Rosa-Luxemburg-Platz. Im Theater selbst laufen noch Sanierungsarbeiten. Die Spielzeit startet am 1. Oktober. Bis dahin ist der Pool in Betrieb.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro, davon 90.000 Euro für das Becken selbst und 210.000 Euro für Ausgaben wie Personal, Sicherheitsvorkehrungen und sanitäre Anlagen. Lilienthal sprach von einer "liebevollen Umarmung an meine Heimatstadt". Er begrüße aber, wenn Aktionen wie diese Debatten auslösten.
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Erste Jahreshälfte 2026Bundesbank: Weniger Falschgeld in Deutschland - aber mehr falsche 100-Euro-Scheine
In Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 weniger Falschgeld sichergestellt worden.Die Bundesbank zog in diesem Zeitraum rund 30.000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr, wie sie mitteilte. Die Zahl der Fälschungen sank damit gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 um 4,3 Prozent. Die Schadenssumme ging um fünf Prozent auf knapp 1,8 Millionen Euro zurück.
Die Zahl der falschen 100-Euro-Scheine stieg allerdings um 61 Prozent. Am häufigsten wurde jedoch weiter die 50-Euro-Banknote gefälscht.
Bei den Münzen wurden fast ausschließlich Zwei-Euro-Stücke gefälscht - 8,6 Prozent mehr als in der zweiten Jahreshälfte 2025.
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Weltweite LebensmittelpreiseUNO-Index auf höchstem Stand seit Anfang 2023
Die weltweiten Lebensmittelpreise sind im Juli auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen.Das teilte die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen mit. Hintergrund seien unter anderem ungünstige Wetterbedingungen sowie die Eskalation von Kriegen. Der Lebensmittelpreisindex für Juli wurde mit 131,1 Punkten angegeben nach 130,3 Zählern im Monat zuvor. Es ist damit der höchste Wert seit Januar 2023.
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ArgentinienPolizei geht in Buenos Aires mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vor
In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ist die Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen gegen Demonstranten vorgegangen.Die Kundgebung von mehreren tausend Menschen vor dem Sitz des argentinischen Senats richtete sich gegen einen dort beratenen umstrittenen Gesetzentwurf der Regierung. Dieser sieht vor, ausländischen Bürgern und Unternehmen den Erwerb von Landbesitz in Argentinien zu erleichtern. Laut Agenturberichten warfen Teilnehmer Steine auf die Polizei, die gegen die Kundgebung vorging. Zwei Polizisten und ein Demonstrant wurden verletzt; es gab mindestens zehn Festnahmen.
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Gegen "Geburtstourismus"Nach Niederlage vor dem Supreme Court: Trump schränkt erneut Recht auf US-Staatsbürgerschaft per Geburt ein
Der Supreme Court hat im Juni einen Vorstoß von Trump zur Einschränkung des Staatsbürgerschaftsrechts abgewiesen. Der US-Präsident hat nun ein neues Dekret unterzeichnet. Es soll einen angeblichen "Geburtstourismus" unterbinden.Neugeborene, deren Mütter ausschließlich für die Geburt in die USA reisen, dürfen demnach künftig nicht mehr automatisch die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Vize-Stabschef Miller erklärte, es gebe Schwangere, die etwa unter dem Vorwand eines Disneyland-Besuchs einreisten. Wie die Regierung im Einzelfall herausfinden will, zu welchem Zweck Schwangere wirklich einreisen, gilt als unklar.
Bereits in Trumps erster Amtszeit war ein Gesetz eingeführt worden, das die Nutzung von Touristen- und Geschäftsvisa verbietet, wenn das Ziel ist, die US-Staatsbürgerschaft für ein Neugeborenes zu erlangen. Fachleute schätzen, dass pro Jahr etwa 20.000 Frauen gezielt zur Entbindung in die USA reisen. Insgesamt gab es in dem Land im Jahr 2025 rund 3,6 Millionen Geburten.
Dekret: Staatsbürgerschaft kann aberkannt werden
Einem weiteren Dekret zufolge kann die Staatsbürgerschaft nachträglich aberkannt werden, wenn diese unter vorgetäuschten Angaben erlangt wurde. Zudem kann sie verweigert werden, wenn ein Elternteil kein US-Bürger und Mitglied einer als terroristisch eingestuften Organisation ist.
Supreme Court erklärte Erlass für verfassungswidrig
Ein erster Versuch Trumps, das Staatsbürgerschaftsrecht einzuschränken, war gescheitert. Das Oberste Gericht der USA hatte im Juni einen entsprechenden Erlass vom vergangenen Jahr für verfassungswidrig erklärt. Mit ihm wollte der Präsident verhindern, dass in den USA geborene Kinder von Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis automatisch eingebürgert werden.
14. Zusatzartikel der US-Verfassung
Basis für das US-Geburtsrecht ist der 14. Zusatzartikel der US-Verfassung. Darin heißt es: "Alle Personen, die in den Vereinigten Staaten geboren oder eingebürgert sind und deren Gerichtsbarkeit unterstehen, sind Bürger der Vereinigten Staaten."
Dieses sogenannte Jus Soli (Recht des Bodens) garantiert seit 1868 fast jedem auf US-Territorium geborenen Kind automatisch die Staatsbürgerschaft. Die Richterinnen und Richter bestätigten diese Praxis mit ihrem Urteil.
Staatsbürgerschaft durch Geburt vor allem in Amerika
Das nahezu uneingeschränkte Recht auf die Staatsbürgerschaft durch Geburt gibt es nach Angaben des Beratungsunternehmens "imigrant invest" auch in Kanada, Mexiko und vielen weiteren Ländern in Mittel- und Südamerika. In Europa, Asien und Afrika ist es deutlich seltener. In Deutschland muss laut Bundesinnenministerium mindestens ein Elternteil seit mehreren Jahren rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben und zum Zeitpunkt der Geburt ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen
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SpanienFilmfestival von San Sebastián ehrt Werner Herzog für Lebenswerk
Der deutsche Regisseur Werner Herzog wird auf dem 74. Internationalen Filmfestival von San Sebastián für sein Lebenswerk ausgezeichnet.Herzog soll den Donostia-Ehrenpreis am 18. September bei der Eröffnungsgala in Empfang nehmen. Die Festivalleitung bezeichnete den Filmemacher als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Kinos. Herzog drehte in seiner fast 60-jährigen Karriere rund 80 Filme. Zu den bekanntesten gehören "Aguirre, der Zorn Gottes" und "Fitzcarraldo" mit Klaus Kinski.
Eröffnet wird das Filmfestival von San Sebastián mit Herzogs neuem Spielfilm "Bucking Fastard". Er erzählt die Geschichte von Zwillingsschwestern, deren außergewöhnliche Verbindung sie dazu bringt, gleichzeitig zu sprechen, denselben Mann zu lieben und dieselben Träume zu teilen. Das Festival in der nordspanischen Küstenstadt zählt neben Berlin, Cannes und Venedig zu den wichtigsten internationalen Treffen von Filmschaffenden.
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VogelschmuggelEntführter Kaiseradler zurück in der serbischen Wildnis
Nach mehreren Monaten in den Händen von Vogelschmugglern im Nahen Osten ist ein seltener Kaiseradler wieder zurück in Serbien. Wie Vogelschützer mitteilten, wurde das Tier in dieser Woche wieder freigelassen. Der Vogel hat eine Reise nach Syrien und in den Libanon hinter sich.Der Kaiseradler namens Feliks hatte vor gut einem Jahr zum ersten Mal sein Nest in Serbien verlassen. Die Vogelschützer verfolgten seine Flugroute über einen Tracker. Sie schlugen Alarm, als der Adler eine für seine Art unübliche Route in Richtung Südosten nahm. Ende Oktober kam sein letztes Signal aus Syrien. Schließlich verlangten Schmuggler über eine Partnerorganisation im Libanon ein Lösegeld für den selten Vogel.
Nach längeren Verhandlungen wurde der Adler mit einem Flugzeug zurück in seine Heimat gebracht. Kaiseradler legen weite Strecken zurück und überwintern - wie Feliks - im Nahen Osten oder in anderen weit entfernten Gebieten. Die Art ist vom Aussterben bedroht und in Serbien streng geschützt. 2017 brütete dort nur noch ein einziges Paar. Seitdem haben sich die Kaiseradler erholt, in diesem Jahr zählten die Forscher wieder 29 Brutpaare.
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Facebook-MutterkonzernMeta zu Millionenstrafe verurteilt, Gericht sieht Kinder gefährdet
Der Facebook-Mutterkonzern Meta ist in den USA wegen Gefährdung der psychischen Gesundheit von Kindern zu einer Strafe von 567 Millionen Dollar verurteilt worden. Für das Unternehmen ist das ein weiterer Rückschlag.Meta soll mit der Strafzahlung für psychische Schäden und Sicherheitsrisiken von Kindern durch die Nutzung seiner Plattformen aufkommen, wie ein Gericht im Bundesstaat New Mexico entschied. Die Staatsanwaltschaft hatte Meta vorgeworfen, dessen Produkte seien darauf angelegt, junge Nutzer abhängig zu machen. Zudem schütze der Konzern Kinder nicht ausreichend vor sexueller Ausbeutung.
Die Strafzahlung soll unter anderem für Behandlungsangebote für junge Menschen eingesetzt werden. Das Urteil sieht für Minderjährige auch Begrenzungen bei der Nutzungsdauer etwa von Facebook und Instagram vor.
Meta kündigt Berufung an
Meta sprach von einer falschen Darstellung und kündigte Berufung an. Die neue Zahlung kommt zu einer bereits im März verhängten zivilrechtlichen Strafe von 375 Millionen Dollar hinzu. Das entspricht nur einem kleinen Teil des Jahresgewinns des Konzerns, der 2025 bei rund 60 Milliarden Dollar lag.
Trotzdem ist das Urteil ein weiterer Rückschlag für Meta. Der Konzern sieht sich mit einer Vielzahl von Klagen tausender Familien konfrontiert, die ihre Kinder durch soziale Medien geschädigt sehen.
"Urteil sendet klare Botschaft"
Der Generalstaatsanwalt von New Mexico, Raúl Torrez, sagte, das Urteil sende eine klare Botschaft: Unternehmen müssten zur Verantwortung gezogen werden, wenn ihre Produkte Kinder wissentlich Risiken aussetzten.
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Ukraine-KriegNeue russische Angriffe auf landwirtschaftliche Anlagen – Online-Händler Wildberries meldet Brand in Logistikzentrum in Jekaterinburg
Die russische Armee setzt ihre Drohnenangriffe auf landwirtschaftliche Anlagen in der Ukraine fort.In der Region Charkiw im Osten des Landes brach in den Lagerhallen eines Agrarunternehmens ein Feuer aus, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Verletzt wurde niemand. Der ukrainische Präsident Selenskyj sagte den von Angriffen betroffenen Landwirten Unterstützung zu. Russland teilte zudem mit, erneut Frachtschiffe im Schwarzen Meer getroffen zu haben, die angeblich Rüstungsgüter für die Ukraine transportierten.
Derweil meldete der russische Online-Händler Wildberries einen Brand in seinem Logistikzentrum in Jekaterinburg nach einem vermutlich ukrainischen Luftangriff. Mehrere von der Flugabwehr abgeschossene Drohnen fielen demnach auf das Gebäude. Wildberries gilt als Marktführer im russischen Online-Handel. Die Ukraine hat bereits mehrfach Lager des Unternehmens angegriffen und dies damit begründet, Wildberries beliefere auch die russische Armee mit militärischen Gütern
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Ukraine-KriegStrack-Zimmermann (FDP): "Europäische Verbündete müssen mehr Patriots liefern"
Die FDP-Verteidigungsexpertin Strack-Zimmermann hat an die europäischen Unterstützerstaaten der Ukraine appelliert, zusätzliche Abwehrraketen zu liefern.Länder wie etwa Spanien und Griechenland könnten durchaus Patriots bereitstellen, sagte Strack-Zimmermann im Deutschlandfunk. Die Begründung dieser Staaten, sie brauchten die Flugabwehrsysteme für die eigene Sicherheit, überzeuge nicht. Denn Europa sei weiterhin in Gefahr, sollte Russland mit seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine Erfolg haben. Die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im Europäischen Parlament betonte zudem, dass die USA als bisher größter Lieferant von Patriot-Systemen für die Ukraine ausfielen. Grund sei der Krieg im Iran.
Der ukrainische Präsident Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Armee wirksame Patriot-Systeme fehlten. Er forderte die Verbündeten wiederholt auf, eigene Bestände freizugeben. Laut Selenskyj macht die Ukraine bei der Entwicklung eines eigenen Abwehrsystems Fortschritte.
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Bundesstaat WashingtonFeuer in den USA: Verdächtiger gesteht laut Medienberichten Brandstiftung in Spokane
Das Feuer in Spokane im US-Bundesstaat Washington ist offenbar durch Brandstiftung verursacht worden.Medienberichten zufolge gestand ein vor mehreren Tagen festgenommener Mann, das Feuer gelegt zu haben, bei dem im Nordwesten der USA hunderte Häuser zerstört wurden. Zehntausende Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. Der Mann gab demnach außerdem zu, bereits in den vergangenen Monaten zahlreiche Feuer gelegt zu haben. Laut den Berichten soll nun die Verhandlungsfähigkeit des Verdächtigen geprüft werden.
Die Löscharbeiten in der Region um Spokane dauern an. Für das Wochenende werden Hitze und starke Winde erwartet.
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NutzfahrzeugherstellerQuartalsgewinn bei Daimler Truck um fast 50 Prozent eingebrochen
Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck meldet für das zweite Quartal einen Gewinneinbruch von 48 Prozent.Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 245 Millionen auf 128 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern mit Sitz nahe Stuttgart mit. Zölle hätten sich im zweiten Quartal weiterhin belastend auf die Profitabilität ausgewirkt, hieß es in einer Mitteilung. Der Umsatz stieg hingegen um fünf Prozent auf rund 12,3 Milliarden Euro. Daimler Truck hatte im zweiten Quartal wieder mehr Fahrzeuge verkauft.
Am Donnerstag hatte Daimler Truck den Bau eines neuen Werks in den USA angekündigt. Die Fabrik zur Fertigung von Spezial- und Fernverkehrslastwagen soll in drei Jahren den Betrieb aufnehmen.
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WirtschaftUnternehmen fahren Produktion hoch - Analyst: "Talfahrt der Industrie scheint beendet"
Die deutschen Unternehmen haben ihre Produktion im Juni den dritten Monat in Folge gesteigert.Industrie, Bau und Energieversorger stellten zusammen 0,2 Prozent mehr her als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die positive Entwicklung sei maßgeblich auf Zuwächse in der Automobilindustrie zurückzuführen - mit plus 3,6 Prozent, hieß es. Auch der Anstieg im sonstigen Fahrzeugbau - also im Bereich Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge - beeinflusste das Gesamtergebnis positiv. Negativ wirkte sich der Rückgang im Maschinenbau aus.
Analysten erklärten, die Talfahrt der Industrie sei beendet. Allerdings gebe es weiter Risiken. Dazu gehörten die geopolitische Lage sowie die Energieversorgung.
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VorsichtsmaßnahmeUS-Luftfahrtaufsicht lässt hunderte Boeing-Maschinen auf Risse prüfen
Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat für rund 470 Flugzeuge des Herstellers Boeing eine Überprüfung angeordnet.Betroffen sind mehrere Modelle des Typs 737 Max. Geprüft werden sollen mögliche Risse im Bereich der vorderen Tür, wie die Behörde mitteilte. Ein Boeing-Sprecher sagte dem "Wall Street Journal", das Problem sei bei dem Vorgängermodell 737 Next Generation aufgetreten. Bei der Max-Flotte seien derartige Schäden bislang zwar nicht festgestellt worden. Da Konstruktion und Fertigungsverfahren in dem betroffenen Bereich jedoch ähnlich seien, würden die Kontrollen nun vorsorglich auf die neueren Flugzeuge ausgeweitet.
Boeing hatte in den vergangenen Jahren mit verschiedenen Qualitätsproblemen zu kämpfen, zuletzt jedoch nach eigenen Angaben Fortschritte im Bereich der Fertigung erzielt.
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Mittlerer OstenBerichte: Huthi starten weitere Angriffe im Jemen
Im Jemen hat die aufständische Huthi-Miliz erneut Standorte der Armee angegriffen.Laut Medienberichten wurden Objekte in der Provinz Marib mit Raketen und Drohnen attackiert. Über mögliche Opfer oder Schäden ist noch nichts bekannt.
Gestern waren bei Huthi-Angriffen auf Armeestützpunkte nach jüngsten Angaben mindestens 58 Menschen getötet worden.
Die vom Iran unterstützten Huthi kämpfen seit 2014 gegen die von Saudi-Arabien unterstützte international anerkannte Regierung. Die Rebellen kontrollieren die Hauptstadt Sanaa und weite Teile des bevölkerungsreichen Nordens. Die Regierung hält große Teile des Südens. Seit 2022 gilt eine fragile Waffenruhe. Die Huthi greifen auch immer wieder Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden an.
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Persischer GolfSchiffsverkehr durch Straße von Hormus deutlich zurückgegangen
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist in dieser Woche deutlich zurückgegangen.Von Montag bis Donnerstag passierten Daten des Analyseunternehmens Kpler zufolge lediglich 33 Schiffe die Meerenge im Persischen Golf. Im selben Zeitraum der Vorwoche waren es noch 50 gewesen - vor dem Iran-Krieg Ende Februar mehr als 130.
Nach Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie belastet der immer noch ungelöste Konflikt zwischen den USA und dem Iran die Weltwirtschaft. Für dieses Jahr rechnet der BDI beim globalen Wachstum nur noch mit einem Plus von drei Prozent. Ohne den Krieg hätten die Belebung der Nachfrage und der KI-Boom die Weltwirtschaft vermutlich um bis zu 3,4 Prozent anziehen lassen.
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SüdostasienMindestens sechs Tote bei Schusswaffenangriff auf Schule in Thailand
Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in Thailand hat ein jugendlicher Angreifer mindestens fünf Menschen und anschließend sich selbst getötet.Wie die Polizei mitteilte, wurden zudem 23 Menschen verletzt. Der Angriff ereignete sich in der südlichen Provinz Nonthaburi nördlich der Hauptstadt Bangkok. Bei den Opfern soll es sich laut Medienberichten um Lehrer und Schüler handeln. Der Täter war demnach ebenfalls an der Schule. Über den genauen Tathergang und das Motiv ist noch nichts bekannt.
In der Wohnung der Familie des Täters wurden nach dem Angriff zwei weitere Menschen erschossen aufgefunden; es sind den Berichten zufolge die Großeltern des Jugendlichen.
Der thailändische Ministerpräsident Charnvirakul äußerte sich erschüttert und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.
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RaumfahrtSatellit fotografiert Einschlagstelle von Raketenteil auf dem Mond
Nach dem Einschlag eines Raketenteils auf der Mondoberfläche gibt es erste Bilder von dem Ort.Sie wurden von einem Satelliten des südkoreanischen Raumfahrtinstituts KARI gemacht. Wie dieses mitteilte. überflog der Satellit mehrfach die Stelle und machte Bilder sowohl vor als auch nach dem Einschlag. Das Institut veröffentlichte sie im Internet. Darauf ist den Angaben zufolge zu sehen, dass bei dem Einschlag Staub und Gestein herumgeschleudert und ein Krater hinterlassen wurde.
Bei dem abgestürzten Objekt handelt es sich um die Oberstufe einer Falcon-9-Rakete des US-Konzerns SpaceX, die vor anderthalb Jahren zwei Landefahrzeuge privater Unternehmen zum Mond gebracht hatte. Die Oberstufe verglühte damals nicht in der Erdatmosphäre, sondern kam ungeplant vom Kurs ab und driftete Richtung Mond. Am Mittwoch war sie dann eingeschlagen.
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FußballZweite Liga in die neue Saison gestartet - Wolfsburg ist Topfavorit
Zum Start der neuen Saison der Zweiten Fußball-Liga sind am Abend Bochum und Hertha BSC aufeinandergetroffen. Als Top-Favorit für den Aufstieg gilt Wolfsburg.Der Absteiger aus der Bundesliga hat rund 23 Millionen Euro in neue Spieler investiert und damit mehr als alle restlichen 17 Zweitligisten zusammen. Zum Auftakt trifft die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl am Samstagabend auf Kaiserslautern, das ebenfalls zum Kreis der Aufstiegsfavoriten gezählt wird. Genannt werden von Fachleuten außerdem St. Pauli, Heidenheim, Hannover und Hertha BSC.
Osnabrück und Cottbus kehren nach zwei beziehungsweise zwölf Jahren Abstinenz wieder in die 2. Bundesliga zurück. Das Ziel dürfte für beide Aufsteiger der Klassenerhalt sein.
Neue Regeln gegen Zeitspiel
In der neuen Saison gelten in der Zweiten Liga sowie in der Bundesliga einige neue Regeln. So wird Zeitspiel schneller geahndet. Ähnlich wie bei der WM müssen ausgewechselte Spieler nach Aufleuchten ihrer Trikotnummer rasch den Platz verlassen. Einwürfe müssen schnell ausgeführt werden, sonst wechselt der Ballbesitz.
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Geburtenstarke JahrgängeStudie: Auch nach Renteneintritt der "Babyboomer" kommen demografische Herausforderungen - Pflegekapazitäten schon jetzt ausbauen
Die demografischen Herausforderungen in Deutschland nehmen nach dem Renteneintritt der Babyboomer weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung.Als "Babyboomer" werden die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1969 bezeichnet. Laut der Analyse werden die Herausforderungen besonders groß, wenn die Angehörigen dieser Generation die sogenannte Hochaltrigkeit ab 80 Jahren erreichen. So sei davon auszugehen, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen zwischen 2035 und 2049 deutlich zunimmt.
Studie: Pflege- und Versorgungsstrukturen müssen frühzeitig ausgebaut werden
Die Autoren der Studie fordern dazu auf, Pflegekapazitäten, altersgerechten Wohnraum und Versorgungsstrukturen schon heute auszubauen, um den steigenden Bedarf decken zu können. Außerdem müssten Bund und Länder die Reformen bei der Rente sowie den Pflege- und Sozialsystemen weiter vorantreiben.
Tiefgreifende Veränderungen sehen sie auch für den Arbeitsmarkt. Bis 2039 würden mehr als 13 Millionen Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Damit gingen dem Arbeitsmarkt zahlreiche erfahrene Fachkräfte verloren. Hier müsse mit einer gezielten Erwerbszuwanderung und Ausbildung von Fachkräften gegengesteuert werden.
Gleichzeitig gebe es aber auch Chancen - viele Ruheständler seien demnach gut qualifiziert und grundsätzlich bereit, sich ehrenamtlich oder weiter beruflich zu engagieren. Dieses Potenzial müsse aber durch entsprechende Anreize stärker genutzt werden.
Demografischer Wandel verläuft regional unterschiedlich
Die Untersuchung zeigt zugleich, dass der demografische Wandel in Deutschland regional unterschiedlich verläuft. Besonders hoch ist der Anteil älterer Menschen schon jetzt in ostdeutschen Flächenländern, während wirtschaftsstarke Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg bislang vergleichsweise jung geblieben sind. Aber auch hier wird die Zahl älterer Menschen in Zukunft deutlich zunehmen.
Besonders deutlich sind die Unterschiede beim Blick auf Landkreise und kreisfreie Städte. Wirtschaftsstarke Großstädte und ihr Umland weisen den geringsten Seniorenanteil auf, während ländliche und strukturschwache Regionen bereits heute besonders stark gealtert sind. Nach der Analyse werden diese regionalen Unterschiede auch in den kommenden Jahrzehnten bestehen bleiben.
Grundlage der Studie waren Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
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WetterZum Wochenendauftakt sonnig und bis 33 Grad
Das Wetter: In der Nacht gering bewölkt oder klar, niederschlagsfrei. Tiefstwerte 15 bis 7 Grad. Am Tag weiterhin heiter bis sonnig und trocken. Temperaturen im Nord bis 23 bis 27, sonst 27 bis 33 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Sonntag häufig sonnig. Im Bergland vereinzelt Schauer und Gewitter. Höchstwerte zwischen 30 und 36 Grad, im Norden und an der See kühler.
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Donnerstag, 6.08.2026
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Flughafen Leipzig/HalleSprengstoffdrohne: Bundesanwaltschaft übernimmt Ermittlungen - "Schwerwiegender Angriff auf Logistikinfrastruktur"
Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Karlsruher Behörde mit.Es handele sich um einen schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland. An der Drohne sei professioneller Sprengstoff und ein Zünder angebracht worden. Ein Mitarbeiter des Flughafens hatte die Drohne in der Nacht zum Mittwoch bemerkt. Sie wurde entschärft. Berichte, laut denen das ukrainische Flugzeug, in dessen Nähe die Sprengstoff-Drohne entdeckt wurde, mit Munition beladen gewesen sei, wurden heute dementiert.
Bei einem weiteren Vorfall in der Nähe stieß eine Frachtmaschine mit einem unbekannten Flugobjekt zusammen und wurde leicht beschädigt. Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland.
Grünen-Fraktionschefin: Dobrindt muss Russland-Verdacht klar benennen
Grünen-Fraktionschefin Dröge erhob in der Zeitung "Die Welt" Vorwürfe gegen Russland und kritisierte Bundesinnenminister Dobrindt dafür, dass er diesen Verdacht nicht klar benannt hat. Dröge forderte Bundeskanzler Merz auf, den Nationalen Sicherheitsrat einzuberufen. Auf eine solche Aggression müsse mit Entschlossenheit reagiert werden, nicht mit schwammigen Worten. Der Minister hatte gestern zwar "fremde Mächte" als Drahtzieher nicht ausgeschlossen, aber vor Spekulationen hinsichtlich der Täterschaft gewarnt. Dobrindt sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario".
Die CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter und Ernst plädierten dafür, dass Deutschland Artikel-4-Konsultationen in der NATO anstrengt. Dies kann jedes Mitgliedsland tun, wenn es seine territoriale Unversehrtheit bedroht sieht.
Der Vorfall hat eine Diskussion darüber ausgelöst, inwiefern Deutschland sich vor Angriffen mit Drohnen schützen kann. Der Sicherheitsexperte Nico Lange sagte im Deutschlandfunk, es sei lediglich Glück gewesen, dass es nicht zu einer Katastrophe gekommen sei. Hierzulande sei man überhaupt nicht auf dem Stand der Dinge und viel zu langsam. Mehr dazu hier.
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Sprengstoffdrohne in LeipzigSicherheitsexperte: "Deutschland ist bei Erkennung und Abwehr von Drohnen überhaupt nicht auf Stand der Dinge"
Der Sicherheitsexperte Nico Lange sieht Deutschland unzureichend auf hybride Angriffe mit Drohnen vorbereitet. Im Deutschlandfunk sagte er, niemand habe den Anschlag auf den Leipziger Flughafen abgewehrt - es sei lediglich Glück gewesen, dass es nicht zu einer Katastrophe gekommen sei.Der Direktor des IRIS Instituts für Risikoanalysen und Internationale Sicherheit erklärte, seit Jahren sei bekannt, dass Kleindrohnen eine Gefahr und ein Instrument hybrider Kriegsführung seien. Hierzulande sei man aber überhaupt nicht auf dem Stand der Dinge und viel zu langsam. Man brauche an Flughäfen etwa andere Radare, die niedrigfliegende kleine Objekte erkennen könnten sowie ein Netzwerk aus elektro-optischen, akustischen sowie Wärmebild-Sensoren, um verschiedene Drohen überhaupt zu erkennen. Die technischen Lösungen seien lange bekannt und auch in Deutschland verfügbar. Dennoch operiere man noch immer vorsintflutlich.
Lange führte aus , Deutschland neige dazu, eine Verwaltungsrepublik zu sein. Wenn etwas passiere, wolle man neue Gremien gründen und Gesetze verändern - doch in der Praxis passiere nichts. Man komme erst in Bewegung, wenn ein schlimmer Fall eingetreten sei.
Auch der Dresdner Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke stufte den Vorfall als neue Dimension der Bedrohung für kritische Infrastruktur ein. Anders als bei bisherigen Drohnenvorfällen gehe es nicht mehr allein um die Gefahr einer Kollision mit einem Flugzeug oder Schäden durch die Drohne selbst. Sollte sich ein gezielter Anschlagsversuch bestätigen, zeige der Vorfall, dass Deutschland in der Entdeckung derart kleiner Objekte an kritischen Infrastrukturen noch nicht gut sei, sagte sagte der Professor für Technologie und Logistik des Luftverkehrs an der TU Dresden der Deutschen Presse-Agentur. Das gelte sowohl für die verfügbaren Technologien als auch für die Geschwindigkeit, mit der diese in der Praxis eingeführt würden.
BDL: Flughafen Frankfurt hat bereits "sehr leistungsfähige" Technik
Der Bundesluftfahrtverband BDL teilte unterdessen mit, die Ausstattung der deutschen Flughäfen mit neuerster Drohnenabwehrtechnik schreite rasch voran. BDL-Geschäftsführer Lang sagte der Nachrichtenagentur Reuters, am größten Flughafen Frankfurt sei bereits sehr leistungsfähige Technik eingeführt worden. Diese sei wegen der rasanten Entwicklung auf diesem Feld auch nachrüstbar. Lang lobte, die Bundesregierung habe nach früheren Störattacken mit Drohnen sehr schnell Entscheidungen getroffen und Ausschreibungen auf den Weg gebracht. Man sei zuversichtlich, dass bis Ende des Jahres der Großteil der Flughäfen davon profitieren werde.
Flughafenmitarbeiter soll Drohne entdeckt haben
Die Gewerkschaft der Polizei hatte nach dem Drohnenfund von einer guten technischen Ausstattung der Bundespolizei gesprochen. Die Vorkommnisse hätten gezeigt, dass sich die hochmoderne Ausrüstung auszahle und die Alarmsysteme gut funktioniert hätten, sagte der GdP-Chef für die Bundespolizei, Roßkopf, der "Rheinischen Post". Die Bundespolizei sei an den deutschen Flughäfen mittlerweile gut dafür ausgestattet, um die Flugbewegungen von Drohnen zu beobachten und Gegenmaßnahmen einzuleiten.
In der Nacht zu Mittwoch hatte ein Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle die mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt. Der Flughafen gilt als Umschlagplatz für militärische Hilfslieferungen an die Ukraine. Der Sprengstoff wurde entschärft. Mehr dazu hier.
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Spitzentreffen in BonnBundesverkehrsminister Bilger kündigt Sofortmaßnahmen gegen Niedrigwasser-Folgen an
Bundesverkehrsminister Bilger hat angesichts des anhaltenden Niedrigwassers auf wichtigen Flüssen kurzfristige Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft angekündigt. Ziel sei es, Lieferketten auf Rhein, Donau und Elbe trotz der schwierigen Bedingungen aufrechtzuerhalten, sagte Bilger nach Gesprächen mit Wirtschaftsvertretern, Verbänden und Behörden in Bonn.Man werde mit den Ländern über Ausnahmen vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw für besonders betroffene Güter sprechen. Der Bundesverband Güterkraftverkehr und Logistik gab zu bedenken, bei einer Aufhebung des Sonntagsfahrverbots müssten die Fahrer stattdessen an anderen Tagen den Lkw stehen lassen, um die Ruhezeiten einzuhalten.
Bilger sagte weiter, auch sei die bundeseigene Autobahngesellschaft angewiesen worden, Ausweichverkehre nicht durch vermeidbare Baustellen zu behindern. Gleichzeitig soll laut Bilger der Schienengüterverkehr gestärkt werden. Das Gütertransportunternehmen DB Cargo habe zugesagt, betroffene Industriebetriebe beim Transport von Waren auf der Schiene zu unterstützen und zusätzliche Kapazitäten in Europa zu organisieren.
Der Bundesverkehrsminister bezeichnete das extreme Niedrigwasser als erhebliche Herausforderung für die Wirtschaft und die Versorgungssicherheit. Deshalb werde man den engen Austausch mit den betroffenen Branchen fortsetzen. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer begrüßte die Ankündigungen und erklärte, mehr Angebote auf Straße und Schiene könnten bei den Unternehmen kurzfristig für Entlastung sorgen. Langfristig müssten die deutschen Wasserstraßen aber auf Niedrigwasser und andere Extremwetterereignisse vorbereitet werden.
Krischer (Grüne) fordert mehr Anstrengungen vom Bund
Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Krischer hatte darauf verwiesen, dass das Thema Niedrigwasser in Zukunft regelmäßig auf der Tagesordnung stehen werde. Mit Blick auf die heutige Krisensitzung sagte der Grünen-Politiker im Deutschlandfunk , die Konferenz in Bonn dürfe keine einmalige Veranstaltung sein. Es gelte, auszuloten, wie man die Transformation der Binnenschifffahrt seitens der Politik sinnvoll begleiten und die Branche beispielsweise bei der Anschaffung von Niedrigwasserschiffen unterstützen könne.
Wirtschaftsverband: Bislang keine Engpässe an Tankstellen
Zu den Auswirkungen des Niedrigwassers sagte der Wirtschaftsverband Fuels und Energie dem Deutschlandfunk: "Binnenschiffe müssen mit geringerem Frachtvolumen beladen werden – teilweise zu einem Viertel der Normalkapazität, oder sie mussten den Betrieb vorübergehend ganz einstellen." Der Transport werde, wo möglich, auf Kesselwagenzug und Tankkraftwagen verlagert. Allerdings seien auch hier die Kapazitäten begrenzt, was verfügbare Fahrzeuge und Fahrer anbelange. Engpässe an Tankstellen würden aber bislang nicht verzeichnet.
Eine Sprecherin des Duisburger Hafens - größter Binnenhafen weltweit - sagte dem Deutschlandfunk, derzeit gebe es dort etwa 50 bis 60 Prozent mehr Schiffsanläufe. Der Grund: Auf Teilen des Mittel- und Oberrheins sei der Einsatz von Binnenschiffen aufgrund der niedrigeren Wasserstände bereits nicht mehr möglich.
