Kultur

Zora del Buono: "Die Marschallin"Politik, Patienten, Palaver

Buchcover: Zora del Buono: „Die Marschallin“, im Hintergrund eine historische Hausfassade in Süditalien. (Buchcover: C.H. Beck Verlag, Hintergrund: imago images/Michael Eichhammer)

Ihr Mann Pietro soll Marschall Tito mit einer Röntgenaufnahme das Leben gerettet haben. Doch die slowenisch-italienische Arztgattin Zora Del Buono, Inhaberin von fünf Pässen, tritt in dem Porträt, das ihr ihre Enkelin gewidmet hat, aus dem Schatten ihres Mannes heraus und wird zu einer Jahrhundertfigur.Büchermarkt | 27.11.2020 | 16:10 Uhr

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"The Wagadu Chronicles"Neue Schwarze Fantasy

Auf dem Bild sieht man Schwarze Krieger, die ein dämonisches Wesen jagen (Twin Drums)

Das Computerspiel "The Wagadu Chronicles" möchte einen Kontrapunkt zu eurozentristischen Fantasy-Geschichten setzen. Das Rollenspiel verarbeitet dafür afrikanische Mythen und Erzählungen. Ein ambitioniertes Unterfangen, das nicht nur Schwarze Spielerinnen und Spieler ansprechen möchte.Corso | 26.11.2020 | 15:05 Uhr

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150. Todestag des Comte de LautréamontDichterfürst der Finsternis

Undatiertes Porträt des französischen Dichters Isidore Lucien Ducasse, besser bekannt unter dem Namen Comte de Lautreamont. Er wurde am 4. April 1846 in Montevideo geboren und starb am 24. November 1870 in Paris. Einzelheiten über Lautreamonts Leben sind weitgehend unbekannt, seit 1867 lebte er offenbar in Paris. Sein zur zeit in der nachfolge der schwarzen Romantik und des Symbolismus stehendes, in sechs Gesänge gegliedertes Prosagedicht "Die Gesänge des Maldoror" (1874), das alle literarischen Konventionen sprengt, wurde von deen Surrealisten entdeckt und übte einen bedeutenden Einfluss auf die Lyrik der Moderne aus. | (B3077_AFP)

Erst lange nach seinem Tod am 24. November 1870 machten "Die "Gesänge des Maldoror" Isidore Lucien Ducasse berühmt. Ein Prosagedicht, das er unter dem Pseudonym Comte de Lautréamont endlich veröffentlichen konnte. Lange hatte sein Verleger gezaudert, den von Hass und Blasphemie triefenden Text herauszugeben.Kalenderblatt | 24.11.2020 | 09:05 Uhr

Kölner KammerorchesterMozart mit Mundschutz

Porträtaufnahme eines Mannes, der in schwarzem Anzug und Hemd sitzt, vor sich die Hände gefaltet hat und in die Kamera schaut. (Takao Komaru)

Für viele wird es wohl ein unvergessliches Konzertereignis bleiben. Wegen der Begleitumstände durch die Corona-Pandemie. Und wegen der Hingabe, mit der das Kölner Kammerorchester und Pianistin Elena Bashkirova ihren Neustart auf der Bühne nach dem ersten Lockdown zelebrierten.Musik-Panorama | 23.11.2020 | 21:05 Uhr

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Politische Radioshow zur Krise der KulturZingsheim braucht Gesellschaft

Martin Weber, Claus Schulte, Martin Zingsheim und Johanna Zeul stehen als Band m Hörspielstudio des Deutschlandfunks (Deutschlandradio/Christoph Weyer)

"Das Glück hat nur Burn-out, das kommt wieder." Optimistisch blickt die Kabarettistin Tina Teubner bei "Zingsheim braucht Gesellschaft" auf die Kultur in Coronazeiten. In der politischen Radioshow thematisierte Martin Zingsheim mit seinen Gästen die Krise, aber auch Ideen zur Unterstützung der Kleinkunst.Querköpfe | 18.11.2020 | 21:05 Uhr

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Vor 925 Jahren begann die Synode von Clermont"Bewaffnet Euch mit dem Eifer Gottes"

Papst Urban II. ruft am 27. November 1095 auf der Synode von Clermont zum Kreuzzug auf. (Stahlstich um 1800) (picture alliance  akg)