Die Länder-Verkehrsminister berieten heute in München ebenfalls zu diesem Thema.
Aus dem Dlf-Programm:
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Ukraine-KriegTote durch russische Angriffe
Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens sieben Menschen getötet worden.Mindestens zwei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad im Gebiet Dnipropetrowsk gegeben, teilten die Behörden mit. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro.
Bei einer Drohnenattacke auf den Bahnhof in der Stadt Losowa im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen nach Behördenangaben zwei Männer ums Leben. Nach Auskunft der ukrainischen Eisenbahn wurden bei dem Angriff das Bahnhofsgebäude, Oberleitungen und Waggons beschädigt.
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SyrienZwei Tote bei Explosion in Vorort von Damaskus
Nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus ist ein Sprengsatz explodiert und hat mindestens zwei Menschen getötet.Außerdem habe es 13 Verletzte gegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Bombe explodierte in der von zahlreichen Drusen bewohnten Vorstadt Dscharamana.
Das Staatsfernsehen berichtete, der Sprengsatz sei unter einem Kleinbus detoniert.
Bisher hat niemand den Anschlag für sich reklamiert.
Die Explosion ist bereits die dritte binnen eines Monats. Im Juli waren bei zwei Detonationen während des Besuchs des französischen Präsidenten Macron in Syrien mindestens 18 Menschen verletzt worden.
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WettbewerbshüterIllegale Absprachen bei Straßenreparaturen: Kartellamt verhängt Millionenbußen
Das Bundeskartellamt hat wegen verbotener Absprachen bei der Reparatur von Straßen Geldbußen von insgesamt 60,3 Millionen Euro verhängt.Wie die Bonner Behörde mitteilte, sind sechs Unternehmen betroffen, die Asphaltflächen sanieren. Diese hätten sich viele Jahre lang über Aufträge der öffentlichen Hand abgestimmt und dadurch den Markt aufgeteilt, sagte Kartellamtspräsident Mundt. Dazu habe es häufig geheime Treffen gegeben. Preise seien gegenseitig in einer Code-Sprache kommuniziert worden. Mundt sprach von einem Kartell zu Lasten von Bund, Ländern und Gemeinden.
Laut der Behörde hatte eines der Unternehmen im Rahmen eines Kronzeugenprogramms mit ihr kooperiert.
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LandtagBayern: Dritter AfD-Abgeordnete steht unter Beobachtung des Verfassungsschutzes
In Bayern steht der stellvertretende Fraktionschef der AfD, Nolte, unter Beobachtung des Landesverfassungsschutzes.Das geht aus einer Antwort von Innen-Saatssekretär Kirchner auf eine Anfrage der Grünen hervor. Grundlage für die Beobachtung ist der Verdacht, der Landtagsabgeordnete missbrauche sein Amt zum Kampf gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung. Er stehe hinter dem Konzept der sogenannten Remigration, das sich laut Bundesverfassungsgericht gegen die Menschenwürde richte.
Mit Nolte steht bereits der dritte Landtagsabgeordnete unter Beobachtung des bayerischen Verfassungsschutzes. Nolte nannte die Entscheidung lächerlich. Sie gründe offenbar auf dem Erfolg der AfD in den Wahlumfragen.
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OberlandesgerichtAttentäter des Auto-Anschlags in München zu lebenslanger Haft verurteilt
Das Oberlandesgericht München hat einen Mann wegen des Anschlags mit einem Fahrzeug auf eine Verdi-Demonstration zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht befand den 25-jährigen Afghanen unter anderem des zweifachen Mordes und des versuchten Mordes in 23 Fällen für schuldig.Es stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Freilassung auf Bewährung nach 15 Jahren Gefängnis erheblich erschwert. Der zweite Senat entsprach damit den Forderungen der Bundesanwaltschaft. Das Gericht sah einen islamistischen Hintergrund. Es erklärte, der Täter habe als Reaktion auf die Situation in islamischen Ländern willkürlich ausgewählte Menschen in Deutschland angreifen und töten wollen.
Der Mann war im Februar 2025 in der bayerischen Landeshauptstadt mit einem Fahrzeug in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gerast. Dabei wurden eine Frau und ihr Kind getötet sowie zahlreiche Personen verletzt. Die Verteidigung hatte auf eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus plädiert.
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Nordrhein-WestfalenZwei mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen
In Nordrhein-Westfalen sind zwei Terrorverdächtige festgenommen worden.Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf wirft den beiden irakischen Staatsangehörigen vor, Mitglieder einer terroristischen Vereinigung im Ausland zu sein. Die Männer im Alter von 29 und 46 Jahren sollen 2015 und 2016 an Kämpfen der Terrororganisation IS im Irak teilgenommen haben.
Sie wurden in Höxter und Bottrop gefasst. In ihren Wohnungen wurden Mobiltelefone und Laptops sichergestellt, wie die Polizei weiter mitteilte. Hinweise auf geplante Aktionen in Deutschland gebe es nicht.
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Nach AnsturmPräsident von Ceuta: "100 Menschen ums Leben gekommen" - EU-Parlament debattiert über Migration und Grenzsicherung
Bei dem Andrang auf die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta sind nach jüngsten Angaben 100 Menschen ums Leben gekommen.Dies gab Ceutas Präsident Vivas während einer Sitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel bekannt. Zuvor war von bis zu 75 Toten die Rede. EU-Migrationskommissar Brunner verwies in der Parlamentsdebatte auf die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten bei der Migration und der Grenzsicherung. Das sei eine wichtige Erkenntnis aus den Ereignissen in Ceuta, so Brunner. Die EU sei verwundbar, wenn Grenzkontrollen vom - Zitat - guten Willen eines Nachbarlandes abhingen.
Zehntausende Menschen waren überwiegend schwimmend von Marokko nach Ceuta gelangt. Die Massenankunft hatte europaweit eine neue Debatte über die Migrationspolitik ausgelöst.
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KlimaschutzNABU-Ranking: Kreuzfahrtbranche bleibt hinter ihren Möglichkeiten zurück
Der Naturschutzbund Deutschland sieht Kreuzfahrtschiffe beim Klimaschutz weiterhin im Rückstand.Das geht aus dem neuen Umweltranking der Organisation hervor. Die Branche verbessere zwar ihre Energieeffizienz und investiere zunehmend in Landstromanschlüsse. Beim entscheidenden Schritt weg von Schweröl hin zu klimaneutralen Kraftstoffen blieben die Reedereien aber hinter ihren Möglichkeiten zurück. Die Umweltorganisation fordert deshalb unter anderem strengere Vorgaben für die Nutzung von E-Fuels.
Die Branche ist nach Angaben des Dachverbandes der Kreuzfahrtindustrie im vergangenen Jahr erneut gewachsen. Insgesamt unternahmen rund 37 Millionen Menschen weltweit eine Kreuzfahrt.
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ÜbernahmekampfCommerzbank geht mit Rekordergebnis in Gespräche mit Unicredit
Die Commerzbank hat für das zweite Quartal ein Rekordergebnis verzeichnet.Sie machte 898 Millionen Euro Gewinn, wie die Bank in Frankfurt am Main mitteilte. Die Vorstandsvorsitzende Orlopp sagte, das Ergebnis zeige die Stärke des eigenen Geschäftsmodells, an dem man festhalten wolle. Orlopp warnte vor einem weitreichenden Abbau des Auslandsgeschäfts, sollte die Commerzbank von der italienischen Großbank Unicredit übernommen werden.
Unicredit hatte sich in den vergangenen Monaten fast die Hälfte der Stimmrechte an dem Frankfurter Geldhaus gesichert. Neben der Commerzbank-Führung lehnt auch die Bundesregierung eine Übernahme ab. Der Commerzbank-Betriebsrat befürchtet für diesen Fall einen erheblichen Stellenabbau. Laut der Vorstandschefin geht es nun in Verhandlungen.
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MonatsbilanzDeutsche Industrie verzeichnet im Juni stärkeres Auftragsplus als erwartet
Die deutsche Industrie hat im Juni mehr Aufträge erhalten.Das Neugeschäft wuchs im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zunächst war mit einem geringeren Plus gerechnet worden. Als Grund für den stärkeren Anstieg gelten neue Großaufträge vor allem im Maschinenbau und in der Elektronik. Auch die Automobilindustrie verzeichnete mehr Aufträge.
Die weiter hohen Ölpreise, die volatile Lage in der Straße von Hormus und die derzeit niedrigen Pegelstände der großen deutschen Flüsse gelten aber weiter als Risikofaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung.
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Konferenz in MünchenVerkehrsminister drohen mit Klage gegen Trassenpreise
Im Streit um die Finanzierung gestiegener Trassenpreise im Personennahverkehr haben die Bundesländer der Bundesregierung mit einer Klage gedroht.Die Länder sähen sich zu rechtlichen Schritten gezwungen, falls der Bund die zusätzlichen Kosten nicht übernehme, sagte Bayerns Verkehrsminister Bernreiter nach einer Videokonferenz mit seinen Kolleginnen und Kollegen. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die Länder eine vollständige finanzielle Kompensation der Mehrkosten.
Die Trassenpreise zahlen die Verkehrsunternehmen für die Nutzung des Schienennetzes an die Deutsche Bahn als Betreiberin. Für den Regionalverkehr waren diese Gebühren bislang gedeckelt. Der Europäische Gerichtshof entschied jedoch im März, dass diese Regelung nicht mit europäischem Recht vereinbar sei.
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Schwarzarbeit im VisierZoll führt Razzien in NRW und in Saarbrücken durch
Der Zoll hat im Zusammenhang mit dem Verdacht der Schwarzarbeit in der Gebäudereinigungsbranche zahlreiche Razzien durchgeführt.Einsatzkräfte durchsuchten Wohnungen und Geschäftsräume in zwölf Städten Nordrhein-Westfalens sowie in Saarbrücken, wie das Hauptzollamt Dortmund mitteilte. Es geht um den Vorwurf, über einen längeren Zeitraum Lohnzahlungen an Beschäftigte verschleiert zu haben. Dabei sollen sogenannte Abdeckrechnungen eingesetzt worden sein. Diese dienen nach Angaben der Ermittler dazu, fingierte Fremdleistungen als betriebliche Ausgaben zu verbuchen und so Schwarzgeld zu generieren.
Sozialversicherungsträgern und Finanzbehörden sei schätzungsweise ein Schaden in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro zugefügt worden, hieß es. Festnahmen gab es laut Hauptzollamt nicht.
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Hohe TemperaturenBündnisse von Verbänden in Deutschland und Europa verlangen verbindliche Hitzeschutzmaßnahmen
Ein Zusammenschluss aus 36 Organisationen fordert mehr Einsatz der Bundesregierung für den Klima- und Hitzeschutz.In dem in Berlin vorgestellten Dokument wird unter anderem die Einrichtung eines Krisengipfels verlangt, und auch soll es einen bundesweiten Hitzeschutzplan geben. Außerdem setzen sich die Verbände dafür ein, dass der Schutz vor Gefährdungen durch die Klimakrise als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert wird. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderen der BUND, Fridays for Future, Greenpeace, die Arbeiterwohlfahrt und mehrere Gewerkschaften.
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HitzeRKI: Rund 9.600 Tote allein durch extrem heiße Juni-Woche
Das Robert Koch-Institut geht von deutlich mehr Todesfällen im Zusammenhang mit der Hitzewelle Ende Juni aus als bislang angenommen. Die Woche vom 22. bis 28. Juni habe in Deutschland zu etwa 9.600 hitzebedingten Sterbefällen geführt, hieß es in einer Mitteilung.Damals hatte es neue Rekordtemperaturen von mehr als 41 Grad in mehreren Regionen gegeben. Bislang ging das RKI von mehr als 5.000 Todesfällen aus. Dass die Schätzung nun höher ist, wird dadurch begründet, dass die Bundesländer ihre Statistiken mit zeitlicher Verzögerung veröffentlichen. Im gesamten betrachteten Zeitraum von Anfang April bis Ende Juli gab es schätzungsweise 11.900 hitzebedingte Sterbefälle.
Übersterblichkeit in bestimmtem Zeitraum
Bei dieser Statistik geht es nicht nur um die unmittelbare Todesursache. Das RKI vergleicht dafür die durchschnittlichen Sterbefälle in Sommerwochen mit und ohne Hitze. In diesem Sommer zeichnete sich eine sogenannte Übersterblichkeit genau in den Zeiträumen ab, in denen die Temperaturen besonders hoch waren.
Hitzeperioden in Deutschland haben laut dem Institut des Bundes regelmäßig einen Anstieg der Todeszahlen zur Folge. In den meisten Fällen führe eine Kombination aus Hitze und Vorerkrankungen zum Tod. Nur selten handele es sich konkret um einen Hitzschlag. Besonders für ältere Menschen seien die hohen Temperaturen gefährlich.
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NRWSchwerer Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen - 25 Verletzte
Bei einem Straßenbahnunfall in Gelsenkirchen im Ruhrgebiet sind 25 Personen verletzt worden, zehn von ihnen schwer.Wie die Polizei berichtete, war in der Innenstadt in der Nähe der Veltins-Arena eine Fahrschulstraßenbahn plötzlich stehen geblieben. Die mit Fahrgästen besetzte Bahn dahinter sei auf die stehende aufgefahren.
Warum die Fahrschulbahn auf der Hauptverkehrsstraße plötzlich stehen blieb, ist bisher unklar.
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USARepublikaner wollen Immunologen Fauci vor Gericht stellen
In den USA hat sich ein Ausschuss des Senats für eine strafrechtliche Verfolgung des ehemaligen medizinischen Regierungsberaters Fauci ausgesprochen.Der von den Republikanern kontrollierte Heimatschutzausschuss wirft dem Immunologen vor, bei einer Anhörung zur Corona-Pandemie in der vergangenen Woche die Aussage verweigert zu haben. Fauci hatte sich auf das verfassungsmäßige Schweigerecht berufen.
Demokratische Senatoren und Faucis Anwalt sprechen von einem politisch motivierten Vorgehen.
Fauci half in Trumps erster Amtszeit maßgeblich bei der Koordinierung der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie und zog den Zorn des Präsidenten auf sich, als er sich weigerte, dessen Behauptungen über die Pandemie zu unterstützen.
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WestjordanlandIsraelischer Siedler wegen fahrlässiger Tötung angeklagt
Nach tödlichen Schüssen auf einen Palästinenser im Westjordanland ist ein israelischer Siedler vor Gericht angeklagt worden.Die israelische Staatsanwaltschaft wirft dem 33-Jährigen fahrlässige Tötung vor, wie aus der Anklageschrift hervorgeht. Zudem geht es um Hausfriedensbruch und vorsätzliche Sachbeschädigung. Bei dem Vorfall in der Nähe von Hebron habe der Anklagte während einer Konfrontation mit Bewohnern eines palästinensischen Dorfes in Richtung einer Menschenmenge geschossen.
Nach Informationen der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem ist es die erste Anklage gegen einen Israeli wegen der Tötung eines Palästinensers im Westjordanland seit dem 7. Oktober 2023. Seitdem sind laut Zahlen der UNO in dem Gebiet mindestens 1.100 Palästinenser von israelischen Siedlern und Soldaten getötet worden.
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KriegSchweden übergibt beschlagnahmten Frachter der russischen Schattenflotte an Ukraine
Schweden übergibt der Ukraine einen beschlagnahmten Frachter der sogenannten russischen Schattenflotte.Das oberste schwedische Gericht in Stockholm lehnte einen Einspruch der Reederei gegen die Übergabe ab. Der ukrainische Außenminister Sybiha begrüßte die Entscheidung als historisch und sprach von einem wichtigen Präzedenzfall.
Die schwedische Polizei hatte den Frachter im März auf Bitten der ukrainischen Justiz vor dem Hafen von Trelleborg beschlagnahmt. Das Schiff unter falscher guineischer Flagge war auf dem Weg nach St. Petersburg in Russland. Die ukrainische Justiz vermutet, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus von Russland besetzten Gebieten transportierte.
Mit den Schiffen der Schattenflotte versucht Russland, wegen des Ukraines-Krieges verhängte westliche Sanktionen zu umgehen.
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"Low-Level-Agent"Ukrainer in Thüringen festgenommen - Verdacht auf Spionage von bayerischem Rüstungsunternehmen
In Thüringen ist ein Mann festgenommen worden, der in Bayern das Gelände eines Rüstungsunternehmens ausspioniert haben soll.Der Ukrainer befindet sich seit Sonntag in Untersuchungshaft, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mitteilten. Nach derzeitigem Ermittlungsstand bestehe der dringende Tatverdacht, dass der Beschuldigte als sogenannter "Low-Level-Agent" im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes im Juni Aufnahmen vom Betriebsgelände des Rüstungsunternehmens angefertigt und verschickt habe. Die Festnahme sei durch eine Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden und Nachrichtendiensten im Gemeinsamen Zentrum zur Abwehr hybrider Bedrohung erfolgt, das im Juni in Berlin eröffnet worden war. Weitere Auskünfte wurden mit Verweis auf laufende Ermittlungen nicht erteilt.
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JapanHiroshima gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs vor 81 Jahren
Im japanischen Hiroshima ist der Opfer des amerikansischen Atombombenabwurfs vor 81 Jahren gedacht worden.Bei der Zeremonie im Friedenspark der Stadt forderte Bürgermeister Matsui die Großmächte auf, den Besitz solcher Waffen nicht länger als Abschreckung zu rechtfertigen. Zudem verurteilte er die aktuellen Kriege. Gewaltanwendung zur Sicherung des eigenen Wohlstands zu akzeptieren, berge die Gefahr gewaltsamer Vergeltung.
Um 8 Uhr 15, dem Zeitpunkt, als eine US-Militärmaschine im Zweiten Weltkrieg die Bombe über der Stadt abwarf, wurde eine Schweigeminute abgehalten. Zudem läutete eine Glocke. Bei der Detonation des Sprengsatzes am 6. August 1945 wurden zehntausende Einwohner getötet.
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Schwimm-EM in ParisJaden Eikermann gewinnt Silber im Turmspringen - Lena Hentschel und Jette Müller Bronze im Synchronspringen
Die deutschen Wasserspringer haben bei der Schwimm-EM in Paris mehrere Medaillen gewonnen.Jaden Eikermann bekam die Silbermedaille im Turmspringen. Der 21-Jährige musste sich nur dem unter neutraler Flagge startenden Russen Ruslan Ternewoi geschlagen geben. Bronze erzielte der zweite deutsche Springer Ole Rösler.
Zuvor hatten die deutschen Wasserspringerinnen eine Bronze-Medaille gewonnen. Im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett erreichten Lena Hentschel und Jette Müller die dritthöchste Punktzahl. Gold ging an die Italienerinnen Chiara Pellacani und Elisa Pizzini; Silber an die Ukrainerinnen Xenia Botschek und Diana Karnafel.
Hentschel hatte am Sonntag bereits mit Luis Avila Sanchez eine Bronze-Medaille im Mixed-Synchronwettbewerb gewonnen.
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RadsportKim Le Court-Pienaar gewinnt sechste Etappe der Tour de France der Frauen
Kim Le Court-Pienaar hat die sechste Etappe bei der Tour de France der Frauen gewonnen. Die Radrennfahrerin aus Mauritius siegte im Sprint einer siebenköpfigen Ausreißergruppe vor der Französin Cedrine Kerbaol und der Niederländerin Puck Pieterse.Die frühere deutsche Rad-Meisterin Liane Lippert kam auf der 153,4 Kilometer langen Etappe von Montbrison nach Tournon-sur-Rhone als sechste ins Ziel. Im Gesamtklassement der Frankreich-Rundfahrt führt weiterhin die Schweizerin Marlen Reusser mit zwölf Sekunden vor der Niederländerin Demi Vollering.
Morgen folgt die mit Spannung erwartete Bergetappe zum Mont Ventoux. Die Tour de France der Frauen endet am Sonntag in Nizza.
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FIFA-Präsident InfantinoTrotz Rücknahme von Investorenplänen: UEFA droht weiter mit Boykott von Fußball-WM
Die Europäische Fußball-Union UEFA droht weiter mit einem WM-Boykott.Trotz der Aufgabe der umstrittenen Investorenpläne von FIFA-Präsident Infantino seien die Voraussetzungen nach wie vor nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte die UEFA in einer Mitteilung.
Die Vorschläge zum Verkauf der großen Fußball-Wettbewerbe seien zwar zurückgezogen worden. Es gebe aber nach wie vor keinerlei Zusicherungen, dass "solche Versuche nie wieder unternommen werden", heißt es in der Stellungnahme. Dies sei aber eine der zentralen Forderungen der UEFA. Die Mitgliedsverbände - zu denen auch der Deutsche Fußball-Bund DFB gehört - hätten diese Bedingungen sehr deutlich geäußert.
UEFA: Vertrauen in FIFA-Präsident Infantino verloren
Darüber hinaus bekräftigte die UEFA, dass das Vertrauen in FIFA-Chef Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung habe sich auch nichts dadurch geändert, dass Infantino gestern bei einer Krisensitzung des Weltverbands in Marokko die "uneingeschränkte Unterstützung" der Anwesenden erhalten habe. Dabei habe es sich lediglich um "einige Angestellte des FIFA-Präsidenten" gehandelt, "deren Karriere von dessen Gunst abhängt", erklärte die UEFA.
Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung gesorgt, als seine Pläne zum Verkauf von kommerziellen Rechten an künftigen WM-Turnieren an Investoren bekannt wurden. In der Folge entzogen ihm mehrere Kontinentalverbände die Unterstützung, darunter auch die europäische UEFA. Daraufhin wurden die Pläne aufgegeben.
FIFA räumt Fehler beim Umgang mit Investorenplänen ein
Bei der Krisensitzung gestern in der marokkanischen Hauptstadt Rabat räumte die FIFA auch Fehler beim Umgang mit den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, den Mitgliedsverbänden "das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen", erklärte der Weltverband in einer Mitteilung. Zugleich hieß es weiter: "Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen."
Infantino will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen. Eine erneute Mehrheit für ihn gilt inzwischen aber als unsicher.
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KarlsruheBundesverfassungsgericht fordert Bundestag zu schnellerer Wahlprüfung auf
Das Bundesverfassungsgericht hat den Bundestag aufgefordert, Einsprüche gegen die Bundestagswahl rascher zu prüfen.Der Zweite Senat in Karlsruhe bemängelte, das Parlament habe 15 Monate nach der Wahl erst über 450 der rund 1.000 Einsprüche entschieden. Dies sei auch deshalb nicht nachvollziehbar, weil die Hälfte der Einsprüche im Wesentlichen identisch sei und in einer knappen Beschlussempfehlung zusammengefasst werden könnte.
Anlass der Kritik war die Ablehnung einer Beschwerde, die sich gegen die Fünf-Prozent-Hürde gerichtet hatte. Die Zurückweisung begründete der Senat damit, dass der Bundestag noch nicht über den entsprechenden Wahleinspruch entschieden habe.
Einsprüche können laut Grundgesetz bis zu zwei Monate nach der Bundestagswahl eingereicht werden. Erst wenn das Parlament darüber entschieden hat, kann Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht erhoben werden.
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Nach Urteil im FebruarBerichte: US-Regierung hat Großteil rechtswidrig erhaltener Zölle an Unternehmen zurückgezahlt
Die US-Regierung hat Berichten zufolge einen Großteil der Zölle zurückgezahlt, die der Oberste Gerichtshof für unrechtmäßig erklärt hatte.Betroffene Unternehmen hätten bereits rund 100 Milliarden Dollar erhalten, wie aus Behördenangaben hervorgeht, die mehrere Medien zitieren. Die eingereichten Rückzahlforderungen umfassen knapp 129 Milliarden Dollar.
Im Februar hatte der Supreme Court entschieden, dass US-Präsident Trump für viele verhängte Zölle die Befugnis fehlte. Seitdem hat Trump Zölle auf Basis einer anderen gesetzlichen Grundlage verhängt, die ebenfalls als juristisch umstritten gilt.
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WasserrettungDLRG meldet 261 Badetote bis Ende Juli
In diesem Jahr sind bereits 261 Menschen beim Baden ums Leben gekommen.Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mitteilte, ertranken allein seit Beginn der Badesaison Anfang Mai 189 Menschen. DLRG-Präsidentin Vogt sagte, besonders dramatisch sei der Juni gewesen. Über 100 Tote in diesem Monat habe es zuletzt im Hitzesommer 2003 gegeben. Die überwiegende Zahl der Opfer sei männlich. Der Anteil junger Menschen zwischen 11 und 30 Jahren unter den Toten sei gestiegen.
Großteil der Todesfälle in Seen, Flüssen und Kanälen
Die meisten Badetoten gab es in Bayern, gefolgt von Nordrhein-Westfalen. In Niedersachsen sank die Zahl dagegen leicht. Rund 90 Prozent der Todesfälle passierten in frei zugänglichen Gewässern. DLRG-Präsidentin Vogt warnte, dies zeige, dass es besonders dort lebensbedrohlich werden könne, wo keine Rettungskräfte vor Ort seien, die im Notfall schnell Hilfe leisten könnten.
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Hohe TemperaturenEuropäische Gesundheitsorganisationen mahnen verbindliche Maßnahmen der EU für mehr Hitzeschutz an
Rund 80 europäische Gesundheitsorganisationen rufen die EU auf, rechtlich verbindliche Maßnahmen für mehr Hitzeschutz zu ergreifen.Die gemeinsame Erklärung wurde auch von der Bundesärztekammer unterzeichnet. Darin heißt es, extreme Hitze müsse als ernsthafte grenzüberschreitende Gesundheitsgefahr anerkannt werden. Es müsse ein Europäischer Hitzeschutzplan und ein Notfall-Fonds eingerichtet werden, mit dem beispielsweise Krankenhäuser, Pflegeheime, Kindertagesstätten und Schulen klimafest gemacht werden könnten. Die Gesundheitsorganisationen fordern auch eine Erweiterung des Arbeitsschutzes und dass sichere Innentemperaturen in Wohnungen gewährleistet werden.
In Deutschland starben in diesem Jahr nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts bis Mitte Juli bereits fast 10.000 Menschen infolge sehr hoher Temperaturen.
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Geburtenstarke JahrgängeStudie: Auch nach Renteneintritt der "Babyboomer" kommen demografische Herausforderungen - Pflegekapazitäten schon jetzt ausbauen
Die demografischen Herausforderungen in Deutschland nehmen nach dem Renteneintritt der Babyboomer weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung.Als "Babyboomer" werden die geburtenstarken Jahrgänge von 1955 bis 1969 bezeichnet. Laut der Analyse werden die Herausforderungen besonders groß, wenn die Angehörigen dieser Generation die sogenannte Hochaltrigkeit ab 80 Jahren erreichen. So sei davon auszugehen, dass die Zahl pflegebedürftiger Menschen zwischen 2035 und 2049 deutlich zunimmt.
Studie: Pflege- und Versorgungsstrukturen müssen frühzeitig ausgebaut werden
Die Autoren der Studie fordern dazu auf, Pflegekapazitäten, altersgerechten Wohnraum und Versorgungsstrukturen schon heute auszubauen, um den steigenden Bedarf decken zu können. Außerdem müssten Bund und Länder die Reformen bei der Rente sowie den Pflege- und Sozialsystemen weiter vorantreiben.
Tiefgreifende Veränderungen sehen sie auch für den Arbeitsmarkt. Bis 2039 würden mehr als 13 Millionen Menschen das gesetzliche Renteneintrittsalter erreichen. Damit gingen dem Arbeitsmarkt zahlreiche erfahrene Fachkräfte verloren. Hier müsse mit einer gezielten Erwerbszuwanderung und Ausbildung von Fachkräften gegengesteuert werden.
Gleichzeitig gebe es aber auch Chancen - viele Ruheständler seien demnach gut qualifiziert und grundsätzlich bereit, sich ehrenamtlich oder weiter beruflich zu engagieren. Dieses Potenzial müsse aber durch entsprechende Anreize stärker genutzt werden.
Demografischer Wandel verläuft regional unterschiedlich
Die Untersuchung zeigt zugleich, dass der demografische Wandel in Deutschland regional unterschiedlich verläuft. Besonders hoch ist der Anteil älterer Menschen schon jetzt in ostdeutschen Flächenländern, während wirtschaftsstarke Bundesländer wie Bayern oder Baden-Württemberg bislang vergleichsweise jung geblieben sind. Aber auch hier wird die Zahl älterer Menschen in Zukunft deutlich zunehmen.
Besonders deutlich sind die Unterschiede beim Blick auf Landkreise und kreisfreie Städte. Wirtschaftsstarke Großstädte und ihr Umland weisen den geringsten Seniorenanteil auf, während ländliche und strukturschwache Regionen bereits heute besonders stark gealtert sind. Nach der Analyse werden diese regionalen Unterschiede auch in den kommenden Jahrzehnten bestehen bleiben.
Grundlage der Studie waren Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes sowie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung.
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NahostIsrael meldet Tod zweier Soldaten im Südlibanon - Vergeltungsschläge gegen Hisbollah angekündigt
Die israelische Armee hat den Tod zweier Soldaten im Südlibanon gemeldet.Es handele sich um die ersten Todesopfer im Konflikt mit der Hisbollah seit Juni. Wie die Zeitung "Times of Israel" meldet, war ein Sprengsatz explodiert, als eine Gruppe Soldaten in der Ortschaft Majdal Zoun ein Gebäude betreten hatte. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden. Die israelische Armee wertet den Angriff als Verstoß gegen die Waffenruhe, die mit der libanesischen Regierung vereinbart worden war. Vergeltungsschläge gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz wurden angekündigt. Gestern hatte Israel bereits mutmaßliche Stellungen der Hisbollah angegriffen und dabei einen Mensch getötet.
In Rom läuft derzeit eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon. Die Hisbollah ist daran nicht beteiligt.
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RentendebatteUnionsfraktionschef Frei hält raschen Gesetzesentwurf von Sozialministerin Bas für nötig
In der Debatte um die Rentenreform erhöht Unionsfraktionschef Frei den Druck auf Bundessozialministerin Bas. Wenn die Reform noch in diesem Jahr den Bundestag passieren solle, müsse Bas im Herbst einen Referentenentwurf vorlegen, sagte Frei der "Rheinischen Post".Der Entwurf müsse dem Kommissions-Vorschlag entsprechen, einschließlich der Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren. Das habe die Sozialministerin selbst zugesagt. Der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Laumann, ebenfalls von der CDU sprach von einem Gesamtpaket mit aufeinander aufbauenden und sich ergänzenden Bestandteilen, die dementsprechend auch vollständig umgesetzt werden sollen.
Gegen eine Abschaffung haben sich mehrere Ministerpräsidenten positioniert, darunter auch drei CDU-Regierungschefs in Ostdeutschland. Bas hatte sich zuletzt offen für die Forderungen gezeigt. Ob die Reform die Zustimmung der Länder im Bundesrat überhaupt bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Bundestag.
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WohnungsmarktLinken-Vorsitzende Schwerdtner macht Vergesellschaftung zur Bedingung für Berlin-Koalition
Die Linke-Bundesvorsitzende, Schwerdtner, macht Enteignungspläne ihrer Partei zur Bedingung für eine Regierungsbeteiligung nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus.Das sei gar keine Frage, sagte sie in einem Podcast der Zeitschrift "Stern". Mit der Berliner Linken in der Regierung werde es Vergesellschaftungen geben. Schwerdtner bezog sich damit auf das Wahlprogramm des Berliner Linke-Landesverbandes. Darin wird eine Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne gefordert. Die Kovorsitzende der Bundespartei fügte hinzu, man müsse einen Teil der Wohnungen "wieder der Marktlogik entziehen", um den Mietpreis wirklich langfristig zu senken oder zumindest stabil zu halten.
Der Spitzenkandidat der Berliner SPD, Krach, hatte deutlich gemacht, dass seine Partei solche Enteignungen nicht mittragen würde.
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BevölkerungsschutzWaldbrandgefahr: THW fordert mehr Investitionen
Das Technische Hilfswerk fordert angesichts einer wachsenden Gefahr von Waldbränden in Deutschland weitere Mittel vom Bund.Präsidentin Lackner sagte der "Rheinischen Post", durch die Folgen des Klimawandels würden solche Gefahrenlagen häufiger auftreten. Dies zeige, wie wichtig ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz sei, den man kontinuierlich weiter stärken müsse. Notwendig seien dazu auch Investitionen in eine moderne Ausstattung des THW und die Ausbildung seiner Einsatzkräfte. So stelle man sicher, dass das Hilfswerk künftig schnell und wirksam helfen könne.
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TürkeiRegierungspartei AKP bringt Amnestie-Gesetz für PKK-Mitglieder ins Parlament ein
In der Türkei hat die Regierungspartei AKP einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der den Weg für einen Frieden mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK ebnen soll.Vorgesehen ist, ehemalige Kämpfer unter bestimmten Bedingungen vor Strafverfolgung zu schützen und Haftstrafen für Verurteilte auszusetzen. Ausgenommen sind Personen, die vor Juni 2005 oder wegen Tötungsdelikten im PKK-Auftrag verurteilt wurden. Unklar war zunächst, wie sich das auf den inhaftierten PKK-Chef Öcalan auswirkt. Für die Vorlage stimmte auch die pro-kurdische DEM-Partei. Das Votum über das Amnestiegesetz findet voraussichtlich in der nächsten Woche statt.
Nach einem jahrzehntelangen blutigen Konflikt mit dem türkischen Staat hatte die PKK im Mai 2025 ihre Auflösung angekündigt. Sie ist in der Türkei, der EU und in den USA als Terrororganisation eingestuft.
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Mögliche ÖffnungIran und Oman einigen sich auf neue Route durch Straße von Hormus
Iran und Oman haben sich nach Angaben aus Teheran ohne Beteiligung der USA auf neue Routen durch die Straße von Hormus verständigt.An einer gemeinsamen Erklärung werde noch gearbeitet, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Irna einen Sprecher des Außenministeriums. Teheran hatte zuletzt eine Art Rundkurs als Lösung ins Gespräch gebracht. Demnach könnten Schiffe auf einer nördlichen Route durch die Meerenge hindurch in den Persischen Golf einfahren und auf einer südlichen Route entlang der Küste des Omans ausfahren. Zunächst lagen dazu keine Stellungnahmen aus Maskat und Washington vor.
Derweil berichtete ein Tanker während der Durchfahrt der Straße von Hormus von zwei Explosionen gehört. Schiff und Besatzung blieben demnach unversehrt. Der Zwischenfall habe sich rund 17 Kilometer südöstlich der omanischen Stadt Kumzar ereignet.
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Russischer AngriffskriegUkraine: "Nordkorea verlegt Raketeneinheit für Angriffe nach Russland"
Die Ukraine hat Nordkorea vorgeworfen, mit der Verlegung einer Raketeneinheit in den Westen Russlands begonnen zu haben.Nach Angaben eines Geheimdienstvertreters kann die Anlage mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden. In der Region Woronesch sollten auch rund 90 nordkoreanische Soldaten stationiert werden. Die Entsendung der Einheit wäre eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjang. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters ist die US-Regierung über die Verlegung der Raketeneinheit informiert.
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DR KongoEbola verbreitet sich in großem Tempo, schon 1.800 Todesopfer
Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo nach wie vor rasant aus.Das geschehe schneller, als man dagegen ankämpfen könne, sagte WHO-Generalsekretär Tedros bei einem Besuch in Kinshasa. Er ist zum zweiten Mal dort seit der Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs Mitte Mai. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesfälle beträgt inzwischen 1.801. Nach den jüngsten Zahlen des kongolesischen Gesundheitsministeriums wurden fast 4.000 bestätigte Infektionen gezählt. Derweil stellten die USA zusätzliche Gelder in Höhe von mehr als 242 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie bereit. Damit habe sich die direkte finanzielle US-Unterstützung fast verdoppelt, hieß es aus dem Außenministerium.
Washington rief andere Länder dazu auf, ihre Beiträge zur Bekämpfung der Krankheit ebenfalls zu erhöhen.
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SkandinavienNorwegen meldet ungewöhnliche Todesfälle von Rentieren
In Norwegen sind ungewöhnlich viele Rentiere aus ungeklärter Ursache gestorben.Auf der Inselgruppe Spitzbergen verzeichneten die Behörden mehr als ein Dutzend Fälle. Die hohe Zahl der verendeten Tiere sei für die Sommersaison äußerst ungewöhnlich, erklärte das Büro des regionalen Gouverneurs. Die Tiere seien in der kräftigsten und fruchtbarsten Phase ihres Lebens gewesen.
Das Norwegische Institut für Naturforschung erklärte, es gebe keine eindeutigen Hinweise und auch keine Hypothese.
Die Behörden riefen die Öffentlichkeit dazu auf, weitere Funde von Tierkadavern zu melden.
Auf der Inselgruppe Spitzbergen leben rund 22.000 Rentiere – das ist siebenmal so viel wie die Einwohnerzahl.
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WeltraummüllEuropäische Wissenschaftler bestätigen Einschlag von ausgebranntem Teil einer SpaceX-Rakete auf dem Mond
Wissenschaftler haben bestätigt, dass auf dem Mond Reste einer SpaceX-Rakete eingeschlagen sind. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte teilte mit, dass sie mit Hilfe ihres Observatoriums aus mehreren zusammengeschalteten Teleskopen sogenannte "Spektrallinien" entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genau so ereignet wie erwartet.Bei dem vier Tonnen schweren Schrottteil handelte es sich um die ausgebrannte Stufe einer "Falcon 9", die vor rund anderthalb Jahren gestartet war. SpaceX erklärte, durch eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft sei das Raketenteil versehentlich auf Kollisionskurs mit dem Mond geraten. Ein Foto von dem Einschlag gibt es noch nicht. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte im Vorfeld angekündigt, sie wolle mit ihren Weltraumsonden Bilder aufnehmen und zur Erde senden.
Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig. Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Schrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen.
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Rostock35. Hanse Sail eröffnet
In Rostock ist die 35. Hanse Sail eröffnet worden.Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig sprach von guten Perspektiven für die maritime Wirtschaft im Land. Die SPD-Politikerin verwies unter anderem auf die Bedeutung des Rostocker Überseehafens, der zuletzt einen Umschlagrekord verzeichnet habe.
Zu dem viertägigen maritimen Großereignis werden hunderttausende Besucher sowie zahlreiche Traditionsschiffe erwartet.
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Nach Asylantrag im MärzZwei iranische Fußballerinnen in Australien eingebürgert
Zwei iranische Fußballspielerinnen, die während der Asienmeisterschaften in Australien im Frühjahr Asyl beantragt hatten, sind offiziell eingebürgert worden.Innenminister Burke überreichte ihnen die australische Staatsbürgerschaft während einer Zeremonie in Brisbane. Der Fall hatte im März international für Aufsehen gesorgt. Mehrere iranische Spielerinnen hatten beim ersten Spiel während der Asienmeisterschaft die Nationalhymne nicht mitgesungen. Dies war als Zeichen des Protests gegen das Regime in Teheran interpretiert worden. Sieben Spielerinnen beantragten anschließend Asyl in Australien, fünf reisten später doch wieder in den Iran zurück. Menschenrechtsorganisationen befürchteten Repressalien gegen die Frauen und ihre Familien.
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Gesellschaftlicher EinsatzSchauspielerin Iris Berben erhält Deutschen Kulturpolitikpreis 2026
Die Schauspielerin Iris Berben wird mit dem Deutschen Kulturpolitikpreis 2026 ausgezeichnet.Damit werde Berbens Einsatz gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus gewürdigt, teilte der Deutsche Kulturrat mit. Die 75-Jährige erinnere mit Lesungen, Schulbesuchen, öffentlichen Diskussionen und Reden an die Verbrechen des Nationalsozialismus, trete für die Sichtbarkeit jüdischen Lebens ein und engagiere sich gegen Menschenfeindlichkeit.
Die Verleihung des Kulturpolitikpreises findet am 24. September in Berlin statt. Im vergangenen Jahr wurde die frühere Kulturstaatsministerin Grütters ausgezeichnet.
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WetterAm Freitag gering bewölkt oder sonnig, im Norden eventuell etwas Regen
Der Wetterbericht, die Lage: Zwischen einem Tief über Skandinavien und einem Hoch über Westeuropa fließt aus Nordwesten schubweise etwas kühlere und trockenere Luft heran.Die Vorhersage:
Nachts meist gering bewölkt oder klar. Tiefstwerte 17 bis 12 Grad. Am Tag gering bewölkt oder wolkenlos. Im Norden dichtere Wolkenfelder und eventuell vereinzelt etwas Regen. Temperaturen im Norden 19 bis 23, sonst 23 bis 30 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Samstag meist heiter oder sonnig bei 23 bis 33 Grad.
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Mittwoch, 5.08.2026
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Presse-StatementDrohnen-Vorfall in Leipzig/Halle: Dobrindt spricht von "hybridem Anschlagsszenario"
Der Bundesinnenminister hat sich am Abend vor der Presse zum Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle geäußert. Der CSU-Politiker Dobrindt sprach von einem "hybriden Anschlagsszenario".Bei einem Besuch vor Ort sagte Dobrindt am Abend, der sehr ernste sicherheitsrelevante Vorfall zeige eine neue Gefahrenqualität. Dass sich eine Drohne bewaffnet mit Sprengstoff auf einem Flughafengelände befinde, sei ein bisher nicht dagewesenes Bedrohungsszenario.
Drohnen-Vorfall am Airport Leipzig/Halle: Dobrindt warnt vor Spekulationen
Der Bundesinnenminister lobte die Zusammenarbeit der Landes- und Bundespolizei sowie aller Behörden in diesem Fall. Er warnte vor Spekulationen über Motive und Hintermänner. Die Beantwortung solcher Fragen müsse den weiteren Ermittlungen überlassen werden.
Der CDU-Verteidigungspolitiker Kiesewetter vermutet, dass Russland die Tat beauftragt hat. Er sagte der "Augsburger Allgemeinen", Deutschland sollte Artikel-4-Konsultationen in der NATO anstrengen. Artikel 4 erlaubt es jedem Mitgliedsland, Beratungen mit den Bündnispartnern zu verlangen, wenn es seine territoriale Unversehrtheit bedroht sieht.
Sachsens Innenminister Schuster: Suche nach Teilen möglicher zweiter Drohne
Dienstagabend war auf dem Flughafen eine Drohne entdeckt worden, die mit einer Sprengvorrichtung versehen war. Spezialisten der Bundespolizei entfernten den Zünder. Der sächsische Innenminister Schuster (CDU) sagte, es werde noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist ein Fracht-Drehkreuz auch für militärische Hilfslieferungen für die Ukraine im Krieg gegen Russland.
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RentenreformWiderstand gegen Aus für Rente ab 45 Versicherungsjahren wächst - auch Niedersachsen setzt sich ab
In der Debatte um die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente hat sich auch der Ministerpräsident von Niedersachsen, Lies, von dem Vorhaben distanziert.Der SPD-Politiker erklärte in einer Mitteilung, es müsse einen Unterschied machen, ob man 45 Jahre oder mehr gearbeitet habe oder nicht. Es verletze das Gerechtigkeitsempfinden von Menschen, wenn sich die eigene Lebensleistung im Rentensystem nicht hinreichend widerspiegele, betonte Lies.
Arbeitgeber sind "fassungslos", dass Teile der Rentenreform infrage gestellt werden
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, BDA, hatte die Forderung einiger Ministerpräsidenten von CDU und SPD kritisiert, die abschlagsfreie Frührente beizubehalten. BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter sagte dem Deutschlandfunk , es mache ihn fassungslos, dass man Teile der Rentenreform schon wieder infrage stelle und zerrede. Nötig sei jetzt Mut für Reformen, damit Arbeit in Deutschland gehalten und auch neue Arbeit geschaffen werde. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warf den Arbeitgebern Heuchelei vor. DGB-Vorständin Piel sagte, Realität sei doch, dass die Unternehmen trotz partiellen Fachkräftemangels selten ältere Beschäftigte nachfragten.
Kritik von Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren ist einer der Kernpunkte der geplanten Reform der Alterssicherung. Vor allem die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD machen dagegen jedoch mobil. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Wiese, schlug Härtefallregelungen vor. Diese könnten etwa für besonders belastete Beschäftigte gelten, sagte Wiese in Berlin.
Länder-Zustimmung für Rentenreform überhaupt nötig?
Ob die Reform der Zustimmung der Länder im Bundesrat bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Bundestag.
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KulturFilmfestival Locarno eröffnet
Am Abend ist das Filmfestival von Locarno eröffnet worden.Auf der Gala erhielt Isabella Rossellini einen "Excellence Award", einen Ehrenpreis in Würdigung ihrer Karriere.
Im internationalen Wettbewerb um den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, laufen 17 Filme. Dazu gehören fünf deutsche oder mit deutscher Beteiligung realisierte Produktionen. Die Preise werden am 15. August verliehen.
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Mögliche ÖffnungIran und Oman einigen sich auf neue Route durch Straße von Hormus
Iran und Oman haben sich nach Angaben aus Teheran ohne Beteiligung der USA auf eine neue Route durch die Straße von Hormus verständigt.Damit könnte der Iran die für die Weltwirtschaft bedeutende Meerenge stärker als bisher kontrollieren. Beide Seiten hätten sich auf geografische Koordinaten für die Route durch die Meerenge geeinigt, sagte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Es werde noch an einer gemeinsamen Erklärung gearbeitet.
Der Iran hatte bereits zwei Fahrspuren für die Straße von Hormus vorgeschlagen. Demnach könnten die Schiffe durch iranische Hoheitsgewässer in den Persischen Golf einfahren und ihn auf der omanischen Seite wieder verlassen. Weil damit das Regime in Teheran entscheiden würde, welche Tanker oder Frachtschiffe überhaupt den Golf erreichen können, soll es Vorbehalte im US-Verteidigungsministerium geben. Noch haben sich weder die USA noch der Oman zu der angekündigten Einigung geäußert.
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NahostHuthi greifen erneut saudische Tanker an
Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben zwei saudiarabische Öltanker angegriffen.Der Angriff auf das Schiff "Wafa" sei vor der Küste der saudiarabischen Stadt Janbu am Roten Meer erfolgt. Der Öltanker "Daisy" sei im Golf von Aden attackiert worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben nicht.
Die Huthi hatten am 22. Juli eine Seeblockade angekündigt und reklamieren Angriffe auf nun insgesamt neun Handelsschiffe für sich.
Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab faktisch geschlossen werden könnte. Sie liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa.
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SüdamerikaBrasilien stuft diplomatische Beziehungen zu Argentinien ab
Der diplomatische Eklat zwischen Brasilien und Argentinien hat sich weiter verschärft.Nach erneuten verbalen Attacken des argentinischen Präsidenten Milei gegen seinen brasilianischen Amtskollegen Lula da Silva stufte Brasilien die diplomatischen Beziehungen zu Argentinien herab.
Man habe dem argentinischen Botschafter die Entscheidung mitgeteilt, die diplomatische Vertretung auf die Ebene von Geschäftsträgern zu reduzieren und die Rückkehr des Botschafters nach Argentinien zu beantragen, hieß es aus dem Außenministerium in Buenos Aires.
Von argentinischer Seite verlautete, man nehme das zur Kenntnis und bedaure die Entscheidung.
Der Streit hatte vor anderthalb Wochen begonnen, als Milei bei der Nominierung des rechtsgerichteten brasilianischen Präsidentschaftskandidaten Flávio Bolsonaro den aktuellen Amtsinhaber Lula beleidigte.
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Krieg gegen die UkraineSelenskyj bittet NATO-Generalsekretär Rutte um weitere Luftabwehrraketen - mindestens 17 Tote bei russischem Angriff
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat mit NATO-Generalsekretär Rutte über die Möglichkeit gesprochen, weitere Luftabwehrraketen zu beschaffen. Selenskyj schrieb auf X, es sei entscheidend, jegliche Bürokratie zu beseitigen und die erforderlichen politischen Entscheidungen zu treffen.Rutte erklärte ebenfalls auf X, er bespreche mit den Verbündeten, wie man der Ukraine weiterhin die Luftabwehrmittel beschaffen könne, die sie dringend benötige. Zuvor waren bei erneuten russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mindestens 17 Menschen getötet und dutzende verletzt worden.
Von der Leyen kritisiert Russland: "schreckliche Gräueltaten"
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen verurteilte den Angriff. Sie schrieb auf X, die Attacken seien "schreckliche Gräueltaten". Russland müsse für die Zerstörung zahlen. Zugleich sicherte sie der Ukraine ihre Unterstützung zu.
In Kiew war bei den Angriffen unter anderem ein 20-stöckiges Wohnhaus getroffen worden. Zudem wurden den Angaben zufolge mehrere Bürogebäude und Lagerhäuser beschädigt. Die russische Armee teilte zudem mit, drei Frachtschiffe nahe der ukrainischen Hafenstadt Odessa attackiert zu haben, die beschädigt worden seien.
Erneute Angriffe auf Wildberries, das "russische Amazon"
Auf russischer Seite wurde bei einem ukrainischen Drohnenangriff erneut ein Lagerhaus des Online-Händlers "Wildberries" getroffen. Das Gebäude in der Region von Tula stehe nach einem Drohnenangriff in Flammen, teilte der dortige Gouverneur mit. Auch zwei weitere Industriegebäude seien beschädigt worden.
Die Ukraine wirft "Wildberries" vor, die russische Armee zu unterstützen. Hier erklären wir, was Wildberries ist und warum die Ukraine immer wieder Gebäude des Unternehmens angreift.
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ParisSchwimm-EM: Wesemann gewinnt seine zweite Goldmedaille, Silber für Pfeif und Rösler, Gold für Wellbrock
Bei der Schwimm-Europameisterschaft in Frankreich haben deutsche Sportler mehrere Medaillen gewonnen. Wasserspringer Moritz Wesemann konnte sich in Paris auch im Finale vom 3-Meter-Brett durchsetzen.Am vergangenen Samstag hatte er bereits seinen Titel vom 1-Meter-Brett verteidigt. Am Abend gewannen zudem Pauline Pfeif und Ole Rösler Silber im gemischten Turm-Synchronspringen. Für Pfeif war es die dritte Silbermedaille im laufenen Turnier. Florian Wellbrock sicherte sich über fünf Kilometer im Freiwasser seine zweite Goldmedaille in Paris.
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RadsportDemi Vollering gewinnt fünfte Etappe der Tour de France Femmes
Die Niederländerin Demi Vollering hat die fünfte Etappe der Tour de France Femmes von Macon nach Belleville-en-Beaujolais gewonnen.Sie siegte nach 140 Kilometern durch das Zentralmassiv vor der Schweizerin Marlen Reusser und der Polin Kasia Niewiadoma. Reusser behält das gelbe Trikot der Gesamtführenden.
Antonia Niedermaier aus Rosenheim eroberte das weiße Trikot der besten Nachwuchsfahrerin.
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WHOEbola verbreitet sich in Demokratischer Repubik Kongo in großem Tempo
Das Ebola-Virus breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo nach wie vor rasant aus.Das geschehe schneller, als man dagegen ankämpfen könne, sagte WHO-Generalsekretär Tedros bei einem Besuch in Kinshasa. Er ist zum zweiten Mal dort seit der Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs Mitte Mai. Die Zahl der bestätigten Infektionen liegt nach den jüngsten Zahlen des kongolesischen Gesundheitsministeriums bei etwa 4.000, darunter sind mehr als 1.700 Todesfälle.
Die USA stellen zusätzliche Gelder in Höhe von mehr als 242 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Ebola-Pandemie bereit. Damit habe sich die direkte finanzielle US-Unterstützung fast verdoppelt, heißt es aus dem Außenministerium. Washington rief andere Länder dazu auf, ihre Beiträge zur Bekämpfung der Krankheit ebenfalls zu erhöhen.
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Nach Ankunft Tausender MigrantenPräsident von Ceuta fordert Hilfe von Madrid: Lage für angekommene Kinder und Jugendliche "unhaltbar"
Der Präsident der spanischen Exklave Ceuta, Vivas, hat die Regierung in Madrid um Hilfe bei der Aufnahme von minderjährigen Migranten gebeten.Die Aufnahmezentren seien vollkommen überfüllt, sagte er im spanischen Fernsehen. Derzeit betreue man etwa 1.100 unbegleitete Minderjährige, die von Marokko aus Ceuta erreicht hätten. Ausgelegt seien die Kapazitäten aber nur für maximal 100. Die Nichtregierungsorganisation Save the Children hatte ebenfalls eine Überbelegung beklagt und darauf verwiesen, dass Kindern und Jugendlichen ein sicherer Schlafplatz und eine fachgerechte Betreuung zustehe. Dem spanischen Recht zufolge sollen sich alle Regionen an der Aufnahme von minderjährigen Migranten beteiligen. Mehrere von der konservativen Volkspartei PP regierte Regionen weigern sich jedoch, Migranten aus Ceuta unterzubringen.
In der vergangenen Woche hatten rund 72.000 Menschen die spanische Exklave teils schwimmend erreicht, die meisten kehrten inzwischen nach Marokko zurück.
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RichtungsentscheidungMichigan: Linker und israelkritischer Demokrat El-Sayed gewinnt Vorwahl für Senats-Sitz
Im US-Bundesstaat Michigan hat sich bei der Vorwahl der Demokraten für einen Sitz im Senat der Vertreter des linken Parteiflügels, El-Sayed, durchgesetzt.Die Wahl galt als Test für die künftige Ausrichtung der Demokraten. El-Sayed warb im Wahlkampf für eine stärkere Regulierung der Wirtschaft und forderte ein Ende der bedingungslosen US-Militärhilfe für Israel. Seine Konkurrentin Stevens wurde von der Parteiführung der Demokraten und pro-israelischen Gruppen unterstützt. Sie warfen El-Sayed vor, mit einem zu radikalen Kurs Wähler der Mitte zu verschrecken.
Der Bundesstaat Michigan gilt als Swing State und damit als umkämpft zwischen Demokraten und Republikanern. Sollte El-Sayed bei den Kongresswahlen im November gegen den republikanischen Kandidaten Rogers verlieren, haben die Demokraten kaum Chancen, die Mehrheit in der Parlamentskammer zurückzuerobern. Der bisherige demokratische Senator in Michigan war nicht erneut angetreten.
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US-Außengebiet48 Stunden ohne Leitungswasser: erneute Rationierung in Puerto Rico
Wegen einer anhaltenden Dürre im US-Außengebiet Puerto Rico wird dort erneut das Wasser rationiert.In Teilen der Hauptstadt San Juan und weiteren Großstädten muss ab Freitag zwei Tage lang das Leitungswasser abgestellt werden. Mehr als 180.000 Haushalte sind betroffen. Kranken- und Seniorenhäuser sollen bevorzugt über Tankwagen mit Trinkwasser versorgt werden.
Die anhaltende Wasserkrise in Puerto Rico hängt mit einer vernachlässigten Infrastruktur, aber auch mit der Trockenheit zusammen. Rund ein Viertel der Fläche leidet unter einer schweren Dürre. In weiteren 36 Prozent wird die Dürre als mittelschwer eingestuft.
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Provinz Limburg-NordNiederlande: Großfeuer an der Grenze zu Deutschland unter Kontrolle
Der Waldbrand in den Niederlanden ist nach Angaben der Behörden unter Kontrolle.Ein Sprecher der Provinz Limburg-Nord teilte mit, es gebe noch einzelne Brandherde. Die Feuerwehr sei weiter im Einsatz, um ein eventuelles Wiederaufflammen zu unterbinden. Das Feuer in dem Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen war am Montag ausgebrochen. Durch starken Wind konnten sich die Flammen schnell über eine Fläche von rund 100 Hektar ausbreiten.
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NahostkonfliktIsrael attackiert mutmaßliche Stellungen der Hisbollah im Libanon - ein Toter
Bei einem Angriff der israelischen Armee auf mutmaßliche Stellungen der pro-iranischen Hisbollah-Miliz ist im Südlibanon ein Mensch getötet worden.Zwölf weitere Menschen wurden nach offiziellen libanesischen Angaben verletzt. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte die Bewohner von Tebnin aufgefordert, den Ort unverzüglich zu verlassen. Israel begründete den Angriff mit einem aus ihrer Sicht eindeutigen Verstoß der Hisbollah gegen die mit dem Libanon vereinbarte Waffenruhe.
In Rom läuft derzeit eine neue Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon. Dabei geht es um die Festigung einer Waffenruhe im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Die vom Iran finanzierte Schiitenorganisation lehnt eine Entwaffnung und Gespräche mit dem Nachbarstaat jedoch ab.
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Ukraine-KriegBehörden ordnen Evakuierung von hunderten Familien aus Kramatorsk an
Angesichts russischer Angriffe hat die Ukraine eine Evakuierung von hunderten Familien aus der ostukrainischen Stadt Kramatorsk angeordnet.Der Gouverneur der Region erklärte, es handle sich um eine schwierige, aber notwendige Entscheidung. Die Sicherheitslage verschlechtere sich. Den Angaben zufolge sollen 525 Kinder mit erwachsener Begleitung in Sicherheit gebracht werden.
Die Region Donezk ist großteils von Russland besetzt. Kramatorsk befindet sich noch unter ukrainischer Kontrolle. Zuletzt waren russische Truppen vorgerückt.
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Gewalttat in GroßbritannienMehrere Menschen in London niedergestochen - Frau festgenommen
In London sind vier Menschen bei einem Messerangriff verletzt worden.Wie die Polizei mitteilte, wurde eine 47-jährige Frau festgenommen. Sie wird verdächtigt, am Mittag in Covent Garden auf mehrere Menschen eingestochen zu haben. Bei den Opfern handelt es sich um vier Männer. Ersten Erkenntnissen zufolge soll es zu dem Zwischenfall aufgrund psychischer Probleme gekommen sein.
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FriedensprozessTürkisches Regierungsbündnis bringt Gesetz für Frieden mit PKK auf den Weg
In der Türkei hat die Regierung einen Gesetzentwurf ins Parlament eingebracht, der den Weg für einen Frieden mit der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK ebnen soll.Das Gesetz sieht unter anderem eine faktische Amnestie für Mitglieder vor, die nicht direkt an Gewalttaten beteiligt waren. Dadurch könnten Tausende ehemalige PKK-Kämpfer aus ihrem Exil im Nordirak in die Türkei zurückkehren.
Voraussetzung dafür ist, dass die PKK sich auflöst und ihre Waffen ablegt. Das soll laut Gesetz vom türkischen Geheimdienst kontrolliert werden.Die PKK hatte im vergangenen Jahr ihren jahrzehntelangen bewaffneten Kampf in der Türkei für beendet erklärt. Sie war damit einem Aufruf des seit 1999 wegen Hochverrats inhaftierten PKK-Gründers Öcalan gefolgt. Von der Türkei und ihren westlichen Verbündeten wird die PKK als terroristisch eingestuft. Bei Kämpfen zwischen ihr und der türkischen Armee sowie bei Anschlägen wurden seit 1984 etwa 50.000 Menschen getötet.
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Korruptionsverdacht und weitere VorwürfeMehr als 100 Disziplinarverfahren gegen Bedienstete im NRW-Strafvollzug
In Nordrhein-Westfalen werden aktuell mehr als 100 Disziplinarverfahren gegen Bedienstete im Justizvollzug geführt.Das berichtete NRW-Justizminister Limbach in einer Sondersitzung des Rechtsausschusses im Düsseldorfer Landtag. Demnach geht es bei etwa jedem vierten Fall um Korruptionsverdacht.
Trotz aller Berichte und Hinweise zu kriminellen Machenschaften hinter Gittern müsse das Ausmaß richtig eingeordnet werden, sagte Limbach. Insgesamt sei etwa ein Prozent aller fast 10.000 Mitarbeiter von einem Disziplinarverfahren betroffen. Die weit überwiegende Mehrheit der Beschäftigten leiste hingegen ehrliche Arbeit unter schwersten Bedingungen.
Anlass der dritten Sondersitzung des Rechtsausschusses innerhalb von drei Wochen war eine Durchsuchung in der Justizvollzugsanstalt Willich 1 Mitte Juli. Dabei ging es um den Verdacht des Drogenhandels und der Bestechlichkeit gegen zwei Vollzugsbeamte. Minister Limbach wird vorgeworfen, der Öffentlichkeit und dem Parlament wochenlang nichts über die Razzia berichtet zu haben.
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Baden-WürttembergCDU-Abgeordneter Bareiß kündigt nach Autounfall Auszeit an - soll unter Einfluss von synthetischem Betäubungsmittel gestanden haben
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Bareiß hat nach einem Autounfall in Baden-Württemberg eine Auszeit angekündigt.In einer persönlichen Erklärung bat er um Entschuldigung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Politiker wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Straßenverkehrsgefährdung und der fahrlässigen Körperverletzung. Er soll unter dem Einfluss eines synthetischen Betäubungsmittels gestanden haben.
Bareiß wird vorgeworfen, Mitte Juli einen schweren Unfall verursacht haben. Drei Menschen wurden verletzt, der Politiker musste auch ins Krankenhaus.
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GrenzkontrollenZahl der unerlaubten Einreisen nach Deutschland auf niedrigstem Stand seit fünf Jahren
Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen ist im Juli weiter gesunken.Wie die Bundespolizei unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte, versuchten im vergangenen Monat 3.650 Menschen ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren fast 37 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Zudem ist es der niedrigste Stand seit gut fünf Jahren.
In den ersten sieben Monaten des Jahres stellte die Bundespolizei insgesamt rund 28.500 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Das waren knapp 23 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an allen Landesgrenzen zu den neun Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden.
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Auf dieser Seite bündeln wir unsere Berichterstattung zu den Migration, Asyl und Flucht.
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Saarbrücken und SerbienErmittlern gelingt Schlag gegen Schleuser
Deutschen Ermittlern ist in Zusammenarbeit mit Europol ein Schlag gegen die internationale Schleuserkriminalität gelungen.Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, wurden dabei in Saarbrücken sowie in Serbien drei Haftbefehle vollstreckt. Sechs Örtlichkeiten seien durchsucht worden, darunter eine Lagerhalle. Den Schleusern werde unter anderem vorgeworfen, hunderte Flüchtlinge vorwiegend aus Syrien nach Deutschland gebracht zu haben. Zudem seien die Beschuldigten verdächtig, Teil einer internationalen Täterstruktur mit Verbindungen nach Libyen und einer dort agierenden Miliz zu sein.
Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um drei Männer im Alter von 26 bis 32 Jahren.
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MedienberichtInfantino beruft FIFA-Krisensitzung ein
FIFA-Boss Gianni Infantino hat Medienberichten zufolge für heute zu einer Krisensitzung des Weltverbandes nach Marokko geladen. Die Zeitung "The Times" sowie der englische Sender Sky meldeten, dass der heftig in der Kritik stehende Weltverbandschef wichtige Mitarbeiter zu einem Treffen in die Hauptstadt Rabat beorderte. Den Meldungen zufolge ist allerdings unklar, was der Schweizer dann genau besprechen will.Infantino hatte zuletzt für eine Welle der Empörung gesorgt, als Pläne zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren bekannt wurden. Der FIFA-Präsident lenkte zwar ein und verwarf die Idee - dennoch aber formiert sich vor allem in Europa heftiger Widerstand gegen ihn. Möglicherweise bedeutet die aktuelle Krise das Ende von Infantinos FIFA-Präsidentschaft. In den vergangenen Tagen hatten selbst enge Mitarbeiter Infantinos Kritik an ihrem Chef geübt.
In Rabat ist der regionale Hauptsitz der FIFA für Afrika; 2027 stehen dort der 77. FIFA-Kongress sowie die nächsten Präsidentenwahlen an. In der Hauptstadt des WM-Co-Gastgebers von 2030 war Infantino in der vorigen Woche als Gast von König Mohammed VI. öffentlich aufgetreten.
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Vor Niedrigwasser-KonferenzVerkehrsminister dringen auf schnelle Hilfe für Schifffahrt
Die Verkehrsminister der Länder fordern vom Bund angesichts des andauernden Niedrigwassers konkrete Hilfen für die Schifffahrt.Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Sonderkonferenz morgen hervor, aus der die "Rheinische Post" zitiert. Demnach soll das Bundesverkehrsministerium ein Flottenförderprogramm für niedrigwassergeeignete Schiffe vorlegen. Zudem müssten bestehende Aktionspläne aktualisiert und die geplante Vertiefung von Flüssen beschleunigt werden. In dem Papier heißt es, die aktuelle Lage bedrohe etablierte Lieferketten und belaste Wirtschaft sowie Verbraucher. Als Folge des Klimawandels sei häufiger mit extremen Niedrigwassersituationen zu rechnen.
Bundesverkehrsminister Bilger will morgen in Bonn mit Wirtschaftsverbänden über die Situation beraten.
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Niedrigwasser-KonferenzRheinland-Pfalz dringt auf schnellere Rhein-Vertiefung
Der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Ebling hat eine schnellere Vertiefung des Rheins gefordert.Angesichts des aktuellen Niedrigwassers sagte der SPD-Politiker in Bonn, man brauche mehr Tempo. Das sei wichtig für die Unternehmen, die Bürger und für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Zudem müsse die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes personell und finanziell angemessen ausgestattet werden. Bundesverkehrsminister Bilger hat morgen zu einer Niedrigwasser-Konferenz eingeladen.
Das Bundeswirtschaftsministerium teilte in Berlin mit, die niedrigen Wasserstände hätten bislang keine negativen Auswirkungen auf die Energieversorgung. Es seien weder Engpässe bei Öl und Kraftstoffen zu verzeichnen, noch müssten Kraftwerke gedrosselt werden.
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Videos in Sozialen NetzwerkenSicherheitskreise: Russland verstärkt Desinformations-Kampagne vor Landtagswahlen
Russland hat seine Desinformations-Kampagne vor den Landtagswahlen im September nach Angaben aus Sicherheitskreisen verstärkt.Mit Videos in Sozialen Netzwerken werde versucht, Politiker und Parteien zu diskreditieren, die nicht russlandfreundlich seien, melden Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Behördenkreise. Betroffen seien CDU, SPD, Grüne und FDP. Die Videos in einer niedrigen dreistelligen Zahl würden etwa über die Plattform X verbreitet und seien mit den Logos von Medienhäusern versehen, um ihnen Glaubwürdigkeit zu verleihen. Sie enthielten beispielsweise den Vorwurf der Veruntreuung oder von Sexualstraftaten.
Im September wird in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gewählt.
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RentenreformArbeitgeber "fassungslos" über jüngste Debatte zur Frührente
Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, BDA, kritisiert die Forderung einiger Ministerpräsidenten von CDU und SPD, die abschlagsfreie Frührente beizubehalten.BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter sagte dem Deutschlandfunk , es mache ihn fassungslos, dass man Teile der Rentenreform schon wieder infrage stelle und zerrede. Nötig sei jetzt Mut für Reformen, damit Arbeit in Deutschland gehalten und auch neue Arbeit geschaffen werde. Der Deutsche Gewerkschaftsbund warf den Arbeitgebern Heuchelei vor. DGB-Vorständin Piel sagte, Realität sei doch, dass die Unternehmen trotz partiellen Fachkräftemangels selten ältere Beschäftigte nachfragten.
Kritik von Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten
Die Abschaffung der Frührente ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren ist einer der Kernpunkte der geplanten Reform der Alterssicherung. Vor allem die fünf ostdeutschen Ministerpräsidenten von CDU und SPD machen dagegen jedoch mobil. Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Wiese, schlug Härtefallregelungen vor. Diese könnten etwa für besonders belastete Beschäftigte gelten, sagte Wiese in Berlin.
Länder-Zustimmung für Rentenreform überhaupt nötig?
Ob die Reform der Zustimmung der Länder im Bundesrat bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Bundestag.