Wohl keine andere päpstliche Synode hatte so weitreichende Konsequenzen wie jene, die am 18. November 1095 im französischen Clermont begann. Sie endete mit dem Aufruf Papst Urban II zum Kreuzzug nach Jerusalem. 200 Jahre lang wird der Kampf um das Heilige Land dauern. Kalenderblatt | 18.11.2020 | 09:05 Uhr

Film über KlimaverbrechenDeutschland vor Gericht

Filmregisseur Andres Veiel (Foto: Carsten Kampf)

Die Handlung des ARD-Films "Ökozid" hat Filmemacher Andres Veiel ins Jahr 2034 verlegt. 31 Länder aus dem Süden klagen vor dem Internationalen Gerichtshof gegen die Bundesrepublik Deutschland. "Das Versagen in der Klimapolitik ist systematisch", sagte Veiel im Dlf. Corso | 17.11.2020 | 15:05 Uhr

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Deutscher Karikaturenpreis 2020Weniger ist mehr

(Deutscher Karikaturenpreis / MARUNDE)

Beim 21. Deutsche Karikaturenpreis unter dem Motto "Weniger ist mehr" gewinnt der Karikaturist MARUNDE für das Einfangen der Leere auf einer Tankstelle während der Corona-Pandemie den goldenen Bleistift. Silber sichert sich Miriam Wurster und mit Bronze wurde Ari Plikat prämiert. Corso | 16.11.2020 | 15:00 Uhr

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Corona und Orchester"Ein großes Drama"

Ein schwarz gekleidetes Streichorchester spielt stehend, der Dirigent steht rechts mittig und blickt auf seine Noten, die vor ihm auf einem Pult liegen. (RSB/Olivia Pohlenz)

Orchestern, Musikern, Komponisten geht es schlecht in der Coronakrise. Spielmöglichkeiten gibt es höchstens digital, freie Künstler stehen vor dem finanziellen Ruin. Insbesondere der Wegfall des Weihnachtsgeschäfts sei ein harter Schlag, sagte Gerald Mertens von der Deutschen Orchestervereinigung im Dlf.Kultur heute | 16.11.2020 | 17:35 Uhr

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Der Schriftsteller Jonathan FranzenRaue Schönheit

Porträtaufnahme eines mittelalten Mannes mit Brille und ernstem Blick. (picture alliance/KEYSTONE/ENNIO LEANZA)

Jonathan Franzen ist einer der erfolgreichsten und hierzulande bekanntesten US-amerikanischen Autoren. Als er seinen Weltbestseller "Die Korrekturen" vollendet hatte, wollte er nur eines hören: die Ballettmusik "Petruschka" von Igor Strawinsky.Klassik-Pop-et cetera | 14.11.2020 | 10:05 Uhr

Taggs im KunstmuseumDer Protest um die Liebig 34

Die Fassade des linksautonomen Wohnprojekt "Liebig 34"  (dpa / picture alliance / AA / Abdulhamid Hosbas)

30 Jahre war die Liebig 34 besetzt, Anfang Oktober wurde das anarchistische Wohnprojekt in Berlin geräumt. Grund war der Kauf durch einen ausländischen Investor. Der Protest ist noch nicht abgeflaut und äußert sich inzwischen vor allem durch Graffiti – an ungewöhnlichen Orten und weit über Deutschland hinaus.Corso | 13.11.2020 | 15:00 Uhr

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Neue Fernsehserie "Ethno"Lachen über Schmerz und Wahrheit

ONE ETHNO – MADE BY REBELLCOMEDY, am Freitag (13.11.20) um 21:30 Uhr. Ben (Benaissa Lamroubal) und sein Migrationshintergrund (Waldemar Kobus). © WDR/RebellComedy, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter Sendung bei Nennung "Bild: WDR/RebellComedy" (S2+). WDR Kommunikation/Redaktion Bild, Köln, Tel: 0221/220 -7132 oder -7133, Fax: -777132, bildredaktion@wdr.de (WDR/RebellComedy)

Müssen Schauspieler mit Migrationshintergrund im Fernsehen immer Döner braten oder Flüchtling sein? Die Serie "Ethno" spießt genau das jetzt auf, mit Benaissa Lamroubal vom Berliner Ensemble RebellComedy in der Hauptrolle. „Humor ist der beste gesellschaftliche Kleber“, sagte der Comedian im Dlf.Corso | 12.11.2020 | 15:08 Uhr

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