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Statistisches BundesamtZahl der arbeitenden Rentner leicht gestiegen
Immer mehr ältere Menschen arbeiten trotz Rentenbezugs noch weiter.Im vergangenen Jahr seien 14 Prozent der Rentnerinnen und Rentner im Alter zwischen 65 und 74 Jahren erwerbstätig gewesen, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Ein Jahr zuvor habe ihr Anteil noch bei 13 Prozent gelegen.
Männer hatten demnach mit 16 Prozent häufiger noch einen Job als Frauen mit elf Prozent. Vor allem Menschen mit einem höheren Bildungsniveau arbeiteten noch, bei ihnen waren es 18 Prozent. Mit 40 Prozent arbeitet ein großer Teil der Rentner weniger als zehn Stunden in der Woche
Die Angaben des Statistikamtes stammen aus dem Mikrozensus 2025, einer Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird.
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Pläne der PolitikDebatte um Zivildienst: Caritasverband plädiert für Stärkung der Freiwilligendienste
Die Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, Welskop-Deffaa, hat sich zurückhaltend zu den Plänen für einen möglichen neuen Zivildienst geäußert. Welskop-Deffaa sagte im Deutschlandfunk, was man vor allem brauche, sei eine Stärkung der Freiwilligendienste - mit verbesserten Regelungen für das Taschengeld, mit einem Deutschland-Ticket und mit einem Rechtsanspruch auf diese Aufgabe.Welskop-Deffaa betonte, mit einem neuen Zivildienst drohe eine Diskrepanz bei der Bezahlung. Der Zivildienst müsse sich am Sold der Bundeswehr von rund 2.300 Euro netto orientieren. Das derzeitige Taschengeld für Freiwillige betrage hingegen rund 400 Euro. Da der Zivildienst nur von jungen Männern geleistet werde, drohe der Freiwilligendienst zur Resterampe für junge Frauen zu werden, die dann zu viel schlechteren Bedingungen tätig wären.
Das Bundesfamilienministerium bereitet derzeit die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Falls die Wehrpflicht wieder eingesetzt würde, müsse es einen entsprechenden Ersatzdienst geben, sagte Unionsfraktionschef Frei zur Begründung.
Arbeiter-Samariter-Bund: mindestens neun Monate
Der Arbeiter-Samariter-Bund und das Deutsche Rote Kreuz formulierten konkrete Anforderungen für einen neuen Zivildienst. Dieser müsse mindestens neun, besser zwölf Monate lang sein, damit die jungen Menschen auch die Chance hätten, etwas zu lernen und eine Verbindung zu ihrer Aufgabe herzustellen, sagte der ASB-Bundesvorsitzende Fleckenstein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem müsse man mit guter Qualifizierung dafür sorgen, dass die Teilnehmer nicht nur ihre Zeit absäßen. Wichtig sei zudem, dass der Bund den Großteil der Kosten übernehme. Ein neuer Zivildienst dürfe nicht zulasten sozialer Einrichtungen gehen, betonte Fleckenstein.
Auch DRK-Präsident Gröhe verwies darauf, dass die Finanzierung geklärt und die notwendige Zeit für die Vorbereitungen gegeben sein müssten.
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Katholische KircheSternsinger sammeln mehr als 47 Millionen Euro - für Projekte gegen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen
Sternsinger haben im Januar bundesweit rund 47 Millionen Euro gesammelt.Wie das katholische Kindermissionswerk in Aachen mitteilte, liegt die Summe knapp unter der des Vorjahres, fällt aber höher aus als 2024. Die Spendenaktion rund um den Dreikönigstag am 6. Januar stand in diesem Jahr unter dem Leitwort "Schule statt Fabrik - Sternsingen gegen Kinderarbeit". Das Geld geht unter anderem an Projekte in Bangladesch.
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InitiativeGewalt an Frauen: Demonstration in Berlin-Schöneberg für mehr Plätze in Frauenhäusern
In Berlin haben Mitarbeitende von Anti-Gewalt-Projekten mehr Plätze in Frauenhäusern gefordert.Nach Angaben der Veranstalter kamen bis zu 90 Menschen vor dem Rathaus Schöneberg zusammen. Sie protestierten gegen Missstände in Frauenhäusern und Beratungsstellen, wie die Berliner Initiative gegen Gewalt an Frauen mitteilte. Außerdem gedachten sie einer getöteten und sowie einer verletzten Frau, die vor den Taten keinen Platz in Frauenhäusern bekommen hatten.
Wie die Initiative beklagte, müsse täglich 10 bis 15 Frauen und ihren Kindern in Berlin abgesagt werden. Nach den Vorgaben der sogenannten Istanbul-Konvention fehlten in der Hauptstadt mehr als 450 Schutzplätze für von Gewalt betroffene Frauen. In ganz Deutschland fehlten nach internationalen Maßstäben rund 12.000 Plätze, berichtet der Verein Frauenhauskoordinierung.
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Rotes MeerHuthi-Miliz hat nach eigenen Angaben erneut saudischen Tanker beschossen
Die jemenitische Huthi-Miliz hat nach eigener Darstellung im Roten Meer erneut einen Öltanker angegriffen.Ein Sprecher der Miliz erklärte, es handle sich um ein saudisches Schiff, das man vor der Hafenstadt Yanbu mit Raketen beschossen habe. Es sei das achte Schiff, das man seit dem Ausrufen der Blockade angegriffen habe.
Die Huthi hatten vor rund zwei Wochen ein Durchfahrt-Verbot für saudische Schiffe im Roten Meer angekündigt. Die schiitische Miliz ist mit dem Iran verbündet. Medienberichten zufolge soll das iranische Regime die Huthi zu der Blockade aufgerufen haben, um den Druck auf die USA und ihre Verbündeten zu erhöhen. Saudi-Arabien kündigte zuletzt eine Allianz von 14 Ländern zum Schutz der Schifffahrt im Roten Meer an. Wegen der faktischen Blockade der Straße von Hormus exportiert Saudi-Arabien einen Teil seines Öls über eine Pipeline, die ans Rote Meer führt.
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HamburgRechtsextreme Gruppe "Letzte Verteidigungswelle": Haftstrafen von bis zu fünf Jahren
Acht Mitglieder und Unterstützer der rechtsextremistischen Gruppe "Letzte Verteidigungswelle" sind zu Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verurteilt worden.Das Oberlandesgericht in Hamburg sprach sie unter anderem des versuchten Mordes sowie der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung schuldig. Die teils noch minderjährigen Täter hatten potenziell tödliche Spreng- und Brandanschläge auf Geflüchtete und Linke verübt. Bei den Taten in Thüringen und Brandenburg kamen keine Menschen zu Schaden, was laut Anklage wohl nur Zufällen zu verdanken war.
Der Prozess fand wegen des Alters der Beschuldigten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
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BerlinAm Tatort des CSD-Anschlags wird neuer Baum gepflanzt
Nach dem islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Berliner Christopher Street Day soll am Tatort im Tiergarten ein neuer Baum gepflanzt werden.Wie das Bezirksamt Berlin-Mitte mitteilte, soll ein ihn schützendes Metallgitter Platz für Karten, Fotos, Blumen und persönliche Botschaften bieten. Der Ahorn ersetzt jenen Baum, der infolge des Anschlags gefällt werden musste. Geplant ist außerdem, daneben eine Bank in Regenbogenfarben aufzustellen.
Bei dem Terroranschlag am 25. Juli war der Attentäter mit einem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Eine Frau wurde getötet; es gab 31 teils schwer Verletzte. Anschließend prallte er mit seinem Fahrzeug an einen Baum.
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Nach Behinderungs-VersuchIsland verweist 21 Walfang-Gegner des Landes
Island hat 21 Walfanggegner des Landes verwiesen.Nach Angaben der Polizei dürfen sie zudem zwei Jahre lang nicht einreisen. Ihnen wird vorgeworfen, internationales Seerecht verletzt und die maritime Sicherheit gefährdet zu haben. Die Aktivisten hatten versucht, mit ihrem Schiff einen Walfänger auf offener See zu behindern. Das Schiff wurde beschlagnahmt. Es gehört der Organisation des US-kanadischen Walschützers Paul Watson.
Island ist neben Norwegen und Japan eines von weltweit drei Ländern, die kommerziellen Walfang erlauben.
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US-Gesundheitsbehörde CDCDarm-Erkrankung Cyclosporiasis breitet sich in den USA aus - mehr als 10.000 bestätigte Fälle
Die Magen-Darm-Erkrankung Cyclosporiasis ist nicht lebensbedrohlich - doch ein großer Ausbruch wird in den USA immer mehr zum Politikum. Wie die Gesundheitsbehörde CDC in Atlanta mitteilte, sind inzwischen mehr als 10.000 Menschen in fast allen Bundesstaaten nachweislich erkrankt. Die US-Regierung steht wegen Sparmaßnahmen im Gesundheitsbereich in der Kritik.Zu den rund 10.000 gesicherten Fällen kommen zudem rund 12.200 Verdachtsfälle, hieß es. Bislang gibt es zwei Todesfälle bei Menschen mit erheblichen Vorerkrankungen. Mehr als 500 Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden.
Die Durchfall-Erkrankung wird durch den winzigen Parasiten Cyclospora ausgelöst, der über mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel oder Wasser verbreitet wird. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet nicht statt. Die CDC vermutet, dass der Parasit über Salat aus Mexiko in die USA kam. Der größte Lebensmittelhändler in den USA, Sysco, hat Salatimporte aus Mexiko inzwischen eingestellt und kauft nach eigenen Angaben nun in den USA.
US-Regierung stellte Lebensmittel-Überwachung teilweise ein
Wegen der Krankheitswelle gibt es Kritik an der Regierung von Präsident Trump. Diese hatte vor einem Jahr aus Kostengründen viele Lebensmittel-Überwachungsprogramme eingeschränkt - auch die Tests auf Cyclospora. Zudem entließ US-Gesundheitsminister Kennedy im April 2025 rund 10.000 Mitarbeitende aus dem Gesundheitssektor.
Der Cysclospora-Parasit siedelt sich im Dünndarm an und kann nach dem Ausscheiden Desinfektionsmittel und teils sogar Kläranlagen überleben. Es dauert rund zwei Wochen von der Infektion bis zu ersten Symptomen. Das erschwert die Rückverfolgung der Ansteckungswege. Die Parasiten können mit Antibiotika behandelt werden, die Infektion verläuft im Normalfall nicht gefährlich. In Deutschland und Europa kommt Cyclosporiasis selten vor.
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KörpergeruchStudie: Mücken reagieren auf jeden Menschen anders
Manche Menschen sind für bestimmte Mückenarten anziehender als andere. Eine Studie aus den USA hat das in Experimenten mit drei verschiedenen Stechmückenarten nachgewiesen.Forschende von der Florida International University haben dafür 120 Testpersonen gebeten, ihre Arme in eine Art Tunnelgerät zu stecken. Hinter einer durchlässigen Wand platzierten sie die Mückenarten und schauten, auf welche Menschen die Mücken reagieren. Dabei zeigte sich: Alle drei Mückenarten bevorzugten bestimmte Personen und mieden andere. Je nach Art waren das aber zum Teil andere Personen.
Daraufhin identifizierten die Forschenden etwa 250 verschiedene Bakterienarten auf der Haut der Teilnehmenden, die für den individuellen Körpergeruch verantwortlich sind. Alle für Mücken attraktiven Menschen hatten mindestens eine von drei bestimmten Bakterienarten auf der Haut. Dieses Ergebnis könnte laut den Fachleuten ein neuer Ausgangspunkt für die Entwicklung von Anti-Mücken-Mitteln sein.
Mücken zählen zu den gefährlichsten Tieren weltweit, weil sie teils tödliche Krankheiten übertragen können. In Deutschland sind Mücken meist ungefährlich. Durch den Klimawandel sind regional aber bereits Arten wie die Tigermücke eingewandert, die theoretisch tropische Viren wie Zika oder Dengue übertragen können. Diese Viren sind in Deutschland aber nicht verbreitet.
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BundesverkehrsministeriumAirlines müssen Kerosin vor allem in EU tanken - Gesetzentwurf legt Strafen für Verstöße fest
Fluggesellschaften sollen in Deutschland künftig eine Abgabe zahlen müssen, wenn sie gegen Vorgaben zur Betankung verstoßen.Das geht aus einem Gesetzesentwurf des Bundesverkehrsministeriums hervor, über den mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Hintergrund ist die in der Europäischen Union vorgesehene stärkere Nutzung nachhaltiger Kraftstoffe, die in der Regel teurer sind. Bei Starts von EU-Flughäfen müssen dort mindestens 90 Prozent des jährlichen Kerosinbedarfs getankt werden. Diese Pflicht soll verhindern, dass Fluggesellschaften vorab mehr als nötig außerhalb der EU tanken. Hätten sie zusätzliches Kerosin für den Rückflug an Bord, würde das wegen des höheren Gewichts zu größeren Umweltbelastungen führen.
Wenn eine Airline die Vorgabe nicht einhält, soll sie für die Fehlmenge künftig eine Abgabe von zunächst rund 1.300 Euro pro Tonne zahlen.
Hinweis der Redaktion:
Wir haben diese Meldung überarbeitet. In der vorherigen Version war nicht korrekt dargestellt, was der Gesetzentwurf des Ministeriums konkret vorsieht.
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KooperationDisney und TikTok arbeiten künftig zusammen
Der US-Konzern Disney will künftig mit der chinesischen Videoplattform TikTok zusammenarbeiten.Wie es hieß, sollen TikToker Figuren und Szenen aus Filmen und Serien von Disney, Pixar, Marvel oder Star Wars in eigenen Kurzvideos verwenden. Im Gegenzug sollen ausgewählte TikTok-Videos auch beim Streamingdienst Disney+ zu sehen sein. Laut TikTok entstehen auf der Plattform täglich im Schnitt 6,5 Millionen Beiträge, die sich auf Filme und Fernsehserien beziehen.
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GriechenlandWaldbrände bei Athen: Regierung diskutiert über finanzielle Hilfen
In Griechenland sind die Waldbrände westlich von Athen nach Angaben der Feuerwehr unter Kontrolle.Man kämpfe aber noch vereinzelt gegen Glutherde, erklärte ein Sprecher. Die in Sicherheit gebrachten Menschen können aber den Angaben zufolge größtenteils in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Ministerpräsident Mitsotakis berief eine Krisensitzung ein. Man wolle über die angerichteten Schäden sprechen und wie man den Menschen zügig helfen könne, hieß es aus seinem Büro. Diskutiert werden soll über einen Zuschuss für eine vorübergehende Unterkunft für diejenigen, die ihr Haus verloren haben. Zudem soll es finanzielle Hilfe für Landwirte und deren Betriebe geben.
Bei dem Großfeuer verbrannten nach Behördenangaben rund 80 Quadratkilometer Wald, Buschland sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Mehr als 100 Häuser wurden zerstört.
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Künstliche IntelligenzKI-Modell von Anthropic unternimmt Manipulationsversuch
Erneut gibt es einen Fall ungesteuerter Hacker-Aktivitäten von Künstlicher Intelligenz. Britische Sicherheitsexperten entdeckten, dass ein KI-Modell der Entwicklerfirma Anthropic bei einem Testlauf versucht hat, eine Schwachstelle in öffentlich zugängliche Software einzuschleusen.Um damit durchzukommen, habe das KI-Modell den Fachleuten zufolge sogar versucht, per E-Mail einen zuständigen Menschen zu manipulieren. Das KI-Sicherheitsinstitut des britischen Ministeriums für Wissenschaft, Innovation und Technologie hatte den Modellen von Anthropic und des ChatGPT-Entwicklers OpenAI in Testläufen absichtlich Zugang zum Internet gewährt. Dabei wurde die Sicherheitslücke entdeckt. Dabei sei man allerdings davon ausgegangen, dass die KI sich nur Software-Werkzeuge aus dem Netz holen würde, um die gestellte Aufgabe zu erfüllen. Man habe nicht vorhergesehen, dass das Anthropic-Modell Mythos 5 den Internet-Zugang für Aktivitäten ausnutzen würde, die sich gegen Menschen richten. Das Vorgehen der KI sei erst nachträglich über eine Auswertung des Datenverkehrs entdeckt worden.
Den Angaben zufolge lege die Anthropic-KI sich selbst einen Account auf der Software-Plattform GitHub an und versuchte dort, in einem öffentlich zugänglichen Projekt Programmcode mit einer absichtlich eingebrachten Schwachstelle unterzubringen. Um Betreuer der Software zu überzeugen, habe die KI Fake-Identitäten erschaffen, über die sie mit ihnen kommunizierte. Dazu hätten auch sogenannte Phishing-Mails gehört. Mit solchen teils wie von einem bekannten Absender aussehenden Mails wird versucht, etwa Login-Daten zu bekommen.
Anthropic und OpenAI hatten in den vergangenen Wochen bereits einräumen müssen, dass ihre KI-Modelle bei Tests ungeplant in Computersysteme echter Unternehmen eingedrungen waren.
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WirtschaftDIHK berichtet über steigende Zahl von Firmengründungen
Aus Sorge um den eigenen Arbeitsplatz gründen in Deutschland wieder mehr Menschen eine Firma.Das geht aus dem neuen Gründungsreport der Deutschen Industrie- und Handelskammer hervor, über den die "Rheinische Post" berichtet. Demnach stieg die Zahl der Firmengründungen im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20.000 auf gut 171.000. Der Anteil derjenigen, die vor allem mangels anderer beruflicher Aussichten ein Unternehmen gründen, liegt mit 36 Prozent auf dem höchsten Stand seit elf Jahren. DIHK-Präsident Adrian sagte der Zeitung, der Report zeige zwar ein steigendes Gründungsinteresse, aber keinen breiten unternehmerischen Aufbruch.
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WirtschaftDeutscher Chip-Konzern Infineon verzeichnet Rekordumsatz
Der Chip- und Halbleiterhersteller Infineon hat einen Rekordumsatz verzeichnet.Er stieg im vergangenen Quartal auf 4,17 Milliarden Euro, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Das sei ein Plus von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hieß es. Auch der Gewinn legte demnach zu um 39 Prozent auf 423 Millionen Euro. Auf Basis der aktuellen Ergebnisse präzisierte Infineon den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Der Konzern rechnet jetzt mit einem Gesamtumsatz von mehr als 16 Milliarden Euro.
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USASpaceX mit Nettoverlust von 541 Millionen Dollar im zweiten Quartal
Der Raumfahrtkonzern SpaceX hat mit seinem ersten Geschäftsbericht seit dem Rekordbörsengang im Juni die Erwartungen der Anleger enttäuscht.Im zweiten Quartal des Jahres verzeichnete das Unternehmen von Elon Musk einen Nettoverlust von 541 Millionen Dollar. Zwar konnte Space X seinen Umsatz nahezu verdoppeln auf 7,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten aber ein besseres Ergebnis erwartet. Die SpaceX-Aktie gab im nachbörslichen Handel an der Wall Street in New York nach.
Der Konzern hatte am 12. Juni den größten Börsengang der Geschichte verzeichnet. Musk wurde dadurch vorübergehend zum ersten Billionär der Welt.
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Bedrohung durch ChinaGroßes jährliches Militärmanöver in Taiwan begonnen
In Taiwan hat das jährliche Militärmanöver begonnen.Damit übt die taiwanesische Armee das Vorgehen im Falle eines möglichen chinesischen Angriffs auf den Inselstaat. Das Manöver wurde am Morgen mit dem Test einer schnellen Mobilisierung von Luftwaffe und Marine gestartet. Es dauert bis Freitag kommender Woche.
Das kommunistische China betrachtet das demokratische Taiwan als Teil des eigenen Staatsgebiets. Die Führung in Peking hatte den militärischen Druck auf das Land in den vergangenen Jahren verstärkt. Die chinesische Armee hält regelmäßig große Militärmanöver rund um Taiwan ab.
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WashingtonBerufungsgericht gibt Klimaschützern im Streit mit der US-Regierung recht
Die von der US-Regierung veranlasste Streichung von milliardenschweren Klimaschutz-Programmen ist laut einem Gerichtsurteil rechtswidrig.Ein Berufungsgericht in Washington gab mehreren gemeinnützigen Organisationen recht, die entsprechende Projekte betreiben. Der von ihnen genutzte Fonds zur Reduzierung von Treibhausgasen war vom früheren US-Präsident Biden eingerichtet und vom Kongress bewilligt worden. Er stellt Mittel zur Verfügung, um Energieprojekte zu betreiben und durch Kreditvergaben energieeffiziente Gebäude und Verkehrslösungen zu fördern.
Der Chef der Umweltschutzbehörde EPA, Zeldin, hatte den Organisationen Missmanagement sowie Betrug vorgeworfen. Er ließ bereitgestellte Milliardenbeträge einfrieren und Fördermittel streichen. Die Organisationen wiesen die Vorwürfe zurück und reichten Klage ein. Das Urteil gilt als Rückschlag für US-Präsident Trump, der Bidens Bemühungen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase rückgängig machen will. Die Umweltschutzbehörde kann vor dem Obersten Gerichtshof gegen die Entscheidung vorgehen.
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LiteraturFranzösischer Schriftsteller Didier Decoin tot
Der französische Schriftsteller Didier Decoin ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Familie. Decoin gehörte zu den bekanntesten Autoren Frankreichs.Eines seiner wichtigsten Bücher ist "Das Ministerium der Gärten und Teiche". Für den Roman "Fenster zur Hölle" wurde er 1977 mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnet. Darüber hinaus schrieb er Drehbücher, unter anderem für die Literaturverfilmung "Jakob der Lügner" und die Fernsehserie "Les Misérables". Von 2020 bis 2024 war er Präsident des Prix-Goncourt-Gremiums.
Lesen Sie hier eine Buchkritik von Deutschlandfunk Kultur.
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BuchbrancheVerleger K.G. Saur mit 85 Jahren gestorben
Der Verleger Klaus G. Saur ist im Alter von 85 Jahren gestorben.Das berichtet der Bayerische Rundfunk unter Berufung auf die Familie.
Der Verlag K.G. Saur war vor allem bei Bibliothekaren, Historikern und Germanisten bekannt. Er brachte viele Nachschlagewerke heraus, beispielsweise das Allgemeine Künstlerlexikon. Auch der Bibliothekskatalog - der British Library General Catalogue of Printed Books - ist im Saur-Verlag erschienen.
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Aufnahmeprüfung mit KI-KontrolleMexiko: Probleme bei Zulassungs-Prüfungen an der größten Universität des Landes
In Mexiko müssen zehntausende Bewerberinnen und -Bewerber die Aufnahmeprüfung für die Universität noch einmal ablegen.Es geht um die Aufnahmetests für die Universidad Nacional Autónoma de México, die größte Universität des Landes. Diese liefen zum ersten Mal komplett online. Eine KI sollte über Webcams kontrollieren, dass die Bewerber nicht schummeln. Allerdings schnitten diese viel zu gut ab. Die Hochschule vermutet daher, dass doch betrogen wurde.
Möglicherweise funktionierte die Überwachung nicht oder Testfragen wurden geleakt oder online verkauft. Knapp 60.000 Leute müssen die Prüfung jetzt noch einmal machen, diesmal vor Ort und unter Aufsicht. Das nächste Semester der Universiät wird deswegen etwas nach hinten verschoben.
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WetterNachts im Osten Schauer, sonst eher niederschlagsfrei
Das Wetter: In der Nacht bei dichterer Quellbewölkung bevorzugt im Südosten und Osten zunächst weitere Schauer und teils kräftige Gewitter. Sonst oft gering bewölkt oder klar und weitgehend niederschlagsfrei. Tiefstwerte 21 bis 13 Grad. Morgen im Nordwesten und Südosten Schauer und Gewitter. Sonst heiter bis wolkig. Temperaturen 21 bis 31 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Freitag im Norden dichtere Wolkenfelder und vereinzelt etwas Regen. Im Rest des Landes heiter, im Südwesten auch länger sonnig. 19 bis 29 Grad.Das waren die Nachrichten!
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Dienstag, 4.08.2026
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Nahost-KonfliktNetanjahu knüpft Gaza-Rückzug an Entwaffnung der Hamas
Israels Ministerpräsident Netanjahu hat einen Truppenrückzug aus dem Gazastreifen erneut ausgeschlossen.Die Streitkräfte würden ihre derzeitigen Positionen erst verlassen, wenn die Hamas vollständig entwaffnet sei, erklärte Netanjahu.
Israel habe dem von den USA vorgelegten Vereinbarungsentwurf nicht zugestimmt. Stattdessen habe man eigene Anmerkungen eingebracht. Zuvor hatten israelische Medien berichtet, die Vorgaben für Angriffe der Armee auf die Hamas seien verschärft worden. Künftig bedürften solche Einsätze der vorherigen Zustimmung des Generalstabschefs. Die Zahl der Angriffe im Gazastreifen sei infolge der neuen Regelung bereits zurückgegangen, heißt es. Eine offizielle Stellungnahme der israelischen Regierung liegt dazu nicht vor.
Die verschärften Vorgaben stehen im Zusammenhang mit einem Fahrplan des sogenannten Gaza-Friedensrats. Dieser sieht neben einem Stopp israelischer Angriffe die Entwaffnung der islamistischen Hamas sowie weiterer bewaffneter Gruppen im Gazastreifen vor. Der umstrittene Rat wurde von US-Präsident Trump ins Leben gerufen und soll unter anderem den Wiederaufbau des palästinensischen Küstengebiets überwachen.
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Ceuta-KriseEU-Innenminister geben sich geschlossen
Die EU-Staaten wollen nach ihrem Streit über die Migrationskrise in der spanischen Exklave Ceuta künftig geschlossener auftreten und durch Frühwarnsysteme besser vorbereitet sein. Auch die Beobachtung von Social Media soll eine größere Rolle spielen.Die Kommunikation in Krisenzeiten könne durch zeitnahe Koordinierung weiter gestärkt werden und sollte kohärenter sein, teilte die irische Ratspräsidentschaft nach einer außerplanmäßigen Videokonferenz mit. EU-Innenkommissar Brunner erklärte, in der Runde habe es volle Solidarität mit Spanien gegeben. Der Andrang auf Ceuta sei ein Test für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen gewesen, der für den Moment definitiv bestanden worden sei. Spaniens Innenminister Grande-Marlaska verwies darauf, dass kein Migrant auf europäisches Festland gelangt sei.
In der vergangenen Woche hatten vorübergehend bis zu 60.000 Menschen von Marokko aus Ceuta erreicht und damit einen Streit zwischen den EU-Ländern entfacht. Die Mehrheit der Staats- und Regierungschefs der EU kritisierten die spanische Migrationspolitik. Madrid warf ihnen vor, die Krise politisch auszuschlachten.
Um besser vorbereitet zu sein, will die EU auch digitale Netzwerke aufmerksamer beobachten. Zahlreiche Migranten in Ceuta hatten berichtet, sie seien in sozialen Medien auf eine angeblich offene Grenze zur EU aufmerksam geworden. Die zehntausenden Menschen kamen überwiegend schwimmend aus Marokko.
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Bundestags-InnenausschussPolitiker nach Sondersitzung zu CSD-Anschlag: "Viele offene Fragen"
Bei der Aufklärung des islamistischen Anschlags am Rande des Berliner Christopher Street Days sehen Innenpolitiker noch viele offene Fragen. Dies habe die Sondersitzung des Innenausschusses deutlich gemacht, erklärte der Grünen-Politiker Emmerich im Anschluss.Er verlangte etwa Aufklärung darüber, welche Informationen den Sicherheitsbehörden vorlagen. Der SPD-Abgeordnete Demir kritisierte insbesondere die Entscheidung des Gerichts, den als Gefährder eingestuften Täter trotz vorliegender Erkenntnisse auf freiem Fuß zu lassen.
Bundesinnenminister Dobrindt sagte den Abgeordneten eine umfassende Chronologie der Ereignisse und des Behördenhandelns zu. Der CSU-Politiker bekräftigte nach der Sitzung seine Forderung nach Strafverschärfungen. Dies betreffe etwa die Regelungen zur Bewährung und das Jugendstrafrecht. Es brauche eine bundesweit einheitliche Präventivhaftregelung, um Gefährder aus dem Verkehr zu ziehen. Auch die Anordnung elektronischer Fußfesseln müsse ausgeweitet werden.
An der mehrstündigen Videokonferenz nahmen unter anderem Verfassungsschutz-Präsident Selen, BKA-Chef Münch und Generalbundesanwalt Rommel teil. Bei dem Anschlag am 25. Juli war eine Frau getötet worden. 31 Menschen wurden verletzt.
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E-Auto-PrämieCSU fordert Umbau zugunsten deutscher Hersteller
Von der staatlichen E-Auto-Prämie sollten nach Ansicht von CSU-Landesgruppenchef Hoffmann vor allem heimische Hersteller profitieren.Derzeit lohne es sich hauptsächlich für außereuropäische Autobauer, sagte Hoffmann dem Nachrichtenmagazin Politico. Andere EU-Länder machten es bereits vor und koppelten Boni gezielt an Kriterien wie die lokale Batterieherstellung, den Materialeinsatz oder kurze Transportwege. Am vergangenen Sonntag hatte CSU-Chef Söder gesagt, dass die E-Auto-Prämie im Herbst überarbeitet werden solle. Deutsche Hersteller müssten deutlich mehr profitieren.
Derzeit werden der Kauf oder das Leasing neuer Elektro- oder Plugin-Hybridautos staatlich gefördert. Die Höhe kann dabei je nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen 1.500 bis 6.000 Euro betragen.
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Naher OstenWeitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom
In Rom sind israelische und libanesische Regierungsvertreter zu direkten politischen Gesprächen zusammengekommen.Ein Sprecher des US-Außenministeriums sagte, das Treffen zur Umsetzung des Sicherheitsabkommens solle bis Donnerstag dauern. Es gehe vor allem darum, Bedrohungen für Israel zu beseitigen und die staatliche Autorität im Süden des Libanon wiederherzustellen.
Die Gespräche finden inmitten anhaltender Spannungen statt. Libanesischen Berichten und Augenzeugen zufolge hatte das israelische Militär erst am Wochenende Einrichtungen der Hisbollah-Miliz in mehreren Orten des Nachbarlandes gezielt zerstört.
Der Libanon und Israel führen seit April erstmals seit Jahrzehnten wieder direkte politische Gespräche. Inzwischen gibt es ein Sicherheitsabkommen. Es sieht den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon und eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt.
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KaribikStromversorgung nach landesweitem Ausfall wiederhergestellt
In Kuba ist die Stromversorgung nach einem erneuten landesweiten Ausfall wiederhergestellt worden.Dies teilte der staatliche Energieversorger mit. Der Blackout hatte am Sonntagabend die gesamte Karibikinsel getroffen. Es handelte sich bereits um den sechsten landesweiten Ausfall in diesem Jahr. Das kubanische Stromnetz gilt aufgrund seiner veralteten Technik als störanfällig.
Das kommunistisch regierte Land steckt zudem in einer Wirtschaftskrise. Eine im Januar von den USA verhängte Ölblockade hatte zu einer Unterbrechung der Treibstofflieferungen für Kraftwerke geführt. Präsident Trump hat mehrfach deutlich gemacht, dass er einen Machtwechsel in Kuba herbeiführen will.
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Rotes MeerFrachtschiff sinkt nach Angriff
Im Roten Meer ist ein indisches Frachtschiff nach einem Angriff gesunken.Wie mehrere Nachrichtenagenturen melden, konnte die aus 14 Seeleuten bestehende Besatzung gerettet werden. Das Schiff soll aus Holz bestanden haben und durch ein mit Sprengstoff beladenes Boot so schwer beschädigt worden sein, dass es sank. Wer für den Angriff verantwortlich war, ist unklar.
Die jemenitische Huthi-Miliz hat jüngst mit einer neuen Welle an Angriffen im Roten Meer begonnen. Mehrere Schiffe wurden attackiert. Viele andere sehen sich dadurch gezwungen, einen langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen.
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Öffnung der Straße von HormusVermittler Katar meldet Fortschritte bei indirekten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran
Im Iran-Krieg zeichnet sich nach Angaben des Vermittlers Katar eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus ab.Ein Sprecher des Außenministeriums erklärte, die diplomatischen Bemühungen seien weit fortgeschritten. Katar, Pakistan und der Oman stimmten sich eng ab, um Vertragsentwürfe zwischen dem Iran und den USA auszutauschen. US-Finanzminister Bessent sagte dem Sender CNBC, es gebe die Chance auf eine Einigung zur Öffnung der Meerenge noch heute oder morgen. Zur Frage nach einer möglichen Gebührenerhebung durch den Iran betonte er, er gehe von einer freien Durchfahrt aus.
US-Präsident Trump hatte gestern erklärt, die stattfindenden Gespräche seien Teherans letzte Chance auf ein Abkommen. Aus dem Iran liegt keine Stellungnahme vor. Während sich die USA und der Iran zuletzt nicht gegenseitig angriffen, geriet in der Straße von Hormus erneut ein Frachter unter Beschuss. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt mitteilte, ereignete sich der Vorfall vor der omanischen Küste. Die Behörde machte zunächst keine Angaben zu möglichen Verletzten oder Schäden.
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WirtschaftErneuter Dax-Rekord dank Hoffnung auf Iran-Einigung
Der Deutsche Aktienindex hat erneut ein Rekordhoch erreicht.Der Dax legte um knapp 0,8 Prozent zu und schloss bei 26.202 Punkten. Gründe dafür waren Analysten zufolge neue Meldungen über Fortschritte in den Gesprächen über eine Öffnung der Straße von Hormus sowie sinkende Ölpreise.
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USANeuer Geheimdienstkoordinator Clayton vereidigt - Trumps früherer Anwalt Blanche kann mit Ernennung zum Justizminister rechnen
In den USA hat der neue Geheimdienstkoordinator Clayton sein Amt angetreten.Der 60-jährige Jurist wurde im Beisein von Präsident Trump vereidigt. Clayton übernimmt die Aufsicht über alle 18 US-Geheimdienste, darunter die CIA. Als früherer Bundesanwalt im südlichen Bezirk des Bundesstaates New York geriet Clayton in die Kritik, weil er Journalisten der Zeitung "The New York Times" vorgeladen hatte. Anlass war ein Bericht über Sicherheitsmängel bei Trumps neuem Präsidentenflugzeug.
Derweil hat der designierte US-Justizminister Blanche eine wichtige Hürde auf dem Weg zu seiner endgültigen Bestätigung genommen. Der Justizausschuss des US-Senats votierte mit 12 zu 10 Stimmen für den früheren Privatanwalt von Präsident Trump. Damit kann die Nominierung nun dem Senatsplenum zur endgültigen Abstimmung vorgelegt werden. Blanche ist seit der Entlassung von Justizministerin Bondi im Frühjahr kommissarisch im Amt. Die oppositionellen Demokraten lehnen ihn als Justizminister ab, weil er vor allem die Interessen des Präsidenten vertrete.
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ItalienWegen Hitzewelle gilt bald höchste Warnstufe für alle 27 Großstädte
Wegen der aktuellen Hitzewelle hat Italien für fast alle Großstädte des Landes die höchste Warnstufe ausgerufen.Wie das Gesundheitsministerium in Rom mitteilte, signalisiert die Alarmstufe Rot einen potenziellen Gesundheitsnotstand und ein ernstes Risiko für die gesamte Bevölkerung. Heute und morgen gilt die höchste Warnstufe für 25 Städte. Am Donnerstag sollen auch Messina und Reggio Calabria im äußersten Süden folgen.
In einigen Regionen Italiens wurden Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius gemessen. Meteorologen erwarten vor dem Wochenende keine Abkühlung.
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ÖsterreichNeuer Hitzerekord von 40,8 Grad Celsius
In Österreich ist eine Rekordtemperatur gemessen worden.Wie der nationale Wetterdienst mitteilte, wurden aus Wien 40,8 Grad Celsius gemeldet. Der bisherige Landesrekord stammte aus dem August 2013, als das Thermometer in Bad Deutsch-Altenburg im Osten des Landes 40,5 Grad anzeigte.
Wie in Deutschland und weiteren Ländern Europas war auch in Österreich schon der gesamte Juli ungewöhnlich heiß und trocken. Örtlich regnete es in dem Monat nach Angaben des Wetterdienstes bis zu 90 Prozent weniger als üblich.
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OstseeraumErneut russische Aufklärungsmaschine vor Polen abgefangen
Die polnische Luftwaffe hat nach Angaben der Regierung erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen.Die Maschine vom Typ Il-20 sei nordöstlich von Koszalin unterwegs gewesen, teilte Polens Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz auf der Online-Plattform X mit. Eine Verletzung des polnischen Luftraums habe nicht vorgelegen. Beim sogenannten Abfangen in der Luft nehmen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung auf und signalisieren, dass deren Flugzeug sich entfernen soll.
Es handelte sich bereits um den dritten Vorfall innerhalb weniger Tage.
Kosiniak-Kamysz sprach von einer Provokation Russlands nahe den NATO-Grenzen. Moskau wolle offenbar die Wachsamkeit und Einsatzbereitschaft des Bündnisses testen. -
FlugverkehrLufthansa: Gewinn im zweiten Quartal eingebrochen
Die Lufthansa hat im zweiten Quartal deutlich weniger Gewinn verzeichnet.Wie der Konzern in Frankfurt am Main mitteilte, belief sich dieser auf 383 Millionen Euro, 56 Prozent weniger als im Vorjahr. Neben den Streiks im April habe vor allem der durch den Irankrieg angestiegene Kerosinpreis das Geschäft belastet. Dieser habe zu 750 Millionen Euro Mehrausgaben in den letzten drei Monaten geführt. Konzernchef Spohr sagte, Flugreisende müssten in den kommenden Monaten weiterhin mit hohen Ticketpreisen planen.
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Globale GerechtigkeitWeltsozialforum beginnt in Benin - 50.000 Teilnehmer
Im westafrikanischen Benin hat das Weltsozialforum begonnen. In der Stadt Cotonou beraten rund 50.000 Teilnehmer aus 150 Ländern über globale Gerechtigkeit, Demokratie, die Folgen des Klimawandels und den Abbau kolonialer Strukturen. Das Treffen dauert bis Samstag.Das Weltsozialforum entstand vor 25 Jahren als internationale Plattform von Nichtregierungsorganisationen und als Gegenentwurf zum Weltwirtschaftsforum. Aus Deutschland sind unter anderem die kirchlichen Hilfswerke "Misereor" und "Brot für die Welt" dabei.
Diesmal steht die Frage im Mittelpunkt, wie die großen Herausforderungen an den globalen Süden bewältigt werden können, wenn sich westliche Staaten wie die USA zunehmend aus der Finanzierung des weltweiten Klimaschutzes oder der Gesundheitsversorgung zurückziehen.
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RadsportSchweizerin Reusser gewinnt vierte Etappe der Tour de France Femmes und übernimmt Gelbes Trikot
Die Schweizerin Marlen Reusser hat die vierte Etappe der Tour de France Femmes von Gevrey-Chambertin nach Dijon gewonnen. Sie siegte im Zeitfahren über 21 Kilometer vor den Niederländerinnen Lieke Nooijen und Demi Vollering.Reusser übernahm zudem das Gelbe Trikot der Gesamtführenden. Für die Norwegerin Sigrid Haugset, die am Vortag das Gelbe Trikot errungen hatte, reichte es nur für Platz 65. Beste Deutsche wurde Franziska Koch auf Rang 20.
Am Mittwoch wartet ein anspruchsvolles Terrain auf die Fahrerinnen. Auf den 140 Kilometern von Macon nach Belleville-en-Beaujolais stehen gleich acht Bergwertungen an. Am Sonntag endet die Tour in der Küstenstadt Nizza.
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WaldbrandNiederlande: Feuer in Naturschutzgebiet nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen - Campingplatz geräumt
Der Brand in den Niederlanden nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen ist weiterhin nicht unter Kontrolle.Nach Angaben der Verwaltung der Provinz Limburg hat sich das Feuer bis heute Morgen auf etwa 100 Hektar Fläche ausgebreitet. Die Lage sei aber inzwischen stabil. Ein Behördensprecher erklärte, der Wind habe etwas nachgelassen, was bei der Bekämpfung der Flammen helfe.
Die Feuerwehr ist seit gestern mit 300 Kräften im Naturschutzgebiet De Rosmolen bei der Ortschaft Oostrum im Einsatz. Sie werden von Löschhubschraubern unterstützt. Ein Campingplatz mit etwa 300 Urlaubern wurde geräumt. Zudem ist der Zugverkehr unterbrochen.
In Griechenland sind die Wald- und Buschbrände westlich von Athen weitgehend unter Kontrolle. Entwarnung gibt es jedoch nicht. Vor allem die heißen Tagesstunden blieben kritisch, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Wenn die Luftfeuchtigkeit abnehme, könnten sich aus Glutnestern neue Brände entwickeln. Nach wie vor sind mehr als 500 Feuerwehrleute im Einsatz, unterstützt von Rettungskräften aus Frankreich und Rumänien, sowie Hunderten Freiwilligen.
Hören Sie hier ein Interview zum Thema Waldbrandgefahr aus der Sendung ”Umwelt und Verbraucher”.
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HungerkriseJeder zweite Minderjährige in Afghanistan ist unterernährt
Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen - WFP - warnt vor einer Hungerkrise in Afghanistan.Rund die Hälfte der Minderjährigen sei unterernährt, sagte ein Sprecher der UNO-Organisation. Die Kürzung der Entwicklungshilfe vieler Geberländer bedeute, dass man nur noch eins von neun hungernden Kindern in dem Land unterstützen könne. Das WFP habe für Afghanistan rund 900 Millionen US-Dollar für dieses Jahr veranschlagt. Erhalten habe es rund ein Zehntel der Summe.
Extremer Hunger treibe Migration und Radikalisierung voran, warnt das Welternährungsprogramm. Die Folgen dürften deshalb auch außerhalb der afghanischen Landesgrenzen spürbar werden.
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Huthi-MilizKämpfer melden Angriff auf Flughafen in Saudi-Arabien
Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigener Aussage einen Flughafen im Südwesten Saudi-Arabiens mit einer Drohne angegriffen.Ein Sprecher bezeichnete die Attacke als Reaktion auf saudiarabische Drohnenflüge über zwei jemenitische Provinzen. Regierungsstellen in Riad äußerten sich bislang nicht dazu.
Die Spannungen zwischen der Huthi-Miliz und Saudi-Arabien hatten zuletzt wieder zugenommen. Die schiitisch-islamistischen Kämpfer meldeten Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab. Die dort verlaufende Seeroute nutzt Saudi-Arabien seit der Blockade der Straße von Hormus im Zuge des Iran-Kriegs als alternative Strecke für seine Ölexporte.
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WehrpflichtMinisteriumssprecherin bestätigt Pläne für neuen Zivildienst
Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Auf Anfrage des Deutschlandfunks erklärte eine Sprecherin des Familienministeriums, sollte die allgemeine Wehrpflicht wieder eingesetzt werden, müsse die Basis für einen modernen Zivildienst vorbereitet sein. Diese Aufgabe ergebe sich aus dem Grundgesetz.Wie ein Wehrersatzdienst konkret aussehen könne, daran werde derzeit gearbeitet. Zugleich verwies die Sprecherin darauf, dass das alte Zivildienstgesetz nach wie vor Gültigkeit habe, obwohl viele der darin festgelegten Regelungen schon seit Jahren überholungsbedürftig seien. Viele große Verbände und Organisationen seien bereits befragt worden, welche Kapazitäten für Zivildienstleistende sie zur Verfügung stellen könnten, hieß es weiter.
Kritik von der Linken und Verbänden
Die Linke kritisierte das Vorhaben. Ihre Bundesvorsitzende Schwerdtner sagte der Funke-Mediengruppe, ein verpflichtender Zivildienst drohe reguläre und tariflich bezahlte Arbeit im Sozialbereich zu verdrängen. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht im Jahr 2011 war auch der Zivildienst entfallen. An seine Stelle trat der Bundesfreiwilligendienst.
Der Sozialverband Deutschland erklärte gegenüber der Funke-Mediengruppe, die Regierung sollte lieber das Ehrenamt stärken anstatt auf Zwang zu setzen. Caritas-Präsidentin Welskop-Deffaa meinte, auf diesem Wege ließen sich die Personalprobleme sozialer Einrichtungen nicht lösen. Wichtiger wäre, die Jugendfreiwilligendienste attraktiver zu machen.
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Rhein, Elbe und DonauDas sind die Folgen niedriger Flusspegel
Den großen deutschen Flüssen Rhein, Elbe und Donau fehlt Wasser, ebenso wie vielen anderen Wasserläufen. Vielerorts werden täglich neue Tiefststände erreicht. Besserung ist wegen der andauernden Trockenheit und Hitze vorerst nicht in Sicht. Die Folgen belasten die Wirtschaft - und Flussreisende.Die Flüsse Rhein, Elbe und Donau werden als Bundeswasserstraßen geführt. Viele Waren und Rohstoffe werden über diesen Weg transportiert. Wegen der niedrigen Pegelstände können viele Frachtschiffe gar nicht mehr fahren oder nur mit reduzierter Ladung. Wirtschaftsverbände rechnen deshalb mit Schäden für die deutschen Unternehmen. Experten schätzen, dass das Bruttoinlandsprodukt um 0,4 Prozent abnehmen könnte.
Auch Verbraucher werden Trockenperiode spüren
Den ausbleibenden Waren- und Gütertransport werden auch die Verbraucher im Geldbeutel spüren. Lebensmittel könnten teurer werden - aber auch für Energie könnte man mehr zahlen müssen. In Frankreich und Ungarn beispielsweise ist die Stromversorgung durch das Niedrigwasser gefährdet. Atomkraftwerke nutzen nämlich häufig das Flusswasser zur Kühlung. In Ungarn droht jetzt gar die Abschaltung eines Kernkraftwerkes.
Flusskreuzfahrten werden storniert
In den vergangenen Jahren wurden Flusskreuzfahrten immer beliebter. Nun liegen die Schiffe teilweise in den Häfen vor Anker. Aufgrund der niedrigen Pegel wurden schon einige Reisen von den Anbietern storniert.
Tierwelt betroffen
Entlang der Flüsse gibt es teilweise viele Feuchtgebiete, die Habitat für viele Tiere sind. Auch diese Feuchtgebiete trocknen aus. Zudem führt die Trockenheit dazu, dass es in diesem Jahr weniger Mücken gibt, denn die Feuchtgebiete oder Flussufer sind ideale Brutstätten für die Larven. Mücken sind besonders für Vögel eine Nahrungsquelle, die nun nicht mehr ausreichend zur Verfügung steht.
Hören Sie hier ein Interview zu den Dürrefolgen aus unserer Sendung ”Wirtschaft am Mittag”.
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GuatemalaHöchste Warnstufe nach Vulkanausbruch ausgerufen
In Guatemala haben die Behörden nach dem erneuten Ausbruch des Vulkans Fuego für mehrere Ortschaften die höchste Alarmstufe ausgerufen.Erste Dörfer nahe dem Vulkan seien bereits evakuiert worden, teilte der nationale Katastrophenschutz mit. Die Bewohner würden in Notunterkünften untergebracht. Der Schulunterricht wurde abgesagt. Vom Ausbruch betroffen sind den Angaben zufolge rund 29.000 Menschen in verschiedenen Ortschaften. Die bis zu fünf Kilometer hohe Aschewolke könnte zudem den Flugverkehr beeinträchtigen.
Der knapp 3.800 Meter hohe Vulkan Fuego südwestlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt gilt als der aktivste Vulkan in Mittelamerika. 2018 waren bei einem Ausbruch mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen.
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SaarlandGroßeinsatz wegen radioaktiven Materials in Sankt Ingbert
Im saarländischen Sankt Ingbert hat es einen Großeinsatz der Polizei wegen einer möglichen Gefahr durch radioaktives Material gegeben.Wie die Polizei mitteilte, erhielt sie Hinweise, dass ein Mann in seinem Haus Gesteinsmaterial hortet, das eine natürliche Radioaktivität besitzt. Bei einer unsachgemäßen mechanischen Verarbeitung der Mineralien könnten neben strahlenden Partikeln auch Schwermetalle freigesetzt worden sein. Spezialkräfte duchsuchten das Haus und stellten Strahlung fest; es wurde für unbewohnbar erklärt. Eine Gefahr für die Öffentlichkeit besteht nach derzeitigem Kenntnisstand aber nicht. Der saarländische Innenminister Jost ließ sich am Einsatzort über den Stand der Ermittlungen informieren.
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Ukraine-KriegUkrainische Armee greift erneut Lagerhäuser von Online-Händler an - russische Behörden melden fünf Tote
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die Region Moskau sind russischen Angaben zufolge mindestens fünf Menschen getötet worden.Unter anderem sei ein Lagerhaus getroffen worden und in Brand geraten, teilte der Gouverneur der Region mit. Russischen Telegram-Kanälen zufolge handelt es sich um ein Logistikzentrum des Online-Händlers Wildberries in der Stadt Tschechow nahe Moskau. Angriffe auf Lagerhallen des Unternehmens wurden auch in der Region Twer und in der Nähe von St. Petersburg gemeldet.
Die Ukraine hatte den russischen Marktführer in den vergangenen Wochen wiederholt ins Visier genommen. Sie argumentiert, über den Online-Handel werde auch das russische Militär beliefert.
Die russische Armee griff ihrerseits wieder die Ukraine aus der Luft an. Nach Angaben der örtlichen Behörden gab es in der östlichen Region Sumy drei Tote sowie je ein weiteres Todesopfer in der südlichen Hafenstadt Mykolajiw und in Charkiw nahe der russischen Grenze.
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"Russisches Amazon"Warum die Ukraine den Versandhändler Wildberries angreift
Das ukrainische Militär nimmt die Infrastruktur von Wildberries, Russlands größtem Online-Versandhändler, ins Visier. In den vergangen zwei Wochen wurden wichtige Einrichtungen des Unternehmens mit Drohnen angegriffen. Inzwischen sind 12 der 15 Großlager des Versandhändlers in verschiedenen Regionen betroffen.Unter anderem wurde das größte Logistikzentrum in Elektrostal bei Moskau vollständig zerstört. Es versorgte nicht nur die bedeutende Region rund um die russische Hauptstadt, sondern diente auch als wichtiger Umschlagplatz für Waren aus China.
Wildberries wird das "russische Amazon" genannt. Wie Amazon ist der Versandhändler eine Plattform, auf der jeder seine Produkte anbieten kann - von Selbstständigen und einzelnen Firmen bis hin zu großen Unternehmen.
Logistikzentren für technische Ausrüstung
Nach den ersten Angriffen Ende Juli bezeichnete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Sozialen Medien die getroffenen Lagerhäuser als Logistikzentren, die an der Versorgung der russischen Armee mit Komponenten für Drohnen, Navigationsgeräte und Ausrüstung beteiligt seien. Ziel der Angriffe sei daher, die Versorgung der Front zu unterbinden.
Schwächung der Moral der russischen Bevölkerung
Zudem sollen die Gläubiger und Investoren des Unternehmens den Angaben zufolge geschädigt werden, darunter Großbanken wie die Sberbank, die VTB und die Alfa-Bank. Ein weiterer Grund ist demnach die Schwächung der Moral der russischen Bevölkerung. Der Versandhandel in Russland erlebt nach Moskaus Militärinvasion in der Ukraine einen Aufschwung. Wegen der westlichen Sanktionen haben viele Unternehmen Russland verlassen. Wildberries hatte entstandene Versorgungslücken geschlossen.
Wildberries will Kapazitäten in anderen Ländern ausbauen
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bat die Mitinhaberin von Wildberries, Tatjana Kim, ob der Angriffe die russische Regierung um Hilfe. Außerdem plant das Unternehmen Kapazitäten in Ländern wie Kasachstan aufzubauen, die nicht von ukrainischen Drohnen erreicht werden können.
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Ukraine-KriegNach Angriff auf Frachter: Türkei fordert mehr Sicherheit im Schwarzen Meer
Im Schwarzen Meer sind nach Regierungsangaben zwei türkische Frachtschiffe mit Drohnen angegriffen worden.Dabei seien mehrere Besatzungsmitglieder verletzt worden, teilte das türkische Außenministerium mit. Es machte keine Angaben zu den Angreifern. Das Ministerium äußerte sich erneut besorgt über die Eskalation des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine im Schwarzen Meer. Beide Länder müssten dringend Maßnahmen zur Sicherheit des Schiffsverkehrs ergreifen, hieß es in Ankara. Andernfalls drohten negative Folgen unter anderem für die Lebensmittelversorgung.
Die Ukraine und Russland hatten in den vergangenen Wochen ihre gegenseitige Angriffe auf den Schiffsverkehr im Schwarzen Meer verstärkt.
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Waldbrände und Niedrigpegel"Hitzegipfel" gefordert - Proteste vor Kanzleramt angekündigt
Angesichts der Hitzewelle mit Waldbränden in Südeuropa und niedrigen Pegelständen auch in Deutschland wird ein Sondertreffen der Politik gefordert. Ein Bündnis aus Naturschutz- und Sozialverbänden sowie Gewerkschaften ruft zu einem "Hitzegipfel" auf. "Fridays for Future" kündigte zudem eine Demonstration vor dem Kanzleramt an.Das Bündnis will am Donnerstag ebenfalls vor dem Kanzleramt eine gemeinsame Presseerklärung abgeben. Zuvor hieß es in einer Mitteilung vom Naturschutzbund NABU, es müsse zeitnah ein Gipfel mit allen relevanten Akteuren einberufen werden. Die aktuellen Entwicklungen setzten Menschen, Natur und biologischer Vielfalt massiv zu und bedrohten zugleich Wirtschaft und Infrastruktur.
Auf Antrag der Grünen kommen nächste Woche im Bundestag die Obleute des Umweltausschusses zu einer Sondersitzung zusammen.
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"Superzelle"Schweres Unwetter verursacht starke Schäden im Weimarer Land
Ein starkes Unwetter hat im Weimarer Land in Thüringen schwere Schäden verursacht.Besonders betroffen waren die Orte Blankenhain und Bad Berka. Dort wurden gestern Abend bei Starkregen, Hagel sowie Orkanböen Bäume umgeweht, Dächer abgedeckt und Straßen überschwemmt. Die Stromversorgung war zwischenzeitlich unterbrochen.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes war eine sogenannte "Superzelle" über die Region gezogen. Das ist ein schweres langlebiges Gewitter mit einem rotierenden Aufwind.
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ArtenschutzWieder mehr Berggorillas
Die Population der stark bedrohten Berggorillas in Zentral- und Ostafrika nimmt wieder zu. Wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung mitteilte, gibt es heute wieder mehr als 1.000 Gorillas.In den 1980er Jahren war die Anzahl der Menschenaffen auf weniger als 620 Tiere gesunken. Intensiver Artenschutz habe dazu geführt, dass die Population wieder wachsen konnte, erklärte die Senckenberg Gesellschaft. Felix Ndagijimana, Landesdirektor für Ruanda beim Dian Fossey Gorilla Fund sprach von einer "der weltweit größten Erfolgsgeschichten im Naturschutz".
Dagegen schrumpft die Population des Östlichen Flachlandgorillas, einer weiteren Menschenaffenart, trotz vereinzelter Artenschutzerfolge. Die Senckenberg Gesellschaft erklärte, durch Wilderei, Lebensraumverlust und bewaffnete Konflikte sei die Anzahl in den letzten 20 Jahren um etwa 60 Prozent gesunken. Heute gebe es noch weniger als 7.000 Exemplare.
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Folge des Iran-KriegsKartellamt sieht Fortschritte bei Untersuchung zu Kraftstoffpreisen
Das Bundeskartellamt sieht Fortschritte bei seinen Untersuchungen zu den hohen Kraftstoffpreisen.Behördenchef Mundt sagte, die ersten Mineralölkonzerne hätten bereits auf die Auskunftsbeschlüsse des Amtes geantwortet. Zwar wehrten sich zwei Unternehmen gerichtlich gegen die Untersuchung, doch habe das zuständige Gericht in Düsseldorf in einer Zwischenentscheidung abgelehnt, die Auskunftspflicht der Unternehmen auszusetzen.
Hintergrund sind Zweifel an der Berechtigung der außerordentlich hohen Kraftstoffpreise im Zuge des Iran-Kriegs. Die Bundesregierung hatte dem Kartellamt deshalb mehr Kontrollmöglichkeiten eingeräumt. Die Unternehmen müssen nun erläutern, welche Faktoren sie in ihrer Preissetzung vor allem berücksichtigen und wie sich die aktuelle Krisensituation auf ihre Preise auswirkt.
Nach dem Ende des Tankrabatts im Juni waren die Kraftstoffe im Juli wieder deutlich teurer geworden.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
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Boot in Brand geraten157 Migranten aus dem Ärmelkanal gerettet
Nach einem Brand auf einem Boot im Ärmelkanal sind 157 Migranten vor dem Ertrinken gerettet worden.Wie die französische Küstenbehörde mitteilte, war das Boot auf dem Weg von Frankreich nach Großbritannien, als der Motor Feuer fing. Die Insassen seien daraufhin ins Wasser gesprungen. Französische und britische Rettungsschiffe hätten die Menschen aufgenommen und zurück nach Frankreich gebracht.
Beide Länder hatten im April ein Abkommen unterzeichnet, um die Zahl der Migranten zu verringern, die vom Norden Frankreichs aus über den Ärmelkanal nach Südengland fahren. Der Kanal ist an seiner engsten Stelle zwischen Dover und Calais nur etwa 33 Kilometer breit.
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Hitze und DürreEuropas Landwirte rechnen mit erheblichen Ernteeinbußen
Landwirte in ganz Europa haben angesichts der aktuellen Witterungsbedingungen vor einem Einbruch der Lebensmittelproduktion und steigenden Preisen gewarnt. Extreme Hitze, Dürre und Waldbrände fügten allen Arten von Anbaukulturen wie Mais, Gemüse und Getreide erhebliche Schäden zu, erklärte ein Sprecher des französischen Gemüseverbandes "Légumes de France".Tausende Tonnen an Erzeugnisse wie Salat, Karotten, Knoblauch und Zwiebeln im Wert von mehreren zehn Millionen Euro könnten in diesem Jahr verloren gehen. Bei bestimmten Kulturen werde aufgrund des ausbleibenden Regens eine Halbierung der Erntemenge erwartet, erklärte der Sprecher. Die Hitze im Juni und Juli habe zudem das Wachstum der Trauben in Weinbaugebieten wie der Champagne, dem Bordeaux und dem Burgund gebremst; es drohten geringere Erträge und eine der frühesten Weinlesen der Geschichte. Die Ernte beginne in den Gebieten bereits am 15. August - etwa einen Monat früher als üblich. Die Winzer rechneten mit einen um rund zehn Prozent geringeren Traubenertrag als im Vorjahr.
EU korrigiert Ernteprognosen nach unten
In Spanien prognostiziert das Landwirtschaftsministerium, dass die Getreideernte des Landes von 24 Millionen Tonnen im Vorjahr auf knapp über 18,5 Millionen Tonnen zurückgehen werde. Die Prognose sei aber noch vor den verheerenden Waldbränden erstellt worden, hieß es.
Preisanstieg bei Speiseöl erwartet
Auch die Europäische Union korrigierte ihre Ernteerwartungen nach unten. So würden für Sonnenblumen – für die Speiseölherstellung unverzichtbar – sieben Prozent weniger erwartet. Die Prognose für Mais liege um sechs Prozent unter dem vorherigen Wert, und die Erwartungen für Kartoffeln und Sojabohnen seien um drei Prozent gesenkt worden.
Die Produzenten von Olivenöl rechnen nach EU-Angaben für dieses Jahr mit einem erneuten Preisanstieg. In Griechenland, Italien und Portugal seien zahlreiche Olivenhaine den Flammen zum Opfer gefallen. Die extreme Hitze habe außerdem den Schädlingsbefall begünstigt.
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TrockenheitNiedrigwasser bedroht deutsches Wirtschaftswachstum - Stromproduktion in mehreren Ländern beeinträchtigt
Angesichts des Niedrigwassers deutscher Flüsse warnen Ökonomen vor negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft. In anderen europäischen Ländern ist die Stromproduktion beeinträchtigt, was sich auch auf Konzerne auswirkt.Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland könnte um 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen als bisher erwartet, zitiert die "Bild"-Zeitung den Ökonomen Thilo Schäfer vom Institut der deutschen Wirtschaft. Ein längerer Ausfall der Schiffbarkeit des Rheins könnte -Zitat- das ganz klitzekleine Pflänzchen Wachstum ersticken. Grund sei, dass deutlich weniger Waren transportiert würden und damit die Produktion in zahlreichen Branchen gedrosselt werden müsse. Vor einigen Tagen hatte bereits das Kieler Institut für Weltwirtschaft auf die negativen Auswirkungen hingewiesen.
Wegen des Niedrigwassers lädt Bundesverkehrsminister Bilger für Donnerstag zu einer Fachkonferenz nach Bonn ein.
Stromproduktion in Frankreich und Ungarn beeinträchtigt
Die niedrigen Pegelstände sorgen auch für Einschränkungen bei der Stromproduktion. In Frankreich musste die Leistung vieler Atomkraftwerke gedrosselt werden. In Ungarn droht die Abschaltung des einzigen Atomkraftwerkes des Landes. Der Meiler ist ein Sonderfall, da er ohne Kühltürme besonders auf das Wasser der Donau angewiesen ist und die Energieversorgung des ganzen Landes davon abhängt. Viele Konzerne - darunter deutsche Autobauer - mussten die Produktion in ihren ungarischen Werken einschränken.
Experte: Auch Drosselungen in Deutschland möglich
Der Energieexperte der Hertie-Stiftung, Andreas Schröder, hält auch Drosselungen und Ausfälle in Deutschland für möglich. Schröder sagte dem Deutschlandfunk , Kohlekraftwerke seien von Lieferungen mit Schiffen über die Flüsse und Kanäle abhängig. Das Niedrigwasser beeinträchtige solche Lieferungen derzeit. Außerdem müssten auch Kohle- und Gaskraftwerke gekühlt werden. Das deutsche Stromnetz sei bislang aber stabil. Wichtig sei, bei der Energieproduktion nicht alles auf eine Karte zu setzen.
Um die Energieversorgung in Europa stärker abzusichern, plant die EU den Ausbau von grenzüberschreitenden Übertragungsnetzen. Noch sind die Strommärkte oftmals isoliert, auch aufgrund von Zweifeln in der Bevölkerung bezüglich Verbindungen in andere Länder.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Hydrologe: Mit Pegel-Tiefständen ist bis in den Herbst zu rechnen
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Besetzte Halbinsel KrimRussischer Soldat tötet einen Kameraden und drei Zivilisten
Auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim hat ein russischer Soldat vier Menschen erschossen.Der von Moskau eingesetzte Gouverneur der Region Sewastopol teilte mit, der Mann habe erst einen Kameraden getötet und einen weiteren verletzt. Anschließend habe er drei Zivilisten erschossen. Der Angreifer sei festgenommen worden. Zum Motiv wurden keine Angaben gemacht.
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Debatte um abschlagsfreie RenteÖkonom Werding warnt vor Aufschnüren des Rentenpakets
Der Ökonom Martin Werding rät der schwarz-roten Koalition davon ab, das geplante Paket zur Rentenreform noch einmal aufzuschnüren. Das Mitglied der Rentenkommission sagte dem Wirtschaftsmagazin "Capital", man habe sich mit dem Kompromiss bemüht, die Belastungen einer großen Reform für alle einigermaßen gleich auszubalancieren.Das Paket enthalte Zumutungen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Rentner und Selbstständige. Eine Gruppe wieder herauszunehmen, würde das gesamte Paket sprengen. Werding bezeichnete die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren als Sonderregel für Arbeitnehmer, die überdurchschnittlich viel verdienten. Der Ökonom gab zu bedenken, wer noch bereit sein solle, die Reform-Belastungen zu akzeptieren, wenn man Gutversorgten ihre Sonderregeln lasse.
Um die oft als "Rente mit 63" bezeichnete Frührente war in den vergangenen Tagen eine Diskussion entstanden. Unter anderem mehrere Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sprachen sich dafür aus, diese beizubehalten. Der neue Unionsfraktionschef im Bundestag, Frei, betonte hingegen im Sender "Welt TV", hier gebe es keinen Spielraum.
Ob die Reform der Zustimmung der Länder im Bundesrat überhaupt bedarf, ist noch nicht klar. Das zuständige Arbeits- und Sozialministerium erklärte auf Anfrage des Deutschlandfunks, zu Details der gesetzlichen Umsetzung könne man noch keine Auskunft geben. Ziel sei jedenfalls eine Verabschiedung bis Ende 2026 im Deutschen Bundestag.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
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Nach UnwetterSperrung für Teile der Sächsischen Schweiz für Besucher bis Ende August verlängert
Nach dem Unwetter in der Sächsischen Schweiz haben die Behörden das Betretungsverbot für Teile des Nationalparks bis Ende August verlängert.Es bestehe akute Lebensgefahr, teilte das Landratsamt mit. Bäume könnten wegen der Sturmschäden unvermittelt umstürzen und Äste herabfallen. Betroffen sind den Angaben zufolge Waldgebiete um Rathen, den Amselgrund und im Polenztal. Die Sächsische Schweiz sei aber weiterhin für Touristen erreichbar. Bei dem Unwetter am vergangenen Freitag war ein Mann ums Leben gekommen, als ein Baum umstürzte. Dreizehn Menschen wurden verletzt.
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SlowakeiVerfahren gegen Attentäter von Ministerpräsident Fico abgeschlossen - kein Zusammenhang mit Opposition festgestellt
Der Oberste Gerichtshof der Slowakei hat das Verfahren gegen den Attentäter von Ministerpräsident Fico abgeschlossen.In seinem Urteil bestätigte es die gegen den Schützen verhängte Freiheitsstrafe von 21 Jahren. Man habe aber keinen Zusammenhang zwischen dem Täter und der politischen Opposition feststellen können, erklärte ein Sprecher. Im Mai 2024 wurde Fico nach einer Regierungssitzung in der zentralslowakischen Stadt Handlová fünfmal angeschossen. Der Ministerpräsident hatte wiederholt behauptet, der Verurteilte stehe in Verbindung mit seinen politischen Gegnern.
Fico hat den Anschlag wiederholt als Beweis für eine hasserfüllte und radikalisierte Opposition dargestellt. Das diente ihm zur Rechtfertigung von Maßnahmen, die bei EU-Institutionen und zivilgesellschaftlichen Gruppen Besorgnis auslösten. Dazu gehört ein sogenanntes "Auslandsagenten-Gesetz", das sich gegen Nichtregierungsorganisationen richtete, eine Umstrukturierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RTVS sowie zunehmender Druck auf unabhängige Medien.
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MonsunMindestens 135 Tote bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Indien
Bei Überschwemmungen und Erdrutschen in Indien sind seit Mitte Juli mehr als 135 Menschen ums Leben gekommen.Dutzende Menschen werden noch vermisst, wie die Behörden mitteilten. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Assam. Dort trat der Fluss Brahmaputra nach starken Regenfällen über die Ufer und riss zahlreiche Häuser mit sich. Auch wichtige Verbindungsstraßen wurden zerstört, weshalb Helfer einige Überschwemmungsgebiete bisher nicht erreichen konnten. Etwa 41.000 Menschen sind derzeit in Notunterkünften untergebracht.
Die Monsunsaison dauert in Südasien meist von Juni bis September.
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USA25 der 50 US-Bundesstaaten verklagen Regierung wegen Zöllen
Die Hälfte der US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen die jüngsten Zölle vor, die von Präsident Trump angeordnet worden waren.25 von Demokraten geführte Staaten reichten Klage beim US-Gericht für internationalen Handel in New York ein, wie der Generalstaatsanwalt von Oregon, Rayfield, mitteilte. Er sagte, trotz ständiger Niederlagen versuche Trump erneut, mehr Chaos für arbeitende Familien und heimische Unternehmen zu stiften.
Trump hatte Ende Juli Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent gegen Länder und Bündnisse wie die Europäische Union verhängt. Zur Begründung erklärte er, die USA würden damit gegen mit Zwangsarbeit hergestellte Waren vorgehen. Mehrere von Trump verhängte Zölle wurden bereits gerichtlich untersagt. In der Folge mussten Unternehmen mehrere Milliarden US-Dollar erstattet werden.
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VermittlerstaatenKatar, Ägypten und die Türkei verurteilen Israels jüngste Angriffe im Gazastreifen
Katar, Ägypten und die Türkei haben die jüngsten israelischen Angriffe im Gazastreifen verurteilt.In einer gemeinsamen Erklärung heißt es unter anderem, Israel müsse die Bedingungen des Waffenruheabkommens einhalten, um dessen Umsetzung nicht zu untergraben. Katar, Ägypten und die Türkei warfen Israel gezielte Angriffe auf Infrastruktur und Gesundheitseinrichtungen vor. Es komme zu Opfern unter der Zivilbevölkerung. Die drei Staaten hatten zusammen mit den USA eine zentrale Rolle als Vermittler der Waffenruhe im Gaza-Krieg gespielt.
Gestern und am Wochenende hatte Israel erneut Angriffe im Gazastreifen ausgeführt. Dabei wurden mehrere Palästinenser getötet. Die israelische Armee bestätigte Angriffe, bei denen Kommandeure der Hamas getötet worden seien. Palästinensischen Berichten zufolge wurden auch Kinder getötet.
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OpenAI, Anthropic & CoUS-Regierung will mit Tech-Konzernen über KI-Sicherheitsvorfälle sprechen
Die US-Regierung hat Berichten zufolge die KI-Unternehmen Anthropic und OpenAI, die Facebook-Mutter Meta und Google für heute zu einem Treffen ins Weiße Haus eingeladen.Wie unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, sollen freiwillige Sicherheitstests für die fortschrittlichsten US-Modelle für Künstliche Intelligenz besprochen werden.
Hintergrund sind die jüngsten Vorfälle bei Anthropic und OpenAI. Deren KI-Modelle waren in IT-Systeme anderer Firmen eingedrungen. Dies löste bei US-Gesetzgebern die Sorge aus, dass immer leistungsfähigere Künstliche Intelligenz verstärkt für Cyberangriffe genutzt werden könnte.
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SüdamerikaErdbeben in Venezuela: Zahl der Todesopfer steigt auf mehr als 6.000
Nach den Erdbeben vor mehr als einem Monat in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer erneut gestiegen.Wie der Präsident der Nationalversammlung, Rodríguez, mitteilte, wurden inzwischen 6.125 Tote gemeldet. Nach wie vor werden viele Menschen vermisst. Die offizielle Zahl der Todesopfer dürfte daher noch weiter steigen.
Bislang sind nach offiziellen Angaben knapp 350.000 Tonnen Trümmer weggeräumt worden. Wie die Nachrichten-Agentur dpa berichtet, entspricht dies etwa einem Sechstel der von der UNO geschätzten Gesamtmenge, die durch die Erdbeben entstanden ist.
In Venezuela war es am 24. Juni zu den Erdbeben der Stärken 7,2 und 7,5 gekommen. Besonders betroffen waren der Bundesstaat La Guaira und der Hauptstadtdistrikt Caracas.
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DublinZahlreiche Prominente und viele Fans bei Trauerfeier für Glen Hansard
Zahlreiche Fans und Prominente haben in der irischen Hauptstadt Dublin Abschied von Musiker und Oscar-Preisträger Glen Hansard genommen. Hunderte Fans versammelten sich rund um die St. Patrick's Kathedrale. An der Tauerfeier selbst nahmen auch Prominente wie der Musiker Hozier, der Schauspieler Chris O'Dowd und Rockstar Bono teil.
Der Glen Hansard war vor wenigen Tagen mit 56 Jahren bei einem Motorradunfall in Irland ums Leben gekommen. Der Musiker und Gitarrist war 2008 gemeinsam mit Markéta Irglová für "Falling Slowly" im Film "Once" mit dem Oscar für den besten Song ausgezeichnet worden. In dem Film spielte der Ire selbst die Hauptrolle als Straßenmusiker - so hatte er einst seine Karriere begonnen.Die Trauerfeier wurde von viel Musik begleitet. Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder sang gemeinsam mit Irglová das Lied "The Song of Good Hope". U2-Frontmann Bono würdigte Hansard mit den Worten, jeder, der ihm begegnet sei, habe sich an diesen Tag erinnert. Zudem spielte er eine Grußbotschaft der Musikerin Patti Smith ab und zitierte aus dem U2-Song "Beautiful Day". Als der Sarg schließlich aus der Kathedrale transportiert wurde, erklang den Angaben nach Bob Dylans "Forever Young".
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AlkoholkonsumZahl der Brauereien sinkt weiter
Die Zahl der Bierbrauereien in Deutschland nimmt weiter ab.Laut Statistischem Bundesamt sank sie im vergangenen Jahr um 53 auf 1.415 bundesweit. Gründe dafür seien steigende Kosten und die stetig sinkende Nachfrage. Besonders das veränderte Konsumverhalten junger Erwachsener drücke die Verkaufszahlen. 2025 lag der Bierabsatz bei insgesamt 7,8 Milliarden Liter. Das sind 1,8 Millarden weniger als noch vor zehn Jahren.
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Wegen TrockenheitInsektenforscher: Deutlich weniger Stechmücken in diesem Jahr
Der unbeliebte Mückenstich bleibt in diesem Jahr bei vielen Menschen aus. Anders als noch zum Sommeranfang prognostiziert, gibt es bisher weniger Stechmücken als sonst.Nach Einschätzung von Forschern liegt das daran, dass es in diesem Jahr aufgrund der anhaltenden Trockenheit in vielen Regionen weniger Mücken gibt. Pfützen, die als ideale Brutstätten für Mücken gelten, fehlten, sagte der Biologe Helge Kampen vom Greifswalder Friedrich-Loeffler-Institut der Katholischen Nachrichten-Agentur. Auch große Seen wie etwa der Bodensee hätten zur Zeit historische Tiefstände.
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Schwimm-EMFlorian Wellbrock holt Gold über 10 Kilometer im Freiwasser - Oliver Klemet gewinnt Bronze
Bei den Schwimm-Europameisterschaften in Paris hat der Deutsche Florian Wellbrock Gold über 10 Kilometer im Freiwasser gewonnen.Silber ging an David Betlehem aus Ungarn, Bronze gewann Oliver Klemet ebenfalls aus Deutschland. Das Rennen fand in einem Seitenarm der Seine in der Nähe des Eiffelturms statt.
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FußballTorwart ter Stegen wird an Ajax Amsterdam ausgeliehen
Der deutsche Fußball-Torwart Marc-André ter Stegen wechselt zum niederländischen Klub Ajax Amsterdam. Der 34-Jährige wird für eine Saison vom FC Barcelona ausgeliehen.ter Stegen hatte in den vergangenen Spielzeiten verletzungsbedingt nur wenige Einsätze für den spanischen Meister absolviert. In der vergangenen Rückrunde war er an den spanischen Verein FC Girona ausgeliehen, aufgrund einer Oberschenkelverletzung konnte ter Stegen aber nur zwei Pflichtspiele absolvieren und verpasste auch die Weltmeisterschaft.
Das letzte Länderspiel für Deutschland absolvierte ter Stegen im Juni vergangenen Jahres. Eigentlich war er als Stammtorhüter und Nachfolger von Manuel Neuer eingeplant gewesen, verlor diese Position aufgrund der fehlenden Spielpraxis aber wieder.
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WetterAm Mittwoch wechselnd bewölkt, vor allem im Osten kräftige Schauer oder Gewitter
Das Wetter: In der Nacht vor allem in der Südhälfte später vom Westen in den Norden ausgreifend teils kräftige Schauer und Gewitter lokal mit Unwetterpotenzial, im Verlauf nachlassend. Tiefstwerte 23 bis 16 Grad. Am Tag wechselnd bewölkt, vor allem im Osten und Südosten teils kräftige Schauer und Gewitter mit Unwettergefahr. Temperaturen 25 bis 37 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Donnerstag wechselnd bewölkt mit längeren sonnigen Abschnitten. Im Südosten Schauer und Gewitter. 24 bis 32 Grad.
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Montag, 3.08.2026
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RentenreformDebatte um abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren: Unionsfraktionschef Frei sieht keinen Verhandlungsspielraum
Der neue Unionsfraktionschef Frei hat Forderungen nach Nachbesserungen bei der Rentenreform zurückgewiesen. Bei der geplanten Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren gebe es keinen Verhandlungsspielraum, sagte er dem Sender "Welt TV".Ansonsten könne das gesamte Reformpaket der Alterssicherungskommission scheitern, mahnte Frei. Er sehe nicht, warum Bundestagsabgeordnete oder Ministerpräsidenten jetzt zu klügeren Entscheidungen kommen sollten als die Fachleute in der Rentenkommission.
Mit der Forderung zu einer Beibehaltung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte waren die ostdeutschen CDU-Ministerpräsidenten Kretschmer, Schulze und Voigt vorangegangen. Sie verweisen zur Begründung auf ostdeutsche Erwerbsbiografien. Betriebsrenten seien in Ostdeutschland selten, und viele Ostdeutsche hätten in den vergangenen Jahrzehnten nicht ausreichend private Vorsorge betreiben können. Daher sei die gesetzliche Rente oft die einzige Säule der Alterssicherung.
Auch die SPD-Regierungschefinnen des Saarlands und Mecklenburg-Vorpommerns, Rehlinger und Schwesig, forderten die Beibehaltung der Regelung, ebenso wie Bremens Bürgermeister Bovenschulte (ebenfalls SPD). Damit wenden sich nun bereits sieben von 16 Länderregierungschefs gegen das Vorhaben. Für die Umsetzung braucht die Bundesregierung die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat.
Reddig (CDU) für die Abschaffung
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Reddig erläuterte, warum die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren aus seiner Sicht notwendig ist. Reddig war stellvertretender Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission, die im Juni Vorschläge zur Reformierung des Systems vorgelegt hatte. Heute früh sagte er im Deutschlandfunk , das Versorgungsniveau in Ost- und Westdeutschland werde durch einen Systemwechsel perspektivisch besser werden. Die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren schaffe Spielraum etwa für die Kapitalrente. Dadurch werde künftig das Rentenniveau auch für Menschen in Ostdeutschland wieder steigen können. Der CDU-Politiker warnte vor Rosinenpickerei. Alle Vorschläge der Rentenkommission hingen zusammen.
Die abschlagsfreie "Rente mit 63" wurde 2014 von der großen Koalition eingeführt. Federführend war damals Bundesarbeitsministerin Nahles (SPD).
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Diskussion um Rente – innerhalb der CDU und zwischen Ost und West
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NiedrigwasserNeuer Bundesverkehrsminister Bilger lädt zu Fachkonferenz
Angesichts der niedrigen Pegelstände an wichtigen Flüssen wie dem Rhein hat Bundesverkehrsminister Bilger eine Fachkonferenz angekündigt. Das Treffen sei für Donnerstag in Bonn angesetzt, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. Es sollten mögliche Maßnahmen zur Bewältigung der Situation besprochen werden.Wer an der Konferenz teilnehmen wird, war zunächst noch unklar. Das Ministerium verwies zudem auf bereits eingeleitete Maßnahmen wie den Aktionsplan für Niedrigwasser.
Der Rhein ist eine der wichtigsten Wasserstraßen Europas. Laut Prognosen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes könnte der Pegel an der wichtigen Engstelle Kaub in den kommenden Tagen auf ein neues Rekordtief von 18 Zentimetern fallen. Der Gütertransport per Schiff ist erheblich eingeschränkt. Auch auf anderen Flüssen ist die Schifffahrt wegen des Niedrigwassers beeinträchtigt.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm:
Niedrigwasser deutscher Flüsse – NRW-Verkehrsminister fordert Bundesmittel
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Ceuta-KriseVon der Leyen fordert besseren Schutz der EU-Außengrenzen
EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat dem spanischen Ministerpräsidenten Sanchez für den Umgang mit der Ankunft zehntausender Migranten in der Exklave Ceuta in Marokko gedankt. In dem Brief, von dem die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, heißt es, Spanien und Marokko sei es gelungen, die Weiterreise von Migranten auf das spanische Festland und nach Europa zu verhindern.Die EU-Grenzschutzagentur Frontex stehe bereit, ihre Präsenz in Ceuta zu verstärken, erklärte von der Leyen demnach. Zudem könnte die technische und finanzielle Unterstützung für Marokko verbessert werden. Es müsse mehr getan werden, um die Grenzen an kritischen Punkten zu stärken.
Morgen wollen sich die EU-Innenminister in einer Dringlichkeitssitzung mit den Ereignissen befassen. Die Krise hatte zu diplomatischen Spannungen zwischen Spanien und anderen EU-Ländern geführt. Bereits heute kamen in Brüssel die EU-Botschafter zusammen .
Sippel kritisiert Reaktion mehrerer EU-Staaten
Die SPD-Europaabgeordnete Sippel kritisierte die Reaktion vieler EU-Staats- und Regierungschefs auf die Situation in Ceuta. In einem Offenen Brief hatten sie die Politik der Regierung in Madrid für die Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave verantwortlich gemacht. Sippel nannte es im Deutschlandfunk ”bedauerlich”, dass auch Bundeskanzler Merz den Brief unterzeichnet ha be.
Der Offene Brief der 22 Mitgliedstaaten sei fatal gewesen. Sie hätten damit das Geschäft verschiedener Autokraten betrieben, die Europa spalten wollten. Bundeskanzler Merz habe sich in dem Brief an die Seite von Italiens Ministerpräsidentin Meloni gestellt, die sogar den Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum gefordert habe, kritisierte Sippel.
Marokko sieht Falschinformationen als Ursache für Migration nach Ceuta
Erstmals äußerte sich auch Marokko zu den Geschehnissen in der spanischen Exklave . Das Innenministerium machte in Sozialen Medien gestreute Falschinformationen für den Ansturm zehntausender Menschen auf Ceuta verantwortlich. Er sei nicht organisiert gewesen, sondern spontan zustande gekommen, sagte ein Sprecher. Zudem sei das Urteil eines spanischen Gerichts, das die sofortige Rückführung von auf See abgefangenen Migranten verbiete, falsch interpretiert worden.
Unterschiedliche Angaben zur Zahl der Migranten und Opfer
Die marokkanischen Behörden bezifferten die Zahl der Beteiligten auf 40.000. Spanien hatte von mehr als 50.000 gesprochen. Die Zahl der Menschen, die ums Leben kamen, gibt Marokko mit elf an. Laut spanischen Angaben waren es mindestens 72.
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USA25 der 50 US-Bundesstaaten verklagen Regierung wegen Zöllen
Die Hälfte der US-Bundesstaaten geht rechtlich gegen die jüngsten Zölle vor, die von Präsident Trump angeordnet worden waren.25 von Demokraten geführte Staaten reichten Klage beim US-Gericht für internationalen Handel in New York ein, wie der Generalstaatsanwalt von Oregon, Rayfield, mitteilte. Er sagte, trotz ständiger Niederlagen versuche Trump erneut, mehr Chaos für arbeitende Familien und heimische Unternehmen zu stiften.
Trump hatte Ende Juli Zölle in Höhe von 10 bis 12,5 Prozent gegen Länder und Bündnisse wie die Europäische Union verhängt. Zur Begründung erklärte er, die USA würden damit gegen mit Zwangsarbeit hergestellte Waren vorgehen. Mehrere von Trump verhängte Zölle wurden bereits gerichtlich untersagt. In der Folge mussten Unternehmen mehrere Milliarden US-Dollar erstattet werden.
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Endgültige EntscheidungEinen "Opferfonds" für Trump-Anhänger wird es nicht geben
Einen Entschädigungsfonds für verurteilte Trump-Anhänger nach dem Sturm auf das US-Kapitol wird es endgültig nicht geben.Das hat der amtierende US-Justizminister Blanche entschieden. Der Fonds sei aufgehoben und habe somit weder Rechtskraft noch Wirkung, schrieb Blanche auf X. Ursprünglich sollten rund 1,8 Milliarden Dollar in den Fonds fließen, um angebliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung zu entschädigen. Präsident Trump hatte nach seinem Amtsantritt 2025 viele seiner Anhänger begnadigt, die nach dem Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 verurteilt worden waren. Angesichts der Kritik – auch aus den eigenen Reihen – hatte die Trump-Regierung bereits Anfang Juni angekündigt, auf den Fonds zu verzichten.
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WaldbrändeTausend Häuser in der US-Stadt Spokane zerstört - Feuer westlich von Athen weiter außer Kontrolle
Im US-Bundesstaat Washington haben Waldbrände zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen und rund tausend Häuser zerstört.Rund um die Stadt Spokane lodern drei große Brände, von denen noch einer außer Kontrolle ist. 65.000 Einwohner mussten sich in Sicherheit bringen. Die Behörden warnen auch vor der schlechten Luftqualität durch den über der Stadt hängenden Rauch. Gouverneur Ferguson rief den Ausnahmezustand aus.
In Griechenland haben die Feuer mehr als 12.000 Hektar Vegetation zerstört.Trotz nachlassender Winde und des Einsatzes von Löschflugzeugen flammen die Brände an verschiedenen Stellen wieder auf. An einer der Hauptfronten westlich von Athen nähern sie sich der Kleinstadt Megara und ihrem Industriegebiet. Der Bürgermeister der Stadt sprach von einer "sehr gefährlichen" Situation.
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Cyclosporiasis-InfektionenErstmals Todesfälle durch grassierende Durchfallerkrankung in den USA
Durch eine seit Monaten in den USA grassierende Durchfallerkrankung sind erstmals Menschen gestorben.Die Gesundheitsbehörde des Bundestaates Michigan teilte mit, zwei Personen seien infolge von Vorerkrankungen und des durch Parasiten ausgelösten Durchfalls ausgetrocknet.
Die US-Bundesbehörde für Gesundheit vermutet, dass Salat aus Mexiko die Ursache für den Krankheitsausbruch ist. Allerdings bestehen Zweifel am Ergebnis der eingesetzten Parasitentests im Labor. Mehr als 4.000 Fälle einer Infektion wurden bislang bestätigt. Es gibt knapp doppelt so viele Verdachtsfälle in den USA.
Im Zusammenhang mit der Verbreitung des Parasiten steht die US-Regierung in der Kritik. Vor einem Jahr waren aus Kostengründen viele Lebensmittel-Überwachungsprogramme eingeschränkt worden. Dazu zählten auch Tests auf den jetzt grassierenden Parasiten.
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PräsidialerlassSelenskyj entlässt seine Botschafterin in den USA
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat seine Botschafterin in den USA von ihrem Amt entbunden.Die entlassene Spitzendiplomatin Stefanischyna erklärte auf Facebook, sie habe selbst um diesen Schritt gebeten. Über eine Nachfolgeregelung ist derzeit nichts bekannt.
Die Botschaft in den USA ist für die Ukraine von besonderer Bedeutung. Stefanischyna wurde ein guter Draht zur US-Regierung unter Präsident Trump nachgesagt. Zuletzt hatte Trump der Ukraine eine Lizenz zum Bau von Patriot-Flugabwehrraketen versprochen, seine Zusage kurz darauf aber wieder infrage gestellt.
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ImpfstoffherstellerBiontech hat einen neuen Chef gefunden
Der Pharmamanager Guido Oelkers soll ab dem kommenden Jahr den Impfstoffhersteller Biontech leiten.Oelkers werde spätestens zum 1. Februar die Nachfolge von Biontech-Mitgründer Sahin antreten, heißt es in einer Mitteilung des Biotech-Unternehmens. Oelkers habe mehr als 30 Jahre Erfahrung in der Biotechnologie- und Pharmabranche. Der Manager wechselt von einem schwedischen Biopharmaunternehmen nach Mainz.
Das Gründerehepaar Sahin und Türeci hatte im März angekündigt, Biontech zu verlassen, um sich wieder stärker der Grundlagenforschung zu widmen. Ihr angekündigter Rückzug hatte an der Börse Unruhe ausgelöst.
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FlugsicherheitBoeing 737 MAX 7 wird dreieinhalb Jahre später als gedacht zugelassen
Flugzeuge des neuen Typs Boeing 737 MAX 7 dürfen nach langer Verzögerung nun eingesetzt werden.Die US-Luftfahrtbehörde FAA erteilte der Baureihe die Zulassung. Die Zertifizierung erfolgte mehrere Jahre später als erwartet. Der Hersteller Boeing hatte ursprünglich mit einer Zulassung vor dreieinhalb Jahren gerechnet. Die zuständige Behörde erklärte, auch der größere Typ MAX 10 könne bald zugelassen werden.
In den vergangenen Jahren waren immer wieder Sicherheitsmängel bei Boeing-Maschinen bekannt geworden. Im Oktober 2018 stürzte über Indonesien ein Flugzeug ab, eine weitere Maschine verunglückte im März 2019 über Äthiopien. Insgesamt 346 Menschen kamen ums Leben. Im Januar 2024 brach bei einer Boeing-Maschine im Flug ein Kabinenteil heraus.
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Künstliche IntelligenzNach Sicherheitsvorfällen: Kritiker warnen vor Gefahren durch KI
Nach Sicherheitsvorfällen bei KI-Unternehmen haben Kritiker ihre Warnungen vor künstlicher Intelligenz bekräftigt. Der Informatiker Benjamin Schmidt von der Initiative "Pause AI" sagte im Deutschlandfunk, bei den Vorfällen hätten sich KI-Systeme nicht an Anweisungen gehalten. Es bestehe die Gefahr, dass KI in der Zukunft die Kontrolle über komplette Server übernehme.Schmidt warnte, die KI-Systeme könnten etwa Biowaffen bauen. Auch könnten Modelle noch leistungsstärkere Künstliche Intelligenzen entwickeln. "Wenn es eine andere Spezies oder einfach nur Technologie gibt, die schlauer und mächtiger ist als alle Menschen, dann sieht es für die Menschheit schlecht aus", mahnt der Informatiker.
Forderung nach Pause der KI-Trainings
Schmidt schlägt vor, in Deutschland Einfluss auf den Bau von KI-Chips zu nehmen. Als Bauteile würden spezielle Spiegel der deutschen Firma Carl Zeiss benötigt. Deutschland habe einen Hebel gegenüber den USA, um die Entwicklung von KI-Systemen zu verzögern.
Schmidt leitet den deutschen Ableger der internationalen Bewegung "Pause AI". Sie setzt sich dafür ein, dass das Training von leistungsstarken KI-Systemen pausiert wird, bis bewiesen ist, dass sich solche Systeme unter demokratischer Kontrolle einsetzen lassen. "Pause AI" will dies über internationale Abkommen erreichen.
Vorfälle bei Anthropic und OpenAI
Auch andere Wissenschaftler und Initiativen rufen immer wieder dazu auf, die Entwicklung leistungsstarker KI zu verlangsamen oder zu stoppen. Sie warnen unter anderem davor, dass Menschen nicht nachvollziehen könnten, was KI-Systeme tun.
Der US-amerikanische KI-Hersteller Anthropic hatte vor wenigen Tagen eingeräumt, dass seine KI-Modelle unbefugt auf Systeme von fremden Organisationen zugegriffen hätten. Zuvor hatte der Konkurrent OpenAI erklärt, dass ein KI-System selbstständig einen Hackerangriff auf eine Programmierplattform vorgenommen habe.
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Cybersicherheit: KI verschaffte sich eigenständig Zugang zu Unternehmen
KI-Sicherheitsallianz: KI-Sicherheitsexperte hält Selbstkontrolle für unzureichend
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WM-InvestorenpläneErste Verbände entziehen FIFA-Chef Infantino Unterstützung für Wiederwahl
Im Streit um einen geplanten Teilverkauf der WM-Rechte haben erste nationale Fußballverbände dem Präsidenten des Weltverbands FIFA, Infantino, die Unterstützung für seine Wiederwahl entzogen. Entsprechende Erklärungen gaben die Verbände von Wales, Serbien und Schweden ab.Ein solcher Schritt wird laut britischen Medienberichten zudem vom englischen Verband vorbereitet. Die Verbände warfen Infantino Führungsversagen vor.
Der europäische Fußball-Verband UEFA drohte der FIFA und Infantino mit rechtlichen Schritten. Britische Medien zitierten aus einem Schreiben der UEFA. Darin wird die FIFA aufgefordert, die Unterlagen zu dem Vorhaben nicht zu vernichten.
Infantino wollte die kommerziellen Rechte an den WM-Turnieren teilweise an private Investoren verkaufen. Die Nationalverbände wurden ohne eine wesentliche Unterrichtung über die Details gedrängt, rasch zuzustimmen. Die Pläne stießen bei der UEFA, aber auch bei den Kontinentalverbänden Asiens sowie Mittel- und Nordamerikas auf Ablehnung und wurden schließlich von der FIFA gestoppt.
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Offener BriefMehr als 1.000 Juristen fordern AfD-Verbotsverfahren
Mehr als eintausend Juristinnen und Juristen in Deutschland unterstützen die Einleitung eines AfD-Verbotsverfahrens beim Bundesverfassungsgericht. Sie haben einen offenen Brief an die Bundesregierung und die Abgeordneten des Bundestags unterzeichnet, der Mitte Juli veröffentlicht wurde. Das teilte der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein in Berlin mit.Die Zahl der Unterschreibenden habe sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt, heißt es in einer Mitteilung. Unter ihnen seien Anwälte, Richter, Staatsanwälte, Juristen aus Verwaltung und Wirtschaft sowie Rechtsreferendare. Gestartet war der Brief den Angaben zufolge mit gut 500 Unterschriften. Inzwischen seien 1.051 zusammengekommen.
Der Republikanische Anwältinnen- und Anwälteverein versteht sich als eine politische Organisation und als Teil der Bürgerrechtsbewegung.
Gesellschaft für Freiheitsrechte sieht gute Chancen für AfD-Verbot
In dem Brief wird Bezug genommen auf ein rechtswissenschaftliches Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die Untersuchung kam im Juni zu dem Ergebnis, dass die Politik der AfD gegen das Menschenwürdeprinzip des Grundgesetzes und das Demokratieprinzip verstoße und damit verfassungswidrig sei. Nach Einschätzung der Gesellschaft hätte ein Verbotsantrag vor dem Bundesverfassungsgericht wahrscheinlich Erfolg . Die Partei wird in fünf Bundesländern als gesichert rechtsextremistisch eingestuft: in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen.
Drei Verfassungsorgane können Verbotsverfahren beantragen
Ein Parteiverbotsverfahren kann vom Bundestag, vom Bundesrat oder der Bundesregierung beantragt werden. Ob dem Antrag stattgegeben wird, entscheidet das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Im Zweiten Senat ist dafür eine Mehrheit von zwei Dritteln der Richterinnen und Richter erforderlich.
Die Hürden für ein Parteienverbot sind jedoch hoch: Es muss nicht nur erwiesen sein, dass die betreffende Partei eine verfassungsfeindliche Haltung vertritt. Sie muss diese Haltung auch in aktiv-kämpferischer, aggressiver Weise umsetzen. So ist es im Grundgesetz und im Parteiengesetz festgelegt.
Führende Unionspolitiker skeptisch
In Politik und Gesellschaft gibt es jedoch auch zahlreiche Stimmen, die vor einem Verbotsverfahren warnen - unter anderem in der Union. Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) sagte im Mai, man solle die AfD nicht verbieten, sondern "wegregieren" - und zwar indem man über Themen rede, die die Partei groß gemacht hätten. Auch der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, Krings, forderte vor einigen Wochen, die AfD lieber "politisch zu stellen". Hintergrund ist die Befürchtung, ein Verbotsverfahren könnte der AfD einen "Märtyrerstatus" bescheren, der ihr politisch eher nutzen als schaden würde.
Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Papier, rät von einem AfD-Verbotsverfahren ab. Die für ein Verbot erforderlichen rechtlichen Voraussetzungen seien schwer nachweisbar, sagte er vor einigen Tagen dem"Tagesspiegel". Auch der frühere Verfassungsrichter Di Fabio erklärte im Dezember, er halte ein Verbotsverfahren für wenig aussichtsreich.
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VerbraucherzentraleBahn-Sprecher weist Kritik an Preisgestaltung zurück
Die Deutsche Bahn hat Kritik von Verbraucherschützern an ihrer Preisgestaltung für Zugtickets zurückgewiesen.Einer Erhebung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zufolge haben Fahrgäste tagsüber nur geringe Chancen auf ein Ticket zum vergünstigten Super-Sparpreis. Bahn-Sprecher Stauss sagte im Deutschlandfunk, die Untersuchung habe erhebliche methodische Mängel. So seien nur Zugverbindungen zwischen 7 und 19 Uhr berücksichtigt worden, die 12 Wochen vor dem Reisetermin gebucht worden seien. Dieser Fokus gehe an der Wirklichkeit vieler Reisender vorbei.
Dass nicht für jede Reisezeit besonders günstige Tickets angeboten würden, sei legitim und habe den Vorteil, dass Züge besser ausgelastet würden, betonte Stauss. Nachfrage und Marktforschung zeigten, dass die vorhandenen Angebote der Bahn ankämen.
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Deutsche Bahn: Verbraucherschützer kritisieren mangelnde Super-Sparpreise
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Nach Anschlag auf CSDGefährder in Berlin werden strenger überwacht - teilweise mit Fußfesseln
Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Day in Berlin werden dort islamistische Gefährder strenger überwacht.Innensenatorin Spranger sagte, inzwischen trügen vier Gefährder elektronische Fußfesseln. Man begrüße, dass das zuständige Gericht einem entsprechenden Antrag der Polizei stattgegeben habe. Die SPD-Politikerin betonte, es sei richtig und notwendig, dass die vorhandenen rechtlichen Möglichkeiten gegen Islamisten konsequent angewendet würden.
Nach dem Anschlag eines Islamisten mit einer Toten und 31 Verletzten war bekannt geworden, dass der Täter als sogenannte "Hochrisiko-Person" eingestuft war und von der Polizei beobachtet wurde, allerdings nicht durchgehend.
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München34-Jähriger stirbt nach Festnahme - LKA ermittelt
Nach dem Tod eines Mannes nach dessen Festnahme hat das Bayerische Landeskriminalamt Ermittlungen aufgenommen.Das LKA prüft, ob die Polizeibeamten bei dem Einsatz in München rechtmäßig unmittelbaren Zwang angewendet hatten. Auch die genaue Todesursache des Mannes werde noch ermittelt, heißt es.
Nach Angaben der Polizei war der 34-Jährige am vergangenen Sonntag laut schreiend eine Straße entlanggelaufen und hatte ein Auto beschädigt. Bei seiner Festnahme habe der Mann erheblichen Widerstand geleistet, wobei zwei Beamte verletzt worden seien. Während des Einsatzes verlor der 34-Jährige das Bewusstsein. Rettungskräfte versuchten, ihn zu reanimieren. Der Mann starb jedoch später in einem Krankenhaus.
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Industriepark Schwarze PumpeAltech wird geplantes Batteriewerk in der Lausitz nicht bauen
Der Technologiehersteller Altech hat die Planungen für ein Batteriewerk in der Lausitz eingestellt.Weil die Suche nach einem strategischen Partner ergebnislos blieb, müsse das Projekt im Industriepark Schwarze Pumpe gestoppt werden, teilte das Unternehmen aus Heidelberg mit. Altech wollte ein Werk für hochmoderne keramische Festkörperbatterien bauen, die ohne Materialien wie Lithium oder Kobalt auskommen. Das Fraunhofer-Institut hatte sich mit 25 Prozent an einem Joint Venture beteiligt. Die Planung für das Batteriewerk sollte ursprünglich 2023 abgeschlossen sein.
Vor zwei Jahren hatte der chinesische Batteriehersteller Svolt eine Ansiedlung in Lauchhammer in der Lausitz abgesagt. Im brandenburgischen Guben verzögert sich nach wie vor der Bau einer Lithium-Fabrik des deutsch-kanadischen Unternehmens Rock Tech.
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TiergesundheitUnbekanntes Virus bei Rindern in Südbaden nachgewiesen
Bei Rindern in Südbaden ist ein bisher unbekanntes Virus nachgewiesen worden.Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums von Baden-Württemberg sind rund 100 Betriebe mit Rinderhaltung von einem Orthobunya-Virus betroffen. Es löse Fieber und Durchfall aus, allerdings erholten sich die Tiere nach wenigen Tagen. Todesfälle seien nicht bekannt, hieß es.
Der Orthobunya-Virus gehört laut dem für Tiergesundheit zuständigen Friedrich-Löffler-Institut zur Simbu-Serogruppe. Diese Viren stammen aus Afrika, Asien und Australien und werden von kleinen Mücken übertragen. Das Institut erklärte, es bestehe nach bisherigem Kenntnisstand kein relevantes Infektionsrisiko für Menschen.
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Ukraine-KriegBehörden melden zahlreiche Tote bei gegenseitigen Angriffen
Bei ukrainischen Angriffen auf russisches Gebiet und die von Russland annektierte Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zehn Menschen getötet worden.Sechs Menschen wurden demnach im Urlaubsort Archipo-Osipowka am Schwarzen Meer von Trümmerteilen einer Drohne erschlagen. Auf der Krim wurden laut dem dortigen Verwaltungschef vier Menschen bei einem Angriff getötet.
Derweil griff die russische Armee erneut die ukrainische Großstadt Saporischschja an. Nach Angaben von Regionalgouverneur Fedorow schlugen acht Bomben in Wohngebieten ein. Eine Frau wurde getötet; es gab zahlreiche Verletzte. In der Region Dnipropetrowsk in der Südostukraine meldete der Gouverneur drei Tote bei einem russischen Angriff auf eine Tankstelle. Russland griff zudem Schiffe im Schwarzen Meer auf dem Weg in die Ukraine an.
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RusslandKreml-Kritiker Nadeschdin setzt sich ins Ausland ab
Der russische Oppositionspolitiker Boris Nadeschdin hat sich nach einer vorübergehenden Festnahme ins Ausland abgesetzt.Ein auf Telegram veröffentlichtes Video zeigt ihn vor dem Eiffelturm in Paris. Er sei nun in Freiheit, erklärte Nadeschdin. Über seine weiteren Pläne wolle er zu einem späteren Zeitpunkt informieren.
Der 63-Jährige wollte ursprünglich für die russischen Parlamentswahlen im September kandidieren. Das Justizministerium in Moskau stufte ihn aber als sogenannten ausländischen Agenten ein, was unter anderem den Ausschluss von Wahlen bedeutet.
Die russischen Behörden werfen dem Oppositionellen vor, ein Video mit dem Bild des verstorbenen Kreml-Kritikers Alexej Nawalny verbreitet zu haben. Nadeschdin weist die Vorwürfe zurück. Er hatte bei der Präsidentenwahl 2024 mit seiner Kritik am russischen Angriffskrieg für Aufsehen gesorgt, war aber schon damals von der Wahl ausgeschlossen worden.
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PotsdamFrüherer Regierungssprecher Heye mit 85 Jahren gestorben
Der frühere Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye ist im Alter von 85 Jahren gestorben.Dies gab der von ihm mitbegründete Verein "Gesicht zeigen!" bekannt. Heye wurde im Jahr 1998 der erste Sprecher der rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Schröder und übte das Amt vier Jahre lang aus.
Vor seiner Zeit in der Politik hatte er zunächst als Journalist unter anderem für die "Süddeutsche Zeitung" gearbeitet. In den 70er Jahren schrieb er Reden für den damaligen Bundeskanzler Brandt. Erfolg hatte Heye auch als Buchautor.
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WirtschaftJapan und USA stützen gemeinsam japanische Währung Yen
Japan und die USA haben gemeinsam Maßnahmen ergriffen, um die japanische Währung Yen zu stützen.Das Finanzministerium in Tokio erklärte, es habe ein koordiniertes Vorgehen gegeben. Einem Online-Fachportal zufolge verkaufte die Bank of Japan im Auftrag des Ministeriums einen Teil der Devisenreserven, vor allem US-Dollar. Im Gegenzug kaufte die Nationalbank Yen. Die US-Notenbank "Federal Reserve" erwarb ebenfalls Yen. Durch diese Maßnahmen stieg die Nachfrage nach der japanischen Landeswährung, was tendenziell ihren Wechselkurs erhöht.
Der Yen war zuletzt stark unter Druck geraten und gegenüber dem US-Dollar auf den schwächsten Stand seit rund 40 Jahren gefallen. Zwar verbilligt eine schwache Währung die Exporte einer Volkswirtschaft, wovon Japan in den letzten Jahren deutlich profitierte. Gleichzeitig wird jedoch der Warenimport teurer und die Kaufkraft der eigenen Bevölkerung vermindert.
Staatliche Währungsinterventionen kommen nur relativ selten vor. Zuletzt gab es eine solch bilateral abgestimmte Maßnahme zwischen Tokio und Washington Ende der 1990er Jahre.
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AugenzeugenBewaffnete entführen im Nordwesten Nigerias mehr als 50 Menschen
Im Nordwesten Nigerias haben bewaffnete Angreifer mehr als 50 Menschen entführt.Wie die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Augenzeugen berichtet, ereignete sich der Vorfall am Wochenende in einem Dorf im Bundesstaat Zamfara an der Grenze zum Niger. Männer seien auf Motorrädern in den Ort gekommen und hätten dutzende Menschen in ihre Gewalt gebracht - darunter zahlreiche Kinder.
In Nigeria kommt es immer wieder zu Massenentführungen. Dahinter stecken meist kriminelle Banden, die Lösegeld erpressen wollen. Behörden und Experten zufolge arbeiten sie vermehrt mit dschihadistischen Milizen zusammen.
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IsraelGericht stoppt Pläne für Krokodilgräben um Gefängnisse mit Palästinensern
In Israel hat ein Gericht die Pläne des rechtsextremen Sicherheits-Ministers Ben-Gvir gestoppt, Krokodilgräben um Gefängnisse mit palästinensischen Insassen zu ziehen.Das Bezirksgericht Jerusalem erließ eine einstweilige Verfügung gegen das Vorhaben. Begründet wurde die Entscheidung mit der Sorge um das Wohl der Krokodile. Das Gericht ordnete eine Untersuchung an. Geklagt hatte eine israelische Tierschutzorganisation.
Minister Ben-Gvir kritisierte die Entscheidung. Er warf dem Gericht vor, notwendige Abschreckungsmaßnahmen gegen Terroristen zu behindern.
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WaldbrändeUSA: Hunderte Häuser in der Stadt Spokane zerstört - Griechenland: Feuer westlich von Athen weiter außer Kontrolle
Im US-Bundesstaat Washington haben Waldbrände zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen und hunderte Häuser zerstört.Rund um die Stadt Spokane lodern drei große Brände, die nach Angaben der Feuerwehr bis gestern nicht unter Kontrolle waren. 60.000 Einwohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Gouverneur Ferguson rief den Ausnahmezustand aus. Er erklärte, es handele sich bereits um das vierte Dürre-Jahr in dem Bundesstaat infolge des Klimawandels.
In Griechenland ist eine Feuersbrunst westlich der Hauptstadt Athen weiter außer Kontrolle. Die Flammen näherten sich der Kleinstadt Megara bis auf wenige Kilometer. Allein in dieser Region wurde bereits eine Fläche in der Größe von Paris zerstört. Als mögliche Ursache des Brandes gelten durch schwingende Stromleitungen entstandene Funken. Gegen den Betreiber wurden Ermittlungen eingeleitet.
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KriminalitätAnklage im Zusammenhang mit großer Drogen-Plattform "Archetyp Market"
In Frankfurt am Main ist Anklage gegen den Gründer einer der weltweit größten Handelsplattformen für Drogen im Darknet erhoben worden.Der 31-Jährige habe bereits gestanden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Bundeskriminalamt in Wiesbaden gemeinsam mit. Der Mann war vor rund einem Jahr festgenommen worden. Auf seiner Plattform "Archetyp Market" wurden Drogen wie Kokain, Heroin, Crystal Meth, Fentanyl, Crack sowie Cannabisprodukte und Arzneimittel gehandelt. Allein von November 2022 bis zur Abschaltung im Juni 2025 wurden dort laut den Justizbehörden etwa 2,3 Millionen Bestellungen mit einem Umsatzvolumen von rund 330 Millionen Euro getätigt.
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GroßbritannienEx-Harrods-Boss Al-Fayed: Vier Frauen als Opfer von Menschenhandel anerkannt
Das britische Innenministerium hat vier Frauen als Opfer von Menschenhandel anerkannt, die mutmaßlich durch den verstorbenen früheren Besitzer des Londoner Kaufhauses Harrods, Al-Fayed, sexuell missbraucht worden sind.Das teilte die von den Frauen gegründete Organisation No One Above mit. Durch solche Entscheidungen wird laut Experten die Glaubwürdigkeit von Zeugen in Strafverfahren gestärkt.
Zahlreiche Frauen werfen Al-Fayed Vergewaltigung, sexuelle Gewalt und sexuelle Ausbeutung vor. Öffentlich geworden waren die Vorwürfe im September 2024 durch eine Dokumentation des Senders BBC.
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LandesbankBafin ordnet Maßnahmen zur Geldwäsche-Prävention bei der NordLB an
Die Norddeutsche Landesbank muss auf Anordnung der Finanzaufsicht Bafin Mängel bei der Vorbeugung gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung beseitigen. Wie die Bonner Behörde mitteilte, wurden unter anderem Verstöße im Bereich der Aktualisierung von Kundendaten festgestellt, wo es einen erheblichen Rückstand gebe. Das Institut habe damit gegen Vorgaben des Geldwäschegesetzes verstoßen. Die NordLB erklärte, man arbeite intensiv daran, die Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu erfüllen.
Das Geldwäschegesetz verpflichtet Institute unter anderem dazu, ihre Geschäftsbeziehungen stetig zu überwachen. Sie müssen sicherstellen, dass Dokumente und Daten im angemessenen zeitlichen Abstand aktualisiert werden. Damit soll verhindert werden, dass Finanzdienstleistungen dazu missbraucht werden, Gewinne aus Straftaten in den legalen Geldkreislauf einzuschleusen.
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NahostMindestens 17 Tote bei israelischen Angriffen im Gazastreifen
Bei den israelischen Luftangriffen im Gazastreifen am Wochenende sind nach palästinensischen Angaben mindestens 17 Menschen getötet worden.Israelische Kampfjets bombardierten Gaza-Stadt im Norden, Deir al-Balah im Zentrum sowie die südliche Region um Chan Junis. Unter den Toten sind mehrere Kinder, wie Mediziner mitteilten. Nach palästinensischen Angaben war es die höchste Opferzahl seit Wochen.
Das israelische Militär erklärte, die Angriffe hätten sich gegen Kämpfer der Hamas gerichtet.
Seit dem Abschluss eines Waffenstillstands im Oktober sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden im Gazastreifen mindestens 1.230 Palästinenser bei israelischen Angriffen getötet worden. Im selben Zeitraum starben israelischen Zählungen zufolge vier Soldaten.
Kürzlich hatte US-Präsident Trump erklärt, die Hamas habe ihrer Entwaffnung zugestimmt.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
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WirtschaftDax mit über 26.000 Punkten auf Rekordhoch
Der deutsche Leitindex Dax ist auf ein Rekordhoch gestiegen.Die Werte dürften mit den zuletzt positiven Entwicklungen im Iran-Krieg zusammenhängen. US-Präsident Trump hatte am Wochenende einen Großangriff auf den Iran abgesagt und für heute neue Gespräche angekündigt. Daraufhin gaben die Ölpreise zu Wochenbeginn nach.
Der Dax stieg zum Handelsauftakt auf 25.912 Punkte. Das ist ein Plus von 1,1 Prozent. Im Laufe des Tages stieg er dann sogar erstmals über die Marke von 26.000 Punkten.
Mitte Juli war der Aktien-Index zurückgefallen, nachdem die Vereinigten Staaten den Iran wieder verstärkt angegriffen hatten und der Ölpreis zeitweise wieder über die Marke von 100 Dollar gestiegen war.
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Kultusminister JungRechtsanspruch von Erstklässlern auf Ganztagsbetreuung wird in Baden-Württemberg "ganz überwiegend" erfüllt
Der Kultusminister von Baden-Württemberg, Jung, sieht eine gute Grundlage für den in Kraft getretenen Rechtsanspruch von Erstklässlern auf Ganztagsbetreuung.Der CDU-Politiker sagte im Deutschlandfunk , es sei zwar ein Kraftakt, aber ein wichtiger Fortschritt für Chancengleichheit und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Man müsse zum Schulstart nun Erfahrungen sammeln. In Baden-Württemberg werde der Anspruch ganz überwiegend erfüllt.
Seit diesem Monat haben Erstklässler bundesweit einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Er soll in den kommenden Jahren stufenweise auf alle Grundschulklassen ausgeweitet werden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund äußerte Zweifel an der Qualität der Betreuung. Zudem würden noch 166.000 zusätzliche Plätze benötigt, um den aktuellen Bedarf zu decken.
In der kommenden Woche beginnt in den ersten Bundesländern das neue Schuljahr.
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MineralölkonzerneShell verkauft europäisches Onshore-Geschäft mit erneuerbaren Energien an Total Energies
Der niederländisch-britische Shell-Konzern verkauft sein Geschäft mit erneuerbaren Energien an Land an den französischen Konkurrenten Total Energies.Wie Shell in London mitteilte, erwirbt Total Energies bis Ende des Jahres Solar- und Windkraftanlagen in Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien. Einen Kaufpreis nannte Shell nicht.
Das Geschäft spiegelt die unterschiedlichen Strategien der beiden Konzerne wider: Shell fährt seit geraumer Zeit seine Investitionen in erneuerbare Energien zurück, um sich stärker auf das klassische Fördergeschäft sowie den Handel zu konzentrieren. Total Energies setzt dagegen weiter auf Solar- und Windkraft.
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AsienRegierung von Südkorea ordnet wegen Temperaturen von 42 Grad Schutzmaßnahmen an
Auf der koreanischen Halbinsel sind während einer Hitzewelle neue Rekordtemperaturen gemessen worden.Die südkoreanische Meteorologie-Behörde teilte mit, in der südöstlichen Stadt Yangsan habe es gestern mit 42,5 Grad den höchsten Wert seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gegeben. Premierministerin Han ordnete Schutzmaßnahmen an. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Aktivitäten unter freiem Himmel einzuschränken. Außerdem wurde vor dem Aufenthalt in nicht klimatisierten Räumen gewarnt. Energiebehörden wurden aufgefordert, aufgrund des hohen Stromverbrauchs durch Klimaanlagen die Versorgung abzusichern.
Auch nordkoreanische Staatsmedien meldeten in mehreren Landesteilen über 40 Grad.
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BildungChefin des Oetinger-Verlages beklagt mangelnde Lesekompetenz von Kindern und fordert "Elternführerschein"
Die Chefin des Kinder- und Jugendbuchverlags Oetinger, Julia Bielenberg, beklagt im "Handelsblatt", dass die Lesekompetenz von Kindern seit Jahren abnimmt - unabhängig vom sozialen Milieu. Um dem entgegenzuwirken, fordert sie mehr Einsatz der Politik und einen "Elternführerschein".Es gebe Kinder, die bei der Einschulung selbst einfachste Aufgaben nicht lösen könnten, bemängelte die Verlagschefin. Da müsse eine Erwartungshaltung an die Eltern formuliert werden. Zudem forderte sie eine "sehr frühe" Sprachförderung, damit alle – ob mit Migrationshintergrund oder nicht – ein ähnliches Niveau haben, wenn sie in die erste Klasse kommen. Jedes vierte Kind, das die Grundschule verlasse, könne nicht mehr sinnentnehmend lesen, führte Bielenberg aus. Das sei eine dramatische Entwicklung. Die Unternehmerin warf der Politik vor, zu wenig zu unternehmen, um die Lesekompetenz und generell die Lernfähigkeiten der Kinder zu stärken.
Startchancen-Programm von Bund und Ländern
Im August 2024 startete das sogenannte Startchancen-Programm von Bund und Ländern. Es ist auf zehn Jahre angelegt und gilt als bisher größte gemeinsame Bildungsoffensive. Es legt den Fokus auf die Förderung von Basiskompetenzen: Rund 4.000 Schulen mit einem hohen Anteil sozial benachteiligter Schüler erhalten bundesweit nach Angaben des Bundesbildungsministeriums finanzielle Hilfen.
Auch die Grundschulen stehen im Fokus: Sie erhalten etwa 60 Prozent der Förderung, um das Lesen, Schreiben und Rechnen von Anfang an gezielt zu stärken.
Hör-Tipp:
Eltern in die Pflicht: Kita und Schule können nicht alle Versäumnisse ausgleichen
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KaribikKuba erneut von landesweitem Stromausfall getroffen
In Kuba ist erneut landesweit der Strom ausgefallen.Der staatliche Energieversorger sprach von einer vollständigen Unterbrechung. In der Hauptstadt Havanna und im Rest der kommunistisch geführten Karibikinsel gingen schlagartig die Lichter aus.
Im kubanischen Stromnetz kommt es wegen der veralteten Technik immer wieder zu Pannen. Eine im Januar von den USA verhängte Ölblockade hat zudem zu einer Unterbrechung der Treibstofflieferungen für Kraftwerke geführt.
Die USA machen auch mit Sanktionen Druck auf Kuba. Das Land steckt in seiner schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion.
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Krieg am GolfTrump kündigt neue Gespräche mit dem Iran an
US-Präsident Trump hat neue Gespräche mit dem Iran angekündigt.Die Verhandlungen würden im Laufe des heutigen Tages aufgenommen, sagte Trump an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. Zuvor hatte er einen vorläufigen Verzicht auf weitere Angriffe auf den Iran verkündet.
Gestern erklärte der Iran, seine Verhandlungen mit dem Oman über Durchfahrtsrechte für die Straße von Hormus befänden sich in der Endphase. Ein Sprecher von Außenminister Araghtschi betonte, dass es keine Rückkehr zum Vorkriegsstatus geben werde. Teheran lasse sich nicht einschüchtern.
Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein vorläufiges Rahmenabkommen verständigt. Diese Vereinbarung sieht auch vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll.
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NahostSpionagevorwurf: Zwei weitere Hinrichtungen im Iran
Im Iran sind zwei iranische Staatsangehörige hingerichtet worden, die für Israel spioniert haben sollen.Nach einer Meldung der mit der Justiz verbundenen Nachrichtenagentur Misan wurden die beiden Männer beschuldigt, während des Krieges sensible militärische Standortkoordinaten und Fotos an Israel weitergegeben zu haben. Der oberste Gerichtshof habe der Todesstrafe zugestimmt, hieß es.
Ende Februar hatte der Krieg mit massiven Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen, erklärte Ziele waren militärische Einrichtungen und Atomanlagen in der Islamischen Republik. Dort werden immer wieder Menschen hingerichtet unter dem Vorwurf, für Israel gearbeitet zu haben.
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TrockenheitWaldbrand westlich von Athen weiter außer Kontrolle
In Griechenland ist der Waldbrand westlich der Hauptstadt Athen weiter außer Kontrolle.Das Feuer näherte sich der Kleinstadt Megara bis auf wenige Kilometer. Alleine in dieser Region wurde bereits eine Fläche in der Größe von Paris zerstört. Gestern waren bei einem Zusammenstoß zweier Löschhubschrauber zwei Piloten ums Leben gekommen. Als mögliche Ursache des Waldbrandes gelten durch schwingende Stromleitungen entstandene Funken. Gegen den Betreiber wurden Ermittlungen eingeleitet.
In Spanien und Frankreich entspannte sich laut Behörden die Lage in Waldbrandgebieten.
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LiechtensteinRund 31.000 Datensätze gestohlen - Ziel war Register zur Verhinderung von "Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung"
Das Fürstentum Liechtenstein ist Ziel eines Cyberangriffs geworden.Rund 31.000 Datensätze von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften wurden gestohlen. Die Regierung in Vaduz teilte mit, Ziel sei das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen" gewesen. Dieses Register gibt es seit 2021. Die Regierung führt es nach eigenen Angaben, um Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zu verhindern. Weiter hieß es, der Angriff habe sich bereits in der Nacht zu Donnerstag ereignet. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.
Der wissenschaftliche Referent des Netzwerks Steuergerechtigkeit, Trautvetter, sagte im Deutschlandfunk , viele große Vermögen, auch aus Deutschland, würden in Liechtenstein versteckt, um etwa die Erbschaftssteuer zu umgehen. Trautvetter betonte, allein das Risiko, dass Daten öffentlich werden können, beschädige das Vertrauen der Menschen in anonyme Strukturen. Dies könne dazu führen, dass Menschen sich weniger darauf verließen und eher legale Wege wählten.
Das zwischen der Schweiz und Österreich gelegene Fürstentum gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den wirtschaftlich stärksten Ländern der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen. 2017 war das Bankgeheimnis in Steuerangelegenheiten aufgehoben worden.
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Liechtenstein: Besiegelt der Hack das Ende des anonymen Steuerparadieses?
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AsienTote bei Selbstmordanschlag in Pakistan
Ein Selbstmordattentäter hat im Norden Pakistans 13 Menschen mit in den Tod gerissen.22 Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Angreifer habe an einer belebten Kreuzung in der Nähe einer Polizeistation einen Sprengstoffgürtel gezündet. Unter den Toten seien acht Polizisten. An der Kreuzung hatten Hunderte Menschen gegen die zunehmende Gewalt in der Region demonstriert. Der Angriff ereignete sich in Kabal im Swat-Tal. Dort sind die pakistanischen Taliban aktiv.
Zunächst reklamierte keine Gruppierung den Anschlag für sich.
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MyanmarRegierung berichtet über Treffen von Suu Kyi mit IKRK-Vertreter
In Myanmar hat ein Vertreter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz nach Regierungsangaben die seit mehr als fünf Jahren inhaftierte Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi getroffen.Die Familie der 81-Jährigen hatte zuletzt große Sorge um den Gesundheitszustand der ehemaligen Regierungschefin geäußert und ein Lebenszeichen gefordert. Das Rote Kreuz veröffentlichte zunächst keine Stellungnahme. Die von Suu Kyi geführte Regierung war im Februar 2021 von Militärs gestürzt worden.
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Iran-KonfliktExplosion in Nähe von Tanker in Straße von Hormus gemeldet
In der Straße von Hormus hat sich in der Nähe eines Tankers offenbar eine Explosion ereignet.Die britische Seefahrtbehörde teilte auf der Online-Plattform X mit, der Kapitän des Schiffes habe gemeldet, dass er eine Detonation gehört habe. Der Tanker und die Besatzung seien nicht zu Schaden gekommen und in Sicherheit. Der Vorfall ereignete sich den Angaben zufolge rund 37 Kilometer nordöstlich der omanischen Stadt Khasab. Die britische Seefahrtbehörde betonte, Schiffe sollten die Meerenge nur mit Vorsicht durchfahren und verdächtige Aktivitäten weiterhin melden.
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EnergiesicherheitReiche bringt Mischfinanzierung für Gasreserve ins Spiel
Bundeswirtschaftsministerin Reiche schlägt für die geplante strategische Gasreserve eine Art Mischfinanzierung vor.Es gebe grundsätzlich zwei Optionen, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Das sei zum einen eine Umlage, die dann aber die Gaskunden treffe. Zum anderen sei das eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Sie selbst könne sich ein Mischmodell vorstellen. Reiche fügte hinzu, dieses müsse in der Koalition und auch mit der Wirtschaft besprochen werden. So wolle sie Unternehmen, die ohnehin in einer wettbewerbsschwierigen Situation seien, nicht zusätzlich belasten.
Anfang Juli hatte Reiches Ministerium angekündigt, die Gasreserve zur Absicherung der Versorgung in außergewöhnlichen Krisensituationen solle einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden haben. Das entspräche etwa zehn Prozent der deutschen Speicherkapazität.
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BebenErdstöße erschüttern Nordwesten Ägyptens, zunächst keine Opfer oder Schäden gemeldet
In Ägypten hat ein Erdbeben unweit der Hauptstadt Kairo den Nordwesten des Landes erschüttert.Die US-Erdbebenwarte gab die Stärke der Erschütterungen mit 5,0 an, das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam mit 5,1. Das Zentrum lag den Angaben zufolge etwa 30 Kilometer östlich der am Suez-Kanal gelegenen Ortschaft Fajed. Berichte über mögliche Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. Im Großraum der Metropole Kairo leben über 20 Millionen der etwa 110 Millionen Einwohner Ägyptens. Stärkere Erdbeben treten in den Staaten Nordafrikas nur relativ selten auf.
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EuropameisterschaftWasserspringer Massenberg und Schauer gewinnen Gold im Synchronwettbewerb
Die Wasserspringer Lou Massenberg und Jonathan Schauer haben bei der Schwimm-EM in Paris für die zweite deutsche Goldmedaille gesorgt. Das Duo aus Halle sicherte sich mit 423,84 Punkten im Synchronwettbewerb vom Drei-Meter-Brett den Titel.Am Samstag hatte Moritz Wesemann vom Ein-Meter-Brett bereits Gold gewonnen. Silber gab es für das Synchron-Paar Pauline Pfeif und Elena Wassen, Bronze für Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez im Mixed-Synchron vom Drei-Meter-Brett.
Die deutsche Synchronspringerin Klara Bleyer belegte in der Freien Kür den zweiten Platz. Sie geht morgen im Solo-Wettbewerb in der Technischen Kür an den Start.
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RadsportNorwegerin Haugset gewinnt dritte Etappe der Tour de France Femmes
Die norwegische Radsportlerin Sigrid Haugset hat die dritte Etappe der Tour de France Femmes gewonnen.Auf der bislang längsten Strecke über 156 Kilometer von Genf bis in die kleine französische Gemeinde Poligny fuhr Haugset 88 Kilometer lang alleine vor dem Peloton und siegte mit anderthalb Minuten Vorsprung. Die Norwegerin sicherte sich damit auch das gelbe Trikot der Gesamtführenden.
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WetterAm Dienstag verbreitet sonnig, gebietsweise Schauer und Gewitter mit Unwetterpotenzial
Der Wetterbericht, die Lage: An der Vorderseite eines Tiefs über dem Atlantik greifen von Süden her feucht-heiße Luftmassen auf Deutschland über.Die Vorhersage:
Nachts gering bewölkt oder klar. Vereinzelt Schauer und Gewitter. Tiefstwerte 23 bis 16 Grad. Am Tag erneut viel Sonne, später Quellwolken. Im Norden und Nordosten Schauer und zum Teil kräftige Gewitter mit Unwettergefahr, abends auch von Südwesten her. Temperaturen 30 bis 38 Grad, an den Küsten bis 30 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Mittwoch wechselnd bewölkt, im Osten und Südosten Schauer und Gewitter. 25 bis 35 Grad.
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Sonntag, 2.08.2026
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Lehre aus dem Sommer 2026Umweltstaatssekretär Flasbarth plädiert für nationalen Hitzeaktionsplan
Umweltstaatssekretär Flasbarth hält für den nächsten Sommer einen nationalen Hitzeaktionsplan für notwendig. Im ZDF sagte Flasbarth, der Bund arbeite bereits sehr eng mit den Bundesländern zusammen, von denen viele bereits entsprechende Pläne hätten.Die Lehre aus diesem Sommer sei nun, die Maßnahmen der Länder zu bündeln. Die Anpassung an den Klimawandel sei eine gesellschaftliche Herausforderung, betonte der SPD-Politiker. Dabei gehe es nicht schnell genug voran.
In diesem Jahr sind bis Mitte Juli nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts deutschlandweit bereits fast 10.000 Menschen wegen hoher Temperaturen gestorben. Das ist mehr als in jedem einzelnen Gesamtjahr seit 2016.
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LiechtensteinRund 31.000 Datensätze gestohlen - Ziel war Register zur Verhinderung von "Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung"
Das Fürstentum Liechtenstein ist Ziel eines Cyberangriffs geworden.Rund 31.000 Datensätze von Gesellschaften, Stiftungen und Treuhänderschaften wurden gestohlen. Die Regierung in Vaduz teilte mit, Ziel sei das "Verzeichnis wirtschaftlich berechtigter Personen" gewesen. Dieses Register war 2021 zur Verhinderung von "Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung" eingerichtet worden.
Der Angriff habe sich bereits in der Nacht zu Donnerstag ereignet. Die Regierung richtete einen Krisenstab ein.Das Fürstentum gehört gemessen am Bruttoinlandsprodukt pro Kopf zu den reichsten Ländern der Welt. Einer der erfolgreichsten Wirtschaftszweige sind Finanz- und Bankdienstleistungen.
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MigrationMarokkanisches Innenministerium äußert sich erstmals zu Ceuta
Marokko hat sich erstmals zum Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta geäußert.In einer Erklärung des Innenministeriums heißt es, Falschinformationen in den sozialen Medien und Menschenhändler seien für die Geschehnisse verantwortlich. Auch könnte das kürzlich erlassene Urteil des Obersten spanischen Gerichtshofs einige Migranten ermutigt haben. Nach Angaben des Innenministeriums haben rund 40.000 Menschen versucht, nach Ceuta zu gelangen. Dabei habe es elf Tote gegeben.
Nach Angaben spanischer Behörden sollen mindestens 72 Migranten ums Leben gekommen sein.
Der Ansturm auf Ceuta löste Streit innerhalb der Europäischen Union aus. Mit der Migrationspolitik befassen sich die EU-Innenminister deshalb auf einer kurzfristig einberufenen Sondersitzung am Dienstag.
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Lula als Präsidentschaftskandidat für Wahl im Herbst in Brasilien gekürt
Der brasilianische Staatschef Lula da Silva ist von seiner Arbeiterpartei offiziell als Präsidentschaftskandidat nominiert worden.Bei einem Parteitag in São Paulo stellte die PT den 80-Jährigen für eine vierte Amtszeit auf. Lula versicherte vor rund 3.000 Anhängern, er sei in bester Form. Bei der Präsidentschaftswahl im Oktober tritt Lula gegen Flávio Bolsonaro an, den Sohn des verurteilten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro.
Lula, der seit 2023 Staatschef ist, hatte das Amt bereits von 2003 bis 2010 inne.
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RentenreformCSU-Chef Söder warnt davor, das Rentenpaket wieder aufzuschnüren - Bas fordert Union zur Klärung ihrer Position auf
In der Debatte um die abschlagsfreie Rente hat CSU-Chef Söder davor gewarnt, das Reformpaket wieder aufzuschnüren.Söder erinnerte im ARD-Interview daran, dass Union und SPD zugesichert hätten, die Empfehlungen der Rentenkommission eins-zu-eins zu übernehmen. Den Vorstoß der ostdeutschen Ministerpräsidenten bezeichnete er als "etwas überraschend". Diese hatten gefordert, die sogenannte Rente mit 63 doch nicht abzuschaffen.
Die SPD-Vorsitzende Bas rief die Union auf, ihre Position intern zu klären. Sie sträube sich nicht dagegen, das Paket aufzuschnüren, wenn das Unionsmeinung sei. Das sehe sie aber noch nicht, sagte Bas im ZDF.
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Iran-KriegTeheran: Verhandlungen zu Straße von Hormus in Endphase
Die Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman über Durchfahrtsrechte für die Straße von Hormus befinden sich nach Angaben aus Teheran in der Endphase.Wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, informierte Außenminister Araghtschi die Mitglieder des Kabinetts. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums betonte, dass es keine Rückkehr zum Vorkriegsstatus geben werde. Der Iran lasse sich nicht einschüchtern.
Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni auf ein Rahmenabkommen verständigt. Diese Vereinbarung sieht vor, dass Teheran sich mit dem Oman in Abstimmung mit den Anrainerstaaten über die künftige Verwaltung der Meerenge einigen soll.
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Gedenken an CSD-AnschlagQueere Community fordert mehr Schutz
Im Berliner Tiergarten ist am Abend der Opfer des mutmaßlich islamistischen Anschlags auf den CSD gedacht worden.Nach Angaben der Polizei nahmen 650 Menschen daran teil, darunter auch zahlreiche Vertreter der Landespolitik, wie Berlins Regierender Bürgermeister Wegner. Zu der Gedenkveranstaltung hatten der Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg und der LSVD Bundesverband gemeinsam eingeladen. Ihre Vertreter forderten mehr Schutz.
Bei dem Anschlag war eine Frau getötet worden. 31 Menschen wurden verletzt.
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Um SPDBas : SPD muss dafür sorgen, dass Arbeitsplätze sicher sind
Die SPD-Vorsitzende und Arbeitsministerin Bas hat es als Aufgabe ihrer Partei bezeichnet, Arbeitsplätze zu sichern und Arbeitnehmerrechte zu schützen.Bas sagte im ZDF, mit den aktuellen Wahlergebnissen und Umfragen könne niemand in der Partei zufrieden sein. Aber die SPD stehe in der Verantwortung, diese Koalition zum Erfolg zu bringen. Man habe in der Regierung viele Dinge durchgesetzt, etwa das Tariftreuegesetz oder das Paket zur Absicherung des Rentenniveaus. Bas erklärte, ohne ihre Partei wäre ein neoliberaler Kurs nicht mehr aufzuhalten.
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ARD-SommerinterviewCSU-Chef Söder erklärt AfD-Stärke mit Stadtbild und Abschiebezahlen
Angesichts der hohen Zustimmungswerte der AfD plädiert CSU-Chef Söder für konsequente Abschiebungen. Der bayerische Ministerpräsident sagte im ARD-Sommerinterview, wer keine Aufenthaltserlaubnis habe, müsse zurückgeführt werden.Es seien immer noch sehr viele da, obwohl sie eigentlich kein Aufenthaltsrecht hätten. Das Stadtbild habe sich noch nicht verändert. Der CSU-Vorsitzende betonte, außerdem brauche es eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik, um die AfD zu bekämpfen. Deshalb sei es zwingend notwendig, dass viele der geplanten Reformen auch zum Abschluss kämen. Schließlich machten sie Deutschland wieder wettbewerbsfähig.
"Vorstoß der Ost-Ministerpräsidenten etwas überraschend"
In der Debatte um die Rentenreform warnte Söder davor, das Maßnahmenpaket wieder aufzuschnüren. Er erinnerte daran, dass Union und SPD zugesichert hätten, die Empfehlungen der Rentenkommission eins-zu-eins zu übernehmen. Den Vorstoß der ostdeutschen Ministerpräsidenten bezeichnete er als "etwas überraschend". Diese hatten gefordert, die sogenannte Rente mit 63 doch nicht abzuschaffen.
Die SPD-Vorsitzende Bas rief die Union auf, ihre Position intern zu klären. Wenn CDU und CSU das Paket aufschnüren wollten, würden sich die Sozialdemokraten nicht dagegen sträuben, sagte Bas im ZDF. Die Abschaffung der Rente mit 63 sei ein schmerzhafter Schritt.
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WasserstraßeRhein-Pegel fällt auf Rekordtief - NRW-Verkehrsminister Krischer fordert Taskforce und Ausbau
Der Rhein-Pegel ist an weiteren Stellen in Nordrhein-Westfalen auf ein neues Rekordtief gesunken.Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt meldete für den Pegel Duisburg-Ruhrort einen Stand von 150 Zentimetern. In Düsseldorf und in Köln waren zuvor historische Tiefstände gemeldet worden. Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Krischer forderte, das Thema Niedrigwasser bei der nächsten Verkehrsministerkonferenz auf die Tagesordnung zu setzen. Der Grünen-Politiker schlug eine nationale Taskforce für die Binnenschifffahrt vor. Nötig seien Maßnahmen, um die Transportlage zu verbessern.
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SüdeuropaZwei neue Waldbrände in Spanien - In Griechenland bisher mehr als 12.000 Hektar Land zerstört
Einsatzkräfte in mehreren südeuropäischen Ländern kämpfen weiter gegen die Waldbrände. In Spanien sind zwei neue Feuer ausgebrochen. Auch in Griechenland breiten sich die Brände aus. Es gab vielerorts Evakuierungen.Die Behörden teilten mit, in der Provinz Cáceres im Westen des Landes seien mehr als 800 Einwohner in Sicherheit gebracht worden. Im Nordosten fachten starke Winde einen Waldbrand wieder an. Auch Einsatzkräfte aus Deutschland beteiligen sich an den Löscharbeiten in Spanien. Eine Einheit aus Nordrhein-Westfalen wurde im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens angefordert und ist in der nordwestlichen Region Kastilien-León im Einsatz. Die Feuer in den Regionen Madrid, Ávila und Toledo sind inzwischen weitgehend eingedämmt.
Ausbreitung der Brände in Giechenland
In Griechenland mussten zahlreiche Orte westlich von Athen evakuiert werden. Außerdem brennt es im Norden der Halbinsel Peloponnes. Sehr schnell breiteten sich die Feuer zuletzt vor allem in der Region rund um das Dorf Porto Germeno aus, rund 70 Kilometer nordwestlich von Athen. Auf der Insel Kefalonia gab es wegen eines neuen Feuers Evakuierungen. Am Golf von Korinth erreichten die Flammen einen militärischen Schießplatz, auf dem alte Munition detonierte. 500 Feuerwehrleute sind im Einsatz, darunter auch Helfer aus Rumänien und Frankreich sowie viele Freiwillige. Bislang wurden den Behörden zufolge mehr als 12.000 Hektar Land zerstört. In der Region Psatha westlich von Athen stießen zwei Löschhubschrauber zusammen. Dabei kamen zwei Besatzungsmitglieder des einen Hubschraubers ums Leben, wie die Feuerwehr mitteilte.
In Frankreich hat sich die Lage etwas entspannt. In der Türkei wurden nach Behördenangaben hunderte Waldbrände gelöscht.
Auch Feuer in den USA
Ein sich rasch ausbreitender Waldbrand hat die Großstadt Spokane im Nordwesten der USA erreicht und tausende Menschen zur Flucht gezwungen. Der Gouverneur des Bundesstaats Washington, Ferguson, rief den Notstand aus. Im gesamten Bundesstaat Washington brannten nach Angaben des Gouverneursbüros zwölf große Feuer auf einer Gesamtfläche von mehr als 80.900 Hektar. Washington erlebt das vierte Dürrejahr in Folge - so viele hintereinander wie noch nie.
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MigrationGrüne und SPD fordern von EU-Innenministern Aufklärung zu Ceuta
Als Ursache für den Massenandrang von Migranten auf die spanische Exklave Ceuta vermuten Grüne und SPD eine gezielte Provokation. Nach Behördenangaben kamen mindestens 72 Migranten ums Leben.Die Grünen-Politikerin Nanni sprach in der "Rheinischen Post" von einer Aktion zur Destabilisierung und politischen Spaltung Spaniens und Europas. Sie rief die EU-Innenminister dazu auf, die Hintergründe zu ermitteln. Bei der am Dienstag geplanten Dringlichkeitssitzung der Innenminister müsse es um Aufklärung gehen und nicht um Populismus auf Kosten des Europäischen Zusammenhalts. SPD-Fraktionsvize Eichwede sagte, es habe sich um eine offenbar durch gezielte Falschinformationen gesteuerte Bewegung gehandelt. Diesem perfiden Geschäft von Schleusern müsse Europa entgegentreten.
Spanische Soldaten und Polizisten patrouillieren in den Straßen von Ceuta, wo sich die Lage inzwischen weitgehend beruhigt hat. Im Verlauf der Woche waren nach spanischen Regierungsangaben bis zu 60.000 Menschen von Marokko auf dem Land- oder Seeweg in das Gebiet gekommen. Laut dem Innenministerium in Madrid kehrten fast alle nach Marokko zurück.
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VerfassungsbeschwerdeUmwelthilfe will neues Heizungsgesetz gerichtlich kippen
Die Deutsche Umwelthilfe hat angekündigt, gegen das neue Heizungsgesetz vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen.Bundesgeschäftsführerin Metz sagte der Deutschen Presse-Agentur, das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 könne mit diesem Gesetz nicht erreicht werden. Sie kritisierte, dass kein Verbot des Einbaus von Öl- und Gasheizungen vorgesehen ist. Nach Metz' Angaben bereitet die Umwelthilfe eine Verfassungsbeschwerde vor, die im September eingereicht werden soll.
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz wurde in der vergangenen Woche im Bundesgesetzblatt verkündet. Es ist eine Überarbeitung des zuvor von der damaligen Ampel-Regierung beschlossenen Heizungsgesetzes. Dessen Kern fiel weg, nämlich dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollte.
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PolenGedenktag: Zentralrat der Deutschen Sinti und Roma warnt vor wachsendem Antiziganismus
In der Gedenkstätte des ehemaligen NS-Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau ist an die Opfer des Völkermords an den Sinti und Roma durch die Nationalsozialisten erinnert worden. Der Vorsitzende des Zentralrats der Deutschen Sinti und Roma, Rose, sprach bei der Gedenkveranstaltung von einem Erstarken eines gewaltbereiten Antiziganismus in Deutschland.Diese Entwicklung finde nicht in einem luftleeren Raum statt, betonte Rose anlässlich des Europäischen Holocaust-Gedenktages für Sinti und Roma. In ganz Europa erlebe man Wahlerfolge rechtsextremer und nationalistischer Parteien, die Hass und Hetze wieder salonfähig machten. Der Zentralratsvorsitzende appellierte an die EU, durch Bildung und Aufklärung zur Prävention beizutragen. Etwa müsse in den Schulbüchern der Heimatländer der Sinti und Roma auch auf deren Beiträge zu Kunst, Musik und Kultur hingewiesen werden.
Brand sieht Mehrheitsgesellschaft in Verantwortung
Für die Bundesregierung nahm der Antiziganismusbeauftragte Brand an der Gedenkveranstaltung teil. Er hatte zuvor im Deutschlandfunk auf die Verantwortung der Mehrheitsgesellschaft für den Schutz der Sinti und Roma hingewiesen . Der Umgang mit Minderheiten zeige, wie es um eine Demokratie bestellt sei, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete. Deutschland trage eine historische Verantwortung. Dass die Bundesregierung vor knapp einem Monat beschlossen habe, eine Aufarbeitungskommission zum Unrecht an Sinti und Roma nach 1945 einzusetzen, sei "unglaublich spät", aber ein wichtiger Schritt. Es habe nach dem Nationalsozialismus in Deutschland Kontinuitäten gegeben: Diejenigen, die Sinti und Roma verfolgt hätten, hätten anschließend über Rentenanträge oder die Frage von Entschädigungen entschieden. Auch im Wohnbereich seien Sinti und Roma diskriminiert und an Ränder gedrängt worden.
Kommission soll Unrecht aufarbeiten
Diskriminierung finde auch heute statt und nehme sogar zu, betonte Brand. Auf der einen Seite stünden Fälle, bei denen Minderheiten gezielt zur Zielscheibe gemacht würden. Auf der anderen Seite gebe es aber auch diejenigen, die nachlässig Stereotype weiterverbreiteten. Die Kommission habe nun die Aufgabe, die Stimmen Betroffener zu hören, Akten zu erschließen, staatliches Handeln zu untersuchen und schließlich Handlungsempfehlungen zu geben.
In Auschwitz-Birkenau wurden in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 rund 4.300 Sinti und Roma von der SS getötet. Insgesamt ermordeten die Nazis zwischen 1933 und 1945 bis zu 500.000 Menschen der Bevölkerungsgruppe.
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KriegTote und Verletzte bei Angriffen in der Ukraine und in Russland
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet und mehrere Personen verletzt worden.Nach Angaben der Militärverwaltung starben in Saporischschja zwei Menschen. Elf weitere Personen seien bei der Explosion von Gleitbomben verletzt worden. In der Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto ein Mensch getötet.
In Russland gab es nach Angaben der Behörden bei ukrainischen Angriffen mindestens acht Tote. Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigte Berichte über Drohnenangriffe und nannte dabei als Ziele eine Ölraffinerie in Saratow und einen Militärflugplatz.
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RadsportLorena Wiebes gewinnt auch zweite Etappe der Tour de France der Frauen
Die niederländische Radsportlerin Lorena Wiebes hat auch die zweite Etappe der Tour de France der Frauen gewonnen. Auf dem rund 148 Kilometer langen Teilstück von Aigle nach Genf in der Schweiz setzte sie sich vor Elisa Balsamo aus Italien und Marianne Vos aus den Niederlanden durch.Die zweimalige Europameisterin Wiebes legte die Strecke in 3 Stunden 42 Minuten und 8 Sekunden zurück. Sie fährt damit weiter im Gelben Trikot der Führenden in der Gesamtwertung. Die deutsche Fahrerin Linda Riedmann landete auf Platz 10, Antonia Niedermaier aus Rosenheim auf Rang 17.
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NahostPalästinensische Angaben: Acht Tote durch israelische Angriffe in Gaza
Bei Angriffen der israelischen Armee auf Ziele im Gazastreifen sind palästinensischen Angaben zufolge mindestens acht Menschen getötet worden.Unter den Toten seien auch zwei Kinder. Die Raketenangriffe trafen sowohl Gaza-Stadt, eine Wohnung in der Nähe der Stadt Chan Junis sowie den zentralen Abschnitt des Gazastreifens.
Das israelische Militär teilte mit, die Angriffe hätten sich gegen die militant-islamistische Hamas gerichtet. Seit Oktober gilt im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe.
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, der israelische Energieminister Cohe habe als Mitglied des Sicherheitskabinetts erklärt, es gebe keine Vereinbarung zur Einstellung der Angriffe auf den Gazastreifen. Zudem sei es notwendig, die vollständige Kontrolle zu übernehmen.
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WirtschaftStaaten der Opec+ erhöhen im September abermals die Ölförderquote
Das Ölkartell "Opec Plus" hat abermals eine Erhöhung seiner Förderquote beschlossen.Saudi-Arabien, Russland und fünf weitere Länder verständigten sich darauf, im September die Produktion um 188.000 Barrel pro Tag anzupassen. Zum Vorgehen für Oktober bis Dezember wurden keine Angaben gemacht.
Der Irankrieg hat den Ölpreis nach oben getrieben und Tanken nahezu weltweit verteuert. Die Opec hatte zuletzt mehrmals ihre Fördermenge erhöht. Laut Beobachtern bedeutet das aber nicht automatisch, dass mehr Öl auf den Weltmarkt gelangt. Große Produzenten wie Saudi-Arabien erreichten bei der Förderung in den vergangenen Monaten gar nicht die ihnen zugeteilte Höchstmenge. Das liegt vor allem an der Teilblockade der Straße von Hormus, durch die ein großer Teil des saudischen Öls transportiert werden müsste.
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Österreichische SchriftstellerinMonika Helfer im Alter von 78 Jahren gestorben
Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer ist tot.Wie der Hanser Verlag in München mitteilte, starb die Autorin im Alter von 78 Jahren. Helfer veröffentlichte Romane, Erzählungen und Kinderbücher und wurde immer wieder mit Preisen ausgezeichnet. Thema ihrer Bücher waren oft schwierige Familienbeziehungen mit besonderem Fokus auf der Kinderperspektive. Einer großen Leserschaft bekannt wurde die Österreicherin mit dem Roman "Die Bagage", der die Geschichte ihrer Großeltern und deren Kinder erzählt. Mit "Vati" stand Helfer auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises.
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Kürzungen in der KulturpolitikGrütters: Berlin muss kulturelle Vielfalt bewahren
Die ehemalige Kulturstaatsministerin Grütters hat sich gegen zu starke Kürzungen in der Berliner Kulturpolitik ausgesprochen. Kultur sei "Identität, Wirtschaftsfaktor und Aushängeschild", schrieb die CDU-Politikerin in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel".Die Politik müsse den Kreativen mit "Respekt und Empathie" begegnen. Zudem sollten "das Neue, die Avantgarde" und "das Kulturerbe vergangener Zeiten" gleichermaßen gefördert werden. Die Politik müsse außerdem bei klammer Haushaltslage neben staatlichem Engagement Anreize für private Investitionen setzen, forderte die ehemalige Landesvorsitzende der CDU Berlin. Kultur sei keine Subvention, sondern eine Investition in die Zukunft. Gleichzeitig wies Grütters darauf hin, dass auch das Kulturressort aufgrund der Haushaltssituation nicht gänzlich von Sparmaßnahmen verschont bleiben könne. Grütters war von 2013 bis 2021 die fünfte Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.
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ItalienGold für Einer-Ruderer Zeidler bei WM - Deutschland-Achter holt Silber
Bei der Ruder-Europameisterschaft im italienischen Varese hat Oliver Zeidler die Goldmedaille im Einer gewonnen.Der deutsche Olympiasieger gewann vor Titelverteidiger Jauhen Salaty aus Belarus, der unter neutraler Flagge startete, und dem griechischen Weltmeister Stefanos Ntouskos.
Der deutsche Herren-Achter gewann die Silbermedaille. Das Team musste sich im Finale nur dem rumänischen Achter geschlagen geben. Bronze ging an die Mannschaft aus dem Gastgeberland.
Gestern hatten bereits der Doppelvierer und der Zweier ohne Steuermann jeweils der Männer zwei Goldmedaillen für Deutschland geholt.
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EuropameisterschaftWasserspringer holen Bronze
Die deutschen Wasserspringer haben bei den Europameisterschaften den Medaillensatz komplett gemacht. Am dritten Tag der Titelkämpfe in Paris holten Lena Hentschel und Luis Avila Sanchez Bronze im Mixed-Synchron vom 3-Meter-Brett.Mit 284,19 Punkten mussten sie dem italienischen Duo Chiara Pellacani/Matteo Santoro sowie Elizaweta Kuzina/Ilia Molachanow von den Unabhängigen Athleten aus Russland den Vortritt lassen.
Zuvor hatte bereits Moritz Wesemann am Ein-Meter-Brett Gold geholt; das Synchron-Paar Pauline Pfeif/Elena Wassen hatte Silber gewonnen.
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EUNeue Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte in Kraft
Seit heute gelten in der Europäischen Union neue Regeln zur Kennzeichnung von Inhalten, die mithilfe Künstlicher Intelligenz erstellt wurden.Bilder, Videos und Texte, die kommerziell oder professionell eingesetzt werden, müssen gemäß den Vorgaben der EU gekennzeichnet werden. Zudem müssen Nutzer darüber informiert werden, wenn sie mit einer KI interagieren, also zum Beispiel mit einem Chatbot statt mit einem Menschen.
Die Kennzeichnung der Inhalte muss von den Anbietern selbst vorgenommen werden und betrifft zunächst alle KI-Modelle, die neu auf den Markt kommen. Für die Anbieter von bereits existierenden Modellen gilt eine Übergangsfrist bis Dezember. Danach können bei Verfehlungen Bußgelder von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Jahresumsatzes eines Konzerns verhängt werden.
Veröffentlichungen von Privatpersonen sind nicht von der Kennzeichnungspflicht betroffen.
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"Signal des Himmels"Bistum Fulda distanziert sich von Priester nach Äußerungen über CSD-Anschlag
Das Bistum Fulda hat Äußerungen eines seiner Priester verurteilt, der den Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin ein "Signal des Himmels" genannt hatte.Diese Deutung weise das Bistum entschieden zurück, heißt es in einer Stellungnahme. Es könne und dürfe nicht hingenommen werden, dass Menschen sich aufgrund ihrer sexuellen Identität als existenziell bedroht erlebten.
In einem Leserbrief in der örtlichen Zeitung hatte ein 87-jähriger Ruhestandspriester auch den CSD als Form der "Unkultur" bezeichnet. Den Anschlag in Berlin interpretierte er als Aufruf zur Besinnung und zur Umkehr.
Bei dem Anschlag am Samstag vergangener Woche war eine Frau getötet worden; zahlreiche Menschen wurden verletzt.
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Gescheiterte WM-PläneKritik an FIFA-Chef Infantino dauert an: Spaniens Liga-Chef fordert Rücktritt
Die Kritik am Präsidenten des Weltfußballverbands FIFA, Infantino, dauert auch nach dem Aus für dessen WM-Investorenpläne an. Der Chef der Spanischen Liga, Tebas, forderte Infantinos Rücktritt.Tebas gilt schon seit langem als Widersacher des FIFA-Präsidenten. Nun erklärte er in Sozialen Medien, Infantino sei im Amt nicht mehr tragbar. "Der Weltfußball braucht eine neue Führung, die die Verbandsstrukturen modernisiert, die institutionelle Glaubwürdigkeit wiederherstellt und künftige Entscheidungen gemeinsam mit den betroffenen Akteuren entwickelt", so der Liga-Chef. "Dabei müssen die sportlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen im Vorfeld sorgfältig geprüft werden, anstatt Entscheidungen einseitig durchzusetzen."
Infantino plante Verkauf kommerzieller WM-Rechte
Die Pläne der FIFA und ihres Präsidenten Infantino sahen vor, mit dem Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der Weltmeisterschaft eine Milliardensumme einzuspielen. Dafür wollte der Fußballweltverband das Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) gründen. Laut Berichten setzte die FIFA eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung.
Tebas: "Plan ist nur Spitze des Eisbergs"
Tebas schrieb nun: "Das Problem war nie nur dieser eine Vorschlag. Das Problem ist ein Modell der Verbandsführung, das Macht konzentriert, Kontrollmechanismen schwächt und diejenigen an den Rand drängt, die von den Entscheidungen unmittelbar betroffen sind. Der Rückzug eines Vorschlags macht das Geschehene nicht ungeschehen. Er ist lediglich die Spitze des Eisbergs."
Kritik auch von Evangelischer Kirche
Deutliche Kritik kam auch vom Sportbeauftragten der Evangelische Kirche in Deutschland, Latzel. Der Theologe sagte dem Evangelischen Pressedienst: „Was im Augenblick bei der FIFA abläuft, ist für mich ein Sinnbild für einen weiterreichenden Prozess, bei dem korrupte Eliten meinen, sie stünden über den Regeln, könnten alles kaufen und für ihre eigenen Zwecke instrumentalisieren." Der wiederholte Versuch von FIFA-Chef Infantino, die Rechte an der Fußball-WM an private Investoren zu verkaufen, sei unsäglich und gefährde den internationalen Fußball. "Es ist ein weiterer Schritt der massiven Kommerzialisierung, die wir schon bei der WM erlebt haben - mit exorbitanten Ticketpreisen, spielstörenden Unterbrechungen für Werbung und einer völlig überdehnten, unökologischen Gestaltung. Wenn es der FIFA an einem wahrlich nicht fehlt, dann ist es Geld."
UEFA drohte mit WM-Boykott
Zuvor hatten sich bereits mehrere Kontinentalverbände und Fußball-Funktionäre gegen das Vorhaben gestellt. Der europäische Verband UEFA drohte mit dem Boykott der Weltmeisterschaft und aller anderen FIFA-Turniere. Auch die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige CONCACAF und der asiatische Fußballdachverband AFC gingen deutlich auf Distanz zu Infantino und seinen Plänen. Daraufhin nahm der FIFA-Präsident am Samstag Abstand von seinem Vorhaben. Infantino erklärte, der Vorschlag werde nicht weiter verfolgt. Er habe zu einer Spaltung geführt, die nicht im Interesse des eigentlichen Ziels sein könne, den Sport zu vereinen und zu verbessern. Es sei seine Absicht, alle interessierten Parteien in den kommenden Tagen und Wochen "im Geiste des gemeinsamen Interesses an unserem Sport wieder zusammenzubringen, mit dem Ziel, den Fußball überall weiter voranzubringen, insbesondere in jenen Ländern, die unsere Unterstützung am dringendsten benötigen".
Weiter auch Unterstützer Infantinos
Isoliert ist Infantino trotz der immer lauter werdenden Kritik nicht. Der Schweizer, der sich im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) ein letztes Mal für vier Jahre zum FIFA-Boss wählen lassen will, bekommt auch Zuspruch. Unter anderem der Ägyptische Fußballverband bekräftigte "sein volles Vertrauen" in die Führung von Infantino. Und auch Marokko, Gastgeber des 77. FIFA-Kongresses 2027, bekräftigte seine Unterstützung für ihn. Und der afrikanische Kontinentalverband CAF hatte den nun zurückgezogenen Pläne Infantinos offen gegenübergestanden.
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Krieg gegen die UkraineMoskau meldet mehr als 600 abgefangene Drohnen aus der Ukraine - Zwei Tote im Südwesten
In Russland sind infolge ukrainischer Angriffe zwei Menschen getötet worden.Wohngebäude in Engels sowie in Saratow eine Ölraffinerie seien beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow auf Telegram. Erneut attackierten ukrainische Drohnen außerdem ein Logistikzentrum des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries - diesmal in der Region Samara, wie das Unternehmen mitteilte. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau wurden in der Nacht insgesamt mehr als 600 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet abgefangen.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Als Teil ihres Abwehrkampfes nimmt sie auch Ziele im russischen Hinterland ins Visier. Diese Gegenangriffe hat sie zuletzt ausgeweitet.
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NahostTrump erklärt vorläufigen Verzicht auf Angriffe im Iran
Die USA wollen nach Angaben von Präsident Trump vorübergehend auf weitere Angriffe gegen den Iran verzichten.Die Vereinigten Staaten seien vom Iran und von weiteren Ländern in der Region darum gebeten worden, weil sich eine neue Vereinbarung abzeichne, schrieb Trump auf seiner Onlineplattform "Truth Social". Ein solcher Deal müsse aber schnell erzielt werden. Auch Israel verzichte vorerst auf Angriffe.
Irans Außenminister Araghtschi hatte in einem Gespräch mit seinem saudi-arabischen Kollegen Faisal vor einer neuen militärischen Eskalation im Krieg mit den USA gewarnt. In US-amerikanischen Medienberichten war zuletzt von einem geplanten neuen Großangriff auf Ziele im Iran die Rede.
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AstronomieSpaceX-Raketenteil kracht demnächst auf den Mond - Wissenschaftler gespannt
Eine ausgebrannte Raketenstufe des US-Unternehmens SpaceX fällt demnächst auf den Mond - und Astronomen erwarten dies mit Spannung. Die Stufe wird voraussichtlich am Mittwoch mit siebenfacher Schallgeschwindigkeit auf die Mondoberfläche krachen. Wissenschaftler versprechen sich von der dabei aufgewirbelten Staub- und Trümmerwolke neue Erkenntnisse.Absturz auf den Mond war nicht geplant
Die zwölf Meter lange und 4,5 Tonnen schwere Oberstufe stammt von einer Rakete, die im Januar des vergangenen Jahres zwei Landefähren privater Unternehmen in Richtung Mond gebracht hatte. Dass sie auf den Himmelskörper prallt, war laut SpaceX nie geplant. Sie wird auf der Vorderseite des Mondes einschlagen und die Energie von umgerechnet drei Tonnen TNT freisetzen. Experten erwarten, dass der Aufprallblitz weniger als eine Sekunde dauern und wahrscheinlich zu schwach sein wird, um mit bloßem Auge erkannt zu werden. Doch das herausgesprengte Material dürfte kilometerweit ins All geschleudert werden und deshalb mit dem Fernrohr von der US-Ostküste, Kanada und Teilen Südamerikas aus zu sehen sein.
Krater von 5 Metern Tiefe erwartet
Benjamin Fernando vom US-amerikanischen "Los Alamos National Laboratory" rechnet mit einem Einschlagskrater von 27 Metern Durchmesser und 5 Metern Tiefe. Das könne man von der Erde aus nicht sehen, sagte er Nachrichtenagentur AP. Aber der "Lunar Reconnaissance Orbiter" der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der südkoreanische Mondorbiter "Danuri" sollen nach seinen Angaben Vorher-Nachher-Aufnahmen der Absturzstelle machen.
Gefahr für Astronauten einschätzen
Meteoriten und andere kosmische Objekte prallen in der Regel auf den Mond, ohne dass Wissenschaftler vorher davon wissen. Deshalb ist dieser vorhersehbare Einschlag eines künstlichen Objekts umso interessanter für die Forscher. "Ein Grund für unser Interesse an diesem Ereignis ist, dass wir herausfinden wollen, wie groß die Gefahr durch einen Trümmeraufprall für künftige Astronauten ist", erklärte Fernando.
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RusslandDrei Tote bei Bombenanschlag in Moskauer Zentrum
Im Zentrum von Moskau sind bei einem Sprengstoffanschlag drei Menschen getötet worden.Nach Angaben der russischen Polizei wurden 21 weitere Menschen verletzt. Den Ermittlern zufolge hatte eine Frau versucht, einen Sprengsatz in ein Restaurant zu schmuggeln, wurde jedoch von einem Wachmann gestoppt. Beide kamen bei der Explosion ums Leben, ebenso wie ein Gast. Medienberichten zufolge war das Lokal für eine private Feier gebucht worden. Zum Motiv der Tat wollte sich die russische Polizei noch nicht äußern.
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UngarnAtomkraftwerk Paks wird wegen Wasserknappheit heruntergefahren
Ungarn wird sein Atomkraftwerk Paks heute wegen des niedrigen Pegels der Donau vollständig herunterfahren.Dies teilte Ministerpräsident Magyar auf Facebook mit. Das Wasser aus der Donau dient zur Kühlung der Anlage, die übers Jahr gerechnet 40 Prozent des Strombedarfs in Ungarn deckt. Paks liegt rund 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Budapest. Das Kraftwerk hatte seine Leistung wegen der Trockenheit bereits gedrosselt. Der Betreiber der Anlage, deren vier Reaktoren sowjetischer Bauart sind, nannte die Abschaltung unvermeidlich.
Wegen hoher Temperaturen und ausbleibenden Regens sind die Pegelstände der Donau mancherorts auf ein Rekordtief gesunken. Regierungschef Magyar rief die Industrie auf, ihren Stromverbrauch einzuschränken, um eine Energiekrise zu vermeiden. Außerdem soll die Beleuchtung öffentlicher Gebäude eingestellt werden, um Strom zu sparen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnten sich die wegen des Ausfalls erforderlichen Mehrkosten für ungarische Stromimporte auf umgerechnet bis zu 545 Millionen Euro belaufen.
Auch in Rumänien und Frankreich wurden in den vergangenen Tagen Kernreaktoren wegen niedriger Wasserstände abgeschaltet, da die Kühlung nicht mehr gewährleistet werden kann.
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Hollywood"Sopranos"-Star Vincent Pastore ist tot
Der US-Schauspieler Vincent Pastore ist im Alter von 80 Jahren gestorben.Dies gab sein Agent bekannt. Einem größeren Publikum wurde Pastore vor allem durch die Serie "The Sopranos" bekannt, in der er den Gangster "Big Pussy" Bonpensiero spielte.
Pastore kam 1946 im New Yorker Stadtteil Bronx auf die Welt, er stammte aus einer US-italienischen Familie. Er war Soldat bei der US-Marine und Nachtclub-Besitzer, bevor er Schauspieler wurde.
In Kino und Fernsehen verkörperte der kräftig gebaute Pastore meist Gangster und andere harte Typen. Pastore hatte unter anderem Rollen in Filmen wie "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia" (1990) von Regisseur Martin Scorsese und "Carlito's Way" (1993) von Brian De Palma.
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Peru13 Tote bei Absturz eines Kleinflugzeugs - auch zwei Deutsche
In Peru sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs mit Touristen an Bord 13 Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Bundesbürger.Die Maschine verunglückte nach Behördenangaben kurz nach dem Start vom Flughafen Pisco im Süden des Landes. Die Ursache ist noch nicht bekannt. Von dem Flughafen starten Kleinmaschinen, die Touristen über die berühmten Nasca-Linien fliegen.
Aus Kreisen des Auswärtigen Amts in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft in Lima stehe wegen des Unglücks in engem Kontakt mit den peruanischen Behörden. Nach Angaben des peruanischen Verkehrsministeriums waren an Bord der Maschine neben den beiden Deutschen sieben Italiener und zwei Spanier sowie der Pilot und ein Reiseführer, beide Einheimische.
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WahlvorbereitungBrasiliens Staatschef Lula da Silva will sich erneut zum Präsidentschafts-Kandidaten nominieren lassen
In Brasilien will sich Staatschef Lula da Silva erneut zum Präsidentschaftskandidaten nominieren lassen.Seine Arbeiterpartei kommt heute deshalb in São Paulo zusammen, um ihn für eine vierte Amtszeit aufzustellen. Der 80-Jährige Lula würde dann gegen den nationalkonservativen Flávio Bolsonaro antreten. Dessen Vater Jair Bolsonaro war von Lula vor vier Jahren in der Präsidentschaftswahl knapp besiegt worden.
Bolsonaro befindet sich inzwischen im Hausarrest. Er war im vergangenen Jahr wegen eines geplanten Umsturzes in Brasilien zu etwas mehr als 27 Jahre Haft verurteilt worden.
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Nach CSD-AnschlagUnionsfraktionschef Frei erwartet schnelle Gesetzesverschärfungen
Unionsfraktionschef Frei rechnet nach dem Anschlag beim Christopher Street Day in Berlin vor einer Woche mit zügigen Gesetzesverschärfungen.Er sei davon überzeugt, dass der Bundesinnenminister und die Bundesjustizministerin vermutlich noch im August entsprechende Vorschläge unterbreiteten, sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".
In Berlin hatte ein islamistischer Attentäter am Samstag vergangener Woche mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der zunächst Flüchtige wurde später von der Polizei erschossen.
Innenminister Dobrindt hatte sich danach für einen verstärkten Einsatz elektronischer Fußfesseln und eine bundesweit einheitliche Regelung zur Präventivhaft für Gefährder ausgesprochen. Der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Papier, sagte der "Welt am Sonntag" zum Einsatz der Fußfesseln, der Gesetzgeber dürfte hier noch einen gewissen verfassungsrechtlichen Spielraum zur Ausweitung der Regeln haben.
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SportHenseleit verpasst Major-Sieg bei British Open
Die deutsche Golferin Esther Henseleit hat bei den British Open den ersten Major-Triumph ihrer Karriere im Stechen verpasst.Die Olympiazweite und Nummer 43 der Weltrangliste verpatzte am zweiten Extraloch ihren Abschlag; der Ball traf einen Zuschauer und prallte von diesem in einen Busch. Den Sieg auf dem Par-71-Kurs in Lancashire holte sich die Japanerin Shiho Kuwaki. Für Henseleit ist der zweite Platz dennoch das mit Abstand beste Ergebnis bei einem der fünf großen Turniere im Frauen-Golf.
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Mecklenburg-VorpommernAfD-Mann bei Demo in Schwerin verletzt
Am Rande einer Demonstration in Schwerin ist der Hamburger Landesvorsitzende der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland, Schumann, angegriffen und verletzt worden.Nach Angaben der Polizei gibt es drei Tatverdächtige. Die AfD Hamburg bezichtigte in einer Mitteilung die Antifa des Übergriffs. Die Polizei habe nicht eingegriffen, hieß es weiter.
Eine Polizeisprecherin sagte, der Zwischenfall habe sich vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung ereignet.
Rund 420 Anhänger der Generation Deutschland demonstrierten am Nachmittag im Schweriner Stadtzentrum. Etwa 460 Gegendemonstranten waren ebenfalls vor Ort.
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Iran-KriegRegierungsgebäude in Kuwait angegriffen
Der Iran hat nach Angaben Kuwaits ein Regierungsgebäude und weitere Einrichtungen in dem Golfstaat angegriffen.Auch Fahrzeuge eines Unternehmens seien mit Drohnen attackiert worden, teilte das kuwaitische Außenministerium mit. Die Streitkräfte hätten seit dem frühen Morgen feindliche Drohnen gesichtet und abgeschossen, erklärte die Armee. Sie sprach von einer iranischen Aggression. Kuwait wurde in dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran schon häufig das Ziel von Attacken. Sie richten sich insbesondere gegen Stützpunkte des amerikanischen Militärs.
Zuletzt waren in der Straße von Hormus erneut zwei Tanker angegriffen worden. Nach britischen Angaben wurde ein Schiff getroffen, der Maschinenraum wurde beschädigt. Auch ein weiterer Tanker meldete einen Beschuss. Verletzte gab es bei den Vorfällen nicht.
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PakistanBergsteiger-Star Nirmal Purja bei Lawinenunglück gestorben
Der nepalesisch-britische Bergsteiger Nirmal Purja ist bei einem Lawinenunglück in Pakistan gestorben.Das bestätigten die Veranstalter der Expedition. An der Tour am Broad Peak hatten zehn Bergsteiger aus aller Welt teilgenommen. Nach Abgang der Lawine vor drei Tagen war der Kontakt zu der Gruppe abgerissen. Gestern waren zunächst vier Leichen geborgen worden. Die Suche nach den Vermissten dauert an.
Der Broad Peak ist mit 8.047 Metern der zwölfthöchste Berg der Welt und gilt als einer der anspruchsvollsten Achttausender. Der 43-Jährige Purja wurde durch mehrere Rekorde bekannt. Unter anderem hatte er 2019 alle Achttausender in 189 Tagen bestiegen. Eine Netflix-Dokumentation machte ihn zum Bergsteiger-Star.
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WetterIn der Nacht gering bewölkt, 12 bis 20 Grad
Das Wetter: In der Nacht vielfach trocken und zumeist gering bewölkt. Abkühlung auf Werte um 20 Grad in den Ballungsräumen im Südwesten, sonst 19 bis 12 Grad. Morgen sonnig, später zunehmende Quellbewölkung. In der Südwesthälfte nachmittags einzelne, möglicherweise schwere Gewitter. Temperaturen 26 bis 37 Grad.Die weiteren Aussichten:
Am Dienstag sonnig, gebietsweise Schauer und auch kräftige Gewitter. Örtlich Unwettergefahr durch Starkregen, orkanartigen Böen und Hagel. 25 bis 38 Grad.
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